Beiträge von Steini

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    Dann mach ich mal auf Spielverderber:


    Herkman
    Er setzt Deinen Jungen wenig ein und bei einem Turnier nur geschätzte 10 Minuten. Bei Deiner ersten Anfrage kanzelt er Dich ab. Auch auf die zweite Frage reagiert er ungeschickt. Bis hierhin sind die Argumente auf Deiner Seite und ich bin ganz bei Dir. Als Trainer und als Vater. Ist ein absolutes NoGo. Bevor ich ihn jetzt aber als KiFu-Feind brandmarke müsste ich erst mal wissen,
    ob er andere Kinder genauso behandelt.
    ob es ihm dabei ums Gewinnen geht.
    ob er altersgerecht trainiert.
    ob er sonst die Eltern als wichtigen Mannschaftsteil sieht.
    ob er alles alleine machen muss ( Training, Spiel, Auf- und Abbau usw.
    und und und
    Fehlt mir bislang als Input für eine Meinungsbildung.
    Bis hierhin habt ihr aber nach meiner Einschätzung nicht ein einziges Mal ein Vier-Augen Gespräch in aller Ruhe geführt. Dann wüssten wir wahrscheinlich mehr.


    Jetzt passiert folgendes: Er hat sich offensichtlich Gedanken darüber gemacht und bietet Dir ein Gespräch an. Das will er aber nicht in der Hektik eines Spieltages ( und da bin auch ich auf meine Mannschaft konzentriert und habe wenig Zeit für andere Sachen ) bzw. vor den Kindern. Er möchte, dass die Kinder lernen Entscheidungen zu akzeptieren. Das sollte er aber nicht von den Eltern einfordern sondern den Kindern selbst vermitteln. Hierauf sollte man ihn dementsprechend hinweisen. Für Dich und einige andere hier klingt das Diktatorisch.


    Aha. Sein wichtiger Nachsatz " Hinterher kann man gern in Ruhe drüber sprechen" wird hier aber einfach weggelassen. Hört sich für mich nicht so nach Diktator an.


    Was machst Du nun ? Vor diesem Gespräch holst Du Dir hinter seinem Rücken die Meinung des JL ein. Klasse Gesprächsbasis für ihn.
    Herkman, vielleicht habt ihr ja beide bislang Fehler in der Kommunikation betrieben. Gibt es eigentlich das Gespräch unter Männern nicht mehr ? Braucht man heutztage immer eine "überortliche Instanz" ( JL, Vorstand usw. ) um Probleme zu klären ? Setzt euch gleichberechtigt an einen Tisch. Mit 'nem kühlen Bierchen oder einer Tasse Kaffee. Entscheide dann.

    gerade Neuerungen kritisch zu Hinterfragen, einiges Infragezustellen, auf Schwachpunkte hinzuweisen.
    Ich bin nämlich überzeugt, dass das mehr vorranbringt , als jubelnd hinterherzulaufen.


    Man kann aber auch eine sinnvolle Aktion schon in alle Einzelteile zerlegen, bevor man überhaupt angefangen hat ! Du weist doch immer darauf hin, dass jeder hier unterschiedliche Voraussetzungen / Bedingungen hat. In einigen Verbänden ist das Feld schon längst bestellt. Da fällt vieles auf fruchtbaren Boden. Bei uns sind wir uns noch nicht mal über die Pachtbedingungen einig !!


