Ich hole den Thread mal wieder hoch.
Kurz die Rahmenbedingungen bei uns: Wir sind Jahrgang 2005, also ältere F-Jugend. In der Bambini haben wir noch mit Schiri gespielt, seit der F - also schon fast zwei Jahre - spielen wir FPL. Im Sommer geht`s in die E und dann kommt der Schiri wieder.
Grundsätzlich hatte ich schon den Eindruck, dass die Spiele mit Einführung der FPL ruhiger geworden sind. Das kann aber auch mit den veränderten Bediungen zu tun haben (andere Mannschaften, andere Trainer, Kinder werden älter), aber die FPL wird auch ihren Anteil gehabt haben. Vor allem das Gebölke der Trainer ist zurück gegangen. Auch von den Eltern hört man kaum noch was. 2/3 der Spiele laufen auch zwischen den Kindern problemlos. Wenn zwei faire Mannschaften aufeinander treffen, dann gibt es praktisch keine Fouls. Nur Einwürfe müssen dann von den Kids geregelt werden.
Aber es gibt ein neuen Aspekt, der zum "kleinen" Problem wird. Das ist Regel 1, hinter der sich viele Trainer verstecken. Diese Regel lautet: Die Kinder entscheiden selbst!
Ich habe es jetzt schon mehrfach erlebt, dass Mannschaften zum einen körperlich sehr hart und oft auch bewusst unfair gespielt haben und zum anderen sich sehr dreist bei Entscheidungsdiskussionen verhalten haben. Das nimmt fast schon anarchische Züge an. Ich schaue mir dass dann meist 15 oder 20 Minuten an und greife irgendwann ein, wenn`s mir zu bunt wird. Dann kommt von Gegenüber der Spruch: Die Kinder sollen selbst entscheiden! Und ich bin der Buhmann, oder wie?
Man muss kein großer Hellseher oder Menschenkenner sein, um das Verhalten der Kinder zu erklären. Ihr Vorbild hat versagt. Sie sind mir ihrer Art (foulen, schubsen, treten, Einwürfe und Ecken ermogeln) über mehrere Spiele hinweg "durchgekommen" und haben sich ein Verhalten angeeignet, was nicht im Sinne der FPL sein kann. Das Traurige: Die Kinder können noch nicht mal etwas dafür und der Trainer meint auch im Recht zu sein, schließlich hält er sich an Regel 1 der FPL.
In meinen Augen muss die FPL hier die Vorbildrolle der Trainer deutlicher herausarbeiten und in den Mittelpunkt stellen.
Gruß, Christoph
