Beiträge von Steini

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    Der Wille zu Veränderungen ist da und man wird auch in Eurem regionalen Bereich einen Grund haben, Veränderungen herbei führen zu müssen. Deswegen ist die zunächst geplante Freiwilligkeit doch okay. Ich hoffe jedoch man belässt es nicht bei der einfachen Verteilung von Flyern und unterstützt die Trainer vor Ort auch mit Manpower.


    Lass ihnen erstmal die Tabellen. Da klammern sich die Befürworter hartnäckig dran. Auch von denen wirst Du keinen triftigen Grund für die Veröffentlichung von Tabellen in dieser Altersklasse bekommen. Habe hier im Forum schon sehr oft diese Frage gestellt und auch noch nie eine Antwort bekommen. Das wird wohl seinen Grund haben.


    Viel bei der Einführung der FPL !!

    Kann ich @schroeppke nur beipflichten.


    Ich würde aber gerade jetzt in den Anfängen gleich allen Beteiligten deutlich machen, wohin Dein Weg geht. Weiterhin Koordination und Ballgefühl als wichtigsten Trainingsinhalt. Lass Dir bloß nichts anderes erzählen. Wenn Deine G-linge zum Ende dieser Altersklasse ein gutes Körpergefühl haben, hast Du einen richtig guten Grundstock gelegt. In der F dann das Ballgefühl verfeinern. Nach diesen zwei Jahren kannst Du dann in der E in die Feinheiten gehen. Bisher hast Du hier nichts von Passspiel gelesen, oder ? Eben.
    Bleib bei Deiner Linie. Jeder wäre herzlich willkommen der bereit ist, diese Geduld mit aufzubringen. Dazu Spieltage in Turnierform mit gleichgesinnten Trainern.


    Den anderen Erwachsenen, die Struktur im Spiel und Erfolge im Spielbetrieb bei einer G haben möchten, würde ich alles Gute auf ihrer Reise wünschen.

    Anna
    Genau das sind die "Schätzchen" nach denen ich gesucht habe. RAE war mir bekannt und ich beschäftige mich seit einiger Zeit intensiv damit. Aber jede Studie hierzu hat immer wieder neue Aspekte. Vielen Dank !


    @all
    Danke auch an dieser Stelle all denjenigen, die mir per PN oder Mail Links und pdf-Dokumente haben zukommen lassen. Massig Input. Ich kämpfe mich durch und melde mich dann wieder.


    Schönes und sonniges Wochenende. Muss jetzt auf Schalke. Glück auf !

    Anna
    Ich sehe es ja grundsätzlich genauso. Gerade die Vorbildfunktion des Trainers. Ich erlebe aber nun mal zur Zeit das Verhalten der Zuschauer hautnah bei E und D, weil ich selber nur Zuschauer/Elternteil bin. Und ich schaue mir dann vorher Spiele von G bis F an. Früher als Trainer war ich meist mit meiner Truppe unterwegs und während des Spiels habe ich mich auf die Mannschaft und das Spiel konzentriert, da hat man vom "Rest", zumindest bewusst, wenig mitbekommen. Gerade in der Hallenzeit durch die Enge und Akustik kann man erkennen, dass es ein Problem ist und wohl auch bleibt. Letztens Zwischenrunde bei der E kann ich den Trainern da ein gutes Zeugnis ausstellen. Aber von der Tribüne in Richtung Jungschiris: Sorry. Ging gar nicht. Und da darf man ein solches Problem auch ruhig mal separat ansprechen ( oder in einem Artikel erwähnen ), ohne dass gleich wieder kommen muss "Aber Trainer sind auch nicht besser" oder "die müssen dann auch erwähnt werden".
    Daher von mir nur ganz kurz zu diesem Mannschaftsteil: Es wird mir immer ein Rätsel bleiben, wieso Eltern es zulassen das ihre Kinder angeschrien oder persönlich beleidigt werden. Oder es lange hinnehmen, wenn das Kind sein Hobby nicht uneingeschränkt ausüben darf und bei Spielen auf der Bank sitzt. Ein User hat hier vor kurzem eindrucksvoll bewiesen, dass man dagegen auch etwas unternehmen kann ! Hat der trikotschmeißende Vater den betreffenden Trainer vorher darauf angesprochen ? Wenn ja und es hat sich nichts geändert muss der Trainer mit den Konsequenzen leben. Wie ich aber schon in einem Thread erwähnt habe, sind meine Erfahrungen eher anders. Hinter'm Rücken wird gemotzt. Kritik Face-to-Face können doch nur noch die Wenigsten.
    Sind mir zu viele Mutmaßungen hier.


