Beiträge von Zamorra

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    MichaMittelfeld:
    Wenn der andere sein Konditionstraining durch hat, dann brauche ich kein Koordinations- oder Techniktraining mehr machen, weil die Kinder dann platt sind, mein Vorschlag, beide Mannschaften aufgrund des unterschiedlichen Leistungsstandes getrennt zu trainieren, fiel bisher auf, nunja, "eingeschränkte Zustimmung, wurde also abgelehnt.


    Ich habe in der letzten Saison soviele Rückschläge hinnehmen müssen, weil ich auf Befindlichkeiten meiner Co-trainer Rücksicht genommen habe, dass ich nunmehr noch mehr Hardliner hinsichtlich der Ausbildungsziele bin, als es Andre in seinen schlimmsten Zeiten sein könnte.


    Naja, morgen habe ich ja nochmal ein Gespräch mit dem Jugendleiter, dem kann ich dann ja entgegenhalten, dass ich letzte Saison mit meiner U 11, ohne Konditionstraining, Kreismeister und Pokalsieger geworden bin, ebenso mit meiner U13/ U12, auch ohne Konditionstraining, somit kann meine Trainingsausrichtung ja nicht ganz falsch gewesen sein.


    Ich möchte hiermit nochmal allen danken, die sich geäussert haben!
    Das konditionstraining mit Ball auch möglich ist, war mir bisher auch klar, es ging mit halt um das stupide "Konditionsbolzen", vor allem bei einer Spielzeit von 2*30 Minuten und vier Auswechselspielern.

    Hallo, nach all den Querelen der letzten Saison soll ich nun eine U 13 II übernehmen.
    Nach den Vorgesprächen mit dem Trainer der U 13 I habe ich festgestellt, dass dieser zu Saisonbeginn erst einmal ein intensives Konditionsprogramm starten will (erstmal soll ein Sichtungstraining stattfinden, in dem festgelegt wird, wer wo spielen soll, was ich auch grundsätzlich begrüße).
    Nach meiner Meinung wäre es besser, dass man, da die Kinder sich im "goldenen Lernalter" befinden, eher Wert auf Techniktraining und individualtaktische Dinge Wert legen sollte.
    Liege ich da total falsch oder sollte ich meinen Standpunkt am Donnerstag beim treffen mit dem Jugendleiter einfordern?
    Danke für eure Beiträge!

    So, hier nun das Update:
    Zuerst lief es wirklich gut, was aber daran lag, wie ich im nachhinein feststellen durfte, dass wir alle Spiele gewannen.
    Dann kam der "Tag der Schande":)
    Die Mannschaft verlor als Tabellenführer gegen den dritten, völlig verdient, mit 1:5. Kann ja mal passieren, dass alle zusammen einen supoptimalen Tag erwischen.
    Abends bekam ich dann einen Anruf von einem Co-Trainer, der beim Spiel selbst nicht zugegen war. Er hätte gehört, dass ich falsch gewechselt hätte, nachdem wir auf 1 - 2 verkürzt hätten. Da hatte ich schon keine Lust mehr, weiter zu sprechen. Ich sagte ihm dann, dass dies nicht stimme, da ich den bestimmten Spieler in der zweiten Halbzeit erst beim Stand von 1-4 eingewechselt hätte. Dafür hatte ich ihn aber beim Stand von 0 - 1 eingewechselt. Wie dem auch sei, der Spieler hatte jedenfalls keine "Schuld" an der Niederlage. Leider sagte mir mein Co aber, dass er es anders gehört hätte, unterstellte mir damit, dass ich die Unwahrheit sage. Außerdem teilte er mir mit, dass er sich nun (man beachte: Solange wir gewonnen hatten, wollte er dies nicht), mehr in die Mannschaftsaufstellung einbringen wolle.
    Es ergab sich nun, dass ich bei zwei Spielen nicht vor Ort sein konnte. Beide Spiele wurden 2 - 1 gewonnen.
    Nun erreichte mich heute eine E-Mail eines Spielervaters, indem er mir mitteilte, dass sein Sohn nun aufhört, da er die letzten beiden Spiele nicht eingesetzt wurde (hätte wohl den ersten Platz gekostet). Unsere Absprache war eine andere und nun sehe ich keinen Sinn mehr darin, hier weiterzumachen.