    Ich hatte das FairPlay-Thema aus dem NFV-Diskussionsforum hier mal verlinkt. Schau Dir da die Klicks an. Das Thema interessiert also. Und die Antwort des Verbandes ?( Und nun weißt Du schon mal einiges über die Voraussetzungen hier. Im kleinen Rahmen versuchen viele hier etwas positiv zu verändern. Ich habe es mit der Unterstützung einiger Trainerkollegen für diese Saison geschafft, dass nun auf allen drei Plätzen unserer SG die Zuschauer mind. 15 Meter Abstand zum Feld halten müssen. Glaub nicht, dass das ohne Gegenwehr geblieben wäre. Selbst bei einigen Eltern aus der SG ! Desweiteren werden einige der F-E Trainer die gegenerischen Trainerkollegen anschreiben und ihnen die Coachingzone und Spielen ohne Schiri vorschlagen. Antworten stehen noch aus bzw. sind mir bis dato nicht bekannt. F-E deshalb, weil sich diese Trainer untereinander schon kennen. Ab 2013 wollen wir das auch für die G starten. Wir versuchen also auf Eigeninitiative die FairPlayLiga im kleinen Rahmen und hoffen auf Nachahmer. Unsere Antwort auf die Sturheit von einigen Verbandsverantwortlichen. Ich weiß, ist jetzt nicht der ganz große Wurf und auch ich hatte mir mehr erhofft. Aber manchmal muss man eben auch mit kleinen Schritten zufrieden sein.


    guenter


    Für kontroverse Diskussionen bin ich immer zu haben. Gerne auch mal "hart am Wind gesegelt". Beim Thema FairPlayLiga schwillt mir bei Deinen Beiträgen jedoch regelmäßig die Halsschlagader. Und das soll in meinem Alter nicht so gut sein, habe ich mir sagen lassen. Also:


    mal überlegt, ob das nicht für den ein oder anderen hier eine Aufgabe wäre, direkt vor Ort tätig zu werden?


    Mal überlegt, ob das nicht einige hier im Forum schon tun ?? Und Deine Bedenken, Kritik usw. im Vorfeld Wasser auf den Mühlen der Gegner / Skeptiker dieses Projektes sind ? Und hier lesen mehr mit, als Du Dir vorstellen kannst. So viele Gegenargumente gibt es nämlich nicht gegen ein Projekt, dass einzig und allein darauf zielt, den Kindern freies und unbeschwertes Fußballspielen zu ermöglichen. Da greifen die nach jedem Strohhalm, den sie kriegen können um so etwas zu torpedieren / zu verhindern / schlecht zu reden. Warum auch immer. Und Du willst doch wohl denen als "Bedenkenträger" nicht noch Munition liefern oder ??

    elladino


    Keiner zieht über Vater-Trainer her. Die meisten hier sind ( nebenberuflich :) ) Vater/Mutter und als Trainer tätig. Das hat aber nichts mit der eigentlichen Frage des Threads zu tun. Leider ist das Thema hauptsächlich auf den Nenner "Sollen Trainer Geld bekommen" herunter gebrochen worden, obwohl es noch einige andere interessante Ansatzpunkte gegeben hätte. Aber die Frage "Vater-Trainer - Vor- und Nachteile, gut oder schlecht" usw. wurde in anderen Themen diskutiert.

    Von Systemen zu sprechen, geht mir ohnehin zu weit. Ein System ist für mich deutlich mehr als nur die Anordnung der Spieler auf dem Platz.

    Dito

    Steini: Warum strebst du das 3:2:2:1 an? Mir kommt es zu tief vor. Wie interpretierst du es? Wird bspw. daraus bei gegnerischem Ballbesitz eher ein 3:4:1, sind die vorderen 2 Mittelfeldspieler (die zweite "2") Außen- und die hinteren 2 MF-Spieler quasi eine Doppel-Sechs?

    Ganz genau. Richtig angewandt nutzt es in der Offensive optimal die Platzbreite. Das erwarte ich aber nicht unbedingt. Und wie gesagt warte ich es auch noch ab. Ich dränge sie dort auch nicht rein. Sie sollen nur die Unterschiede selbst erfahren und später als Handlungsmöglichkeit im Erfahrungsschatz haben.

    Insofern ist es einleuchtend, dass die eine Mannschaft mit der 3er Abwehr klarkam und die andere nicht.

    Passt. Hatte ich nicht bedacht, dass bei tobn 6+1 gespielt wurde. Ist in der Tat ein großer Unterschied.