    Karl
    Du wirst hinsichtlich Elternbetreuung bzw. Aufklärung über das Verhalten am Rand vermutlich keine Probleme gehabt haben. Ich auch nicht und viele andere Kollegen hier ebenfalls nicht. Dieses Forum ist aber nicht repräsentativ. Und siehe oben: Manchen liegt das eben nicht. Und im vorliegenden Fall hat das eben ein Vereinsverantwortlicher übernommen. Art und Weise mal völlig wertfrei.

    Der Kommentar ist dann okay, wenn es da um Bankdrücker geht bzw. es sie dort gibt. Ist aber nur eine Annahme.
    Der Initiator sprach aber übrigens von der ersten 11. Wenn ich also seine Worte ( wie das hier ja auch passiert ist ) auf die Goldwaage lege, kann es sich nur um ein Thema für C aufwärts handeln. Nichts also mit Bankdrückern bei Bambini oder F, E oder D.



    Anna
    Pöbelnde Eltern in der Unterzahl und stören auch die anderen Eltern. Und nun verstehst Du nicht, warum man diese nicht von Vereins- oder Trainersicht ansprechen kann. Aber Trainer und Co. sind ja selber nix besser. Soll doch der letzte Satz wohl aussagen, richtig ?


    Jedes einzelne pöbelnde Elternteil ist eins zu viel. Besonders jetzt in der Halle kommen die akustisch richtig gut zur Geltung. Und um genau diese Gattung kümmert sich dieser Artikel. Punkt. Tja, da hat man es als Elternteil auch mal auszuhalten, wenn man konkret durch eine solche Aktion angesprochen wird.


    Nee, wir sind nicht gemeint. Sind ja nur ein paar Einzelne.
    Aber nein. Diese Leute sollen gefälligst die Trainer oder Vereine ansprechen. Warum wir denn ? Ist genau die Einstellung, die ich auch hier am Rand immer erlebe. Die Pöbler gibt es deshalb, weil man sie lässt. Alle schauen/hören zu, keiner macht was.


    Und dann eine allgemeine Aufregung, wenn ein Verein mal so eine Aktion startet und genau diese Pöbler anspricht. Die sind hier das Thema. Bin ja selber "nur" noch Elternteil. Gerade jetzt nach der Hallenzeit kann ich nur sagen:
    Die Aktion dient dazu, auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Und es ist eins. Schreiende Eltern, anweisende Eltern, kommentierende Eltern und und und
    Die anfeuernden, aufmunternden usw. Eltern werden dadurch leider oft überhört.
    Also an die eigene (Eltern-)Nase fassen und fertig. Ich hab kein Problem damit und spreche die Pöbler am Rand an. Trotzdem habe ich kein Problem mit solch einer Aktion und find die gut !!

    @uzunbacak
    Hättest Du da mal ein Link zu ? Da ich mich ja ohnehin gerade intensiv mit dem Thema beschäftige, würden mich diesen "festen" Übungen brennend interessieren.

    Sorry. Missverständlich ausgedrückt. Is wie zuhause.


    Ich meinte den Geburtsmonat. Also wieviel Spieler prozentual vom 01.01. bis 30.06. geboren und wieviel aus der zweiten Jahreshälfte also vom 01.07. bis 31.12. geboren.
    Ich will aus etwas bestimmtes hinaus. Wenn es aber ohnehin keine Erhebungen darüber gibt, hat es sich erledigt. Vielleicht täuscht mein Eindruck auch.

    Stehe ein wenig auf dem Schlauch: Was sind "TS Trainer" oder "als TS gemeldete Spieler" ?


