Beiträge von PaulBreitner

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    hallo
    denkst du es ist unumgänglich notwendig ein guter spieler gewesen zu sein um ein guter trainer zu sein?
    lg
    hans


    Nein. Das denke ich nicht. Das ist doch die uralte Diskussion - hier sind sich doch die meisten einig. Darum geht es doch gar nicht.


    Hans, ich denke, dass man - um im Leistungssport arbeiten zu können - ein MINDESTMASS an Können haben sollte und das ist z.B. auf KK Niveau einfach nicht gegeben. Sei ehrlich: Geh auf die Plätze am Sonntag und seh Dir z.B. ein KK Spiel an. Was hat das mit Leistung zu tun? Das ist unterstes Level. Ja, auch dort gibt es gute Spieler. Aber die würden dann den erschwerten Test auch schaffen.


    Und der zweite Punkt ist die leistungssportorientierte Einstellung. Schau doch hin, was da streckenweise abgeht. Auch das hat mit der Disziplin die im Leistungssport nötig ist nix zu tun. Bei jemandem, der z.B. Oberliga spielt ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er ne ganz andere Einstellung zum Sport hat. Sicher ist es nicht aber viel wahrscheinlicher.


    Solange das alles nicht mt einer gewissen Wahrscheinlichkeit gegeben ist, ist der Trainer-C Leistungssport (C-Lizenz) nix anders als ein Etikettenschwindel. Ein hervorragende Ausbildung mit Sicherheit - es ist aber nicht das drin, was drauf steht.

    Mei - die dümpeln halt weiter vor sich rum. Passt doch. Die können ja gerne weiter trainieren. Ist halt ne Übergangszeit.


    Aber Leistungssport ist halt mal an der absoluten, sportlichen Leistung orientiert und durch einen extrem hohen Zeitaufwand zwecks in der Regel täglichem Training. Ob man das als Beruf (Profi) oder als Hobby (Amateur) macht spielt keine Rolle.


    Es gibt genug Sportarten, in denen Amateure mehr täglich (auch mehrmals) trainieren und absolut gesehen recht ansprechende Leistungen bringen. Ich selbst habe in meinem Leben zwei Leistungssportphasen hinter mir mit bis zu 14 Treiningseinheiten im Saisonschnitt(!) pro Woche. Profi war ich aber nie. Waren halt Randsportarten.


    Einen Graubereich gibt es sicher immer. Aber so oder so: Z.B. n einer 6. klassigen Liga (Verbandsliga) mit vielleicht 5 Trainingseinheiten in der Woche von Leistungssport zu reden ist allerdings lächerlich. Das ist nix anderes als Breitensport und Hobby - auf hohem Niveau zwar aber trotzdem nicht mehr.


    Ich verspreche mir von der Änderung, dass die Leistungslizenzinhaber in der Zukunft sowohl sportlich/inhaltlich ein besseres Niveau haben als die bisherigen (wg. der höheren Anforderungen an das Eigenkönnen) und darüber hinaus eine deutlich leistungsorientiertere Einstellung aufgrund ihres eigenen sportlichen Hintergrunds haben. Ich finde es schlicht lächerlich, dass man mit Kreisklassenniveau das Eigenkönnen für einen Schein, der die Bezeichnung Leistungssport im Namen führt, erfüllen kann.

    Ich denke der Beitrag auf der Website stimmt bzgl. Spezialisierung so nicht ganz und das war auch nicht Aufhänger dieses Threads. Ich kenne zwar die aktuelle Version (recht druckfrisch) der Ausbildungsunterlagen nicht aber ich meine Wahrgenommen zu haben, dass A und B Jungend noch immer in den Lehrplänen des Profils Kinder/Jugend ist.


    Was für mich der richtige Schritt ist und mich persönlich freut ist, dass die C-Leistungssport erschwert wird und das, was heute C-Leistungssport ist, im C-Breitensport zum Profil Erwachsene wird. Das ist es nämlich was es allermeistens ist: Breitensport. Ich persönlich halte es für nen "Etikettenschwindel" in der KK oder so mit ner Leistungssportlizenz zu wedeln. Im Grunde ist das eine Brüskierung aller Leistungssportler. Dem wird mit diesen Maßnahmen entgegen gewirkt.

    Ich nenne es mal den "Selbstregulierungseffekt" im Rahmen einer Mannschaft. usw. usw. usw.


