Beiträge von PaulBreitner

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    Da ich dieser Tage in den alten (und neuen) Unterlagen gelesen habe:


    - Wo steht denn 30+30+30 für F? In den Trainerausbildungen wird gelehrt: Netto ungefähr so lange wie ein Spiel dauert. Ich mach das ungefähr so + 30min "kicken lassen" (das wird nicht gelehrt)
    - Pünktlichkeit bei Eltern kann man üben ;) Klare Ansagen: Ich möchte nicht .... Ich möchte das ... Mich hat geärgert das .... usw.
    - Vormachen und Erklären einer Technikübung (die Übung ins Laufen bringen) darf grundsätzlich 30 allerhöchstens 60 Sekunden dauern. Bei der Trainerausbildung bist Du durchgefallen, wenn nach spätestens 60 Sek der Ball nicht rollt. Zumindest war das damals bei mir so. Bei Stationstraining etc. ist's ggf. was anderes aber auch da rollt der Ball schnell, denn man kann Gruppe 1 an Station 1 schon mal demonstrieren lassen. Ziel ist: So schnell wie möglich "ins arbeiten kommen" um dann individuell korrigieren zu können.

    Ich habe bei den Veröffentlichungen des DFB oft den Eindruck, dass sie gar nicht für die Breite gedacht sind.


    Das ist auch so. Soweit ich mich entsinne sind diese DFB-Info Abend Heftchen ja auf Basis von Stützpunkteinheiten. Das ist schon anspruchsvoll. Was man da also nicht unbedingt kopieren kann sind die Einheiten selber.


    Was man aber kopieren kann ist das Layout der Einheit. Aufwärmen - Hauptteil - Schlußteil und im Hauptteil den Wechsel zwischen Übung und Spielform. Sowie die methodische Reiher der Einheiten. So sollte jede Einheit aufgebaut sein das wird in der Trainerausbildung auch so gelehrt. Und genau hier an der Stelle wurde mir klar: Der DFB kann mit freiem Spiel nicht "einfach spielen lassen" gemeint haben, sondern er muss "Spielform" gemeint haben, sonst passt das alles hinten und vorne nicht zusammen. Frei ist in diesem Zusammenhang wohl so zu verstehen das man nicht zwingend von links nach rechts auf exakt zwei stationäre Fußballtore, nach exaktem Fußball-Layout spielt, sondern vielfältige Aufgaben im Rahmen einer Spielform anbietet.

    Habe viel gedacht und gelesen die letzten Tage ;)


    Aus meiner Sicht liegt die Krux echt in der Publikation des DFB Konzepts. Das ist viel zu ungenau in den Aussagen. Wenn man sich mal die Arbeit macht und viele der DFB Publikationen vergleicht - z.B. auch diejenigen in denen Trainingseinheiten ja als Umsetzung des Konzepts stehen (z.B. DFB Info Abende) - dann stellt man eh fest, dass darin "Fußball spielen" eher mit Spielform als mit "einfach spielen lassen" umgesetzt ist. In meinen alten Unterlagen zur Trainerausbildung steht auch nix von freiem Spiel sondern nur von Spielformen. Ich hab mir auch die neuste Ausgabe der Ausbildungsunterlagen besorgt: "einfach spielen lassen" Fehlanzeige. Kommt nicht vor. Das Abschlußspiel gibt es aber überall ;)


    Aber in nem Hauptteil gibt es halt die versch. Kombinationen von Üben und Spielform (z.B. Üben/Üben/Spielen usw.) - "einfach Spielen lassen" kommt da nirgends vor. Explizit auch nicht im Teil der F/E Junioren. Sehr wohl kommen kleine motivierende Spielformen 2:2/3:3/4:4 auf verschiedene Tore usw. vor. Darum dreht sich alles: Basis-Spielform der Trainingseinheit. So habe ich es auch gelernt.