    Und wenn ich das richtig lese, waren die anderen 100 Kinder von Vereinen/Trainern gemeldet, also nicht vorab gesichtet ?


    Hinsichtlich der Statistik meinte ich eigentlich, ob es Erhebungen darüber gibt wer in die erste Förderstufe kommt, also durch die Sichtung kommt: Wieviel aus Halbjahr eins und wieviele aus Halbjahr zwei !

    ...weil ein Vereinsverantwortlicher seine Trainerschaft und Jungschiris unterstützen möchte und offensichtlich schlechte Erfahrungen in Zukunft vermeiden möchte. Und zwar auf diese spezielle Problematik bezogen.


    Völlig legitim. Du machst es doch im Grunde nicht anders und schilderst Deine Erfahrungen mit Vereinen und darin tätigen Menschen ( in der Hauptsache Trainer ). Nur in die völlig andere Richtung, um es mal wertfrei zu formulieren.


    Frage mich was von Dir wohl gekommen wäre, wenn diese Aktion / der Kodex auf Trainer bezogen worden wäre ?!

    Als Unterstützung für die eigene Trainerschaft finde ich es sehr gut. Jeder kann es lesen und überlegen, ob es auf ihn zutrifft. Der Initiator geht ja mit der entsprechenden Einstellung an die Sache heran. Wird wahrscheinlich die Übereifrigsten nicht sonderlich beeindrucken, aber kein kann sagen das es nicht angesprochen wurde.


    Besonders das Ansinnen die jungen Schiris schützen zu wollen gefällt mir.

    Ich habe mit Beginn ältere E begonnen, Aufgaben zu übertragen. Wochenweise wechselnd zum Beispiel Kabinendienst. Immer zwei Spieler waren für Sauberkeit zuständig und für das Einsammeln von vergessenen Gegenständen/Klamotten. Diese Klamotten wurden dem Kandidaten beim nächsten Training feierlich überreicht mit gleichzeitiger Verleihung der Würde des Kabinendienstes der folgenden Woche. Konnte er sich mit dem Kollegen teilen der es beim letzten Training nicht geschafft hatte, die Fußballschuhe vor der Kabine auszuziehen.


    Ab jüngere D habe ich den Eltern in einem Brief mit viel Ironie beschrieben, dass sie ihrem Nachwuchs auch noch mit 18 den Hintern abwischen, wenn sie ihnen weiter alles hinterher tragen. Keiner fühlte sich dabei auf den Schlips getreten, aber alle wussten was gemeint war. Nachdem die Jungs dann zuhause doch tatsächlich mal die Tasche selber packen mussten, weil Mama da kein Grund mehr für gesehen hat ( Alt genug, ist Dein Hobby ) kamen einige Experten zu Beginn ohne Fußballschuhe, Unterhose zum Wechseln usw. zum Training. Passierte selbst bei den "Hartnäckigen" nur zwei Mal, danach war Ruhe und Mütter begeistert. Väter hatte ich bereits durch das "Vatertraining" in der E im Boot.


    Bälle hat sich jeder Spieler vor dem Training aus dem Schrank geholt. Equipment habe ich getragen. Für die Ordnung im Geräteraum am Trainingsschluss war der Kabinendienst verantwortlich usw. usw.


    Trotz dieser Sachen lief auch bei mir nichts alles zu 100% ohne x-te Ansprache. Sind halt noch Kinder. Also LadTorres hab Geduld, aber fange an, den Spielern mehr Verantwortung zu übertragen

    Wette hättest du gewonnen. ist bei uns der Fall, ab D-Alter, alle 14 Tage, mit speziellem TW-Trainer. einmal zugeschaut, guter Mann.
    ansonsten werden aber die TW ins normale Training voll mit eingebaut, also keine Ballholer..

    Genauso hatte ich mir das vorgestellt. Verstehe nicht, warum das nicht einheitlich so gehandhabt wird. Die Keeper sind auch bei uns im Technikteil voll integriert und das ist gut so. Aber dann..

    vieles hängt, trotz der Vorgaben, am jeweiligen Stützpunktleiter.finde ich aber auch nicht gut.

