Beiträge von Steini

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    Kann ich bestätigen. Drei Spieler bei mir in der E-Jugendmannschaft sind noch nicht so weit dies selbstständig zu erkennen. Oder der eine oder andere hat mal wieder seinen "Traum"tag erwischt. Man sollte sie aber in diesem Alter schon so weit haben, das sie im Spiel miteinander sprechen. Da kommt dann der Hinweis vom Mitspieler "Oskar, ein Stück zurück." Das klappt dann meistens ganz gut. Wenn die drei aber gleichzeitig auf dem Feld sind merkt man den Unterschied schon gewaltig, da gebe ich dir recht. Aber auch sie versuchen spielerisch nach vorne zu kommen und bolzen nicht. Das ist mir wichtig.

    Ranwie


    Musste sehr schmunzeln, als ich deinen Eingangspost gelesen habe. Das trifft zu 100% auch auf meine Erfahrungen zu. Die Taktik "Lang nach vorn ( durch den Keeper oder letzten Mann - vorn stehen die schnellsten und technisch besten ( kann man nur vermuten, da die anderen Kinder ja kaum an den Ball kommen ) Spieler und machen die Buden" wird von den meisten Mannschaften praktiziert. Sehr effektiv im Sinne von Sieg oder Niederlage. Meines Erachtens liegt der Hauptgrund dieser " Taktik" im mangelnden Vertrauen in die technischen Fähigkeiten der eigenen Spieler in Verbindung mit fehlender Geduld und Fokussierung auf den Erfolg (= Sieg). Wenn ich es richtig interpretiere wirst du das von hinten heraus spielen schon von F-Jugend an unterstützt haben. Und auch bei uns sind es die wenigsten Mannschaften, die von hinten spielerisch aufbauen. Wenn ich richtig liege wirst du die selben Erfahrungen gemacht haben wie ich:


    Dat geht ganz oft ganz fürchterlich in die Hose :D Hier muss man auch gleich zu Beginn massiv Elternaufklärung betreiben, da sonst die Rufe "Hau weg" nicht aufhören. Wenn sie wissen, dass genau das im Sinne des Trainers ist und dies im Sinne einer zukunftsorientierten Ausbildung ( und ja Andre, hier bilden wir aus ;) ) geschieht, bringen sie auch das nötige Verständnis für Fehler mit. Man muss sie halt nur wie in vielen Dingen auch (z.B. Zweck der Rotation ) rechtzeitig einbeziehen. Hinten spielerisch aufbauen ist Mannschaftstaktik. Zudem sage ich ihnen das alle sich am Ball orientieren sollen. Auch wenn der gegnerische Stürmer dann hinter der Abwehrreihe steht. Soll er. Ab D gibt es Abseits. Muss dann auch nur gepfiffen werden. Oder er steht auf der ballabgewandten Seiten ganz außen. Die Jungs kommen schon von alleine drauf ihn im Augenwinkel im Blick zu behalten. Hauptaugenmerk liegt auf dem Ball. Individualtaktik/Mannschaftstaktik.


    Zu deiner Eingangsfrage kann ich für meinen Fall nur sagen: Hier bin ich als Trainer gefragt, den Jungs zu helfen. Tiefer stehen und den Gegner zwingen, auch hinten raus zu spielen. Oder nur den mittleren der vordersten Reihe vorziehen und ein Abspielen Keeper mit Verteidiger und zurück verhindern. Diese Möglichkeiten sage ich ihnen. Welche sie wählen, entscheiden sie durch Learning-by-Doing selber. Wohlgemerkt alles ältere E.

    hast du dort schon mal für Neuerungen gekämpft? ich schon, und da kommt Frust auf.


    Du solltest davon ausgehen, dass du nicht der einzige mit Vereinserfahrung und eben allem was damit zu tun hat bist. Das ist auf vielen verschiedenen Ebenen möglich.


