Beiträge von PaulBreitner

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    Aber: Die DFB Trainer haben das Spiel mehrfach unterbrochen, die Gruppe zusammengeholt und gesagt, dass ihnen das Spiel nicht gefällt, weil die Kinder zu schnell durch individuelles Dribbling den Torerfolg suchten. Sie sollten doch abspielen, am besten sofort den Blick für den Mitspieler haben und mit ein oder zwei Berührungen rüberspielen.


    Überrascht mich nicht sonderlich. Scheinbar hat das zu Papier gebrachte andere Gründe. Gesucht wird der Spieler mit den Fähigkeiten lt. Konzept vom DFB allerdings in der Praxis wohl eher nicht. Hier sind mehr die zusätzlich taktisch Ausgebildeten gefragt.

    @Paul
    Tut mir leid... ich bleibe dabei.
    Es ist bestimmt schwieriger eine technische Bewegung im Griff zu haben als fest geschriebene Regeln respektieren zu lassen.


    Die Schieris die ich am wenigsten verstehe, sind solche die alles laufen lassen, bei mehrfachem Foulspiel nich Karten verteilen und sich dann ganz verwundern, wenn der Spieler der 10 - 20 mal gehackt wurde, plötzlich ausrastet. Da gibts meistens rote Karten... rote Karten die der Schieri zu verantworten hat, weil er den Rest verpennt!


    Gruss
    TRPietro


    Es ging nicht um schwieriger oder nicht. Es geht um mehr Fehler oder nicht. Wem Fußballspielen zu schwer ist, soll was anders machen - z. B. Schiedsrichter. Rummaulen kann jeder. Was machen nicht.

    In meinen Augen, so ganz grob... machen die Schieris je länger desto öfter, mehr Fehler als einzelne Spieler.


    Naja. Wenn man von nem Kreisklassekicker nix verlangt, kann er auch keinen Fehler machen. Das stimmt. An Schiedsrichter stellt man zu oft hohe Anforderungen. Wehe der macht mal einen Fehler.


    Wir diskutieren ja hier z.B. auch, dass Spieler z.B. im taktischen 1:1 wenig können usw. Es gibt 1000 Sachen,die man nem Fußballspieler in der Klasse als Fehler anrechnen kann... so meinte ich das. Fehlerfrei spielt da wirklich keiner.


    Man sollte sich halt zunächst lieber selber an die Nase fassen und dann erst auf die anderen schimpfen.

    Andre: Falls es durch meine Beiträge noch nicht rüber gekommen ist: Ich bin ganz klar der Meinung, dass ECHTER(!) OneTouch Fußball auf den angesprochenen Ebenen nix zu suchen hat - weil nicht umsetzbar. Ich würde sagen, dass es sinnvoll sein kann (nicht muss) ab Level 1. BL damit anzufangen. Die anderen haben's m.E. nicht drauf. Selbst in der Weltspitze hat sich das ja bei Leibe nicht bei allen Mannschaften etabliert. Auch in der Premier League nicht. Und ja: Man kann mit anderen Taktiken ebenfalls erfolgreich sein.

    Ha! habe noch ein Zitat von Klaus Augenthaler gefunden:


    Zitat

    Augenthaler: In der dritten Liga ist das Tempo sehr hoch, aber die Qualität eben nicht - sonst wären ja alle in der 1. Liga. Die Fehlerquote ist sehr hoch. Deswegen brauchen wir mehr Ruhe, mehr Ballbesitz. Der Ball muss flach gespielt werden. Das Hauptproblem war, dass jeder das Tempo in der Champions League sieht und dann auch alles direkt spielen will. Jeder spricht von One-Touch-Fußball, aber was raus kommt, sieht aus wie beim Flipper - einmal Grün, einmal Blau, einmal Grün, einmal Blau. Da habe ich angesetzt.


    Quelle: http://www.spox.com/de/sport/f…r-one-touch-fussball.html


    Bestätigt das was ich sage: Man muss es auch umsetzen können. Und an der Stelle habe ich - bis ganz nach oben - meine Zweifel ob die Jungs das heute(!) schon können. Evtl. eine nächste/übernächste Generation - entsprechend ausgebildet?!

    siebener: Nein.


