Beiträge von Steini

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    Auf Video aufnehmen. Wenn es geht mit Mikros auf beiden Seiten des Platzes. Dann anstatt Training im Vereinsheim auf Großleinwand das Spiel anschauen.


    Danach fragen, wie sie es ( sich ) fanden.

    Schau mal hier im Forum unter der Rubrik "Peter Schreiner". Gleich der erste Thread "Ballkorobiks". Vielleicht wäre das ja was für Dich.

    Die Überschrift ist provokant formuliert, ich weiß. Aber mal abgesehen von "gut" oder "schlecht", Verteufeln oder nicht...
    Ich mache eher die Beobachtung das die Grätsche im Vergleich zu früher fast ein aussterbendes Defensivelement geworden ist. Das Spiel ist mittlerweile so schnell geworden, die Spieler mittlerweile so gut geschult, dass man sie kaum noch sieht. Ich bin mir jetzt aber unsicher, ob ich die gleiche Definition dazu habe und frage lieber nach.
    Zodiak
    Du nennst Grätsche und Tackling in einem Atemzug und ich wundere mich ein wenig über Deine Aussage das man ihnen dies in der D/C wieder mühsam beibringen muss. Mal abgesehen von dem, was ich gerade oben erwähnt habe. Meinst Du mit Tackling und Grätsche tatsächlich das selbe ? Oder meinst Du eher den Körpereinsatz im Zweikampf ( was dann auch mittels der Grätsche "enden" könnte ) im Allgemeinen ?

    Bei diesem 99er Jahrgang stachen für mich 4 -5 Spieler heraus, weil sie eben individualtechnisch und -taktisch einen sehr guten Ist-Zustand hatten.
    Im "Normalfall" ist bei Spielern dieser Altersklasse, also ältere E / jüngere D, ein Bereich schon gut ausgeprägt, der andere im Vergleich mit reichlich Potential nach oben. Übrigens vermute ich in dem Beispiel von holzi hier den Grund der momentanen Nicht-Aufnahme ins NLZ.
    Nehme ich jetzt den 2001er Jahrgang zum Vergleich, so war er in der Gesamtheit hinsichtlich der oben beschriebenen Bereiche breiter aufgestellt, jedoch ragte dort niemand heraus. Übrigens blieb dies so für mich auch während der gesamten zwei Jahre, in denen ich bedingt durch meinen Ältesten bei vielen Funktionsspieltagen/Sichtungsturnieren diesem Jahrgang zuschaute. Natürlich nur eine begrenzte Sichtweise, ist mir völlig klar.
    Was ich damit aber verdeutlichen möchte: Die Sichtung der 01er war für die StP-Trainer wesentlich schwieriger, als für die 99er wo die herausragenden ( im Vergleich zum Rest ) Spieler sehr schnell zu erkennen waren. Und natürlich ist die Gefahr bei einer leistungshomogeneren Sichtungsgruppe höher, dass auch aufgrund der Tagesform ein Spieler durchs Raster fällt, der vielleicht in einem schwächeren Jahrgang dabei gewesen wäre. Das solllte man bedenken. Es läuft auch nichts weg und diese Entwicklungsprognosen werden mMn aus mehreren Gründen auch erst ab C wesentlich "treffgenauer". Insgesamt wird mir um die Stützpunkförderung ein viel zu großer Hype gemacht. Aber anderes Thema.
    Ich wollte dies hier nur mal anführen, weil mir es zu sehr in Richtung Persönlichkeitsstruktur des Sichtenden ( egal ob StP oder NLZ ) ging. Natürlich gibt es auch da Spreizung nach oben und unten. Was aber wird sich wohl ein StP-Trainer vom Koordinator oder ein NLZ-Trainer vom Leiter anhören müssen, wenn er aus Beziehungs- oder Sympathiegründen einen Spieler nicht genommen hat und der wenig später wo anders voll einschlägt ??


