Beiträge von Sir Alex

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    Folgendes Problem:
    Da wir allerdings nicht so viele Spieler sind ( 11-14 ) und 2 Mannschaften a 5 Spieler haben, und er wirklich gut ist brauchen wir Ihn bei den Spielen und können ihn schlecht einfach daheim lassen..

    Verstehe ich nicht !


    Lasst ihr ihn stets spielen, weil ihr sonst zu wenig Spieler seid, oder aber, weil er so gut ist?


    Bei 11 bis 14 Spielern bei 2 mal 5 Spielern müsste es doch auch ohne ihn reichen. Da braucht ihr doch nur 10 Spieler.


    Außerdem selbst wenn, ich würde da auch im blödesten Fall mit einem Spieler weniger antreten, bevor ich einen Spieler, der sich an keine Regeln hält (weil er weiß, ihr stellt ihn eh auf) einsetzte. Mal davon abgesehen, habt ihr keine G-jugend? Da kann man sich ja auch mal nen Spieler ausleihen.



    Das er dribbelt sehe ich nicht als Problem an. Was aber nicht geht ist, dass er andere Spieler rund macht und schon gar nicht, dass er nach einer roten Karte selbständig einfach ins Spiel zurückkehrt.
    Ihr sprecht eine DIsziplinarmaßnahme aus (ob wegen dribbeln sinig ist, sei mal dahingestellt), der Spieler ignoriert dies und es gibt keine Konsequenz?
    Schwerer Fehler - gerade aktuell in einem anderen Thread angesprochen - droht ihr Konsequnzen an oder führt sogar die Konsequenz durch, dann müsst ihr sie auch durchziehen. Und wenn das Kind dann aufs Feld zurückkehrt, dann müsst ihr das auch durchdrücken.
    Erstmal würde ich das SPiel sofort unterbrechen. Punkt. Elmeter für die Mannschaft gegen die er spielt.
    Weitergespielt wird erst, wenn er wieder das FEld verlässt.


    Und wenn das weiterhin nicht klappt, dann müsst ihr weitere Konsequenzen ziehen: Er ist am Wochenende nicht dabei.



    Und es scheint, dass er keinen Respekt vor euch hat. Aber das liegt wohl eher weniger an eurem Alter, als an eurem inkonsequenten Auftreten.

    Egospieler:


    Mit der weit verbreiteten Definition des Begriffs bzw. der Gleichsetzung Dribbler=Egospieler kann ich auch nichts anfangen.


    Bei mir dürfen und sollen die Spieler ins 1gg1 gehen, auch wenn sie mal hängen bleiben oder ein Pass eine bessere Option sein kann.
    Ohne 1gg1 gewinnt man kein Spiel gegen eine gute Defensive.
    Und 1gg1 erlernt man in späten Jahren kaum noch, den richtigen Pass spielen, das lässt sich relativ schnell und einfach vermitteln.


    Trotzdem habe ich keine Egospieler in meinen Teams.
    Denn alle Arbeiten genauso intensiv in der Defensive, wie in der Offensive.
    Wenn der Dribbler nach dem Ballverlust Defensiv umschaltet, ist es für mich kein Egospieler.
    Im Gegenteil, er arbeitet offensiv, wie defensiv für das Team. Sein Dribblings offensiv helfen ja auch dem Team.


    Ein "Wegspieler" will ich in jungen Jahren nicht haben. Wenn der dann zusätzlich auch defensiv nicht mitmacht ( zB wenn ein anderer den Ball im Dribbling verlor) dann ist sogar er selbst der Egospieler.



    Wer all seinen Einsatz ( um eben auch seine Stärken) für den Mannschaftserfolg einsetzt und andere Felder ( zB gegen den Ball) nicht vernachlässigt kann doch schon per Definition kein Egospieler sein.

    Und man könnte auch darüber streiten, wer zuerst erfolgreich und prägend den Fußball der ballbesitzdominanz mit gewollter Überladung ( offensiv) einer Seite praktiziert hat. Also nicht das schnelle bespielen der offenen Seite, sondern das lange Bespielen enger Räume bis dann die andere seit extrem frei ist bzw. auch irgendwo große Lücken ergeben.


