Beiträge von Steini

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    Tach zusammen.
    Nach längerem stillem Mitlesen reizt mich dieses Thema doch zu sehr.
    Hallo sabbl
    Muss jetzt mal Dein Posting heraus greifen. Geht nicht um Deine Meinung im Speziellen, aber bietet sich gerade an

    Dazu kommt dann das Thema Versicherungsschutz.

    Da habe ich nur ein gefährliches Halbwissen, aber sind angemeldete Vereinsmitglieder nicht auch über den Verein versichert ? Geht es hier nicht ( ich meine jetzt hier Spiele im Allgemeinen, egal ob bei Punkt- oder Pokalspielen oder Freundschaftsspielen bzw. -turnieren) beim Passwesen um Sperren bzw. Regularien des Sportgerichtsverfahrens ? Klär(t) mich auf.
    Abgesehen davon.

    Auch nicht zu vernachlässigen ist der Neid anderer Vereine bzw. das Verlangen sich gegenseitig eins rein zu drücken. Wenn man an dem Sportplatz von einem anderen Verein kommt und dort ein Spiel ist wird zuerst mal bei fussball.de geschaut ob das auch gemeldet ist. Steht da nix drin wird es direkt beim Staffelleiter oder Kreisjugendleiter angezeigt. Gibt dann ein Urteil zu "Nicht angemeldetem Freundschaftsspiel" kostet mit Urteilsgebühren etc. im SWFV aktuell glaub 30? und mehr. Achtung: Auch wenn man es mit zwei Mannschaften aus verschiedenen Vereinen als "gemeinsames Training" deklariert muss die Strafe gezahlt werden. Offiziell gibt es kein gemeinsames Training von verschiedenen Vereinen sondern es wird als Wettkampf/Spiel gezählt und ist somit Anmeldepflichtig.
    Da es bei uns mehrere solcher, sorry, Idioten gibt die nur Sportplätze kontrollieren melden wir alle Spiele und investieren das gesparte Geld lieber sinnvoll.

    Die Geister die ich rief... Ab E wäre mein Urteil ein anderes... Aber so kann ich nur allen Verantwortlichen in den Verbänden sagen: Macht nur weiter so. Überzieht in diesen Altersklassen alle Vereine, deren Verantwortliche ( Präsis, JL'er, Trainer/-innen ) weiter mit Euren Regularien.
    Hier gehts um G-linge. Herrlich. Wenn's nicht so traurig wäre..

    ein dreifach Hoch auf die Parapraphenreiter und Wichtigtuer dieser Republik.

    Weiter gehts

    Im Kreis Köln müssen alle spiele angemeldet werden. Unabhängig von der Altersklasse. Die Spiele müssen im DfB net freigegeben werden. Ergebnisse werden nicht veröffentlicht.

    Sind da jetzt tatsächlich auch Freundschaftsspiele mit gemeint ? Warum müssen diese dann angemeldet werden ? Oder verstehe ich was falsch ? Wenn nicht..

    Warum auch nicht? Ich sehe nichts was dagegen spricht.

    Unnötige Regularien bei Freundschaftsspielen in der G und F ? Pässe für 5 - 8 Jahre alte Kinder bei diesen Spielen ?

    Es gibt meistens ja irgend einen Haken an den man als Trainer im ersten Moment gar nicht denkt weil man einfach nur will das die Kids Fußball spielen.

    Im Besonderen als Betreuer/Trainer von 5-8jährigen Kindern.
    Wenn man sowas hier liest darf man sich ja mal fragen, warum man sich das überhaupt antun muss. Und auch den Eltern und Kindern, egal welche Gründe dafür vorliegen mögen.


    Ich möchte dies Thema ( mal abgesehen vom Thema Versicherungsschutz, wenn es denn tatsächlich so ist ) mal erweitern.


    Ich bin absoluter Gegner von Pässen im Bereich G - F !


    Feuer frei 8)

    raicoon
    Schönes Thema. Habe mich sehr oft gefragt, warum diese "16er ist Schluß" Taktik bis heute und bis in den Profibereich hinein Bestand hat.