    Wären wir also beim Talent. Vieles ist hier schon angesprochen worden und christof hat es, wie ich finde, auf den Punkt gebracht. Fußballerischer Ist-Stand ist das Eine. Da kann man dran arbeiten. Grundlagen wie Schnelligkeit und Bewegungsmothorik sollten als Grundlage prozentual im hohen Bereich schon verfügbar sein.
    Für mich wesentlich interessanter ist das "mentale Grundgerüst". Beschreibt es mMn besser als "Wille". Den haben wohl alle bei einer Sichtung. Ehrgeiz und Eigenmotivation sich verbessern zu wollen trifft es auch eher. Für mich geht es schon zu Beginn mit der Körperhaltung los, geht weiter mit der Körperspannung während des Spiels. Auch und gerade wenn der Ball nicht in der Nähe ist. Und einer der wichtigsten Faktoren ist der Umgang mit negativen Erlebnissen. Ball vertendelt, Pass kommt nicht, große Chance versemmelt usw. Wie geht der Spieler damit um ? Wer kennt sie nicht, die Spielmacher in der F und E, die Top am Ball sind und das ganze Spiel entscheiden. Da hört man oft am Rand: "Das wird mal einer." Wie aber spielen sie, wenn sie auf mindestens gleichstarke Altersgenossen treffen und da klappt eben nicht alles ? Nach meinen Beobachtungen sieht man gerade da die Unterschiede. Spieler, die vielleicht noch nicht den fußballerischen Ist-Zustand haben und vielleicht sogar nie erreichen werden, machen dies durch großen Ehrgeiz wieder wett und lassen sich nicht entmutigen.
    Hier ist es mir lieber, er dreht im oberen Bereich und ich muss es eher drosseln, als durch ständige Motivation pushen zu müssen.
    Das im Gesamtpaket macht für mich ein Talent aus.

    Ich möchte hier mal eine Lanze für die Stützpunkttrainer brechen, da es nach meinem Geschmack zu sehr in die Richtung tendiert: Man muss Beziehungen haben, geht nach Sympathie, nur nach Körperstatur usw. Ich habe sowohl bei der Vorsichtung als auch beim Sichtungstraining des hier vor Ort befindlichen Stützpunktes bei den Jahrgängen 99er bis einschließlich des Jahrganges 2003 als Zuschauer teilgenommen. Bis auf den Jahrgang 2001 ( da habe ich mit meiner damaligen Mannschaft als Trainer teilgenommen ) als neutraler Zuschauer.
    Zu den Gegebenheiten, weil sie pro Verband unterschiedlich gehandhabt werden: Im NFV gibt es den Sparkassencup. An diesem müssen landesweit alle älteren E-Jugendmannschaften teilnehmen, die am Spielbetrieb angemeldet sind. Zusätzlich können auch Mannschaften aus Kindern gebildet und gemeldet werden, die in keinem Verein sind. Ich möchte jetzt hier gar nicht über Pro und Contra dieser Vorgehensweise schreiben, halte diese Form aber für wesentlich geeigneter als eine Anmeldung durch die Vereine zum Sichtungstraining. Aus welchen Gründen die Anmeldung dann auch immer erfolgt ( Sohn vom Trainer usw. ) oder nicht ( Vereinsinteressen usw.).
    Grund der Einführung dieses Cups war ja, möglichst alle Spieler eines Jahrganges auch tatsächlich Sichten zu können.
    Bei diesem Cup wird im Gruppenmodus ( 4 - X Mannschaften ) jeder gegen jeden gleichzeitig auf mehreren Feldern gespielt. Pro Feld ein Sichter. Aus diesem Turnier werden in einer Vor- und Zwischenrunde für zwei Stützpunkte ( Nord und Süd ) Spieler für das Sichtungstraining eingeladen. Zusätzlich gibt es ein NLZ, die ebenfalls fleißig scouten ( wenn sie dies nicht schon vorher bei den Punktspielrunden getan haben ).
    Zum Sichtungstraining werden aus der großen Anzahl dieser Kinder etwa 30 - 35 Spieler pro StP eingeladen. Hier wird nur gespielt. Auf Kleinfeld und pro Feld mind. ein Sichter. Am Ende des Tages werden dann ( je nach Stärke des Jahrganges ) 10 - 16 Spieler nominiert.


    Ich hatte ja nun den Vergleich von insgesamt fünf Jahrgängen und der war enorm. Bei den 99ern waren wirklich mehrere überragende ( und dazu bedarf es mehrerer Faktoren ) Spieler sowohl individualtechnisch als auch individualtaktisch ( wodurch diese Jungs eben herausragten ) dabei. Die 2000er fielen im Vergleich deutlich ab. Zwei Jungs, der Rest okay. Die 2001er in der Breite insgesamt deutlich besser besetzt. Da fällt eine Auswahl natürlich schon wesentlich schwerer ! 2002er fiel wieder etwas ab. Bei den 2003er im Vergleich wieder mehr Spieler, die aus der "Masse" hervor stachen. Vier Jungs im individualtechnischen Bereich sehr stark. Individualtaktisch einige Baustellen. Brauchen sie in ihren Heimatvereinen wohl nicht. Ist aber nur eine Vermutung und anderes Thema.
    Das wollte ich mal als Beschreibung vorweg schicken und zur Übersichtlichkeit in einem zweiten Post beschreiben warum es nicht so einfach ist, wie hier teilweise beschrieben.

