Beiträge von PaulBreitner

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    Ich kenne nun das Coever-Coaching/Cover-System nicht. Ggf. interessiert aber doch jemanden, meinen (natürlich subjektiver) Kommentar.


    Ich war gerade auf http://www.coerver.com/ und hab mir unter About angesehen was dort als Eigendarstellung steht.
    Mei was soll ich sagen: Für mich scheint das als wäre es ein bestätigtes, gültiges methodisches Vorgehen was da angewandt wird. Ich kann da zunächst nix verkehrtes oder schlechtes erkennen. Ich bin recht sicher, dass man von dem Ansatz profitieren kann. Wie und in welcher Art und Weise erschließt sich durch's d'raufschauen natürlich nicht.


    Allerdings finde ich es (das methodische Line-Up) auch nicht besonders sexy, weil das allgemein halt so ist, immer schon so war und sicher keine Coever-Erfindung ist. Man kann das Konzept so nehmen und auf beliebige Mannschaftsballsportarten anwenden. Im Grunde ist es allgemeine (mittlerweile banale) sportmethodische Erkenntnis. Es ist ein Template. Natürlich ist richtig, dass der Frosch die Locken im Inhalt hat - den kenne ich nicht. Ehrlich gesagt fehlt mir allerdings nach so vielen Jahren leben mit und im Sport etwas die Phantasie an das revolutionär Neue u glauben. Ich habe schon zu viel kommen und gehen sehen.


    Unter'm Strich wirkt das für mich wie etwas was es in vielen anderen Sportarten auch gibt: Im Schwimmen ist es "Total Immersion" und beim Laufen ist es die "Pose Methode". Well - allesamt mit guten, richtigen Ansätzen und es ist sicher nicht "gefährlich" sich damit zu beschäftigen. Es ist wohl so, dass - konsequent durchgezogen - Erfolge entstehen. Die - m.E. hauptsächlich der Konsequenz, weniger der Methode geschuldet sind.


    Eines bleibt aber hüben wie drüben: Willst Du ein guter Schwimmer sein, musst Du ca. 80km pro Woche ins Wasser, Du musst Krafttraining machen und Intervalle und Technik klopfen. Willst Du ein guter Läufer sein, musst Du die Grundlageneinheiten schrubben, die Tempoläufe machen, Kraft machen, Gewicht machen, und mehr als 120km/Woche vertragen - dauerhaft. Willst Du ein guter Fußballer werden, musst Du täglich den Ball behandeln, Du musst alle technischen Finessen aus dem Effeff beherrschen, mit hohem Tempo, Du musst Fit, kräftig und mental stark sein. Du musst Die Taktik Deiner Mannschaft verstehen usw., kurz: Tag- und Nacht Fußball leben. In allen Fällen musst Du auf viel verzichten und hart arbeiten. Du musst einen sehr weiten Weg gehen. Einen sehr weiten.


    Es gibt im Sport einen Spruch (vergessen von wem - es war irgendein Weltmeister): "You have to do the milage. There are no short-cuts."


    Wer das verstanden hat UND(!) am eignenen Körper gespürt hat, der wird über Trend immer drüber stehen, weil er weis was nötig ist: You have to do the milage. That ist it. Wie auch immer. Ob Coever oder sonst was. Egal. Es spielt schlicht keine Rolle. Du musst die Dinge richtig machen und vor allem die richtigen Dinge tun. Und zwar täglich. Mehrmals.

    Das Umsetzen auf dem Platz unter Druck, ...das ist die Schwierigkeit, die aber lösbar ist


    Logisch. Das ist doch aber mit nahezu allen taktischen und technischen Elementen im Fußball so. Langsam und ohne Druck kann (fast) jeder. Ok - es gibt auch Bewegungs- und Verständnislegastheniker aber im Grunde kann es langsam und ohne Druck jeder.