    Ich kann Dir nur hier aus den Erfahrungen aus der Praxis mit meiner damaligen D berichten. Grundsätzlich halte ich für diese Altersklasse von mannschaftstaktischen Vorgaben nicht viel bis gar nichts. Sieht bei Gruppentaktik schon etwas anders aus, wobei man auch hier oft im Bereich der Mannschaftstaktik agiert bzw. diesen Bereich mind. tangiert. Aber anderes Thema.


    Gerade aber bei den von Dir beschriebenen Standards aus dem Halbfeld habe ich da bei meiner Truppe eine Ausnahme gemacht. Und ich betone nur für diese Spielsituation. Ganz einfach weil ich es auch als meine Aufgabe gesehen habe, ihnen mit einer einfachen taktischen Spielweise in genau diesen Situationen zu helfen und die Praxis hat dann auch gezeigt, dass sie damit richtig gut klar kamen. Es war aber keine "reine" Raumdeckung sondern eher eine Kombi aus Mann- und Raumdeckung. Ich glaub Andre würd mir an dieser Stelle schon den Kopf abreißen -). Es ist aber nicht so statisch ( mir fällt jetzt kein besserer Ausdruck ein ) wie es sich anhört.


    Kurz erläutert: 5er frei für Keeper. Der Bereich zwei bis drei Meter davor ( nochmal: ist nicht so statisch oder in Beton gegossen wie es sich anhört ) Manndeckung mit Absicherung zum Tor hin, Bereich 16er Raumdeckung. Nun wird die Frage aufkommen: Was machst du bei Gegnern, die erst bei Ausführung in den 16er laufen ? 1. ist spätestens beim zweiten oder dritten Anlauf zu sehen, dass sich der Gegner nun schon im 16er positioniert. Ausnahme sind Truppen, die Standards einstudiert haben. Die findet man aber max. in höheren Spielregionen und dann muss man als Trainer darauf reagieren. Führt hier zu weit. 2. Laufen sie in den abgedeckten Raum des 5ers. Die hier stehenden Verteidiger haben den Blick zum Ball und Gegner, wie von raicoon richtigerweise angesprochen. Halte ich ebenfalls für einen unschätzbaren Vorteil der sich noch dadurch potenziert, dass ich bei Ballabwehr mit großem Verbund Druck auf den Ball ausüben kann.


    Bei "16er ist Schluß" Taktik sehe ich zwei große Nachteile. Zum Einen wie bereits erwähnt die Lauf- und Blickrichtung der Spieler. Zum Anderen aus Sicht des Keepers die Laufrichtung der Spieler und Flugrichtung des Balles. Meinetwegen Ball kommt ( aus Gegnersicht ) von halblinks auf die rechte Ecke. Die Spieler kommen hier von halbrechts auf die linke Ecke zu. Als fast natürliche Bewegung sieht man hier, dass in den meisten Fällen der Torwart diese Laufrichtung mitgeht bzw. sein Körpergewicht entsprechend verlagert. Schwierig wenn dann der Ball ohne weitere Berührung auf die rechte Ecke kommt. Mich nervt es immer, wenn ein Kommentator in diesen Situationen von Torwartfehler spricht. Meiner Ansicht nach gibt es kaum eine andere Spielsituation mit einer solch hohen kognitiven und koordinativen Anforderung an den Keeper. Und das noch bezogen auf einen Jugendspieler in der Ausbildungsphase ! Bei kombinierter Mann- und Raumdeckung hat er die Spielsituation schon vor Ausführung im Blick. Halte ich für einen großen Vorteil.
    Natürlich sehe ich auch die Gefahr bei kopfballstarken bzw. körperlich überlegenden Gegnern. Die Distanz zum Tor ist dabei der entscheidende Faktor. Das gilt aber eben auch für "16er ist Schluß".


