Beiträge von guenter

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    Wir haben das schon mal praktiziert, in der E-Jugend, in der Halle. Das ist natürlich gerade in der Altersklasse äußerst fragwürdig. Grund war, dass bei Anstößen keine Abstände eingehalten wurden, was regelmäßig dazu führte, dass man bei eigenem Anstoß überrannt wurde und sich gute Torchancen für den Gegner ergaben. Wir sind dann dazu übergegangen, den ersten Kontakt direkt in der gegnerischen Hälfte ins Toraus zu spielen und dann nachzurücken.


    was ist das denn für eine Spielphylosophie im KIFU.?


    Oder wird Altes wieder hervorgekramt und für modern erklärt? so haben wir vor 50 Jahren gespielt.

    von allen Themen, wäre der Vortrag von Nowak für mich persönlich der Interessanteste gewesen.


    ich habe immer schon nach anderen Sportarten geschielt, auch im Kifu immer wieder eingebaut, glegendlich auch mal das Gespräch
    mit Trainern anderer Mannschaftssportarten gesucht.


    bei den eigenen Kindern auch darauf geachtet, dass sie andere Sportarten kennenlernen.


    dies jedoch mehr aus dem Stehgreif heraus und ohne System und ohne jegliches Hintergrundwissen nur nach Gefühl und aus dem Bauch heraus.


    dieses Hintergrundwissen, das systematischere Vorgehen hätte ich noch gerne kennengelernt, auch wenn ich es nicht mehr zur Anwendung gebracht hätte.


    Gerade im KIFU finde ich es Begrüssenswert den Horizont des Übungsleiters mit anderen Sportarteinflüssen zu bereichern.

    mit welchen Übungsformen, kann man das antrainieren? gibt es da entsprechende Lektüre?
    und ab welcher Alterstufe ist das sinnvoll?
    sehe ähnliches bei der hiesigen D-Dorfmannschaft, wäre dort aber sicherlich deutlich verbesserbar. ?(

    Follkao


    du beschreibst die Problematik jetzt mal aus einer anderen Funktion heraus, und aus meiner Sicht sehr treffend.


    während wir als Trainer im Kifu ja immer wieder predigen, Schritt für Schritt vorzugehen, wa auch ein muss ist,
    haben wir oft die Vorstellung, dass alles schnellstmöglich verbessert werden muss.


    Du sprichst die vollkommene Überforderung von Vereinen an. Dies findet viel zuwenig Beachtung bei manch guten Vorstellungen und Konzeptionen, die hier im Forum angedacht werden.


    Ich kam aus einem einigermassen vernünftigen Verein, in einen echt kleinen Dorfverein mit Vorstellungen aus den 70iger Jahren.


    Heute weiss ich, dass ich die mit meinen Vorstellungen total überfordert hatte.


    Allein schon eine interne Trainerausbildung der KIFU Trainer und Abwendung vom Leistungsgedanken im KIFU-Bereich
    scheiterte an uneinsichtigen Personen.


    höhere eigenen Zielkonzeption ja, aber in kleinen Schritten, wäre heute meine Vorgehensweise. erfordert aber einen langen Athem.



    bei meinem alten Heimatverein würde ich sicherlich in irgendeiner Funktion auch noch tätig sein. (Motivationsgrund)

    da es bei dieser Truppe ja schon um bessere Jugendspieler handelt, darf man ja gewisse Ding voraussetzen.
    Ohne die Mannschaft gesehen zu haben, ist es schwierig genauer das eigendliche Problem zu erkennen.


    Hätte ich als Trainer dies als ein durchgängiges Problem erkannt, dann hätte ich es mal mit einer Systemumstellung versucht.


    als Trainingseinheit bietet sich hierzu (die Argumentation und Begründung von steini übernehmend)
    das Spiel mit 3 Mannschaften ohne Tore an. Mannschaft Rot und Blau spielen zusammen, Grün muss Ball erobern,
    hat Grün den Ball erobert spielt automatisch die Mannschaft allein, die den Ball verloren hat.


    ständiger Wechsel von Ballbesitz mit Überzahl und Balleroberung in Unterzahl.


    erfordert ständiges Mitspielen aller Spieler


    das Loch im Mittelfeld ist nämlich ein Indiz fürs Nichtmitspielen und Abschalten.