    Zu viele Köche verderben den Brei und einer muss sicherlich den Überblick haben und Entscheidungen treffen. Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob Kontrollmechanismen installiert sind und auch wirklich greifen. Ein StP-Trainer oder im Allgemeinen ein Trainer in einer Talentförderung dieser Förderstufe muss mMn eine besondere Eigenschaft mitbringen:
    Der totale Fokus auf den einzelnen Spieler ! Optimalerweise wäre diese Einstellung bis mind. zu dieser Altersklasse auch beim Vereinstrainer so. Ist aber anderes Thema.
    "Unser" hält sich strikt daran. Gewinnt sicherlich auch gerne, aber nimmt er nur als Nebenprodukt mit. Und ich habe einige Andere erlebt, die das ganz genauso praktizieren. Sieht und merkt man sehr schnell in bestimmten Phasen des Spiels. Das ist für mich eine Kunst, die nicht jeder beherrscht. Und da würde ich als Verantwortlicher penibel darauf achten, ob alle auch wirklich sich an diese oberste Zielrichtung halten.


    Nach meinen Erfahrungen ist das aber eben nicht überall so. Die Spieler sind ständig auf dem Prüfstand. Macht in einer Auswahl durchaus Sinn. Wie sieht es mit den Trainern aus ??

    guenter
    Besten Dank. Bestätigt auch meinen Eindruck hier aus dem Forum, dass es offensichtlich keine einheitliche Regelung gibt. Oder doch und jeder kocht einfach sein eigenes Süppchen ???


    Die Sichtung bei Euch finde ich wesentlich besser. Auch das die Trainer mit eingebunden werden. So entsteht doch ein Miteinander. Hier wird von den Beteiligten oft kritisiert, dass sich die Vereinstrainer zu wenig einbinden. Mag ja sein, aber ich kann kein Bemühen erkennen das zu ändern. Ist für mich ein weiterer großer Kritik- und Schwachpunkt. Habe noch weitere, aber wollte mich ( nicht sofort ) als Motzki outen -).
    Da geht es z.B. um Förderung im mentalen Bereich oder um die Ausbildung der Keeper bzw. die Frage warum die überhaupt nicht stattfindet ??? Bisher werden die nach meinen Beobachtungen im Verein wesentlich besser gefördert und dienen im StP eigentlich nur dazu um sich beim Training pausenlos die Bälle um die Ohren hauen zu lassen. Auch da lässt man die StP-Trainer einfach im Regen stehen. Ich wäre vorher jede Wette eingegangen, dass bei einem DFB-Stützpunkt auch ein extra Torwarttrainer angestellt ist. Mag ja sein, dass spezielles Training erst zu einem späteren Zeitpunkt zielführender ist. Da gibt es hier im Forum User, die das wesentlich fundierter beurteilen können. Aber so gar nichts mit ihnen zu trainieren ? Spieleröffnung, koordinative Elemente usw.


    Das mit Luxemburg hört sich interessant an. Da würde ich aber in diesem Lande mal behaupten, dass die Vereine da auf die Barrikaden gehen würden von wegen Spielerwechsel. Klappt das bei denen ?

    Zitat von »Steini«




    Als Trainer bin ich gut mit ihnen ausgekommen. Wenn ich jetzt aber mitbekomme, was da im Hintergrund alles kritisiert wird...


    Habt ihr einen Elternrat oder eine Elternvertretung die sich ab und an mal auf Augenhöhe mit Trainer und Chef Nachwuchs austauschen darf ?
    Ich kenne Vereine die das institutionalisiert haben. Damit kommen die Probleme, Wünsche und Anregungen der Eltern wenigstens mal auf den Tisch.
    Ausserdem fühlen sich Eltern als aktiven Teil des Clubs und auch in der Lage ihre elterliche Verantwortung wahr zu nehmen.
    Klar, es wird damit zwar nicht einfacher diese Probleme zu lösen und Wünsche umzusetzen. Aber es ist ein erster Schritt dazu.