    Hast Du selbst mal gespielt? Kennst Du nicht die Situation, dass Du im Training jeden Ball am Fuß behandelst wie Gott persönlich (unter en Blinden ist der Einäugige König). Aber am Sonntag kommst Du an dem kleinen, dicken und wieselflinken Verteidiger mit teuflisch gutem 1gg1 nicht ums verrecken vorbei?!

    Es gibt verschiedene Größen. Die leichteren Futsalbälle für Kinder haben ungefähr die Größe eines Handballs. Die schwereren Bälle für Erwachsene sind größer.


    Ah ok. Logo. Danke! Hätte ich auch selbst drauf kommen können. Wahrscheinlich kenne ich nur die Handbälle für Jugendliche (aus meiner Jugend) und Futsalbälle für Erwachsene ... *woistderichhaumirmitderflachenhandaufdiestirnsmilie*


    Mea culpa, mea maxima culpa!

    Das Problem ist, das der Futsal etwa die Größe von einem Handball hat. Viele Kinder treten einfach über den Ball.


    Was habt Ihr für Bälle? Also ein Handball ist schon n paar cm (im Umfang) kleiner als ein Futsal-Ball. Selbst ein "richtiger Männerhandball" hat keine 60cm. Ein Fußball auch die "5er light" haben aber sicher nen Umfang von gut über 60. Gefühlt hat ein Futsalball ungefähr die Größe eines kleinen bis durchschnittlichen 4er Balles. Zudem haben - zumindest meine - Kinder eher das Problem den Ball zu tief als zu hoch zu treffen.

    Ich halte das Zeitfenster für solche (positiv) "Spielchen" für relativ eng.


    Im G-Jugendalter (Kindergarten) und evtl. im frühen F-Alter sind Kinder per se nicht fair (siehe "Nature", Bd. 454, S. 1079) Hier kann man - solange man die Kinder einfach lässt - keine Rotation erwarten: Die Spielen immer alle "Sturm" weil sie Tore schießen wollen. Ich hatte mal welche, die haben sogar dem eigenen Spieler den Ball abgenommen :)


    Werden die Älter - so sieben bis acht - fangen sie an sowas wie nen Gerechtigkeitssinn zu entdecken. Hier kann man m. E. auch grundsätzlich mit Rotation (was ja zunächst Position bedingt - ohne Position, keine Rotation) anfangen.


    Irgendwann geht das Fenster meiner Erfahrung nach wieder zu. Je leistungsorientierter eine Mannschaft (Spieler) umso früher. Wir hatten mal ne Kleinfeld-Mannschaft aus der vier zum Stützpunkt/NLZ kamen: Die (also jeder einzelne Spieler) akzeptieren (im späten E-Alter) nichts ausser die "optimale" Aufstellung, sprich jeder spielt auf der Position auf der er der Mannschaft am meisten dienlich war.


    Wie halt immer mit Kindern: Sehr individuell das Ganze ... was mit den einen geht, funktioniert mit den anderen gar nicht oder nur unter Druck.

    Ich finde den Futsalball auch nicht verkehrt.


    Insgesamt tue ich mich allerdings schon immer recht schwer damit, die Sinnhaftigkeit von fußballspezifischem Training in der Halle zu verstehen. Hallenzeit war/ist für mich seit jeher die Zeit zur allgemeinen sportlichen Ausbildung. So ein Geräteraum ist eine Schatzkammer für mich :) Im Kinderbereich viel Koordinatives und andere Ballspiele als Fußball. Ab und zu natürlich auch Fußball und dann aber gerne mit nem Futsalball.

    Servus ich hab dieses Jahr mein C-lizenz gemacht und mußte auch "hospitieren".


    Ok also reine Hospitationsstunden.


    Ich glaube da verwechselt einer was. Du sprichst von B und fairplay spricht wohl von C. Kann das sein?