    Naja, Konsequenz meinerseits: Saison noch mit Anstand zu Ende bringen, dann übernehme ich eine D-2, in der auch mein Sohn spielen wird und ansonsten recht viele begeisterte, aber leider noch nicht so gut ausgebildete Spieler sind, so dass wir wohl erstmal die Hucke vollbekommen.
    Aber: Ich freue mich darauf: Keine Leistungsbesessenen Co-Trainer, Eltern, die sich auch bei einem erzielten Tor freuen, egal wie das Spiel endet.
    Mein Ziel: Kinder verbessern und in der Rückrunde immer niedriger verlieren als in der Hinrunde:)


    Wie gesagt, nur ein Update.

    Andre, wenn du es im Spiel nicht abverlangst, warum trainierst du es dann?
    Und wenn einer deiner Spieler den Gegner angreift und der andere sich so stellt, dass er einen Pass abfangen soll, dann ist das auf jeden Fall Gruppentaktik, die, wie du ja weisst, nichts im F und E-Jugendbereich zu suchen hat.
    Und wenn du, wie du geschrieben hast

    Zitat

    beim TRAINING in Spielformen so in diese Richtung über die speziellen Übungen lenken würde

    dann trainierst du nach meiner Meinung Gruppentaktik.
    Des Weiteren würdest du

    Zitat

    jeden Einzelnen auf sein Tun ansprechen

    . Wozu, wenn sie das noch gar nicht können müssen und du das auch nicht abverlangst?


    Für Stella: Das Problem kenne ich auch, meist liegt es daran, dass die Kinder sich voll verausgaben und dann einfach die Konzentration weg ist, da sich die Kinder ihre Kräfte nicht einteilen können, weil sie halt noch Problem haben zu erkennen, wielange sie mit ihren Kräften hinkommen.
    Aber das kommt von alleine.
    Eventuell fällt auch mit zunehmender Spieldauer die Spannung ab, so dass nicht mehr mit vollem Einsatz gespielt wird.
    Konnte ich bei meiner Mannschaft auch oft beobachten, dass die Kinder erst voll dabei waren, aber je länger das Spiel dauerte, umso mehr kam der Schlendrian zutage:)

    Meine Meinung:
    Lass sie machen, was sie wollen und können!
    Gerade die Bambini haben schon genug Probleme damit unfallfrei zu laufen, wenn dann noch ein Ball dazu kommt, wird das laufen schon sehr schwer. Meine Erfahrung ist, das die Kleinen solche Sachen sehr schnell alleine lernen.
    Und meine Erfahrung beziehe ich daraus, dass ich damals mit einer Mannschaft von vierjährigen Spielern begann, die in Spielen hauptsächlich Anstösse geübt haben:)
    Als sie sechs Jahre alt waren, haben sie dann alles gewonnen, ohne das ich irgendwelche Tricks habe üben lassen, weil sie das meist koordinativ gar nicht hinbekommen.
    Soll heissen: Lass sie machen, diese Sachen lernen sie sehr schnell von alleine, leg deine Schwerpunkte lieber auf Koordination und Ballgefühl und vergiss die Ergebnisse. Die Siege kommen irgendwann von allein.

    Was ich immer wieder faszinierend finde:
    Bei meiner Mannschaft habe ich den Luxus, dass ein ehemaliger Landesligatorwart einmal die Woche Torwarttraining anbietet.
    Ergebnis der 1,5 Trainingsstunden pro Woche: Beide spielen Kreisauswahl und werden von anderen Vereinen umworben. Gerade in der Torspielerausbildung bringen wenige, zielgerichtete Einheiten, einen sehr grossen Nutzen.
    Deshalb sollte der DFB hier mal umdenken und die Lizenz einführen mit verbindlichen Anforderungen an die Trainer, weil ja, wie bekannt ist, der Torwart schonmal die halbe Miete sein kann.

