@unzubacak:
Ich kenne sehr wohl einige Trainer, die im Spiel nichts reinrufen, ich z.B. auch nicht, da ich festgestellt habe, dass es so gut wie gar nichts bringt. Das schöne ist, dass ich einen Co-Trainer habe, der der Meinung ist, dass das Joysticktrainerverhalten etwas bringt. Da wir im Wechsel die "Verantwortung" an der Linie tragen, kann man sehr gut sehen, ob reinrufen was bringt oder nicht. Diese Saison, nach Abschluss der Vorrunde:
Spiel gegen Mannschaft A mit reinrufen, Ergebnis 5 - 0, Rückspiel ohne rufen, 4 - 0. Mannschaft B mit rufen 3 - 1, ohne rufen 6 - 0. Das könnte ich jetzt über die vergangenen zwei Jahre aufführen, das reinrufen bringt sogut wie nichts.
Thema Spielzeiten: In den Spielen hätte jeder Spieler theoretisch 208,5 Minuten spielen können (ernsthaft! Wir führen da eine Gerechtigkeitsliste). Maximale Spielzeit des am meisten eingesetzten 220 Minuten, die anderen ab 200 Minuten, also maximale Differenz von 20 Minuten in 8 Spielen, finde ich relativ ausgeglichen.
Von den Spielern meiner Mannschaft sind sieben beim Kreisfördertraining, die anderen knapp dahinter. Aussage des Auswahltrainers: Keine Überflieger, aber alle solide und gleichmässig ausgebildet und überdurchschnittlich.
Trainingsinhalte: Ausbildung gem. Richtlinien DFB, wobei wir einmal im Monat etwas Taktiktraining machen.
Anmerken möcte ich dazu, dass wir ein absoluter Dorfverein sind, der momentan nur 4 Jugendmannschaften hat, die aber von den Trainern konsequent nach einem "Masterplan" trainiert werden.
So hat unsere G-Jugend, die nun im zweiten Jahr spielt bisher bis auf ein Spiel alle verloren, da sie ballorientiert spielt und es keine feste Positionen gibt, so dass sie einige leichte Abwehrlücken hat:) Trotzdem haben alle Spass, auch den Eltern sind Niederlagen egal, bei denen wird jede Aktion der eigenen Mannschaft bejubelt.
Und das soll kein Selbstlob sein, sondern nur mal zeigen, dass man, zumindest weitestgehend, alle im Spiel und im Training gleichbehandeln kann, auch wenn es manchmal Nerven kostet.