Beiträge von Sir Alex

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    Ich glaube auch, dass deine Mannschaftsführung und dein Training nicht so schlecht sind, aber bei deiner Bewertung Coervertraining=beste Ausbildung lässt du in deiner Analyse ein paar Aspekte außer Acht.


    Das ich kein Freund von Dogmen bin, ist kein Geheimnis, genauso, wie ich auch kein großer Coerverfan bin. Ich suche mir aus allem, das möglichst beste raus und entwickle mich stets weiter. Die Trainingswissenschaft und der Fussball sind so schnelllebig, da ändere ich permanent etwas.
    Die Passübungen von Coerver benutzte ich zB auch.



    Jetzt zu den Fragen/Ungereimtheiten in deiner Analyse:


    1) Der betreffende SPieler ist erst zur U9 zu dir gewechselt. Es ist also ein selektierter Spieler. Du wirst unmöglich jeden Spieler trainieren können, der das will, also ist es auch egal, ob er selbst auf dich/euch zu kam. Es wird wohl so sein, dass dieser Spieler auch zuvor schon auffällig war, ein Bewegungstalent.
    Deine Mannschaften sind sicherlich keine "normalen Dorfmannschaften".


    Das will ich gar nicht kritisieren, in meinem NLZ greife ich ja sogar ins oberste Regal. Deshalb ist es auch unfair, wenn ich mich hier hinstelle und sage, dass ich zweistellig U-Natinalspieler geholt und/oder ausgebildet habe, mittlerweile sogar Erstligakicker.
    Auch davor war ich in einem Verein tätig, der nicht ganz unten in der Nahrungskette war. Nicht NLZ, auch nicht die Stufe darunter, aber so, dass Spieler auch zu uns wechselten, weil wir in D- und C-Jugend (zumeist) höchste Liga spielten. Da haben es aus meiner U13 auch mehrere ins NLZ geschafft, 2 in die U-Nationalmannschaft, einer zum Profi.
    ABer bis auf einen, den ich aus der 4ten Mannschaft geholt habe, waren die anderen auch schon gut, bevor ich die Mannschaft übernommen habe.



    Gute Arbeit und vor allem eine gute Trainingsgruppe, gute Mit- und Gegenspieler sind bei der Talententwicklung für mich auch sehr wichtig.
    Deshalb bin ich auch für die Selektion, zumindest ab U10. Und Selektion findet nicht nur in/zu den NLZs statt, auch bei den Wechseln zwischen anderen Vereinen, ja sogar innerhalb eines Vereins, von 3ter in 1. Mannschaft zB.



    Diesem Faktor bemisst du aber keine Bedeutung bei in deiner Analyse.



    2) Hast du nicht einmal gesagt - in einem der Threads hier, ich bin zu faul das rauszusuchen -, dass man die Coervermethode nur als ganzheiltliches Projekt bewerten darf? Nicht einzelne Teile, Phasen oder gar Übungen?
    Deshalb kann man, deinen Worten folgend, ja auch kein Urteil treffen/bilden, wenn man keinen Corverlehrgang besucht hat, um das "Ganze", das "Geheimnis" uz erfahren, erlernen bzw. zu kaufen!!!
    SO hast du zumindest mal argumentiert, als ich darüber mit dir kontrovers diskutieren wollte.


    Wie passt dann also, ein Spieler der nur wenige Jahre komplett nach Corver ausgebildet wurde, in deine Beweisführung? (Und nein, auch wenn HSV Trainer auch Corverübungen verwenden mögen, sie bilden nicht stringent nach Corver aus.)



    3) Es gab einmal eine afrikanische Trainingsgruppe, die von klein auf nur nach Coerver tariniert wurde und zusammen blieb/bleiben sollte.
    Damit wollte man zeigen, wie gut diese Methode ist.


    Vielleicht kannst du die Frage ja mal jetzt beantworten:
    Wo sind diese Spieler, jetzt wo sie längst erwachsen sein müssten?
    Man hört gar nichts mehr von ihnen. Wirklich gar nichts, von keinem einzigen.




    Fazit:
    Ich will jetzt nicht alles verteufeln, aber deine "Analyse" ist sehr eindimensional gehalten, lässt diverse Parameter und Faktoren völlig außer Acht, einige habe ich oben aufgeführt.
    Wenn es so einfach wäre, wie du darzulegen versuchst...


    Aber ich nehm es dir nicht über, Coerver ist und bleibt eine kommerzielle Sache, bei der monetäre Belangen im Vordergrund stehen.


    Man sollte dies im Kopf haben und eh nichst (egal welches Trainingskonzept) unkritisch und dogmatisch bewerten und verwenden, sondern sich das jeweils gute/beste raus picken.
    Meine Meinung.