    100% d'accord. Das ist Fußball - das ist Straßenfußball. So war das früher immer. Wenn einer nen Scheiß gespielt hat, dann war das mal ok, wenn er aber dann immer wieder und immer wieder sein Ding gemacht hat, dann haben wir den auf'm Bolzplatz schon angemacht.


    Ein Trainer muss auch die Persönlichkeit der Spieler entwickeln - das ist der Job. Ich sag den entsprechenden Jungs aus meinem Team schon, dass sie den Mund (in entsprechedem Ton) aufmachen sollen, wenn ihnen aus gutem Grund was nicht passt, was ein andere macht.


    Ab und an spiele ich beim freien Spiel auch mit. Dann bin ich Spieler und ich lebe ihnen vor, wie das so ist in ner Mannschaft. Ich entschuldige mich, wenn ich nen Scheiß mache und wenn einer wiederholt sein Ding macht und seine Kumpels links liegen lässt, hört er das dann von mir auch (natürlich nicht so wie ich das nem Erwachsenen sagen würde, sondern schon kindgerecht). Nochmal: Das ist Straßenfußball - das ist kicken. Das war schon immer so und das wird m.E. auch immer so bleiben solange es Mannschaftssport gibt (das ist in anderen Mannschaftssportarten auch nicht anders).

    Übrigens finde ich es retorisch gesehen sehr schwach von dir. Erst Lob und dann die Keule, .....


    Zuckerbrot und Peitsche ist durchaus üblich, wenn auch nicht unumstritten ;)


    Interessant wäre es für mich, ja geradezu herausfordernd ...eine F 87563 zu trainieren....


    Ich würde nen Kasten Weißbier (alkfrei natürlich) wetten, dass Du das nicht 1 Saison lange durchhältst ;)

    Es kommt wie immer darauf an :thumbup:


    Normal sieht ne TE ja so aus: Einleitung - Hauptteil - Schlussteil. Im Hauptteil machst Du Technikübungen oder Spielformen. Letztere kannst Du einfrieren wenn die Spielform danach ist. Der Schlußteil ist in der E-Jug. ja eher sowas wie "spassiger Ausklang". Die gehen anschließend nach Hause und sage: "Heute war's super im Training! Geil!" Wenn Du da ein freies Spiel machst, mach ein freies Spiel und lass sie. Warum willst Du da nochmal einfrieren? Es ist sicher kein Beinbruch, sie werden deshalb nicht gleich in Tränen ausbrechen wenn Du grobe Dinge mal ansprichst und dazu einfrierst. So what. Wenn ich sowas mache, dann meist bei einer Situation in der das Spiel eh unterbrochen ist (Tor, Ecke, Aus etc.). Der eigentliche Job ist aber schon gemacht.


    Ich für meinen Teil schau da aber viel lieber zu und beobachte. Das wird m. E. viel zu wenig gemacht von den Trainern im KiFu. Wie hat der Trapp gesagt: "Eine Trainer is nicht eine Idiot. Eine Trainer is sehen was passiere auf Platz!" ;) Also nutze doch die Zeit ...

    Wenn man wirklich nur Torschuß trainiren will gilt: Üben - Üben - Üben. Also nicht etwa Üben - Üben - Spielen o.a..


    Mach nen Torschußparcours in Rundlaufform. Z.B. Vier Tore, zwei auf der einen, zwei auf der anderen Seite jeweils versetzt gegenüber und dann schlangenförmig durch. Auf der einen Seite rechts auf der anderen Seite mit links schießen. Einmal innen, einmal Vollspann. Oder auch andere Variationen - wie Du meinst. Das bringt keine Pausen und viele Wiederholungen. Du arbeitest hier auch nicht so konsequent nach Vormachen - Üben - individuell korrigieren. Einfach das Ding ins Laufen bringen.


    Damit sowas nicht zu labormäßig wird, kannst Du im zweiten Schritt nen WK (3min oder so) organisieren, ein Gummiband in die Tore spannen, drüber zählt's 2 Punkte, drunter zählt's nu einen. Oder ein Kreuzeck abspannen oder ein kleines 5m Tor in ein großes Tor stellen und Treffer ins groß Tor (schwer) zählen mehr usw. usw. Wer schafft in 3min die meisten Punkte? Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.


    Ansonsten: Schau mal beim DFB, da gibt's auch 'n Info-Abend Heftchen zum Torschußtraining.