    Dagged
    :thumbup:


    Siehe Überschrift. Das ist ( war ?( ) das Thema.
    Hier gibt es nun die eine Meinung, dass man vorher aufs größere Feld wechseln müsste, um die Spieler darauf vorzubereiten.
    Die andere Meinung ( die auch ich neben einigen anderen vertreten habe ) spricht sich dagegen aus.
    Argumente Für und Wider wurden zu Anfang des Threads ausgetauscht. Das Thema an sich, so kann ich es mir vorstellen, interessant sicherlich einen nicht unerheblichen Teil der Forumsleser. Da kann ( könnte ) sich dann jeder für einen Weg entscheiden, wenn er diese Pro und Contra Ansichten gegenüberstellt. Das sollte man dann auch schon jedem selbst überlassen.


    Ich würde es daher begrüßen das wir einfach bei dieser Diskussion von der Annahme ausgehen, dass jemand aus rein fachlichen Erwägungen schon in der E aufs größere Feld wechseln möchte oder eben nicht. So rein hypothetisch :rolleyes:


    Daher stelle ich ( erneut ) folgende These zur Diskussion:


    Wenn ich ausschließlich bei meiner älteren E-Jugend im individualtaktisch-technischen Bereich trainiere und dies in der Hauptsache in der Trainingsmethodik der Spielformen mit kleinen Spiel-/Trainingsfeldern und dem Hauptaugenmerk/der Intention auf "Die beste Vorbereitung auf jegliches Feld ist für mich die Vermittlung von Lösungskompetenz für unterschiedliche Spielsituationen - und dafür benötigt man kleine Felder" ( Copyright by Follkao ;) ), dann sind sie eben bestens vorbereitet. Dafür brauchen sie vorher nicht eine Sekunde aufs große Feld.

    renek
    Du hattest geschrieben, dass ihr viel Passen und Dreiecksbildung trainiert habt und das in Überzahlspielen. Nun, damit möchte ich ja die schnelle Raumüberbrückung durch Passspiel, richtig ? Oder zumindest Ballbesitz. Beides hat aber den selben Effekt. Der Zweikampf wird vermieden. Also zeigen sie genau das Verhalten, was Du in letzter Zeit trainiert hast. Übrigens kann sich bei diesem Schwerpunktthema das Spieltempo insgesamt etwas verlangsamen. Dem kann ich aber mit der Stellschraube "Zeitdruck" entgegen wirken. Anderes Thema.


    Jetzt schreibst Du, dass es das letzte Mal gut funktioniert hat mit dem 1:1. Und dann kommt ein Satz der mich vermuten lässt das Ihr vielleicht grundsätzlich Eure Trainingsmethodik überdenken solltet. Ihr wollt das jetzt "immer mit einbauen".
    Das mag in der Tat kurzfristig Besserung bringen, aber Du möchtest doch sicherlich nachhaltig ausbilden und darauf in der D aufbauen können ? Oder zumindest Dein Nachfolger ?
    Ich kann nur immer wieder davon abraten, in den Trainingsschwerpunkten von Woche zu Woche zu wechseln. Und ich muss dazu immer wissen, dass sich manche Bereiche ( zumindest kurzfristig ) konträr auswirken können. In Deinem Fall Passen und Dreiecksbildung in der Spielform. "Zwischendurch" Zweikampf, damit sie das nicht verlernen. Ähem, was genau möchtest Du jetzt eigentlich ?