    Wahrscheinlich zu banal, als das man selbst hätte drauf kommen können :D
    Morgen ist Zwischenrunde und ich werde es mal ansprechen. Ich werde berichten wie es angekommen ist. Besten Dank für den Tipp !

    Ich will mein 1000er Jubiläum mal nutzen und ganz bewusst die erste Stufe der Talentförderung ( 11-12 Jahre ) aus der Sicht eines Vaters und langjährigen Trainers im Jugendfußball in dem einen oder anderen Teilbereich schlicht in Frage stellen. Mittlerweile brüstet man sich ja Weltweit mit dem Ausbildungskonzept. Der Fairness halber sage ich gleich ( und habe das ja auch in einem anderen Thread deutlich gemacht ), dass ich dieser Kiste von Anfang an skeptisch gegenüber stand und sich dies auch nicht wirklich gebessert hat. Und da wir ja auch einige User hier in der Talentförderung haben, wird es da sicherlich auch andere Meinungen zu geben. Gerne. Gebt's mir 8)


    Kurz zum Hintergrund: Durch meine damalige Truppe Einblick in die Fördermaßnahmen ab jüngere E ( Kreisauswahl ). Mein Ältester spielt seit 1 ½ Jahren im Stützpunkt. Hat sich nicht nur fußballerisch weiter entwickelt, sondern auch an Selbstbewusstsein dazu gewonnen. Er muss sich halt in jedem Training zeigen, sonst ist er am Wochenende nicht im Kader. Ist eben anders als im Verein. Also alles okay. Zum StP-Trainer: Hinsichtlich Fach- und Sozialkompetenz überragend ! So stelle ich mir Trainer in einer Fördermaßnahme vor. Auch hier gibt es nichts zu meckern. Ich schreibe hier also nicht als frustrierter Vater. Mir geht es um die Sache.


    Sichtung: Geht bei uns mit dem jüngeren E-Jugendjahrgang in der Kreisauswahl los. Ist für mich überbewertet, unnötig und Verschwendung von Zeit und Personal ! Das würde ich 1:1 in die Vereine investieren. Kriterienkatalog erstellen, wie durchgängiges Ausbildungskonzept, strikte Kontrolle der Einhaltung, Förderung von Jungtrainern/-innen, Nachweis über Fortbildungen usw. Pro erfülltes Kriterium gibt es einen festgelegten Betrag. Die ( jetzigen ) Kreisauswahltrainer würde ich als Referenten in die Vereine schicken. Kreisauswahl würde ich abschaffen.


    Im NFV gibt es als erste Sichtung zum Stützpunkt den Sparkassencup. Da sind alle Mannschaften der älteren E zur Teilnahme verpflichtet ! Finde ich gut. Wie ich hier im Forum mit Erstaunen lesen konnte, gibt es Kreise/Verbände, wo die Vereine/Trainer/Eltern potenzielle Kandidaten melden sollen. Ist das wirklich so ??
    Talente ? Ja gerne. Aber die sollen gefälligst von selber kommen.


    Beim Turnier dann pro Feld ein Sichter. Würde ich ändern, da zu subjektiv. Rotation der Sichter von Feld zu Feld.


    Dann einen Termin zur Sichtung mit etwas über 30 Spielern. Mindestens einen zweiten Termin sollte das wohl Wert sein, oder ? Spiele auf Kleinfeld. Fand ich okay.


    Aber der Umgang mit den nicht berücksichtigten Spielern. Für mich ein Trauerspiel ! Kurze Ansprache: „Ist nur eine Momentaufnahme. Habt weiter Spaß.“ Wie viele davon wohl in ein Loch gefallen sind und möglicherweise ganz aufhören. Oder die Sportart wechseln, weil sie dort entsprechend gefordert werden. Sichtung ist auch Auslese, so hart sich das auch anhören mag. Aber den Jungs nicht mal zu sagen, wo sie sich verbessern könnten und in welchen Bereichen es ( noch ) nicht gereicht hat, fand ich gelinde gesagt suboptimal und semiprofessionell.


