Beiträge von Schimanski

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    Ich hole den Thread mal wieder hoch.


    Kurz die Rahmenbedingungen bei uns: Wir sind Jahrgang 2005, also ältere F-Jugend. In der Bambini haben wir noch mit Schiri gespielt, seit der F - also schon fast zwei Jahre - spielen wir FPL. Im Sommer geht`s in die E und dann kommt der Schiri wieder.


    Grundsätzlich hatte ich schon den Eindruck, dass die Spiele mit Einführung der FPL ruhiger geworden sind. Das kann aber auch mit den veränderten Bediungen zu tun haben (andere Mannschaften, andere Trainer, Kinder werden älter), aber die FPL wird auch ihren Anteil gehabt haben. Vor allem das Gebölke der Trainer ist zurück gegangen. Auch von den Eltern hört man kaum noch was. 2/3 der Spiele laufen auch zwischen den Kindern problemlos. Wenn zwei faire Mannschaften aufeinander treffen, dann gibt es praktisch keine Fouls. Nur Einwürfe müssen dann von den Kids geregelt werden.


    Aber es gibt ein neuen Aspekt, der zum "kleinen" Problem wird. Das ist Regel 1, hinter der sich viele Trainer verstecken. Diese Regel lautet: Die Kinder entscheiden selbst!


    Ich habe es jetzt schon mehrfach erlebt, dass Mannschaften zum einen körperlich sehr hart und oft auch bewusst unfair gespielt haben und zum anderen sich sehr dreist bei Entscheidungsdiskussionen verhalten haben. Das nimmt fast schon anarchische Züge an. Ich schaue mir dass dann meist 15 oder 20 Minuten an und greife irgendwann ein, wenn`s mir zu bunt wird. Dann kommt von Gegenüber der Spruch: Die Kinder sollen selbst entscheiden! Und ich bin der Buhmann, oder wie?


    Man muss kein großer Hellseher oder Menschenkenner sein, um das Verhalten der Kinder zu erklären. Ihr Vorbild hat versagt. Sie sind mir ihrer Art (foulen, schubsen, treten, Einwürfe und Ecken ermogeln) über mehrere Spiele hinweg "durchgekommen" und haben sich ein Verhalten angeeignet, was nicht im Sinne der FPL sein kann. Das Traurige: Die Kinder können noch nicht mal etwas dafür und der Trainer meint auch im Recht zu sein, schließlich hält er sich an Regel 1 der FPL.


    In meinen Augen muss die FPL hier die Vorbildrolle der Trainer deutlicher herausarbeiten und in den Mittelpunkt stellen.


    Gruß, Christoph

    Ups, von der Veröffentlichung wusst ich gar nix. Ich muss meinen Anwalt einschalten :D


    Nein, im Ernst. Wir haben damals ein Fotoshooting bei einem unserer Spiele gemacht. Der Kontakt kam beim Teamleiter-Lehrgang über Ausbilder Udo Hain, der mich an Gerd Bode verwiesen hat, mit dem schlussendlich die Bilder gemacht wurden. Jetzt "verbraten" die wohl das Bildmaterial in mehreren Ausgaben. Es war aber immer das gleiche Spiel...


    Gruß, Christoph

    Nabend,


    ich sehe in der täglichen Praxis so einige F-Jugend-Mannschaften, die auf Passpiel gedrillt werden, die aber
    a) technisch-koordinativ noch gar nicht in der Lage sind, sauberes Direktpasspiel umzusetzen und denen
    b) dadurch auch viel Kreativität genommen wird, weil sie auf Anweisung und nicht aus Überzeugung passen.


    Natürlich erreicht man dadurch kurzfristig ein Spiel, was dem Erwachsenenfussball ähnelt. Langfistig werden diese Kinder aber irgendwann von anderen Kindern überholt.


    Ich habe letzten in einer Trainingseinheit mit Schwerpunkt "Klatschen lassen" für einige Minuten 3 gegen 1 (Schweinchen in der Mitte) in kleinen Dreicken spielen lassen. Im Wettkampfspiel danach haben die Kinder auf einmal sehr viel direkt gespielt (2/3 der Bälle waren sogar brauchbar). Ich könnte das ganze jetzt exzessiv weiterspinnen und hätte in einem halben Jahr eine Passmaschinerie geformt. Will ich aber gar nicht!