    Karl


    ist doch logo, wenn die Eigenmotivation wegfällt, werden auch Tätigkeiten, nicht nur Trainer sein, eingestellt.


    für mich gibt es 3 Hauptmotivationen des Trainers


    Geld, Kind, Vereinsverbundenheit. alle 3 Gründe treffen bei mir nicht mehr zu. abgesehen mal vom Alter, warum sollte ich da Trainer machen?



    was ich auch immer wieder kennengelernt habe, jedoch auf Vorstandsebene, ist das Personen Ämter übernommen haben, um den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern, um dann besser in der örtlichen Politik Fuss fassen zu könne.


    Was aber nicht unbedingt zum Nachteil des betreffenden Vereins wurde. , in den mir bekannten Fällen eher zum längerfristigen Vorteil.

    Steini


    du hast wohl den gleichen Fehler gemacht wie ich. Einen Fehler den leider allzuoft engagierte und auch Personen mit Erfahrung
    immer wieder machen.


    Deshalb spreche ich ihn an.


    In einem Verein egal welcher Grösse ist es schwierig Eingefahrenes zu verändern.


    als Einzelner, egal wie gut die jeweiligen Konzepte sein mögen, stossen auf Widerstand.


    Du brauchst Mitstreiter, nicht nur Personen, die in deinen Vorstellungen mitarbeiten wollen, sondern auch Vereinns- oder Vorstandsmitglieder, deren Wort im Verein gehört wird. Die im entscheidenden Moment, dann wenn die Kritiker und Zweifler kommen, dir den Rücken freihalten und sich stark für dich machen.


    Da zählt dann das Wort, des altgedienten Vereinsmitgliedes mehr als deine 20jährige Trainertätigkeit.


    Solche Personen, und einige der derzeitigen Trainer um dich scharren und überzeugen, evtl. auch auf den ein oder anderen
    Umänderungswunsch eingehen und dann den Entscheidungsträger vorstellen.


    die Erfolgsaussichten steigen dann enorm. Als Ehrenamtlicher erreicht man alleine in einem Verein kaum stärkere Veränderungen.


    Mir war das eigendlich bewusst, hatte es aber im neuen Verein (auch nach 10 Jahren ist man eigenlich ein Neuer)
    nicht beachtet. "Wir machen das schon 50 Jahre so, und da kommt jetzt einer und meint der wüsste alles besser"
    nicht wörtlich, aber dem Sinne nach.

    Karl


    klar ist es auch etwas Wortklauberei. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass unsere Sichtweise nicht weit auseinandergehen.


    beschreibs auch etwas bewusst überdeutlich.


    Mir geht es um was anderes.


    Ich habe des öfteren das starke Gefühl, dass da Trainer teilweise unterwegs sind, die nicht wissen auf welcher Ebene sie sich befinden.


    die da bei einer F einsteigen, sich dann als grossen Trainer sehen, Spielanalyse ala Helmer vornehmen wollen, sich Bundesligatrainer als Vorbild nehmen und meinen sie müssten auch so trainieren, sich in einer E mit Spieltaktiken befassen auf der Ebene von Profimannschaften , weil sie nun Trainer genannt werden sich auch als ein Trainer fühlen, der eigendlich zu höherem
    berufen ist. die dann überzeugt sind, aus jedem einen Superfussballer machen zu können, wenn er jedes Kind nur richtig trainiert und fördert.


    zur Verdeutlichung habe ich das jetzt bewusst übertrieben dargestellt.


    ich könnte es auch anders ausdrücken:


    Ich sehe zuviele Trainer, die sich verwirklichen Wollen, ihre Vorstellungen an den Mann bringen wollen, ohne zu berücksichtigen wen sie vor sich haben.


    Nicht das, was ich mir als Trainer vorstelle, was ich gerne machen möchte sollte für mich die Prämiisse bei einem Dorfverein sein,
    sondern nach den Bedürfnissen, der vor mir stehenden Truppe.


    Dass ich denen ein vernünftiges Training dazu anbiete, ihnen ein vernünftiges Fussballspiel entsprechend ihrem Vermögen und Bedürfnissen ermögliche, ist doch ausser Frage.


    Aber wenn ich das Ziel habe, mich als Trainer zu verwirklichen, gehe ich nicht zum KIFU im Dorfverein sondern zu einem in der Jugend leistungsorientieren Verein.


    Ich seh aber allzuviele "Trainer" im KIFU denen es um diese Selbstverwirklichung geht, Gewinngeile werden ja immer wieder aufgeführt, es gibt aber auch die Ausbildungsfetichisten, die es einfach übertreiben.


    meine Devise: Ausbildung auch im Dorfverein, aber bitte die Kirche im Dorf lassen.