    P.S.: Stolz sein auf die Spieler, die man entdeckt, geholt oder gesichtet sowi temporär trainiert und gefördert hat, das darf und sollte man.
    Das will ich dir nicht nehmen. Nur die zingende (und einzige) Korrelation zwischen deren Laufbahn und Coerver, die sehe ich differenzierter.

    Die beiden Beiträge @guenter treffen 100% meine Meinung.


    Dem Threadsteller wurde scheinbar vom Verein ein Cheftrainer vor die Nase gesetzt, ohne dies von BEginn an zu kommunizieren. Eventuell ja, weil man den neuen Trainer haben wollte, den alten aber nicht brüskieren wollte, da man Angst hatte, dass dies Unruhe in der MAnnschaft gibt plus eventuell Austritte vor Siasionbeginn.


    So oder so, geht es aber nicht, dass man sich vor den Kindern widerspricht oder gar denunziert.


    Ich würde nie auf die Idee kommen, mit einem Trainer zusammenzuarbeiten, den ich nicht kenne bzw. mir selbst ausgesucht habe.


    Viele kennen vielleicht auch ein anderes Phänomen. Wenn der Co-Trainer mal alleine bei einem Wettkampf ist und "alles" anders macht. Meist sind das eben Co-Trainer, die sich in die Arbeit nicht aktiv einbringen bzw. einbringen dürfen, wo also kein wirkliches Miteinander im Trainerteam stattfindet.


    Ich habe über 10 Jahre mit dem selben Kollegen Teams betreut. Wir hatten grundsätzlich die gleiche Philosophie, aber dennoch hatten wir auch mitunter unterschiedliche Meinungen und haben die diskutiert.
    Aber nach außen haben wir immer die selbe Sprache gesprochen, jede Handlung und Entscheidung als unsere gemeinsame verkauft, den Kindern gegenüber, genauso, wie den Eltern gegenüber (Hier "zeichnet" sich ja auch so manch ein Co-Trainer aus im Dialog mit den Eltern.)


    Ohne dies funktioniert das ganze nicht mittel- oder gar langfristig.


    Wenn man mit denEntscheidungen des Kollegen nicht guten Gewissens leben kann, dann muss man sich trennen.

    Das ist ein mannschaftstaktisches Thema.
    Solche Themen werden idealerweise im 8gg8 (hinführend) trainiert.
    Das passt also optimal bei dir.


    Ich würde ein paar Spielformen im 8gg8 ausarbeiten, vorführen muss du sicherlich nur 2, mehr Zeit wird nicht sein. ( auch wenn die Lehrproben meines Wissens länger als 10min dauert).


    Irgendwelche hinführenden Übungen finde ich sogar deplatziert.
    Du hast ja wahrscheinlich den Hauptteil eines Trainings zu füllen, im Aufwarmteil könnte man da eventuell was hinführendes machen, aber da du wohl keine ganze Einheit gestalten oder vollziehen musst, würde ich das dann auch lassen.
    ( nachher fängst du mit deinen beiden hinleitenden Übungen an, dann ist die Zeit vorbei und du hast das Thema verfehlt.)

    Es ist doch völlig klar, dass nur die wenigsten U9-Spieler eines NLZs den Weg ins Profiteam schaffen.
    Es schafft ja im Schnitt wohl nur ein Spieler aus einer U17 oder U17 den Weg ins Profiteam.
    Das ist logisch, einfach weil es nur begrenzt Platz gibt im Profifußball, wo eben ca. 15 verschiedene Jahrgänge um die wenigen Plätze im Kader streiten, nicht nur die Spieler eines Jahrgangs.


    Es schaffen auch nur die wenigsten Gymnasiasten oder Abiturienten den Doktorgrad, die Professur oä.



    Aber, das wird den Spieler/Eltern in den meisten NLZ auch genau so gesagt, wenn man die Spieler in jungen Jahren holt.
    Das viele Eltern das bewusst überhören wollen, ist eine ganz andere Sache.


    Und es ist ja nicht so, dass es keine aktuellen Profis gibt, die schon in der U11 im NLZ gespielt haben.
    Im Gegenteil, es gibt kaum einen aktuellen Nationalspieler, der nicht schon zeitig im NLZ oder besonders ambitionierten Amateurverein (Ludwigsburg- Schürrle, RW Essen- Özil) gespielt hat.
    Götze U9
    Goretzka u9
    Hummels U7
    Neuer u7
    ...
    ...
    Hab das schon mal rausgesucht hier mit dem WM Kader.
    Nur die alten, also Klose und Co. kamen aus dem Nichts.


