Beiträge von PaulBreitner

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    und die Kinder lieber das Spiel für den Verein bestreiten wollen... naja.


    Vielleicht hat der Lehrer nur 11 Spieler und wenn die beiden nicht kommen, hat er ein Problem? Hat er keins, hat er trotzdem eins, ein persönliches nämlich. Denn dann ist er in meinen Augen ein Volldepp - rein persönlich jetzt, subjektiv und polemisch.


    Lehrer nehmen halt alles nur in Bezug auf ihre Kinder ernst, sogar sich selbst. Sagt zumindest Friedrich Nietzsche.

    Warum haben wir X:0 verloren? Warum bekommen wir die Kosten aufgebrummt?


    Wenn es bei uns beim BFV war, dann, weil in der Spielordnung steht:


    § 38 Nichtantreten des Schiedsrichters
    (1) Erscheint zu einem Verbandsspiel der eingeteilte Schiedsrichter bis zum festgelegten Spielbeginn nicht, ist das Spiel gleichwohl nach den folgenden Grundsätzen auszutragen.
    (2) Das Spiel ist als Verbandsspiel auszutragen,
    a) wenn ein anerkannter neutraler Schiedsrichter mit gültigem Ausweis anwesend ist. Dieser muss die Leitung des Spiels übernehmen. Sind mehrere neutrale Schiedsrichter anwesend, so haben sich die
    beteiligten Vereine zu bemühen, sich auf einen der Schiedsrichter zu einigen. Kommt es zu keiner Einigung, entscheidet das Los. Weigert sich ein Verein, das Spiel durchzuführen, ist das Spiel für ihn als
    verloren zu werten. § 40 Spielordnung gilt entsprechend.
    b) wenn ein anerkannter neutraler Schiedsrichter nicht anwesend ist, und sich die Mannschaften auf einen anderen anerkannten, nicht neutralen Schiedsrichter mit gültigem Ausweis oder einen
    geeigneten Sportkameraden einigen. Die Einigung ist vor Spielbeginn schriftlich auf dem Spielberichtsbogen festzuhalten und von den Spielführern der beiden Mannschaften zu unterzeichnen. Kommt bei
    einem Spiel nicht aufstiegsberechtigter Mannschaften eine Einigung nicht zustande, ist der Platzverein verpflichtet, einen Schiedsrichter zu stellen. Diese Regelungen gelten auch dann, wenn sich der
    eingeteilte Schiedsrichter verletzt und das bereits begonnene Spiel nicht mehr leiten kann.


    Is halt so. Pech.

    Um welche Liga handelt es sich denn? Leistungssportler können befreit werden. Ggf. Landesebene aufwärts, Verbandsauswahl aufwärts oder ähnliche ist i.d.R. ein Grund, allerdings nicht notwendigerweise. Der Rest verständlicherweise nicht, da es ja ausser um die goldene Grasnarbe in Wirklichkeit um nix geht. Die Definition von Leistungssport im KuMi ist recht praxisnah und grenzt sich deutlich gegen Hobby ab.

    Mich kotzt das auch an. Ich denk mir immer: Wahrscheinlich haben diese Trainer das nötig, weil sie einen kleinen Sch...z haben. Den Jungs sag ich: Echter Sportsgeist ist es auch gegen stärkere zu kämpfen und sein bestes zu geben. Ehre wem Ehre gebührt! gegen "kleinere" kann jeder gewinnen - das ist keine Kunst.

    Wir sollten schon unterscheiden zwischen


    - Gewalt auf dem Fußballplatz durch die Spieler selbst gegenüber Gegner/Schiri (meist Erwachsenenfußball, siehe Video)
    - Gewalt von Zuschauer bei Kindergegenüber anderen Personen (i.d.R. nicht gegenüber Spieler) bei KiFu Spielen


    Wenn überhaupt, dann zielt die FPL auf letzteres ab. M.E. - und das habe ich indirekt in dem "FPL Spielfeld abgrenzen" Thread anklingen lassen, bringt die FPL in diesem Fall exakt Null. Das sind Hard-Core Typen, da geht es um mehr. Um Ehre, um den Sieg um den Status um was weiß ich alles. FPL kann was gegen die "leichten und mittelschweren Fälle" machen. Das war's dann. Aber das ist mehr als genug un wir sollten froh darüber sein. Der "leichte und mittelschwere Fall" kann eine Einstiegsdroge sein. Jedes Konzept hat Grenzen. Da ist die FPL keine Ausnahme.