    Ich bin bei diesem Thema von dir gerade ziemlich angenervt. Du sagst, dass du mit Reformversuchen angeeckt bist. Eben auf Skeptiker oder gar Betonköpfe gestoßen. Du machst hier in diesem Thema nichts anderes. Bevor ein Projekt angelaufen ist schon potentielle Schwach- oder Kritikpunkte raus suchen. Sind ja nur "Verbesserungsvorschläge". Sei doch froh, dass es in eurem Kreis läuft. Hier bei uns im NFV jedoch sind wir in den Anfängen. Da tut sich nämlich herzlich wenig. Und da ist man für jede Unterstützung dankbar und hilft bei dem Ziel, dass zunächst mal eine Verbesserung eingeführt wird :!: Also nicht etwas theoretisch tot reden, bevor es überhaupt am Leben ist. Nochmal: Es geht hier einzig und allein darum den Kindern ihr unbeeinflusstes Spiel zurück zu geben. Niemand glaubt damit sofort die innere Einstellung einiger Erwachsener, die es betrifft, verändern zu können. Die sind auch erstmal nur zweitrangig.

    Und da hake ich gleich mal mit ein.
    guenter
    Es geht hier nicht darum, dass es auch innerhalb einer FPL keine Optimierungsmöglichkeiten gebe. Der Grund für solche Ideen ist das Entscheidende, nämlich nicht zu tolerierende Auswüchse im Kinderfußball. Egal ob Einzelfälle oder nicht. Jeder Fall ist einer zuviel.
    Man stelle sich folgendes vor: Im Kindergarten beim Fangenspielen oder in der Grundschule auf dem Schulhof beim Bolzen. Die Betreuer/Lehrer stehen draußen und schreien permanent Anweisungen. Zur Untermauerung auch gern mit Ausdrücken aus der Fäkaliensprache oder mit einer persönlichen Ansprache an ein Kind bis es heult. Wie lange würde es wohl dauern bis hier eingegriffen wird ? Ist unrealistisch ? Ja genau. Aber im Kinderfußball nicht !! Da schaut man stillschweigend weg. Und die FPL ist nur ein Weg / eine Idee um nach außen zu demonstrieren: Wir müssen alles dafür tun, damit Auswüchse eingedämmt und bestenfalls vollständig verhindert werden. Natürlich gibt es da Verbesserungsmöglichkeiten. Auch im kleinen Rahmen. Wir Trainer sind Mediatoren für solche Ideen. Man kann auch Schilder aufstellen. "Bitte Ruhe. Hier spielen Kinder" oder ein schreiender Kopf, der durchgekreuzt ist und mit der Unterschrift "Ich muss leider draußen bleiben".
    Ralf hat sich nach vorne begeben und steht im Wind. Wenn die Verantwortlichen, die für Veränderungen zuständig sind (= Fußballverband ), mitbekommen was für eine breite Front hinter ihm steht, werden sie den Handlungsbedarf vielleicht schneller erkennen ;)

    Hallo crow


    Du wirst vermutlich keine allgemein gültige Definition für "leistungsorientiert" finden. Jeder legt diesen Begriff unterschiedlich aus. Für manche ist dies schon erfüllt, wenn innerhalb der Jahrgänge die Mannschaften nach Leistungshomogenität eingeteilt werden. Leider beinhaltet eine Diskussion über "leistungsorientiert" immer unterschwellig der Rückschluss, dass in den nicht als solchen eingeteilten Vereinen nichts ( in diesem Sinne ) "geleistet" wird. Der Fokus ist nur ein anderer. Der Fußball ist hier im Verein eine Sparte neben vielen anderen und wird dementsprechend gewertet/behandelt. Innerhalb dieser Sparte wiederum kann hier von Verein zu Verein die Ausrichtung völlig unterschiedlich sein. Von "Hauptsache viele Mitglieder (= Beitragszahler )" bis "möglichst hochklassig spielende Jugendmannschaften". Wie du siehst, sind hier schon verschiedene Auslegungen möglich. Und die Unterschiede hinsichtlich der Ausgestaltung können gewaltig sein ( Anzahl und Qualifikation der Trainer, Maßnahmen des Vereins, um beides zu erhöhen usw. ).


