Beiträge von Steini

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    Zitat von »Steini«

    Technik, Technik, Technik. Systeme und Siege zweitrangig.

    wenn ich nämlich hier die Beiträge verfolge wie über die ausgeklügelsten Spielsysteme selbst im F und E Bereich diskutiert wirdm hab ich da schon meine
    Bedenken.

    Die habe ich hier schon seit langem nicht mehr für den Bereich F und E gelesen ! Beispiele ?

    Sehr interessanter Artikel. Besonders die Stelle mit der Ballannahme und dem Blickfeld. Was sagt uns das für die fußballerische Ausbildung der unteren Altersklassen ? Technik, Technik, Technik. Systeme und Siege zweitrangig. Die kommen später.


    Guardiolas Entscheidung in der Bundesliga tätig zu sein wird in der ganzen Fußballwelt Beachtung finden und diese Liga noch mehr aufwerten. Deswegen kann ich die jetzt schon stattfindende Diskussion im Land nicht nachvollziehen, dass können nur die "reichen" Bayern. Ich mag sie nicht sonderlich, respektiere aber ihre Leistung seit Jahren im internationalen Fußball mitzuhalten, obwohl sie gegen teilweise finanziell völlig unverhältnismäßig aufgeblähte Vereine antreten müssen. Aller Ehren wert, dass dieses Jahr drei deutsche Mannschaften weiterhin CL spielen. Und wenn es hier nur um Kohle geht, wäre er nach London gegangen. Über das Angebot sagt niemand was ??


    Guardiola ist für mich ein absoluter Gewinn für die Bundesliga. Egal ob er dabei Erfolg hat oder nicht. Schade nur, dass er nicht bei Königsblau angeheuert hat --)

    Wie weit soll die Erklärung gehen - nicht methodisch sondern inhaltlich? Worauf soll ich bei F-Junioren besonders achten?


    Für mich gehört in dieser Altersklasse als Grundbasis unbedingt die von @ Andre benannte Trefferstelle, bevor man ihnen die Körperhaltung erläutert. Nützt Dir gar nichts, wenn sie nicht wissen wo sie den Ball optimal treffen können. Eine häufige Fehlerquelle in diesem Alter, die man mit einfachen Mitteln bereits zu Beginn abstellen kann. Deswegen würde ich dies ganz kurz zu Beginn erklären.


    Bei einer jüngeren F ruhig auch mit 'ner kleinen Geschichte drum herum, da Kinder in dem Alter plastische Darstellungen besser verstehen und umsetzen können als sachliche Beschreibungen.
    Ich habe es ihnen als bösen Bären verkauft. Stellt Euch vor ihr habt ein Honigbrot in der Hand. Der Ball ist ein dicker Bär, der euch das Brot klauen will und ihr wollt ihn verscheuchen. Unten sind die Beine, oben der Kopf und in der Mitte sein dicker Bauch. Versucht ihr den Kopf zu treffen, duckt er sich und geht runter. Versucht ihr die Beine zu treffen, springt er hoch. Beim dicken Bauch hier kann er nicht weg. Versucht also den Bauch zu treffen. Jetzt mal als Beispiel. Dann brauchst Du bei der Übung als Korrektur nur kurz sagen: Nicht die Füße bzw. den Kopf. Denk an den Bauch.
    Bei einer älteren F reicht wohl auch eine kurze Erläuterung. Sind nur max. 30 Sekunden aber gehört für mich auf jeden Fall dazu und Du zeigst dem Prüfer, dass Du auch daran gedacht hast. Grundsätzlich gilt: Nicht soviel reden, besser ist kurz vormachen.


    Als praktischer Tipp noch. Schnapp Dir vorher mal 'ne F aus Deinem Verein und zeih die TE mal durch. Dann bekommst Du ein Feeling für diese Altersgruppe und Du siehst, wo Deine Einheit eventuell noch hakt.