    Wer was gegen die harten Fälle machen kann, sind wir Trainer. Ich habe mir für nächste Saison vorgenommen - falls es wieder dazu kommt - nicht zu dem/den fraglichen Vereinen zu fahren bzw. anzutreten. Wird das Spiel halt 2:0 gewertet. Stattdessesn kann man ein Freundschaftsspiel ausmachen. Das ist Protest. Das ist der Weg. Ausgrenzen. Ihr gehört nicht zu uns. Fertig.


    Ich persönlich habe keinen Bock mehr auf so ne Scheisse. Wer im Sandkasten mit mir spielen will, hat sich an die Regeln des Sandkastens zu halten (der nicht meiner ist). Hält er sich nicht daran, spiel ich mit anderen.

    oder einen genialen Pass spielt, mit dem keiner rechnet,


    Mindestens einer rechnet immer mit dem Pass, nämlich derjenige, der durch seine geniale(!) Bewegung ohne Ball den Ballführenden antizipieren hat lassen, dass er den Pass jetzt genau so spielen kann.


    Alles andere sind Pässe auf Verdacht.

    ein sensationeller Solo-Lauf kann auch schnell beim Gegner enden und damit vielleicht sogar im eigenen Tor.


    Absolut korrekt. Ribery und Robben beim FCB z.B. Viele Dribblings und 20m vor'm Tor war Schluß, die aufgerückten Defensiven haben blöd aus der Wäsche gekuckt. Irgendann hat dann z.B. sogar der gutmütige Philipp Lahm die Schnauze voll gehabt und wollte nicht immer wie der Depp dastehen oder umsonst mitlaufen. Ball hat er eh keinen gekriegt, weil der Robben immer gehofft hat permanent solche Ausnahmetore im wie im Jahr davor zu schießen. Müller hat's dann irgendwann auch angekotzt, hat sich aufgeregt und daraufhin ist ihm der Robben an die Grugel.

    aber was ist barca ohne messi? seine dribblings. pässe und sein antritt sind es, die den unterschied machen.


    Baraca wäre auch ohne Messi eine klasse Mannschaft. Z.B. beim 2:1 gegen ManU. Individualtechnisch war das Klasse keine Frage. Aber er hatte auch Platz wie nix. Der Evra (Nr. 3) ist nicht raus geschoben und der Park (Nr.13) ist nur nachgejoggt - das war einfach schwach. Die haben die 4er Kette gespielt wie Anfänger. Messi hat's mit einer Individualaktion ausgenutzt. Mit "Spiel machen" hat das nix zu tun. Der einleitende Pass von links war nicht mal recht schnell.

    Man lese zu dem grandiosen Irrtum des sog. Spielmachers das Buch: "Die Raumdeckung im Fußball" von Simone Mazzali.


    U.a. liest man dann auf Seite 82:


    "Das Spiel wird als Folge dieses theoretischen Unsinns, eine Folge von zufälligen Aktionen und Individualtechniken. In so einem gemeinsam gearteten Desaster wird die gemeinsam geplante Spielanlage nicht zustande kommen, auch wenn man die besten "Spielmacher" dieser Kategorie in die Mannschaft einfügen würde."


    Ich sage es nochmal: Nicht derjenige MIT Ball ist der, der die genialen Spielzüge INITIIERT, sondern derjenige OHNE BALL. Der Ballbesitzer wird den genialen Ball nur dann anbringen können, wenn der Partner den Laufweg dazu anbietet.


    Messi ist schnell, ein grandioser Techniker und viele Superlative treffen auf ihn zu. Der genialste Positionsspieler ist er aber nicht. Was passiert, wenn man die Passweg auf ihn zustellt, hat man bei der WM gesehen. Dier Argentinier bringen keinen Ball an.


