Beiträge von PaulBreitner

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    Was machst Du nun bis zum 2ten Test im Frühjahr mit den Erkenntnissen (bzw. den Kindern) die Du aus den Zeiten gewinnst und welche Erkenntnisse erhoffst Du Dir eigentlich aus den reinen Zeiten?


    Du jast verschiedene Fähigkeiten in einem Test, die Du forderst; gemessen wird eine over-all Zeit aus allen Fähigkeiten. Hinterher differenzieren kannst Du die Zeiten nicht mehr. War die Zeit langsam, weil der Spieler bei der Ball An-/Mitnahme Probleme hatte? Oder beim Dribbling? Oder ist er gar gestürzt weil er koordinativ Probleme hatte?


    Der Test ist gut, wenn Du unter den Kindern schlicht eine Reihenfolge "sichten" möchtest und es Dir darauf ankommt, den/die Besten oder besser gesagt den Schwächsten zu finden um den ggf. auszusortieren. In einer Auswahl in nem Stützpunkt mag das ok sein. Wenngleich sich jeder Testaufbau fragen lassen muss, welche Dinge er wirklich testet und wie praxisnah die sind - aber das ist ein anderes Thema. Denn die besten Tests sind - das ist mittlerweile auch in Deutschland in nahezu allen Sportarten angekommen - Wettkämpfe.


    Für "unsereins" macht es ja zunächst erstmal Sinn, objektiv und differenziert die Stärken und Schwächen der Spieler zu analysieren um ggf. gezielt daran zu arbeiten. Der eine braucht Schusstraining, der andere muss beidbeinig dribbeln lerenen, der andere die Ball An-/Mitnahem. Das zu erkennen und im 2ten Test zu vergleichen eignet sich so ein gemischter Aufbau nicht so gut.


    Letztlich ist ja auch eine Kernfrage: Für welche Altersklasse und für welches Leistungslevel soll der Test sein? Oder auch noch: Was erwartet man eigentlich für Leistungen? SInd 10 Sekunden gut? Ist der beste in meiner Testgruppe unter'm Strich nur der Einäugige unter Blinden? Usw. Usw. ....

    Ach ja ... wie wichtig ein gut Trainierter Rumpf ist, kann man vermuten, wenn man sich Top-Fußballer ansieht, die sehen an sich nämlich alle gleich aus diesbezüglich. Ein schönes, gern genommenes Bild ist das vom guten C. Ronaldo :)


    Laufstil und Laufstil sind ja mindestens drei, wenn nicht sogar vier verschiedenen Sachen ;) Vor allem fußballspezifische Laufbewegungen sind ja von Dauerlaufbewegungen verschieden. Die fußballspezifischen kommen oft aus Richtungsänderungen und aus einer eher tiefen Position, haben den Charakter eines Antritts und sind schnell, hart und kurz. Oft kann man die "optimale Körperposition" gar nicht einnehmen, weil man den Kopf drehen muss oder der Gegner was dagegen hat ;)


    Ansonsten: Da gibt es halt die Klassiker - das Lauf ABC (google, youtube). Aber das ist schon recht langweilig. Wenn Du das in "Blödeleinlagen" verpackst, kannst Du schon a bisserl was machen - aber halt nicht zuviel.


    Bei kleinen Kindern hast Du das Problem der eher schwachen Rumpfmuskulatur und der oft noch nicht ausgeprägten Koordination. Daran mit allgemeinem Sport zu arbeiten schadet nicht um einen guten Laufstil zu bekommen. Laufstil hat auch was mit Laufökonomie zu tun und Laufökonomie mit täglich Laufen. Bei 6 Tagen Schule+Playstation ist am 7. Tag nicht viel raus zu reissen. "Normal" (was heißt das heute schon?) aufwachsende Kinder laufen aber eh jeden Tag (meist bis sie nicht mehr können).


    Wer einen nahezu an ein biomechanisches Wunder grenzenden Laufstil eines (nun älter gewordenen) Kindes sehen will, der beschäftige sich mit der Geschichte der Jule Aßmann (http://www.juleassmann.de/). Wer einfach nur die wunderbare Schönheit eines perfekten Laufens sehen will, der schaue Videos von der leider zurückgetretenen Marie "die Gazelle" Jose-Perec (http://de.wikipedia.org/wiki/Marie-Jos%C3%A9_P%C3%A9rec). Das ist pure Bewegungserotik!


    Was macht einen guten Laufstil aus? Nun im Ergebnis: Er ist verletzungsminimierend und schnell. Technische allgemeine Merkmale sind:


    Aufrechte Rumpf-/Kopfhaltung (arrogante Haltung - stolz ein Sportler zu sein)
    Gestreckte Hüfte (nicht im Schritt sitzen - Hauptfehler)
    Guter Kniehub
    Aktiver Fußaufsatz
    Saubere Armbewegung parallel zum Körper - Arme mitnehmen (Läuferdreieck)
    Schöne Pendelbewegung des Unterschenkels
    Leichte, nach vorn geneigte Haltung
    Kräftiger Abdruck
    Insgesamt ist der Schritt vorne kurz (Fuß setzt unter oder knapp vor dem Körperschwerpunkt auf) und nach hinten lang.



