Beiträge von PaulBreitner

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    Was ist das denn für ein Stumpfsinn,haben die Kleinen mehr Leistungsdruck deswegen?


    Nein. Nur die Eltern. :) Die Kinder können damit viel besser umgehen als die Erwachsenen.



    Schafft man z.B. in Schwimmen und in der Leichtathletik das Ziel ab?


    Nein im Gegenteil. Es gibt spezielle Kinderwettkämpfe, bei denen sogar die Kleinen (Kindergartenalter/1. Klasse), die noch nicht Kraulen können nur mit nem Schwimmbrett in Vorhalte nur Kraulbeine schwimmen. Das ganze natürlich voll auf Zeit mit Platzierungen und Pokalen. Die starten auch in mehreren Disziplinen und so ein WK dauert min. nen halben Tag.


    Es gibt nix was Kinder (zumindest Jungs) lieber tun als sich mit anderen im Wettspiel zu messen. Die Tabelle ist denen doch eh egal. Abschaffung von Tabellen ist was für Trainer und Eltern.

    Wer vom Hund gebissen wurde hat eine andere Erfahrung als der, der nur angebellt wurde. Beide stehen vor dem nächsten bellenden Hund. Beide gehen unterschiedliche Wege. Das ist nachvollziehbar, aber ist es so richtig? :rolleyes:


    Ich hätte dazu fünf Fragen:


    a) Hat der Hund der gebissen hat vorher auch gebellt oder gleich zugebissen?
    b) War der Hund der gebissen hat der Selbe, der den anderen nur angebellt hat?
    c) Ist der nächste bellende Hund von der gleichen Rasse wie der Beißer?
    d) Wissen der Angebellte und der Gebissene voneinander?
    e) Bin ich bewaffnet?

    :D :D

    Ich bin der Meinung, dass - wenn Du weiterhin solche Kompromisse eingehst und sich die Zahl derer häuft Du extrem Gefahr läufst irgendwann das zu erfüllen was ich in dem von Dir zitierten Absatz gesagt habe - in der einen oder anderen Ausprägung.



    Diese allgemeine Aussage zu einer Geisteshaltung von mir auf ein konkretes Bsp. Kind2 herunter zu brechen ist ein billiger rhetorischer Trick auf den ich nicht hereinfalle.


    Ich hoffe zumindest, dass es ein gewollter rhetorischer Versuch war.

    Steini: Auch das sehe ich anders. Emotionen müssen sein! Emotionslosigkeit geht mir auf den Sack ;) Es hängen in den Betrieben 80% Emotionslose, innerlich Gekündigte rum. Da will ich wenigstens beim Hobby Fußball Emotionen. Emotion zeigt Identifikation! Fußball lebt von Emotionen!


    Karl: Ich weiß nicht ob das Kompromisse sind? Meine Prinzipien/Grundsätze stehen und da würde ich nicht davon abweichen. Das bin ich. Ich hab die Befürchtung, dass hier Grundsätze mit Dogmen verwechselt werden!?


    In der ganzen Diskussion habe ich im Wesentlichen ein für mich unumstößliches Prinzip formuliert: Wer nicht ins Training kommt, spielt nicht. Unentschuldigt geht gar nicht und bei entschuldigt ist mir egal, ob der im KH liegt, auf der Geburtstagsfeier seiner Oma ist, im Stützpunkttraining oder ob er irgendwo in einer Kind/Mutter-Berührungsgruppe seinen Namen tanzt. Ich notiere mir das und in einer Rückschau auf die letzten Einheiten wird entschieden.

    Ach Willi! Du möchtest mich aus dem Verein entfernen, ich sage Dir ihr seid nicht g'scheit organisiert. Wer austeilt sollte aber auch einstecken können. Ist doch in Ordnung. Wo ist das Problem? Ich finde es klasse, dass Du Deine Meinung hast - sie ist halt 180 Grad nicht die Meinige. Und wenn Du dann so schwache Dinger raus haust, habe ich persönlich kein Problem - mach aber die Blutgrätsche. Ist halt so wenn einer mit ner billigen Finte in meinen Strafraum will ;)

    Im Grunde ist das aber genau die Haltung dieses ewigen Eingehens auf den Einzelfall, Kompromisse schließen, solange bis nix mehr vom Konzept übrig bleibt oder bis man nicht mehr weiß wo eigentlich der Ursprung des Problems ist. Das ist die Haltung, die ich kritisiere. Die Politik macht's vor. Weichgespült um der großen Wählermitte zu gefallen. Unsere Kinder kennen das schon bald nicht mehr anders: Überall wird "nachtarockt" - viele Kinder kennen keine/wenig Regeln. Permanentets "aber, aber, aber" .... Überall gibt es bald mehr Ausnahmen als Grundsätze. Man merkt das im Training ganz klar was Zuhause läuft und was nicht.