    Hallo koeppchen,
    auch wenn ich mir gleich wieder Haue abhole, sehe ich es so, dass man ab C-Jugend den Erfolg auch daran messen muss, ob die Mannschaft einen guten oder schlechten Platz in der Tabelle erreicht. Natürlich wird ein Jugendtrainer, nach der reinen Lehre, danach beurteilt, ob sich die Spieler verbessert haben, aber irgendwann ist meiner Meinung nach der Zeitpunkt gekommen, wo auch die Platzierung in der Tabelle wichtig wird.
    Wenn du deine Spieler gut ausgebildet hast, und ich will dich hiermit nicht angreifen, da ich davon ausgehe, dass du das gemacht hast, müsste die Mannschaft normalerweise mehr gewinnen als eine Mannschaft, die nicht nach den Ausbildungszielen trainiert wurde. Sollte dies nicht so sein, so hast du entweder nur gute und keine sehr guten Spieler, oder die Konzeption des KiFu- und Jugendfussballs des DFB ist nicht zielführend.


    Wie du sie motivieren kannst? Schwierig zu sagen, da ich deine Jungs nicht kenne. Ich sage meinen eigentlich nur, dass sie offensiv in alle Zweikämpfe gehen sollen und daran denken sollen, dass das gegnerische Tor eigentlich nur ein weiterer Mitspieler unserer Mannschaft ist, dem sie halt einen vernünftigen Pass zuspielen sollen, wenn sie dass tun, ist der Ball normalerweise im Tor:).
    Des Weiteren sage ich Ihnen, dass sie möglichst schnell zurücklaufen sollen, wenn der Gegner den Ball hat (Ja, ich weiss, dass ist zumindest Gruppentaktik und hat in meiner Altersstufe nichts verloren).
    Ansonsten kannst du meiner Meinung nach nicht viel machen. Wahrscheinlich würde ein gewonnenes Spiel Wunder bewirken.



    Gruß Zamorra

    Die FPL wurde bei uns vorgestellt und im Rahmen der Abstimmung der Jugendleiter für nicht gut befunden.
    Also wird es bei uns leider weiterhin bei der U8 Tabellen usw geben.
    Die Gründe für das dagegenstimmen sind zum ko..en.

    Falls es wirklich so gewesen sein sollte, dass deine 2002er von den 2002er des anderen Vereins mit Unterstützung von deren grossen Freunden geschlagen worden sind oder werden sollten, ist dies, immer unter dem Vorbehalt, dass es so stimmt, ein Unding.
    Ich kenne es eigentlich eher so, dass die Spieler, wenn sie auf eine Schule gehen, sich gegenseitig heiss machen und foppen, habe aber noch nie erlebt oder gehört, dass 8-9 jährige Spieler der anderen mannschaft schlagen. Lebe vielleicht auch in einer heilen Welt.
    Was ich eigentlich sagen will:
    Durch das absichtliche verlieren haben die Spieler der anderen Mannschaft auf jeden Fall eins gelernt: Positive Gewalterfahrung! Hängen bleibt, wir haben gewonnen, weil die Angst vor Schlägen, also Gewalt, hatten. Also können wir unsere Ziele mit Gewalt durchsetzen. Im schlimmsten Fall gibt es nun einen "Anschiß" von Seiten der Schule aus, welcher die Kinder, insbesondere wenn sie von ihren Eltern dazu aufgestachelt wurden, kaum beeindrucken wird.


    Wie gesagt, ich habe so meine Zweifel an der Schilderung der Geschehnisse, weil ich es als völlig lebensfremd einstufe, was da passiert sein soll.



