Zodiak
Hört sich für mich aus verschiedensten Gründen sehr interessant an. Würde mich daher sehr freuen, wenn Du hier regelmäßig berichtest. Möglichst auch über auftretende Schwierigkeiten bzw. Hemmnisse. Auf jeden Fall wünsche ich Dir und Deinem Club schonmal, dass alle Beteilgten der neuen Ausrichtung und Zielsetzung genauso offen und möglichst objektiv gegenüber stehen wie Du.
Beiträge von Steini
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Wäre alles so nicht geschehen, wenn der Turnierveranstalter zu Beginn des Turniers kurz etwas dazu gesagt hätte. Wie ich finde, gehört sowas auch zu den Dingen die man beachten muss wenn man sich Gäste einlädt. Und nichts anderes ist ja so ein Turnier. Dann wären alle informiert gewesen.
Mach dir deswegen keinen Kopp. Wie man es macht ist es sowieso verkehrt.
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guenter
Das sind genau die Befürchtungen, die ich auch habe. Aber zumindest versuchen möchten wir es.Lasst ihn nicht allein.
Die Botschaft ist angekommen

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da kommen speziell ausgebildete Leute 3 Monate in den Verein, machen mit G,F und E Training, stimmen die Heimtrainer
auf die Ziele des Kinderfussballes ein und unterstützen in der Anfangs so wichtigen Elternarbeit.Utopisch? garantiert erfolgreicher, als alles was derzeit läuft.
guenter
Wir versuchen sowas in abgespeckter Form im Verein für die Neulinge im G-F Bereich zu "installieren". Es hat sich bereits jemand bereit erklärt, diese Funktion zu übernehmen. Ich denke vom Standing und seiner Persönlichkeit her ist er der Richtige. Das ist nicht zu unterschätzen. Schnell steht man als Klugscheißer da obwohl es nur als Unterstützung und Hilfe gedacht ist. Wir Trainer dürfen nicht einfach darauf warten, dass es besser wird, sondern Ideen einbringen. Bin gespannt, wie das angenommen wird.Im Übrigen ist jeder Kreisverantwortliche ansprechbar, wenn man mal eine Fortbildung im Verein anbieten möchte. Ist zumindest bei uns so. Zählt dann auch für die Lizenzverlängerung.
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Hast du das Gefühl, dass dir schon starke Spieler abhanden gekommen sind, weil sie zu wenig spielen? Oder ist dieser Aspekt zu vernachlässigen?
Ich habe bislang nur interessiert mitgelesen. Deine Frage finde ich aber sehr wichtig. Zeigt mir auch, dass Du diesen schwierigen Spagat erkannt hast, in dem sich ein Trainer oft befindet. Der eigene Anspruch, allen gerecht zu werden und allen die Faszination dieser Sportart zu vermitteln, scheitert oft aus verschiedenen Gründen an der Realität. Ich kenne nun den Trainer Deines Sohnes nicht und werde daher nicht über ihn urteilen. Deine Beschreibungen hören sich allerdings nicht gut an. Ich möchte auch auf keinen Fall diese Vorgehensweise rechtfertigen, Dir aber mal zu Deiner Meinungsbildung die "andere" Seite schildern.
Mein Ältester wollte damals Fußball spielen und es war sehr schnell klar, dass jemand die Betreuung der Mannschaft "mal so zwischendurch" machen wollte. Andere Kandidaten gab es nicht. Wohl der typische Beginn der "Karriere" als Kinderfußballtrainer der meisten hier im Forum. Schweren Herzens habe ich mich damals von meiner B-Jugend getrennt und die Minis übernommen weil ich wollte, dass mein Sohn diesen Sport genauso lieben lernt und immer positiv an seine Anfänge zurück denkt wie ich. Ich hatte den riesen Vorteil, dass ich da schon einige Jahre als Trainer von der D bis ( übergangsweise ) zur Herrenmannschaft hinter mir hatte. Und da ist schon der erste große Knackpunkt. Viele werden in ihren Vereinen einfach ins kalte Wasser geschmissen. Hauptsache einer machts. Egal wie. Kontrolle gleich null. Und das bei Kindern ! Vielleicht geht es dem Trainer Deines Sohnes genauso ?