    Außerdem kann es sein, dass Deine defensiven Spieler entweder zu sicherheitsorientiert sind (sie wollen nicht ausgekontert werden), oder sich die Beteiligung am Spielaufbau nicht zutrauen.


    In diese Richtung gehen auch meine Überlegungen.


    Folglich fehlt auch der Automatismus, sich bei Ballbesitz nach vorne auszureichten und zu orientieren.


    sogenannte Umschaltübungen wurden hier ja auch schon öfters beschrieben.


    Um hier mit entsprechenden Übungen und Vorgaben eine Weiterenticklung voranzutreiben sehe ich absolut nicht die Notwendigkeit
    auf dem ganzen Platz trainieren zu müssen. eine Spielhälfte genügt dazu vollkommen.


    die Grundlagen für das was t90 anspricht sind sogar eher auf einem kleineren Feld zu legen.


    ich würde zuallererst darauf hinarbeiten auf einer kleinen Spielfläche gewisse Automatismen reinzubekommen, und erst dann langsam durch grössere Spielfelder umsteigen.


    diese Grundlage (das Nachrücken) war bei mir ab F aber auch schon Thema.

    ich habe für mich ein Problem mit dem Begriff "Ausbildung".

    hat für mich einen etwas hochtrabenden Tatschfür mich gehört und fängt die fussballerische Ausbildung auf Stützpunktniveau an, gehört sozusagen in den leistungsorientierten
    Bereich.


    Ausbildung gehört dorthin, wo auch die qualifizierten Ausbilder gegeben sind, also Leistungsvereine.


    darunter sehe ich die Aufgabe der Übungsleiter darin, allgemeine Grundlagen zu schaffen, dem Kind entsprechend seiner Möglichkeiten eine Basis zu schaffen, in einer Mannschaft mitspielen zu können, einfach ausgedrückt: erste Grundlagen
    des Fussballspielens beizubringen.


    diejenigen, die die Vorraussetzungen dann mitbringen und dies dann auch mit dem entsprechenden Aufwand auch wollen,
    ist der Wechsel zu entsprechenden Vereinen zu empfehlen.


    Es kann doch nicht Ziel und Aufgabe eines Dorftrainers sein, den dicken Paule zum Fussballer auszubilden..


    kenne auch keinen Dorftrainerkollegen der von sich behauptet: ich bilde Fussballer aus.

    eine Mannschaft ist ja oft ein höchst kompliziertes Gebilde. bei den Mädels wohl noch stärker, wenn ich so TW und andere lese.


    wichtiger wie die Kapitänsfrage war dafür für mich, herauszufinden, wer die eigendlichen Meinungsmacher, inneren Wortführer, die heimlichen Führer sowohl in positiver wie negativer Richtung waren.


    Ohne dieses Wissen ist es schwierig, den für die Mannschaft richtigen Kapitän zu bestimmen.


    mein, für mich als Trainer wichtigen Spieler (verlängerten Arm) brauchte auch die Binde nicht.


    da nun aber jede Mannschaftszusammensetzung anders ist, muss diese Frage jeder Trainer für sich selbst entscheiden.
    es kann da keine einheitliche Richtschnur geben.

    Ich kenne den Zodiak, der in einem Leitungsbezogenen Vereine arbeitet. Sein Posting war auch dementsprechen.


    hab ich schon richtig eingeordnet.


    Zodiak hat ja auch die Trainerlaufbahn eingeschlagen, hat klare Vorstellungen., und hat sich somit auch nach den dazu passenden
    Vereinen orientiert und nicht in den KIFU-Bereich bei einem Dorfverein.


    für mich halt ein als Trainer zu bezeichnen.

    Andre


    Beleg dafür, dass Gespräche mehr bringen, als direkt den Hammer auszupacken.


    du erwähnst jedoch so nebenbei eine für mich äusserst frustierende, jedoch recht häufig anzutreffende, Vorgehensweise, die ich auch schon kennengelernt habe: das unterschiedliche Vorgehen bei gleichgelagerten Fällen in einem Verein.


    personenabhängige Handhabung anstatt druchgängig einheitliche Handlungsweise.


    Gut , dass du das Thema so für dich abhaken kannst, der Kasten wär ja wohl so oder so fällig gewesen.