    Zeit rennt, also mein Tipp für die Praxis ( und Zeitangaben sind jetzt nur grobe Richtwerte, denn Entscheidend ist die Vorgehensweise :(
    Immer im Block von 4-6 Wochen trainieren. Schwerpunkt der nächsten Wochen 1:1 in allen Variationen. Übungen wie von Zodiak gepostet. Dabei sukzessive Raum- und Gegnerdruck erhöhen. Zwischendrin immer Einheiten mit Tempodribbling und schnellem Torabschluss ( = Faktor Zeitdruck ). Dann zum Übergang des Themenschwerpunktes Überzahlspiele Offensiv im 2:1. dabei den Abwehrspieler coachen ( Anlaufen, Tempoverzögerung durch Tempoaufnahme rückwärts usw.). Hier wird ja bereits die Option des Passens geboten.
    Anschließend Passen in allen Technikformen ( Innen-/Außenseite, Sohle, Spieloffen usw.).
    Und am Ende ( und das wäre für mich zum Ende der Saison ! ) Training ausschließlich in der Spielform. Hier können sie jetzt ihr ganzes Repertoire abrufen, dass ihr ihnen vorher vermittelt habt.
    Springt also nicht in den Themen hin und her. Oder trainiert einen Bereich und wundert Euch dann, wenn sie das eine ( gewollte ) Verhalten zeigen und im anderen Bereich eher nachlassen.

    Sehr interessanter und schöner Bericht. Und es freut einen zu hören, dass es auch gut und harmonisch laufen kann.
    Müsste es öfter geben, dass Eltern aus ihrer Sicht schildern.
    Aber vielleicht war das jetzt ja ein Anstoß für diejenigen, die noch gezögert haben !?

    Andre
    Warum auch nicht ?
    Solange es Eltern gibt die wie ne Schafherde folgen.
    Die auf Besserung hoffen, weil ja nächste Saison alles besser wird.
    Und bestimmt ein Trainer gefunden wird, der in diesem tollen Umfeld ganz anders sein wird.
    Okay. Bis dahin is echt Scheiße. Aber da muss das Kind durch. Leben ist kein Ponyhof.

    Kutshek
    Wenn ich das so lese glaube ich nicht das wir Dir weiter helfen können. Du machst nämlich schon so ziemlich alles richtig. Hört sich richtig gut an.
    Und was Deine Bedenken hinsichtlich des Wechsels auf den Rasen betrifft kann ich Dich beruhigen. Anders herum ist eigentlich schwieriger. In der Halle ist der Ball schneller, er trumpft mehr usw. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich meine Jungs in der Hallenzeit technisch immer enorm weiter entwickelt hatten und das hat sich auf dem Feld bemerkbar gemacht.


    Genieß die Zeit mit den Lütten. Die werden viel zu schnell groß.

    Leute, nun lasst ihn doch erstmal antworten.
    Bei "Vorbereitung" muss man ja nicht sofort das Schlimmste vermuten nur weil er was von Freundschaftsspielen schreibt.
    Vielleicht gehen seine Gedanken oder Fragen ja in eine völlig andere Richtung. Er schreibt doch das er wissen möchte ob sich im Gegensatz zum Hallenbetrieb draußen etwas grundlegend ändert. So lese ich das zumindest heraus.
    Also ich für meinen Teil warte daher lieber erst seine konkreten Fragen ab.


    Wenn Andre mit seiner Definition richtig liegt, also dies hier tatsächlich gemeint ist, dann kann man ihm in der Tat nur raten weiter ganz in Ruhe und mit Geduld die Individualtechnik und -taktik zu schulen und die Spiele als dritte Trainingseinheit zu sehen.

    Wollt hier nur mal kurz ein Lob loswerden. Immer wieder kommt hier das Thema Passspiel ( wohlgemerkt nicht Passen an sich ), EGO Dribbler usw. in G und F auf. Ist ja auch wirklich so verlockend, weil die Mannschaft doch so toll zusammen spielt. Auch die Eltern sind begeistert, sieht es doch schon wie ( Jugend-/Erwachsenen ) Fußball aus. Und deswegen geht schickt man doch seine Kinder zum Fußball, oder ???
    Ihr sorgt hier mit Euren genau gegenteiligen Postings vielleicht bei dem einen oder anderen Mitleser ( der sich durch diesen "Druck" von Außen beeinflussen lässt oder ins Schwanken gerät ) dafür, eben nicht vom Weg abzukommen und mutige Dribbler ausbildet. Das muss das Ziel sein. Und dabei den Jungs und Mädels auch gleichzeitig Lösungsmöglichkeiten ( Passen ) auf den Weg geben. Nur so herum wird ein Schuh draus.


    Macht weiter so. Finde ich große Klasse !


    Stella
    Schön mal wieder von Dir zu hören. Was machen Deine Lütten ? Haben sie bei der Annahme schön den Kopf oben -).