    Je mehr ich darüber nachdenke umso mehr komme ich zu dem Schluß, dass "einfach Spielen lassen" in der Extremform (z.B. ohne methodisches einfrieren im Rahmen eines Schwerpunktes) nix mit Ausbildung zu tun hat.


    Das Zauberwort ist "Spielform". Und noch ein Fazit für mich der letzen Tage: Die Kommunikation des DFB Ausbildungskonzept ist ungenau und im Grunde ohne Vorwissen nur eingeschränkt zu gebrauchen.

    Bei mädchen und frauen die neu in den fußball bereich kommen,habe ich zusätzlich eine gute salbe parrat,die wird vor jedem training in die oberschenkel einmassiert(sie hat eine wärmede funktion)


    Diese Salben sind an sich i. d. R. eine Mogelpackung. Die Erwärmung durch die Inhaltsstoffe ist nur in den Hautschichten signifikant - hier wird die Durchblutung gesteigert - Muskuläre Erwärmung wird dadurch nicht erzeugt. Abgesehen von der deutlich geringen Wirkstoffaufnahme in tiefere Regionen bei kutaner Applikation verglichen mit z.B. oraler Anwendung von Wirkstoffen ist die Dauer der Wirkstoffpenetration bei der Anwendung auch viel zu lange. Bevor Wirkstoffe in tiefe Muskelregionen kommen bist Du längst durch Bewegung aufgewärmt. Der einzige Effekt den diese Salben haben ist die Tatsache das man sie einmassieren muss. Die Massagebehandlung ist der eigentliche "Effekt" - das geht aber auch mit nem herkömmlichen Massageöl.


    Vieles von "so Zeug" - inkl. Nahrungsergänzungsmittel - hilft nur dem der es verkauft. Wenn beim Anwender tatsächlich eine Wirkung eintritt hat das oft banale Gründe bis hin zum Plazebo-Effekt (der durchaus legitim ist - wenn's hilft, dann hilft's - egal warum).

    Das Problem ist ein Klassiker: Den aktuellen Trainer kannste vergessen, ist vielleicht sogar ein A... aber es gibt keinen anderen.


    Evtl. hilft es die Dinge zu trennen: Es gibt langfristig vielleicht im Moment keinen anderen, evtl. kann ja jemand (Du) die Mannschaft kurzfristig übernehmen. Ihr gewinnt etwas Zeit und könnt nach einer langfristig passenden Alternative suchen. Oftmals stellt man dann fest, dass die Kurzfristlösung gar keine schlechte Langfristlösung ist (z.B. so wie Bayern das bei Heynckes gemacht hat :) ).


    Nach einer 100% Lösung zu suchen und dann auch noch von "Null auf Hundert" klappt i.d.R. nicht und es ändert sich gar nix. Also erstmal das aktuelle Problem jetzt lösen und dann darüber nachdenken ob Du für ne D oder C geeignet bist. Das Bessere ist immer des Guten Feind. ;)


    Also ich würde ihn kicken. Führungsfehler Nummer 1: Viel zu lange zusehen obwohl man weiß das es falsch ist.

    Ich hoffe, du verstehst jetzt, warum ich das Beispiel dieser Torhüterin mit Leistungssportambitionen nicht gut in Verbindung mit dem Trainer im Leistungsbereich bringen kann.


    Ja, ich verstehe was Du meinst. Begib Dich aber persönlich nicht in eine Frustration. Es ist nicht die "Schuld" von irgendjemandem, dass Frauen eine andere genetische Disposition haben und das die Strukturen im Männerfußball älter und professioneller sind.


    Die Leistung von 10 TE am Limit von einer Frau ist deshalb nicht weniger wert - zumindest in meinen Augen nicht. Im Gegenteil: Im Grunde ist das der "clean Spirit" von citius, altius, fortius.