    Denn Spanien hat damit schon 2008 den EM-Titel geholt, also vor Peps Zeit bei Barcelona.
    Klar, viele zentrale Akteure kamen auch damals aus Barcelona ( wobei Silva, Senna, Torres und Villa zentrale Spieler in Angriff und Mittelfeld waren, neben Iniesta und Xavi. Busquets war noch nicht da.)und Barcelona hat schon immer einen vergleichbaren Stil gespielt.
    Aber so extrem kam das erst mit Pep ab 2008.

    Ist das wirklich ( mittlerweile) so, dass die taktischen Innovationen im Vereinsfussball entstehen?



    Früher war das definitiv oft anders, da entstanden neue Ideen oft bei großen Turnieren, vor allem WM.
    Die Zeitung Fussballtraining in den darauffolgenden Monaten hat sich dann immer auf lesenswerte Art damit befasst, diese Ausgaben und Artikel habe ich vor allem anderen gelesen.
    Und erst dann kamen die Ideen so richtig im Verwinafussball an.
    Man könnte fast sagen: alle vier Jahre veränderte sich der Fußball signifikant in Bezug auf die Taktik.



    Und die Dreierkette als Gegenentwurf zum Ballbesitzdominanten Fußball mit falscher Neun würde ich jetzt zum Beispiel den Chilenen zuschreiben.
    Die haben das schon bei ( seit) der WM 2010 so gespielt. Da hat Pep das noch lange nicht praktiziert.


    Zwischen den Turnieren verändert sich im Nationalelffussball aber sicherlich wenig, dazu braucht es die Vorbereitung auf ein Turnier.


    Und unser Bundesjogi scheint auch stark auf Barca und Bayern zu gucken, bei dem Fußball den er spielen lässt, das kann man so sagen.
    Aber gilt dies auch für alle anderen Nationen?

    Mir ist es auch ganz lieb, wenn es in einer EM Überraschungen in der Weise gibt, dass ein "David" einen "Goliath" schlagen kann!

    Sehe ich auch so.


    1) In den 80er und 90er Jahren wurde doch viel defensiver gespielt, als heutzutage. Da sind - empirisch nachweisbar - wesentlich weniger Tore gefallen.


    2) Mittlerweile gewinnen die guten Mannschaften doch wesentlich häufiger gegen Underdogs, als vor 10 oder 20 Jahren. Da muss man ja nur mal die Punkte der Meister in Spanien oder Deutschland angucken. Auch hat der HSV voletzte Saison mit 27 Punkten den Abstieg verhindern können, in einem Jahr, wo der BVB mit 71 Punkten 19 Punkte hinter der Meisterschaft war.


    3) Wird jetzt ernsthaft gefordert, den am besten besetzten Mannschaften, die es aber nicht schaffen, das in Torchancen und Tore zu transponieren, jetzt mit dem Regelwerk nachzuhelefen, damit die schwächeren Teams gar keine Chancen mehr haben?


    4) Im Sport, auch im Fussball, gibt es keine B-Note. Da geht es darum,(gute) Torchancen zu kreeiren und Tore zu erzielen, und dem Gegner das zu verwehren. (Wir reden vom Herrenfussball.) Mittlerweile ist doch schon genug Entertainment im Sport dabei.
    Und es hat eben auch mit Qualität zu tun, dass ich mich den verschiedenen taktischen Anforderungen, die Gegner, Platz und Wetter vorgeben, erfolgreich bespielen kann.


    5) Außerdem mag zumindest ich auch die taktische Vielfalt verschiedener Mannschaften. Nicht alles gefällt mir, aber wenn alle Mannschaften gleich spielen würden (müssten), nein, das fände ich langweilig.
    Chile mit seiner eigenen Spielweise und offensichtlich anderem taktischen Konzept als (fast) alle anderen Mannschaften hat mir sehr viel Spaß bereitet die letzten Jahre.
    Spiele der Bayern langweilen mich. Unter v Gaal oder im ersten Heynkesjahr sogar extrem, da gab es ja noch nicht mal Torchancen, nur Ballgeschiebe. Aber auch aktuell, finde ich es langweilig. Als sähe man immer das selbe Spiel. Spannung null. (abgesehen vom Championsleaguehalbfinale und manchmal ein Spiel gg den BVB oder letzte Saison gg Wolfsburg.)