    In deinem Fall reden wir über Kinderfußball. Aus verschiedensten Gründen eine ganz andere Welt als der Jugendfußball. Ich weiß wovon ich spreche, da ich früher nur Jugend trainiert habe und zur Zeit in beiden Bereichen in zwei verschiedenen Vereinen mit völlig unterschiedlicher Ausrichtung tätig bin. Im Kinderfußball sollte das Ziel eines jeden Vereins sein, durch bestmögliche Betreuung den Kindern dieses Hobby durch viel Spaß so nahe zu bringen, dass sie diesen Sport auch bis ins "hohe" Alter betreiben. Oder wenn sie später damit aufhören, ihre Fußballzeit immer mit positiven Erinnerungen verknüpfen. Ein Verein, dem das egal ist, ist für mich als Ausschließungsfaktor auf jeden Fall nicht "leistungsorientiert" !


    Ich finde, dass Du hier schon den für deinen Fall passenden Tipp bekommen hast. Warte drauf bis dein Junge in seiner neuen Klasse ist. Er wird dann schon für sich die Entscheidung treffen, in welchem Verein er Fußball spielen möchte. Höchstwahrscheinlich da wo seine ( neuen ) besten Freunde spielen. Da gehört er auch hin ! Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn es denn so gar nicht passt, könnt ihr zusammen immer noch über einen Vereinswechsel nachdenken.

    wiktori


    Es ist für mich das Wichtigste, dass ich am meisten Spaß daran habe !! Hört sich egoistisch an ? Ja, durchaus. War in den letzten Tagen hier auch unterschwelliger Vorwurf. Aber nur wenn schon die Vorbereitung auf ein Trainingsblock Vorfreude weckt, wenn man Spaß dran hat sich auf die Mannschaft zugeschnittene Übungen auszudenken bzw. bereits vorhandene für die eigenen Voraussetzungen umzustricken, wenn man den Spruch von außen "der wird nie was" als große Herausforderung empfindet und und und. Nur dann kann ich meiner Truppe gegenüber authentisch vermitteln, was für einen fantastischen Sport sie sich da ausgesucht haben. Stress jeder Art ist da hemmend und kontraproduktiv und führt über einen längeren Zeitpunkt zum Aufhören.



    Im Kinderfußball besteht für mich eine Mannschaft aus Trainer/-n, Kindern und Eltern. Schiesst einer in diesem Gefüge massiv quer oder hat den Anspruch, dass alles nur nach seiner Nase zu gehen hat, kann das auf Dauer nicht gutgehen und man muss Konsequenzen ziehen. Und daher schließe ich mich in deinem Falle dem Tipp von Micha an:








    Zitat

    wenn die Situation durch Gespräche nicht zu klären ist, der Co-Trainer dies zunehmend als Belastung empfindet, und der Ärger die positiven Momente überwiegt (s. auch Sonstiges Nur Last und Frust???), sollte der Co-Trainer konsequent sei und aufhören.

    ob wir gute oder weniger guter Trainer sind, wir bleiben ein lebenlang in den Köpfen unserer Spieler.


    rückblckend für mich mehr in der Erinnerung als aller Frust und Ärger zusammen. ich möchte das nicht missen.


    Kenne ich auch. Wenn so ein langer Schlacks auf dich zukommt und dich fragt: "Trainer, kennst mich noch ? War 'ne geile Zeit !"


    Jetzt habe ich vor kurzem noch eine andere Erfahrung machen dürfen. Ich habe meine Truppe jetzt im sechsten Jahr seit den Minis. Aus mehreren Gründen wollte ich sie abgeben. Als ich ihnen das mitgeteilt habe flossen Tränen. Kann mich nicht erinnern wann ich mich mal so besch.... gefühlt habe. Die Reaktionen der Eltern haben auch nicht gerade zur Besserung beigetragen. Rückblickend betrachtet war dies aber doch eine große Anerkennung. Zumindest habe ich dies so empfunden. Auch eine Erfahrung die ich nicht missen möchte.


    Das schönste Lob was ich jedoch in der ganzen Zeit gehört habe, war in der zurückliegenden Hallenrunde von der Mutter einer gegnerischen Mannschaft: "Deinen Jungs sieht man richtig an, dass sie Spaß am Fußball spielen haben." Trainerherz, was willst du mehr ?