    Gruß Zamorra

    In meiner Jugendzeit war es so, dass sich die Alterseinteilung für die Mannschaften am Alter für die Einschulung orientiert hat. Stichtag war da der 01.08. eines Jahres. Damit ist zwar das Problem nicht gelöst, dass einer, der am 31.07. geboren ist, immer der jüngste ist, aber man hat alle Schüler eines Schuljahrganges in einer Fussballaltersstufe.
    Ansonsten haben die älteren, die knapp vor der Grenze geboren wurden, wohl momentan einfach Pech gehabt, wobei, wenn mal mal internationale Turniere schaut, immer drei Spieler mitspielen düfren, die ein Jahr älter sind. Eventuell wäre das ja eine Möglichkeit?
    Andererseits muss seitens des Verbandes irgendwo eine Grenze gesetzt werden, weil es einige Trainer gibt, die ansonsten eher mal einen älteren mehr als weniger einsetzen würden.
    Das habe ich gerade wieder erleben dürfen, aber da mein Sohn, der als Zuschauer dabei war, ein Klassenkamerad desjenigen war, der unter einem falschen Pass spielen sollte, konnte dieser Versuch abgewehrt werden. Bin mal gespannt, was der Verband dazu sagt, da es ja nur ein Täuschungsversuch und keine vollendete Täuschung war.

    Also bei uns gibt es ab nächster Saison in der D-Jugend 9er Mannschaften, das bedeutet, das mein Verein, der schon jetzt eine Spielgemeinschaft ist (10 Spieler jg 2000) mit einer anderen SG fusionieren muss, damit der Spielbetrieb aufrecht erhalten werden kann. Zusammen haben wir dann vermutlich 22 Kinder, die in zwei Mannschaften antreten werden.
    Der Trend bei uns ist, dass es in der E-Jugend Jg2000(7er-Teams) zur Zeit noch 18 Mannschaften gibt, in der nächsten Saison vermutlich maximal, dann in der D-Jugend, nur noch 9 - 10.
    Aufgrund der demografischen Entwicklung wird sich hier auch in absehbarer Zeit keine Besserung einstellen, ausser wenn sich die jungen Familien entscheiden, dass sie drei oder vier Kinder haben wollen, die alle Fussball spielen.
    Im Ergebnis sehe ich mittelfristig das selbstständige Überleben der kleinen Dorfvereine im Jugendbereich als illusorisch an, da einfach der Nachwuchs fehlt. Somit wird sich alles auf einige, wenige Vereine konzentrieren, die dann das Geschehen bestimmen werden.
    Schade eigentlich, da so die Fussballabteilungen der Vereine zum Aussterben verdammt sind und sich das auch, meiner Meinung nach, in spätestens zehn Jahren auch massiv an der Anzahl der Herrenmannschaften zeigen wird.


    Zu uns: Wir machen reichlich Werbung im örtlichen Kindergarten und holen schon die drei bis vierjährigen in den Verein. Dabei sind auch viele Mädchen, die zum Teil leider relativ schnell wieder mit dem Sport aufhören. Trotzdem haben wir im Bambinibereich momentan 33 Spieler/ Spielerinnen, aber aufgeteilt auf drei Jahrgänge, davon ist eine Mannschaft eine reine Bambini-Mädchenmannschaft, auch ne Leistung:).
    Was der Verband tun kann?: Leider nichts, da letztlich das Engagement der Jugendtrainer entscheidend ist. Aber selbst wenn die wollen, müssen erstmal Kinder da sein.


    Traurig, aber nicht zu ändern, entweder greifen die grossen Vereine alles ab oder man schafft es, als kleiner Verein so ein gutes Training und Rahmenprogramm darzustellen, dass auch eigentlich "Dorffremde" in den Verein eintreten.


