Beiträge von Steini

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    Hab ich das richtig verstanden ? Es geht also um Eure älteren E-Jugendlichen ( deren Trainer Du bist ) und jetzige D-Jugendliche um eine D2 im Spielbetrieb zu halten, deren Grundgerüst ( wie abgesprochen oder auch nicht ) halten zu können ? Und wohl keine festen Ansprechpartner ( =Trainer ) haben werden ?


    Was ist denn Dein Bauchgefühl ?

    Viele Trainer wissen trotzdem alles besser, weil sie ja schon als Jugendliche in der Dingsbumsliga erfolgreich Vorstopper oder Libero gespielt haben. In deren Birne passen vielleicht 5 Liter Weizenbier, aber keine neuen Erkenntnisse, egal wie viele Schulungen Du veranstaltest.

    You made my day :thumbup:

    Grundsätzlich bin ich der Auffassung das auch und gerade bei gewünschten gruppen-/mannschaftstaktischen Abläufen zu oft zu schnell auf und in großen Räumen trainiert wird, da die Spieler dies doch auch im Spiel auf dem gesamten Feld anwenden sollen. Ich hatte kürzlich zwei TE'en mit 20 C-Jugendlichen Bezirksliga. Thema war "schneller Spielaufbau von hinten mit komplettem Seitenwechsel" bevor ein Pass in die Tiefe nach vorne erfolgen durfte. Dafür brauchten wir vertikal nur eine Hälfte der Platzhälfte. Meine Philosophie ist da eher: Was sie auf engstem Raum im Training an Erfahrungen sammeln, können sie im Spiel mit mehr Platz als Alternative abrufen. Im besten Fall automatisiert, was jedoch mMn dann nur im absoluten Leistungsbereich so auch tatsächlich zu sehen ist. Der von TW-Trainer hier gegebene Hinweis, der vielleicht untergehen könnte wenn es zu "Systembedingt" abdriftet ( obwohl ich auch diese Diskussionen sehr interessant finde ), ist für mich vom praktischen Ablauf ideal und ich würde ihn mit 24-28 Spielern auf einer Platzhäflte so machen: Platzhälfte in der Länge halbieren und Spielformen im 6:6 durchführen.


    EL-Fenomeno

    aber der Stürmer oftmals vollkommen alleine da steht, weil der Rest einfach nicht effektiv nachrückt.

    Ich habe also von Anfang an schlichtweg das schnelle Kurzpassspiel mit 1-2 Kontakten trainiert. Das Ding ist nur, dass wir keine wirkliche Tiefe in uner Spiel bekommen. Unser Stürmer und die Offensiv-Reihe dahinter steht immer relativ zurück gezogen so dass wir das Überspielen einer Linie so gut wie gar nicht anwenden können.

    Der erste Teil ist für mich der Entscheidende. Ist aber auch gleichzeitig eine "Erscheinungsform", die zugleich häufig vorkommt als auch sehr langwierig zu trainieren ist, bis sie sich abschwächt. Dauerhafte Antizipation ist hier der Schlüsselbereich. Dein Gedanke mit dem Kurzpassspiel für diesen Bereich ist ja richtig. Bedingt ja, dass möglichst viele Spieler anspielbar sind. Okay. Dann möchtest Du das Spiel ( den Pass ) in die Tiefe. Selektiv trainiert kein Thema. Was passiert aber bei dem erfolgten Pass in die Tiefe mit dem Passgeber und den ihn seiner nähe stehenden Mitspielern ? Sie bleiben stehen. Oder im günstigen Fall rückt er mit einem weiteren nach. Mit wie vielen Mitspielern ? Ich vermute hier Dein Problem. Wie kann man dem entgegnen ? Jetzt kannst Du zwei Trainingsmethodiken anwenden: Auf ganzer Platzhälfte mit Einfrieren und Erläuterungen. Oder mit entsprechend "gelenkter" ( haut nicht drauf, mir fällt kein besserer Begriff ein :S ) Motivation. Spielformen mit Provoregeln.

    Hinführende Spielformen:
    1. nur 2 Ballkontakte im eigenen Drittel (damit trainiert man einen zügigen Spielaufbau und vermeidet ein gegnerisches Angriffspressing)
    2. Zeitlimit zwischen Balleroberung und Torabschluß setzen, wenn der Spielaufbau gut klappt (damit stellt man das Timing für die nachrückenden Positionen ein)

    Das z.B. sind sehr feine Stellschrauben für einen Trainer. Wäre einen eigenen Thread wert, wie man für gruppen-/mannschaftstaktische Abläufe kleine Coachingpunkte setzt, die im Gesamten große Wirkung zeigen. Und zwar ohne große Erklärungen.
    In Deinem Fall wäre mein Fokus also auf das Nachrücken des Mittelfeldes als Anspielstation für den Spieler.


