Beiträge von PaulBreitner

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    Das ist Breitenfussball auf Kreisebene ... Das ist ja das Ding dabei ... den einzelnen Sportler/Spieler, der jeden Tag Zeit hat, bringen diese Studien vielleicht weiter. Aber Ottonormalsportler fällt dabei raus.


    Wenn mir ne Vergleichsstudie sagt, du musst jeden Tag 2x 30 Minuten Sport treiben um das Ziel zu erreichen, dann muss ich mir auch die Frage stellen "was ist wenn ich diese Vorgabe nur zu 80% erfüllen kann. Hier ist also der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Der Ottonormalsportler im Breitensport wird warscheinlich gar nicht mal viel mehr Zeit investieren können und deswegen auch die Frage.


    Nö. Die meisten haben nur a) keine Lust mehr zu mache oder b) nicht die Disziplin dazu. Beides ist ok. Nicht ok ist dann so wie Du gerade mit Ausreden kommen oder (was Du nicht machst) auf dicke Hose.


    Ich geb' Dir ein Beispiel (mein Beispiel): Familie, 2 Kinder, Haus, eigenes Unternehmen und in der Spitze ca. 25h Sport pro Woche (nicht aktuell). Noch fragen?


    Der Punkt ist halt in solchen Phasen: Worauf liegt der Fokus? Was ist mir der Sport wert? In solchen Phasen bin ich z.B. um 6:00 Uhr morgens im Kraftraum oder auch um 23:00 Uhr. Ich bin um 5 Uhr im Sattel oder um 6:00 Uhr beim Frühschwimmen im 30km entfernten Hallenbad. Oder ich breche um 22:00 Uhr im Winter noch zu einem 25km Lauf auf. In solchen Phase sehe ich Null fern, ich nutze kaum Internet (Zeitkiller), gehe nicht weg. Optimiere alle Wege, habe quasi immer Sportzeugs dabei und trainiere jede freie Minute. Ich organisiere alles, bereite alles vor. Habe überall wo mein Leben statt findet (Büro etc) Duschzeug und Klamotten deponiert. Laufe in der Mittagspause, mache Stabi un höre Nachrichten nebenbei, lese Zeitung auf der Rolle - Essen und so - alles voll durchorganisiert.


    Das ist nicht jedermanns Sache aber sag nicht, dass es nicht geht. Die meisten Leute wollen nicht. (Wie gesagt ok).


    UND: Gerade das HIT ist eine Möglichkeit ggf(!) mit etwas weniger Umfang auszukommen.


    Aber gib mir mal a bisserl mehr Info: Welche "Infrastruktur" verfügbar im Umkreis (Kraftraum, Steigungen/Gefälle für Drucksprints/Frequenzsprints, Treppen für Treppenläufe, Berge usw.)? Altersstruktur der Mannschaft? Fitnesslevel? We ist die Bereitschaft auch nebenbei noch was zu tun? Raucher? Verletzungen/Gesundheitszustand? Alles was Du über die Truppe weißt.

    Grobes Szenario: 4 Wochen Vorbereitung mit 2 Trainingseinheiten a 120 Minuten, ggf. Testspiel. Und im Saisonbetrieb 2 Trainingseinheiten in der Woche a 90-120 Minuten + Spiel am Wochenende.


    Das kann man doch gar nicht sagen, wenn man nicht weiß auf welchem Niveau die Spieler sind. Auf jeden Fall sind 4 Wochen Vorbereitung mit insg. 4h extrem wenig. Das sind 16h Vorbereitung ggf. ein Spiel dazu. Jetzt mus ich echt lachen - was soll das denn? Jeder Reha-Patient macht mehr Sport.

    Du müsstest doch wissen, dass man so lange als unschuldig gilt, bis das Gegenteil bewiesen wurde


    Kennst Du die Problematik des Sportrechts im Rahmen einer rechtsstaatlichen Delegierung einer gewissen Souveränität an die Verbände? Es ist nämlich NICHT(!) zwingend so, dass "in dubio pro reo" auch im Sportrecht gilt bzw. gelten muss. Selbst im Strafrecht/Zivilrecht gibt es die sog. Beweislastumkehr.