    @kicker


    Ich bin in der guten Hoffnung, dass sich deine Einstellung über die Spezies der Trainer bei dauerhafter Zugehörigkeit zu diesem Forum zum Positiven verändern wird. Zumindest wird sie wohl nicht mehr so eindeutig negativ sein, wie zur Zeit. Das wird aber nur dann der Fall sein, wenn du offen dafür bist. Und wenn von anderen erwartest, dass sie zumindest offen für Argumente sind, solltest du dies vor dem Verfassen eines Berichtes auch sein. Siehe meine Überschrift. Das kann ich nicht in allen deiner Beiträge erkennen, wäre aber zielführender und damit auch in deinem Sinne.


    Zu deiner Eingangsfrage. Würde jemand hierüber ein Buch schreiben, für alle verständlich, mit konkreten Handlungsanweisungen / Übungen, unter Berücksichtigung möglicher / verschiedener Strukturen vor Ort ( z.B. Stadtteilverein oder Dorfclub ) , Einbeziehung aller individuellen Faktoren und und und. Er wäre ein gemachter Mann / eine gemachte Frau :!: Oder schreibst du gerade hierüber ein Buch und brauchst uns, damit das ein Bestseller wird ? ;)


    Ich hab leider auch nicht die alles umfassende Antwort darauf, würde es aber aus Erfahrung in zwei Faktoren einteilen die wichtig sind, dass zumindest mal gute Voraussetzungen zum richtigen Trainieren von Kindern bestehen. Allerdings jetzt ( aus Zeitgründen ) stark vereinfacht dargestellt:


    Äußerer Faktor: Der Verein und die Mannschaft. Der Verein achtet darauf, was in den Mannschaften passiert und greift regulierend ein, wenn dort Probleme auftauchen. Und nun ganz wichtig: Die Mannschaft. Und die besteht aus Trainern, Kindern und Eltern. Stimmt dieses Gefüge nicht, hast du ein Problem. Und das hat dann nichts mehr mit dem eigentlichen Training zu tun. Also müssen alle an einem Strang ziehen.


    Innerer Faktor: Nun läuft mir die Zeit davon, also kurz gesagt bringe ich die Kinder durch hohe Eigenmotivation dazu, was ich von ihnen will bzw. zu dem Ziel ( meinetwegen schnell von A nach B zu dribbeln und dabei den Kopf oben behalten ) was ich mir langfristig gesteckt habe. Also vereinfacht: Die Kinder erreichen das was ich will, weil sie es auch wollen.

    Ich teile bei diesem Thema die Auffassungen von guenter und TW-Trainer in den Hauptpunkten. Besonders die Unterscheidung in Reihe und Kette. Man startet z.B. in der D in einer 4:4-Aufstellung und spricht schon von einer Kette. Entscheidend hierbei ist aber eher, dass ich hierdurch die Breite des Platzes abdecken möchte was bei einer 3er Formation wesentlich schwieriger ist. Das hat aber einzelnd betrachtet noch gar nichts mit einer 4er-Kette zu tun. Ich denke mir geht es da genauso wie TW-Trainer was die Ansprüche und Erwartungen an diese taktische Formation betrifft.


    Als Beispiel: Der Trainer hat für das Spiel mannschaftstaktisch Angriffspressing vorgegeben. Wenn jetzt die Kette in der entsprechenden und für diese Taktik entscheidenden Spielsituation zu tief steht, wird das Mittelfeld preisgegeben und das Unheil nimmt seinen Lauf. Es gehört eben wesentlich mehr dazu !


    Ist aber auch nicht schlimm. Wer seine Truppe stetig auch im 1:1 schult ist schonmal auf einem guten Weg. Wenn er es dann noch versteht, dass gruppentaktisch kluge Agieren in der Defensive durch spielnahe Trainings zu vermitteln, ist vielen was voraus. Bereits da wird man feststellen, dass schon das richtige Vorgehen zweier Spieler im Abwehrverbund ein komplexer und somit trainingsintensiver Vorgang ist ( z.B. wann nach außen schieben, wann nach innen ).