    OneTouch meint DIREKT spielen OHNE vorherige Ballkontrolle und den nächsten Freien suchen. Doppelpass z.B. kann ich auch mit zwei Kontakten spielen - mit links auf rechts annehmen und weiter. Das ist aber nicht OneTouch so wie ihn sich Arsene Wenger vorgestellt hat/vorstellt.


    OneTouch bedingt enormes diszipliniertes positionstaktisches Verhalten der gesamten Mannschaft. Es muss "blind" - in Bruchteilen von Sekunden - klar sein wo die nächste Anspielstation ist, sonst bin ich sofort wieder bei "Two-or-more-Touch" wenn ich erst schauen muss. Die Spieler müssen deshalb auch enorm viel und schnell laufen (damit sie immer richtig stehen, weil das ändern der Spielsituation einfach zu schnell geht) und die Mannschaftmuss sehr kompakt sein.


    Wie war/ist das bei Arsenal? Im Schnitt(!!!) 1,4 Sekunden Ballkontaktzeit? Das ist extrem. Im Schnitt(!!!) wohlgemerkt. Da kann man sich überlegen, wie schnell die reinen OneTouch Stationen ablaufen. Da ist ja auch ne Menge "MultiTouch" dabei ...


    OneTouch ist ne enorme Herausforderung ... ob die letztlich a) von allen umgesetzt werden kann und b) dann auch mehr erfolg hat als andere Spielweisen halte ich allerdings zunächst eher für fragwürdig. Die Anforderungen an echten OneTouch sind so hoch, dass m.E. das Risiko eines "gescheiterten" Angriffes ebenso hoch ist. Evtl. fährt man unter'm Strich mit der konventionellen Spielweise sogar besser. Um das wirklich belegen zu können, fehlen aber m.E. noch Erfahrungen, da echter OneTouch noch viel zu wenig lange "versucht" wird.

    Gut umgesetzt finde ich onetouch-Fußball überhaupt nicht langweilig. Andre hat z.B. Spanien erwähnt.


    OneTouch hat auch nix mit Bayern-Geschiebe zu tun. Ein Spiel, das auf max. Ballbesitz ausgelegt ist, kann ich auch ohne OneTouch spielen. Das sind zwei paar Schuhe.


    Und: Mal einen oder zwei direkte Pässe oder den Ball tropfen lassen hat ja auch noch nix mit One Touch zu tun.


    Der Punkt ist, dass es schlecht umgesetzt Brechreiz verursacht und wenn dann - wie die Holländer es taten - der Gegner eine überharte Spielweise als einziges Rezept sieht, ist es auch nicht schön.


    Grundsätzlich gilt im Sport: Was der Profi macht ist für den Amateur noch lange nicht umsetzbar. Das scheitert schon an ganz profanen Dingen wie z. B. der Trainingshäufigkeit. Ich frage mich oft, wie man auch nur ansatzweise auf den Gedanken kommen, dass man als Kreisklassenlkicker das machen kann, wofür erwiesenermaßen talentierte Profifußballer wohl meist 2x am tag trainieren und athletische Grundlagen mitbringen, die soweit von dem was da unten passiert entfernt sind, wie die Erde vom Mars. Auf so einen Gedanken kann man nur kommen, wenn man entweder a) überhaupt nix umreist oder b) sich völlig selbst überschätzt.

    Aus sportwissenschaftlicher Sicht muss für die Sinnhaftigkeit einer Übung mit dem Ziel der Technik-Automatisierung auf jeden Fall ein ermüdungsfreier Zustand der Spieler gewährleistet sein. Ist die Übungsdauer so lange gewählt, dass der Ermüdungsgrad in einer Art und Weise steigt, die eine ungenaue Technikausführung zur Folge hat, ist dieser Sinn nicht mehr gegeben. Es ist zu beachten, dass neben der reinen körperlichen Ermüdung auch eine senso-motorische (bzw. neurale) Ermüdung stattfindet und ebenso eine Geistige. Insbesondere muss deshalb die Position einer solchen Übung innerhalb der Trainingseinheit passen.


    Kurz gesagt: Praktisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass 30-45min zu lang sind. Ggf. auch im Hinblick auf folgende, ähnliche Übungen. Im Zweifel muss man genau hinsehen. Wobei das schon ein riesen Spread ist. 45min ist 50% länger als 30min. Das ist ne Menge. Evtl. geht 30min ja noch und 45 ist aber schon drüber.