    Also für die Praxis: Die Platzhälfte in der Länge nochmal hälften. Auf beiden Spielfelder ( halte hier nichts von seperaten Übungsformen für den "Rest", aber anderes Thema ). Pro Spielhälfte 6:6 mindestens zwei, obtimalerweise drei Zonen. Auf jeweils zwei Minitore. Machst Du hier nur ein Spiel auf ein Kleinfeldtor machen die abwehrenden Spieler den betreffenden Raum automatisch dicht und Du trainierst kontraproduktiv aufgrund mangelnder Erfolgserlebnisse. "Siehste. Wieder Ballverlust. Da bleib ich lieber gleich hinten." Regeln sind hier: Tor durch Stürmer zählt einfach. Tor ( nach Ablage ) durch nachrückenden Spieler zählt doppelt.


    Und wenn alle Spieler der angreifenden Mannschaft beim Abschluss in Zone Zwei bzw. Drei sind... zählt es dreifach. Mach das mal ´ne Zeitlang kontinuierlich im Abschlussspiel und vergrößere das Spielfeld nach und nach immer mehr.

    Trainer E Jugend
    Auch von mir ein paar Tipps. Vielleicht ist was für Dich dabei, dann such Dir die für Dich passenden raus.
    Ich bin kein Freund von Mannschaften oder Gruppen wählen lassen. Das ist wieder Leerlauf, es kommt Unruhe rein und Kinder sind beim Wählen gnadenlos und nehmen zunächst nur die Besten. Wie geht es da wohl den zuletzt gewählten ? Halte ich nichts von.


    Insbesondere der Trainingsanfang sollte in klaren, wiederkehrenden Strukturen ablaufen. Für die Kinder ist dies sehr wichtig. Mein Ablauf damals von Bambini bis einschließlich E: Jeder holt sich einen Ball. Mit vier Hütchen ist ein Quadrat abgesteckt, wo die Bälle zu Anfang, während der Trainingseinheit wenn nicht alle Bälle benötigt werden und zum Ende vor dem Abschlussspiel abgelegt werden. Fehlt ein Ball, haben alle das Problem und es wird im Team danach gesucht. An dieser Stelle kurz zu Deinen ständig verspäteten Schützlingen. Nach meinen Erfahrungen können die Kinder am Wenigsten dafür. Mama oder Papa hatten vorher noch was ganz wichtiges zu tun und konnten daher nicht eher los. Seltsamerweise bei fast jedem Training und immer die gleichen Kandidaten. Bevor Du also jemand zum Runden Laufen schickst, frag doch mal die Kinder im lockeren Gespräch woran es liegt. Ich hatte damals eine Mutter, die immer mindestens 10 Minuten zu spät kam. Da es eine Fahrgemeinschaft war, kamen so gleich drei Jungs später. Hier gibt es nur eins: Vier-Augen Gespräch. Kurz ergründen ob dies triftige Gründe hat. Im vorliegenden Fall wusste ich von den anderen beiden Müttern, dass dies nicht so war und sie ebenfalls genervt waren. Die Mutter hat eine klare und unmissverständliche Ansage von mir bekommen. Danach war der Junge immer pünktlich da. Also erst ergründen ob das Kind da überhaupt was dafür kann. Wahlweise kannst Du ja die Mutter oder den Vater Runden laufen lassen -).


    Zum Trainingsanfang zurück. Ich hatte immer ein kleines abgestecktes Feld mit Minitoren aufgebaut. Beim ersten Eintrudeln noch Leibchen verteilt, den Rest der Leibchen an den Spielfeldrand gelegt. Die haben sich die Nachzügler genommen. Klappte immer, selbst in der Bambini. Du hast währenddessen genug Zeit vielleicht noch am Aufbau der TE zu feilen. Auch gleich an dieser Stelle: "Meine" Eltern wussten immer, dass ich vor und während der TE nur für die Kinder ansprechbar bin. Elternsprechzeit war nach dem Training. Kein Thema und ich habe mir dafür alle Zeit der Welt genommen. Ich kann es überhaupt nicht leiden, wenn ich "überhektische" Eltern vor mir habe. Ich selbst nehme mir die Zeit und kümmere mich um ihr Kind, aber sie haben ja schließlich noch tausend andere Sachen zu tun und da hat der Trainer auch vor Trainingsbeginn gefälligst zuzuhören. War mit mir nicht zu machen und auch Du solltest da Zeichen setzen. Wenn Du es also nicht schon ohnehin so machst, solltest Du unbedingt so verfahren. Teamwork ist wichtig, ist aber auch keine Einbahnstraße und auch Eltern brauchen klare Grenzen !