    6) Wenn erfolgreich mauern so einfach wäre...
    Das heutige mauern ist nicht zu vergleichen mit dem Catenaccio Interns damals. Heutzutage sind die Mannschaften offensiv wesentlich besser in taktischen Belangen, da reicht es eben nicht mehr, nur 8 Mann hinten zu parken. Wenn man das nicht taktisch hervorragend macht, dann verliert man. Oder der Gegner bespielt die Mauer eben einfallslos, eindimensional, eintönig. (Das hat Deutschland gg Georgien auf jeden Fall gemacht. Bei aller Qualität vor der Defensivleistung Irlands, Deutschland hat das offensiv einfach schlecht gespielt. Eben ohne eine alternative Idee. Und die Iren wussten genau, wie sie zB den stets nach innen ziehenden rechten AV verteidigen mussten, die Außenbahn mussten sie nie doppeln, leiber das Zentrum verdichten. Kroos spielt langsam und behäbig, bewegt sich in den Räumen, wo er Platz und Zeit hat, und defensiv verweigert er jeden Zweikampf - er verliert sie nicht mal, er weicht ihnen aus, als 6er !!!. Die Georgier haben ja das Mittelfeld nicht mit langen Bällen überspielt, da hätte ein guter 6er auf 20-25 gewonnen Zweikämpfe kommen können. Da soll nochmal jemand über Özil schimpfen, der fast einzige Deutsche, der eben auch gegen gute ABwehrbollwerke in den engen Zonen für Torchancen sorgen kann. )



    7) Ich habe überhaupt nicht den Eindruck, dass die meisten Mannschaften mauern. Im Gegenteil, wird tendentiell doch halbwegs offensiv gespielt, verglichen mit der Zeit vor 10-20 Jahren.
    Paderborn letzte Saion hat zuhause offensiv gespielt, Paderborn, mehr Außenseiter geht doch kaum. Auch Freiburg oder Stuttgart. Mainz, HSV oder andere haben doch auch kein Abwehrpressing gespielt, zumindest nicht in der Regel.


    9 ) So manches Mal will ein Gegner womöglich gar nicht so tief stehen. Aber der bessere und dominante Gegner zwingt einem diese Staffelung mit ihrem Spiel auf.
    Mal ehrlich, wer rennt schon gerne nur hinterher und hat dann 60-80 Meter zum gegnerischen Tor zu gehen, wenn man mal den Ball hat. Das macht keinen Spaß und die Wege nach vorne schafft man zeitig auch nicht mehr.
    Gegen einen Gegner, der nur hinten drin steht macht es mir mehr Spaß zu spielen, als wenn man permanent dem Gegner und dem Ball hinterherrennen muss.


    9) Die Zeit für einen Angriff zu beschränken, wie du es vorgeschlagen hast, würde eh eher die Kontermannschaften bevorteilen. Die kommen eh schnell zum Abschluss. Diese Maßnahme würde also dein Anliegen sogar torpedieren, eher Bayern oder Barca mit ihren elendig langen Ballstafetten benachteiligen.


    10) Ich verstehe das Anliegen überhaupt nicht, könnte noch vieles schreiben, reicht aber.

    Ich finde das besondere an Hollands Ausscheiden ist ja, dass dieses Ausscheiden nichts mit Pech zu tun hat. Auch nicht mit einem unglücklichen Modus oder einer schweren Auslosung.
    Holland war einfach klar schlechter, als Island, Tschechien und Türkei, gegen diese drei Gegner haben Sie genau einen Punkt geholt- und den sogar extrem glücklich in letzter Minute.


    Wenn man so klar und verdient Vierter in einer Gruppe wird, puh, da sollte man das schon mal ergebnisoffen alles analysieren.

    Keine Ahnung über den Inhalt.


    Was mich aber irritiert, sind die Untertitel. Da werden Inhalte (Schnelligkeit, Koordination, Passen) mit einer Methode (Spielformen) vermengt. Auch hätte ich lieber 1gg1 oder Passspiel gelesen, statt Passen und Zweikampf. Vor allem jeweils 8 Übungen (nicht Einheiten) klingt jetzt auch nicht wahnsinnig viel...da müsste dann schon innovatives, neues dabei sein.