    Das Ganze erinnert mich stark an die Diskussion zur "Teamarbeit". Das war je lange die heilige Kuh. Wehe Du hast was gegen Teamarbeit gesagt. Holy shit! Und heute? In vielen Fällen hat man eingesehen es ist ineffizient.


    Genaus ist es m.E. mit den Regeln. Wir sollen den Kindern doch Sozialkompetenz beibringen. Will: Dieses Ausnahmezeugs (nahezu(!) egal aus welchem Grunde) ist nix weiter als Cherry-Picking. Das ist nicht das richtige Signal! Das ist langfristig nicht zielführend für die Jugend und die Gesellschaft.


    Will, es ist auch bei mir auch nicht so, dass einer sich nicht wieder zurück kämpfen kann.


    Beispiel: Wenn einer z.B. von 14 Trainingseinheiten nur 3x da war (ich habe exakt genau den Fall - das ist Realität auf dem Dorf) dann spielt der nicht. Das wissen wir ja bereits. Aber bringt er dann aber ne Serie von Anwesenheiten, dann ist der beim nächsten Spiel dabei - keine Frage. Das ist doch selbstverständlich.


    Natürlich liegt das nicht am Kind, sondern an den Eltern. Der gute Paul hat den Eltern (null Interesse am Hobby des Kindes) angeboten, dass Kind abzuholen/zu bringen (einfacher Umweg für mich: 10km). Das haben die abgelehnt. Hääää? Hab ich Körpergeruch oder was?


    Letztlich haben die gesagt, als sie ihn zum Training gebracht haben, sie können den Jungen erst 15-30min später holen ob ich noch da wäre?! Ich: Ja - kein Sache. Is was kann ich ihn bringen? Antwort: Nö - wir möchten nur unsere Serie fertig schauen, die dauert bis Viertel nach. Ich habe gewartet. Damit die Fernseh schauen könne. Warum? Weil ich gutmütig bin (und offenbar blöd).


    Das nächste Mal falte ich den Vater zusammen. Für blöd verkaufen lassen muss ich mich nämlich nicht, nur weil ich mich ehrenamtlich für Kinder einsetze. Wenn der Junge dann nicht mehr kommt ist es schade - aber dann kann ich auch nix machen.

    Ich denke, eine weitere Diskussion bringt nicht mehr viel.
    Einen Jugendtrainer wie dich würde sorry, für die harten Worte, ich in meinem Verein spätestens nach einer Saison entfernen. Wer Mannschaftswohl über Vereinswohl stellt, mit dem möchte ich nicht zusammenarbeiten.


    Ganz schwacher Konter! Organsiert Euch g'scheit, dann stellen sich die Probleme erst gar nicht.

    Zumindest ich haben den Ball der "Privatstunden" als Beispiel einfach aufgenommen - ohne Bewertung.


    Was ich damit sagen möchte: Je konsequenter und geradliniger man als Trainer ist umso weniger Probleme hat man im Allgemeinen und viele der Probleme sind von der Zunft selbst eingeschenkt.


    Das hat auch nix mit streng sportlicher Qualifikation/sportlichen Aspekten (z.B. Privatstunden) o.ä. zu tun, dass ist eine Führungsfrage/-qualifikation/-aufgabe.

    Exakt. Die andere Seite der Medaille ist: Es gibt leider viel zu viele von uns, die solchen Eltern in den Arsch kriechen - um es mal drastisch zu formulieren. Beispiel: Der Gutbetuchte würde den nicht Sohnemann zum privaten TW Training anmelden, wenn es nicht grundsätzlich - hier oder anderswo - die Möglichkeit gäbe ...

    Papperlapap 80% ...


    Ich bin auf'm land in nem Dorfverein und wir haben nur eine Jugendmannschaft pro Altersklasse (ausser F - da sind's 2) und bisher hat sich noch keiner beschwert - ausser die genannten Eislaufeltern vielleicht. Erstens ist aber jeder froh, wenn die wieder abziehen und zweitens bellen die meist nur und beissen nicht.