    Es wird schon schwer werden in Deutschland aufgewachsene Bundesligaspieler zu finden, die in der B oder auch C-Jugend nicht schon beim NLZ oder wenigstens Amateurverein mit überregional spielender Jugend war.
    Brandt zB war in der C-Jugend bei Oberneuland, C-Jugendregionalliga.
    Davor bei Borgfelde, Bremer Stadtteilverein, der in genau diesem Jahrgang mindestens die Nummer 2 in Bremen war. Die haben viele Bundesligaturbiere in Deutschland gespielt, selbst welche ausgerichtet, um an mehr Gegenenladungen zu kommen.
    Brandt kannte jeder schon als U9-Spieler, weil er an diversen Bundesligaturnieren mitwirkte. Ich bin kein Norddeutscher, aber Brandt kannte ich schon damals, weil er ne Granate war.
    Der wollte nur nicht zu Bremen, weil sein Papa sein Trainer war und sein Team richtig gut war und genauso ein Programm, wie andere NLZs hatte.
    Timo Werner beim VFB. Stuttgart, auch 96er Jahrgang, die Granate schon in der U9 beim VFB und in Deutschland.
    Öztunali ging auch erst zur U12 zum HSV, direkt in den höheren Jahrgang.
    Der wollte vorher nicht zum HSV, als Seelerenkel, weil der HSV in der Nachwuchsarbeit lange den anderen NLZs hinterherhinkte. Haben auch bei der ersten Zertifitierung schlecht abgeschnitten. Als beim HSV dann dieses Manko behoben wurde, ist der auch gewechselt.
    etc.

    Also:
    Es ist in der Tat so, dass die NLZs ab U13 ( glaube ich) eine maximale Kaderbegrenzung seitens der DEL haben.
    Wo der bei jeder Mannschaft genau liegt, keine Ahnung.
    Aber, da man die Spieler ja in vielen Mannschaften melden kann ( ein U14 Spieler zB kann man in U14, U15,U16 oder U17 melden; wo sie dann wirklich primär Spielen ist eine andere Sache), ist das auch sehr dehnbar. Um da Probleme zu bekommen muss man quasi jeden Jahrgang bis an die maximale Grenze ausreizen.


    Schon das ist fragwürdig und mir fällt jetzt kein Top-NLZ ein, dass dies so praktiziert. Da gibt es vllt mal einen Jahrgang, der quantitativ und qualitativ ausgereizt wird.
    Bei den weniger guten NLZs, zB Braunschweig, Sandhausen oä habe ich keinen Einblick, allerdings füllen solche Vereine die Teams gerne voller. ZB Düsseldorf, die regional bessere Konkurenz haben, an die sie viele Spieler verlieren und so die Kader schon früh sehr breit aufstellen und dazu die "ausgeselkerten" von Lervwnkusen und Co auch noch gerne dazu nehmen.


    In den meisten NLZ ist es sehr selten, dass Spieler im Winter gehen müssen. Nahezu nie. Man gibt einem Spieler stets eine Zusage für eine komplette Saison.
    Wenn jemand im Winter ein NLZ verlässt, dann zumeist aus eigenen Stücken, weil ihm gesagt wurde, das die Perspektive nicht gut aussieht.



    Ich finde also den Umstand, dass Spieler im Winter gehen müssen nicht gut, habe das selbst nie gemacht und auch in anderen Mannschaften bei uns gab es das höchstens mal im besonderen Einzelfall, vor Augen habe ich gerade keinen Fall.


    Aber, wenn dein Sohn eh zum letzten Teil des Teams gehört, ist es denn - aus der Perspektive des Jungen betrachtet - nicht eh die beste Option den Verein zu verlassen?
    Abgesehen von dem diskutablen Vwrhalten des Vereins, der Junge muss doch eh bald gehen, spielt wohl auch aktuell wahrscheinlichh nur eine untergeordnete Rolle und kann kaum Selbstvertrauen sammeln, wenn er so klar zum letzten Siebtel der Mannschaft gehört.
    Welches Argument spricht denn dafür, jetzt noch zu bleiben? Also nur aus der Perspektive des Jungen betrachtet?

    Eine kurze Ergänzung noch, nicht dass das missinterpretiert wird.


    Die Fördertrainings, die Geld kosten, bringen dem Verein natürlich nur "Peanats". Decken die Kosten und bringen ein paar Euros dazu.


    Aber es wird jedem Kind ermöglicht, mal beim Bundesligisten in der Umgebung mitzutrainieren.
    Wenn das dann noch wohlwollend gemacht wird, viele SPieler gelobt werden, etc. dann hat das auch ne Menge mit Fangewinnung etc. zu tun.