    Ich habe vor einigen Jahren mal zeitweise ein paar Viedeos von denen angesehen, vor allem die zu den methodischen oder taktischen Fragen. Fand die damals eigentlich ganz gut, auch wenn ich fand, dass einige Dinge ( zB Hallentaktik im 4+1) nicht ins Detail zuende ausgearbeitet wurden bzw. ich mache Sachen anders sehe ( zB Aufstellung bei Abstoss auf dem Feld).
    Aber ne klare Idee hatte er und die könnte man sicherlich auch bei seinen Teams sehen.


    Mittlerweile fürchte ich, dass es doch ziemlich in den kommerziellen Bereich geht, man deshalb Zweikampf, Spielformen, etc aufs Deckblatt knallt, damit sich viele angesprochen fühlen und man von allem etwas dabei hat. Denn ich denke fachlich hat Faxe schon einiges drauf und weiß das besser.



    Nochmal, das ist jetzt nur ein erster Eindruck aufgrund des Titels/Deckblattes von mir. Wirklich bewerten kann ich das nicht, kann aber die Nachfrage von @ Fussballvadder gut verstehen, bevor man 30 Euros investiert.

    Eine der besten Übungen um 1gg1 zu schulen, die noch dazu den Kindern mega Spaß bereitet und im Aufbau einfach ist. Für mich quasi der "klassiker" für das 1gg1, den ich immer wieder mal mache. (Kann man auch 2gg2 machen, dann hat man aber einen anderen Schwerpunkt.)


    Einfach 2 D-jugendtore 20-25 Meter von einander entfernt aufstellen. Dazwischen ein kleines SPielfeld markieren, also nicht zu breit.
    Dann jeweils 5-6 Spieler neben das Tor stellen, auf einer Seite mit Ball. (Die beiden Mannschaften müssen auch nicht in Anzahl der Spieler gleich sein, dann bekommt man sogar stets andere Duelle, vorlassen oä ist nicht gestattet.) Jeweils ein Fänger ins Tor, entweder jede Runde (5 Minuten) ein anderer oder nach jedem Abschluss müssen die beiden gerade aktiven ins Tor, die Fänger stellen sich an.
    Für den Reibungslosen Ablauf muss bei mir immer der Spieler der Mannschaft mit Ball diesen auch holen und sich dann anstellen. Egal, wer zum Abschluss kam oder wo der Ball landete. In den zweiten 5 Minuten ist das ja andersherum. Wenn dann mal ein Ball ewig weit weg ist, verändert das auch die Reihenfolge und somit die Duelle und es treffen nicht immer dieselben aufeinander. Einen Ball suchen müssen wir am Trainingsende auch nicht.


    Ein Mannschaftswettbewerb:
    Der Ball wird rübergespielt, dann wird 1gg1 gespielt, bis entweder
    - der Ball im Tor ist
    - der Ball im AUs ist
    - der Fänger den Ball sicher kontrolliert hat (soll ja kein 2gg1 werden)
    Dann die nächsten beiden, etc. DIe Tore als Mannschaft werden gezählt.
    Nach 5 min Wechsel, da die Mannschaft die den Ball zugespielt bekommt im Vorteil ist.


    Entscheidend ist das Coaching des Trainers.

    Und hier hast Du nicht entsprechend reagiert ? Nach dieser Drohung, so sie denn wirklich entsprechend ausgesprochen wurde, wäre die Zusammenarbeit für mich sofort erledigt gewesen. Das Kind wäre nicht mehr in meiner Trainingsgruppe.
    Fehlverhalten zieht auch entsprechende Konsequenzen nach sich. Diese können auch befristeter oder dauerhafter Ausschluss von Training und Spielbetrieb sein. Dann fährt ein uneinsichtiger permanenter Störenfried mal zum nächsten Spiel mit und bleibt dauerhaft draußen.


    Dabei sollte man sich aber auch selbst überprüfen (lassen), ob man ein interessantes kindgerechtes Training anbietet und auch wirklich geeignet und gewillt ist, mit Kindern der entsprechenden Altersklasse richtig umzugehen und auf sie einzugehen.

    Den Beitrag kann ich unterschreiben.