    Ein freies Spiel ist anders. Da zählt bei nem Torschuß immer alles. Das ist ja gerade der Sinn des Spiels: Ein Tor zu schießen. Es ist scheißegal wie. Da braucht's auch keine Taburäume oder Provokationsregeln oder ähnliches. Tor ist Tor und das zählt immer. Das ist m.E. für das Training des Toschusses nix. Das wirst du auch beim DFB nicht finden. Ggf. noch die eine oder andere Spielform im 1:1 oder 2:2 das war's dann schon.


    Willst Du, dass sie den Ball nicht ins Tor "tragen" - sich also früher entscheiden: Mach ne Spielform mit Taburäumen (aus dem nicht geschossen werden darf). Den Schwerpunkt kannst Du dann mit Üben - Üben - Spielen abdecken. Also z.B. ne einfache Schußtechnikübung zum Einstieg, die dann evtl. erschweren und dann ne Spielform. Das freie Spiel machst Du dann im Schlußteil Deiner Einheit.


    Willst Du Schußtechnik machen, gilt auch Üben - Üben - Spielen. Such Dir eine bestimmte Technik aus - z.B. flach Innenseite und zieh das durch. Im Spiel zählen flach mit der Innenseite erzielte Tore doppelt.


    Trainiere aber immer beidseitig. Ich persönlich (Geschmackssache) halte nix von 5min mit links und dann 5min mit rechts. Du hast 10min eingeplant und vertändelst irgendwie und schon hast 6min rechts und 4min links. Ich bevorzuge Übungen wo von beiden Seiten auf's Tor geschossen wird, der Schütze holt seinen Ball und läuft hinter'm Tor rum zur anderen Seite und macht's mit dem anderen Bein. Gib der Hälfte ein Leiberl und Du kannst gut kontrollieren ob sie auch wirklich die Seiten wechseln.

    Danke. Ich bin immer wieder überrascht, was die Pros angeblich (offensichtlich?) nicht optimal beherrschen. Sachen gibt's. Hätte ich nicht erwartet. Andererseits: Die Ballführenden sind halt auch keine Deppen und auf dem Niveau ist wahrscheinlich auch an nem Zweikampf-Gott schneller ma einer vorbei als ihm lieb ist, vor allem wenn es konditionell bergab geht.

    Zitat

    kann sich aber keiner so richtig entscheiden die Kugel ins Tor zu befördern.


    Des Pudels Kern. Eine Entscheidung nen Schuß auf's Tor zu machen läuft im Wesentlichen folgendermaßen ab:


    1) Der Spieler muss die Situation erkennen und sie einschätzen. Dazu benötigt er kognitive Fähigkeiten.
    2) Auf Grund dieser Einschätzung entscheidet er sich für eine Möglichkeit. Die Menge der Möglichkeiten ist aber begrenzt und zwar durch die Menge seiner motorischen Fähigkeiten. D.h., er wird nur in Ausnahmefällen (Notsituation) die Variante wählen, die er motorisch nicht oder nur schlecht ausführen kann.


    Auf gut Deutsch: Er muss es checken und dann muss er es noch d'rauf haben. Wenn er sich seiner sicher ist, zieht er ab.


    Wenn Du z.B. den Kerlen nicht lernst mit links zu schießen, werden die das nicht machen und z.B. die schlechtere Variante (dribbling oder nochmal auf den anderen Fuß legen o.ä.) wählen. Verständlich. Was soll der Spieler den auch tun, wenn er nicht kann?


    Also erste Vermutung: Deine Jungs können nicht g'scheit schießen. Wen doch: Hmmm. Spielformen mit Provokationsregeln: Z.B. Es zählen nur Tore, die von ausserhalb des Strafraums (oder eines speziellen Raumes/Linie z.B. mit Hütchen) erzielt werden.

    Mir geht es um Eure Einschätzung, wie flexibel man mit den Ausbildungszielen umgehen sollte.


    Die Ziele sind so wie sie sind. Ich denke sie sind ganzheitlich und gut. Sind am Ende der A-Jugend alle Ziele erreicht, sieht man im Senioren Bereich sicher gut ausgebildete Fußballer. Insofern sehe ich keine Notwendigkeit Ziele zu ändern, wegzulassen oder hinzuzufügen. Im Zweifel die Ziele anzupassen ist denke ich auch nicht Aufgabe der Vereine.