    Weißt Du: Wenn ich drei Einheiten in der Woche mache, ist es keine Kunst auf sechs zu verdoppeln - auch als Amateur nicht. Mache ich aber nebenberuflich schon 10 Einheiten, muss man sich erstmal eine elfte oder zwölfte hinkriegen ohne das mein Leben "explodiert".

    Es wird abgeschlossen durch einen verlorenen Zweikampf, durch einen Torabschluss oder durch einen Pass.


    Heureka! Das einem Dribbling immer eine Anschlußaktion (Torschuss, Flanke, Pass) folgen soll - ja muss, ist ja nicht neu. Sehr interessant finde ich aber Deinen Ansatz "verlorener Zweikampf" ebenfalls in die Liste mit aufzunehmen. Das schlußfolgert ja "Nachsetzen" ggf. als Anschlußaktion für das Dribbling. M.E. MUSS das ins Training mit aufgenommen werden. Dribbeln - Zweikampf verlieren - Nachsetzen.


    Danke für diesen Aspekt - das habe ich bisher noch nicht so gesehen!

    Ein bißchen ins Straucheln kommt er dann bei der Beschreibung, was denn nun Leistungssport sei, weil er ausgerechnet ein Beispiel aus dem Frauenfussball anführt.


    Lies bitte genau! Deine Sicht des "Strauchelns" resultiert wohl aus einem Mißverständnis in der Diskussion zw. mir und Godfather.


    Das Beispiel FF habe ich gebracht um zu zeigen, dass SOGAR(!) (das ist nicht despektierlich gemeint) im FF U20 täglich trainiert, ja sogar 10 TEs pro Woche gemacht werden, weil Godfather meinte Fußballprofis würden nicht jeden Tag trainieren. Ich habe darüber hinaus sogar angemerkt, dass ich die Bemerkung (was die Äquivalenz des Aufwandes mit den Männer betrifft - sie sprach nicht von der Leistung oder gar vom Status des Berufssportlers, sondern nur von Aufwand) von der guten Torfrau für recht sicher falsch halte, weil man bei den Profi-Männern mit 10 TE nicht recht weit kommt.


    Ich bitte nicht um Zustimmung (hier bin ich sehr Deiner Meinung was den potentiellen Ausgang einer Diskussion angeht) aber zumindest darum, meine Argumente zu lesen. ;)


    Nein, nur weil es ihr Beruf ist, ist es noch kein Leistungssport!


    Das ist zumindest nicht das was ich sagte: Ich sagte, dass Leistungssport nicht immer als Beruf ausgeübt werden muss. Ob die Gute Torfrau das professionell betreibt oder nicht spielt zumindest bei der Frage ob das Leistungssport ist oder nicht kaum eine Rolle. Ob Leistungssport als Beruf möglich ist, hängt vor ja vor allem mit den Geldern im fraglichen Sport zusammen. 10 TE pro Woche und U20 Nationalmannschaft würde ich zumindest immer als Leistungssport bezeichnen.


    Übrigens gibt es sogar auf wiki eine "Leistungssportdefinition" (irgendwo habe ich auch noch eine aus alten Uni-Zeiten - nur wo?): http://de.wikipedia.org/wiki/Leistungssport


    Zitiat hieraus:

    Zitat

    Der Leistungssport unterscheidet sich vom Breitensport insbesondere durch den wesentlich höheren Zeitaufwand (in der Regel tägliches Training) sowie die Fokussierung auf den sportlichen Erfolg.


    Wir werden das sicherlich nicht ganz auflösen können, denn die Vorstellungen, was eine besondere Leistung und was eher fleißiges Hobby ist, können auseinander gehen.


    Da gibt es sicher einen Graubereich in dem es schwierig ist - meine Rede. Ich möchte auch nicht um des Kaisers Bart streiten. Mir geht es um das "big picture". Um beim Beispiel von oben zu bleiben eine Frage:


    Gibt es hier irgendjemanden im Forum, der sagen würde, dass es sich bei der Torfrau mit 10TEs/Wo und im Kader der U20 Frauen DFB-Elf NICHT(!) um Leistungssport handelt - egal ob sie's beruflich macht oder nicht?