    Edit: Erkannte Schreibfehler

    Ähm, ich war nun ein paar Tage nicht im Forum und muss mit Erschrecken feststellen, dass mein Posting zu von mir mich gedachten Reaktionen führte.
    Naja, das Andre darauf anspringt, obwohl ich explizit erwähnte, dass ich einiges überspitzt darstelle, hat mich nicht verwundert.
    Was mich aber wirklich schockiert hat, ist, dass Andre, der ja recht offensiv damit hausieren geht, dass er Polizeibeamter ist, in so einer Art und Weise reagiert.
    Beleidigungen und Unterstellungen scheinen wohl in manchen Kreisen normal zu sein, aber egal. Was ich mit meinem Postings eigentlich ausdrücken wollte war, dass, wie ich schrieb, es kein nur schwarz oder weiss gibt. Es gibt viele Trainer, dazu zähle ich mich auch, die die DFB-Konzeption gelesen und auch verstanden haben, diese aber situativ, also auf die spezielle Mannschaft bezogen, erweitern bzw. reduzieren.
    Ein stures festhalten an einer Konzeption kann nur klappen, meiner Meinung nach, wenn alle Spieler die selben technischen, koordinativen und taktischen Voraussetzungen haben. Dies dürfte aber in den meisten Vereinen eher nicht gegeben sein. Deshalb halte ich, wie ich auch schon mehrmals in anderen Themen schrieb, eine individuelle Förderung, auch wenn sie über das DFB-Konzept hinaus geht, für legitim.
    Der Gralshüter der KiFu-Weisheit ist da leider wenig einsichtig, so dass ich es persönlich begrüsse, dass er sich, wenn auch auf, meiner Meinung nach, erbärmliche Art und Weise aus dem Forum verabschiedet hat, wobei ich weiss, dass er hier weiterhin mitliest und bald auch wieder hier schreiben wird, weil er halt alle anderen Trainer, die nicht 100%, nach seiner Meinung, die DFB-Konzepte umsetzen, massregeln wird und jedes Thema, egal ob es um Passtraining oder die Wahl der Trikots geht auf die Grundprinzipien der reinen Lehre reduzieren wird.
    Schade eigentlich, dass ein so guter Theoretiker sich in Beleidigungen und Unterstellungen ergeben muss, weil er nicht realisieren kann, dass die Welt, wie ich auch schon öfter schrieb, nicht nur schwarz oder weiss ist.


    An alle anderen: ich mag die teilweise kontroversen Diskussionen und gestehe, dass ich ab und an mal einige Thesen hier raushaue, die ich selbst für Schwachfug halte, um zu sehen, ob sich daraus eine gewinnbringende Diskussion entwickelt, die, zum Teil abseits der strengen KiFu-Lehre den Vater-trainern an der Basis weiter hilft.


    Danke fürs lesen!

    Mit grossem Interesse habe ich dieses Thema gelesen und mir auch mal meine Gedanken gemacht, die ich nun, teilweise vielleicht überspitzt und auch provokativ, zum Besten geben möchte:
    1. Wenn ich als Trainer zu meiner Mannschaft sage: "Geht zusammen raus und schiesst bzw. verhindert Tore" ist das dann Individualtaktik oder schon Mannschaftstaktik? Ich denke, dass das Mannschaftstaktik ist, da ich hier alle Spieler zu einer bestimmten Verhaltensweise auffordere, obwohl vier von sechs Spielern lieber nur Tore erzielen wollen und das verhindern eher zweitrangig für sie ist. Wenn es so laufen sollte, würde ich als Trainer, entgegen der Ausbildungsziele, daraufhin wirken, dass die Defensive gestärkt wird. Ist zwar falsch nach den Richtlinien, aber zeigt den Kindern, dass man als Mannschaft zusammen angreift und auch verteidigt.
    2. Verteidigen eines Eckballs: Individuell würden sicher einige Spieler vorne stehenbleiben, der/ die Pfosten würden nicht besetzt werden, eventuell stehen auch zwei Spieler der anderen Mannschaft frei, weil ja jeder Spieler individuell beschliesst, wem er decken soll. Wenn ich im Training dann sage: Du stellst dich an den Pfosten, du deckst den und du den, dann verstosse ich ja wieder gegen die Richtlinien.
    3. Eigener Eckball: Individuell stellt sich dann jeder Spieler dahin, wo er die grösste Chance hat ein Tor zu erzielen, keiner würde hinten absichern, weil das ja nicht im Sinne des "Tore erzielens" wäre. Auch da würde ich eingreifen.
    Das alles könnte man noch weiterführen mit Verhalten bei Einwürfen, Abstössen und, mein Lieblingsbeispiel, indirekten Freistössen. Diese würden dann direkt aufs Tor geschossen, weil das Vorlegen ja zumindest Gruppentaktik wäre, somit nicht zulässig, ausser wenn die Kinder sich das selbstständig erarbeitet haben.