    Zobel
    Mal so außer der Reihe: Ich finde eure Homepage sehr gelungen ! Bei Spielberichten von Kinderfußballspielen bin ich eher ein Gegner davon. Ein anderer Thread zeigt, wie es nicht sein sollte.
    Aber eure sind wirklich sehr sympathisch. Hauptsächlich positiv und respektvoll gegenüber dem Gegner.


    Verhalten der Spieler ist keine Seltenheit. Jedoch irritiert es mich leicht, dass das bereits bein einer E-Jugend der Fall ist.


    Nach meiner Erfahrung beginnen sie in der E ihre Grenzen auszuloten. Und sie hinterfragen auch schon sehr viel und nehmen nicht mehr alles als gegeben hin, was man durchaus sinnvoll nutzen kann. Ansonsten aber nichts Außergewöhnliches. Ist aber auch nicht einfach, damit umzugehen. Deswegen bin ich hier


    er muss da durch. Deshalb unbedingt die nächsten Trainingseinheiten wieder alleine durchführen lassen.


    völlig anderer Meinung. Mal abgesehen vom Alter. Ist für mich zweitrangig. Ich hab schon Anfang 20jährige erlebt, da habe ich nach zwei TE'en gedacht: Hut ab. Der braucht nicht lange Unterstützung. Im vorliegenden Fall ist er aber offensichtlich von der Reaktion überrascht worden und das hat ihn so beeindruckt und enttäuscht, dass er hinschmeissen möchte. Was machst Du, wenn es dann nochmal passiert ? Alles kannst Du vorher nicht besprechen, sondern musst auf die Situation bezogen reagieren. Im vorliegenden Fall waren die Umstände eben nicht vorhersehbar, dass er alleine trainieren musste. Aber absichtlich würde ich ihn nicht in die Gefahr bringen. Er macht das Training offensichtlich sehr gut. Gruppendynamische Abläufe einer E sollten zu Beginn ihm nicht auch noch aufgebürdet werden.
    Nicht von ungefähr sind diese Problematiken oft Thema hier im Forum.


    Deswegen auf keinen Fall alleine trainieren lassen. Zumindest nicht zu Beginn. Sehe als Alternative auch eher den Vorschlag von Stefan67 als Co. einer C oder D.

    sei einfach nur froh, in einem solchen Verein tätig zu sein. überwiegend ist es nicht so.


    Moment. Diese Idee und deren Umsetzung entstammt aus der Trainerschaft und nicht seitens des Vereins. Da hätten wir lange drauf warten können. Wie in so vielen anderen Vereinen auch. Leider.


    Ist aber hier nicht Thema. Hauptsache @ miho konnte aus diesem Thread für sich umsetzbare Dinge herausfiltern.

    Da sehe ich aber auch die Vereine in der Pflicht. Nur Leute haben wollen und sich dann nicht mehr drum kümmern passt einfach nicht und ist mir zu einseitig gedacht.


    Im Heimatverein werden wir dem Rechnung tragen und die Trainerschaft auch in diesen Bereichen unterstützen, dann entstehen solche Probleme oft erst gar nicht.

    miho
    Ich lese bei Dir zwischen den Zeilen den Willen heraus, es jedem recht machen zu wollen. Hatte ich früher auch. Wenn Du dem Kinder- und Jugendfußballbereich länger erhalten bleiben möchtest, schmeiß dieses Ziel über Bord. Und zwar ganz schnell, sonst wirst Du aus vielen Enttäuschungen heraus früher oder später die Brocken hinschmeißen. Das Folgende wird sich jetzt vielleicht sehr egoistisch anhören, ich persönlich fahre jedoch sehr gut damit: Der Mannschaftsteil ( und die besteht mindestens bis zur E aus Trainer/-n, Spielern und Eltern ) der am meisten Spaß bei der Sache haben muss, ist...