    Das ist wie im KiFu - die nicht mit der Raumdeckung und dem ballorientierten Spiel vertrauten Zuschauer schreien rein: "Gib ab! Spiel den Paß!" Nur leider bringt das Kind den Ball nicht os, weil keiner der kleinen Kicker durch seinen Laufweg OHNE BALL das Spiel gestaltet hat. Der Spieler mit dem Ball mus das erkennen - ja, das stimmt. Aber eingeleitet wird der Spielzug immer vom Spieler ohne Ball.


    Das ist ja sogar im Kreisklassenfußball so.

    Z.B. Maradona, man mag von ihm als Mensch halten was man will, aber als Spieler hat er Neapel zu einmaligen Erfolgen verholfen und Argentinien zum Titel.


    Wer ist Maradonna? Spielt der aktiv?


    Die Mannschaft macht das Spiel, nicht ein einzelner Spieler im modernen Fußball. Wenn ein besonders genialer Spieler dabei ist, schadet das aber nix.

    Es wird ja immer gesagt, dass der DFB ein 3-3 empfiehlt. Zugegebenermaßen habe ich aber noch nie ein DFB Dokument gesehen in dem das steht - bzw. habe es immer überlesen (trotzdem halte ich es unter'm Strich für das Praktikabelste). Kennt einer eine offizielle DFB Quelle?

    brauchen wir z.B. noch einen echten Zehner?


    Nein. "DER" Spielmacher ist ein Relikt aus dem 70er Jahre Fußball. Im ball- und raumorientierten Fußball sind alle Spieler OHNE Ball die Spielmacher. Das fängt damit an, dass der Pass vom Spieler ohne Ball initiiert wird, geht über gruppentaktische Verhaltensweisen wie z.B. "einer geht/ einer kommt" bis hin zu mannschaftstaktischen Manövern.


    Oder anders: Der Spielmacher ist die Mannschaft.

    Wie DFB Richtlinien? Es gibt DIE DFB Richtlinien? Wo kann ich die runterladen? Oder meinst Du die DFB Jugendordnung?


    Dort steht:


    § 8a
    Spielfeldgröße und Anzahl der Spieler/Spielerinnen


    1. Bei den G- bis E-Junioren/Juniorinnen wird auf einem verkleinerten Spielfeld gespielt. Die Mannschaften der G-Junioren/Juniorinnen bestehen aus bis zu sechs, die Mannschaften der F-Junioren/Juniorinnen und E-Junioren/Juniorinnen aus bis zu sieben Spielern/Spielerinnen. Die Größe der Tore beträgt bis zu 5 x 2 m.


    Also das ist den Landesverbänden schon grundsätzlich freigestellt ggf. auch mit 6 Kindern zu kicken - so verstehe ich das. Wir (BFV) spielen allerdings auch mit 6 kleinen Messis und einem Neuer.


    Anonsten: 2-2-2 ist aus meiner Sicht ja sowieso aussen vor in der F. Zu viel Platz, zu viel Lücken. 2-1-2-1 ist im Endeffekt ne offensive Variante von 3-3 so wie 3-2-1 ne defensive Variante des 3-3 mit einrückenden Aussen bei gegnerischem Ballbesitz ist/sein kann.


    Das was Du mit den schrägen Passwegen ansprichst ist m.E. der Nachteil eines reinen 3-3. Allerdings ist der aus meiner Sicht theoretisch, da - zumindest meine Jungs - eh nie auf einer Linie agieren. :) ;)

    ABBA - The winner takes it all
    Queen - We are the champions - no time for losers


    Will sagen: Wo Geld im Spiel ist, da geht es nur um die Spitze - der Rest ist uninteressant. Das ist aber in allen Sportarten so. In Deutschland ist es besonders schlimm: Der Zweite ist der erste Verlierer.


    Profisport ist in erster Linie Geschäft - um den Sport an sich geht es zunächst(!) nicht. Der Sport ist nur Mittel zum Zweck.


    Allein die 2. Liga ist ja schon grenzwertig.

    und sind absolut dafür Verantwortlich das ihr Kind pünktlich zu allen Terminen erscheint.