    Um den Sturm der Entrüstung ein wenig abzumildern -).
    Ich habe das Ganze in ganz genau einer einzigen Einheit mit den Jungs trainiert. Auch aus dem Anlass heraus, dass sie nach eigener Aussage mal "Bock auf Taktik" hatten. Das findet auch diese Altersklasse geil, insofern sehe ich das auch in entsprechenden Posts hier im Forum mit etwas anderen Augen und sehe das eher gelassener. Es sollte jedoch im Rahmen bleiben.
    Zur eigenen Gewissensberuhigung habe ich das auch als individualtaktisches Training im Mannschaftsverbund deklariert. Asche über mein Haupt.


    Grundsätzlich eher ein Thema für C aufwärts und auch mich würden hier Erfahrungen oder gegenteilige Meinungen interessieren.


    Edit: Sehe gerade, dass schon andere Posts gekommen sind. Ich lass das einfach mal so stehen. Sorry wenn sich was wiederholt, bin aber zu faul das jetzt zu ändern.

    Da reicht eigentlich der Satz, den ich von einem Ex-Profi gehört habe, dessen Sohn ich ein paar Jahre trainiert hatte:
    "Wäre ich nicht auch zusätzlich zum Turnen gegangen, hätte ich es wohl nicht zum Profi geschafft."
    Soviel also zum Thema Förderung. Müsste ich bei meinen eigenen Söhnen ( aus Zeitgründen oder was auch immer ) heute entscheiden, ob sie in diesem Alter bis zur F zum Fußball oder Turnen gehen sollen, würde ich mich immer für das Turnen entscheiden. Zwei meiner damaligen Spieler haben zusätzlich geturnt. In der D waren sie ihren Altersgenossen nicht nur in der eigenen Mannschaft koordinativ weit voraus. Sie spielen jetzt ( jüngere C ) auch auf Bezirksebene. Das mag mancher für Zufall halten, ich nicht.


    Thema ist bzw. war aber hier ein anderes. Bezogen auf Post 22 kann man daher auch sagen: Ja. Aber ein Trainer hat auch das Recht zu sagen, dass dies zu früh ist und er die Verantwortung nicht übernehmen möchte. Im vorliegenden Fall hat es aber ja wohl geklappt.

    Ich war nur sehr erstaunt das Du nach Rat fragst und nun schon ein Ultimatum von zwei Wochen mit entsprechender, möglicher Konsequenz ( Ausschluß ) im Kopf hast. Deine jetzt geschilderten Rahmenbedingungen hören sich für mich richtig gut an. 10 Kinder alleine zu trainieren ist mMn keine Herkulesaufgabe. Den Jungen würde ich als Herausforderung empfinden. Insbesondere deswegen:

    Im Spiel wiederum baut er schwächere Spieler sogar auf , ermutigt sie , lobt sie , baut sie mental wieder auf .


    Wie Follkao schon erwähnt hat. Da gibt es nicht viele von, gerade beim älteren E-Jahrgang. Halte ich für eine herausragende Eigenschaft. In dem Alter fangen sie eher das Motzen an. Ein Spieler mit diesem sozialen Verhalten auf dem Platz ist für jeden Trainer ein Geschenk. Und nach meiner Erfahrung sorgt in dem Alter schon die Gruppendynamik dafür, dass Einzelne bei nicht gruppenangepasstem Verhalten "eingenordet" werden. Man muss als Trainer nicht unbedingt überall und sofort eingreifen. Da regelt sich vieles von selber. Es würde mich stark wundern, wenn das in Deiner Truppe anders wäre. Zudem erfreut doch wohl jedes Kind ein Lob. Wenn man immer mal wieder einen Spieler für eine gute Ausführung einer Übung lobt, wird auch er danach streben.

    ...sondern auch um Ihnen etwas beizubringen und sie Technisch , Taktisch und Spielerisch besser zu machen !!!


    Ja. Finde ich auch. Es gehört aber mMn auch zu meinen Aufgaben ihnen ( gerade in dem Alter ) zu vermitteln, dass man ihnen bei Schwierigkeiten zur Seite steht und versucht, ihnen zu helfen. Und in Deinem Fall vermute ich sein Problem außerhalb des Fußballs. Insbesondere aufgrund seiner oben zitierten Verhaltensweise während eines Spiels. Ihm ist die Gemeinschaft nicht egal, sonst wäre er vermutlich auch schon nicht mehr zum Training gekommen. Gib ihm also Zeit. Auch als Trainer wächst man an solchen Aufgaben und diese Erfahrungswerte sind mit Geld nicht zu bezahlen.