    Grundvoraussetzung für eine Kooperation mit Kindern ist eine gegenseitige Wertschätzung. Da ist ein Satz, wie irgendwo oben in einem Beitrag genannt " du sollst xy machen, weil ich es sage" hinderlich.
    Natürlich gibt es Regeln und für die Einhaltung ist vor allem der Trainer zuständig. Aber diese Regeln haben (bzw. sollten es) einen Sinn und Zweck und diesen sollte man als Begründung für das geforderte Verhalten anführen.



    Ich bin zB sehr allergisch darauf, wenn sich SPieler unsportlich verhalten, also Tätlichkeiten oä. Egal, ob der Schieri das gesehen hat oder nicht, für meinen Spieler ist das Spiel/Turnier vorbei. Da bin ich konsequent, aber - und da bin ich bei Karls Vorschlag - umziehen oder vorzeitig nach Hause gehen kann er nicht.
    Solche Maßnahmen habe ich allerdings erst sehr selten durchführen müssen. Wahrscheinlich auch, weil ich diese Konsequenz dann auch bei dem besten Spieler durchgezogen habe. Danach passierte mir so etwas mit der Mannschaft nicht mehr.


    KLare Konsequenzen Androhen, damit sollte man aber nicht zu leichtfertig umgehen. Denn dann muss man sie auch durchziehen. Also anstatt " wenn du nicht herkommst, dann rufe ich deine Eltern an", kann man auch sagen "ich habe eigentlich kein Interessa daran, deine Eltern anzurufen". Das lässt einem noch alle Möglichkeiten offen, selbst wenn das Kind trotzdem nicht sofort kommt. Bei der KLaren Androhung der Konsequenz schränkt man sein eigenes Handlungsfeld ja ein, dann muss man sofort die Eltern anrufen, wenn das Kind nicht unverzüglich kommt.

    Ich nehme auch nie die maximal mögliche Anzahl an Spielern mit.


    Wer mitkommt soll auf jeden Fall eine lohnende Spielzeit erhalten.
    Da bleibt man lieber mal ganz weg, spielt dafür dann aber ausreichend.


    Allerdings biete ich auch ausreichend zusätzliche Freundachaftsspiele oder Turniere an, um allen gerecht zu werden.
    Im Gegenteil, auf die Punkterunde unterhalb der U13 könnte ich auch ganz verzichten. In der Halle melde ich nicht, auf dem Feld muss ich vom Verein, auch wenn der Stellenwert auch intern nicht hoch bewertet wird.

    Ein Nachteil des starken Fokus' auf Mannschaftstaktik ist übrigens, zumindest ist das bei uns so, dass die Spieler sehr viel, vielleicht zu viel nachdenken um sich ans Konzept zu halten, und dann aber kein Feuer da ist und keine individuellen Lösungen, wenn das Konzept nicht funktioniert. Da stehen dann bei einer geübten Spieleröffnung alle schön auf ihren Positionen bzw. machen Laufwege und wenn der Gegner aber so steht, dass die Variante nicht geht, dann wird entweder ewig gezögert, oder das einstudierte stur durchgezogen, obwohl es offensichtlich nicht klappen kann. Wir haben super Theoretiker, aber nicht immer so gute Praktiker (so auch Rückmeldungen von Stützpunkttrainern und Stützpunktkoordinator). Das ist etwas, wo wir gerade sehr damit beschäftigt sind, nach Jahren von viel Mannschaftstaktik entgegenzusteuern. Es war nie unsere Absicht, Spieler in ein Korsett zu pressen, allerdings ist kritisch betrachtet wohl genau das in einem gewissen Maße passiert. Das gilt es aus meiner Sicht zu beachten, wenn man, gerade in jüngeren Jahrgängen, viel mit Mannschaftstaktik macht.

    Das Einstudieren von offensiven Spielzügen halte ich für nicht so gut. Erstens wird einiges an Zeit geopfert, die man besser anders nutzen kann und zweitens fehlt da dann auch die Kreativität/Spielintelligenz. Genauso, wie du selbst es bewertest.
    Aber man kann ja aus einer grundsätzlichen Aufstellungsform und offensiven Spielidee heraus - sehr groß und breit machen - bestimmte grundsätzliche Dinge ansprechen, die immer noch viele verchiedene Optionen offen lassen.
    Eines ist zB, dass man gerade auf den offensiven Positionen fluide und ohne Ball verschiedene Räume in hohem Tempo anläuft, um selbst "frei" zu werden, aber auch um einen Raum für andere Mitspieler zu öffnen.