    Meine Jungs haben auch Musikunterricht. Beide in unterschiedlichen Gruppen. Bei beiden geht's. Ihr werdets nicht glauben: Mit den Musiklehrern in der Musikschule kann man reden. Es ist halt alles so organisiert, dass es geht. Man muss das halt VORHER machen und nicht hinterher - nach eigenem organisatorischen Versagen - rumjammern.


    Und wenn ein A/B-Jugendlicher ne F trainiert, dann muss man sich schon - sorry Willi - im Verein schon gar nicht abstimmen, wenn die beiden Trainigns zusammen fallen. Das ist doch lächerlich.


    Wie würdest du jeweils reagieren?


    In allen 3 Fällen würde ich das entschuldigte Fehlen als solches eintragen und wie gehabt nach Trainingsteilnahme und Leistung aufstellen.


    Wenn die jeweils zu oft fehlen - z.B. 50% wie Kind 2 - spielen sie nicht. Fertig.


    Ich sag's Dir noch mal deutlich: Mich interessiert das nicht. Wenn Du noch 70 Beispiele bringst: Die Antwort ist immer die Gleiche.

    Es ist mir klar geworden, dass in den Auswahlen zum grossen Teil, Spieler spielen die einfach das Zeug für die Spitze nicht haben. Es sind weniger Spieler, die fähig sind, den Sprung zu machen.


    Das ist auch meine Kritik an dem in Bayern aktuell geltenden Modell. Die Talente wechseln bereits nach der U11 in das Nachwuchsleistungszentrum (Idee: Zwischengeschaltet zw. Stützpunkt und Eliteschulen beim Profiverein) und nur wenige schaffen den Absprung in die nächste Stufe. Der Rest hat den Heimatverein verlassen - mit ihm oft engagierte Eltern, die nun als Betreuer fehlen - und sind nichts als Nachwuchs für die erste Mannschaft des NLZ. Mit viel Glück kommt der eine oder andere irgendwann wieder als Spielertrainer zurück.


    Ich denke man will halt so früh wie möglich anfangen um ja keinen zu "übersehen" und möglichst vielen frühstmöglich die optimale Förderung angedeihen zu lassen. Weil die in dem Alter noch nicht ohne Mama und Papa auskommen, schaltet man so wohnortnahe Zentren wie möglich dazwischen. Später, wenn sie dann alleine zurecht kommen, Steckt man sie in den Proficlub. Leider sind dafür nur ein paar wenige geeignet.

    TW-Trainer: Sehr guter Beitrag - und ich denke die Überschrift passt perfekt!


    Zwei Dinge:


    1) Das NLZ ersetzt den Stützpunkt ja - zumindest theoretisch - nicht. Praktisch ist es natürlich so, dass die Gesichteten in das NLZ wechseln. Insofern hast Du recht. Wenn man so will ist das Stüzpunktkonzept diesbezüglich nur ein Restkonzept um die wenigen Ausnahmen evtl. noch in der D zu betreuen.


    2) Ich bin weder beim DFB, noch beim BFV tätig - weder ehrenamtlich noch bezahlt. Ich arbeite ehrenamtlich für meinen Verein. Den möchte ich unterstützen und etwas zurückgeben. Mein Interesse gilt zunächst(!) all denen in der breiten Mitte, denjenigen, die später den Verein tragen, die beim Verein spielen und Funktionen übernehmen. Die Talente soll der DFB fördern und ich tue im Rahmen der Basis mein Möglichstes und hoffe, dass die Talente TROTZ(!) meiner Bemühungen nicht durchs Raster fallen. Sonderbehandlung für Talente kann ich mir nicht "leisten".

    Habt ihr Erfahrungen, ob es Neid gibt zwischen den Nichtstützpunkt- und den Stützpunktspielern


    Wir haben dieses Jahr 3 Spieler "untergebracht". Es gab keinen Neid. Auch nicht vom 4ten der nicht genommen wurde. Es war klar, dass die 3 besser sind. Es ist nur wichtig, dass die Entscheidung für alle nachvollziehbar nach objektiven Kriterien sind (ob die dann Sinn machen ist nochmal was anderes). Bei uns war das KO Kriterium für den 4. die Physis. Meiner Erfahrung nach hast Du eher Neid "hintenrum" bei den Eltern.

    ich habe auch einen 2002er. ich denke der darf erst ein Jahr später. Ich schrieb schon mal von meinem Problem, dass ich eigentlich 8 gleichwertige habe aber max. 5 anmelden darf. Wen schlägt man da vor?


    Wenn die wirklich objektiv gleichwertig sind (wie kommst Du zu der Erkenntnis?), dann nimm die, deren soziales Umfeld am Stabilsten ist.