    @Schimi


    Schönes Video. Herrliches Bambinigewusel :thumbup:


    Es geht in diesem Thread ja um das Passen. Gemeint ist hier in den meisten Postings aber das bewusste und gewollte Passen zum Mitspieler in bestimmten Situationen. Das ist das Passspiel ! Das ist ein riesen Unterschied. Passspiel in G und F hemmt die Kreativität ! Punkt. Lass ich mich auch nicht von abbringen. Das Passen beginnen sie von selber. Dabei dann kurze Korrektur hinsichtlich der Technikt Innen- und Außenristpass und fertig. Passspiel habe ich erst mit älterer E begonnen. Jüngere E lass ich noch mit mir diskutieren. Und Dein Video ist das beste Beispiel. Du verweist auf den letzten Pass den der 9er macht. Ja, macht er klasse. Aber noch besser gefällt mir sein Solo vorher :!: Hätte man nicht sehen können, wenn Du extrem Passspiel üben würdest. Und solche mutigen Dribblings würden verkümmern, wenn Du das in der F machst. Machst Du nicht, aber ist als Gedenkanstoß für diejenigen denen das Passspiel ach so wichtig ist. Ist es auch, aber nicht in G und F.

    Zurück vom Spiel. Eigentlich ja erst 'ne Nacht drüber schlafen :rolleyes: deswegen in aller Kürze:


    Zuerst mit 3:2:2:1 angefangen. Damit waren sie schlicht noch überfordert. Bei Ballverlust war die Desorientierung doch deutlich zu sehen. Sie kennen aus der E auf dem Feld als Grundformation das 3:3:1 und das ständige Verschieben in Ballnähe. Ich habe auch mal 4:3 ausprobiert, fand aber dort das Offensivspiel als wenig druckvoll bzw. weniger dynamisch. In der Halle haben wir mit Raute gespielt, deswegen dachte ich das sie das heut wohl auch hinbekommen könnten.


    Ich habe daher heute für die zweiten und dritten 20 Minuten auf 3:3:2 umgestellt. Damit kamen sie deutlich besser zurecht. Der Defensivverbund war wesentlich dichter; das Herstellen von Überzahlspiel in der Defensive deutlich schneller. Somit hatten es die zwei vorderen Spieler leichter, ebenfalls hinter den Ball zu kommen. Das Stehen der 3er Reihe war trotz der Breite des Platzes eigentlich kein Problem. Ein Seitenwechsel kam so gut wie kaum vor und wenn war der Mittelfeldaußen meist zur Stelle, wenn der AV umspielt wurde.


    In der Offensive waren mehr Anspielstationen für Passfolgen, wenngleich es manchmal auch zu eng zuging. Da wäre die Raute deutlich effektiver. Für meine Jungs war es heute das erste Mal mit Abseits. Das hat sie in den ersten 20 Minuten sehr dazu verleitet, ständig lange Dinger in die Spitze spielen zu wollen. Daher werde ich erstmal die Eingewöhnungsphase abwarten und es dann mal wieder mit einem 3:2:2:1 probieren.

    tobn


    Ich habe heut abend Testspiel und wir spielen 3 x 30 Minuten um eben diese Dinge ausprobieren zu können, da ich eine neu formierte Mannschaft habe. Eine Richtung habe ich schon im Kopf, aber vieleicht zeigt mir das Spiel bzw. meine Truppe heute etwas ganz anderes. Ich melde mich dann.

    Die Gefahr besteht dann nicht, wenn ich zwei Punkte beachte:


    1. Die Spielform ist so gewählt, dass der anvisierte Trainingsschwerpunkt ( hier Ausdauer ) auch erreicht wird. Dazu muss ich mir vorher Gedanken machen, wie mögliche Hemmnisse vermieden werden können, bei denen ich zu oft eingreifen müsste. Geht schon mal los bei der Spielfeldgröße. Auf kleinem Feld versteckt es sich schwerer als auf großem. Dabei genug Bälle am Rand für möglichst wenig Spielpausen. Dann kann ich mit neutralen Anspielern arbeiten. Hier bevorzugt natürlich die, die sich gern verstecken. Oder ich gebe den Spielern Nummern und gebe während des Spiels abwechselnd eine kleine Nummernreihenfolge fest, die durchgespielt werden muss. So muss jeder Spieler dauerhaft in Ballnähe sein, da er ja jederzeit damit rechnen muss, anspielbar sein zu müssen. Trainiert zugleich die Konzentrationsausdauer. Mir fällt jetzt kein besserer Begriff dazu ein. Ich denke Du weißt was ich meine. Oder, oder, oder. Die Variationen sind eigentlich unendlich. Man muss nur vorher auf Unwegbarkeiten gefasst sein und darauf reagieren.