    Finde die Beiträge hier bislang richtig gut. Punktgenau auf das Thema bezogen. Ob sie nun auch für den vorliegenden Fall tatsächlich hilfreich sind, wird nur @JA in der Praxis feststellen können. Wollt ich aber mal wenigstens erwähnen, weil viele Threads in der letzten Zeit hier oftmals abgedriftet sind und man am Ende auf die eigentliche Fragestellung / Problemstellung gar nicht mehr eingegangen ist.


    @JA
    Den bisherigen Beiträgen kann ich mich nur voll und ganz anschließen. Gerade was die Wettkampfform betrifft. Da stehen besonders die E-linge drauf. Zudem erhöhst Du so den Zeitdruck und erlernte Techniken festigen sich so nachhaltiger. Hätte aber noch mal ein paar Fragen:
    Wie ist insgesamt die Leistungsdichte in Deiner Truppe ?
    Ragt er auch unter Deinen stärksten Spielern heraus ?
    Wie verhält er sich bei den Spielformen ?
    Gibt es bei Euch eine Kreisauswahl und wenn ja, spielt er dort ?
    Wie sind seine Eltern eingestellt was das Hobby ihres Filius betrifft ?
    Wieviel Kinder hast Du zu trainieren ?
    Macht ihr das zu Zweit ?


    Bisschen mehr Input wäre nicht schlecht.

    Für die Kinder als Ergänzung.


    Für mich als Alternative. Erst Recht, nachdem was ich die letzten Jahre im Zusammenhang mit dem Camp von Vereinsseite so erleben "durfte". Wie gesagt nicht nur vom eigenen. Unglaublich, was sich da so abgespielt hat. Dabei hatte ich nie vor, mit irgendwas oder irgendjemand in Konkurrenz zu treten. Im Gegenteil. Mein Grundgedanke war genau das Gegenteil.


    Ist mir aber mittlerweile egal. Die Kinder haben ihren Spaß und wir auch. Was will man mehr ?

    PapaJoe
    Die von Dir im Posting 22 genannten Gründe kommen mir so wahnsinnig bekannt vor. Ich hab mich in den Jahren mittlerweile auch aufgebraucht. Akku leer. Zu oft gegen Wände gelaufen. Irgendwann war mir klar: Entweder kehrst Du diesem Sport als Trainer den Rücken oder du gehst deinen eigenen Weg. Ich hatte schnell Mitstreiter an Bord. Dieses Jahr sogar erstmalig Trainer aus anderen Vereinen, was ich richtig klasse fand.
    Und Vereinszugehörigkeit interessiert dabei keinen ! 5 Tage Fußballspaß pur. Die Spendenbereitschaft unter den Sponsoren und Eltern haut uns jedes Mal wieder um.
    Ich könnte hier aber auch von sehr unangenehmen Begebenheiten von "außen" berichten, denen so gar nicht gefällt, dass es läuft wie es läuft. Das kommt aus dem eigenen und auch von anderen Vereinen. Muss man sich mal vorstellen: Da haben Kinder von 8-12 Jahren Spaß am Sport, Eltern sind zufrieden, Sponsoren bereit das Ganze zu finanzieren, Jungtrainer opfern ihre Ferien, Väter ihren Urlaub... und man muss sich dafür rechtfertigen oder teilweise gegen Breitseiten aus dem Hintergrund erwehren.


    Ich will hier um Gottes Willen kein Schwarzmaler sein und kann Dich nur ermutigen diese tolle Idee weiter leben zu lassen. Sollte es aber mal ein wenig größer werden und Du mehr Zulauf erhältst ( und ich tippe das wird passieren ) solltest Du auch auf Neid und Missgunst gefasst sein.


    Muss aber nicht. Gehen wir vom Guten aus. Wünsch Dir weiter viel Spaß bei der Sache !!