Mir ist es dann aber trotzdem bei einem Spiel in der F passiert, dass ich einen Spieler in den letzten 15 Minuten eines Spieles komplett vergessen hatte einzuwechseln, obwohl er dran gewesen wäre. Wie Du siehst plagt mich da heute noch das schlechte Gewissen. Seit diesem Tag steht immer mein Co an meiner Seite und gibt mir in einem gewissen Zeitrahmen einen Hinweis. Vielleicht könnte ja auch der Trainer in Deinem Fall eine solche Hilfe gut gebrauchen ?Um Deine Frage zu beantworten: Ich habe im Heimatverein die ganze Palette an Leistungsstand in meiner Truppe. Und von den leistungsstarken Spielern ist mir bislang noch keiner abhanden gekommen. Sie fühlen sich eben in der Mannschaft wohl. Das ist das Wichtigste ! Und ich habe es noch nie erlebt, dass sie einen Einzelnen für Fehler oder eine Niederlage verantwortlich gemacht haben. Das wiederum ist mir wichtig und da bin ich echt stolz auf die Truppe. Wenn das Training spaßig und abwechslungsreich ist, ist das mehr als die halbe Miete. Es ist und bleibt aber das Schwierigste an diesem "Job". Es allen ( einschließlich der Eltern ) Recht zu machen. Keiner von uns ist unfehlbar. Deswegen finde ich es immer sehr hilfreich, wenn hier Elterteile wie Du hier ihre Sicht der Dinge schildern. Hilft mir persönlich ungemein, seine Sinne diesbezüglich wach zu halten.
Nochmal: Ich will damit keineswegs die Vorgehensweise des Trainers Deines Sohnes rechtfertigen. Als Trainer ist es mir aber wichtig, dass "meine" Eltern mir in einem persönlichen Gespräch in möglichst ungestörter Athmosphäre mitteilen wenn ihnen etwas nicht passt. Es gibt halt immer zwei Seiten. Vielleicht ist ihm gar nicht so bewußt, was er Deinem Junior damit antut. Viel mehr kaputt machen kannst Du ja offensichtlich nicht. Entscheidend ist dann, was er draus macht.
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Mal ein praktisches Beispiel: Noch vor wenigen Wochen hatte der zuständige Stützpunktkoordinator bekannt gegeben, das in der Halle die Raute (1 : 2 : 1) gespielt werden solle. Vor ein paar Tagen war ich Gast in einem Turnier für Stützpunktmannschaften. Nicht eine Mannschaft spielte mit der Raute!
Da kann ich die unterschiedliche Handhabung bestätigen. Ich war ebenfalls vor nicht allzu langer Zeit auf einem Stützpunktturnier. Und da haben alle mit Raute gespielt. Mal abgesehen davon was "besser" oder "schlechter" ist. Gehen die Erfahrungen und Meinungen ja auch hier im Forum auseinander. Sinn und Zweck einer solchen Vorgabe soll ja unter anderem sein, beim Vergleich unter den selben Voraussetzungen die Vor- und Nachteile im Bezug auf die Weiterentwicklung der Spieler in bestimmten Bereichen in diesem System heraus zu filtern. Wenn dann wieder jeder sein eigenes Süppchen kocht...
Ist zu vergleichen mit dem Talenttest. Gleiche Übungen, gleiche Voraussetzungen. Somit fundierte Grundlage zur Analyse über einen längeren Zeitraum.Auf meine Frage an einen Stützpunkttrainer, warum denn nicht Raute gespielt würde, meinte dieser: "ja, wenn das denn besser wäre, würden das alle machen"!
Ah ja. Man stelle sich vor ein Johann Cruyff hätte vor vielen Jahren so gedacht. Um nur mal ein Beispiel zu nennen. Er ist damals wohl eher nach folgendem Prinzip verfahren:
Fazit: Wer in der Fussballwelt nach einem Schwarz oder Weiß sucht, wird sich irgendwann verzweifelt abwenden. Wer ist aber gern im bunten Topf unterschiedlicher Meinungen tummelt, wird mit großer Neugier nach jedem "Hecht im Karpfenteich" (der ja was Gutes und was Schlechtes hat) schauen.
Finde ich klasse den Spruch. Muss man sich immer mal wieder vor Augen führen. Nicht den Fußball neu erfinden wollen, aber immer offen für Neues sein.
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Alles okay. Man muss ja nicht immer auf den gleichen Nenner kommen.
Und ja, ich glaube auch das wir einander vorbeireden.
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guenter
Bestätigt mein Eindruck. Du hast nichts von dem verstanden, was und wovon ich in zwei Posts geschrieben habe.Thema ist 1-2-1 System in der Halle. Dazu habe ich was geschrieben.