    Ich persönlich habe eigentlich nie Trainingszeit für Mannschaftstaktik geopfert.
    Aber, ich habe in einem Wettkampf durchaus Sachen angesprochen.
    Gerade beim Hallenspiel 4+1 kann man im Punkto Taktik (egal ob Individual- , Gruppen oder Mannschaftstaktik ) leicht und gut lehren und lernen. Dabei wird das Portfolie an Handlungsalternativen peu a peu größer und die SPieler können aus einem immer größer werdenen Fundus Lösungsmöglichkeiten auswählen.



    @ Chris
    bezüglich Pressing
    Ich habe in der Halle schon öfter mal gezielte Pressingideen angesprochen, die die Kinder auch überwiegend gut umsetzten können. Sogar schon in der U11.
    Zum Beispiel, dass wir den linken Verteidiger ein paar Meter frei lassen (oder den Bandenfernen zB, wenn nur eine Seite Bande), um so das Anspiel dahin zu provozieren. Dann wird dieser Spieler vom rechten Stürmer angelaufen, während der andere Stürmer den Rückweg zum Fänger anläuft, das schon beim Anspiel, nicht erst wenn der Verteidiger den Ball hat.
    Dafür braucht es kein großes Training, das kann man in 1-2 minuten Ansprachen verdeutlichen und veranschaulichen und dann in 2-3 Turnieren haben das viele SPieler gut drauf.


    Das kann man dann auch leicht aufs Feld mit erhöhter Spieleranzahl transponieren.




    Ich bin der Meinung, dass sich im Punkt Taktik die Kompetenz der Trainer weit auseinander geht, die allermeisten in diesem Bereich nicht wirklich ausreichend Ahnung haben und das somit auch nicht vermitteln können. Da hilft dann auch kein Theoriebuch, wenn ich nicht in der Lage bin, Dinge auf dem Feld zu erkennen und gezielte Fragen der Kinder zu beantworten oder die richtigen Tipss (1-2 Sätze) zu geben.
    (Ich erinnere mich zB an einen Videobeitreig hier im Forum, wo ein User unsere Meinung bezüglich bestimmter taktischer Fragen oder so wollte. War C- oder B-Jugend, keine Ahnung mehr, was genau. Da kamen zuerst einige Beiträge, die das Spiel - für mich eigenwillig interpretierten. Irgendwann kam dann @Chris und hat quasi genau das Gegenteil gesehen. KLar, dass war nur ein Viedeo, die Perspektive nicht optimal, etc. aber ich hatte auch alles eher wie Chris gesehen, und konnte vor allem quasi konträre Meinungen schwer verstehen. Und das dann unsiso alle so sahen zunächst.... )


    Bei der Technik muss man auch den Hauptfehler (er)kennen, um gut und zielgerichtet verbessern zu können. (Beim Schießen ist es zB immer das Standbein hinter dem Ball. Der Oberkörper oder ähnliches sind immer nur Folgefehler, wenn man zu hoch schießt. )
    Und auch im Thema Taktik muss ich die Dinge richtig sehen, um schnell, einfach, sinnvoll und zielgerichtet verbessern zu können.
    Und wenn - zumindest bis vor kurzem - selbst in der Bundesliga Trainer mit erheblichen Mängeln in der Taktik zu finden waren, unsere Frauennationaltrainerin in diesem Bereich gravierende Kompetenzmängel klar offenbart, dann gilt dies im Jugendbereich umso mehr.




    Eine Anekdote will ich jetzt auch noch erzählen.
    Ich habe vor einigen Jahren eine U11 übernommen, mit der ich in ein Sommer"trainingslager" gefahren bin. DEr Trainer, der die Mannschaft zuvor drei Jahre betreut hatte hat null, wirklich null Taktik vermittelt. Die Spieler hatten also selbst im Bereich Individualtaktik quasi null Vorkenntnisse. (Das wusste ich, da ich schon einmal ne Mannschaft von ihm übernommen hatte...)
    Schwerpunkt im Trainingslager war, neben dem Kennenlernen, dass die Abläufe im Training klappen, so dass man dann die Trainingszeiot gut und effektiv nutzen kann. Dazu kam quasi als einziger wirklich inhaltlicher Schwerpunkt die Individualtaktik, vor allem defensiv. Das muss Spieler können.