    Andre
    Ich kann das ertragen. Kein Thema. Aber ich würde es halt schade finden, wenn wir dies nur darauf reduzieren würden. Deswegen wirst Du es ertragen müssen, wenn ich das dann auch genauso ansprechen werde.
    Zumal wir ohnehin in Sachen bindendes Konzept absolut mit einer Sprache sprechen. Genau wie Du werde ich in keinem Verein mehr trainieren wo jeder sein Süppchen kochen darf und niemand einschreitet.
    Also alles okay.

    pop1
    Die Frage ist nicht so persönlich wie sie vielleicht klingen mag, aber hast Du schon mal eine C-Jugend trainiert ? Ich empfehle Dir mal nach "biologischen Veränderungen während der Pubertät" zu googeln. Damit ist nicht alles zu entschuldigen, erklärt aber einiges. Ich weiß wovon ich spreche. Habe zur Zeit gerade so ein Wunderwesen zuhause -).

    Ich würde es sehr begrüßen, wenn dieses Thema hier nicht in Richtung "Lizenz oder nicht = gut oder schlecht" abdriften würde. Sage ich deswegen, weil ich einfach schon zu viele kennen gelernt habe, die C-Leistungslizenz bis hoch zur A-Lizenz hatten und mir bei deren Erklärungen unter anderem beim Thema Umschaltspiel - Trainingsschwerpunkt kognitiv-koordinativ ein Schauer nach dem anderen über den Rücken lief. Und das waren keine wohligen Schauer !!
    Wäre schade um die Diskussion an sich, da hier mMn sehr interessante Ansätze angesprochen werden.

    siebener
    Ich finde Deine Idee mit der Anbindung an die Schule sehr überlegenswert. Ein zwar völlig anderer als bislang, aber wenn ich mir die Verschmelzungen der Vereine hier in der Umgebung in Spielgemeinschaften so betrachte, findet ohnehin kaum noch ein Vereinsleben statt sondern es sind eher Zweckgemeinschaften. Allerdings, wie guenter hier schon mehrfach angesprochen hat, ein Problem, dass viele Vereine, Gemeinschaften etc. haben. Feuerwehren, Schützenvereine usw. Alle versuchen mit allerlei Maßnahmen Nachwuchs zu generieren. Von vielen Eltern werden diese Angebote leider überwiegend als Dienstleistung verstanden. Nach dem Motto "Ich hab dafür bezahlt, jetzt will ich auch was dafür sehen/bekommen." Darüber kann man nun jammern oder man nutzt diese Einstellung aus. Ich habe da aus vielen Gesprächen mit Eltern daher mittlerweile die gleiche Einstellung wie Andre. Am Willen, mehr bezahlen zu wollen, scheitert es nicht. Man will nur sicher sein, dass das Geld auch 1:1 ins eigene Kind investiert wird und nicht im Gesamtetat des Vereins einfließt.
    Dieses Forum hier ist ( leider ) nicht repräsentativ. Ich höre auch bei Euch eine Vereinsloyalität heraus. So sind wir aufgewachsen. Der Verein und die Gemeinschaft ist uns wichtig. Ich sag es ja ungern, aber diese Denkweise stirbt aus. Einige wenige ( jetzt außer den "Aktiven" wie Trainer, JL usw. ) ziehen da noch mit. Der Großteil aber will damit schlicht nichts zu tun haben und will seine Ruhe. Warum schreiben wohl so viele hier "Sind immer die selben, die helfen" oder "beim Elternabend waren nur 1/3 anwesend" usw.
    Daher finde ich die Idee von siebener wirklich gut. Schule hat da ein ganz anderes Standing.


    In dieser Diskussion fehlt mir hier ein wichtiger Personenkreis, der bzw. die vermutlich ihre helle Freude an diesem Thread hätten. Wir Beteiligten zermartern uns das Hirn, wie man wieder mehr Kinder in die Vereine bekommt. Ist ja auch okay. Stagnation bedeutet Rückschritt. Flexibel sein und bleiben. Aber ich persönlich sehe es nicht mehr ein, dass hierfür nur die Aktiven daran beteiligt werden, die ohnehin jede Woche bei Wind und Wetter ihren Mann/ihre Frau stehen.