    Mir sind die F-Jugendspieler am liebsten, die bei jedem Ballkontakt abwägen, auch schon mal die falschen Entscheidungen treffen und daraus lernen. Ich habe auch einen sehr spielintelligenten Jungen in der Mannschaft, der schon sehr schöne, saubere und weitreichende Pässe spielen kann. Er hebt bei der Ballannahme meist den Kopf, geht dann aber trotzdem oft ins Dribbling und spielt DANACH den Pass. Er hat sich durch sein Dribbling, das Spielfeld "zurechtgelegt" und dann einen Pass gespielt, der der Mannschaft richtig hilft und den Gegner meist an der wunden Stelle erwischt. Das ist für mich wahre Spielübersicht und dessen Entwicklung würde ich durch antrainiertes Direktpasspiel im Keim ersticken.


    Gruß, Christoph

    Grundsätzlich bin ich Andrès Meinung. Weniger ist oft mehr. Trotzdem möchte ich in einigen Punkt "ein wenig" widersprechen.


    Der DFB empfiehlt in der F durchaus eine Grundordung, siehe Hinweis von AKjfv.
    Und das nicht ohne Grund, denn ohne Grundordung gelangt man irgendwann an den Punkt, dass die Kinder so taffe Dribbler sind, dass sie sich gegenseitig den Ball abnehmen und den Mannschaftsgedanken mit Füßen treten. Dann hat man nicht nur maulende Eltern, sondern auch traurige Kinder...nämlich die, die den "Superstars" beim Trojubel zuschauen dürfen. Ich denke, nach zwei Jahren Bambini kann man von den Kindern - parallel zum Eintritt in die Schule - durchaus erwarten zu verstehen, dass ihre Welt nicht nur aus "ich" besteht. Wichtig ist natürlich, dass der Trainer rotiert und der Supperdribbler auch mal hinten spielt.


    Zudem bin ich in Sachen "Straßenfussball" als Vorbild mehr als skeptisch, auch wenn ich mich selbst früher oft darauf berufen habe. Seitdem ich Kindertrainer bin, spiele ich regeläßig in einer bunten Hobbytruppe und da fallen mir die Straßenfussballer oft unangenehm auf, weil sie keine Ahnung haben, was Mannschaftgeist, Defensivdenke und Teamstrukturen bedeuten. Die spielen einfach drauf los, machen das, woraus sie Bock haben und schädigen der Mannschaft oft mehr als das sie ihnen helfen, obwohl sie teilweise unfassbar talentiert sind.


    Auch den Verweis auf den geschätzen Horst Wein finde ich in Bezug auf "Spielsystem" nicht ganz passend, da Horst Wein in vielen Spielformen durch Provokationsregeln eine Staffelung vorgibt und den Kinder so die Vorteile eine gewissen Struktur nah bringen will.


    In Summe denke ich, muss die Mischung stimmen. Zu viel Taktik sieht man den Kindern IMHO auch an. Gelangweilte Gesichter, wenig Risikobereitschaft, automatisiertes Passverhalten, Verharren auf einer Position, etc. deuten darauf hin, dass der Trainer übers Ziel hinaus geschossen ist.


    Wenn die Kinder Spielfreude, Laufbereitschaft, Kopf heben vor dem Pass, Abwägen vor jeder Aktion, Unberechenbarkeit und Kreativität zeigen, hat der Trainer die richtige Mischung gefunden...


    Gruß, Christoph

    Nabend,


    ich finde mit der Zeit entwickelt man ein Gefühl dafür, wann man die Kinder coachen und wann man die Fresse halten muss. Man weiß ja, was sie zu leisten im Stande sind (wobei einige Trainer in der Bambini da scheinbar ihre Probleme haben, erwarten sie ja oft Unmögliches).


    Coaching alà "schieß", "pass" oder "spiel" finde ich persönlich schrecklich. Da sollte man sich nicht einmischen. Das hemmt die Entwicklung der Spielintelligenz und -kreativität. Da muss man als Kindertrainer einfach durch :D, wird aber langfristig durch spielfreudige Kids entschädigt.