    Was ich sagen will:
    Es ist im wirklichen Leben nicht alles schwarz oder weiss, eine Vermischung von Individualtaktik und Gruppen- bzw. Mannschaftstaktik ist in keiner Altersklasse zu verhindern.
    Wer das abstreitet ist nach meiner Meinung vom realen Fussball soweit weg wie die Erde zum Mars.


    Andre: danke im Voraus für die nun kommende Belehrung, ich kann damit umgehen:)


    Und wie bereits geschrieben, einiges ist hier überspitzt dargestellt.


    Edit: Erkannte Rechtschreibfehler verbessert

    Mal ein kurzes Update:
    Nachdem ich meine Entscheidung mitgeteilt hatte, gab es eine "Krisensitzung". In dieser Sitzung habe ich dann zum wiederholten Mal angesprochen, was mir nicht passt.
    Daraus ergab sich ein knapp zweistündiges Gespräch.
    Ergebnis: Ich mache vorerst weiter, die Spieler der Mannschaft erhalten, soweit es möglich ist, weil ganz passt es ja nie, gleiche Spielzeiten, dass von aussen reingebrülle wird reduziert (möglichst auf Null).
    Jeder Spieler, egal ob gut oder noch nicht ganz so gut wird gefördert und das Ergebnis ist nicht mehr entscheidend für Auswechselungen.


    Bin mal gespannt, ob das so klappt. Habe da leichte Zweifel, aber da sich der eine Co-Trainer extra früher von der Arbeit freigenommen hat, denke ich mal, das zumindest der Wille da ist. Hoffe mal, dass das Fleisch nicht zu schwach ist:)
    Ich werde weiter berichten.


    Ansonsten habe ich mittlerweile ein Angebot von einem anderen Verein, bei dem ich dann, nach erfolgter Fusion, die Mannschaft meines Sohnes trainieren könnte. Der legt natürlich viel Wert darauf, dass Papa seine Spiele anschaut, was mir als Trainer der anderen mannschaft teilweise nur eingeschränkt möglich ist, aber das ist ein anderes Problem.


    Danke an alle hier im Forum, die mir mit Mut zusprechen und Argumenten geholfen haben.

    Germancoach: Trainer werden hier auch gesucht, nächstes Jahr muss meine nun ehemalige Mannschaft mit einer anderen fusionieren. Dieser Verein hat ein Ausbildungskonzept von der BGambini bis zur A-Jugend und will nur Trainer mit Lizenz. Eigentlich war alles abgesprochen, bin mal gespannt, wie der andere Verein nun reagiert.
    Für meine nun ehemalige Mannschaft war der Trainerposten vakant, aber da ich nun hingeschmissen habe, wird mein Co-trainer in seiner Selbstverherrlicherart übernehmen, wobei ich gerade heute duch meinen Sohn hörte, dass 4 Spieler aufhören wollen. Schade, dann sind sie weg vom Fussball und unter den vier Spielern sind 3 Kreisauswahlspieler!!!!
    Wo ist das Kotz-smiley?:)