    Herzlich Willkommen erstmal. Ich schätze Du hast ja ganz konkrete Fragen, die Dir auf den Nägeln brennen. Da wäre es für Dich am Hilfreichsten, wenn Du die hier einfach mal stellst. Gerade als Neueinsteiger sind das oft banale Dinge und man traut sich kaum die zu stellen. Keine, absolute keine Frage, ist zu doof als das man sie nicht stellen kann. Ging mir früher bei meinem Einstieg als Trainer im KiFu genauso und da hätte ich mir Unterstützung aus dem Verein gewünscht. Altes und leidiges Thema. Ab ins kalte Wasser und nun schwimm.


    Also möglichst viel Input (= Fragen ) sorgt für viele Antworten/Tipps und da kannst Du Dir dann die für Dich und Deine Situation passenden raus suchen.

    kidda
    Nix für ungut, aber bei Beispielen wie Deinem staune ich immer wie leidensfähig Eltern doch sein können und was die sich so gefallen lassen. Es ärgert mich allerdings auch ein wenig, weil dadurch manche Vereine schalten und walten können wie sie möchten. Ich bin bei solchen Threads immer sehr skeptisch und vorsichtig. Man hört eben nur eine Seite und die ist natürlich subjektiv geprägt. Manchmal war es im Forum so, dass sich der betreffende Trainer dann hier gemeldet hat und seine Schilderung der Dinge hörte sich dann ganz anders an. Wenn allerdings nur die Hälfte von dem stimmt was Du uns hier schilderst, dann ist es wohl einer der krassesten Fälle.
    Mal abgesehen vom Thema "unbedingt gewinnen wollen " oder Einsatzzeiten ist es für mich ein absolutes NoGo was die Sache mit den unregelmäßigen Trainingszeiten bzw. nicht bekannt gegebenen Absage des Trainings betrifft. Nur mal angenommen ein F-ling kommt nun alleine aufgrund der Wohnortnähe zu Fuß oder mit dem Rad zum Platz. Tja, und da ist nun niemand, weil es später oder gar nicht stattfindet oder Monsieur mit seiner Starmannschaft zum Freundschaftsspiel unterwegs ist. Und jetzt passiert dem Dröps etwas......!
    Unglaublich. Hier geht es um Aufsichtspflichten gegenüber einem Kind. Weiß der Vorstand des Vereines auch von diesen Sachen ? Würde mich sehr interessieren.


    Aber hier geht's um Dein Kind. Siehe Überschrift. Ich bin in solchen Fällen auch kein Freund davon auf Teufel komm raus Lichtblicke oder Ansätze von Besserungen zu suchen. Also Klartext:
    Wie deutlich soll es denn für Dich noch werden, dass er Deinen Sohn nicht in der Mannschaft haben möchte ? Und dem Verein dies völlig egal ist ? Wie oft soll Dein Sohn noch enttäuscht nach Hause kommen ? Wieviele Kumpels müssen noch den Verein verlassen bis auch ihr die Konsequenzen zieht ? Soll Dein Sohn dieses tolle Hobby schon in den Anfängen als stressbehaftet kennen lernen, damit er später wenn es besser läuft ( und das kann es ja nur ), es mehr zu schätzen weiß ? Wie oft willst Du noch zu Spielen fahren ( wenn Du gnädigerweise davon erfahren hast oder er überhaupt mitdarf ) und hoffen das er auch eingesetzt wird ? Und sei es nur für 2 Minuten ?
    Ich höre hier mal auf. Sollte reichen, oder ?
    Sofort Reißleine ziehen ! In der Umgebung nach Alternativen suchen. Sich dann dort bei Spielen an den Rand stellen und beobachten. Wie oft wird dort gewechselt ? Wie verhält sich der Trainer am Rand und wie geht er mit den Kindern um ? Dann Gespräch suchen und wenn alles passt wechseln.


    Ich hoffe nur das Du durch Deine jetzigen Erfahrungen nicht denkst, dass dies so üblich ist und alle so sind. Wir kämpfen hier auch im Forum schon seit Jahren gegen solche Fälle an. Irgendwie hab ich aber den Eindruck das dies nie endet. Bin da ehrlich gesagt in letzter Zeit etwas ermüdet und auch resigniert und im Grunde heilfroh, in diesen Altersklassen nicht mehr tätig zu sein. Umso mehr bewundere ich meine Kollegen/-innen die weiter gegen die Windmühlen kämpfen !

    Revilo
    Super Link !


    Stone
    Ich kann Dir nur raten, Schwerpunkte in Trainingsblöcken a 4 - 6 Wochen zu trainieren. Zum Ende hin solltet ihr dann nach und nach Raum-, Zeit- und Gegnerdruck erhöhen. Zwei Wochen wären mir dafür zu wenig.