    Die werden den Teufel tun, und jedem klar sagen, wie sie ein Potential wirklich einschätzen, denn damit erreichen sie das Gegenteil.



    Fussballferienschule, Sichtungstag für jedermann oder bezahltes Fördertraining ist etwas ganz anderes, als ein etchtes Probetraining.

    @open-minded


    Deswegen wird bei den Kids die Probleme im Zweikampf haben das Extra von diesen bei mir im Training gefordert und im Abschlussspiel bzw. bei Spielen wo wir überlegen sind (spielerisch) klappt das auch schon ganz gut. Nur bei den engen Kisten verlieren diese so gut wie jeden Zweikampf. Kurzfristig ist es natürlich nicht gut. Mir ist aber auch bewusst ,das auf lange Sicht gesehen, diese 2 ihren Weg gehen werden.


    1vs1 usw. wird bei mir bei jeder Einheit geübt. Klar war auch Kopf heben Mitspieler sehen etc auch ein Schwerpunkt.

    Also das sehe ich wenger optimistisch, als du. Du selbst beschreibst ihr ZWeikampfverhalten schon extrem schlecht, genauso, wie ihr "Versteckspiel".
    Das du selbst einen Fussball spielen lässt, der vor allem Zusammenspiel in den VOrdergrund rückt, macht das ganze dann noch schwieriger für die Jungs.


    Genau solche Jungs (und Mannschaften), wie du es beschreibst, habe ich schon diverse erlebt. In jungen Jahren (unterhalb U11 oder U12) gewinnt man so viele SPiele.
    Aber irgendwann muss man eben auch mindestens einen Zweikampf gewinnen, um Überzahl herstellen zu können, einfach, weil die Gegner ein ALter erreichen, in denen alle besser/enger verteidigen.
    Schon jetzt, scheint ja nichts zu klappen (vor allem bei den beiden Jungs), wenn ein Gegner das beherzigt.


    In der D-Jugend können hunderte, den Ball streicheln, toll jonglieren etc. In der U9 ist man damit - wie deine Jungs - noch auffällig.
    Es geht aber im FUssball nicht um die B-Note, man muss seine Technik auch zielgerichtet und erfolgreich einsetten können, deshalb heißt der Bereich auch technisch-taktischer Bereich!


    Ich an deiner Stelle würde das 1gg1 extrem in den Fokus stellen, im Training, wie im SPiel. Aber das habe ich als U9 oder U10 Trainer eh immer gemacht. Zusammenspiel hat mich wenig interessiert, aach wenn man dafür - in den zahlreichen SPielen, wo der Gegner das zulässt - diverse SChulterklopfer bekommt, mit 1gg1-Fussball eher im Gegenteil.
    Das SChulterklopfen kehrt sich aber spätestens in der D-Jugend um.



    zu dem Fördertraining:
    Auch das überschätzt du deutlich.


    1) Das ist eine rein kommerzielle Sache des Bundesligisten. Damit verdienen sie Geld (und machen ein bißchen Werbung).
    Das dient aber kaum zur wirklichen Talentsichtung, Den Jungs und Eltern wird das natürlich erzählt, einige werden sicherlich auch darüber hinaus mal zu weiteren Maßnahmen eingeladen, zB Training mit der MAnnschaft.
    ABer das ist fast reines Marketing, das macht der Verein, damit sich auch weiterhin andere SPieler dort anmelden, weil die ELtern glauben, dass eine echte Chance auf das NLZ besteht.
    Dashalb schon laden die immer auch einige SPieler zu weiteren Maßnahmen ein, auch wenn sie wissen, dass das eh nichts wird.


    Ganz selten ist in solch einem Fördertraining auch mal ein Juwel dabei, der genommen wird. Das mag schon vorkommen. Aber das ist die Außnahme und das ist nicht der Grund für das Fördertrainingangebit des NLzs.
    (ICh habe mal in unserer Fussballferienschule einen SPieler gehabt, der in einem kleinen Verein im höheren Jahrgang gespielt hat. Der war echt gut, wir haben ihn auch geholt, den hätten wir kaum gesichtet, weil man den schwer gesichtet hätte. KLeiner Verein und ihm stand ja nicht auf der Stirn, dass er so jung war, im Gegenteil, das hätte man nie vermutete.
    Mein Verein hat das auf der Homepage aber auch ausgeschlachet, dh es wurde öffentlich gemacht, dass dieser Spieler über die Fussballferienschle des Vereins den Weg in die U11 gefunden hat.)


    2) In solchen Talenttrainings ist besonders häufig eben der SPielertyp vertreten, dem deine Jungs angehören. ALso Jungs, die auch andere Fussballferienschulen besuchen, die eine elegante Ballführung haben, gut jonglieren können.
    Ich nenne sie gerne Fussballferienschulstars.