    Die Frage die es präzise zu formulieren gilt ist doch: "In welcher Altersklasse bilde ich wie aus, um die vom DFB zur Altersklasse zugeordneten Ziele zu erreichen?" Für Teile dieser Frage gibt der DFB Dinge vor. Er gibt Inhaltsbausteine vor und er gibt sogar Leitlinien für Trainer vor und alles bezogen auf Altersklassen (quasi eine Zeitschiene). Das ist schon recht gut.


    Der DFB bietet quasi ne komplette Grobplanung für den langfristigen Leistungsaufbau an. Zunächst - und das ist hervorragend im Sinne einer Top-Dow-Planung - einen Langfristplan von der G bis hin (und einschließlich) zur A indem er inhaltlich nach Altersklassen aufgliedert.


    Der Frosch hat aber IMMER die Locken da, wo es um die konkrete Umsetzung von Plänen mit real existierenden Sportlern geht.


    Das weiß auch der DFB, und deshalb erklärt er z.B. wie lange man mit E oder F-Junioren trainieren soll - das hat was mit Aufmerksamkeitsspannen zu tun usw. Er erklärt auch, dass man keine Medizinballeinheiten am Berg mit F-Jun. machen muss usw. Das macht er natürlich nicht aus Willkür, sondern weil das pädagogische, methodische und sportwissenschaftliche Erkenntnisse sind.


    Ganz hat der DFB das Probelm aber immer noch nicht gelöst, denn der Trainer da draussen hat ein Problem, wenn er sich überlegt, welche Trainingseinheit mit welchem Inhalt er nun konkret anbietet. Der DFB unterstützt nun so gut er kann und bietet ne Datenbank an mit Trainingseinheiten. Das diese natürlich ebenso abgestimmt sein müssen auf das reale Alter der real existierenden Sportler weiß auch der DFB und gliedert die Einheiten deshalb nach Altersklassen.


    Vielen von uns ist dabei schon aufgefallen, dass da z. B. nun F und E Jun. "in einen Topf" geworfen werden. Woran liegt das? Sicher nicht daran, weil der DFB oder seine Berater zu doof waren das auseinander zu dividieren. Nein, es liegt schlicht und einfach daran, dass Du in dem Alter verschiedene Entwicklungsstufen im Team hast und die Spanne im Extremfall gut und gerne mal über diese 4 Jahre gehen kann.


    Beispiel: Ich selbst hab einen 2002er im Team, der kommt also nächstes Jahr in die E. Der ist dermaßen schwach koordinativ, dass der in der E völlig untergehen wird. Die anderen sind alle 2003er und recht ähnlich von dem was die können. Ich bin Stand heute aber nicht in der Lage ein Training anzubieten, das dem einen 2002er und den anderen 2003er gleichermaßen gerecht wird.


    Was macht also der Paule? Ich habe mich um den 2002er gerade jetzt in der vergangenen Hallensaison intensiv gekümmert, habe sogar Einzelstunden mit dem gemacht. Er ist deutlich besser geworden, ja - er ist aber immer noch unter dem Level des Schwächsten 2003er im Team. Ich persönlich kann aber in dem Fall mehr nicht mehr leisten. Da ist bei mir sowohl zeitlich als auch kompetenzmäßig das Limit erreicht. Beim Kind evtl. auch zum aktuellen Zeitpunkt auch die Grenze der motorischen Fähigkeit.


    Wie auch immer: Es gilt es also UNBEDINGT flexibel zu sein: Es ist enorm wichtig, die richtigen Trainingseinheiten anzubieten damit möglichst viele tatsächlich die "Klassenziele" zu erreichen. Hier ist der Trainer gefordert. Jeder der hier NICHT flexibel reagiert, der macht einen schlechten Job. Es ist überdies genauso wichtig, nur solche Trainingseinheiten anzubieten, die eine stringente Entwicklung im Sinne der aufeinander aufbauenden Ziele erlauben.


    Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man etwas schneller ist als der DFB im Rahmen vorgibt oder nicht. Das Tempo - und das ist wichtig - bestimmt aber nicht der Trainer, sondern die Kinder. Im Grunde ist das alles problemlos. Hinsichtlich der Integration in einem Verein - selbst in einem, der die Zuordnung Ausbildungsziele zu Altersklassen wie vom DFB vorgegeben komplett von A-G an seine Trainer vorgibt - gibt eine "zu schnelle Gruppe" irgendwann ein "Problem". Eliteförderung ist die Konsequenz. Weil Vereine (bis auf ein paar BuLi Vereine vielleicht) das nicht selbst können, macht der DFB das ab der D-Jun. selbst in den Stützpunkten und NLZ.


