Ich habe herade kaum Zeit, deshalb nur kurz:
Ich bin einer von denen, die der Meinung sind, dass ein Wechsel frühestens in der U 15 erfolgen sollte.
1. In den NLZ herrscht Leistungsdruck. Dabei spielt es keine Rolle ob der Druck von den Eltern, Funktionären oder Trainer kommt, bzw. ob sich die Spieler selbst unter Druck setzen.
Wo bitte unterscheidet sich dies signifikant in einem NLZ oder einem anderen ambitionierten Verein. Sogar in kleinen Vereinen, sieht man doch oft, wie wichtig Leistung und ds Ergebnis sind. Stichwort: ergebnisorientierte "Brülltrainer", hier vielfach diskutiert und fast schon als Regelfall bezeichnet.
Ich kenne das aus einer SIchtweise eines NLZ und da gibt es in den unteren Jahrgängen von Trainern und Koordinatoren wenig ergebnisdruck. Die unteren Mannschaften intteressieren da leider eigentlich den koordinator oder SPortlichen Leiter kaum.
Hier mag es sicherlich auch andere NLZs geben, wie bei uns ist das eventuell schon nicht der Regelfall. Aber mit SIcherheit auch keie AUsnahme.
2. Die Trainer in den unteren Jahrgängen an den NLZ haben nur eine ca. 200 stündige Ausbildung (C- eventuell B-Lizenz) absolviert. Diese Ausbildung beinhaltet sehr viel Traingstheorie und -praxis. aber nur sporadisch Pädagogik.
Das ist schlicht falsch.
Gerade in den unteren Jahrgängen sind die Trainer sehr häufig Studenten, die sich in einem Lehrerstudium befinden. Das liegt einfach auch daran, dass man als U9-U13 Trainer auch in einem NLZ nicht reicht wird, aber trotzdem sehr flexibel in der Zeitgestaltung sein muss. (Viele Reisen, wo man Freitag schon losfährt, oder in den Ferien etc.) Da muss man schon Student oder Lehrer sein (oder ein anderer Job der passt), um das zeitlich hinzubekommen. Denn hauptberuflich kann man das nicht machen, dafür gibt es in den jungen Jahrgängen zu wenig Geld.
So viel mit Pädagogik hat wohl kaum ein anderer Trainer eines 08/15 Vereins am Hut.
(Köln z.B. sucht sich die U9-U13 Trainer ja meist dierekt von der Kölner Uni. Sportstudenten, die einen Fussballtrainerschein haben. Bei aller FLuktuation dieser U9-U13 Trainer gibt es da beim FC Köln fast gar keine Ausnahmen.)
5. Die genauso gut ausgebildeten Trainer, die in den Breitensportvereinen oder ambitionierten Amateurvereinen und nach dem DFB Konzet arbeiten bringen die Kinder bis zur U15 in ihrer Entwicklung viel weiter als die NLZ Trainer. In diese Vereinen kann relativ druckfrei gearbeitet werden.
Na, wenn das stimmt, wo sind denn dann die ganzen Spieler, die erst nach der U15 in ein NLZ gewechselt sind?
Wenn das für die Entwicklung besser wäre, müssten sie ja den Großteil der aktuellen Bundesligaspieler ausmachen, oder?
Aber, wenn man sich das anguckt, sind diese die Ausnahme. Natürlich gibt es sie, Wollscheid, z.B. (der aber auch in der Fussballpampa Deutschlands (Sorry Günter)einem Gebiet, dem Saarland, ohne NLZ, aufgewachsen ist.)