    Der zweite Punkt ist fast noch wichtiger: Du musst beim Trainieren der Ausdauer in der Trainingsmethodik der Spielform auch innerhalb dieses Schwerpunktes bleiben. Viele tendieren nach meinen Beobachtungen dazu, plötzlich zu korrigieren wenn gruppentaktische oder individual-technische Fehler auftauchen. Merken und beim nächsten Training einbauen. Nicht aber einfrieren oder stoppen !! Sie sollen dauerhaft die Übung absolvieren, sonst hat es nicht den gewünschten Effekt. Ansonsten nur positiv motivieren und anfeuern. Zieh das gerade während der Vorbereitung durch und Du wirst Dich über konditionelle Fortschritte wundern. Und das ganze mit großer Motivation, da ständig der Ball im Spiel ist.

    Ich würde auch versuchen, die Kondition der Jungs über entsprechende Spielformen zu erhöhen. Wichtig dabei sind kleine Mannschaften, also viel 1:1 oder 2.2, denn dann können sich die beiden genannten Spieler keine Pause gönnen


    Beim ersten Teil gehe ich mit. Beim zweiten Teil: Einspruch, Euer Ehren :) Bei 1:1 oder 2:2 arbeitest Du eher im Bereich Schnelligkeitsausdauer. Kurze intensive Belastung, vollständige Erholung. Möchtest Du im Ausdauerbereich trainieren, bieten sich Spielformen ab 5:5 oder mehr an. Spiel auf vier Tore, Tore "Rücken-an-Rücken", Spiele mit Kontertoren in der Breite usw. Dabei Spieldauer je nach Altersklasse von 20 - 30 Minuten.


    Im vorliegenden Fall würde ich es wie iceman07 schon gesagt hat über Ein- und Auswechselungen machen. Egal, ob dabei dann immer einer der Beiden auf dem Platz steht. Das würde ich individuell entscheiden. Denk dran: Auch die "Besten" brauchen mal 'ne Pause.

    Die selben Probleme hat unsere E-Jugend zur Zeit. Es ist wie so oft: Gebe es die Festspielregel nicht, wäre man wesentlich flexibler. Das würden dann aber wieder einige wenige dies aus niederen Beweggründen ausnutzen. Deswegen hat man es vor einiger Zeit verbindlich für alle geregelt. Für mich das Hauptargument für G-E keine Punktspielrunden durchzuführen.

    Mache Dir Gedanken wie Du das Verhalten, dass Du Dir von den Spielern wünscht ( egal elches ), in einer von Dir ausgearbeiteten Spielform trainierst. Damit schulst Du Dich selber in Sachen Trainingsmethodik und es erhöht Dein Repertoire an Übungsformen. Medien wie DVD's können da unterstützend genutzt werden. Sie sollten aber nicht dazu verleiten, alles immer nur 1:1 zu übernehmen.


    Tafel in F und E ? Siehe oben. Methodisch richtig aufgebaut und über einen längeren Zeitraum trainiert ist das in der Altersklasse alles in der Praxis trainierbar. Und dabei haben sie immer den Ball am Fuß. Warum da Zeit an der Tafel investieren ? Ich würde die Zeit sinnvoller nutzen.

    Hallo Patrick


    Ich kann mich da Basti nur anschließen. Sieh das Aufwärmen als kleine Trainingseinheit vor dem Spiel. Es dient in der Altersklasse hauptsächlich der Konzentrationsförderung und Du solltest es dementsprechend begleiten. Sprich motiviere sie dabei, wach zu sein. Als mögliches Aufwärmprogramm:


    Zwei Mannschaften und dann Handball ohne Tore. Jeder Wurf zum Mitspieler zählt einen Punkt. Nach 5 Minuten Wechsel zum Fußball, sprich jeder gelungene Pass zum Mitspieler zählt einen Punkt.