    Das größere Problem ist wohl eher, dass viele einfach einer Fehleinschätzung der Kinder und eine Fehleinschätzung ihrer eigenen Arbeit unterliegen (sei es aus Ehrgeiz, Dummheit oder Unerfahrenheit o.ä. - egal) oder schlicht schlecht qualifiziert sind. Das gilt sowohl für die Vereine als auch für die Stützpunkte. Unabhängig davon, dass eine Lizenz im Zweifel nix über die Qualifikation aussagt, sind mir persönlich in den Stützpunkten immer noch zu viele C-Schein Inhaber (2009/2010: 36%) dort tätig. Manchmal frage ich mich nämlich schon, woher die all die Halbwahrheiten haben, die sie ab und an zum Besten geben.


    Naja ... aber da kommen wir vom 100ten ind 1000de ...

    Just my 5 Cents.

    Die Einschränkung auf die Methodik stammt von Andres DFB-Gesprächspartner


    Ah so.


    Ich war lediglich der Ansicht (und bin es weiterhin), dass das Ziel der Raumaufteilung bei einer rein auf den "Selbstlerneffekt aus dem 1:1" basierenden Methodik nur von wenigen E-Jugendlichen erreicht wird.


    Ja, das sehe ich auch so. Würde sogar sagen, grundsätzlich - bis auf die berühmten Ausnahmen - von keinem.


    Wenn du deinem DFB-Stützpunktkoordinator die Frage so formuliert hast


    Genau. Das ist ja sowieso immer das Problem. Wenn man - und das ist völlig wertfrei gemeint - von was überzeugt ist, dann a) formuliert man ggf. Fragen so, dass die Antwort nen Tick "eigene-Sicht-lastiger" wird und b) versteht man die Antwort gerne so wie man es gerne hätte. Da ist keiner davor gefeit.


    Es gibt überhaupt nichts zu sagen für eine Altersgruppe bis zum Ende der E ausser....schönes Spiel und gebt euch Mühe


    Wie meinst Du das jetzt? In nem Freundschafts-/Punktspiel oder im Training? ODer war das einfach nur so dahin geschrieben als "allgemeine Reaktion"?

    Andre, ich habe es schon einmal in einem anderen Thread erklärt. "Den Raum decken" tut im Fussball niemand, Raumdeckung gibt es im Basketball (auch Zonenverteidigung genannt), wo Spieler wirklich den Raum decken, und sich nicht/kaum zum Ball verschieben.


    Genau genommen heißt das im Basketball "Ball-Raum-Verteidigung" und auch nicht Raumdeckung. Das geringe verschieben zum Ball im Basketball liegt natürlich an den Dimensionen, dem Stellenwert der Zone, den Möglichkeiten der Athletik des Einzelnen (in zonennähe geht immer sofort der Zug zum Korb und damit ein 2-Punkte Versuch - in der NBA sogar ab der 3er Linie, die nen Meter weiter weg ist als bei uns) und den Regeln (insb. Zeitlimit für einen Angriff oder in der NBA früher "illegal defense"). Tatsächlich findet das verschieben aber statt. Aus genannten Gründen ist es halt nicht so extrem -das wäre sofort tödlich. Man spricht aber auch von einer "weak side" (Seite die ballentfernt ist).


    Aber auch im Basketball deckt man nicht den Raum. Warum auch? Der Raum ist ungefährlich ;) Zumindest war er das in den Jahren in denen ich Basketballmannschaften trainiert habe und auch selbst gespielt habe. Es werden auch Passwege und gleichzeitig Abschlussaktionen zum Korb zugestellt. Bei nem Basketballer is es so, dass der wirft und trifft, wenn Du zu weit weg bist und wenn Du zu nahe dran bist, ist er vorbei und trifft auch. Die Problematik hat man im Fußball schon wegen der Feldgröße und der Abstände in den allermeisten Situationen so nicht.


    Im Fußball ist aber schon auch die Bezeichnung Raumdeckung üblich. Es gibt z.B. ein ganz hervorragendes Buch von Simone Mazzali: Die Raumdeckung im Fußball.


    Konzeptionell ist das überall das gleiche - es wird nur anders interpretiert.



    EDIT sagt noch: Im Collage Basketball kann man sowas wie "full court press zone" sehen. Das ist sowas wie "Ball-Raum-Pressing" - manchmal (mildere Variante) auch nur "half court". Auch das sollte bekannt vorkommen ;)