    Was Du mit Kindern machen musst - gerade jetzt in der Halle - ist, so banal es klingt: Turnen! In jeglicher Form. Man geht heute davon aus, dass Haltungsschäden/-schwächen und muskuläre Dysbalancen bereits ab dem 1. Schuljahr bei der überwiegenden(!!) Zahl der Kinder vorhanden sind. Vor allem betrifft das den Rumpf. Ohne starken Rumpf kein Sport und auch kein g'scheiter Laufstil und schon gar keine Power. Der Rumpf ist der Motor des Sportlers, da kommt die Kraft her. Der zweite große Punkt ist die Koordination. Beim Laufen vor allem die Kreuzkoordination und die Balance. Laufen, Springen, Klettern, vorwärts, rückwärts usw. - wenn Du alles das machst, haste bei Kindern viel gemacht. Lauf-ABC würde mir und den meisten Kindern da eher ein Gähnen abverlangen.


    Und Koordination und Kraft gibt's kostenlos beim Turnunterricht. ;)

    Aus der Not ne Tugend machen und raus in den Schnee. :)


    Schlittenfahren ist immer ein Highlight, evtl. gibt es ne LL Schule in Eurer Nähe, die was mit Kindern am Hut haben, Schneemann bauen (am Berg: Schnee von unten, Schneemann oben) als Wettbewerb zweier Teams. Winterwanderung im tiefen Schnee oder "Winterschnitzeljagd". Schneeschuhwanderung zu ner Hütte ist auch cool. Iglu bauen wenn der Schnee passt und mit ein paar Verwegenen drinnen übernachten.


    Viel Spaß

    Ich für meinen Teil verstehe hinten und vorne nicht was Du meinst. Vor allem Deine Bemerkung zur ATP-Synthase verstehe ich nicht (wohl aber die ATPase selbst). Den Begriff dosiertes Training verstehe ich auch nicht. Und von welcher Trainingsroutine sprichst du?


    Ach ja: Die Bemerkung bzgl. der Energiespeicher und der damit wohl angesprochenen Resyntetisierung von ATP verstehe ich auch nicht in diesem Zusammenhang.

    Zwar übertrieben,


    An sich nein. Es war m.E. krasser. Informiere Dich als Ausgangspunkt über die Berendonk Dokumente/Prozesse und in der Folge über die beteiligten Personen. Fr. Berendonk ist übrigens die Frau von Prof. Dr. Werner Franke, der ebenfalls viel zum Thema beitragen kann ;)


    P.S. Wobei sich mir der Zusammenhang zwischen Laktat und Doping auch nur über's Eck erschließt :)

    Ob Hooligans oder Ultras ... wenn ich mit meinen Kindern ins Stadion gehe, flößen mir und meinen Jungs beide Gruppen Angst ein; auf dem Weg dahin, im Stadion selbst und auf dem Weg zurück. Und das ist nicht gut. Vielleicht sind wir einfach nur zu sensible. zumindest bin ich froh wenn Polizei da ist. So oder so.

    Das Freilaufen ist für mich das versteckte Thema ....PASSEN


    Unbedingt. Vor allem weil er/man ja eigentlich "anspielbar sein" meint und nicht "frei" (im Sinne von keiner bei einem). Der Unterschied zw. "frei sein" und "anspielbar sein" ist (zumindest für kleine) Kinder enorm und gegenständlich. Ich habe zwei oder drei Jahre gebraucht um da drauf zu kommen. Heute spreche ich im Zusammenhang nur noch von "anspielbar sein".

    Ob drüber oder rum - da sind wir uns einig - ist nicht zentral.


    ABER: Genauso wie über den Ball steigen noch kein Übersteiger ist, genauso ist um den Ball rum noch keine Schere. Ich weiß schon, dass viele da so sehen. Ich bin da gänzlich anderer Meinung. Weil: Was bringt die Übersteig oder "rum" Bewegung, wenn ich anschießend keine Körperfinte daraus mache? Ich stehe anschließend da wie ein nasser Sack und der Verteidiger denkst sich: Und nun? Körperfinte heißt aber auch immer irgendwie Gegenbewegung und Körperschwerpunktverlagerung.


    Wie Du richtig schreibst kommt es auf die Körperfinte an. Wenn Du die richtig(!) machst, ist beim Übersteiger der Körperschwerpunkt nach dem "Bein über den Ball" auf dem Bein, mit dem Du übergestiegen bist. Nur so kriegst Du eine Gegenbewegung hin undzwar so wie Andre geschrieben hat mit Tempo. Das "übergestiegene" Bein ist dan das Standbein und mit dem spielt man nicht mehr sondern mit dem anderen, dem Spielbein.