    Werde ich als Trainer auch dementsprechend Informiert oder nur Eltern und Kind?


    Das wird wohl hauptsächlich von der Informationskette Eltern->Verein abhängen. Spätestens wenn die Kinder den Verein wechseln, kriegst Du es mit ;)

    Solange die Übung nicht zu lange gemacht wird und die Kinder gelangweilt sind, kann man das bestimmt mal einbauen. Es ist ja ein Zusammenspiel aus mehrere Faktoren: Werfen, Körperbalance halten, Konzentration auf die Flugbahn des Balles, Timing, Fusshaltung, Schuss, etc.. Zudem macht es den Kinder auch Spaß sich gegenseitig zu messen und zu pushen (wer kann am höchsten etc. :D )


    Mach halt nen Wettkampf daraus. So ähnlich wie beim Fußballabzeichen. 6x6m Feld mit Hütchen aufbauen und dann aus nem altersgerechten Abstand mit nem Dropkick rein. Es ist dann kein weiter weg mehr zum reinen TW Abschlag. Koordinativ haste das Hauptsächliche drin.

    Die glücklichen - Keine Listen führen - niemals aufpassen, damit nichts ungewolltes (Punktabzug) passiert.


    Naja - wenigstens auf a bisserl was müssen wir achten :) Wir hatten letztes Jahr nen Fall, bei dem ner Mannschaft (E-Jun) nachträglich saftig Punkte abgezogen wurden, weil sie gegen Absatz 6 (siehe unten) verstoßen haben. Mit den bereits vorbereiteten Meisterschafts T-Shirts putzen sie jetzt Fahrräder ;)


    Auszug aus der Jugendordnung des BFV (§19)



    Wir haben hier ein paar so Vollpfostenvereine, die aus Gründen des Gewinnen wollens Spieler aus der E1 in der E2 oder der F1 in der F2 Runde usw. einsetzen. Die eigenen, etwas schwächeren Spieler fahren dann halt nicht mal mit. Passt man hier nicht auf, erwischt's einen.

    die Teilnahme an der Runde
    absagen und nur noch Freundschaftsspiele austragen gg entsprechende Gegener :D


    Das ist eigentlich die Maßnahme die das Übel an der Wurzel packt. Sehr gut.


    Ich verstehe nicht, wieso man so ne Truppe in ner Punkterunde/Meisterschaftsrunde anmeldet. Dabei setzt man auch gleich den Trainer ins Spannungsfeld zwischen Kinder, Ausbildung, Fußballeltern, Ehrgeizlingen, Keine-Ahnung-Habern, Brüllern, Klugscheissern und ungefragten Co-Trainern. Die Kinder übrigens auch.


    Das sind aber wahrscheinlich die Gleichen, die hinterher schreien, es geht nicht ums gewinnen und alle sollen spielen und bli bla blub ... und der Betreuer ist die arme Sau, die sich von allen Seiten irgendwelche (unterschiedlichen) Weisheiten anhören muss. Vor allem von den fußballerisch genetisch bevorteilten Kreisklasse-Kickern, die sich dann aufregen, wenn der Trainer wirklich mal alle spielen lässt und dann halt eins auf die (Ergebnis)Mütze kriegt. Da wundert mich nicht, dass sich so schwer Betreuer finden lassen.

    Ok - Danke!


    Bzgl. Trainignsbeteiligung: Schaust Du da die gesamte Saison an oder nur die - sagen wir (Beispiel) letzten ein/zwei/drei/vier Einheiten?


    Bzgl. Einsatzzeit nochmal: Schaust Du da am Saisonende drauf oder sagst Du (Beispiel auf 7er Mannschaft): Ich hab 2 Auswechselspieler dabei, von denen spielt jeder eine Halbzeit. damit war ich "gerecht genug" - Fertig.


    Oder sagst Du (Beispiel): Der eine Auswechsler spielt jetzt nur mal 5 Minuten (weil es der Gegner erfordert; man ist in ner Punkterunde) und dafür spielt er das nächste mal (weil es der Gegner zulässt) fast durch und am Ende der Saison haben alle nahezu gleiche Einsatzzeiten.