    EDIT - Beispiel: Der Fall Dieter Baumann. Er musste beweisen, dass das Nandrolon nicht durch ihn in seinen Körper gekommen war sondern durch die Zahnpasta. Das war damals eine recht heiße Diskussion mit dem Ergebnis, dass die Beweislastumkehr in diesem Fall verfassungsrechtlich (denn der Sport bewegt sich nicht im rechtsfreien Raum) in Ordnung war.

    Ist es tatsächlich ein Konzept? Ich sage nein.


    Zumindest steht das nicht so in der Überschrift. Hier steht Konzeption. Somit ist es zunächst ein Werkzeug - eine Leitidee - zur Erstellung eines eigenen Konzepts. Mehr als einen ersten Überblick über die Eckdaten des behandelten Themengebietes gibt sie ja nicht. Für einen aktiven Trainer ist das ja zunächst zu wenig. Darauf verweist auch M. Sammer in seinen einleitenden Worten, in denen er auf "zukünftige Medien mit detaillierten Informationen über Inhalte und Methoden in den einzelnen Ausbildungsstufen." verweist. In der Konzeption findet man das also nicht - wo dann? Z.B. kann man in dem Büchern "Fußball von Morgen" Bd. 1 Kinderfußball. solche detaillierten Infos und Methoden finden. Ich hab das Buch - es ist nicht schlecht. Gefällt mir.


    Was man weiter nicht überbewerten darf: Das Ding ist ein Flyer! Zumindest lt. Dateiname - wir kennen ihn alle: dfb_rtk_flyer_A4_quer_01.pdf Also im Endeffekt eine Werbebotschaft auf Papier.

    Wenn der oder die Innenverteidiger dann, wenn der aussenverteidiger zur Seitenausslinie abdrängt zur Mitte stehen bleiben.....decken sie dann wenn der Stürmer des Gegners bei ihnen steht/oder auf sie zuläuft in der akuten Phase den Mann. Wäre es dann nicht eine Mischform der Systeme nahe vorm Tor?


    Irgendwann, wenn die Räume eng und die Abstände kürzer werden (z.B. im Strafraum) ergibt sich das ja zwangsläufig. Das Problem ist ja der Flugball und irgendwann muss der IV z.B. ins Kopfballduell. Das geht gegen nen Mann besser als gegen den Raum ;)


    ..wenn der Innenverteidiger nicht mitverschiebt um beispielsweise zu doppeln....macht es dann der oder die Mittelfeldspieler....?


    Ja schon Ggf. ein defensiver 6er. Idealerweise löst der AV die Aufgabe aber alleine, gewinnt den Ball und leitet den Gegenangriff ein. Doppeln heißt bei Ballgewinn meist einen Mann weniger als Anspieloption.

    Internet ist geil: Wusste gar nicht, dass es so viele schone Texte darin gibt :thumbup:


    Zitat

    Seit 1988 betreibt die Branche [der DFB] Tests. Die lassen sich allerdings schnell als Mogelpackung entlarven. Vergangene Saison gab es 964 – oft angekündigte – Wettkampfproben bei 241 Partien der Bundes- und Regionalligen, bei Spielen der A-Junioren, der beiden Frauen-Bundesligen sowie im DFB-Pokal. Dazu besagte 87 Trainingstests. Im selben Zeitraum fanden allein in der Leichtathletik 1020 Trainingskontrollen statt. »Die Fußballtests sind lächerlich«, sagt der Heidelberger Dopingexperte Werner Franke. Dazu passt ein Befund der Nationalen Antidopingagentur NADA: Unter 100 auffälligen Testosteronwerten in der Jahresbilanz 2006 rangiert der DFB mit neun Fällen auf Platz zwei – hinter der Leichtathletik (21 Fälle). Dort aber gab es zwölfmal so viele Trainingstests.


    Quelle: http://www.welt-hertha-linke.d…ussball-ein-dossier.html/


    Ich lach mich schlapp. Im Endeffekt ist die BuLi dieselbe Freak-Show wie die NFL.

