Alex, guter Beitrag. Etwas habe ich hinzuzufügen.
Ich kenne den Dorfverein (das ist meiner
) das NLZ (und ich meine die Verbands NLZ und nicht die BuLi Dinger) und ein klein wenig die Arbeit der Verbandsauswahltrainer. Dorfverein ist sicher nicht Dorfverein, aber: Du solltest hier tatsächlich immer vom Schlimmsten ausgehen. Das triftt die Realität am nächsten. Die Löblichen Ausnahmen bestätigen die Regel.
In den NLZ wird schon recht konsequent gearbeitet. Die Trainer sind gut qualifiziert - einige sogar sehr gut. Die trainieren mit dem jungen D-Jugendjahrgang 3x die Woche.
Es geht dabei auch nicht um die einzelne Übung. Solche kann sich - mit Verlaub - jeder Depp aus dem Internet oder aus Büchern holen. Die werden halt dann mehr oder weniger in Schrotschußmanier ins Jahr eignestreut. Es geht aber bei einer langfristigen Leistungsentwicklung um - wie man in der Trainingsplanung sagt - die Makro und Mesozyklen. Also um die Strukturierung der Inhalte über mittlere und lange Zeiträume; individuell angepasst auf die einzelnen Spieler. Hier hat der Frosch die locken und dazu braucht man Know-how.
Es geht auch nicht nur um fußballerische Inhalte. Leistungssport ist viel mehr. Das beginnt bei der Know-how Vermittlung an den Jungen Sportler ("Mündiger Sportler") geht über psychologische Betreuung, mentales Training bis hin zur ganzheitlichen körperlichen Ausbildung. Und hier haben die VerbandsLZ und aber die BuLi Dinger schon deutlich bessere Infrastruktur, mehr Personal und besser qualifiziertes Personal. Insofern kochen die schon mit nem "anderen" Wasser.
Dann ist es ja auch so, dass ein etwaiges Talent - und da bin ich bei den Vorschreibern - auch mit den Anforderungen wachsen wird. Es ist wohl schon so, dass die Möglichkeit regelmäßig mit und gegen andere Talente zu spielen eine notwendige Voraussetzung ist. Sie ist natürlich nicht hinreichend - das ist klar.
Bei der Frage nach dem Zeitpunkt: Leistungssportler aller Sportarten werden beim Einstieg immer jünger (andererseits wird Leistungssport auch von immer älteren - sofern gesund - betrieben aber das ist ein anderes Thema). Insofern, wenn wir davon sprechen alles erreichen zu wollen, denke ich schon, dass ein Talent (die Antwort auf die Frage wie man es zuverlässig erkennt würde uns alle reich machen) im ersten D-Jug. Jahr "unter Gleichen" spielen sollte.
So einer wie der Schweini hat ja lange keine große Rolle in den Auswahlmannschaften gespielt, ich glaube erst in der C-Jug. hat er sich für Fußball und gegen Skifahren entschieden. Aber sogar bei so nem Spätentwickler hat das "nur" 2 Jahre länger gedauert.
Karl Valentin hat schon gesagt: Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen. Recht hat er.
Fazit: Ich denke, dass ein echtes Talent so schnell wie möglich in eine Umgebung gehört, in der es professionell gefördert und Ausgebildet wird. Das kann der Dorfverein nicht leisten. Z.B. Ich möchte mal sehen wie die meisten das D9 Konzept auf dem Platz umsetzen - da wird's einem Grausen fürchte ich!