    Zu den Spieltagen: Ich habe die Macke, mir immer alles aufschreiben zu müssen. Notierte mir nach dem Training zuhause, wer da war, was mir am einzelnen Spieler so aufgefallen ist usw. Auch am Spieltag habe ich aufgeschrieben, wer zu Anfang wo gespielt hat. Schon aus Gründen der sicheren Rotation und der Anfangsformationen, sprich das jedes Kind mal anfängt bzw. erst auf der Bank sitzt. Bei 16 Spielern kann ich Dir da auch nur zu raten.
    Zusätzlich habe ich die Eltern gebeten, sich um Cafeteria selbst zu kümmern. Und ganz wichtig, hier auch gleich einen "Platzdienst" einzuteilen. Ich hab's nicht eingesehen, auch noch Tore, Fahnen usw. aufzustellen. Da gibt es genug Väter, die gern eine Minute vor Spielbeginn mit den Händen in den Taschen auf dem Gelände erschienen. Zumindest von Trainerkollegen so gehört, die davon äußerst genervt und gestresst waren. Meine Elternschaft kann ich da nur lobend erwähnen. Das mögen alles Kleinigkeiten sein, ergeben aber in der Gesamtheit ein Konstrukt, dass möglichst stressfrei sein sollte. Du hast genug mit den Kindern zu tun und auch das Recht, Hilfe von anderen einzufordern.

    Was Dich und Dein Vorgehen betrifft, gibt es nicht viel mehr zu sagen als: Weiter so. Hört sich sehr gut an, was Du da so schreibst. Besonders mit dem Hinten raus spielen und Geduld haben. Mit der Einstellung bist Du schon mal ganz ganz weit vorne ! Das gilt wohl auch für Deinen Vorgänger. Rotation ist für viele in diesen Altersklassen ein Fremdwort.
    Eines vielleicht als Tipp: Pass und Annahme und dann Torschuss bzw. Finten und Hütchen als imaginärer Gegenspieler und dann Torschuss. Vermutlich der Übungsaufbau mit Blick- und Laufrichtung Tor ? Ich halte im Zusammenhang mit einem Torabschluss wenig von dieser Trainingsmethodik. Oft wird wahlweise zum Hütchen ein "halbaktiver" Gegenspieler genommen. Dann bitte doch das Hütchen. Wenn ich mit meiner E damals überhaupt Technikübungen mit Torabschluss gemacht habe ( und das habe ich fast ausschließlich im Bereich Ballmitnahme mit dem Rücken zum Tor ) dann war für die Jungs Vollgas angesagt. Den Abschluss schnellstmöglich suchen. Hütchen und halbaktive Gegenspieler hören sich nicht danach an, oder ? Mach es lieber getrennt. Vorher kurzer Technikteil mit vielen Wiederholungen. Aber sobald es auf die Bude geht, gibt es kein Halten mehr.
    Schau mal hier im Forum unter Trainingsübungen, da hat @Schimmi eine Übung reingestellt. Muss jetzt nicht genau diese Übung sein und es sind hier noch reichlich andere davon zu finden, aber Art, Aufbau und Sinn sollte mMn hauptsächlicher Betandteil in einem E-Jugendtraining sein. Man benötigt wenig Materialen, ist schnell aufgebaut und zum exakten Coaching super geeignet. Stellschrauben zum Erhöhen von Zeit-, Raum- und Gegnerdruck ( in der Reihenfolge ) genug vorhanden. Das meinte ich mit viel 1:1. Übrigens eine Methodik die auch hier im örtlichen Stützpunkt in der D-Jugend einen hohen prozentualen Anteil einnimmt.
    Wichtig wäre für mich ( und da komme ich gleich zu ) wäre in Deinem Fall eher der mentale Bereich. Ihr solltet in der nächsten Zeit sehr stark im ausschließlich positiven Bereich coachen, d.h. bei richtiger Ausführung kurzes knackiges Lob. Fallen Euch technische Unzulänglichkeiten ( welche gehäuft auftreten ) auf, merken und in großer Runde dann allgemein ansprechen bzw. Richtig vormachen. Für Euch, so scheint mir, ist jetzt Aufbauarbeit angesagt.