    Ich hab mal kurz gegoogelt und wirklich den erstbesten Link genommen. Eine U20 Frauentorhüterin sagt hier: http://www.goalkeeping.com/Desiree-Schumann.2703.0.html


    Zitat

    Vom Verein haben wir wöchentlich insgesamt sieben feste Trainingseinheiten. Wir trainieren 5x nachmittags und 2x vormittags. Persönlich trainiere ich jeden Tag 2x, weil ich zusätzlich mein Krafttraining absolviere und zusätzlich noch torwartspezifisch im Sprintbereich arbeite. So komme ich insgesamt auf ca.10 Einheiten pro Woche. Ich denke, dass wir uns im Frauenfußball da kaum vom Trainingsumfang der Männer unterscheiden.


    Im letzten Satz liegt die Gute aber recht sicher falsch. Es mag bei den U20 Männern so sein. Bei den Profi-Männern liegt man mit 10 TEs / Wo normal eher deutlich zu tief. KT und Core gehört da einfach dazu.

    Hab mir keine Gedanken gemacht bisher wie ich das *genau* machen würde ... kann ich ja mal machen ... wird halt nur keinen interessieren.


    Doch, doch Profis trainieren grundsätzlich jeden Tag - auch mehrfach. Die sind nur nicht jeden Tag auf dem Platz.


    Aber noch mal: Der Berufsstatus: Amateur/Profi hat nix mit Leistungssport oder nicht zu tun. Es gibt Amateure in den verschiedenen Sportarten die betreiben Leistungssport. Profis, die keinen Leistungssport betreiben sind mir nicht bekannt.

    Also einer der kein Fußballspielen kann, könnte so eine Mannschaft nur schwer trainieren.


    Das denke ich auch.


    mal die Woche Training plus Spiel schon leistungsorientierter Fußball


    Das denke ich auch. Die Orientierung geht Richtung Leistung. Mit Leistungssport hat das aber sicher noch nix zu tun. Darum geht's mir.


    Leistungssport bedeutet in der Regel tägliches Training. Bei 4x Training und 1 WK haben die 2 Ruhetage. Das ist im Leistungssport nicht drin. 1. Werden 2 Einheiten pro Tag gemacht und 2. werden Ruhetage in aller, aller Regel durch regenerative Einheiten ersetzt. Regelmäßige(!) Ruhetage gibt es nicht. Ruhetage werden individuell eingestreut. Regelmäßige(!) Entlastung wird durch Periodisierung erledigt.


    Die U17 und U19 vom FC Bayern trainiert 5x die Woche (lt. Plan auf fcbayern.de) plus Spiel am Sonntag. Da ist aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit noch nicht die Zeit im Kraftraum und im Gym für Core-Performance, Mobilisierung etc. dabei und was die sonst noch so treiben.


    Nochmal: Mir geht es nicht darum jemanden zu disqualifizieren. Mir geht es darum, dass die Lizenz ein Etikettenschwindel ist. Ganz offensichtlich hat der BFV auch die Notwendigkeit gesehen die Anforderungen zu verschärfen.


    Irgendwie drehen wir uns im Kreis.

    Andre, einerseits finde ich es gut, dass Du so 100%ig hinter Deiner Meinung und Deinem "Ding" stehst. Große Veränderungen benötigen GENAU (!) solche Leute. Gerade am Anfang und wenn die Veränderung so eine große ist (und das ist sie!) - man nennt diese Menschen Evangelisten. Sie tragen die Botschaft hinaus ins Land und üben Apostolat. Einer der nur einwenig mit der Idee schwanger geht ist dafür nicht geeignet. Das geht nur so, wie Du es machst. Das ist meine ÜBerzeugung.