    Sehr intensiv aber hinsichtlich Konzentration sehr förderlich mach ich immer folgendes Spielchen, welches ich hier aus dem Forum habe und nur leicht abgewandelt habe: Drei Mannschaften mit unterschiedlichen Leibchen in einem abgegrenzten kleinen Feld. Zunächst Rot und Grün gegen Gelb. Verliert Rot den Ball an Gelb geht es sofort ( ohne "erster Ball ist frei") weiter mit Gelb und Grün gegen Rot usw.


    Danach Überzahlspiel 2:1 auf das Tor mit Kontertoren für den Abwehrspieler. Die anderen Spieler passen sich zu zweit den Ball zu, bis das Kommando vom Trainer zum Start kommt. Gib den Teams dabei Nummern, sodass sie nicht wissen wann sie dran sind und sich deswegen dauerhaft konzentrieren müssen.


    Meld Dich wieder, wenn sie jetzt in der ersten Hälfte richtig Gas geben und in der zweiten Hälfte kein Saft mehr haben. Dann sollten wir das Aufwärmen vielleicht leicht abändern 8) Viel Spaß mit Deiner Truppe. Hört sich gut an.

    Beim 1. Training habe ich mich vorgestellt mit Vornamen und DU. Habe mich von der Mehrzahl hier überzeugen lassen und, stellt euch vor, es hat auch gar nicht weh getan.


    Find ich gut. In der Altersklasse bist Du ( darf ich doch sagen, oder ? ;) ) eine nicht unerhebliche Bezugsperson für sie. Ein "Sie" baut hier nur Distanz auf.


    Was mich aber schon nervt, sind die Eltern.


    Das könnte noch öfter vorkommen, aber sie sind Bestandteil der Mannschaft und so sollte man sie auch behandeln. Sehe ich zumindest so.


    Bekam z.B. schon eine Mail von einem Vater (noch nie gesehen), sein Sohn ist übernächsten Samstag nicht da, also setze ihn diese Woche ein. Die Anrede in der Mail mit Vornamen und Du. Fand ich schon frech. Habe gar nicht drauf geantwortet. Ein paar Eltern kamen nach dem Training auf mich zu und sprachen mich auch mit Du an. Aber o.k...... gibt schlimmeres.


    Kommunikation mit den Eltern ist in dieser Altersklasse immens wichtig ! Immerhin meldet hier jemand seinen Jungen zum Spiel ab. Glaube nicht, dass das selbstverständlich ist. Gar nicht drauf zu antworten halte ich für falsch. Warum möchtest Du eigentlich mit dem "Sie" Distanz aufbauen ? Der Respekt kommt bei guter Betreuung ihrer Kinder von ganz allein und spiegelt sich nicht in der Anrede wieder. Ich rate Dir hier zu mehr Gelassenheit. Reib Dich nicht an solchen Kleinigkeiten auf, Du wirst Deine Kraft noch für wesentlich wichtigere Dinge brauchen.


    Er versuchte beim Abschlussspiel zu dirigieren und die Mannschaft aufzustellen.


    Muß nicht zwangsläufig negativ sein. Wenn Du dies geschickt in die richtigen Bahnen lenkst, wird Dir das später auf Großfeld helfen.



    Nörgelte dauernd rum. Dort einen Freistoß, hier war Hand, da war der Ball im Aus. Beim Gegentor waren die Mitspieler dran Schuld usw.


    Geht gar nicht. Konsequenz ist hier gefragt. Ein solches Verhalten kann eine ganze Mannschaft nachhaltig negativ beeinflussen. Deswegen:


    Kann doch da nicht nachgeben, oder?


    Nein. Hier gibt es aber zwei Wege: Ihm in einem Vier-Augen-Gespräch klar machen, dass nach Deinen Regeln trainiert und gespielt wird. Ansonsten drohen Konsequenzen und die müssen dann auch in angemessener Form kommen. Zweiter Weg: Gib ihm mehr Verantwortung. Sag ihm das wenn man gut Fußball spielen kann, damit auch eine Verantwortung gegenüber den nicht so guten hat. Er soll ihnen helfen und sie nicht anmotzen. Dadurch werden sie nicht besser und frage ihn ob er gern angemotzt wird. Ich weiß, ist link da es eine rein rethorische Frage ist.