    Denn ich glaube Euer Hauptproblem liegt ganz woanders und auch als Trainer sind einem manchmal klare Grenzen gesetzt. Da kannst Du noch so tolle Aufbauarbeit leisten, dass wird oft am Küchentisch mit dem A.... wieder umgerissen.
    Ein Gespräch würde ich nur alleine führen, wenn ich den Vater sehr gut kennen würde. Zum Elternabend würde ich den JL dazu bitten.
    Das mit dem "die Halle verlassen" ( wenn es denn als Demonstration der Unzufriedenheit gemeint war ) finde ich sehr heftig. Da scheint mir einiges im Argen und das wirst Du nicht alleine lösen können.

    Moin kirsche und herzlich Willkommen im Forum. Jo, hier bist Du richtig. Alles "Leidensgenossen" hier -).
    Mir springen da so ein paar Punkte in Deinem Posting ins Auge, die mich zu einer Vermutung über eine Ursache bringen. Muss aber erstmal nachfragen.
    Du hast sie ja übernommen. Weißt Du wie sie vorher trainiert wurden ? Also was da so für Schwerpunkte waren ? Und auch wie trainiert wurde, also was die Trainingsmethodik angeht ? Und wie wurde das bei Spielen/Turnieren gehandhabt was die "Aufstellung" betrifft ? Wurde rotiert oder fest nach Positionen gespielt ? Du schreibst sie seien spielstark. Vermute ich richtig, dass Du damit ihr Zusammenspiel gegen andere Mannschaften meinst ?
    Und zu Deiner Situation: Machst Du das Training alleine oder hast Du einen Co. ? Ich frage das, weil es wichtig für weitere Tipps bezüglich des zukünftigen Trainings ist. Das sollte nämlich in allen Technikschwerpunkten 1:1 in allen Variationen enthalten. Bist Du alleine, so ist das auch kein Problem, der Übungsaufbau ist nur ein anderer. Insgesamt kann man jetzt schon sagen: Keine Panik ! Das ist eine E und da ist die Entwicklungskurve wie eine Achterbahn. Allerdings stolpere ich bei dem Posting ein wenig über den Punkt, dass Du "Formschwankungen" anhand von zwei Turnieren analysierst. Innerhalb dieser Altersklasse ist man Individualtrainer. Turniere/Spiele sind eine zusätzliche Trainingseinheit. Punkt.
    Und wie stehst Du zu dem Punkt Rotation, also in der gesamten E keine Positionsfixierung.


    Es ist nur eine Vermutung, aber könnte es sein das Du Dich von den Erfolgen der Vergangenheit selbst etwas unter Druck setzt ? So nach dem Motto: Jetzt habe ich einen Meister der F übernommen und es muss doch auch so weitergehen !?


    Da komme ich zu einem Punkt, der mir fast am Wichtigsten erscheint. Der Druck der Eltern. Das hört sich nun überhaupt nicht gut an. Lief wohl so toll in der letzten Zeit. Ist ja auch nichts verwerfliches wenn man sich mit seinem Kind über Erfolge freut. Es wird nur dann grenzwertig, wenn man dies von Kindern auch für die Zukunft erwartet oder sogar einfordert. Dazu aber zwei Fragen:
    Kennst Du die Eltern oder habt Ihr vorher mal einen Elternabend gemacht, wo Du Dich und Deine Ziele dargestellt hast ?
    Und wie äußert sich denn dieser Druck der Eltern ?

    Alles klar. Das kann ich so dann nachvollziehen. Ich dachte schon ihr Recherchefüchse habt wieder mehr rausgefunden was die Trainingsinhalte dort angeht.