    Verbesserung des Spielaufbaus aus der abwehr durch das zentrum


    ist eine lehrprobe für senioren gedacht ,,ich brauch paar tips zur lehrprobe



    Will ich dir gerne geben, wenn ich kann. Allerdings reichen meine Erfahrungen nur bis zur A-Jugend. Habe deswegen auch lange überlegt, ob ich dir per PN antworte. Ich finde nur dein Thema schon für B-Jugend sehr interessant.


    Grundsätzlich geht es hier um Schaffung von Überzahl im Zentrum durch die Innenverteidigung. Im 1:1 oder 2:1. Sprich mit Dribbling oder Passen.


    Das Thema ist schon komplex genug jedoch machbar. Nun gehts in deinem Thema aber auch um den ( folgenden ) Spielaufbau. Die Frage ist für mich nur, wie ausführlich du den darstellen sollst und für was bzw. mit wem.


    1. Ist das für C-Breitensport ?


    2. Dem Thema nach zu urteilen eher nicht. Also C-Leistung ?


    3. Oder höher ?


    4. Komplette Einheit oder nur Tipps für den ( zu überprüfenden ) Teil ?

    Aus der Formulierung "habe ein Thema" vermute ich mal, dass du eine Lehrprobe meinst. Richtig ? Oder meinst du im alltäglichen Trainingsbetrieb ? Welche Altersklasse ?


    Möglichst viele Infos erhöhen deine Chancen auf zielgerichtete Tipps.

    Ich habe schon länger bedauert, dass sich im Forum relativ wenig Eltern ( sind übrigens auch viele Trainer hier ;) ) und Nicht-Trainer zu Wort melden. Hier ist das erfreulicherweise so.


    Hilft einem auch als Trainer und regt zum Nachdenken an, was ja nie schaden kann. Das gefällt mir an diesem Thread und ich hoffe, dass das nicht nur in diesem Thema so stattfindet. Wenngleich ich hier insgesamt nicht immer so ganz folgen kann wie bestimmte Schlüsse gezogen werden. Teilweise werden beschriebene Zustände einfach ignoriert oder Sachen aus dem Kontext gerissen, weils gerade in die Argumentationskette passt. Das aber nur am Rande.

    Da ich die Mannschaft aus Beruflichen Gründen abgeben muss da ich nicht mehr so eine Zeit intensive Mannschaft trainieren kann. Wir machen aktuell 2 mal die Woche Training aber so früh schaff ich das einfach nicht mehr!


    guenter


    Ich hatte wegen dem Fett markierten Teil den Schluss gezogen, dass er eben mit einer A auch zu späteren Uhrzeiten trainieren kann. Wenn ich falsch liege, gebe ich dir Recht. Das ist dann tatsächlich ein Widerspruch.

    da kann ich nicht bis E-Jugend warten.


    Lies bitte weiter oben. Da habe ich schon erwähnt, dass in vielen Übungen Pässe automatisch vorkommen. Dann erfolgt ggfls. eine kurze Korrektur und fertigt. Ich warte also auf nichts.


    Bei Deiner Argumentation erscheint mir das aber jetzt selbst unlogisch...
    Getreu dem Motto "Vom Einfachen zum Schweren" und in der Absicht den Kindern schnelle Erfolgserlebnisse zu vermitteln, müsste man eigentlich mit der Passtechnik anfangen.


    Hierunter ist eher die Trainingsmethodik innerhalb der Schwerpunkte gemeint. Vom Einfachen zum Schweren, vom Einfachen zum Komplexen, vom Bekannten zum Unbekannten. Einfaches Beispiel: Torschuss mit Vollspann. Zunächst mit ruhendem Ball, vor einem großen Tor mit geringem Abstand ( Erfolgserlebnis ), dann kurzes Vorlegen und aus der leichten Bewegung Torschuss usw. Überzogen dargestellt soll man ihnen zu Beginn nicht abverlangen, aus schneller Bewegung mit Ball heraus einen gezielten Torschuss abzugeben.

    das geschieht alles nebenbei.