    Bedenke auch: Sein Verhalten hat Gründe und die könnten im rein Privaten liegen. Die findet man raus, wenn man einen guten Draht zu den Eltern hat ;)

    coachie


    Zu Argumenten hinsichtlich Einteilung nach Leistung gibt es im Forumsarchiv einige interessante Diskussionen. Ich bin aus eigener Erfahrung absoluter Befürworter der Leistungseinteilung.


    Zu deinem Ansinnen in deinem Verein innerhalb der JSG haben TomTom und Basti81 schon ein paar wichtige Aspekte genannt. Vereinsmeierei, Dickköpfe und dein eigenes Standing im Club. Überleg dir das gut, ob du diesen Kampf führen möchtest. Und das ist wirklich ein Kampf. Ich habe das hinter mir. Sechs Jahre mittlerweile. Im Laufe der Zeit habe ich immer mehr Mitstreiter gefunden und stand nicht mehr alleine im Wind, sonst hätte ich wahrscheinlich längst aufgegeben, etwas verändern zu wollen. Unser Fußballcamp hat uns Trainer noch mehr zusammen geschweißt und der gemeinsame Wille zu Veränderungen ist noch mehr gewachsen . Und auch dem Vorstand ist nicht verborgen geblieben was man auf die Beine stellen kann, wenn man nur will und den Mut dazu hat. Nach diesen sechs Jahren beginnt also jetzt erst ein zartes Pflänzchen zu blühen.Bei der nächsten VS soll ich dem Vorstand Ideen und Vorschläge eines strukturierten Aufbaus und einer einheitlichen Ausbildung in unserer Jugendabteilung vortragen.


    Einen wichtigen Punkt hat Basti81 schon genannt. Den stelle ich mir auch bei uns so vor. Gemeinsames Training der Altersstufen und Einteilung in leistungshomogene Trainingsgruppen. Wir praktizieren dies gerade schon mit unserer C und D und das klappt richtig gut. Die anderen Punkte würden jetzt hier zu weit führen.


    Daher kann ich dir zu deiner Frage also nur sagen: Ja, es kann sich lohnen. Wenn man potenzielle Mitstreiter hinter sich weiß. Manche mögen dabei nicht in vorderster Front stehen, sind aber im Hintergrund Gold wert. Wenn man ein richtig dickes Fell hat. Wenn man bereit ist, Kompromisse zu schließen. Wenn man Geduld und Nerven hat. Dann sollte man es ruhig versuchen. Wenn nicht: Lass es sein :!: Das ist und bleibt ein Hobby und das soll Spaß machen. Als Trainer sollte man selbst am meisten Spaß bei der Sache haben. Nur dann kann man seiner Truppe authentisch vermitteln, was für einen geilen Sport sie sich da ausgesucht haben. Wenn der Streß überwiegt, wird dein Akku rasend schnell in die Knie gehen. Und damit ist keinem geholfen.


    Wünsche dir ein glückliches Händchen bei deiner Entscheidung !

    Kenne das aus unserer Gegend in Oesterreich gar nicht, mal ausgenommen von der BL-Mannschaft in der Naehe. Die Spieler sind viel zu verbunden mit dem Heimatverein/Heimatgemeinde - es gibt auch nicht wirklich Leistungsklassen. Es ist eher umgekehrt, das Spielgemeinschaften schwer zustande kommen, da muss man ja e.v. zum Nachbarverein


    Im Grunde ein Thema für sich. Bei uns bestehen mittlerweile viele JSG'en aus drei Vereinen. Auch das nimmt zu. Und Du kannst Dir vorstellen, dass dadurch Differenzen untereinander nicht gerade einfacher zu lösen sind.


