Beiträge von AlexCarnica

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Schwierige Spieler hat wohl jeder,was ich finde ist das man das WIR Gefühl der Mannschaft beibringen muß.


    Damit nicht einer andere runterzieht, sondern einer den anderen mitzieht.



    Ich unterbinde im Ansatz jede gegenseitige Schuldzuweisungen, Gedränge, Streitereien,Provokationen usw.



    Und wie jemand gesagt hat versuch mal was überraschendes im Training, letztes mal haben wir mal ein Einbeiniges rückwärts-hüpf Rennen gemacht, zum Schluß sind alle lachend am Boden herumgekullert.


    Oder versteinerte Hexe, einmal mit einmal ohne Ball.



    Voriges Jahr hatten wir noch einen Burschen bei dem gab es jedesmal Stunk, durch Konsequenz weiß er jetzt was Ihn erwartet wenn er was anstellt, jetzt gib es nur noch ganz selten Probleme mit Ihm.

    Anfang dieses Jahres habe ich als Co. eine U9 übernommen.(Sohn im Team..Trainer braucht Hilfe....also fast das übliche)


    Mann war ich aufgeregt und habe mich reingeworfen wenn ein Match war.


    Jetzt 1/2 Jahr später sehe ich das ganz anders.


    Wir hatten ein paar Spieler denen habe ich die ersten Schritte beigebracht...jetzt sind Sie weg ich bin Co. der U10 die Spieler in der U9.


    Einer hat angefangen, hat 3 Spiele gespielt... und hat mir dann Freudestrahlend erzählt er spielt jetzt nicht mehr Fußball.


    Einer hat angefangen hat nun auch 2 Spiele gespielt , dem taugt's.



    Was solls wie die Spiele ausgehen, ich will denen was beibringen ....die sollen Spaß haben und wenn Sie aufhören sollen Sie wenigstens sagen, der Trainer hat mir was beigebracht es hat Spaß gemacht,aber es ist aber halt doch nicht meines.



    Was kann die Mannschaft, die meisten können einen ausspielen, einige können zusammen spielen , die Jungs haben Spaß auf dem Platz....bei einigen ist noch ne Menge Arbeit dahinter,einer scheiter nur an seinem fehlendem Selbstvertrauen.


    Wenn ich reinrufe gibs nur mehr Lob und Anfeuerungen, keine Vorwürfe mehr.


    Wenn Sie verlieren war der Gegner einfach stärker, was solls.


    Ich bin draufgekommen es hat einfach keinen Sinn sich beim Match voll reinzusteigern,ich muß die Kinder ausbilden und dazu gehört einfach das alle Spielzeit bekommen ob gut oder schlecht, und wenn man sich selbst so den Druck wegnimmt kann man die Spiele auch viel mehr genießen. :)



    Das einzigen was ich nicht leiden kann wenn der Einsatz (im Training wie im Spiel) fehlt, im nächsten Frühjahr wird die Platzgröße verdoppelt und wir spielen mit Abseits.


    Was dann einige machen werden um an die Bälle zu kommen weiß ich nicht, aber ich hab noch 1/2 Jahr Zeit bis dahin.

    Bei ADHS ist eigentlich nur das Problem das man den Burschen ständig beschäftigen muß,ansonsten sucht er sich Beschäftigung.


    Ein solch ein Kind hat das Gefühl das es in der gleichen Zeit wie normale Kinder viel mehr machen kann (was es aber nicht kann), so ist ihm bei der eigentlichen zu erwartenden Tätigkeit langweilig (obwohl es diese kaum schafft) und es sucht sich Nebenbeschäftigungen.


    Ich hatte letzte Saison auch so ein Kind, mit entsprechenden (nicht überfordernden Training,von der komplexität her) kam ich eigentlich toll mit Ihm aus.


    Wobei mein Training zu 90% so ist das die Kinder sich auf die kleinen Pausen freuen, was die Jungs brauchen ist Bewegung mit dem Ball und das tut auch den ADHS Kindern gut.

    Wenn du es richtig machen willst gibs eigentlich nur eines.


    Mache andere Sachen außerhalb des Trainings.


    Gehe Klettern, spiele Eishockey oder einfach nur mit ein paar Freunden kicken......,versuche nicht noch mehr Fußball in Ihn reinzubringen das kann zu viel werden.