    Wir haben dann einige Spiele bestritten, ich bevorzuge ein System mit 3 Abwehrspielern, also entweder 3-2-1 oder 3-1-2 (E-Jugend), hauptsache 3er ABwehr, in der die AV die Breite herstellen. Mein Vorgänger ließ ausschließlich 2-3-1 spielen, mit einem überragenden Zentralen. Er hatte damit ergebnistechnisch viel erfolg, da in jungen Jahren quasi nur die Qualität des Zentralen entscheidend ist.


    Wir spielten also mit Dreierkette und sagte den Spielern, das die AV bei Abstoss extrem breit (an der Seitenlinie)stehen, die drei offensiven hoch stehen sollen. Alle fünf können sich mit läufen in die freien Räume anbieten und den Ball fordern.
    Der zentrale Abwehrmann soll nicht mittig stehen, sondern ein bißchen versetzt, damit er erstens eine offene STellung haben kann und zweitens nicht zu sehr im Passweg der Fängers steht (egal zu wem).
    AUßerdem solle er - anders als alle anderen - nicht permanent mit einem Lauf in die Räume den Ball fordern, wenn er gedeckt wird, da sonst die ganze Mitte frei wird und, wenn der Fänger irgendeinen anspielt un dder Pass missglückt, der Gegner alleine auf unser Tor zuläuft.


    Das war eigentlic alles, was ich mannschaftstaktisch angesprochen habe. Jeweils ein paar Minuten bei 2-3 Spielen, mehr war das nicht. Ich war auch nicht so naiv zu glauben, dass das perfekt klappen wird, tat es auch nicht. Gerade das "nicht-statische", nicht-alibimäßige Lösen vom Gegenspieler (in der U11 reicht ein ausfallschritt nicht mehr aus auf höherem Niveau) geht nicht von null auf gleich-


    Das die Ausgangslage:
    Am letzten Tag des Trainigslagers hatten wir noch ein Testspiel gegen ein gutes NLZ. Die Kinder waren körperlich und mental platt, der Platz sehr schmal, aber lang und der Rasen war eher Matsch. Wir kamen nicht ins Spiel und so entschied ich mich die beiden letzten Drittel im 2-3-1 zu spielen. Irgendwelche taktischen Anweisungen habe ich nicht gegeben, abgesehen von der Formation.


    Da fragt mich einer der beiden Verteidiger:
    Sollen wir jetzt breit stehen, aber dann ist ja die Mitte völlig frei. Wenn wir aber zental stehen, dann stehen wir zu dicht nebeneinander und alle anderen Passwege sind auch zu.!!!!


    Mit solch einer berechtigten und präzisen Frage hatte ich null gerechnet. Aber natürlich muss ich seine Frage beantworten, oder? Das ist klar Mannschaftstaktik, aber alleine eine Formation ist ja schon mannschaftstaktik und selbst in der U9 macht wohl jeder eine Formation.
    Ich habe dann in 2 Sätzen gesagt, dass sie ungefähr auf der STrafraumecke stehen sollten, damit sie sowohl selbst anspielbar sein können, als auch alle anderen Kriterien gut ermöglichen können.
    Dieser Junge hatte (und hat) sicherlich unglaubliche Spielintelligenz, aber davon hatte ich in der Mannschaft 4-5 (von 9 Feldspielern). Auch 1-2mal das genaue Gegenteil, ohne Frage.


    Solche Spieler erkennen schnell, wenn der Trainer keine wirkliche Taktikkompetenz hat und sich Woche für Woche quasi selbst widerspricht..



    Muss gerade abbrechen, wie ich finde interessantes Thema.
    Wie soll ich denn jetzt stehen.

    Hier werden mir zu sehr nur die beiden Extreme diskutiert.
    Also entweder gar keine Mannschaftstaktik oder der Einbau ins Training.