Und Sinn und Zweck ist tatsächlich unter anderem die Weiterentwicklung von Spielverständnis und -intelligenz. Das hat nichts mit Gewinnorientierung zu tun, was Du mir und anderen Schreibern hier unterstellst. Lies Dir mal die beiden letzten Absätze von TRST durch. Sagen eigentlich schon alles.
Und es steht nichts von einer E, vom Unterschied Feld und Halle, vom Einzwängen in ein System ( Grundordnung ??? ) und und und drin.
Wir reden von unterschiedlichen Dingen und Themen. Das ist kein Problem. Hier aber immer ( oft zu Recht ) zu kritisieren, Postings aus dem Zusammenhang zu reißen wodurch deren Sinn verfälscht wird und dann genauso zu verfahren. Ne, das passt für mich nicht.Andre
Dich habe ich zu keinem Zeitpunkt gemeint. Ist für mich schlüssig und auf das Thema bezogen, was für Dich zur Zeit wichtig ist in der D. Damit kann ich gut leben. Übrigens werden die für Dich wichtigen Dinge gerade in der Raute besonders gut abgefordert. Und genau darüber ( !!! ) habe ich geschrieben. Deswegen hatte ich auch Deinen letzten Absatz zitiert. Das Thema vom Threadersteller ist und bleibt1-2-1 System in der Halle. Er bekommt hier Tipps und Hinweise genau darauf bezogen. Da kann er für sich und seine Truppe das Passende heraus suchen. Und das ärgert mich, André. Wenn dann einer wie jetzt guenter daher kommt und behauptet, wäre nur aus Gewinnorientierung und man würde die Spieler nur einschränken. Da lasse ich ihn auch mit der Nummer "ich hatte nur eine Grundordnung" nicht mit durch.
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bei den Kommentaren zu diesem Thema könnte ich ausflippen.
Geht mir genauso. Bei Kommentaren wie Deinen. Du beschwerst Dich hier oft, dass Dinge aus dem Zusammenhang gerissen werden. Jetzt machst Du nichts anderes. Wenn Du mir hier reine Gewinnorientierung vorwirfst, hast Du nichts von dem verstanden was ich beschrieben habe. Das gleiche gilt für das Posting von @ TRST, aber der kann sich selbst dazu äußern.Ich mache mir keinen Kopf mehr darum, wie ich auf 1:2:1 reagiere. Im Prinzip könnte man sogar sagen, das das auch nicht in die D gehört und andersherum dann doch, weil ...es darum geht, dass der oder die Spieler über ihre Spielintelligenz und ihr Können dazu gebracht werden sollten, dagegen halten zu können...aber ohne großartige vorgegebene Strategie....die bei zu fester Abforderung alles andere verhindern könnte und das wäre dann Contraprodukiv...finde ich. Gruß Andre und Frohes Fest.
Genau darum geht es. Und spielen in der Raute fordert gerade dies sehr schön ab und der Lerneffekt ist sehr hoch.Ich hatte befürchtet, dass die Diskussion wieder nur in diese Richtung geht. Ärgere mich schon, dass ich überhaupt was dazu geschrieben habe.
In diesem Sinne... -
Dass ich das im zarten Alter von 58 Jahren noch machen durfte, finde ich auch erwähnenswert. -
Und ich finde erwähnenswert, dass Du Vorbild für die bist, die meinen schon alles zu wissen und sich nicht mehr fortbilden brauchen. Egal in welchem Alter.Respekt miho

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guenter
Es geht auch darum, dass die Stützpunkttrainer die Hallenzeiten nehmen müssen, die ihnen angeboten werden. Zumindest bei uns im Kreis sind Hallenzeiten sehr begrenzt, da sie eben durch die örtlichen Vereine belegt sind. Selbst für die ist es dabei schwierig, allen Sparten und Mannschaften gerecht zu werden. Und wann sind die meisten Hallen frei ? Genau, Sonntags.Zudem lies bitte mein erstes Posting. In dem habe ich nämlich etwas bez. Training zur Festigung von mannschaftsdynamischen Abläufen gesagt und das ist nicht Sinn und Zweck des Fördertrainings. Wenngleich ich von einem guten Trainer einer D aufwärts erwarte, dass er dies durch seine Trainingsmethodik nicht ganz außer acht lässt. Es sollte nur nicht der Grund für das Training sein. Ist und bleibt aber Spekulation. Was ich durchweg positiv finde, ist sein Wille zur Kommunikation. Er könnte auch sagen: Ich ziehe es durch und fertig. Ob nun Andre mit dem Ausgang des Gespräches zufrieden ist oder nicht steht auf einem anderen Blatt. Er ist aber Gesprächsbereit und das wäre mir als Vereinstrainer wichtig. Es bleibt nur immer noch die Eingangsfrage offen. Dürfte er es bestimmen und wenn ja, wo ist das schriftlich und verbandsübergreifend fixiert ??