    Auf der anderen Seite ist es aber gerade beim Passen so, dass viele Kinder intuitiv eine richtige Technik anwenden, die sie sich im Try-and-Error-Verfahren angeeignet haben.


    :thumbup: Genauso isses. Und was sie sich selbst erarbeiten, ist nachhaltig.

    1. Du gehst nach meinem Empfinden mit in diesem Fall genau der richtigen inneren Einstellung an die Sache


    2. Ohne dich würde die Truppe vermutlich gar nicht existieren


    3. Du hast schon Trainererfahrung


    4. Du kennst sie und "sprichst ihre Sprache"


    5. ........


    Stell 'ne feine Truppe zusammen, die einfach nur Bock auf Fußball hat. Und dementsprechend würde ich auch das Training gestalten. Das spricht sich rum.


    Reizvolle Aufgabe die du da hast. Wenn es nicht klappt bist du um eine Erfahrung reicher und breit gefächerte Erfahrungen sind im "Trainergeschäft" immer von Vorteil, wenn man die richtigen Schlüsse daraus zieht.


    Und dies ist meiner Meinung nach völlig altersunabhängig. Viel Spaß !!

    wenn ich das so richtig heraus lese, dass gute Feinmotorik und Koordination essenziell für die saubere und schnelle Ausführung sämtlicher Fußballtechniken ist.


    Punktlandung, tobn. Hast du richtig heraus gelesen. Würd ich so unterschreiben ( ausser der Stelle mit dem Pässe trainieren ;) )



    Für mich gibt es das Paßspiel und dann das Spiel ohne Ball, Freilaufverhalten, Spielintelligenz usw.


    Dann legen wir das anders aus, was ja auch okay ist. Für mich umfasst Passspiel Individualtaktik und gruppentaktische Elemente. Freilaufen, Kreuzen usw. Und das Passen ist der rein technische Ablauf bei Spieler A wenn er zu Spieler B spielt. Körperhaltung, Fußstellung, Kopf oben usw. Und um das geht es mir. Und das meinte ich, wenn ich sage, dass Passspiel gewünscht und deswegen trainiert wird, obwohl noch nicht mal das Passen klappt bzw. sitzt. Muss auch nicht. Das hat Zeit.


    Wichtig ist am Ende alles. Das endet in einer Endlosdiskussion. Ich finde es ist entscheident, dass immer erst die Grundlagen für den nächsten Schritt gelegt werden. Sonst macht es kein Sinn. Für den Hausbau muss ich auch erst das Fundament legen, bevor ich das Dach decken kann.



    100%ige Zustimmung. Das sollte in jedem Trainerbüchlein stehen. Grundsätzlich in jeder Altersklasse aber im Besonderen als Minikickertrainer ! Und um bei deinem Beispiel zu bleiben: Köperschulung/Koordination ist für mich das Fundament. Gerne hierzu auch mit fussballfremden Sportarten ( Basketball, Handball, Hockey, Turnen ) eingebaut im Wettkampf.


    Und Passen gehört zum Dach ! Wie das aussehen soll habe ich im Blick. Dabei werde aber nicht nervös, wenn ich erst zum Ende der E oder Anfang der D zum Dachdecken komme, wenn eben der Rest noch nicht fertig ist 8)

    Hallo Jose_Mou


    Zunächst mal bist du schon auf einem richtig guten Weg. Dir geht das Gemecker quer und möchtest rechtzeitig gegensteuern. Diese Weitsicht wird dir später zugute kommen. Andre ist berufsbedingt auf präventive Repressalien spezialisiert und hat dir schon gute Tipps hinsichtlich der Motzkis gegeben ;)