    Aber dazwischen gibt es ja noch das schlichte verbale Ansprechen von mannschaftstaktischen Grundlagen.
    Zum Beispiel, wie man sich bei eigenem Abstoss aufstellen und das Spiel eröffnen will - inklusive Varianten - ist genauso Mannschaftstaktik, wie das selbe defensiv, wenn der Gegner Abstoßend hat.

    und zu Neid, nur zu Neid, hat keine Aussagekraft zu irgendeiner anderen Trainerin:


    Die deutsche Frauennationalmannschaft war sowohl bei der WM 2011, als auch diesen Sommer taktisch deutlich schlechter, als nehezu alle anderen Mannschaften ( die Exoten mal ausgenommen).
    Da darf ( muss man sogar) Rückschlüsse auf die taktische Kompetenz von Neid schließen.
    Und das hat nichts mit damit zu tun, dass Neid eine Frau ist. Das war extrem bescheiden, durchgehend und unabhängig von den Ergebnissen.

    Ohne, dass ich mich bezüglich Frauen und Konpetenz postitionieren möchte, finde ich TW-Trainers "Kausalkette" auch diskutabel.


    Karl sagt ja, dass es auch an der Verhandlungsstrategie liegen könnte.


    Ich hab auch andere Optionen:


    Wieviele Frauen mit Fussballlehrerschein gibt es in D?
    Und wieviele Männer gibt es?


    Da ist es doch durch die extrem unterschiedliche Masse schon klar, dass man bei den Männern mehr richtig gute findet, genauso wie auch mehr richtig schlechte. Quantität ist eben signifikant höher.


    Und gleiche Ausbildung bedeutet ja nicht gleiche Qualität und damit auch gleiches Gehalt, auch wenn TW-Trainer das subtil als Fakt darstellt.
    Denn dann würde ja Neururer genauso viel verdienen müssen, wie Pep oder Klopp. Mal ganz zu schweigen von der Vielzahl der Fussballlehrer die überhaupt keine Anstellung haben etc.

    Folkau


    Natürlich lassen sich Inhalte am besten auf den Platz ( mit Vormachen, Vorzeigen, etc.) erarbeiten und man sollte dies auch tun.


    Und die Ansprachen in der Kabine im Wettkampf sollten auch kurz gehalten werden.


    Aber beides widerspricht doch nicht der Möglichkeit in der Kabine Themen noch mal kurz anzusprechen ( und dabei mittels Taktiktafel unterstützend zu visualisieren).
    Den Schwerpunkt der Woche will ich doch im Wettkampf sehen und spreche ihn auch nochmal an.
    Und ggfs auch nochmal in der Pause kurz.
    Man darf nicht alles und jedes ansprechen, das ist klar, die Ansprache muss Kurz sein und sucht auf 1-2 wesentliche Sachen beschränken.

    Grundsätzlich konnen Menschen (nicht nur Kinder) Informationen besser verarbeiten, je mehr Sinne angesprochen werden.
    Deshalb wird auch bei trockenen Vorträgen zum gesprochenen Wort visualisiert.
    Nichts ist langweiliger und weniger lehrreich, als Input ausschlißlich mittels gesprochenem Wort.


    Nichts anderes ist die Taktiktafel.
    Auf dem Platz im Training visualisiere ich mittels Vorzeigen oder Vormachen.



    Wenn ich also ein paar Worte in der Kabine an die Jungs richte, dann ist eine zusätzliche visuelle Unterstützung sicherlich nicht von Nachteil.


    Personalityx hat ja zB ein paar Beispiele genannt, die thematisch in die Altersklasse passen, auch bei einer Nicht-NLZ-Mannschaft. (Offene Stellung ist so wichtig, hilft so enorm weiter, aber die wenigsten Trainer vermitteln das. Dabei kann man das (nahezu) jedem vermitteln, unabhängig vom Spielniveau. Dazu braucht es die visuelle Unterstützung, im besten Fall auf dem Platz, aber in der Pause zB geht das auch gut mit Taktiktafel.)


    Taktiktafel heißt ja nicht gleich 30 Minuten Ansprache am Brett, dass macht so oder so kaum Sinn.

    Ich hatte dazu schon einmal etwas geschrieben.


    Jetzt will ich mich mal auf ein bewusst offene Fragestellung beschränken, die mir mal so gestellt wurde?


    Kann es nicht sinnvoll sein, wenn Kinder ein bestimmtes Medium peu a peu kennenlernen - vom ganz einfachen zum komplexen - und nicht irgendwann von null auf hundert den Umgang mit dem Medium verstehen müssen?