Mit meinem letzten Posting wollte ich etwas anderes aussagen. TW-Trainer hat es schon gut ausgedrückt. Die ganze Sache gelassener sehen. Ist ein Luxusproblem
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Zunächst finde ich es sehr gut, dass Du erst mal 'ne Nacht drüber geschlafen hast. Offensichtlich scheint der Ärger jedoch noch nicht verflogen zu sein. Sieh es mal aus einer anderen Sicht: Zwei Stützpunktspieler und offensichtlich der ein oder andere Spieler, der auf der Liste steht. Entweder habt ihr das Glück eines goldenen Jahrgangs oder bei euch wird gute Ausbildung betrieben. Oder beides. Kann ich aus der Ferne nicht gesichert beurteilen, aber ich vermute mal das es nicht mit reinem Glück zu tun hat. Die Anzahl der bisherigen Stützpunktspieler und die Spielklassen eurer Vereinsmannschaften spricht dafür. Einen bestimmten Level zu erreichen ist schon schwer, diesen zu halten jedoch noch wesentlich schwieriger. Alles unter der Voraussetzung das ihr nicht ausschließlich mit Sichtungen arbeitet, wovon ich nicht ausgehe.
Du sprichst im Grunde von einem Luxusproblem. Hilft dir jetzt nicht weiter, aber es werden sicher viele Leser hier denken: Seine Probleme möcht ich haben

Es sind als diese Sonntagstermine. Davon gabs nun einige und die sorgten halt dafür, dass das Heimteam -gerade in dieser Winterhallenphase- für die Stützpunktspieler eher zum Gastteam verkommt.
auf der anderen Seite stehen hier die Vereinsinteressen. In meinem persönlichen Fall das benannte Problem, aber auch die Entfremdung des Spielers und der Glaube daran, dass das so im diplomatischen WIR (will ich mal so nennen und hoffen, das der Sinn damit überkommt) auch nicht abgesprochen war. Abgesprochen war ein Zusatztraining für den Spieler in seiner Leistungseinheit.
Überziehst du hier nicht ein wenig ? Stellst du tatsächlich eine Entfremdung fest ? Ich hatte und habe Auswahlspieler in meiner Truppe im Heimatverein. Auch auf dem Land. Eine Entfremdung habe ich nie feststellen können. Terminkollisionen gab es auch immer mal wieder. Ich habe den Jungs immer geraten, mit der Auswahl mitzufahren, weil das eben abseits des "Alltages" war. Auch wenn wir dort zu diesem Termin Zwischenrunde hatten, hat die Mannschaft ihrem Kameraden viel Erfolg bei seinem Auswahlturnier gewünscht. Ich kaufe gerade dir nicht so ganz ab, dass du bei einer möglichen Entfremdung nicht schon rechtzeitig mit geeigneten Mitteln gegensteuern würdest und schnell in deiner Truppe wieder alles im Lot wäre. Ich kann deinen Frust aber verstehen. Ich würde mir ebenfalls in den Hintern treten, wenn ich mit gutem Willen und Hintergedanken ( Forderung und Förderung meiner leistungsstärkeren Spieler bei einem dementsprechenden Turnier ) akribisch plane und dann den Stützpunkttermin überlesen hätte. Da kann aber der Stützpunkttrainer nichts dafür. Und soviel Termine sind es dort auch nicht. Jedenfalls nicht nach meiner Einschätzung. Also bleib ruhig bei deiner Auffassung pro DFB. Zumindest was das Stützpunkttraining angeht. Denn siehe oben: Luxusproblem
Übrigens habe ich noch abseits des Themas eine interessante Information erhalten. Es wird in der Anfangsdiskussion beim Dfb erörtert...ob es nicht sinnvoll wäre, pro Fußballkreis einen Verein auszuwählen, der ähnlich einem Leistungscentrums, besoners eng mit dem Stützpunkt zusammen arbeitet. Was das genau bedeutet, weiss ich nicht...entsprechend ergeben sich..so das so kommt...noch ganz andere Punkte die positiv wie negativ einschlagen könnten.