    Wenn ein Kind einen Mitspieler mal übersehen hat, weil es den Kopf nicht gehoben hat, ist das meine Schuld, weil ich zu wenig Dribbling mit visuellen Einflüßen trainiert habe oder die Kinder aufgrund ihres Alters/Talents noch nicht können. Ich kann das von den Kindern noch nicht erwarten und halte deswegen mein Mund.
    Wenn ein Kind mal nicht abspielt, weil es egoisitsch handelt, schaue ich auch meist drüber hinweg. Wenn es sich in unnatürlichen Maße häuft, weise ich das Kind NACH der Szene darauf hin, meist mir einem Augenzwinkern oder einer rethorischen Frage.


    Ansonsten coache ich in der F manchmal gar nicht (mein Jugendleiter meinte letztens erstaunt zu uns: Die Kinder funktionieren ja von ganz alleine!) oder gebe ein paar Hinweise wegen der Staffelung (tief bleiben, nachschieben etc.). Vereinzelte Positionsuntreue in Form eines Sprints in einen freien Raum mahne ich dagegen NIE an. Das finde ich ganz wichtig und da haben die Kinder auch oft tolle Ideen. Nur wenn ein Kind über Minuten auf der falschen Position stehen bleibt, bekommt es einen Hinweis, dass das nicht fair der Mannschaft gegenüber ist und dass es demnächst auch mal da spielen wird, wo es jetzt steht (geht natürlich nur, wenn man rotiert).


    Gruß, Christoph

    Moin,


    ich habe das auch fast zwei Jahre in der Bambini gemacht.


    Vorteile waren:


    - Schulung des Umschaltverhalten
    - viel Spielfreude
    - Förderung der Kreativität
    - Schulung des ballorientierten Spiels ;)
    - Ausleben von Individualität (Ausprobieren, Forschen, Reflektion)


    Nachteile gab es am Anfang fast gar nicht. Mit der Zeit gab es innerhalb der Mannschaft Spannungen, weil ohne feste Rollen meist Frechheit siegt. Der Mannschaftsgedanke litt, weil sich einige Kinder die Rosinen rausgepickt haben.
    Im zweiten Bambini-Jahr als wir individuell vielen Mannschaften überlegen waren, standen sich die Kinder vorne auf den Füßen und wurden hinten regelmäßig ausgekontert. Wir verloren Spiele obwohl wir die besseren Fussballer hatten.


    Würde ich es wieder machen? Im ersten Bambini-Jahr auf alle Fälle. Im zweiten würde ich aber langsam mit einer groben Grundordung beginnen, wobei ich der Positionsdiziplin keine große Bedeutung beimessen würde...


    Gruß, Christoph

    - Wenn Beidfüssigkeit aber mal verinnerlicht ist, ist ein Seitenwechsel viel weniger eine - Problem/Herausforderung für die Kids. Daus entstehen dann selbständig viele Varianten (Hinterlaufen, Kreuzen, Schwergewichtsbildung, Asymetrische Spielzüge etc.) auf die einseitig veranlagte oder auf spezifische Positionen fixierte Spieler gar nie kämen oder sie aus Bequemlichkeit oder aus Versagensangst gar nicht versuchen.

    Super Punkt.


    Wenn man da den Vergleich zum Profifussball zieht: Das klassiche 4-4-2 mit Doppel-Sechs hat sich in den letzten Jahren bei Ballbesitz stark verändert. Die Außenspieler laufen nicht mehr die Linie auf und ab, sondern bespielen auch den 10er- und den Zwischenlinieraum. Gerade da sind die Anforderungen extrem gewachsen. Ein Spieler ohne "diagonale" Fähigkeiten wird in Zukunft keine Chance mehr haben, hoch zu spielen.


    Ich bin da mit meinem Sohn derzeit auch extrem hinterher. In den Ferien üben wir immer den schwachen Fuß. Er ist dadurch viel variabler geworden. Er spielt auch oft auf der "falschen" Seite. Tut ihm richtig gut. Von den letzten fünf, sechs Toren hat er nur zwei mit seinem starken Fuß gemacht, obwohl er weiterhin dort viel mehr "Bumms" hat. Die Tore mit dem schwachen waren auch keine Gewaltschüsse, sondern mehr "Pässe". Schusshärte ist überschätzt. Wichtiger ist die Variabilität vor dem Tor.