    ...der Trainer :!: Nur wenn ich selber richtig Bock habe diese Funktion zu übernehmen und mit vollem Elan dahinter stehe, kann ich meinen Jungs authentisch vorleben und vermitteln was für einen fantastischen Sport sie sich da ausgesucht haben. Zuviel Stress nebenbei wirkt sich dabei negativ aus und sowas spürt dann auch Deine Mannschaft. Ich verlange nicht viel, aber man soll mich in Ruhe meinen Job machen lassen. Für Kritik und Anregungen bin ich dabei aufgeschlossen und auch dankbar. Jedoch zu gegebener Zeit. Ein Spiel oder Turnier gehört nicht dazu ! Danach gerne, aber nicht währenddessen.


    Eiserne Regeln: Aufstellung und Coaching mache ich oder mein Co. Und bei einer E: In der Kabine befinden sich außer den Spielern nur die Trainerin / der Trainer und ihr / sein Co. Ende der Durchsage. Ausnahme ist hierbei nur wenn sich ein Spieler schwerer verletzt hat. Da hat auch das jeweilige Elternteil das Recht, bei seinem Kind zu sein. Bereits zu Beginn der E habe ich die Eltern gefragt, warum sie immer mit in der Kabine stehen wollen. Antwort: Damit er nicht wieder vergisst, seine Klamotten mitzunehmen :rolleyes: Soviel zum Thema zur Selbstständigkeit erziehen. Seit der E versammelt sich die Mannschaft nach dem Duschen nach Training und Spiel vor der Kabine. Keiner haut vorher ab. Damit war dann auch die Endlosduscherei einzelner Spezialisten beendet, weil alle nach Hause wollten. Der Kapitän ( wechselte immer ) ging dann in die Kabine um zu schauen, ob die sauber ist und niemand was vergessen hat. Damit trat er dann vor die Kabine und fragte, wem die Jacke, die Schienbeinschoner etc. gehören würde ;) Übrigens erledigt sich das Thema mit Eltern in der Kabine spätestens ab D. Eltern und im Speziellen Mamas sind dann für die Jungs ein NoGo in der Kabine. Und Du hälst es nach Training und Spiel ohnehin nur max. eine Minute aus, weil die Deowolke Dir die Tränen in die Augen treibt.


    Du bestimmst also die Regeln. Und das gilt eben auch für dieses Turnier !


    Zu Deinem Haupttrainer: Vereinsleben ist eine Welt für sich und wie Du richtig sagst, wird dort Politik betrieben. Je länger man sich in dieser Welt aufhält, umso mehr lernt man mit gewissen Dingen umzugehen und diese gelassener zu betrachten. Es steht und fällt mit dem Standing im Club. Kannst Du in der kurzen Zeit noch nicht haben. Kein Thema. Dein Trainer scheint es jedoch zu haben. Damit hat Dir gegenüber auch eine Verpflichtung, nämlich Dich nicht im Regen stehen zu lassen. Wieso und warum hat Andre sehr gut beschrieben. Es bringt der Mannschaft am wenigsten, wenn jemand mit so viel Herzblut wie Du vor lauter Enttäuschung irgendwann das Handtuch schmeisst.

    Schließe mich meinen Vorrednern an. Mir hilft u.a. dieses Forum meine Sinne wach zu halten und mich ständig zu hinterfragen.


    Durch dieses Forum können sich Leute austauschen, die in irgend einer Art und Weise im Kinder- und Jugendbereich involviert sind. Ob als Trainer, Betreuer, Schiri, Elternteil usw. Wünschen würde ich mir, dass sich hier mehr Verbandsverantwortliche beteiligen würden und auch ruhig mal deren Probleme schildern. Vielleicht wird es ja dieses Jahr mehr.


    Ich würde aber zu gern wissen, wievielen Kindern und Jugendlichen durch dieses Forum schon geholfen wurde. Sei es durch ausbildungstechnische Dinge wie Rotation, altersgerechtes Training, durchdachte Trainingsplanung und und und. Sei es durch Aufforderung durch gerecht verteilte Einsatzzeiten usw. Sei es durch zwischenmenschliche Problemlösung im Bereich von Jugendmannschaften usw. Sei es durch praktische Tipps im Zusammenhang mit Spielweise oder Taktiken. Ließe sich endlos fortführen. Im Namen dieser unzähligen Kinder und Jugendlichen vielen Dank an Uwe und Sven.