    Andre: Das ist soweit richtig. Zumindest für Bayern hat sich im Sichtungsjahr eine Änderung ergeben:


    Die Gesichteten sollen den Verein wechseln. In das sog. wohnortnahe Nachwuchsleistungszentrum. In der D ist ggf. noch eine Ausnahme akzeptabel in der C nicht mehr. Unser Stützpunktkoordinator hat mir das nach Rücksprache bestätigt. Jeder kann sich vorstellen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, das einTalent die nächte Stufe erreicht, wenn es im Gegensatz zu den anderen nur einmal im Stützpunkttraining ist und nicht 4x die Woche vom Honorartrainer betreut wird.


    Wg. Kriterien: Auf dieser Seite http://www.bfv.de/cms/seiten/t…htungstag_2010_20923.html gaaaanz unten findest Du den Ablaufplan für so einen Tag. Da stehen auch Kriterien drin.

    Andre: Ich seh das anders. Das das auch so nicht im Sinn des DFB (oder nur des BFV? Das weiß ich nun nicht.) ist, sieht man ganz klar daran, dass der BFV mit Unterstützung des DFB das Talentförderprogramm in Bayern geändert hat.


    Die gesichteten Spieler sollen in den Verein der wohnortnahes Nachwuchsleistungszentrum (und natürlich gleichzeitig Stützpunkt) ist, wechseln. Das sollen die, damit sie 4x pro Woche zusammen Trainieren und von den Honorartrainern betreut werden. Es soll mehr Qualität und Quantität ins Training und regelmäßiges Spiel mit den anderen Talenten.


    Ich habe mit dem zuständigen Stützpunktkoordinator Kontakt aufgenommen. Er hat mir gesagt, dass das so gewollt ist und das evtl. in der D noch ne Ausnahme gemacht werden kann. Aber spätestens(!) - nicht frühestens - in der C muss der gesichtete Spieler zum NLZ wg. Trainingsqualität und Quantität.


    In der alten Variante - mit nur einmal Training pro Woche im Stützpunkt - war das ja auch schon der Sinn, nur das war offenbar zu weinig. DAS Andre ist 2010! Es it KEINE lockere Vorgabe. Das ist knallhartes aussieben. Ich gewinne den Eindruck, Du lebst in einer Förderungs- und Ausbildungswelt zum Selbstzweck. Das ist es aber nicht. Nichts ist zum Selbstzweck. Es geht dem DFB um die Besten und die anderen Interssieren den Verband nicht.


    Damit da kein Missverständnis aufkommt: Ich unterstütze das, weil es ehrlich und geradlinig ist. Darüber hinaus ist es für die sportliche Förderung des Kindes sicher das Beste (ob es für die gesamtheitliche Förderung des Kindes das Beste ist sei dahingestellt) Für meinen Verein würde ich mir eine andere (evtl. die alte Regelung mit verstärkter Zusammenarbeit mit den Stützpunkttrainern) wünschen.


    Das was die Mama von Kind2 abzieht führt dazu, wenn man nachgibt, dass er 1 Vereinstraining und 1 Stützpunkttraining hat. Das ist nicht im Sinne des Talentförderprogramms. Punkt. Das kann man drehen und wenden wie man will. Das ist auch der Grund, warum der Stützpunkttrainer den eigentlich nach Rücksprache nicht nehmen sollte.


    Weiter führt eine Aufweichung in dem Sinne dazu, dass 100%ig (so sicher wie Passi aufhört) weitere Eltern kommen um irgendwelche Sonderlocken haben zu wollen. Das den Kindern das zunächst noch ok erscheint, wenn er nur jedes zweite Training da ist, mag ich glauben. Das wird sich aber schnell ändern, wenn die Kinder die Texte mitkriegen, die von den Eltern Zuhause in dem Zusammenhang abgesondert werden. Abgesehen von der Beschädigung der Authorität von NF aufgrund der Inhalte dieser texte. ja was meinst was da geredet wird? Die Kinder kriegen das alles mit und machen es sich auch zu eigen. Steht nicht auch beim DFB: Kritiklose Orientierung an Vorbildern?


    Kind2 kann gerne ins Training kommen. Kind2 und auch kein anderes Kind spielt aber in einem Punktspiel (falls es die gibt) nicht, wenn es auf meinem Zettel nur eine Häufigkeit der Trainings von 50% hat. Ich habe fertig, denn mein Standpunkt wird sich dazu erst ändern, wenn ich unter der Erde bin.