    Sehr geil - gerade gefunden - bitte reinziehen: http://web.ard.de/radio/radiofeature/#awp::?page_id=266
    Skriptum davon: http://web.ard.de/media/pdf/radio/radiofeature/doping.pdf


    Zitat daraus:


    Zitat

    Jetzt stellen wir uns mal vor, wir kommen auf die Idee, die alle mit EPO zu dopen. Was würde da passieren? Dann steigt die Ausdauerleistungsgrenze so etwa um 10 bis 15% mindestens. Diese 10% Steigerung ist nichts weiter als ein Feldspieler mehr an Laufleistung. Umgerechnet. D.h. da spielen jetzt auf einmal 12 gegen 11. Und nicht mehr 11 gegen 11. Das bedeutet natürlich auch, dass Sie komplett andere Taktik fahren können als Trainer.


    Das sind die 10% die ich im Eingangsbeitrag als "unglaubliches Delta" bezeichnet habe.

    Wenn man sich Deine und die Aussage von Paul anschaut, dann müssen wir ja froh sein, dass es keinen Straßenfußball mehr gibt und sollten unseren Kindern tunlichst verbieten auf den Bolzplatz zu gehen.


    Naja ... also es war nicht die reine Glückseeligkeit und manchmal hatte ich a bisserl Schiss, dass Holger wieder da ist und mich nicht in Ruhe lässt. Unter'm Strich hat's schon gepasst. Aber im Endeffekt ist es für mich so gewesen wie es mit "der guten alten Zeit" halt so war: So gut war die gar nicht.

    Aber mir wäre zumindest in der E die Begründung dafür bei Terminen, die in den Ferien liegen, noch egal.


    Du - egal ist es mir auch. Ich entscheide nur zwischen "entschuldigt" und "nicht entschuldigt". Meine Eltern rechtfertigen sich automatisch - ich muss da gar nicht fragen :thumbup: Interessiert mich eigentlich ja auch nicht, solange es keine gesundheitlichen Gründe o.ä. hat.


    Wenn mir jetzt einer am Telefon (ungefragt) erzählt, dass sein Sohnemann nicht kommt, weil er einfach noch ne Pause braucht, bin ich froh, dass die Eltern so einfühlsam und keine Eislaufeltern sind, empfehle dann noch (vorsichtig), dass man die "gewonnene" Zeit" nicht gelich für was anderes planen soll, sondern wirklich den Akku auftankt, frage noch, ab wann ich mit dem Kind wieder rechnen kann und bedanke mich für die Info und wünsche einen schönen Tag. Die Chance ist gut, dass mit solchen Eltern der Kleine kein "Burn-Out" kriegt und aus Verzweiflung den Fußball hinschmeißt.


    Erzählt mir jetzt aber einer (ungefragt) am Telefon, dass sein Sohn nicht kommt, weil er grundsätzlich in den Ferien keinen Bock hat, dann frage ich mich schon, was da gerade schief läuft. Wir (meine Frau und ich) lehren unseren Söhnen immer: Zieh die Dinge durch, die Du Dir angefangen hast. Kein Bock ist kein Argument mittendrin hinzuwerfen. Wenn Du nicht mehr magst, melde Dich zum Saisonende, Schuljahresende, nach diesem Block oder wie auch immer *selbst* ab. Gehe hin zum Leher, Trainer usw. und sage: "Ich hab's mir anders überlegt, ich mag nicht mehr". Bei unserem Kleinen (8) gehen wir noch mit. Der Große (11) muss das selbst machen.

    Ich denke, es sind Einzelfälle...


    Das denke ich auch - ähnlich wie im Radsport. Oder im Schwimmsport oder in der Leichtathletik oder in der Schwerathletik oder in der NBA oder in der NFL ode rin der NHL ... also ich glaube auch, dass es im Fußball - im Gegensatz zu allen anderen Sportarten mit Geld - nur Einzelfälle sind. Bestimmt ...


    Huch - ich muss los. Die Zahnfee kommt noch ...