    Und auch in den kommerziellen Fördertrainings wird sehr wahrscheinlich viele Übungen gemacht, die solchen Spielern liegen. Kappendribbling, etc.
    Das sieht alles inhaltlich gut aus (für die Eltern), die Jungs fühlen sich wohl, man macht das, was sie gut können.


    Und in den SPielformen wird viel zusammengespielt (auch das wollen fast alle Eltern sehen !!!)



    Muss abbrechen, deshalb erstmal soviel.

    Auch, wenn dein Beispiel arg konstruiert ist:


    Der Schiedsrichter kann natürlich nur abpfeifen, wenn er weiß, wer gerufen hat.
    Wie beim Foul- Handspiel, Spucken, Beleidigung oder was auch immer...


    Könnte ja auch ein Zuschauer gewesen sein.



    Und so ein Lass oder Leo kommt ja in den seltensten Fällen als bewusste Unsportlichkeit daher. Kann mich selbst nicht erinnern, das jemals erlebt zu haben.
    Gar nicht so selten ist es aber so, wie von Open-minded aufgezeigt.
    Und das irritiert schon mitunter ungemein und entscheidend eben auch den Gegenspieler.

    Welche Masse an echten Talenten musste denn ein NLZ aus disziplinarischen Gründen verlassen?
    Eher das Gegenteil ist der Fall, und ich kenne da ein paar Sachen, die gehen gar nicht, waren aber eben die größten Talente.
    Aus disziplinarischen Gründen müssen zumeist nur Bauernopfwr gehen, also Spieler, die nicht zur absoluten Spitze gehören.


    Aber du kannst ja mal Namen nennen...



    Unzuverlässigkeit hat aber rein gar nichts mit "Typ" sein zu tun.
    Eher Im Gegenteil sogar, ein "typ" im positiven Sinne ordnet eben alles dem mannschaftlichen Erfolg unter.
    Effe zB. , dem war es egal, wie er medial nieder gemacht wurde, oder eine schlechte Note bekam, er wollte gewinnen.


    Nicht alle, die in den Medien Typen genannt werden verdienen die Bezeichnung auch.
    Oft wird ein motzender oder unfairer Spieler als Typ bezeichnet, medial oder am Stammtisch.


    Ein Typ ist aber eben einer der Verantwortung übernimmt, für das Team, den Verein. Dem eben nicht sein persönliches Ego vor dem Mannschaftserfolg steht.
    Der den Ball fordert, auch wenn die Gefahr des spielentachwidenen Fehlera hoch ist.
    Der den Zweikampf sucht, auch wenn die Erfolgschance gering ist, da der Gegnwr im Vorteil ist. - es gibt auch Spieler die bleiben weg, die bekommen dann auch medial keine Schuld, da kein verlorener Zeikampf.
    En Typ sieht man in wichtigen Spielen, die nicht gut laufen.


    Kroos zB war toll beim 4:0 gg Portugal und beim 7:1 gg Brasilien. Aber er hat sich gegen Argentinien und Tuneaien versteckt.
    Den Elfer im Finale daheim wollte er auch nicht schießen.




    Aber das geht in die falsche Richtung.
    Ich bin bei tobn, dieser Spieler braucht bedeutend engere und vertrauensvolle Kommunikation.
    Wertschatzung beiderseitig muss erreicht werden.


    Unentschuldigtes Fehlen beim Spiel geht gar nicht. Das muss Konsequenzen haben. Aber die muss ja nicht sofort der Ausschluss sein.
    Hier gibt es aber eventuell schon ne lange Vorgeschichte. Da wurde längst versäumt, klare Abmachungen zu treffen.


    Wie willst du denn den anderen Spielern verkaufen, dass dieser seit mehreren Jahren kommt und geht wie er will, aber trotzdem immer auf seiner Lieblingsposition durchspielt, oder wenn nicht wieder wegbleibt.


    Ach und Geldstafen:
    Wenn die Spieler kein Geld bekommen, dann sind Geldstrafen mM nach falsch. Auch in der A-Jugend. 20 Euro sind dann einfach je nach Spieler eine völlig unterschiedliche Strafe.

    Lächerlich ist nur, das ein "mächtiger Ex-Präsident" nun meint, er müsse den Aufklärer spielen. TZ hat überhaupt keine Ausstrahlung gehabt- ein Allerweltsgesicht , welcher der Meinung war bzw ist, das er der Mittelpunkt der Welt ( des Fußballs) ist.