    Wenn ich mal so die letzten Monate wenn nicht Jahre hier im Forum Revue passieren lasse, so hat nach meinem Eindruck die überwiegende Mehrheit gewisse Kernpunkte oder Grundvoraussetzungen was für sie einen gut geführten Verein ausmacht. Für mich übrigens auch. Ich möchte das auch gar nicht auf die Schiene "Breitensport oder Leistungsverein" bringen. Wir reden hier von einer E. Das ist für mich Kinderfußball. Ich möchte ganz Allgemein die Punkte aufführen, die oft genannt werden.
    - Klare Strukturen mit dem Posten des Jugendleiters ( Ansprechpartner für Trainer und Eltern, Bindeglied zum Vorstand usw. ).
    - Ein durchgehendes, auf Nachhaltigkeit setzendes und für alle Trainer/-innen bindendes Ausbildungskonzept ( oder für Dich TW-Trainer meinetwegen auch Leitfaden 8)) von Bambini bis A-Jugend. Stichwort: Niemand kann sein eigenes Süppchen kochen. Und wir haben hier im Forum ja auch einige User, die selbst schon eins erstellt bzw. daran mitgewirkt haben.
    - Einen Beitrag der durchaus auch höher sein darf, wenn gesichert ist, dass dieser ausschließlich für die Jugendabteilung verwendet wird. Die Höhe des Beitrages muss dabei auch soziale Gesichtspunkte berücksichtigen. Hier hat Andre mehrfach Möglichkeiten ( ab drittem Kind Beitragsfrei usw. ) aufgeführt und daher spare ich mir das hier.
    - Möglichst hohe Qualifizierung der Trainer/-innen. Dies können Lizenzen, aber auch regelmäßige Fortbildungen für alle sein.
    Wenn ich das bis hierhin mal auf den beschriebenen Verein beziehe, so erfüllt er doch vom Grundkonstrukt alle wünschenswerten Bedingungen und hebt sich von der überwiegenden Mehrzahl der Vereine ab, die ich hier in meinem Umfeld so vor Augen habe.
    Ich staune darüber, dass aufgrund zweier verlinkter Artikel und der Homepage inhaltliche Rückschlüsse gezogen werden. tobn bezieht sich auf mein Posting und führt dabei Gründe auf, die gegen dieses Projekt/Konzept/Testdurchlauf... sprechen könnten. Das kann ich absolut nachvollziehen und stimme ihm auch zu. Es ist auch wichtig wie von einigen hier geschehen, hinsichtlich altersentsprechender Trainingsinhalte mahnend den Finger zu heben. Allerdings

    Sie werden nun, -setze ich die Dfb-Ausbildungsphilosophie zugrunde- ....nun mit Training und Trainingsthemen älterer Altersgruppen bedient, ...weil sie es ja tun können...auf Grund des höheren Entwicklungsstandes.

    Das hast Du woran erkannt ?

    Dazu....meine persönliche Meinung, dass kein Kind der Minis, F und E schaden nimmt, wenn man im Dorfverein spielt...soweit der Trainer ein herzlicher ehrlicher und fairer Typ ist.

    Stimme ich Dir voll und ganz zu. Da gehe ich aber auch andersrum auch im vorliegenden Fall von aus. Übrigens auch bei Kindern dieser Altersgruppe in einem NLZ. Sagte ich ja bereits. Diese Zeit kann ihnen keiner mehr nehmen. Ob in diesen Fällen tatsächlich die DropOut-Quote hoch ist, kann ich nicht abschätzen. Meiner Einschätzung nach nicht wegen des Trainings sondern augrund einer frühzeitigen Selektion. Aber wir haben im Forum doch einige Väter, deren Kinder im NLZ spielen bzw. gespielt haben. Die werden da ja vielleicht etwas zu sagen können.
    Und man hat hier die Absicht und das Ziel, ihnen bis zur C-Jugend die Zeit zum Entwickeln zu geben. Mal unabhängig davon, ob das tatsächlich so erreicht wird. Da bin ich ganz bei Karl. Einklagen oder einfordern werden sie das nicht können, wenn der erste Verein bei den Spielern anklopft. Dieser Grundgedanke an sich verwässert hier aber immer mehr, weil man mMn sich doch sehr in Spekulationen ergeht. Du sprichst den ( mutmaßlichen ) Gewinngedanken an und den eventuell zu entrichtenden Beitrag. Bist Du es nicht ( und ich stimme dem voll und ganz zu ) der für höhere Beiträge wirbt und diese dann ( auch ) in die Trainer investiert werden sollen ? Auch unter dem Aspekt, dass sie durch die Bezahlung und eine entsprechende Verpflichtung fast zwangsläufig an die Einhaltung des Vereinskonzeptes gebunden sind ? Wäre dann doch hier auch so ?

    bonyamin
    Ich will das im anderen Thread mal auf sich beruhen lassen, weil es zu nichts führt. Man muss auch nicht immer auf einen Nenner kommen.


    Wenn aber jemand in einem Forum schreibt das er daneben gelegen hat und sich entschuldigt, dann finde ich das schon bemerkenswert. Das macht lange nicht jeder. Respekt.


    Ich weiß: Hat überhaupt nichts mit dem Thema zu tun und bringt Dich auch nicht weiter -)


    Wollte ich trotzdem loswerden.

    Da hat mir Manndecker ja schon richtig Schreibarbeit abgenommen :)Beziehe ich mich einfach drauf. Ist doch genau das, was wir hier ständig einfordern. Ein Konzept mit gut ausgebildetem Personal und klarer Struktur.