    Dann die weitere Spielerbeobachtung. Jedes NLZ hat mindestens einen Scout. Wer schon mal auf internationalen C-Turnieren war, weiß wovon ich spreche. Da ruht sich der DFB schön drauf aus. Nach dem Motto: Wer gut ist, den sehen wir dann auch noch in der C. Ausbildung soll in den NLZ'en betrieben werden. Ist das so ? Und sind wirklich alle Talente in einem NLZ ? In Ballungsräumen ist die Gefahr sicherlich geringer das jemand durchs Raster fällt, aber in ländlichen Gebieten ? Kann ich nicht verstehen, dass der DFB diese Aufgabe auch noch seinen StP-Trainern aufhalst. „Unser“ macht das und schaut sich Spiele und Turniere des Jahrgangs an. Aber macht das jeder ? Glaub ich nicht dran. Ich wüsste alleine aus diesem Forum einige Kandidaten, die ich mit dieser Aufgabe betrauen würde. An geeignetem Personal kann es also nicht liegen.


    Man sollte sich auch nicht zu schade dafür sein, sich von anderen Ländern das Ein oder Andere abzuschauen. Wie zum Teufel schaffen es nur unsere niederländischen Nachbarn trotz wesentlich geringer Bevölkerungsanzahl immer wieder, Spieler auf Weltklasseniveau auszubilden ?? Könnte an der auf Langfristigkeit ausgelegten Talentförderung liegen. Wenn man sich mal mit einem Jugendspieler unterhält, der in Holland ausgebildet wurde, staunt man echt Bauklötze. Sind wir zu arrogant um sich daran ein Beispiel zu nehmen ? Scheint wohl so. Lieber „Daumen hoch, Daumen runter“ Prinzip und sich immer wieder beschweren, dass zu wenig oben ankommen.


    Ich höre hier erst mal mit der Motzerei auf. Was meint Ihr ? Sehe ich das zu kritisch ? Was sind Eure Erfahrungen mit dieser ersten Förderstufe ?

    Andre
    Du wolltest Unterschiede die einen Vatertrainer von einem Trainer ohne eigenes Kind unterscheidet ?


    Positiv:
    Jede einzelne Minute von Training und Spiel verbringe ich intensiv mit meinem Sohn bei seinem liebsten Hobby.


    Negativ: Der Hauptgrund des Einstiegs vieler Vatertrainer ist doch wohl, dass es sonst keiner machen würde. Bei mir war das damals zumindest so. Vorher hatte ich ja nur "fremde" Jungs trainiert. Daher mein Einstieg als Trainer von Minikickern. So weit, so gut.


    Es waren im Lauf der Jahre keine Nachfolger in Sicht. Gab es einfach nicht. Man hätte also zwei Jahrgänge zusammen geschmissen mit zu vielen Spielern für Trainings- und Spielbetrieb. Wollte ich der Mannschaft nicht antun.
    Nun kommt es aber: Als Vatertrainer war ich zusätzlich in der Bredouille das ich bei einem Ausstieg meinen Sohn dieser Situation ausgesetzt hätte. Emotionale Abhängigkeit ist daher für mich der entscheidende negative Punkt der einen von einem "neutralen" Trainer unterscheidet. Ich habe Jahre lang um Veränderungen und Verbesserung für den Jugendbereich gekämpft. Vergeblich. Würde jetzt hier zu weit führen. Vielleicht trifft deswegen der Ausdruck von TW-Trainer als Marionette auch auf Mich zu. Wenn auch auf etwas andere Art.


    Wäre es nicht auch um meinen Filius und sein Hobby dabei gegangen, hätte ich schon viel früher hingeschmissen.


    Also...?

    guenter
    Ja, kenn ich alles. Bei Deiner Vorgehensweise erkenne ich mich in vielen Dingen wieder. Wenn ich mir aber Deine Auflistung in Teil 2 so durchlese, geht es neben der Vermittlung von Grundsätzen doch wohl immer in der Hauptsache darum, wie die anderen Eltern Dein Verhalten gegenüber Deinem Sohn als Spieler bewerten. Und um ja nicht den Eindruck der Bevorzugung entstehen zu lassen, hattest Du extrem auf viele Dinge geachtet. Ich kenne das. Und bei mir ging es damals ganz klar in die Hose. Bis mich mal mein Co. ( der auf eigenen Wunsch nur die administrativen Dinge übernahm ) mal gefragt hat, warum ich meinen Sohn so oft auswechseln würde.