    Und dazu habe ich auch noch eine Frage:


    Sehr wahrscheinlich ist Zwanziger auch ordentlich mit dabei gewesen und wusste einiges. Auch wenn er erst 2003 ins Orga stieß - und da war ja schon vieles längst gelaufen bzw. im Gange.
    Und seine Motivation, keine Ahnung, vielleicht ist es wirklich Rache, mag sein, dass Zwanziger ein unangehmer, unsympathischer Zeitgenosse ist.



    ABER,
    das spielt doch aktuell erstmal keine Rolle , oder?
    Aktuell geht es doch um den Inhalt seiner Aussagen - und die haben sich in weiten Teilen ja schon als Fakten herausgestellt- und der kompletten AUfklärung dieser Affäre.
    Und da ist ein "Kronzeuge" halt immer hilfreich, wenn nicht sogar nötig. Im besten Fall eben einen, der auch verstrickt war und viel wusste.
    Ist bei organisiertem Verbrechen so, zB Mafia.
    Würdest du da auch den Überbringer der Botschaft als größtes Übel sehen un ddiesem am heftigsten kritiseiren?



    Niemand hebt Zwanziger auf ein Sockel, da wird er nie hinkommen. Er hat sehr wahrscheinlich selbst genug gewusst/gemacht. Und mit seiner Rolle muss sich die Aufklärung auch befassen.


    Aber, dass man den Überbringer einer unangehmenen Botschaft (Wahrheit), der damit Idolen diesen integeren Status nimmt, zu aller erst und fortwährend angreift und vor allem seine (angebliche ) Motivation ins Zentrum stellt, um ihn zu diskreditieren bzw. vor dem Inhalt seiner Aussagen die Legitimation zu entziehen...
    Das ist der falsche Ansatz, dann kann man auch sagen, die Wahrheit interessiert mich nicht, wahr ist was meine Idole sagen und was sie machen ist immer richtig.



    Wer sich moralisch und rechtlich einwandfrei verhällt, dem kann auch ein rachsüchtiger Zwanziger nicht an Bein pinkeln. Gerade, der nicht, weil die Boulevardpresse ja schon lange gegen ihn steht.

    @addi73


    Jetzt vermengst du aber verschiedene Dinge. Man kann meinetwegen darüber diskutieren, ob man eine WM dem meistbietenden gibt, oä. - die DIskussion will ich jetzt aber gar nicht führen, denn es geht und ging hier erstmal um etwas anderes.


    Es gibt nunmal aktuell ein anderes Prozedere und in diesem hat sich Deutschland nicht an die Regeln gehalten und das gemacht, was jeder (wahrscheinlich auch du) bei Katar oder Russland kritisiert haben.
    Das ist Doppelmoral.


    Darüber hinaus, hat sich Deutschland bzw. die Entscheidungsträger wohl korrupt verhalten (sie haben es ja bzw. tun es immernoch mitunter nicht zugegeben) und darüber hinaus auch Steuern hinterzogen. Und das, wo der DFB als Gemeinnütziger Verein eh schon einige Steuervorteile genießt.
    Und das eben weil er gemeinnützig agieren soll, nicht rein kapitalistisch. (Das zB steht im Widersrpch zu deiner aktuellen Aussage, dass man eine WM eben kaufen soll, rein wirtschaftlich denken soll.)


    Sich über die FIFA aufregen, aber als der größte Einzelteil der FIFA dieses korupte System maßgeblich unterstützen, das passt null zusammen.




    Aber da haben verschiedene Menschen eben unterschiedliche Auffassungen von Moral. Korupption oder Steuerhinterziehung (wie auch bei UH) ist für mich kein Fehler, dieser Begriff ist extrem verharmlosend.


    Da ich kein Träumer bin, weiß ich, dass nahezu überall, wo viel Geld im Spiel ist, auch Korruption eine bedeutende Rolle spielt. Schon weil nur ein kleiner Teil der Menschen die höchsten Stufen der Moral erreicht.


    Gut, richtig ider gar erstebendwert finde ich das aber noch lange nicht.

    Diese Regel, bzw. die Regelauslegung ist alles andere als neu.


    Angefangen hat das mal vor ca. 20 Jahren, dass man "lass" nicht mehr sagen durfte, da man damit auch den Gegner irritiert. Das wurde und wird auch nehezu grundsätzlich abgepfiffen, zumindest, wenn irgendwo in der Nähe auch ein Gegner ist.
    Und das auch im höherklassigen Amateurfussball, Verbandsliga zB.


    Daraufhin hat sich das Wort "leo" eingebürgert, dass jeder FUssballer kennt und wahrscheinich auch nutzt.


    Auch das wurde dann aus besagten Gründen von vielen Schiedsrichtern abgepfiffen, der Gegner bekam einen indirekten Freistoss, aber keine perönliche Strafe, außer man irritiert ganz bewusst und gezielt einen Gegner.