Nun, Kooperationen mit NLZ'en bestehen ja schon. Bezieht sich das jetzt mehr auf die Landkreise? Das birgt aber Zündstoff ! Den Sinn dahinter kann ich ja verstehen. So hat man mehr Einfluss auf die fußballerische Förderung und Weiterentwicklung auch im Vereinstraining. Nach meinen Beobachtungen wird da oft kontraproduktiv trainiert bzw. gespielt. Gerade wenn ich an mein Lieblingsthema Raute und die Abläufe dabei denke. Wenn aber die Vereine das Gefühl bekommen, dass ihre Stützpunktspieler nach und nach in diese Stützpunkt-Light Vereine wechseln sollen...Schwierig. Der Gedanke ist gut. Ich hoffe die Umsetzung und die Vermittlung dieses Projektes wird mit Bedacht vollzogen.
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Klasse Posting ! Besonders die beiden letzten Absätze gefallen mir sehr gut.
Aus den letzten beiden Postings ( einschließlich dem von fiftyandone ) lese ich eine Art "Schlüsselfunktion" der beiden Außen heraus.
Gerade in der "Hallenraute" sind alle fünf Spieler ( und der Keeper gehört unbedingt dazu ) und ihr Zusammenspiel wichtig. Macht einer nicht mit, kann das Ganze wie ein Kartenhaus zusammen fallen. Bespricht man das im Training mit den Spielern, erkennen sie gerade an diesem System wie entscheidend es ist, dass jeder Einzelne wichtig für das mannschaftlich geschlossene Spiel ist. Mit geschickter Fragestellung in einer speziell darauf zielgerichteten Trainingseinheit ( eingebettet optimalerweise in der Endphase des Trainingsblockes 1:1 oder Passspiel im Schlussteil) hört man förmlich wie der Groschen fällt. Jeder Mannschaftsteil ist wichtig. Wenn ich kein Bock hab oder mir zu fein dafür bin, schadet es der Mannschaft. Fehler dürfen vorkommen und bieten die Chance zur Verbesserung.
Das mal voraus geschickt. Für mich persönlich jedoch muss in diesem System der Raute der vorderste Spieler die meiste Laufarbeit verrichten. Und dies ganz besonders im Defensivverhalten. Ballbesitz = breit und tief. Gegnerischer Ballbesitz/Ballverlust = flach und kompakt. Das heißt für den Stürmer ( ja, zu meiner Zeit hießen die noch so
In der Defensive ist es seine Aufgabe auf beiden Seiten die Außen bei der Verteidigung zu unterstützen (= doppeln). Das erfordert je nach nach Stellung seines verteidigenden Mitspielers ( Stellung nach außen oder innen ) innerhalb kurzer Zeit sehr viel Spielintelligenz und vor allem Konzentration. Gerade bei gegenerischen Mannschaften im 2-2 mit hoher Passqualität ist das für ihn Schwerstarbeit.Beim Umschaltspiel muss er die Raute sofort wieder breit machen, d.h. sofort möglichst im Rücken der Abwehr aufbauen, um die Mitte des Spielfeldes zu öffnen.
Daher achte ich bei Turnieren/Spieltagen besonders auf meinen Stürmer. Das ist für mich der Gradmesser. Ich wechsel turnusmäßig spätestens nach drei Minuten die Blöcke, da ich in der Halle als einzige Vorgabe "Tempo, Tempo, Tempo" habe. Wenn ich aber sehe, dass mein Stürmer richtig ackern muss, erfolgt schon mal nach zwei Minuten der Wechsel. Und innerhalb eines Turniers/Hallenspieltages ist jeder ( außer der Keeper ) mal Stürmer. So weiß jeder, was der andere Mitspieler leisten muss.
Meine D-Jugend wird als jüngerer Jahrgang gegen durchweg ältere Jahrgänge ( alle im 2-2 System ! ) dieses Jahr wohl in der Vorrunde ausscheiden. Mein Fazit ist aber: Wenn man Geduld hat, zahlt es sich aus. Von der Gesamtentwicklung meiner Truppe bin ich richtig gut zufrieden. Hab also Mut und Geduld !
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Ergebnise die hier erzielt werden, sind völlig irrelevant für die Ausbildung der Jungs und Mädchen.