    Im Bezug auf Abwerben birgt dies zusätzlich die Gefahr, dass die Jungs schon zu Beginn sowas wie Vereinstreue kaum kennen lernen. Mir ging es bei diesem Thema auch eher um die Art und Weise. Das Spieler den Verein wechseln hat es schon immer gegeben. Da war es aber so, dass zunächst an den Verein heran getreten wurde oder an den Trainer. Da es hier nicht so viel höher klassig spielende Vereine im Jugendbereich gibt, waren dies immer die gleichen Ansprechpartner und da bestand ein guter Kontakt. Ich hatte mit dem jeweiligen Trainer vereinbart, dass die Spieler zunächst Probetrainings absolvieren. So hatte auch der Spieler immer die Gewissheit, problemlos sofort wieder zurück zu können, wenn er dort nicht klar kommt. Das ist dann zwar nie vorgekommen, aber diese Option für den Spieler finde ich schon wichtig. Hat super geklappt.
    Diese Regeln scheinen aber weitestgehend abgeschafft worden zu sein. Zumindest in unserer Gegend. Da wird stumpf gebaggert und zwar gleich beim Spieler oder dessen Eltern. Das Ganze dann auch schon ab E-Jugend. Und auch da, wo es meiner Ansicht nach nicht mal großen Sinn macht.

    Die unterschiedliche Bewertung von dem, was an Beitragserhöhung zu verkraften ist und den Zielen, die mit dieser Beitragserhöhung verfolgt werden sollen, führt manchmal in eine Sackgasse, wo es mehr um Glauben als um Wissen geht! Wie denn auch, wenn man noch gar nicht wissen kann, wie die Forderung und die Ziele bei den Entscheidern (hier die Eltern als Beitragszahler) noch gar nicht angekommen ist?


    Klar, man kann eine Vereinsbefragung machen, wo Unzufriedenheiten sind und was ihnen die Behebung dieser Unzufriedenheiten wert wäre? Aber Umfragen geben nicht immer auch gute Ergebnisse, wenn der reale Hintergrund führt.


    TW-Trainer


    Wahrscheinlich ist der Thread mittlerweile viel zu lang und da geht einiges unter. Ich hatte zu Anfang mal erwänt, dass ich in einem zweiten Verein tätig bin wo genau das keine Vermutungen sind sondern gelebte Realität !! Dieser Verein hatte seit der Erhöhung ( vor ca. 5 Jahren ) steigende Mitgliederzahlen. Und auch Chris hat nicht gerade von Weltuntergangsstimmung nach der Beitragserhöhung berichtet. Entweder ist das überlesen worden oder wird schlicht ignoriert, weil es nicht in die Argumentationskette passt.


    Basti


    Wenn ich mir Deine Vereinsbeschreibung so anhöre hört sich das sehr positiv an. Ich würde mal stumpf sagen, ihr habt auch keine Beitragserhöhung nötig. Läuft doch alles. Da wundert es mich dann auch nicht, warum Du so gar kein Verständnis für eine Erhöhung als Maßnahme zur Verbesserung der Gesamtqualität in einem Verein hast, wo es nicht läuft und jeder sein Süppchen kocht. Und mir ist hier auch die bloße Reduzierung auf Bezahlung nur für Trainer zu einseitig. In dem zweiten Verein wo ich bin, bekomme ich Geld. Ich betreue dort aber gar keine Truppe ! Schon mal drüber nachgedacht, dass man Geld auch in andere Maßnahmen / Ideen investieren kann und die gesamte Jugendabteilung davon etwas hat ?


    Andre


    Lass Dir gesagt sein: Wenn da vernünftige Leute hinter stehen, die mit Geduld und Verantwortungsbewusstsein agieren, kann das einen richtigen Schub geben. In dem Verein hat es geklappt. Und ja, dass hat zwei Medaillen. Man grenzt sich wirklich etwas ab. Neider hat der Verein genug. Sie wollten aber vor Jahren etwas ändern und hatten den Mut dazu. Jetzt werden sie dafür belohnt.

    Seitdem grübele ich, welche Vorteile und welche Nachteile dieses System hat. Hat jemand Gedanken hierzu?