    In diesen Dank möchte ich aber auch Ralf mit einschließen. Würde auch hier zu gern wissen, wievielen Kindern durch Einführung der FPL der Spaß an diesem geilen Sport erhalten geblieben ist, weil sie dadurch ungestört Fußball spielen konnten.
    Also vielen Dank auch an Ralf für seine geniale Idee und seine Beharrlichkeit, diese mehr und mehr umzusetzen :!:

    @ Don
    Bis letztes Jahr haben wir ohne Rückpassregel gespielt. Ab D mit. Gebolze hast Du leider bei beiden Regeln. Die wenigsten Mannschaften spielen von hinten heraus. Ist zuviel Risiko. Die andere "Taktik" hat drinnen wie draußen mehr Erfolg im Sinne von Gewinnen. Ich sagte ja, liegt daran wie der Trainer das vermittelt. Besonders ab der Zwischenrunde in der Halle wird dies oft als Mittel zum Zeitschinden genutzt. Da habe ich schon fürchterliches Ballgeschiebe als Mittel zum Zweck gesehen. Vielleicht ist das ja nur in unserer Region so, aber ich habe da so meine Zweifel.Bei der Rückpassregel siehst Du aber sehr schnell und gut die technischen Fertigkeiten eines Keepers und auch sein Selbstvertrauen, diese einzusetzen.


    Andre
    Sorry, das muss raus--)


    Wenn Eure Rautengegner die Mitte bei Eurem Ballbesitz derart öffnen, spielen sie irgendwas. Aber keine Raute. Ballbesitz gleich breit und tief, gegnerischer Ballbesitz gleich flach und kompakt

    Bei den Regeln hinsichtlich der Bewegungseinschränkung des Keepers stimme ich Dir zu.


    Bei der Rückpassregel sehe ich das aber komplett anders.
    1. Wirst Du ohne diese Regel wieder Experten haben, die bei einer Führung ihre Spieler anweisen den Ball dadurch zu halten. Oder sie greifen nicht ein, wenn ihre Spieler so Zeit schinden wollen.


    2. Schult es gerade in diesen Situationen die technischen Fertigkeiten des Torwarts, weil er lernt auch unter Druck den Ball sicher zu führen. Und eben das macht ihn stärker, auch mental.


    3. Sind dadurch die Mitspieler aufgefordert, jederzeit für ihren TW anspielbar zu sein. Freilaufen nach außen, anbieten durch Entgegenkommen in der Mitte usw.


    Es steht und fällt mit der Einstellung des Trainers. Mein Keeper weiß das ich dieses nach vorne Gebolze hasse und er macht es nur, wenn niemand anspielbar ist. Da sind aber dann seine Mitspieler gefordert. Das gilt sowohl für die Halle als auch draußen. Das geht natürlich auch oft in die Hose oder führt zu gefährlichen Situationen vor dem eigenen Tor. Shit happens. Er weiß aber auch, dass ich ihn für einen Ballverlust oder mißlungenem Dribbling nie tadeln würde. Im Gegenteil, er hat meinen vollen Rückhalt.
    Jemanden der dieses Risko scheut und auf kurzfristigen Erfolg aus ist gibst Du mit der Möglichkeit des Rückpasses wieder eine richtig gute Möglichkeit, den Keeper als Feldspieler aus dem Spiel zu nehmen. Und viele würden das ausnutzen, da bin ich überzeugt von.


    Daher wäre dies für mich eher kontraproduktiv im Sinne der TW-Ausbildung. Oder wo liege ich da falsch ?

    4-1-4-1 wäre auch mein Vorschlag.