    Genau, der Keeper muss dann in der D-Jugend ca. 170 cm gross sein, wenn die 7 Meter Tore kommen.
    Mein Sohn ist D-Jugend und spielt in der Kreisauswahl und ist mit 12 Jahren ca. 152 cm gross. Dem macht es echt Spass, dass er Tore reinbekommt, weil das Tor 2, 44 Meter hoch ist.
    Im "kleinen" Tor würde er erheblich mehr halten, aber warum an die Torhüter denken? Hohe Torschüsse sind ja viel wichtiger als herausgespielte Tore auf ein kleineres Tor.
    Manohman, wenn wir in der Jugend hohe Torschüsse haben wollen, sollten wir die Tore auf 3-Meter erhöhen, dann haben die Spieler auch mehr Erfolgserlebnisse, naja, ausser dem Torwart.

    Wie man ja weiss: Der klügere gibt nach, deshalb herrschen die Idioten:(
    @Jose: Eltern sehen leider manchmal auch nur den erfolg. In Gesprächen habe ich mitbekommen, dass es 5 zu 5 steht, wer weitermachen soll, da manche Eltern den Erfolg vor die Ausbildung stellen.


    Germancoach: ich auch nicht, aber irgendwann fehlt die Kraft gegen Windmühlen zu kämpfen. Ich war leider zu schwach, um das Ruder rumzureissen. Dafür verachte ich mich in Teilen selber, aber man muss auch erkennen, wenn man einen "Krieg", schlimmer Ausdruck in einer E-Jugend, nicht gewinnen kann.

    So, nun hat es mich auch erwischt, ich habe bei meiner Mannschaft (Platz 1 in der Qualifikation zur Kreisliga und im Pokal im Halbfinale) die Brocken hingeschmissen.
    Grund: 3 mann-Trainergespann, einer für das Torwarttraning verantwortlich und die Organisation von Turnieren usw, der zweite ein Spieler, der in seinen besten Zeiten in der Bezirksliga spielte und deshalb eigentlich alles besser weiss als ich. (Naja, Trainerschein C-Breitenfussball, den ich im Gegensatz zu ihm habe sowie das Lesen hier und beim DFB wiegt ja das spielen in der Bezirksliga nicht auf).
    Ich habe immer versucht, altersgerecht zu trainieren (also, wie ich mir jedesmal anhören durfte), so doofe Sachen Sachen wie aufwärmen mit Ball, kein Konditionstraining, im Spiel spielen alle ungefähr gleichviel usw. Seine Meinung war, dass ein Training nur gut war, wenn alle Kinder völlig ausgepowert sind.
    Durch mein schlechtes Training sind 7 von 10 Kinder in der Kreisauswahl, aber das liegt dann wohl am Talent der Spieler, nicht am Trainer.
    Was für mich den Ausschlag gab alles hinzuwerfen ist: Ein Spieler läuft seiner Meinung nach nicht "in der Spur" (ist ja auch schon 11 Jahre alt und spielt seit 4 Monaten bei uns), deshalb sollten wir ihn vom Training aussperren!
    Das geht für mich gar nicht! Dazu kommt, dass sich einige Eltern über ihn bei mir beschwert haben, ich dies ansprach und: überrascherweise keine Reaktion von ihm. Leider trauen sich die Eltern nicht, ihm das zu sagen, weil sie Angst haben, dass ihre Kinder darunter leiden müssen. Die Kinder erzählen mir zwar auch ihre Probleme, trauen sich aber leider ebenfalls nicht es ihm zu sagen.
    Gespräch mit dem Vorstand: "Wir mischen uns da nicht ein!"
    Danke dafür!!!
    Nunja, entweder mache ich nun gar nichts mehr im Kinderfussball oder fange in einem anderen verein in einer bambini-Truppe neu an.
    danke für Lesen, ich musste mal meinen Frust ablassen, weil mir "meine" Spieler leid tun, weil ich weiss, was sie nun erwartet, wie z.B. das von Andre oft genannte Joystick-Verhalten.
    @Admin: Warum gibt es kein "Kotzsmilie"?