    Gruppentaktisches Verständnis. Und in der ( älteren ) D-Jugend sollte man anfangen, ihnen dies zu vermitteln. Ab C-Jugend nimmt auch Gruppentaktik an Bedeutung zu. Da sollte das für sie kein Neuland sein. Dieses Hallensystem der Raute wird Dir auf dem Feld helfen. Ich bin ein Anhänger des 4-1-2-1 Systems auf dem Feld. Es erfordert in einer Breitensportmannschaft viel Geduld, ist aber nicht ausweglos. Man sollte dies nur methodisch und langsam aufbauen.


    kommt mir vor wie ein Spiel mit Libero, finde ich daher nicht so gut.Zumindest nicht bei jüngeren Mannschaften, denen man das mitgehen noch nicht wirklich vermitteln kann. Vermutlich steht dann einer immer nur ganz hinten drin. Bei älteren Jahrgängen, die sich schon flexibler verhalten können, mag es Sinn machen. Aber 2-2 ist meiner Meinung nach auch für ein raumorientiertes Spiel besser geeignet als einer ganz vorne und einer ganz hinten. Zumindest für durchschnittlich begabte Mannschaften.


    Ganz genau. Das ist die Gefahr. Dafür brauchst Du schon Spieler mit Spielverständnis und das geht schon beim Torwart los, gerade in der Halle. Der "Linienkleber" sorgt da schon für eine Lücke im System. Wichtig ist zudem, dass sie nicht in ein 1-3 bei gegnerischem Ballbesitz verfallen. Die Raute wird zwar flacher, sie sollte jedoch weiter bestehen um dies bei Balleroberung effektiv nutzen zu können. Wenn sie dies in der Halle verinnerlicht haben ( ich empfehle hier viel SoccerCourt-Training im Winter, wenn Du die Möglichkeit dazu hast ), wirst Du überrascht sein wie sich das auf dem Feld bemerkbar macht !


    außerdem gefällt mir der Gedanke eines 'letzten Mannes' grundsätzlich nicht.


    Das ist er auch nicht. Wenn man dies schon ab F-Jugend so vermittelt, wird er diesen Begriff so auch nie kennen lernen und dementsprechend spielen. Ich entstamme der älteren Generation und habe bei diesem Begriff hinsichtlich meiner aktiven Zeit so einige Spieler vor meinem Auge :rolleyes: "Der technisch schlechteste Spieler ist immer Libero" war so ein Spruch meiner Zeit. Stimmte rückwirkend betrachtet eigentlich selten und mancher davon hätte in einer Kette richtig gut ausgesehen. Also rotieren in jüngeren Altersklassen und immer ermutigen, mit aufzurücken. Kostet viele Tore und Punkte aber Shit happens. Zahlt sich spätestens ab D aus.


    Zurück zur D und der Raute.


    Und das entsprechnde Umschalten aller Beteiligten (der letzte und der vorderste Spieler müssen ja auch die Richtungswechsl mitmachen) kann meiner Meinung nach nur in einer leistungsorientierten Mannschaft umgesetzt werden, wie soll das gehen wenn auch die schwächeren Spieler ihre Einsatzzeiten haben sollen.


    Da kann ich Dir nur zustimmen. In der Hallenrunde hat man aber die Möglichkeit die Truppe nach Leistung aufzustellen. Und später auf dem Feld orientieren sich die eher schwächeren Spieler an denen, die dieses System beherrschen. Ist halt die Kunst, eine Breitensportmannschaft auf möglichst gleiches Niveau zu bringen. Wobei niemand glauben sollte, dass "leistungsorientierte" Mannschaften ein Selbstläufer sind. Die lernen sicherlich schneller. Wenn mein Training dann grottig ist, sieht man das dann auch umso schneller ;)


    Was mich brennend interessieren würde: Du sagst, Du bist Trainer in einer Fußballschule. Höre ich öfter hier im Forum. Sowas kenne ich hier aus der Regoin nicht. Wie muss ich mir das vorstellen ? Sind das Spieler, die im Verein spielen und zusätzlich zu euch kommen ? Oder spielen die nur bei euch ?