    Ehrlich gesagt verstehe ich Deine Frage auch nicht wirklich ?(


    Du schreibst:


    ... und habe eben auf dfb.de gesehen, dass man an 20 Stützpunkteinheiten "aktiv mitarbeiten" soll.


    und fragst dann


    IWeiß jemand von euch, ob dort nur hospitiert werden soll oder ob man dort wirklich aktiv mitarbeitet?


    Will sagen: Wenn da "aktiv mitarbeiten" steht wird wohl "aktiv mitarbeiten" gemeint sein, denn sonst würde ja dort "hospitieren" stehen, wenn "hospitieren" gemeint ist. Oder? ;)


    Wenn Du Dir aber nur nicht sicher bist, ob die da was falsches hingeschrieben haben, dann ruf doch einfach an ;)

    Grundsätzlich: Bei mir spielte jeder zu gleichen zeitlichen Teilen egal wie gut oder schlecht er ist und das ohne Rücksicht auf die Jugend die ich bedienen würde!


    Aus dieser Tatsache ergibt sich die Logik, dass jemand der weniger trainiert, auch weniger spielt,


    Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht: Aus der Tatsache, dass grundsätzlich jeder zu gleichen Teilen spielt ergibt sich, dass jemand der weniger trainiert auch weniger spielt?!.


    Meinst Du damit, die anteilige Spielzeit steht im Verhältnis zur Trainingszeit?

    . Meiner Meinung nach sollten Entschädigungen erst ab Landesebene gezahlt werden und da auch erst ab Verbandsliga und höher. Alles andere ist doch "nur Hobby"


    Mei. Hobby. Hobby ist für mich das, wovon ich nicht meinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Insofern sehe ich es so: Verbandsliga ist sechstklassiger Sport. Das ist auch Hobby - wenngleich sicher ein sehr zeit-intensives.


    Das Perverse ist m.M.n., dass auch im Hobby-Fußball bereits viel Geld ist. Weiter ist pervers - und ich nehme sehr positiv überrascht zur Kenntnis das es bei Euch wohl nicht so ist - dass man bei uns selbst für nen F-"Betreuer" teilweise (nicht überall) Geld zahlen muss. Aber irgendwie ist das OT.

    und wenn sie ein klein bißchen dran glauben dann ist es doch ganz hilfreich denke ich


    Das denke ich nicht unbedingt. Vor allem nicht, wenn man von ner D spricht. Bei ner F würde ich das verspielter sehen und ein Maskottchen kann hier durchaus witzig sein. Es hängt aber viel davon ab, wie wichtig man es "macht" und wie man es kommuniziert.


    Positives Denken, Selbstvertrauen und das Wissen um die eigenen Fähigkeiten ist das Eine. Glücksbringer und Aberglaube sind das andere. Ersteres ist ok. Zweiteres nicht. Es zeichnet gute Sportler aus, dass sie sich nur auf das fokussieren, was sie selbst beeinflussen können. Wetter, Gegner, Schiedsrichter oder auch Glück gehören nicht dazu. Ausrüstung, Training, Fleiß etc. schon.


    Ich habe schon ne Spitzensportlerin - in einem vergleichsweise unwichtigen Vorbereitungswettkampf - weinen sehen, weil sie ihren Glücksbringer nicht dabei hatte. Der Wettkampf war dementsprechend mies. Die gleiche Sportlerin, die ein gutes Jahr vorher 1984 in Los Angeles Silber gewann (wohl mit Glücksbringer - ich war nicht dabei). Nach dieser Erfahrung (war damals 19) hat sich meine Einstellung zu Glücksbringern und/im Sport völlig verändert. Ich hatte auch Glücksbringer - den habe ich anschließend verbrannt (war so eine kleiner Wollhandschuh mit Bommel dran :) ).


    Lehre den Kinder Konzentration und Fokus auf das Wesentliche, an dem sie was ändern können. D-ler sind alt genug. Daraus resultiert letztlich mentale Stärke. Lass den Hokus-Pokus weg. Im Übrigen: So ein Glücksbringer kann schnell auch als Ausrede gebraucht werden.