    Landes- und Bundespolitiker ! Da gibt es 'ne Menge warmer Worte, Plakate oder zwischendurch wird mal einer von uns geehrt und bekommt ein paar Klopfer auf die Schulter. Ehrenamtskarten mit Ermäßigungen hier und da. Ständige Betonung wie wichtig doch das Vereinsleben ist und das die Kinder von der Straße oder der Glotze weg geholt werden. Ich kann diesen Sch... nicht mehr hören. Mir ist bekannt, dass es für viele Dinge wie Fahrten etc.. Zuschüsse gibt. Aber es ist für mich auch ein gewisses Zeichen, dass man dafür wieder selbst tätig werden und Anträge stellen muss.
    Durch unsere Tätigkeit spart der Staat und das jeweilige Land richtig viel Geld, was ansonsten in Projekte investiert werden müsste. Ehrenamt beinhaltet auch unentgeltlich und hat seit Jahrzehnten Bestand. Ich stelle das hier mal ganz provokativ in Frage. Lizensierte Trainer werden hier gefordert. Bin ich auch für. Es hat auch den Vorteil, dass die Vereine dafür Zuschüsse bekommen.
    Und die nicht lizensierten sind nichts wert ??? Oder der Platzwart, der für gepflegte Rahmenverhältnisse ( Rasen, Vereinsgelände etc. ) sorgt ? Ließe sich endlos fortführen.


    Daher mal ganz frech und frei meine Forderung: Am Ende der Saison reicht der Verein eine Liste mit allen nicht lizensierten ( da die lizensierten ja durch Sportverband und Landkreis bezuschusst werden ) Betreuern und Trainern ein. Dazu alle Fahrten, Aktivitäten im Rahmen der Betreuung der Kinder und Jugendlichen. Alle im Verein angebotenen Fortbildungen, Turniere, Camps usw. Da fehlen sicherlich noch Punkte, die für einen Verein Anreiz wären, weil es dann dafür wiederum vom Staat und Land Geld geben würde.
    Wir verkaufen uns unter Wert !


    Oder man gibt diese "soziale Dienstleistung" eben ab. An die Schulen. Dann kann die Politik ganz einfach nicht mehr dran vorbei und muss investieren.
    siebener
    Je länger ich drüber nachdenke umso besser gefällt mir Dein Vorschlag !!!

    Ich hatte jetzt in Sachen Fußball fünf Tage lang 100 Kinder um die Ohren. Die haben sich echt besser vertragen :rolleyes: Aber ein bischen Dampf in der Bude find ich jetzt nicht schlimm und muss im Fußball auch manchmal so sein. Alles im Rahmen.


    Grundsätzlich kann ich in Sachen Aufstellung eines Vereins ( bindendes Konzept, Fortbildungsangebote, Bezahlung ja oder nein usw. ) argumentativ beiden "Seiten" folgen. Ich persönlich würde nur noch bei Vereinen tätig sein, die Andre hier beschreibt. Die Kohle wäre dabei allerdings kein Hauptgrund für mich. Allerdings "verkauft" sich der Jugendfußball in der Tat zu schlecht, daher finde ich die Forderung danach auch legitim. Aber ich scheitere ja ohnehin an seiner Altersgrenze -).
    Den anderen Argumenten kann ich jedoch ebenso folgen. Insbesondere den Schilderungen von Nela. Spiegelt auch den Ist-Zustand der Vereine hier in der Umgebung wieder. Es kommt hier mittlerweile kaum ein Verein mehr ohne Spielgemeinschaften aus. Ein Zustand übrigens, den ich auch für Herren- und Damenmannschaften prognostiziere. Viele wollen dies nur noch nicht wahr haben. Soviel dazu.