    Da Du zur Zeit mit Libero spielst und dies offensichtlich ganz gut geklappt hat käme noch ein 3-2-4-1 in Betracht, da Du ja von einem gut besetzten Mittelfeld berichtest. Eventuell auch als Übergang zum 4-1-4-1. Dabei sollten zwei konditionsstarke Spieler der 6er Funktion übernehmen, um sowohl die jeweiligen Außenverteidiger zu unterstützen und gleichzeitig, durch den zweiten 6er, die Mitte kompakt zu halten und abzusichern. Kannst Du ja mal als Alternative in einem Vorbereitungsspiel ausprobieren.


    Ich kann Dir nur raten viel in der Spielform zu trainieren. Hört sich für mich so an, dass in der Vergangenheit oft stereotyp trainiert wurde. Auch der Schlussteil sollte das von Dir avisierte taktische Ziel beinhalten, jedoch eher unterschwellig und ohne viel Unterbrechungen und Erläuterungen. Mit Spaß zum eigenmotivierten taktischen Spielen ist jetzt die Devise. Und nebenbei, gerade jetzt in der Vorbereitung, viel fürs Mannschaftsgefüge machen. Ein kleines Trainingslager nur mit Dir und der Mannschaft. Das schweißt zusammen.

    Stevo

    weil sie sich nicht mit ausgeklügelter Taktik, sondern mit grundlegenden Verhaltensmustern auseinander setzen.


    Und genau darum geht es. Und "Verhaltensmuster" trifft es sehr gut. Und da bietet das 1-2-1 System mE für die individuelle Ausbildung der Spieler eine große Palette. Besonders im Bereich der Spielintelligenz !


    Die Frage ist nur, wie ich mich an der Seitenlinie Verhalte und mit dem "Nicht einhalten" der Vorgaben umgehe.
    Trotzdem bin ich der meinung, dass die dort genannten Inhalte gängiger Trainingslehre entsprechen und für jede Mannschaft hilfreich sind. In jüngeren Jahrgängen sollte man sicherlich vorsichtig sein, mit welcher wehemenz man welche Inhalte einfordert.


    Kann ich mich nur anschließen.

    Jemand schonmal eine ähnliche Situation gehabt?


    Ja, ich dieses Jahr für die Hallenrunde. Ich habe der Mannschaft bereits zu Beginn der Hallensaison mitgeteilt, dass ich bei der Einteilung der drei Teams nach Trainingsbeteiligung und insbesondere nach Trainingsleistung vorgehen werde. Und daran habe ich mich gehalten, schon weil ich da gegenüber der Truppe in der Pflicht stand. Und die Jungs haben ein feines Gespür dafür, wer tatsächlich wo hin gehört.


    Übrigens ist mir dann das letztendliche Abschneiden der jeweiligen Mannschaft völlig wurscht. Ich lass mich da sehr selten durch bloße Ergebnisse beeinflussen.


    Sohnemann des Co war eben in der D 2. Er war auch angesäuert und hat es anders gesehen. Ich habe ihm meine Gründe genannt und ihm bei einem Turnier mal ein paar Dinge genannt auf die er beim Spiel seines Sohnes achten soll. Und dies dann mit anderen Mannschaftskameraden vergleichen. Danach hat er mir Recht gegeben. Ich hätte es aber so oder so durch gezogen und das kann ich Dir auch nur raten. Man muss authentisch bleiben, sonst bekommst Du irgendwann ein Glaubwürdigkeitsproblem.

    Erstmal vielen Dank für die Links.


    Es scheint tatsächlich noch im Anfangsstadium zu sein. Schulungen wie im Trainerbereich für unsere Region habe ich bislang vergebens gesucht. Halt aus der Praxis für die Praxis. Sowas in der Art stelle ich mir vor. Irgendwie befremdlich, dass es das für diesen wichtigen Bereich kaum gibt.


    guenter


    Ich höre bei Dir eine gewisse Skepsis heraus das angebotene Fortbildungen ohnehin kaum genutzt würden bzw. die JL nur schwer dazu zu bewegen sind, diese zu besuchen. Halte ich dagegen. Ich glaube eher, dass sich in der Vergangenheit eher zu wenig um diesen Aufgabenbereich gekümmert wurde. Und praxisnahe Fortbildungen schlicht fehlen. Allein ein Seminar für einen strukturierten Aufbau mit aufeinander aufbauenden Ausbildungsschwerpunkten von G bis A würde für mich in vielen Vereinen schon Wunder bewirken. Ich denke schon,dass sowas auf offene Ohren stoßen und auch angenommen werden würde !