    Ich wollte noch auf etwas anderes hinaus. Ihr kennt mich ja hier und ich werde beim Thema "Talentsichtung" ( ich nenne es jetzt der Einfachheit halber unter dem Oberbegriff "Talent" ) bis U11 nie müde zu erwähnen, dass ich dies aus mehreren Gründen für Kaffeesatzleserei halte. Anderes Thema.
    Ich vergleiche dieses Projekt hier nun mit den NLZ'en. Auch dort wird gescoutet und einige haben eine U11. Andere fangen erst bei U12 an. Pro und Contra lasse ich einfach mal weg. Hatten wir alles schon.


    Was unterscheidet nun aber dieses Projekt davon ? Für mich ganz klar die Intention, alle Jungs bis zur C auf diesem Weg mitzunehmen und keinen auszuschließen. Nennen wir es beim Namen: Selektion im Kindes- und Jugendalter. Daumen hoch, Daumen runter.
    Logisch kommen da weitere Jungs dazu. Wenn ich das richtig verstanden habe aber findet auch hier nur eine limitierte Aufnahme statt. Und das ist für mich der springende Punkt. Wenn die es tatsächlich konsequent durchziehen, könnten sie hier Vorreiter für die Talentförderung sein. Motto: Wir geben unseren Jungs Zeit. Wir kalkulieren ein, dass ihr Entwicklungsprozess Schwankungen unterliegt. Der Weg ist das Ziel. Und mal so ausser der Reihe, bevor die Einwände kommen "Was ist, wenn sie dann ausscheiden ?". Jo, will ich gar nicht verschweigen das dies passieren kann. Aber bis dahin hatten sie ne geile Zeit mit Training unter fachkundlicher Begleitung, Spiele gegen NLZ'en von Bundesligisten, internationale Turniere usw. Wer hat denn dadurch einen Nachteil ? Das kann ihnen keiner mehr nehmen.


    Aber eine nachhaltige, zukunftsorientierte Ausbildung mit ausgebildeten Trainern, in einem Konzept eingebettet was den Kindern über Jahre Zeit zur Entwicklung gibt...


    Ob nun am Ende tatsächlich der gewünschte Erfolg dabei rauskommt, ist für mich ehrlich geagt sekundär. Klar kann man erst mal das Haar in der Suppe suchen und alles aufführen, was schief gehen könnte / gegen eine solche Idee sprechen könnte. Oder man startet einfach und reflektiert während des Prozesses.
    Unter dem Aspekt der Nicht-Selektion finde ich das geradezu grandios was die da vorhaben.

    Durch den zweiten Artikel fühle ich mich in meiner Kritik am ersten bestätigt. Der war mir zu positiv eingefärbt und mehr Neutralität hätte der Sache zur Meinungsbildung gut getan. So kann tatsächlich das heraus kommen, was Praios angesprochen hat: Neid und Missgunst. Als Hintergrundwissen wäre für mich noch sehr wichtig, wie diese Jungs gescoutet wurden und der Umgang mit dem abgebenden Verein. Die standen ja sicherlich nicht vereinslos vor der Tür und baten um Eintritt. Und zufällig waren sie dann noch hinsichtlich ihres fußballerischen Entwicklungsstandes in Relation zu ihrem Alter für dieses Projekt geeignet. Wenn da alles klar und transparent abgelaufen ist, finde ich das in Ordnung. Das aber können nur Beteiligte aus den abgebenden Vereinen oder die Eltern der Kinder beurteilen. Nichtsdestotrotz kann ich verstehen, wenn aus diesen Vereinen dann Kritik kommt und das muss dann nicht immer Neid und Missgunst sein.


