@guenter
Ich bin absolut bei dir, was die Einstellung zum Sport geht.
Auch, dass man das eben frühzeitig anpacken muss, um hier positiv wirken zu können.
Ich lege diesen Fokus auch längst früh darauf - vor allem, da ich mal ne Manschaft hatte, die alles richtig auseinandergenommen hat. Bzw. eben nur fast alles, denn gegen die richtig guten Gegner oder in "unangenehmen" Spielen/Spielsituationen haben sie eher "verstecken" gespielt.
Bei allen folgenden Mannschaften habe ich daher, Mut und Selbstvertrauen ( eben gerade in schwierigen Situationen mutig den Ball zu fordern, zu agieren, auch auf die Gefahr des spielentscheidenen Fehlers) und dort war es dann so, dass die Mannschaften oft erst gegen gute Mannschaften, in schwierigen Situationen ihr volles Potential zeigte.
Die Psyche, also Siegeswillen ( nicht nur gewinnen wollen), Mut, Risikobereitschaft macht auf ähnlichem Niveau so viel aus.
Und mittlerweile bin ich fest davon überzeugt, dass man hiervon Jungen Jahren ( ab d oder c Jugend kaum noch) so positiv wirken kann als Trainer.
Für Fairplay ( also keine Unsportlichkeiten, hartes Spiel ist was anderes) gilt genau das gleiche.
Aber zu meiner Frage zurück.
Ich denke schon es ist schwierig den Jungs diesen Siegeswillen ( in jedem Trainingsspiel, Trainingswertkampf sein bestes zu geben) schwerer vermitteln/einfordern kann, wenn man als Trainer regelmäßig Maßnahmen in Spielen ergreift, die deutlich signalisieren, dass man sich für deutlich besser einschätzt, als den Gegner.
Wenn, dann muss man solche Maßnahmen, also schwacherfußabschluss, Kontaktbegrenzung oä eben nichtvausschlieich gegen klar überlegene Gegner als Ziel ausgeben.
Dann hat man in jedem Spiel einen Schwerpunkt - der eben auch den Erfolgfall beeinflussen kann - den man besonders heraushebt.
Ich glaube, man muss als Trainer sonst aufpassen, dass man die Kongruenz verliert, wenn man "Willen" einfordert, aber selbst zwiespältig diesbezüglich rüberkommt.
Das ist ein zweischneidiges Schwert, nicht leicht den besten Weg zu finden.