    Hab grad nochmal gegoogelt. Der DFB selbst bietet diese Vereinsmanager und Jugendleiter-Lizenzen auch an.


    Da hab ich mich auch mal durchgeklickt, bin aber nicht so wirklich über die eigentlichen Inhalte und Dauer schlau geworden. Alles sehr allgemein gehalten. Vielleicht gibt es jemand im Forum, der diese Lizenz erworben hat und etwas aus der Praxis berichten kann ?


    Zudem werden diese Schulungen offensichtlich bislang nur in einigen Landesverbänden angeboten. Auf der NFV Seite sind im Veranstaltungskalender keine diesbezüglichen Termine aufgeführt und auf unserer regionalen Seite habe ich davon noch gar nichts gelesen. Kann aber ja noch kommen. Freut mich schonmal, dass dieser Bereich im Gesamtkonzept eine eigene Stellung erhält, die durch Qualifizierungen aufgewertet wird.


    Ich hab mir jedenfalls beim Befassen mit dieser Thematik vorgenommen, meinem JL bei nächster Gelegenheit mal Danke für sein Engagement zu sagen. Man nimmt viele Dinge als selbstverständlich und sieht es nur aus Trainersicht.

    Hallo Samir


    Je mehr Infos Du gibst, umso zielgerichteter können Tipps darauf gegeben werden. Das Thema so allein stehend ist ja sehr umfassend.


    Hast Du dabei einen Schwerpunkt bekommen, in dem die Kombinationsformen eingebettet sein sollen ? Beispielsweise Passen ? Oder hast Du freie Wahl ?


    Oder ist es so gemeint verschiedene Schwerpunkte im Training zu kombinieren ?

    Ich hatte es in einem anderen Thread angeschnitten. Hier wird viel über Trainerfortbildung gesprochen. Sehr wichtig und ich finde bei aller Kritik an den DFB hat dieser Dachverband hier einiges auf die Beine gestellt. Natürlich unterliegt auch dieser Teil im Gesamtkontext flächendeckende Verbesserung der fußballerischen Ausbildung aller Beteiligten immer wieder Korrekturen und Erweiterungen. Beispielsweise wie von @ TW-Trainer oft angesprochen im Bereich der Ausbildung und entsprechender Qualifizierung von Torwarttrainern.


    Hier und in der überwiegenden Anzahl der Beiträge im Forum liegt dabei der Fokus aber ausschließlich auf den Trainern. Wie sieht es aber eigentlich bei Jugendleitern und Koordinatoren in den Vereinen aus ? Nach meiner Erfahrung werden die genauso ins kalte Wasser geschmissen wie wir Trainer. Und das bei einer solchen Schlüsselfunktion. Von denen erwartet man sehr viel. Bekommen die dabei dann auch fundierte Unterstützung ?


    Bevor ich hier aber von Anfang auf dem Holzweg bin, frage ich lieber vorher mal nach:


    Gibt es für Jugendleiter / Koordinatoren für den Bereich Aufbau einer Jugendabteilung, zielgerichtete Ausbildung der Jugendmannschaften, Möglichkeiten zur Unterstützung der Vereinstrainer gerade im Bereich von Minis bis E und und und eine Fortbildungsmöglichkeit ? Oder gar, wie es mir vorschweben würde, eine Lizenz ?