    Andererseits finde ich schon auch, dass Du an manchen Stellen den "Ausbildungs-Taliban" gibst, an denen ein vermittelnder Auftritt für die Gewinnung von Mitstreitern für die Sache m.E. besser wäre. Etwas weniger "männlichen Kriegskampf" dafür etwas mehr "weibliche Integrationsfähigkeit". Ich denke Andre, dass Du hier Potential ungenutzt lässt und etwas unter Deinen Möglichkeiten fliegst.


    Theoretiker hin oder her. Mir persönlich ist das an sich egal. Es zählt was hinten raus kommt und jeder Kämpft an einer anderen Front. Der eine - der Theoretiker - klärt auf, der andere - der Praktiker setzt um. Es braucht beide und der eine ist nicht besser als der andere.


    Beide haben das gleiche Problem und sitzen auch deshalb im selben Boot: Ihre Glaubwürdigkeit hängt viel von der Person, dem Auftreten, dem Fachwissen (dem Praktischen beim einen und dem Theoretischen beim anderen) und der sozialen Kompetenz ab.


    Der Theoretiker hat es an einer Stelle aber leichter: Er muss nicht auf die "echte Zeit" schielen. Er schreibt sein Konzept nieder und wenn er fertig ist, ist er fertig. Gedauert hat das vielleicht 6 Monate. 6 Monate für etwas, was der Praktiker vielleicht in bestenfalls 10 Jahren umsetzen kann, denn er weiß, dass viele kleine Schritte sicherer (halt leider nicht schneller) zum Erfolg führen als wenige Große. Und heir sitzt der Theoretiker wieder mit dem Praktiker im Boot: Beide wollen, dass ihr Thema sicher den Hafen erreicht. Auf "High-Risk" / Entweder-Oder Strategien hat keiner Lust.


    Der Rest hier ist halt letzlich Foren-Emotion. Das kann man vergessen - sollte man auch. Es bedeutet nix ausser, dass Testosteron existiert.


    In diesem Sinne - back to business: Deutschland - Kasachstan 4:0
    :thumbup:


    Paul

    Die Trainer mit der Leistungsportlizenz sind zu eingebildet??


    Ach komm. Jetzt hör' doch auf. Das hab ich doch gar nicht geschrieben. Ich schrieb, dass ich mich bewußt für Breitensport Kinder/Jugend entschieden habe und nicht mit Erwachsenen arbeiten möchte, weil ich die meisten die ich im Fußballumfeld kenne für zu eingebildet halte.


    Ich beantworte gerne jede Frage. Aber bitte lege mir nicht Dinge in den Mund, die ich nicht geschrieben habe. Das macht es anstrengend und unübersichtlich und führt vom Thema weg. Danke dafür!


    Noch mal die Frage - ich bin ehrlich interessiert: wie viel hatten den die Note für die B-Lizenz geschafft. Und weiter: Wo Liga trainierst Du jetzt?

    So wie du schreibst, behaubtest du das 99% aller Leistungsportlizenztrainer schlecht sind. Hast du selbst eine Lizenz ( Leistungsport) gemacht?


    Nein, das meine ich nicht. Genau dieser Schluß ist falsch und das ist nicht die Argumentation und woher sollte ich das auch wissen. Ausserdem - ich schrieb es ausdrücklich - war das 99% bildhaft(!) gemeint.


    Meine Sicht ist zunächst auch keine Kritik an den Personen, sondern am Lizenzsystem an sich. Ganz offensichtlich bin ich da nicht alleine, denn ich habe dem BFV nicht gesagt, dass er die Ansprüche hochschrauben soll. Irgendwie sind die wohl selbst drauf gekommen und haben den aktuellen Stand nicht für das gelbe vom Ei gehalten.