    Das Umgehen mit Gewinnen und Verlieren lernen sie mit der Zeit auch. Ist nicht schlimm wenn du sie hierbei immer unterstützt und regulierend eingreifst, wenn Grenzen überschritten werden. Als Tipp von mir hierzu: Du solltest das Training in der Altersklasse immer mit einem kleinen positiven Spielchen nach dem Abschlussspiel beenden. "Trainerschießen" ist da sehr beliebt und tut in dem Alter noch nicht so weh. Sie stellen sich nebeneinander auf, du krabbelst vor ihnen her und sie schießen dich der Reihe nach ab. Spätestens ab ältere F solltest du jedoch deinem Co-Trainer diese Aufgabe zuteilen. Oder bei meinen war in dem Alter "Trainerjagen" der Renner. Ich mit 'ner Box Harribo in einem eng begrenzten Feld und sie mussten mich mit Ball am Fuß jagen. Hier könnte es ja passieren, dass rein zufällig "der Neue" dich einfängt und festhält bis die anderen auch zur Stelle sind. Der Held der Mannschaft.


    Halt Spiele zum Abschluß nach dem Motto: Wir alle als Mannschaft gegen den Trainer. Da gibt es als Gewinner nur die Mannschaft im Kollektiv und alle gehen zufrieden nach Hause. Das Ergebnis des Abschlussspiels haben sie bis dahin längst vergessen.


    Zum Spiel finde ich die Vorschläge von Paulwurf und Stella sehr gut. Einfach im Spiel mischen und fertig. Allerdings hiervon



    die Mannschaften werden manchmal selber gewählt von den Kindern


    rate ich dir dringend ab. Lasse nie die Kinder wählen. Meistens bleiben immer die selben übrig und du kannst dir vorstellen, wie es denen dann geht. Immer einteilen. Dann bist du als Trainer auch der Buhmann, wenn es ungerecht eingeteilt war und sie motzen sich nicht untereinander an. Und das möchtest du ja nicht. Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Spaß mit deiner Truppe.

    wie so oft, werden 2 Dingen zusammengeworfen.


    richtiges Passen und Passpiel sind für mich 2 ganz unterschiedliche Bereiche,

    Nicht nur für dich. Deswegen habe ich im letzten Absatz auch nur das Passen angesprochen. Find es aber klasse, dass du den Unterschied ansprichst. Oftmals habe ich den Eindruck, dass Passspiel gewünscht wird obwohl noch nicht mal das Passen klappt !

    das richtige Passen gehört in die Ausbildung beim Kinderfussball. Passen zu trainieren ist relativ einfach welche Bedeutung das gute Passen hat, dazu brauchts du dir nur ien fussballspiel anschauen.

    Gehört es das wirklich von G-E als ein Schwerpunkt ? Stelle ich ja hier in Frage. Und eben: Ist relativ einfach zu trainieren im Gegensatz zu anderen Techniken. Daher als Randthema abzuhandeln. Und ja, die "große" Bedeutung des guten Passens. Vielleicht wird durch diese Bedeutung ja vieles andere im Aufbaubereich vernachlässigt ? Und zeigt sich dann in älteren Jahrgängen u.a. dadurch, dass Gewichtsverlagerung kaum oder unkoordiniert stattfindet, Bälle 2 oder mehr Meter bei so ziemlich jeder Annahme verspringen, beim Dribbling der Ball mehr mit der Nase geführt als mit dem Fuß ?


    ein Spieler, der den Ball nicht sauber an seinen Mitspieler zuspielen kann, wird kaum von seinen Mitspielern angespielt, auch wenn der vollkommen frei steht.


    Das wird auch der Spieler nicht, der z. B. nicht sauber annehmen kann. Die teilen ein in "Gut" und "Schlecht". Da sind Kinder gnadenlos und das hat nur bedingt mit Passen zu tun.


    für mich ganz persönlich ist das Spielen eines sauberen Passes das wichtigste im Fussball. nochmals, ich spreche nicht vom Passpiel.


    Das ist doch mal eine Aussage. Meine Frage ist nur, ob du dem Passen deswegen genauso viel Trainingszeit widmen würdest, wie beispielsweise Dribbling.

    Kalinka


    Schaue auf dich und deine Truppe. Glaubs mir: Diese Typen haben ein stark begrenztes Haltbarkeitsdatum. Ab D wirds ruhiger. Schlimm nur das bis dahin die Kinder darunter leiden müssen. Wenn sie überhaupt solange aushalten.