    Die von mir angesprochenen JL wussten hiervon nichts. Die haben sich im Lauf der Jahre alles selbst erarbeitet oder mal im Rahmen von Kreissitzungen kurz angerissen bekommen. Das kann es doch wohl für diesen wichtigen Bereich nicht sein, oder ? Weiß jemand mehr darüber ob und wenn in welcher Art es sowas gibt ?

    ...das Problem ist nur, wie soll man die unterschiedlichen Voraussetzungen und damit Anforderungen möglichst kompakt als "Anleitung" zusammenfassen ? Die Probleme die entstehen sind meist zu individuell und können nur vor Ort gelöst werden. Oder man hat engagierte Leute, die sich aus Eigenantrieb z.B. an dieses Forum wenden oder aber vor Ort einfach einen erfahrenen Trainer ansprechen. Aber wer macht das schon ? Und um diese "Trainerneulinge" machen ich mir die wenigsten Sorgen. Das wären vermutlich auch die, die an solchen virtuellen Lehrgängen für Neueinsteiger teilnehmen. Ist auch völlig okay, weswegen ich Deinen Gedankenansatz gut und richtig finde. Ich würde diesen jedoch erweitern wollen und eher bei den Vereinen ansetzen. Ist aber ein Thema für sich und würde diesen Thread verzerren.


    guenter
    Ich glaube das es fast unmöglich ist, die Anforderungen gerade im G und F-Bereich in allgemein gültiger Form für die Praxis darzustellen. Wenn mich ein Trainerkollege im Verein um Hilfe gebeten hat ist mir in allen Fällen eines aufgefallen: Der Kollege hatte schon Schweiß auf der Stirn, bevor das Training überhaupt angefangen hatte. Daher gibt es schon zu Trainingsbeginn wichtige Regeln, die an allen Tagen für alle drei Mannschaftsteile ( Trainer, Spieler und Eltern ) gelten. Mit Pünktlichkeit geht es schon mal los. Hatte ich auch bezüglich der Eltern in meiner Truppe Schwierigkeiten mit. Dann hatte ich gleich zu Anfang, als ich die Mannschaft als Minis übernommen hatte, die Spielereltern gebeten, mich auf Termine, Absagen, Schwierigkeiten, Kritik usw. erst nach dem Training anzusprechen. Vor und beim Training haben die Kinder oberste Priorität. Da hatten alle Verständnis für, man muss es nur ein Mal in Ruhe ansprechen, warum das so ist. In den o.a. Fällen haben sich die Trainerkollegen zu Trainingsbeginn zu sehr in Gespräche mit den Eltern verwickeln lassen und hatten noch nicht mal den Aufbau fertig. Wie auch ? Dann kamen aber schon die ersten Kinder auf den Platz und das Chaos nahm seinen Lauf. Also immer auf einen stressfreien Beginn hinarbeiten !
    Kinder brauchen feste Grundabläufe in deren Rahmen sie sich dann frei entfalten können. Bis einschließlich ältere F hatte ich neben dem Trainingsplatz ein Quadrat mit Hütchen abgesteckt, in dem sich alle Bälle befanden. Bei Trainingsbeginn hat sich jedes Kind ein Ball rausgenommen und bei jeder Pause und zum Ende dort wieder reingelegt. Fehlte ein Ball hat die gesamte Mannschaft ( einschließlich des Trainers ) danach gesucht. Stärkt das Wir-Gefühl, man bindet die Kinder früh in die Trainingsgestaltung mit ein und man muss als Trainer nicht noch stundenlang auf Ballsuche gehen.


    Wie Du selber weißt, sind es gerade diese Kleinigkeiten mit denen es oftmals losgeht. Also doch sehr ins Detail gehend. Wäre aber meines Erachtens praxisnäher. So wie eben dieser virtuelle Trainerlehrgang. Ich würde für den G bis F Bereich ganz woanders ansetzen. Bei den Jugendleitern der Vereine. Die werden nämlich aus meiner Erfahrung genauso ins kalte Wasser geschmissen wie wir. Und wer kümmert sich um die ? Aber anderes Thema, deswegen gleich an anderer Stelle.