    Alles was die allgemeine Konstitution,Koordination fördert und Ihm Spaß machtwird Ihm auf längere Sicht mehr bringen als mehr Fußballtraining.



    Der einzige Fehler den du machen kannst ist das er zuviel Fußball 'trainiert' und den Spaß verliert.

    Ein Trainer sollte immer ein Vorbild sein,in welchem Alter auch immer.



    Der Trainer hat seine Großfamilie unter Kontrolle zu halten.


    Ich Frage meine Jungs immer warum Sie zum Training kommen, und danach erzähl ich Ihnen warum ich das Training mache.


    Und mein erster Punkt ist immer das ich Ihnen erzähle wieviele 14-16 jährige bei meiner Frau auf der Neurologischen Station landen , wegen Drogen und Alkohomißbrauch.


    Ich bin davon überzeugt das man bei Kindern mittels Sport ein solches Selbstvertrauen aufbauen kann das Sie lernen NEIN zu sagen.


    In unserer Kultur wird es vorläufig weiterhin eine Alkohol und Raucherkultur geben, aber als Vorbild kann man zeigen das sich besaufen und bekiffen nicht cool ist.


    Und selbst bei den Erwachsenen kann man vorzeigen das es auch anders geht.

    @Günther Toller Beitrag



    Und nun bin ich wieder beim Ausgangspunkt meiner Frage angelangt.


    Wie nicht anders zu erwarten (Belehrungsresistent , in meinem 1 Jahr als Trainer darf ich das) werde ich ein paar dieser Kopf hoch in mein Training einbauen.


    Natürlich 2 Stunden durch und von unentwegtem Geschrei meinerseits unterstützt.


    Die dies nicht schaffen werden Liegestütz pumpen oder Runden lauf....das lass ich mir noch einfallen. :evil:


    :D :D



    Zu meiner Motivation als Trainer (ich bin ja nur der Co, obwohl ich mehr Trainings mache als der richtige).


    Ich wollte meinem Sohn der auch in der Mannschaft mitspielt eine faire Chance bieten Selbstbewustsein und Selbstvertrauen aufzubauen, und Ihm (einem eigentlich untalentierten Kind, er hat Dyspraxie) gleiche Möglichkeiten bieten wie allen anderen.


    Dyspraxie bedeutet fürs Fußball er braucht mind. 2-3 x so lange um etwas motorisch zu erlernen und umzusetzen wie ein 'normales' Kind.


    Ich sehe die Dinge also vom schwächsten Glied der Wandermannschaft ( Andre), und habe unendlich viel Geduld mit Kindern.


    Und sind wir mal Ehrlich nichts ist für Kinder schlimmer als als letzter beim Fußball,Handball,Basketball, Völkerball.... in die Mannschaft gewählt zu werden.


    Der zweite Grund ist das es genug 16-18jährige gibt die mit Drogen oder Alkohloproblemen auf diversen Neurologischen Stationen landen , oder mit dem Gesetz in Konflikt kommen.



    Wie lange ich also wirklich mit den Jungs die Übungen durchführen werde , werde ich dann sehen wenn ich die Übungen machen werden und welche Kinder bei dem jeweiligem Training anwesend sind und wie Sie funktionieren.


    Und das ist eine Sache die mir kein Verband vorschreiben kann, die muß jeder Trainer für sich selber entscheiden.Der eine besser der andere schlechter. :!:

    - ihr macht mit den 5-10 jährigen nur Koordination ,Ballbehandlung und lässt Sie spielen ??!!!??


    5 Jahre durch????!!!



    Ich glaube hier sind die Ansichten einfach andere, und weitere Diskussionen sinnlos.

    Falscher Ansatz....alle Kinder gleich machen


    Grundsätzlich kann keiner den Ball beherrschen, sich orientieren sowieso nicht, Pässe brauchen wir nicht, und talentierte Kinder hat auch sowieso keiner in der Mannschaft.



    Jedes Kind hat seine eigenen speziellen Fähigkeiten, ich habe alle Arten von Fußballern in meiner Mannschaft.


    Warum den Kinder nicht alles zeigen was man trainieren kann, aber alles mit seinem Stellenwert.


    Siehe Coerver Pyramide.