    Okay. Mein Junge hat's überlebt und aus schlechtem Gewissen ( heute noch ! ) heraus hab ich ihn mal gefragt, ob er das als ungerecht gegenüber seinen Mannschaftskameraden empfunden hat. Keine Ahnung ob es an der Weiterzahlung des Taschengeldes liegt, aber er hat die passende Antwort gegeben -).


    Ich bin jetzt aber unsicher, weil Du ja keine Diskussion willst. Soll es dann ein reiner Erfahrungsbericht werden ?

    Einiges aus dem Eingangspost kann ich gut nachvollziehen. Bei der Ansetzung der Spiele zur Ferienzeit habe ich aber gestaunt. Das kenne ich hier so nicht. Ist der Terminkalender bei Euch so eng ?


    Ich hab ja zur Zeit Pause und genieße es 8) Und ich erlebe es ausschließlich aus der Warte eines Papas von zwei im Verein spielenden Söhnen ( ältere E und D ). Dadurch bekommt man zwangsläufig einen ganz anderen Blickwinkel. Leider hat sich jedoch meine Meinung zur Gattung "Eltern" in dieser Zeit sehr gewandelt.


    Als Trainer bin ich gut mit ihnen ausgekommen. Wenn ich jetzt aber mitbekomme, was da im Hintergrund alles kritisiert wird... Das Kritisieren an sich ist okay. Gerade in den jüngeren Altersklassen hat ein solches Team drei wichtige Bestandteile: Trainer, Spieler und Eltern. Zu meiner aktiven Zeit gab es noch keine Minis oder F-Jugend. Und als Trainer habe ich damals nur ab D aufwärts trainiert. Habe also keinen Vergleich, ob und was sich in dieser Zeit gewandelt hat und kann nur den jetzigen Ist-Zustand beurteilen.


    Ich habe den Eindruck, dass man immer mehr übereinander als miteinander redet. Und es immer weniger Leute gibt, die von Angesicht zu Angesicht konstruktiv Kritik üben wollen und können. Entweder im Hintergrund lästern oder 'ne Mail schreiben. Im günstigen Fall beim ersten Mal ist die Mail nur an den Trainer gerichtet. Oftmals jedoch gleich als Rundmail und der JO wird mit angeschrieben.
    Wenn es denn noch keiner vorher gefragt hat, frage ich daher bei entsprechenden Themen hier im Forum immer zuerst nach, ob man den/die Trainer darauf angesprochen hat. Und zwar in Ruhe und nicht während eines Spiels oder Turniers. Ist für mich eine ganz andere Basis auch für den weiteren Verlauf eines entsprechenden Threads.


    Passend zu diesem Thread kann ich daher nur sagen, nicht nur nehmen, nehmen, nehmen und Anforderungen stellen. Vereinsleben ist 'ne Gemeinschaft. Da muss jeder seinen Teil dazu beitragen. Und irgendwann ist trotz allem Idealismus auch bei Trainern eine Grenze erreicht.

    Zum ( eigentlichen ) Thema:
    Spucken ist unterste Sohle. Egal ob die Spucke deutsch, türkisch oder sonstwie ist. Da wäre wieder der Trainer in der Pflicht, den Jungs zu vermitteln, dass das Einfordern von Respekt und Achtung keine Einbahnstraße ist. Was sie also von Anderen erwarten, haben sie selbst auch zu beachten. Ich selber habe in den Jahren nie eine solche Multikultitruppe betreut. Kann also im Grunde nicht mitreden, ob eine solche Ansprache vor der Truppe fruchten würde. User wie siebener können das besser beurteilen, deswegen lese ich seine Erfahrungen mit großem Interesse.