    @Schimmi
    Schönes Posting. Leider schaffe ich es mit der mobilen Kiste hier nicht ein Zitat einzufügen, aber insbesondere die zwei letzten Sätze im zweiten Absatz sollte man fett markieren. Zur individuellen Ausbildung gehört im Gesamtpaket auch dazu seine Spieler dazu ermutigen, immer von hinten heraus zu spielen. Natürlich kommen sie dadurch häufig in Drucksituationen. Lange Bälle wären da hilfreicher. Meiner Erfahrung nach das für mich größte Defizit, was ein Trainer im Bereich E ( in der F aufgrund noch mangelnder Schusskraft noch nicht so deutlich zu sehen ) vorweisen kann. Die während dieser Zeit am Häufigsten gesehene "Taktik" beim Abstoß: Keeper zu einem frei stehenden Spieler, der zurück zum Keeper und dann gib ihm. Lang Holz nach vorn. Oder man hat einen Spieler mit ordentlichem Hammer und dann gleich vom Abstoß aus. Sehr erfolgreich. Sorgt in der Tat oft für schnelle Tore. Spätestens ab D fällst du damit aber fürchterlich auf die Schnauze. Könnt man sagen "Egal. Bis dahin hab ich aber meine Vitrine mit Pokalen gefüllt."
    Könnte dies ein Grund sein, warum man sehr viele dieser Leute so ab ältere D nicht mehr zu Gesicht bekommt ? Und ihre Mannschaften nur noch in den unteren Regionen zu finden sind ? Ich schreibe es hier immer und immer wieder: In der G-E ist man Individualtrainer. Punkt und aus. Stelle ich bei mir eine andere Einstellung fest, fühle mich also eher im taktischen Bereich wohl, ist mir das Zusammenspiel der Mannschaft insgesamt wichtiger, kann ich ja Mannschaften ab C übernehmen. Kein Thema.
    Hier wird nun gefragt wie ich die Spieler auf das größere Feld vorbereite. Spannendes Thema.



    Gordinho
    Ich vermute das Du den entscheidenden Satz von Follkao überlesen hast. Vermittlung von Lösungskompetenz für unterschiedliche Spielsituationen. Auf kleinen Feldern. Hätte ich nicht besser formulieren können -).
    Habe es in meinem ersten Posting ja schon angeschnitten in dem ich die Trainingsmethodik ansprach. Klar kann man jetzt schon aufs große Feld wechseln, sie in einer 4er Reihe aufstellen und auf den Gewöhnungsfaktor setzen. Unter nachhaltiger Ausbildung stelle ich mir aber etwas anderes vor.
    Du hast jetzt noch ein halbes Jahr in der älteren E. Super interessantes Jahr ! Das sollte man nutzen.Ich kann nur folgenden Tipp für die Praxis wärmstens empfehlen: Bereitet sie durch entsprechendes Training vor und zeigt ihnen Lösungsmöglichkeiten.
    Auf Deinen Fall bezogen zieh doch mal folgendes durch: Im nächsten Trainingsblock ( 4 - 6 Wochen ) immer in mindestens zwei Feldern trainieren. Kann man für jeden Trainingsschwerpunkt machen. Idealerweise im Thema Passspiel. Die Felder sind in einem Abstand von mind. 15 Meter zueinander aufgebaut. Man beginnt in einem Feld und auf Kommando sollen sie schnellstmöglich ins andere Feld wechseln. Idealerweise sollte das Kommando auch im Spiel verwendbar sein und immer gleich. Ich habe hierzu, wenn sie sich denn wieder auf einer Seite festgebissen hatten, "Breite" benutzt und sie wussten im Spiel was ich meinte.
    Später nimmst Du noch ein drittes Feld in der Tiefe hinzu. Hierdurch lernen sie nach erfolgtem spielerischen Wechsel in der Breite Räume zu schaffen und diese dann für schnelle Vorstöße in Richtung gegnerisches Tor zu nutzen. Dies erfordert allerdings auch sehr genaues Coaching in der jeweiligen Situation, aber dafür sind wir ja da. Da es insbesondere kognitiv sehr fordernd und anstrengend ist, sollte man entsprechend Pausen einlegen. Und hier kann man, wie von @Schimmi angesprochen, auch ruhig kurz an der Taktiktafel erläutern, zu welchem Zweck man gerade so trainiert. Kurz und prägnant und weiter geht's. Da haben die Jungs Bock drauf und unterstützt den Lernprozess. Man muss sie auch mitnehmen wollen auf diesem Weg.
    Wenn Du diesen Trainingsaufbau konsequent durchziehst, egal in welchem Technikschwerpunkt, kannst Du Dir den vorzeitigen Wechsel auf das Großfeld sparen.