    Moin,


    wir haben schon einige Male im Volleyball-Prinzip gewechselt, also alle vier/fünf/sechs Minuten ist jeder Spieler eine Position weiter gerutscht, von links nach rechts, von hinten nach vorne.
    Leistungstechnisch hat es uns mit Sicherheit geschadet, es waren eher schwächere Spielen von uns, in denen Stabilität und Sicherheit gelitten hat. Aber ich vermute, es wird den Kindern nicht geschadet haben. Sie mussten sich immer wieder auf neuen Spielsituationen und Mannschaftsstrukturen einstellen.


    Ein Vorteil der Rotation wird oft vergessen. Für mich ist das auch wichtig für den Mannschaftgeist. Wenn der Abwehrspieler weiß, wie es ist, Stürmer zu sein und umgekehrt, wird zum einen die Wertschätzung untereinander steigen und zum anderen das Zusammenspiel verbessert, weil die Kinder Erwartungen, Möglichkeiten und Verhalten der Mitspieler kennen.


    Gruß, Christoph

    Hi,


    ich habe auch so ein, zwei Kandidaten. Einer hat in der Bambini auch Geld fürs Toreschießen bekommen.
    Sie spielen oft vorne, aber auch immer mal wieder und regelmäßig hinten und werden dann überschwänglich für mannschaftsdienliche Aktionen gelobt.
    Es ist besser geworden, aber der Weg ist noch nicht beendet. Es geht nur mit Geduld...


    Gruß, Christoph

    Schimanski: Wie sollen Halbtalentierte gegen Athlenten und Sportskanonen bestehen? Hab's jetzt ned so ganz kapiert. Du meinst, wenn ich in der F und E schon voll auf Ergebnis pusche, werden in der C und D die Halbtalentierte gegen die Sportskanonen und Athleten bestehen können und wenn nicht, dann haben sie später keine Chance? Nur verständnishalber nachgefragt.

    Nein, ich meinte damit, dass man auch im Kinderfussball "Erfolge" braucht, um die talentierten Kinder zu halten. Man kann nicht über vier, fünf oder sechs Jahre die Ergebnisse hinten anstellen und dann davon ausgehen, dass man in der D-Jugend wegen dieser Philosophie konkurrenzfähig ist. Wenn man dann überhaupt noch eine Mannschaft stellen kann, besteht sie zu großen Teilen aus "dicken Paules". Die Athleten und Sportkanonen sind dann lange weg. Da hilft die geringere Drop-Out-Rate dem Verein auch nicht weiter...

    TW-Trainer: Du hast mich falsch verstanden. Ich meinte nicht den körperlichen Punch, sondern die gesamte Einstellung (Willen, Ehrgeiz, Bereitschaft) zum Sport incl. Talent und Begabung.


    Es klang doch hier so durch als wenn die beste Ausbildung im Kinderfussball daraus besteht, auf Wettkämpfe, zu viel Training und das Streben nach Erfolgen zu verzichten und dann in der D-Jugend die Früchte dieser Philosophie zu ernten.
    Ich halte dagegen, dass die "talentierten" Kinder dann schon lange den Verein verlassen haben. Ist vielleicht auch ein Drop-Out, nur anders herum :D


    Ich versuche es immer so zu halten, dass ich das Spiel nicht wichtiger mache als es den Kindern ist. Damit bin ich meist ganz gut gefahren, auch wenn ich mir in der Emotion schon mal untreu geworden bin.
    Jetzt - zum Ende der F-Jugend - muss ich die Kinder fast schon bremsen, weil ihr eigener Ehrgeiz in Trainings- oder Freundschaftsspielen, wo uns Trainern das Ergebnis wirklich vollkommen "pups" ist, größer als das der Trainer ist.


    Natürlich teile ich deine Meinung, dass sich kindgerechte Ausbilung schon in der F-Jugend in Spielintelligenz und -witz und dann auch zwangsläufig in Erfolgen niederschlägt. Dazu gehört auch, Niederlagen richtig einzuordnen. Wenn der Gegner durch ein paar Distanzschüsse oder Abstauberbällen nach langen Torwartabschlägen gewonnen hat, bewerte ich das auch entsprechend. Auch den Kindern gegenüber. Sie sollen ruhig wissen, dass dieses Tore für uns Trainer nicht so viel wert sind.

    Doch in der Realität wird das zumeist nicht gemacht, da leider bei den Teams, die dies so durchziehen, der Erfolg in der E- und F-Jugend ausbleiben und die ganze Duskussion von Trainer- und Vereinsseite da ist.