Eben. Es geht um die individuelle Förderung bzw. einer möglichst genauen Analyse der jeweiligen Entwicklung eines Spielers unter möglichst optimalen Vergleichsbedingungen ( sprich gleich starke Gegner ). Deswegen habe ich bei @Andres Beschreibung mehrfach die Stirn gerunzelt. Riecht mir doch sehr nach Training, um mannschaftsdynamische Abläufe zu festigen. Sollte so nicht sein. Ist aber auch nur eine Vermutung und dies auch nur auf dieses gesonderte Training bezogen. Das hierAls selbiger dort, würde ich vielleicht eher zusehen, dass der Junge bei euch dabei ist.
bestärkt mich eher in dieser Vermutung. Das sehe ich genauso.Meine Erfahrungen mit "unserem" Stützpunkt und den dortigen Trainern sind ausschließlich positiv. Von der Einstellung und ihrer Arbeit her.
Und mein großer Sohnemann brennt auf jedes Training und jedes Spiel und fühlt sich wohl in der Truppe. Sagt mE eigentlich schon alles.
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tobn
Sehe ich genauso. Wir veranstalten nächstes Jahr zwei Turniere. Jeweils sechs Mannschaften, Jeder gegen Jeden. Die Mannschaften suche ich mir aus um ein leistungsmäßig homogenes Turnier zu bekommen. Dafür kontaktiere ich die Trainer persönlich per Telefon. Im Laufe der Jahre sind genug Kontakte geknüpft. Gerade auch außerhalb des eigenen Landkreises, damit man auch mal andere Truppen als Vergleich hat. Im persönlichen Gespräch kann man so viele Fragen gleich beantworten und alle, auch die mitreisenden Eltern, wissen was auf sie zukommt. Diese Generaleinladungen per Mail sind wohl Zeichen der Zeit, aber ich bin da eher Oldschool. Wird ohnehin zuwenig miteinander geredet.Aber anderes Thema...
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Ich verstehe in letzter Zeit einige Sachen im Forum nicht oder nicht mehr und halt mich daher bedeckt.
Aber tobn, habe ich das so richtig verstanden:
15 Mannschaften bei einem Hallenturnier an einem Tag ? Und dann als "Aufwandsentschädigung" bei Rückzug 50€ ? Da sei folgende Frage erlaubt: Warum meldet ihr euch erst bei solchen Voraussetzungen an ? Ich empfinde diese Forderung als recht dreist. Wundert mich, dass die offensichtlich trotzdem genug Anmeldungen haben. Was hebt denn dieses Turnier von anderen ab ? -
Eigentlich wollte ich es auf sich beruhen lassen. Also nur kurz Oberpfälzer. Du hast nach einer Hallentaktik für die C gefragt. Völlig legitim. Da bin ich auch anderer Meinung als andere hier. "Lass sie einfach spielen." Schon klar, dass jede Taktik hinfällig werden kann, wenn technische Grundvoraussetzungen fehlen. Mein Eindruck aus der Praxis ist, dass viele Trainer taktische Abläufe oft fehl deuten und dementsprechende Anweisungen ins Feld rufen. In der Tat: In diesem Fall sollten sie lieber die Finger davon lassen und sie einfach spielen lassen.
Wenn hier aber jemand nach Tipps für eine Taktik für eine C fragt, sollte er im optimalen Fall auch möglichst viele Antworten darauf bekommen. Er kann sich dann ja die passenden Tipps für seine Truppe raus suchen. Was aber bitte soll er mit "Spiel weiter wie bisher" oder "Lass sie einfach spielen" anfangen? Man sollte schon beachten auf welchen Jahrgang die Frage abzielt und es nicht immer auf diesen einfachen Nenner runter brechen.