    Ich hatte mich im ersten Posting bezüglich einer Bewertung dieses Projektes gänzlich zurück gehalten und bleibe auch dabei, diesen konkreten Fall nur aus nächster Nähe beurteilen zu können. Bei der fußballerischen Vita der beteiligten Protagonisten gehe ich schlicht und ergreifend vom entsprechenden Fachwissen aus. Ist okay wenn Andre seine Skepsis hinsichtlich altersentsprechender Themen zum Ausdruck bringt. Im zweiten Artikel wird aber auch z.B. der Fokus auf spielsituative Annahme angesprochen. Eindeutig individualtechnisch/-taktischer Bereich und damit für mich ein deutlicher Hinweis darauf, dass die voll im altersgerechten Ausbildungsbereich liegen. Hört sich für mich sehr positiv an.
    Schwierig ist an Projekten ( auch außerhalb des Fußballs ) das man als Involvierter auch überziehen kann oder sich von schnellen Erfolgen blenden bzw. sich bei Stagnation oder Misserfolgen beeinflussen lässt. Wenn sie schlau sind, lassen sie einen möglichst Neutralen diesen Prozess begleiten und hören auf ihn, wenn er Kritikpunkte hat. Und vor allem ( und das hat mich am ersten Artikel so gestört ) das sie die Eltern entsprechend informieren und während der gesamten Zeit auch hier am Ball bleiben, dass es um eine optimale Ausbildung und nicht um eine spätere Fußballkarriere geht. Wer könnte es ihnen besser vermitteln, wie schwer ( und unwahrscheinlich ) ein solcher Gang ist, als diese Beiden mit ihrem fußballerischen Hintergrund ?
    Aber Zeit die Hosen runter zu lassen: Ich finde diese Idee / dieses Projekt großartig ! Nochmal: Den konkreten Fall kann ich nicht beurteilen. Und dieses Herausheben von Ergebnissen ( übrigens würde ich als Trainer bei einem 26:2 Sieg meiner Mannschaft wahrscheinlich auch positive Ansätze erkennen ) sollten sie lassen. Das beeindruckt mich nach wie vor nicht und langweilt mich eher. Keine Kunst. Bleibe ich bei und hoffe, dass sie ein Neutraler mal darauf hinweist, dass dies auch im Sinne des Projektes uninteressant ist.
    Aber das angestrebte Ziel bzw. der Grund ist mMn im zweiten Artikel deutlich geworden. Die haben es nun in der Vergangenheit geschafft ihre C/B/A Mannschaften höherklassiger zu bekommen. Ist das etwas verwerfliches ? Nö. Jeder der in diesem Bereich tätig ist weiß wie schwierig es ist, die Spieler hierfür aus dem eigenen Nachwuchs zu generieren. Wunsch und Ziel ist das natürlich, aber für den weit überwiegenden Teil der Vereine nicht zu gewährleisten. Und hier versuchen die Beteiligten den Fokus schon auf die Ausbildung der jüngeren Altersklassen zu legen. Ist das nicht etwas, was wir auch hier im Forum so gerne wollen ??
    Die Zeit rennt. Mus da später noch unbedingt etwas zu ergänzen um zu verdeutlichen, warum ich, je länger ich darüber nachdenke, dieses Projekt richtig gut finde.

    Erst bei sich selber anfangen bonyamin.
    Ich hatte extra gefragt wie lange das denn dauern soll. Von 5 Tagen hattest Du nix geschrieben. Das dann 40 Euro nicht viel sind, wäre mir auch klar gewesen. Viel Input zu Anfang ergibt gezielte Tipps.


    Nur mal so für die Zukunft...

    200 € nur für die Unterbringung/Platzmiete usw. und Anfahrt und Freizeit kommen noch hinzu ? Was hast Du denn vor ? Vielleicht hat es hier schon jemand gemacht und rät eher ab.
    Oder was hast Du grundsätzlich vor und wie lange soll das gehen ? Vielleicht kommen hier ja gute Ratschläge, die wesentlich billiger sind.


    Erster Ansprechpartner wäre für mich der Verein. Der sollte sich auch mit Zuschüssen auskennen. Dann hat man einen Grundpreis und bespricht den mit den Eltern.

    Kann man vermutlichen nur bewerten, wenn man vor Ort ist. Hochinteressant wäre es daher für mich, wenn ein Beteiligter an diesem "Projekt" sich hier am Forum beteiligen würde. Oder vielleicht existiert ja ein Video von dieser Mannschaft im Netz. Wo sind unsere Recherchefüchse hier ?
    So bleiben für mich zu viele Fragen offen, ohne deren Antworten ich das weder positiv noch negativ finde. Beeindruckend finde ich daran bislang nichts, wie hier auch schon erwähnt wurde. Hole mir die besten Spieler zusammen und fege alle anderen Teams vom Platz. Gähn.....


    Das ist gleichzeitig das, was mich an dem Artikel am meisten stört: Er liest sich wie ein Werbeflyer. Taktik wird angesprochen aber nicht vom Autor hinterfragt, was genau damit gemeint ist. Das mit dem Keeper finde ich übrigens sehr gut. Der wird zumindest offensichtlich nicht davon abgehalten bis zur Mittellinie mit aufzurücken. Könnte aber auch am Gegner gelegen haben.


    Eltern, die eine Karriere ihrer Sprösslinge im Auge haben. Wäre auch ein interessanter Punkt gewesen, diesen kritisch zu beleuchten.