    P.S.: Sehe hier beim Aktualisieren gerade, dass noch einige Posts gekommen sind. Schick das trotzdem ab, ohne die gelesen zu haben. Sorry, wenn was doppelt ist.

    Scheint ja von Verband zu Verband unterschiedlich zu sein, daher meine damaligen Gegebenheiten kurz vorweg: Von 16er zu 16er auf kleine Tore, ganze Breite des Platzes, 8+1, beim Übergang neu war für die Jungs die Abseits- und Rückpassregel.


    Rückpassregel: Wenn der Keeper vorher schon immer als Feldspieler im Training integriert war ( und ich hoffe doch das dies mittlerweile von G-E absoluter Standard ist !? ) sollte er/sie damit kein Problem haben.
    Abseits Defensiv: Wenn ich sie vorher durch entsprechendes Training und in der dritten TE ( = Punktspiel ) dazu animiert habe, dass alle bei Ballbesitz aufrücken sollen, werden sie damit kein Problem haben. Und erst Recht gegen Mannschaften die mit der Taktik "der mit dem stärksten Schuss bleibt hinten-pölt die Pille nach vorne- da wartet der schnelle Stürmer und macht die Bude" antreten. Trotzdem die Mannschaft bestärken in der Gesamtheit aufzurücken. Dadurch fallen natürlich auch oft Gegentore. Gerade da muss man cool bleiben und seinen Weg nicht verlassen. Für das Training heißt es daher, entsprechende Provoregeln beim Abschlussspiel. Sind bei Torerfolg alle in des Gegners Hälfte, zählt das doppelt usw.
    Abseits Offensiv: Bereits jetzt in der älteren E beim Abschlussspiel mit Abseits und immer mal wieder erläutern, wenn es denn so ist. Macht nicht ein so großes Thema draus, sonst konzentrieren sie sich nur noch da drauf. Ist eine Erfahrungsgeschichte.


    Breite des Platzes: Mir rennt jetzt gerade die Zeit weg und schreibe da später was zu. Hat etwas mit der Trainingsmethodik zu tun, wie ich sie in der älteren E sehr gut darauf vorbereiten kann.
    Wir hatten aber mal einen ähnlichen Thread, wo es um Seitenwechsel ging. Weiß jetzt nicht mehr genau, welche Altersklasse und wo im Forum dieser Thread steckt. Ich meine aber so aus der Erinnerung heraus passt das ganz gut hier. Vielleicht kann jemand den mal verlinken ?

    ...dass das nur nervt und irritiert. Also sowas wie "spiel" ...

    Da gebe ich Dir Recht. Ein Einwurf von draußen, den ich besonders liebe. Gehört zu den Top Five meiner NoGo-Liste, die jeder Trainer tunlichst aus seinem Repertoire streichen sollte. Es sind nämlich einige Faktoren vorher entscheidend. Ein sehr komplexer Bereich. Ich will das mal an einem positivem Beispiel erklären, was ich vor kurzem bei einem Testspiel zweier B-Mannschaften der Landesliga gesehen habe. Möchte es aber absolut nicht auf diese Altersklasse beschränkt sehen.
    Der eine Trainer hatte eine hohe Frequenz an Coachings. Kaum ein Spielzug ließ er unkommentiert. Könnte man sofort denken: Lass sie selbst Erfahrungen machen.
    Das Entscheidende war für mich, was und wie er es gemacht hat. Immer individuell, zeitnah und punktgenau. In einer Situation hätte er wie im vorliegenden Fall "spiel" rufen können. Hier aber hat er vor dem Ballverlust eben genau gar nichts gesagt. Kurz danach aber zum Spieler: "Marvin, du hast vorher nicht geguckt." Treffer ! Der Spieler hatte in der Tat vorher nicht seine Umgebung gescannt. "Kopf hoch" hört man oft bei der Ballannahme. Für mich viel wichtiger, dass sie dies vor der Ballannahme machen.
    Für mich sind sehr guter Spieler, die bei der Annäherung des Balles diesen kurz fixieren und bei der eigentlichen Annahme den Kopf oben haben.
    Außergewöhnliche Spieler sind für mich die, die vorher den Kopf oben haben und diesen Kreisen lassen. Und damit sollte man in der E anfangen. Ein "aus der Masse" herausragender Spieler weiß was er mit dem Ball macht, bevor er ihn bekommt. Gibt es eine Unmenge an Übungen für. Auch in der E und aufwärts. Der bloße Ruf nach "Spiel" (wenn auch emotional verständlich ) ist daher eher ein Begriff von Inkompetenz des Trainers. Mag sich hart anhören. Ich sehe das aber so. Trennt sich schnell die Spreu vom Weizen.