Das nur so am Rande. Also alles okay Oberpfälzer. Und offensichtlich hat sich der Thread für Dich ja gelohnt. So soll es sein. -
Hallo Oberpfälzer und Willkommen im Forum
Ich knüpfe an Raschfield an: 1-2-1. Als Raute! Ist für mich die Hallenformation schlechthin. Spiele ich zur Zeit mit allen drei gemeldeten D-Jugenden. Die D 1 bringt dazu auch alle technischen Voraussetzungen mit. Klappt schon erstaunlich gut. Taktisch sind sie damit alle anderen Mannschaften klar im Vorsprung, jedoch sind sie jüngerer Jahrgang und körperlich im Nachteil. Das spiegelt sich dann in den Ergebnissen wieder. Ich weiß aber ja woran es liegt und sehe es gelassen. Im nächsten Jahr sind sie in dieser Formation eingespielt und dann sieht das anders aus. Wenn Du Raute spielst musst Du Geduld haben. Ist nur ein Spieler nicht voll konzentriert bröckelt schnell das ganze System. Daher wechsle ich alle drei Minuten. Spätestens ! Also Tempo, Tempo, Tempo einfordern. Dürfte eigentlich für eine C erst recht kein Problem sein.Bei der Raute in der Halle sollte mit zwei Taktiken agiert werden:
Ballbesitz = Breit und Tief. Die Außen halten auch tatsächlich ihre Positionen. Wichtig ist zudem, dass der Stürmer vorne zunächst tief in der Gegnerhälfte steht und eher im Rücken des Gegners positioniert ist. Schnelle Lauffinten und blitzartiges Entgegenkommen ist gefordert. Er muss die größte Laufleistung vollbringen. Zudem solltest Du Deinem hinteren Spieler beibringen, sich beim Torwartabschlag auf einer der beiden Außenseiten anzubieten. Er kann so beim Anspiel gleich in der spieloffenen Stellung annehmen und hat das Feld im Blick.
Ballverlust / gegnerischer Ballbesitz = flach und kompakt. Die beiden Außen stehen hier im Raum zwischen Mitte und Außenlinie.Noch ein Tipp: Spiel im Training im Abschlussspiel viel mit Futsal. Gerade zu Beginn des Einübens der Raute. Die Passquote ist hierbei deutlich besser und Du kannst Dich bei der Korrektur mehr auf die gruppentaktische Elemente konzentrieren. Beim Spiel in entsprechenden Situationen kurz einfrieren und mit den Jungs Verbesserungen erarbeiten. Lass sie dabei von selbst drauf kommen, ist wesentlich nachhaltiger. Bei einer C würde ich das Ganze zudem mit kurzen Sequenzen an der Taktiktafel begleiten.
Und noch was: Beim Abschlussspiel in der Halle spiele ich immer mit Seitenaus. Du hast oft Experten, die in der Hallenrunde versuchen sich zwischen Gegner und Hallenwand durch zu quetschen. Das reduzierst Du durch Seitenausregel im Abschlussspiel.Viel Spaß mit Deiner Truppe.
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Soweit einiges zu den praktischen Tipps, die gefordert worden sind.
Nun, dann habe ich wohl was überlesen. Mir wird das Thema hier insgesamt zu abstrakt behandelt. Es hat allerdings auch eine sehr große Bandbreite. Ich möchte aber die Anwesenheit von Mentala im Forum nutzen ( empfinde ich übrigens als echte Bereicherung ) und tatsächlich auch mal praktische Tipps anhand eines zur Zeit aktuellen Beispiels erfragen / erbitten.Ist mir bewußt, dass jetzt keine zielgenaue Ferndiagnose und ( optimalerweise ) einhergehend zielführende Tipps kommen können. Vor Ort stellt es sich meist anders da. Ich bin in meinem Heimatverein um Hilfe im E-Jugendbereich gebeten worden. Es geht um einen 9jährigen Jungen. Feiner Techniker, körperlich eher klein und schmächtig. Sein momentanes Problem: Er zeigt extreme Angst im Spiel. Besteht nur die kleinste Möglichkeit, den Ball ins Gesicht oder sonstwo hinzubekommen, geht er dem Zweikampf aus dem Weg oder dreht sich weg. Kommt der Gegner mit Ball auf ihn zu, spürt man förmlich seine Angst. Eine Phase der Unsicherheit oder auch Angst bei Zweikämpfen ist in dem Alter normal. Bei ihm ist es allerdings richtig extrem, wovon ich mich vor kurzem in der Halle ( wo es eben häufig zu Zweikämpfen kommen kann ) überzeugen konnte. Er zuckt schon, wenn der Ball nur von oben herab auftrumpft. Auf Nachfrage konnten mir die Trainer nicht sagen, ob er vor kurzem ein negatives Erlebnis hatte. Und das er dieses Verhalten mittlerweile auch im Training ( = bekanntes und "sicheres" Umfeld ) zeigt. Wie gesagt, in dem Alter sind Schwankungen in vielen Bereichen ganz normal. Praktische Übungen um den Knirps wieder zu einem Riesen auf dem Feld zu machen ( = Selbstbewusstsein stärken ) habe ich zur Genüge. Das alles dann in Ruhe und mit Geduld. Mich würde aber sehr interessieren, wie Du einen solchen Fall im mentalen Bereich begleiten würdest.
