Leistungsbereich beginnt für mich ab U15. Alles andere vorher ist Breitensport. Mit unterschiedlichem Niveau abhängig von den personellen und materiellen Gegebenheiten. Durch die Spielklassen in denen sich die jeweiligen Altersklassen bewegen, kann man durchaus dann schon von einer Vorstufe zum Leistungsbereich reden. Ab C-Jugend auf Bezirksebene sind das nicht mehr reine Klickerligen und erfordern hinsichtlich physischen und psychischen Voraussetzungen schon ein überdurchschnittliches Niveau. Aber...
Herausragende Talente, die es auch in einem noch so kleinen Verein mit schlechtem Training rzu einem späteren Zeitpunkt aufgrund ihrer eben deutlich über Durchschnitt ausgeprägten Eigenschaften und Fähigkeiten in eine U11 Förderung geschafft hätten, aber eben schon früher in Vereine mit "Leistungsbereich" ab U7 geholt werden, werden als Beweis genommen, dass eine Förderung nicht früh genug beginnen kann. Trifft eben der Fall ein, dass ein solches Talent zu einem späteren Zeitpunkt aus einem solchen kleinen Verein erst ab U11 oder U12 oder noch später zur Förderung entdeckt wird, wird dann gerne angeführt, dass sowas nur bei absoluten Ausnahmetalenten möglich ist oder gar das der Entwicklungsstand noch höher sein könnte. Wie man es gerade braucht um einen "Leistungsbereich" U7 bis U10 zu rechtfertigen. Im Grunde machen dann ja alle NLZ'en alles falsch, die erst mit U11 oder U12 beginnen. Oder der DFB mit seinem Stützpunktsystem.
Einziger Grund ist hier die Angst ja keinen dieser Ausnahmen zu verpassen oder das die Konkurrenz schneller war.
Wenn es nur dazu dienen würde, den Kindern eine möglichst ereignisreiche Zeit in den Anfängen ihres Fußballsports zu bieten, dann ist das okay für mich. Diesen Anspruch sollte aber jeder Club für seine Kinder haben. Aufgrund der Beziehung und Verflechtung der größeren Clubs kommen deren Kinder da auch mal auf überregionale Turniere. Das sind tolle Erlebnisse für die Lütten. Zudem findet es alles in einem strukturierten Rahmen statt, in dem keiner sein eigenes Süppchen kochen kann. Lizensierte Trainer mit viel Engagement. Will ich alles gar nicht schlecht reden. Einige User hier haben ja auch Kinder, die unter diesen Voraussetzungen spielen. Ist auch okay. Erst recht, wenn vor Ort eben keine guten Bedingungen herrschen. Für mich völlig nachvollziehbar. Das war es dann aber auch.
Bei "Leistungsorientiert" im Zusammenhang mit 6 - 7 jährigen Kindern... Ich persönlich kann da nur müde drüber lächeln. Aber wer sich unter diesen Aspekten dieser Kaffeesatzleserei gerne aussetzen möchte, bitte. Wird ja keiner zu gezwungen. In diesem Zusammenhang würde es mich sehr interessieren wie der Verein des Threads hier reagiert, wenn man ihnen mitteilt das es jetzt noch zu früh ist und sie gern später nochmal anfragen können, wenn sie noch Interesse hätten.
Zum Threadersteller und darum geht es doch hier: Wechsel eines bald sechsjährigen Kindes in die U7 eines NLZ
30 Minuten Fahrzeit empfinde ich jetzt nicht als übermäßigen Aufwand. Würde ich nicht als Gegenargument oder Hinderungsgrund sehen. Dein Sohn ( wird sechs Jahre alt ) kommt nach den Ferien in die Schule. Also neues Umfeld, neue Freunde. Bisher spielt er mit Begeisterung unter einem guten Trainerteam in seinem Heimatort. Also Bedingungen sind gut. Bisher tendiere ich also eher zum Verbleib.
Nun hast Du nicht geschrieben, ob sich der Aufwand beim NLZ hinsichtlich Training wesentlich erhöhen würde. Wie sieht es am Wochenende aus ? Wie schnell und oft wird da selektiert ? Ist mir noch ein bisschen zu wenig Input über die dann veränderten Bedingungen bei einem Wechsel.
P.S.: Sehe gerade das nach dem letzten Posting von
@Uwe gestern jetzt beim Schreiben noch einige gekommen sind. Hab sie nicht durchgelesen und schicke einfach so ab. Sorry, wenn sich das dann wiederholt