Grundsätzlich sollte jeder Trainer durchaus seine eigenen Vorstellungen und Umsetzungen durchführen dürfen, solange sie nicht grob fahrlässig sind.
war und ist meine Einstellung. Vorraussetzung für mich ist jedoch, dass der Trainer bereits etwas Erfahrung mitbringt.
Auch ich habe die DFB Richtlinien oder sonstige Lehren immer nur als Leitschnur angesehen., finde aber, dass e weniger
Erfahrung vorhanden ist, desto mehr man sich an irgendeine Lehre halten sollte.
Für mich macht einen guten Trainer aus, das er den Leistungsstand seiner Mannschaft gut einschätzt und sie innerhalb ihrer Möglichkeiten fordert und fördert.
Und da habe ich so meine Bedenken, ob dies überall der Fall ist. Im Gegenteil, oft habe ich den Eindruck, dass der Trainer sich auf einer anderen Ebene in seinen Vorstellungen und Machbaren bewegt, als seine Mannschaft.
Gerade im taktischen Bereich, habe ich oft den Eindruck dass einige Trainer da in gewissen Höhen fliegen, die nicht passen,, und vor Ort wird mir das bestätigt, wenn mir ein Trainer ezählt wie er taktisch vorgeht und ich dann das Spiel sehe,
habe ich auch oft das Gefühl das viel zu theoretisch Gedacht und geschrieben wird.
trifft auch für mich zu. fraglich jedoch, ob es immer anders rübergebracht werden kann. vieles liest sich sicherlich anders, als
es auf dem Platz umgesetzt wird, bzw. werden kann.
in der D hatte ich wohl die gleiche Konstellation wie du, Dorfverein, dominiert durch 3 Spieler, mit höherer Qualität und dann durchgehendes Leistungsgefälle bis ganz zum dicken Paule.
sah in der Trainingsgestaltung keine Probleme bezüglich der Förderung Aller.
bei allgemeinen Übungen habe ich je nach Leistungsstand unterschiedliche Ansprüche auf korrekte Ausfürung gestellt,
beziehungsweise entsprechende Zusatzaufgaben gestellt.
habe ich in Gruppen gearbeitet, habe ich sowohl gemischt, wie auch nach Leistungsstärke zusammengestellt.
dabei aber immer gleich Übungen angeboten, jedoch mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.(Korrektheit, Schnelligkeit, Schussstärke)
bei gemischten Gruppen sehe ich den Vorteil, dass die Schwächeren sich hochziehen können, die Stärkeren
wesentlich konzentrierter auf ihre schwächeren Mitspieler eingehen mussten. Nicht nur eigenes Können, sondern auch das ihrer
schwächeren Mitspieler musst berücksichtigt werden.
bei taktischen Vorgaben, habe ich mich bei den schwächeren auf ganz wenige, für sie machbare, Vorgaben gehalten,
bei den Leistungsstarken gings aber schon in gruppentatkische Richtung, die in den Aufgabenbereich der Schwächern
eingebaut wurden.
Liest sich kompliziert, wars aber nicht, bin mir auch nicht sicher, ob ses richtig rüberkommt.
Wenn man als Trainer nicht den Anspruch hat, die höchstmögliche Förderung jedes Einzelnen, die Anwendung aller neuesten Erkenntnisse und alles was machbar ist auch machen zu müssen, dann kann man mit einer solchen durchwachsenen Mannschaft
sehr wohl einiges Erreichen, zum Vorteil der Stärkeren, der Schwächeren und auch der Mannschaft.
Nicht nur dier sieggeile Trainer ist im KIFU und Jugendfussball fehl am Platze, für mich im Dorfverein auch derjenige, der meint er müsste allen Ausbildungszielen gerecht werden. Das Anspruchsdenken vieler Trainer ist für mich zu hoch, gegenüber sich selbst und gegenüber seiner Mannschaft, da ganz einfach allzuoft die Vorraussetzungen fehlen, die eigenen und die der Mannschaft.