    Nicht nur das. Die talentierten, willigen, engagierten und ehrgeizigen Kinder werden den Verein dann auch verlassen.
    Somit muss du als Kindertrainer irgendwie den Spagat schaffen. Kindgerecht, perspektivisch und abwechslungsreich ausbilden, aber auch "erfolgreich" sein.
    Was nützt es dem Verein wenn die ganzen "Halbtalentierten" im Kinderbereich ohne Ergebnisdruck vielfältig geschult werden, dann aber im D-und C-Jugend-Bereich nicht den Punch mitbringen, um gegen die Athleten und Sportskanonen zu bestehen?

    Hallo Pietro,


    umso vielfältiger, desto besser, keine Frage. Das gilt mit Sicherheit für den ganzen Kinderbereich.
    Aber das können wir (Fussball-)Trainer schließlich mitbeeinflußen. Wenn man drei Stunden in der Woche nur Flankenläufe mit den Bambini trainiert, ist`s sicher suboptimal :D


    Das Argument mit dem Drop-Out ist mir viel zu oberflächlich. Jeder Bambini-Trainer wird Kinder in seiner Mannschaft haben, die fast jeden Tag auch außerhalb des Vereins (freiwillig) kicken. Wenn man dein Drop-Out-Argument umdreht, würde das bedeuten, dass gerade diese Kinder die höchste Drop-Out-Rate haben. Ist aber nicht so. Drop-out tritt doch hauptsächlich da auf, wo zu monoton und einseitig trainert wird, wo taktische Diziplin an erster Stelle steht, wo zu oft das "Kindsein" unterdrückt und Leistung eingefordert wird - von Trainern und Eltern.


    Also ist nicht die Häufigkeit von "Training" die Ursache von Drop-Out, sondern die Begleitumstände. Die hat jeder Trainer selbst in der Hand. Wenn ein Trainer den zweiten Termin in der Woche nutzt, um Fangen oder Völkerball spielen zu lassen, wird das mit Sicherheit nicht die Drop-Out-Rate erhöhen, sondern den Kindern helfen.


    Gruß, Christoph

    Hi,


    Da gehts ja noch nicht wirklich um Ausbildung in Fussball etc.

    Das ist doch kein Argument.
    Gerade wenn es um Bewegung, Koordination, Sprungverhalten von Bällen, etc. geht, können die Bambini der heutigen Generation eigentlich nicht genug Training haben. Sie spielen ja deutlich weniger auf der Straße/im Garten als früher.
    Trotzdem kann man es als Trainer natürlich übertreiben, gerade wenn man die fussballerische Ausbildung/Spielpraxis in den Mitteltpunkt stellt. Etwas Abstand tut oft gut und deswegn bin ich auch kein Freund davon in den Ferien grundsätzlich durchzutrainiern. Auch die Eltern wollen in dem Alter nicht jeden zweiten Tag auf dem Fussballplatz stehen.


    Nichtsdestotrotz finde ich einmal die Woche über einen längeren Zeitraum zu wenig. Entweder baut man ein paar Turniere oder Freundschaftsspiele ein oder trifft sich auf dem Spielplatz/Bolzplatz/Soccerhalle etc.
    Ich habe in der Bambini oft freiwilige Termine auf dem Bolzplatz angeboten haben, in denen ich die Kinder einfach ein bisschen kicken hab lassen und sie nur beaufsichtigt habe.


    Gruß, Christoph

    Hallöchen,


    hier ein interessantes PDF vom geschätzten Taktikexperten Rene Maric zum Thema Periodisierungstechniken im Fussball.
    Ich bin selbst noch nicht dazu gekommen, es in Ruhe zu lesen, denke aber, dass es für viele Trainer nicht ganz uninteressant ist :)
    Vielleicht entwickelt sich auch eine fruchtbare Diskussion...


    Gruß, Christoph

    Hallo Folkao,


    ich vermeide das Wort System und Taktik eigentlich auch immer und bevorzuge - wie du - das Wort Grundaufstellung. Vielleicht habe ich sie mal benutzt, aber mir gefällt das grundsätzlich auch nicht. Es gibt zudem auch etliche Spielberichte in denen nix zur Aufstellung steht und z.B. KiFu-Themen, Kuriositäten, Gegebenheiten oder spezielle Spielzüge besprochen werden.