    Kinder, die "verpflichtet" werden. Das wird eher positiv da ja nachhaltig dargestellt und ebenfalls nicht kritisch hinterfragt.
    Die Kommentarfunktion ist mittlerweile abgeschaltet. Das kann verschiedene Gründe haben. Übrigens finde ich die hinterlegten Gründe für ein Abschalten einer Kommentarfunktion im Allgemeinen sehr gut dargestellt. Stichwort Trolle und Hater. Vorbildlich. Mag auch hier so gewesen sein, da dieses "Projekt" auch Neider haben wird. Aber da dürften auch wie von @rose gepostet nicht nur positive Schilderungen gestanden haben.


    Die Einheiten als solches hätten mich sehr interessiert. Spiele beeindrucken mich nicht sonderlich und wenn sie alles abschießen, was ihnen vor die Füße kommt. Meinetwegen auch NLZ Mannschaften. In der Altersklasse ohnehin oftmals Kaffeesatzleserei, auch wenn es gern anders verkauft wird.

    Grätsche
    Lese ich jetzt erst nach dem Abschicken meines Postings.


    Das ist natürlich die ganz hohe Schule. Da könnt Ihr Euch richtig was drauf einbilden, wenn Ihr das so hinbekommt. Große Klasse !!
    Machen da denn wirklich alle Trainerkollegen mit ?

    Schönes, interessantes Thema und fachlich Pro und Contra diskutiert. Geht doch ! Wollt ich nicht unerwähnt lassen.


    Den Worten von Sir Alex habe ich nicht viel hinzuzufügen. Ich schaue im Moment nur Großfeldspiele ab Bezirk. Da habe ich eine solch hoch stehende 4er Kette auch noch nicht gesehen. Und im Angriffspressing sind IVer und AVer durch entsprechende Positionieren im Raum (=kurze Laufwege) zugestellt. Zusätzlich wird das gegnerische Mittelfeld ( je nach avisierter Spielweise ) entsprechend dicht gemacht. D. h. möchte ich sie auf die Außen drängen, steht mein Mittelfeld "extrem" sichtbar kompakt im Raum 16er zum Mittelkreis. Dann will ich auch den langen Ball auf Außen bei Spieleröffnung des Gegners, um anschließend dort durch Pressing den Ballverlust zu erzwingen. Kann man sich plastisch als Keiltaktik innerhalb des Angriffspressings vorstellen. Oder man wendet eine Trichtertaktik an, wenn ich sie ins Zentrum locken möchte. Ist aber eher seltener.
    Wenn der Gegner also tatsächlich Angriffspressing spielt, ist ein eingestreuter langer Ball auch für mich ein legitimes taktisches Mittel, um der Mannschaft zu helfen. Ein oder zwei Mal angewandt sieht man dann, wie die gegnerischen Stürmer sich dann etwas zurück ziehen. Und schon sind wieder Anspielstationen zum Hinten raus spielen vorhanden. Sollte mMn immer das Ziel sein.


    Frank
    Schönes, passendes Posting. Die Ausbildung dazu fängt nämlich schon in den jüngeren Altersklassen an. Ich tippe jetzt aber mal ganz ketzerisch, dass Du im Spielbetrieb einer der Wenigen bist, die diese Geduld haben und so spielen lassen, oder ?

    einemale
    Solltet Ihr Euch für ein Bleiben im Verein entscheiden, müsst Ihr dementsprechend argumentativ gerüstet sein. Und zwar auf ausschließlich sachlicher Ebene, denn die emotionale Komponente ( "die Jungs liegen uns am Herzen" ) ehrt Euch, bringt Euch jedoch gleichzeitig auf eine ungünstige Diskussionsebene.Zum Sammeln von sachlichen Argumenten wäre in der Tat dieses Forum eine gute Möglichkeit. Aber...
    Mir ist bei solchen Threads immer sehr wichtig zu wissen, ob die Beteiligten tatsächlich von Angesicht zu Angesicht darüber gesprochen haben. Oder der neue JL die Gelegenheit hatte, seine Ansichten den beteiligten Trainern in ruhiger Atmosphäre zu erläutern. Wäre also meine erste Frage.
    Wenn er das gemacht hat, was genau will er denn ändern ? Meinetwegen habt Ihr jetzt Einteilung nach Jahrgängen und jetzt will er reine Leistungseinteilung schon ab Bambini, oder was ?


    Was genau meint er mit Erfolgen ? Soll insgesamt die Ligazugehörigkeit der Mannschaften steigen ? Wurden da Ziele benannt ?


    Ich hab immer noch nicht verstanden, was er wie konkret ändern möchte, was dann wiederum gegen die Entwicklung des Einzelnen sprechen würde ?