    Ich meine heraus gelesen zu haben das der zweite Kritikpunkt war, dass der junge Schiri sich auf türkisch mit dem Trainer unterhalten hat. Vermutlich enstand dann durch die Verknüpfung "türkisch" mit "spucken" diese Grundsatzdiskussion. Ob nun vom Ersteller gewollt oder nicht. Muss ein Forum aber auch mal aushalten, wenn die Fetzen fliegen. Also zum Schiri nach dem Spiel der Hinweis, dass dies zu Irritationen führen kann bzw. der Verdacht aufkommen kann, dass da gekungelt wird. Dieser Gefahr braucht er sich ja nicht unnötig aussetzen.


    Aber hierzu wollte ich unbedingt was anmerken:

    Zitat von »thomasg«




    Und Du kannst es drehen und wenden wie Du willst, die Statistik der Straftaten lügt nicht
    Danke, dann lies dir bitte mal die PKS 2012 durch. Dort kommen Experten der Polizei und des BMI zu dem Schluss,


    Offtopic, aber mal ganz interessant. Hierzu muss man sagen, dass gerade diese Statistik sehr gerne von der Politik beeinflusst wird. Das war ein Thema, dass hier in Niedersachsen mal sehr intensiv in den Medien diskutiert wurde. Zwei Beispiele:
    Anfang der 90er mit der Immigration sog. Deutsch-Russen stieg der Anteil der Täter mit diesem Migrationshintergrund extrem an. Nun hätte man seitens der Politik ja darauf kommen können, kräftig in Integrationsmaßnahmen zu investieren. Och, geht doch billiger. Man hat ( durch das Innenministerium, also der Politik ) schlicht an der Eingabe bei der Statistik gebastelt. Der Migrationshintergrund wurde bei dieser Gruppe nicht mit hinein gerechnet. Deutscher Pass, also deutscher Täter. Stolz wurde der Öffentlichkeit verkündet: Wir haben kein Problem, also brauchen wir da nicht für die Zukunft gegensteuern und Geld investieren. Die Leidtragenden waren dabei die Einwanderer, die mit ihren Problemen so ziemlich alleine gelassen wurden.


    Zweites Beispiel mal mit einem ganz anderen Hintergrund: Zahl der Einbrüche oder Diebstahl aus Autos. Die Aufklärungszahl war niederschmetternd. Fehl mir jetzt der Hintergrund, wieso. Man ist in der Politik sehr ideenreich. Also Statistik geschnappt und siehe da, es war Licht am Horizont. Vorher: Ein und derselbe Täter hatte z.B. 50 Autos aufgebrochen. Dies wurde Täterbezogen erfasst, da ja auch nur ein Täter ermittelt und angeklagt wurde.
    Nachher: Ein Täter und 50 aufgeklärte Taten. Wäre ja an sich nicht unschlüssig. Das Problem war nur das Verkaufen in der Öffentlichkeit. Man präsentierte als Vergleich die Zahlen von vorher und nachher und verkündete stolz: Die Aufklärungsquote ist kräftig gestiegen. Unser Bundesland ist sicherer geworden. Investitionen in Polizei und Justiz brauchte es also nicht.


    Schade nur, dass findige Reporter einfach mal nachgehakt haben und den "kleinen Schwindel" in den genannten Beispielen aufgedeckt haben. Shit, aber Versuch wars Wert -).
    Vorsicht also beim Bewerten solcher Statistiken.


    Deswegen plädiere ich bei solchen Themen wie hier immer dafür, meine absoluten Lieblinge unter den Berufsgruppen nicht zu einfach aus der Nummer zu entlassen. Was ist denn unserer Politik eine für mich wahnsinnig wichtige Maßnahme der Integration, dem Vereinssport, wirklich etwas Wert ? Und damit meine ich die blanke Kohle ! Warme Worte bei einem Empfang "Ehrenamt stärken" mit ganz wichtigem Bild beim Händeschütteln können sie sich... Lassen wir das.


    Ich finde aber gerade bei einem solchen Thema gehört das dazu. Wir stehen jede Woche als Trainer/-in unsern Mann / unsere Frau. Eine großartige Unterstützung seitens der Politik kann ich da nicht erkennen. Daran krankt es meiner Meinung nach.