    Das hängt doch vom Alter und der Lebenssituation ab. Je nach Situation (Dorf oder Stadt etc.) können die ab - sagen wir mal D-Jug. - zu 90% selbst zum Training kommen (Fahrrad). Natürlich stehen sie unter der Fuchtel der Eltern, wenn die sagen wir fahren in Urlaub, dann hat der Kerl ein Problem.


    Ich erwarte von meinen Spielern ab dem D Alter auf und neben dem Platz eine gehörige Portion Eigenverantwortung.

    Alex, guter Beitrag. Etwas habe ich hinzuzufügen.


    Ich kenne den Dorfverein (das ist meiner ;) ) das NLZ (und ich meine die Verbands NLZ und nicht die BuLi Dinger) und ein klein wenig die Arbeit der Verbandsauswahltrainer. Dorfverein ist sicher nicht Dorfverein, aber: Du solltest hier tatsächlich immer vom Schlimmsten ausgehen. Das triftt die Realität am nächsten. Die Löblichen Ausnahmen bestätigen die Regel.


    In den NLZ wird schon recht konsequent gearbeitet. Die Trainer sind gut qualifiziert - einige sogar sehr gut. Die trainieren mit dem jungen D-Jugendjahrgang 3x die Woche.


    Es geht dabei auch nicht um die einzelne Übung. Solche kann sich - mit Verlaub - jeder Depp aus dem Internet oder aus Büchern holen. Die werden halt dann mehr oder weniger in Schrotschußmanier ins Jahr eignestreut. Es geht aber bei einer langfristigen Leistungsentwicklung um - wie man in der Trainingsplanung sagt - die Makro und Mesozyklen. Also um die Strukturierung der Inhalte über mittlere und lange Zeiträume; individuell angepasst auf die einzelnen Spieler. Hier hat der Frosch die locken und dazu braucht man Know-how.


    Es geht auch nicht nur um fußballerische Inhalte. Leistungssport ist viel mehr. Das beginnt bei der Know-how Vermittlung an den Jungen Sportler ("Mündiger Sportler") geht über psychologische Betreuung, mentales Training bis hin zur ganzheitlichen körperlichen Ausbildung. Und hier haben die VerbandsLZ und aber die BuLi Dinger schon deutlich bessere Infrastruktur, mehr Personal und besser qualifiziertes Personal. Insofern kochen die schon mit nem "anderen" Wasser.


    Dann ist es ja auch so, dass ein etwaiges Talent - und da bin ich bei den Vorschreibern - auch mit den Anforderungen wachsen wird. Es ist wohl schon so, dass die Möglichkeit regelmäßig mit und gegen andere Talente zu spielen eine notwendige Voraussetzung ist. Sie ist natürlich nicht hinreichend - das ist klar.


    Bei der Frage nach dem Zeitpunkt: Leistungssportler aller Sportarten werden beim Einstieg immer jünger (andererseits wird Leistungssport auch von immer älteren - sofern gesund - betrieben aber das ist ein anderes Thema). Insofern, wenn wir davon sprechen alles erreichen zu wollen, denke ich schon, dass ein Talent (die Antwort auf die Frage wie man es zuverlässig erkennt würde uns alle reich machen) im ersten D-Jug. Jahr "unter Gleichen" spielen sollte.


    So einer wie der Schweini hat ja lange keine große Rolle in den Auswahlmannschaften gespielt, ich glaube erst in der C-Jug. hat er sich für Fußball und gegen Skifahren entschieden. Aber sogar bei so nem Spätentwickler hat das "nur" 2 Jahre länger gedauert.


    Karl Valentin hat schon gesagt: Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen. Recht hat er.


    Fazit: Ich denke, dass ein echtes Talent so schnell wie möglich in eine Umgebung gehört, in der es professionell gefördert und Ausgebildet wird. Das kann der Dorfverein nicht leisten. Z.B. Ich möchte mal sehen wie die meisten das D9 Konzept auf dem Platz umsetzen - da wird's einem Grausen fürchte ich!