    Und bei der Scherer: Warum denkst Du heißt das Schere? Genau! Die Beine machen eine Scherenbewegung. Wenn Du die mit dem rechten Bein einleitest, dann kommt das linke nach und dann ist der Körperschwerpunkt so, dass er auf dem linken Bein ist (Standbein). Dann kannst Du nur noch mit dem selben Bein den Ball spielen, es sei denn Du steigst um. Aber das ist ja nicht die Frage. Wir sind uns auch einig das ich irgendwie aus jeder Bewegung den Ball mit irgendeinem Bein spielen kann.


    Mit geht's hier um die Grundform der Bewegungen. Irgendwie kann man jede dieser Grundform "verändern" das Prinzip bleibt aber das gleiche und hier sind wie uns einig: Körperfinte. Und deshalb wird die Grundbewegung oder das was ich geschrieben habe auch nicht "Falsch". Und wenn der Gegner nicht darauf reinfällt, hat die Finte nicht geklappt, ändert aber nix an der Grundbewegung. Das der gute Spieler dann natürlich ggf. eine andere Fortsetzung wählt ist auch klar.


    Habe mal gegoogelt - warum in die ferne Schweifen, wenn das Gute liegt so nah: Hier findet man beim DFB wie ein Schere RICHTIG(!) aussieht: http://talente.dfb.de/index.php?id=519241



    Wobei die in der Beschreibung - und das gebe ich zu - auch schreiben man würde "mit einer Scherer über den Ball steigen" und anschließend weg. Was heißen würde, dass nach dem "rum" die Schere zu Ende ist - so wie Du schreibst. Wie gesagt: An dem Punkt sehe ich das anders. Ich würde zugerne sehen, wie nach dieser Grundbewegung der Ball mit dem anderen Bein (Standbein) gespielt wird - das geht schlicht und einfach nicht sofort, weil es dich dann auf die Fresse haut. :thumbup:


    Stell Dir mal vor, nach der "rum" Bewegung wäre das Ding zuende und damit die "Finte" abgeschlossen!? Ich frage Dich: Wo ist da die Finte? Was die m.E. meinen: Mit einer "Scherenbewegung" über den Ball. Abgeschlossen ist die Schere aber erst - meine Sicht der Dinge - wenn ich den Ball wieder gespielt habe. Und das geht nur mit dem selben Bein.


    Im Video sieht man es auch sehr schön. Schere spielt den Ball mit dem selben Bein. Das geht gar nicht anders ausser ich steige um aber dann ist es "Schere mit Hüpfer" oder ein Übersteiger mit "Scherenbewegung". Ich glaube das Du letzteres mit der reinen Schere vermischt. ;)


    Aber es stimmt schon: Es ist nahe zusammen .... wobei ich das bisher immer als 2 verschiedene Finten mit zwei verschiedenen Anwendungsfällen traineren habe lassen.

    Letztlich ist es - so wie Andre seine "Aufsätze über KiFu" mal betitelt hat - Hobby. Ich bin der Meinung jeder soll Geld und Zeit für sein Hobby aufwenden wie er meint und kann. Wenn dabei noch eine bessere Qualifikation für die ehrenamtliche Arbeit mit Kindern rausspringt - umso besser.


    Ich für meinen Teil opfere meine (knappe) freie Zeit (und mein Geld) im Fußball/Sport, weil ich mich sozial engagieren möchte, Sport schon immer zu meinem Leben gehört und gerne mit Kindern was mache. Das ist halt mein Hobby. Ich lege allerdings Wert darauf, dass meine "Leistung" bei den Kindern (und nicht bei den Erwachsenen) ankommt.


    Die Ansichten und Handlungsweisen der Vereinsführung bzgl. Kostenübernahme sind mir dabei egal. Mir geht es um die Kinder und mich selbst. Die Reihenfolge kann man auch tauschen. Das der Verein davon auch (ggf. kostenlos) profitiert nehme ich hin, freue mich irgendwie sogar für die Institution "gemeinnütziger Verein" und habe keinen "Neidgrant".


    Eine Art "Aufrechnung" oder gar betriebswirtschaftliche Sichtweisen halte ich im Ehrenamt (im Punkt der Arbeit mit Kindern) für fehl am Platz. Dafür erlaube ich mir ab und an mal spitze Kommentare gegenüber Spielern der 1. oder 2. Mannschaft, die ein Leben lang im Verein "betreut" wurden und jetzt nicht in der Lage sind 1h pro Woche mit G-Junioren etwas Sport zu machen, so dass hier ständig Not am Mann (Betreuer) ist. Genaugenommen kriegen die von mir nicht nur spitze Bemerkungen, sondern Verachtung. Immerhin dienen die meinen Kindern als Negativbeispiel. Auch was Gutes.


    Außerdem spende ich dafür nix an der Haustür, wenn mal wieder welche zum Sammeln kommen ;)

    Kann es sein, dass sich die 3200 ? nicht auf jeden Teilnehmer beziehen, sondern auf den ganzen Lehrgang. Sprich bei 20 Teilnehmern 160 ? pro Person?


    Ja, natürlich. Das ist der Preis für die Vor-Ort Ausbildung in den Teilen I + II. Je mehr Teilnehmer umso günstiger. Unter'm Strich rechnet es sich so ab 10 Teilnehmer rum ....