    So schwer ist das doch gar nicht zu verstehen was ich meine, oder? Mein Standpunkt ist: So ab der Bayernliga (ab wo genau ist für mich ein Detail, da kann man trefflich drüber streiten) ist das Leistungssport. Vorher ist es Breitensport. Das Lizenzsystem soll dem Rechnung tragen. Der Schritt


    Ja, ich habe eine Lizenz. Allerdings die Breitensport im Profil Kinder/Jugend. Das war eine bewußte Entscheidung. Ich möchte nicht mit Erwachsenen arbeiten, die meisten die ich im Fußballumfeld kenne sind mir zu eingebildet. Ich denke aber ich hätte die Leistungssport auch geschafft obwohl ich kein besonders guter Fußballer war/bin. Fußball als Leistungssport habe ich nicht betrieben. Allerdings - ich wiederhole mich - habe ich zwei Leistungssportphasen in meinem Leben hinter mir. Ich rede beim Thema Leistungssport also nicht wie (wieder bildlich) 99% aus manch anderen Gruppierungen wie Blinde von Farben.


    Ja, ich habe mi dem Thema auch ein persönliches Problem. Neid ist es aber nicht. Ich möchte darüber aber nicht schreiben. Andre kennt das Thema. Ihm habe ich es unter "vier Augen" mal im vertraulichen geschrieben.


    Also - no offense - lediglich die Sicht eines Ex-Leistungssportlers ...


    P.S. Duschreibst: Wollten die B/A LIzenz machen. Hatten die 18 denn dann auch die erforderliche Note?

    Was meiner Meinung nach noch gar nicht ausdrücklich gesagt wurde:


    Jede Information unterliegt einer Interpretation. Und gerade das DFB-Konzept "Der weite Weg zum Erfolg." - ich kenne es unter dem Dateinamen dfb_rtk_flyer_A4_quer_01.pdf - ist ja höchstens ein Exzerpt. Ein echtes(!) Konzept sieht sieht ja völlig umfangreicher aus. Es ist detaillierter und beantwortet alle Fragen und schon gleich gar nicht wirft es Neue auf. Das Ding ist dafür da einer breiten Öffentlichkeit die Ergebnisse zu präsentieren, die in Expertzengruppen erarbeitet und sicher(!) auch niedergeschrieben wurden. Will sagen: Das EIGENTLICHE(!!!!) Konzept liegt 100% irgendwo beim DFB in nem Schubladen.


    Das ist auch der Grund, warum man sich hier so trefflich Streiten kann: Jeder interpretiert die Digne anders, weil das Dokument (absichtlich ??) enorm viel Freiraum dafür lässt.


    In diesem Sinne: Immer daran denken, dass man auch was ganz anders - als der "Erdenker" das wollte - verstanden haben könnte ;)


    P.S. Das gilt auch für Stützpunkttrainer o.ä. Interssant wäre ein Referat des damaligen Projektleiters zum Thema. Anyone connections?

    Hans, das glaube ich Dir und solange mir keine das Gegenteil beweist, glaube ich erstmal, dass Du ein guter Trainer bist. Ich bin ein positiver Mensch und ich glaube auch an das Gute und an das Positive im Menschen.


    Mir geht es darum - aber ich wiederhole mich - dass da wo heute Leistungssport drauf steht in (bildlich gesprochen) 99% der Fälle Breitensport drin ist und teilweise nicht mal recht hochwertiger. Noch viel schlimmer finde ich, dass da draussen auch noch viele rumlaufen, die tatsächlich glauben das sei Leistungssport was sie da betreiben.


    Ich habe nichts gegen Breitensport - überhaupt nicht. Ich finde klasse, dass der Fußball so viel Menschen aller Alters- und Könnensstufen bewegt. Was ich gar nicht mag ist, wenn sich jemand mit Federn schmückt die nicht zu ihm passen oder sich nen Schuh anzieht, der ihm zu groß ist UND dann auch noch (mangels an Erfahrung) damit hausieren geht, weil er dabei nämlich diejenigen verarscht, denen die Schuhe passen bzw. die Federn gehören.