    Zu meiner aktiven Zeit hatten wir eine Saison einen Spieler, der tatsächlich Leo hieß im Team. Wenn der spielte haben wir den Schiedsrichter oft vor dem SPiel aus diesem Grund davon in Kenntnis gesetzt.
    Diese Saison ist fast 10 Jahre her, deshalb kann das auch nicht neu sein.



    Fänger zB rufen mittlerweile längst ihren eigenen Namen oä, wenn sie rauskommen, um diesem Problem aus dem Weg zu gehen.




    @FBPapa07Es geht eben nicht nur um das absichtliche Irritieren des Gegners - das hat dann auch eine Karte ur Folge, da unsportliches Vergehen - sondern eben einfach darum, dass man den Gegner nicht irritiert.

    Ich lass die VW-Geschichte mal weg....sie ist wirtschaftlich..... aber der "DFB-Skandal"......


    wir sollten froh sein, das wir die WM bei uns hatten. Und selbst wenn Stimmen dafür gekauft wurden- warum denn nicht. Besser die WM bei uns als wenn sie in Hinterkamboscha oder irgendwelchen Entwicklungsländer stattfinden, die um die Versorgung Ihrer Bürger kämpfen.
    Lächerlich ist nur, das ein "mächtiger Ex-Präsident" nun meint, er müsse den Aufklärer spielen. TZ hat überhaupt keine Ausstrahlung gehabt- ein Allerweltsgesicht , welcher der Meinung war bzw ist, das er der Mittelpunkt der Welt ( des Fußballs) ist.


    Und wenn nun andere Länder weinen, das sie die WM nicht bekommen haben... dann hätten sie mehr zahlen müsssen...ganz einfach

    Verstehe ich dich richtig, wenn ich deine Aussage folgendermaßen zusammenfasse:


    Korruption, unethisches Verhalten, etc. ist dann ok, nein sogar gut und richtig, wenn es einem selbst nützt?

    Und auf die Eltern verzichten kann ich bei bestimmten Kindern weniger wegen einer Drucksituation bei mir, als vielmehr wegen der Kinder.



    Es gibt Kinder, die spielen einfach wesentlich befreiter, wenn Papa oder Mama nicht zugucken.
    Wenn Trainer und Papa unterschiedliche Dinge postulieren, steht das Kind zwischen den Stühlen.


    Kennst du nicht auch solche Kinder, die sogar während des Spiels nach Aktionen den Blickkontakt zum Vater suchen?

    Das habe ich so auch nicht gesagt, das solche Eltern stets Helikoptereltern sind.


    Und auswärtige Turniere, bei denen Eltern eine Übernachtung brauchen sind ja auch nicht die Regel.


    Man kann ja fast jedes Wochenende seinem Kind zugucken und bei weiten Reisen und hohem Kostenaufwand eben dann mal darauf verzichten.
    Es ging mir nur um das Argument, dass man viel Geld für Hotelkoaten der Eltern einberechnen muss, was ich so eben nicht sehe.

    Aber Spaß bereitet ist nahezu allen Kindern.
    Das Training ist gut, man spielt gegen gute und namhafte Gegner und hat tolle Erlebnisse, die andere Vereine einfach nicht bieten können.


    Wichtig ist und bleibt - egal in welchem Alter man in ein NLZ geht - vor allem der Ungang der Eltern mit der Situation.

    Ich sehe das alles in der U8 oder U9 ja auch zwiegespalten.
    Wenn man Nahe am NLZ wohnt, nicht per Selbstvorstellung reingerutscht ist und sich schon vor ab damit auseinandersetzt, dass das eine temporäre Geschichte ist, als Eltern so damit umgeht, dann ist der Aufwand auch nicht signifikant höher, als im normalen Verein, vor allem ambitionierten Amateurvwrein.


    Aber das Argument "Ubernachtungskosten für die Eltern" zählt für mich nicht.
    Denn die Eltern müssen ja nicht mit auf Reisen, es tut den Jungs sogar auch oft gut, wenn ihre Helikoptereltern mal nicht dabei sind.
    Der größte Druck kommt nämlich oft aus dem Elternhaus. Gerade bei den Jungs, die früh in ein NLZ kommen, weil Eltern sie dort zum Probwtraining anmelden oä.