    Unsere Eltern sind durch die Elternabende, viele E-Mails, Gesprächen an der Seitenlinie voll auf KiFu gepolt. Ausnahmslos. Da gibt es auch keine Probleme. Mein Einwand mit der Ergebnisorientierung war eher allgemein bezogen.


    Die analytische Betrachtung eines Fussballspiels ist vielleicht auch meine Leidenschaft. Ggf. bin ich da in den letzten Wochen in den Spielberichten auch etwas über das Ziel hinaus geschossen, wobei wir zuletzt auch einiges ausprobiert haben. Im ersten F-Jugendjahr gab es kaum Experimente und es wurde deswegen auch nichts besprochen.


    Dass unterschiedliche Grundaufstellungen selbst im KiFu Konsequenzen auf den Spielverlauf haben, ist aber nicht von der Hand zu weisen.


    Gruß, Christoph

    Hallo,

    Hab schon einige Beiträge von Schimanski gelesen, aber erst jetzt mal den Link in der Signatur geklickt und mich ein bisschen umgesehen. Auf mich wirkt das alles sehr liebevoll gemacht und zwar (so gehe ich jedenfalls davon aus) mit dem Zielpublikum der Eltern. Ausführliche Spielberichte werden meinem Eindruck nach immer mehr zur Seltenheit und auch wenn das teilweise natürlich schon sehr ins Details geht, so bin ich mir relativ sicher, dass das nicht exakt so an die Kids weitergegeben wird und die Spielvorbereitung sich beispielsweise doch sehr von der einer A-Junioren-Truppe oder einer Kreisliga-Elf unterscheidet.

    So ist es. Wir versuchen von den Kindern den ganzen Erwachsenenkram wegzuhalten, um ihnen ein unbeschwertes Spiel zu ermöglichen. Wir geben nur das weiter, was sich auch verstehen und umsetzen können. Meine Spielberichte richten sich an Trainerkollegen, Eltern und Fussballinteressierte. Sie spiegeln nicht das wieder, was wir mit den Jungs besprechen.


    In vielen unserer Spielberichten gibt es auch (versteckte) Hinweise auf Ziele des KiFu. Wir erklären uns oft...wieso wir rotieren...wieso alle die gleiche Spielzeit bekommen...wieso das Ergebnis nicht überbewertet werden sollte und Perspektive und Ausbildung bei unserer Arbeit im Mittelpunkt stehen, etc.


    Nicht zu vergessen die "Philosophie ", die schon 1:1 von einem unserer Staffelgegner abgeschrieben wurde: http://djk06er.jimdo.com/


    Gruß, Christoph

    Hallo Andrè,


    ich finde deine missionarische Rolle hier im Forum klasse und gerade in den ersten Wochen meines Trainersein haben mir deine Beiträge sehr geholfen, weil sie eine klare Linie verfolgen und diese Linie dem Neu-Trainer hilft, die Augen geöffnet zu bekommen.


    Trotzdem fand ich deinen vorletzten Beitrag in diesem Thread zu unverbindlich und allgemein. Steini und tobn sind da z.B. viel konkreter geworden. Von dir kamen die "üblichen" Warnungen, obwohl du meinen Werdegang ganz gut kennst (so hoffe ich zumindest) und weißt, dass ich den KiFu-Fahne immer hoch gehalten habe.


    Auch in deinem letzten Beitrag kommst du wieder eher über die persönliche Schiene, anstatt auf die eigentliche Thematik einzugehen. Ich habe z.B. zu unserem Durchtanker und zu Horst Wein Stellung bezogen. Von dir keine Reaktion. Auch das zeigt mir, dass du an der eigentlichen Problemlösung wenig Interesse hast und eher deinen missionarischen Auftrag in den Mittelpunkt deiner Posts stellst.


    Gruß, Christoph

    Hallo Folkao,

    Aber Ihr seid doch ´ne F-Jugend, oder?

    Da ich davon ausgehe, dass es für dich ein Leichtes ist, die Antwort auf diese Frage aus meiner Signatur, der Homepage oder diesem Thread zu entnehmen, wird die Frage rhetorischer Natur sein.
    Ich deute sie deswegen als Kritik/Unverständnis für die Art und Weise wie die Spielberichte verfasst werden.


    Welche Gefahren siehst du in der Analytik der Spielberichte?


    Gruß, Christoph