    Ich habe mir den Thread in einem Durchgang reingezogen und es kann daher sein, dass ich was falsch verstanden habe. Aber das Thema war doch ein anderes, oder ?( ;)
    Grundsätzlich stelle ich so in den letzten Jahren fest, dass vieles im Fußball als Wissenschaft oder fachlich hoch kompliziertes dargestellt wird. Schimmert auch hier so ein wenig durch.
    Da wird immer mal wieder ein neuer Trend auf den Markt geschmissen und alles rennt hechelnd hinterher. 4er Kette ist so ein Ding.
    Den großen Unterschied des heutigen Fußballs zum Fußball sagen wir mal vor 15 Jahren sehe ich in dessen Geschwindigkeit und grundsätzlicher taktischer Ausrichtung hin zum Ballorientierten im Verbund. Ich halte diesen Begriff auch für wesentlich geeigneter als Ketten. Es ist hier aber ja schon angesprochen worden, dass einige Begrifflichkeiten in einen Topf geworfen wurden, die getrennt betrachtet werden sollten.


    Aber sowohl hier als auch "Offline" gehen Diskussionen in diesem Themenbereich doch sehr stark in Abläufe bei gegnerischem Ballbesitz. Gibt es ohne Ende Übungen/Spielformen usw. zu. Meiner Erfahrung nach ist die Schulung des offensiven Agierens im Verbund wesentlich schwieriger. Im Bereich "ballorientiertes Verschieben" sollte das mMn immer in beiden Spielsituationen berücksichtigt werden.


    Noch zum Thema Breitensport und Leistungsbereich. Klang hier auch so an nach dem Motto "Ist nur was für den Leistungsbereich".
    Ich war in beiden Bereichen tätig. Der große Unterschied ist der, dass man ab ca. ältere D eine große Spreizung des Leistungsstandes der Mannschaften bekommt. Ein bis zwei Spieler, die auch während der überwiegenden Spielzeit taktisch "auf der Höhe" bleiben können. Dann im Mittel so zwei bis drei Spieler, die dies von der Konzentrationsfähigkeit her bis max. zur Hälfte der Spielzeit durchhalten. Und dann eben im Gros Spieler, die mit vielen anderen Dingen zu kämpfen haben und hier schlicht überfordert sind. Aufgrund dieser Konstellation ist es dabei natürlich wesentlich schwieriger, dass die Mannschaftsteile auf Dauer ineinander übergreifend im Verbund agieren, als man dies bei leistungshomogen zusammen gestellten Teams im Leistungsbereich feststellt. Es ist dadurch aber nicht zwangsläufig unmöglich. Die Erwartungshaltung sollte nur entsprechend sein.
    Mein Ansatz ist aber der, dass bis zur D folgendes, sehr einfaches Prinzip gelten sollte:


    Minis: Rudelbildung. Super. Da erklär ich nix und versuche auf gar keinen Fall das zu unterbinden.
    F: Zu Beginn eine grobe Aufstellung im Sinne der Rotation. Immer noch Super wenn alle gemeinschaftlich zum Ball streben. Da erklär ich nix und versuche auf gar keinen Fall das zu unterbinden.
    E: Dito. Hier zeige ich ihnen aber, wie man sich in Ballnähe anbietet ( Dreiecksbildung in Grobform).
    D: Jetzt kommt Gruppentaktik hinzu. Jetzt läuft mir die Zeit davon, aber so in etwa verstehe ich die Fragestellung.


    Oder lieg ich da falsch, Andre ?

    Er erwähnt Arrigo Sacchi.


    Von dem verschlinge ich so ziemlich alles, was es im Netz zu finden gibt. Lohnt sich wesentlich mehr, nach ihm und seinen Ideen zu googeln ! Vieles von dem, was er sich schon vor Jahren ausgedacht hat, findet sich im heutigen Fußball wieder.

    Erstmal vielen Dank für Eure Meinungen und Ansichten.


