Er hat alle Trümpfe in der Hand. Verantwortliche aus seinem Verein, die das Spiel offensichtlich genauso mitgehen wollen. Dann einen Gegner, der alleine kämpfen muss. Der andere Verein hat ja deutlich gemacht, wie wichtig ihm dieses Thema ist wie Karl schon geschrieben hat.
Ich lass den Meistertrainer Unentbehrlich mal aussen vor. Und seine Gefolgschaft gleich mit. Ist mir die Zeit zu schade zu.
lullifatz
Hilft Dir jetzt nicht weiter. Also, was für Optionen hast Du:
1. Sohnemann sagt, ihm sei Spiel nicht so wichtig und ihm reicht Training. Also könntest Du einfach warten und auf Zeit spielen. Solange dürfte Dein Sohn aber sein Hobby nicht uneingeschränkt ausüben. Bis dahin zahlst Du dann auch brav Dein Mitgliedsbeitrag. Vielleicht wäre hier 'ne Spende an eine örtliche Einrichtung sinnvoller und Du gehst mit Deinem Sohn wann immer Du Zeit hast unbeschwert irgendwo kicken. So verbringt er sein liebstes Hobby mit seinem Vater und hat wesentlich mehr davon.
2. Sohnemann will unbedingt in diesem Verein bleiben, weil seine Kumpels dort spielen ( und schluckt deswegen diese Kröte das er nicht mitspielen darf
). Hier müsste man zwei Optionen prüfen:
2a. Das ist so und die Kumpels werden regelmäßig bei den Spielen eingesetzt. Gehören also zum "Stamm". Schwierig, da er ja sicherlich die Zeit mit ihnen verbringen möchte und dazu wenigstens im Training Gelegenheit hat. Nach Deinen bisherigen Beschreibungen kann ich mir aber nicht vorstellen, dass es schon eine solche gewachsene Gemeinschaft in der Truppe gibt. Also wird es wohl eher die nächste Option sein.
2b. Das ist so und seine Kumpels ( also vermutlich die mal gedachte und jetzt noch übrig gebliebene E 2 ) teilen sein Schicksal. Dürfen vielleicht mal mit, aber im Spiel eher Füllmasse wenn "Stammkräfte" mal kurz Pause brauchen oder es schon 21:0 steht
Wie viele Kinder wären es dann ? Sprich, wenn man die nicht oder nur Minütchenweise am Spielbetrieb teilnehmenden Kinder zusammen nimmt. Du sagst 16 sind es insgesamt. In der E sind es ( hier zumindest ) 7+1 im Spiel. Wie ich vermute, braucht er nur zwei Auswechselspieler, da er ja sechs "gute" Spieler hat. Der Keeper dürfte bei diesem Fachmann auch gesetzt sein. Das dürfte der Stamm sein. Dann max. zwei oder drei "durchschnittliche" Spieler. Mehr nicht schätze ich. Die machen doch sonst nur das Spiel kaputt und nerven ohnehin am Rand. Richtig bis hierhin ? Wären wir also bei 10 - 11. Blieben 5 oder 6 über. Überzeugt man noch die zwei oder drei Ersatzspieler hätte man eine Truppe von 8. Wie Du siehst, ist das bis hierhin schon ein fürchterliches Gerechne und arg auf Kante genäht. Und das Ganze soll doch eigentlich ein stressfreies Hobby Deines Sohnes sein, oder ?
Bekommt man es aber mit den 8 Spielern und deren Eltern hin, wäre vielleicht Option 3 was für Euch. Ich habe es mal für ein paar Monate mit meiner damaligen jüngeren E gemacht, eine TE in der Woche durch die Väter ( Mütter trauten sich auch mit meiner Unterstützung nicht ) machen zu lassen. Nur ein paar Punkte als NoGo vorgegeben wie Runden laufen lassen oder ähnlich stupides, nicht altersgerechtes Zeugs. Dazu ein paar Links wie Soccerdrills mit Übungen zur Anregung. Der Rest war zur freien Entfaltung. Ich wollte damals den Vätern dadurch nur mal aufzeigen, wieviel Aufwand ein solches Training beinhaltet und das die Jungs sinnvoll beschäftigt und trainiert werden wollen.
Dann habe ich einen Plan erstellt, in der sich jeder Wochenweise eintragen konnte. Das hat super funktioniert und die Jungs waren begeistert. Das wäre vielleicht was für Euch. Ihr teilt Euch einfach unter den Erwachsenen das Training. Sorgt gleichzeitig für eine gute Gemeinschaft die geradec auf dem Dorf doch so wichtig ist. Halt eine Spaßtruppe mit fachgerechter Anleitung. Ist allerdings ein nicht geringer organisatorischer Aufwand. Dann schaust Du mal bei E2 oder E3 Turnieren in Eurer Gegend vorbei. Da gibt es mit Sicherheit viele Trainer mit ähnlichen Problemen bzw. Teams mit ähnlichem Leistungsstand. Die würde ich einfach ansprechen wegen Trainingsspielen. So dürfen Eure Jungs dann wie bei einem richtigen Spiel Trikot tragen und nach Herzenslust gegen Gleichaltrige kicken.
Ich persönlich würde aber wohl anhand Deiner Beschreibungen Option 4 wählen. Mit meinem Sohn sprechen und ihm vorschlagen, dass ich mit ihm zusammen mal bei einem anderen Verein beim Training vorbei schaue. Vielleicht sogar sofort mit den anderen fünf bis sechs unzufriedenen Mannschaftskameraden. Da stellt er dann vermutlich fest, dass man beides haben kann: Spaß beim Training und am Wochenende am Spiel teilnehmen dürfen.
Eines würde ich mir dann nicht entgehen lassen. Bei der nächsten Vorstandssitzung Deines Vereins dort erscheinen und die Kündigung abgeben. Mit wirklich freundlichen Worten würde ich mich für die warmen Worte am Telefon und die großartige Unterstützung beim Elternabend bedanken.
Worum ging es in diesem Spiel nochmal ? Um das Recht eines 10jährigen in einem Breitensportverein, Fußball spielen zu wollen und zu können. Und zwar uneingeschränkt.
Wahnsinn
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