    Wenn es zu meiner Zeit schon NLZs im heutigen System gegeben hätte, dann hätte ich das gerade in den jungen Jahrgängen locker stemmen können, vorausgesetzt der Weg ist nicht zu weit, im Ballungszentrum geht das meist.
    Ich habe zahlreiche SchulsportAGs besucht, 2 Ballsportarten betrieben ( die eine hatte Priorität, die andere am Wochenende nur, wenn es zeitlich ging, ab dem ca.9 Geburtstag habe ich dann mit der zweien aufgehört ) und trotzdem noch ausreichend Zeit mich mit Freunden zu treffen. Man hat ja nicht jeden Tag Training und auch das Wochenende ist nicht permanent zweitägig und den kompletten Tag belegt.
    Und Hausaufgaben in den ersten Schuljahren sind ja auch überschaubar und sollten dies auch sein.


    Irgendwann später wird die Belastung doch erst so, dass man auf manches verzichten muss. Das musste ich dann aber auch ein Stück weit in einem sehr ambitionierten Amateurverein.



    Aus eigener Erfahrung würde ich meinen Sohn wohl erst zur U10 ins NLZ gehen lassen und auch nur, wenn der Verwein auf uns zukommt.
    Nicht weil ich das vorher als zu große Belastung sehe, sondern weil die Talentprognose ab U10 zwar sicherlich auch weit weg von verlässlich ist, aber deutlich besser als darunter, wo es wie im trüben Wasser Fischen ist. Auch weil sich die meisten NLZ-Trainer da nicht die größte Mühe beim Sichten geben.
    Spieler, die vor der u10 ins NLZ wechseln, haben oft einen krassen "Absturz", haben einfach nicht das
    Leistungspotential für guten Amateurfussball in der D oder C-Jugend.
    Spieler, die später in ein NLZ kommen, die sind meist dann wenigstens so gut, dass sie nach ihrem Ausscheiden beim NLZ immernoch auf ordenichem Niveau kicken können und unterkommen. Also sogar überregional bei einem großen Amateurklub.

    Keine Ahnung, was sie unternehmen, um dich wegzuekeln.



    Aber:
    Klare Ansage:
    So und so und so, sind deine Vorstellungen die Mannschaft zu leiten und die Erwartungen an das Verhalten der Eltern und SPieler.


    Wem es nicht gefällt, dem steht es frei, sich einen anderen Verein/mannschaft zu suchen.


    Wenn ihr bleiben wollt, dann kennt ihr die Regeln, geht das weiter, nehme ich euch die Entscheidung ab. Punkt.



    Brauchst aber natürlich Rückendeckung vom Verein. Aber ohne dieses würde ich eh nicht weitermachen wollen und auch dringend davon abraten eine Mannschaft zu trainieren, wenn der Jugendvorstand nicht auf deiner Seite ist.

    Hab heute nur bedingt Zeit, deshalb nur kurz ein Aspekt:


    Woran scheitert es denn zumeist?


    Ich meine, wir reden hier von einer 5gg4 Angriffssituation - glücklich, wer zu solch Situation gleich 10 mal im Spiel kommt, aber egal.


    Bleibt die Viererkette als Kette und sinkt nach hinten ab? Wahrscheinlich schon.


    Aber irgendwann muss sie dann ja den Ballführenden angreifen, bzw. kann nicht tiefer absinken, weil dann der Ballführende einfach schießen kann. Aus 16-20 Metern ein nahezu freier zentraler Abschluß, den muss man dann auch nehmen.
    Vor allem, wenn eben alle anderen Mitspieler dadurch gedeckt sind.


    Und wenn ihr erst 1-2 mal geschossen habt, dann wird der Gegner auch anders verteidigen, dann entstehen wieder andere Lücken.



    Wenn ihr nie schießt, auch aus 16-20 Metern nicht, dann kann man 4gg5 ganz gut und einfach verteidigen.



    Wenn ein Spieler im Zentrum den Ball hat und nicht attakiert wird, dann sollten alle Mitspieler erstmal dafür sorgen, dass sie ihren Gegner nicht zum Mitspieler bringen, also Laufwege, weg vom Mitspieler suchen.
    (Wozu also entgegenkommen und klatschen lassen, wenn der Ballführende eh kein en Gegnerdruck hat und nach dem KLatschen seine Position nicht besser ist? Vor allem ermögliche ich so dem Verteidiger auf dem ann engerem Raum zwei Angreifer verteidigen zu können.)




    Wenn ein Verteidiger aus der Kette rausrückt, um den Ballführenden zu stellen, dann ergeben sich hinter ihm Räume, die die anderen anlaufen können. Wenn da die Kette nicht auf einer Höhe agiert, ist es auch kein Abseits.
    Man kann den Raum hinter den rausrückenden Verteidiger natürlich auch über den Mitspieler links oder rechts neben dem Rausrückenden anspielen, der angreifende Gegenspieler des rausrückenden Verteidigers, bewegt sich dann in dessen Rücken und wird quasi über Bande angespielt.