    Da ist richtig was zum Grübeln dabei. Besonders lange hab ich über den von TW-Trainer angesprochenen Aspekt " ab wann sollte die Mannschaft davon wissen" nachgedacht. Man bekommt es ja im Vertrauen gesagt. Wenn aber die Mannschaftskameraden nichts davon wissen und ihren Teamkollegen kritisieren, weil er keine Leistung mehr bringt, lustlos wirkt, ständig mies gelaunt ist usw. kommt man ja wirklich ins Überlegen. Sag ich es ihnen damit sie es einordnen können ? Und wenn ja, wie ? Ohne ihn ? Im Mannschaftskreis ? Habe ja schon einige Trainerjahren auf dem Buckel. In einer solchen Situation bin ich aber nie gewesen. Konnte das immer mit dem jeweiligen Spieler alleine regeln. Meist war es so, dass sie 'ne Pause brauchten. Da konnte ich dann nicht mehr machen als ihnen mitzugeben "Kein Thema. Du bist hier jederzeit wieder willkommen und ich würd mich freuen." Bisschen wenig, aber irgendwo stößt man ja auch an seine Grenzen.


    Oder das Posting von siebener. Wie viel will ich eigentlich wissen bzw. mitkriegen ? Schwierig.

    Hallo Forum.


    Die obige Aussage habe ich vor kurzem von einem Trainerkollegen gehört. Lange Jahre "im Geschäft", trainiert ab C aufwärts. Ich lasse jetzt mal bewusst die Spielklassen weg.


    Seine Mannschaften sind regelmäßig in oberen Tabellenregionen zu finden und spielen dabei ansehnlichen Fußball. Bei den Spielen seiner Truppe, bei denen ich zugeschaut habe, habe ich ihn als eher ruhigen Vertreter erlebt. Sein Coaching war dabei nach meinem Empfinden im Ton angemessen und vor allem zum passenden Zeitpunkt und spielsituativ passend. Also kein Schreihals oder HB-Männchen. Seine Jungs ( zur Zeit hat er eine C ) hängen an seinen Lippen, wenn er etwas erzählt. Zwei Mannschaften habe ich bis jetzt von ihm erlebt und habe so von außen betrachtet den Eindruck gehabt, dass es von der Stimmung her sehr harmonisch ablief.


    Seine Aussage hat mich dann doch etwas überrascht. Ich fand es als Trainer nicht unwichtig zu wissen, wenn einer meiner Spieler Privat Stress hatte bzw. in seinem Umfeld Veränderungen eintraten. Nun lebe ich hier auf dem Dorf und man kennt das Privatleben der Kinder/Jugendlichen ohnehin und erfährt besondere Ereignisse oder Veränderungen spätestens beim Bäcker oder Kiosk 8)


    Ich fand es deswegen auch nicht unwichtig, um plötzliche Verhaltensänderungen der Spieler richtig einordnen und dementsprechend darauf reagieren zu können. Er jedoch sagt ganz deutlich: "Ich behandele jeden immer gleich. Bei Fehlern korrigiere ich. Dabei werde ich nie persönlich. Warum sollte es da also wichtig sein, was zur Zeit privat bei ihm abgeht ?"


    Ich denke so im Kinderbereich an Trennung/Scheidung der Eltern. Ein tiefer Einschnitt und das dürfte an keinem Kind spurlos vorbei gehen. Soll man sich in diesem Fall besonders um sie kümmern ?


    Im Jugendbereich denke ich gerade jetzt, wo die Jammerlappen verteilt werden, an Sitzenbleiben, Stress mit der Freundin, erfolglose Suche nach Ausbildungsplätzen usw.


    Meine Frage an Euch:


    Was denkt Ihr zu obiger Meinung des Trainerkollegen ?


    Wie handhabt Ihr das ? Ist es Euch wichtig ? Oder ist es allgemein als Trainer wichtig ? Und wenn ihr von privatem Stress wisst, wie reagiert darauf ?


    Bin auf Eure Meinung gespannt.

    t90
    Dann berichte doch mal, wie es gelaufen ist. Und ganz besonders, was Dir aufgefallen ist. Mir ist da bei verschiedenen Mannschaften bei dieser Übung eine bestimmte Sache immer sehr ins Auge gesprungen. Wäre interessant, ob das bei Dir bzw. Deiner Truppe auch so ist.