    ...dass das nur nervt und irritiert. Also sowas wie "1 gegen 1".

    Das wiederum sehe ich anders. Dieses "Kommando" ist mMn ein Motivationsschub bzw. weiß jeder Spieler damit was anzufangen. Lass das aber mal diskussionsoffen. Für mich ein ganz anderer Bereich.

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    Willkommen und mehr davon.

    Weil die Aufgabe des Trainers nun einmal das Coachen ist. Viele wissen wenig über das korrekte und richtige Coachen

    Sehe ich genauso.

    weil sie sich damit sehr wenig befassen.

    Sehe ich strikter. Beim Lehrgang zu Lizenzen ( bis C oder jetzt B, weiter habe ich keinen Einblick ) ist dies kein Thema. Allen Anderen ( ohne dies abwerten zu wollen ) mache ich da keinen Vorwurf. Ich habe da schon so viel "Vatertrainer" gesehen, die auf diesem Gebiet richtig was auf'm Kasten hatten.

    Moin Schimmi
    Aus genau dem Grund, den Du schilderst, war ich immer gegen die Grundsatzentscheidung "Jahrgangsreine Mannschaften" ohne Ausnahme. Im Grunde wird doch schon dieses Jahr "verschenkt" wo doch Deine stärksten Spieler in der Leistungsklasse hätten spielen können, dies aber nicht können weil dort im Grunde ( außer drei Spielern ) leistungsschwächere Spieler spielen nur weil sie ein Jahr älter sind. Habe ich das richtig verstanden ? Dieses Prinzip sollte die neue Jugendleitung vielleicht mal als erstes neu überdenken. Aber anderes Thema.


    Die Einschätzung von Follkao teile ich zu 100%. Aber aus oben genanntem Hinderungsgrund ja wohl nicht möglich, wie von Dir beschrieben.
    Ich würde bei der jetzt kommenden Rückrunde ( habe ich bis einschließlich E ohnehin so gemacht ) sehr fokussiert die Spiele nur auf die Einzelanalyse der Spieler betrachten. Wie weit ist jeder einzelne Spieler im individualtaktischen und -technischen Bereich ? Insbesondere was das 1:1 Offensiv wie Defensiv betrifft ? Es ist hier richtigerweise auf den Thread mit Dorfverein vs. NLZ hingewiesen worden, in dem auf die wichtigen Komponenten Raum-, Zeit- und Gegnerdruck eingegangen wird. Hier würde ich meine Spieler im Training und Wettbewerb intensiv beobachten. Sitzt das ? Ist es wirklich gefestigt ? In der D sollten nämlich vermehrt auf diesen Grundlagen aufbauend gruppentaktische Elemente/Abläufe hinzu kommen. Das ist ein immens wichtiger Baustein und hier sollte man ganz sicher sein, dass der gefestigt abgerufen werden kann. Betonung liegt auf "kann".


    E-Jugend finde ich gerade für die Entwicklung der Individualfähigkeit äußerst wichtig. Wenn ich mir manch Spiel in D und C anschaue ( weil sich meine Jungs da gerade tummeln sehe ich sehr viele Spiele dieser Altersklassen ) sind da doch deutliche Defizite erkennbar. Trotzdem wird aber wahnsinnig ausgefeilte Gruppen- oder Mannschaftstaktik ausprobiert und man wundert sich, warum das denn nicht so klappen will.
    Nimm Dir also die Zeit noch ein Jahr auf Kleinfeld. Mehr Ballbesitz auf engerem Raum und und und.
    Und Du bekommst ja vier neue Spieler. Kennst Du deren individualtaktischen und -technischen Ist-Stand ?
    Ich kann Dir daher auch nur zur Option mit den Freundschaftsspielen raten. So kannst Du dies nach Deinem Geschmack sehr schön steuern.