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Aus gegebenen Anlass mal ein kurzes Update. Wollte ich auch mal denjenigen mitgeben, die vielleicht zur Zeit in ähnlich verzwickter Lage stecken und kein Land mehr sehen.
Durch Neuzugänge haben wir jetzt 21 Spieler ( zwei absolute Neueinsteiger ). In der Hallenrunde jetzt drei Mannschaften gemeldet, sodass alle zu ihrem Recht kommen werden. Die Wochenenden sind gerettet
Das Training in der Halle mache ich alleine, da mein Co zur vergebenen Hallenzeit beruflich nicht kann. Die Trainingsbeteiligung ist hoch. Es sind immer mind. 16 Spieler beim Training.Die Leistungsspanne ist nach wie vor sehr hoch. Ich habe vom Stützpunktspieler bis zum "dicken Paul" alles dabei. Im Training muss ich dadurch weiterhin zwei Trainingsgruppen nach Spielstärke einteilen. Die gesetzten Schwerpunkte während der gesamten Hallenzeit ( Ballannahme und -mitnahme und Passen ) sind die selben. Bei Gruppe 1 sind die Übungen komplexer und auf Dynamik (= hoher Gegnerdruck ) ausgelegt. Zudem sind gruppentaktische Elemente integriert, um auch das Passspiel zu verbessern. Gruppe 2 wird methodisch viel in der Übungsform trainiert. Diese Gruppe trainiert auch ausschließlich mit dem Futsal, während ich bei Gruppe 1 auch gerne mal ein Gymnastikball ins Feld schmeisse. Springt wirklich fies das Ding, aber dadurch bekomme ich die Jungs schnell auf den Boden der Tatsachen, bevor sie überhaupt abheben
Gruppe 2 macht wirklich gute Fortschritte, aber vom Entwicklungsstand ist es eher E-Jugend jüngerer Jahrgang.Die Gesamtdisziplin in der Truppe hat sich wesentlich verbessert. Bei meinen alten Spielern war es eh kein Problem und die 2000er wissen jetzt auch, wie weit sie gehen dürfen. Ich kann nur jedem raten frühzeit den Rahmen, in dem sich die Kinder bewegen dürfen, abzustecken.
Eines war in dieser Zeit sehr auffällig. Die Unzuverlässigkeit einiger Eltern. Das kannte ich so von meiner alten Truppe nicht. Offensichtlich ist auch in diesem Bereich einiges vernachlässigt worden. Deswegen habe ich in einem anderen Thread vom sensiblen Gebilde gesprochen. Trainer, Spieler und Eltern müssen gerade in den unteren Altersklassen an einem Strang ziehen, sonst potenzieren sich später die Probleme. Kinder kommen unabgemeldet nicht zum Training. Du machst Dir Sorgen und rufst die Eltern an. "Ach so. Der kommt heut nicht." Mal mit, mal ohne Begründung. Oder Eltern sind zum Fahren eingeteilt und kommen nicht. In einem Fall waren dort aber die Trikots. Ließe sich endlos weiter führen. Wie gesagt, kenne ich von meiner alten Truppe nicht. Da waren die Eltern von Anfang an fester Bestandteil der Mannschaft und über alles informiert. Gestern habe ich alle Elternteile, die es betrifft, zum Training gebeten. Die Einladung war eindeutig und es sind alle erschienen. Tja, es war 'ne Wutrede. Ich habe richtig Dampf abgelassen. Betretenes Schweigen danach. Kaum zuhause ging das Telefon. Eine Mutter hat sich entschuldigt. Sie hat mir aber auch erzählt, dass in der Vergangenheit die Kommunikation gleich Null war und man es im Laufe der Zeit hat Schleifen lassen. Okay, erklärt es aber entschuldigt nicht alles. Ich hatte ihnen auch deutlich gesagt, dass es ihre Söhne und deren Hobby ist. Sie haben dafür zu sorgen, dass sie es auch ausüben können. Mal sehen ob es gewirkt hat.
Was ich damit sagen will: Die Eltern sind ein wesentlicher Bestandteil der Mannschaft. Ab C schwächt sich dies ab. Ansonsten sei allen Neueinsteigern dringend empfohlen, sie von Beginn an mit ins Boot zu holen. Ganz wichtig !
Für nächstes Jahr habe ich einen sehr guten Nachfolger gefunden. Bis dahin versuche ich, ihm ein gutes Fundament zu bauen.
Wünsche entspanntes und erfolgreiches Wochenende.