    Ich glaube Ihr seht das insofern zu kompliziert, mir persönlich geht es nicht darum den Kids zu lernen traumhafte Pässe zu schlagen.


    Es geht darum den nächsten Gegner zu sehen, oder alleine vorm Tor sich eine Ecke aussuchen zu können.


    Und zu sagen das könne ...oder solle man nicht üben da es die Kinder überfordert ist ja wohl übertrieben.


    Das sehen und orientieren ist ein wichtiger Punkt im Fußball.

    Danke für die Vorschläge, werde auch alle mal ausprobieren.


    Ich trainiere zwar 8-9 Jährige , aber trotzdem habe ich ein paar Jungs dabei die von weiterführenden Übungen profitieren werden.


    Auch sollen diese Übungen helfen Desorientierung vorzubeugen.


    Dirk es geht ja auch nur darum das Training zu vervollständigen, nicht die Kids zu drillen.


    Beim Thema Ballbehandlung bin ich ganz bei dir.



    Im Frühjahr hatten wir 24 Trainings da kann man diese Übungen schon einbauen ohne das was anderes auf der Strecke bleibt.


    Meine Lieblingsübungen sind sowieso diese wo alle Kinder in Bewegung sind.

    Kennt jemand ein paar einfache Übungen um den Spielern beizubrigen den Kopf oben zu halten, und nicht immer nur den Ball anzustarren.


    I

    ich bin auch einer dieser Jungtrainer...ich finde das Forum ist gut, besser als viele andere, deshalb ist Sie auch auf meiner Favoritenleiste geblieben.


    Ich finde den Großteil der Beiträge wirklich lesenswert und ernsthaft, wenn ich aber auf Dubioses stoße ignoriere ich es einfach.


    Ein Rest an Eigenverantwortug muß man jeden e-net User abverlangen.



    Also macht weiter so.

    Bring Ihn in eine andere Situation, eine wo von Ihm keine Tore verlangt werden.


    ZB. in die Verteidigung, ich habe gesehen obwohl manche Spieler gar nicht in der Verteidigung spielen wollen, ist es dann umso mehr Ansporn wieder im Sturm zu spielen.



    Kleines Detail am Rande habe diese Woche selber gekickt auf Lochalan (wie man bei uns sagt) Breite ca. 1m und Höhe ca. 0,5m und 4 mal alleine vorm leeren Tor nicht getroffen.Hinter mir zwar immer ein Gegenspieler und ich im vollem Lauf aber trotzdem die müssen drinnen sein.

    Ich mache ne Abwandlung davon mit 2 Toren, und gleichzeitigem Start nebeneinander, und wenn einer schon ganz sicher ein Tor schießen kann sollen Sie eine Drehung machen und versuchen den Verteidiger nochmals auszuspielen.


    Der Verteidiger darf erst starten wenn der Angreifer den Ball berührt (komt vom Coerver).


    Die guten Tricksler haben riesig Spass dabei, und von den schlechteren wird gefordert Mut zu zeigen und wirklich etwas zu versuchen um Vorbeizukommen.


    Von den Schläfern wird Konzentration gefordert, keiner will ja ein Tor bekommen.

    Im Gegensatz zum normalen Rundenlaufen, wird beim Laufen mit dem Ball auch das Hirn angestrengt.


    Was ja auch kein Nachteil ist, beim normalen Laufen kann man im Gegenteil in sich gehen und Probleme werden durch 'nichtdenken' quasi von selbst gelöst (geht aber nur bei nicht Quatschen).



    Zum Training, was viele Leute vergessen beim Training geht es nicht nur um Energieverbrauch.Die Systeme sind viel,viel Komplexer da spielen Hormone und Enzyme u.ä. auch eine sehr große Rolle.


    Zum Fettverbrennungspuls, das ist schon Wahr , nur bringt einen das ja nicht weiter, da optimales Training nur in verschiedenen Intensitäten funktionieren kann je nach dem auf was man hintrainiert.


    Ein Maratonläufer braucht ein ganz anderes Training als ein Fußballer oder ein 100m Sprinter.


    Den Übergang von Fettverbrennen zu Kohlenhydrate verbrennen kann durch Laktatmessung sehr genau gemessen werden.


    Nur dieser Bereich wird sich ständig je nach Leistungszustand des Trainierdenden verändern.