Beiträge von guenter

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    @Aries


    sei jetzt bitte nicht geschockt, ich bin für meine direkte, aber ehrliche Art bekannt.


    Und da du dich selbst als Laien bezeichnest, sage ich es deutlich einfach.


    Nehm dich mal ganz deutlich zurück. Spiel mit deinem Jungen im Garten Fussball, und damit soll es sich haben.
    Halt dich ansonsten draussen.


    So wie du es beschreibst, ist es der typische Fall, wo Eltern für die fussballerische Fehlentwicklung ihrer Kinder
    verantwortlich sind.

    Du sagst doch dann aber auch immer wieder, dass dadurch in verschiedenen Vereinen und Mannschaften unterschiedlich agiert werden sollte, oder?

    Also doch -- wo ist denn da jetzt der Unterschied zu der Aussage, die ich dir in den Mund gelegt habe, bis auf das Wörtchen "derzeitig"?

    reden wir aneinader vorbei? ich hatte dich so verstanden, dass einheitliche gute Bedingungen überall sein könnten.


    dehsahlb meine Meinung: Könnten und Wünschenswert ja, jedoch nicht möglich, wegen halt den unterschiedlichen Bedingungen.


    Damit meine ich insbesondere die Verteilung von Spiel- und Einsatzzeiten, die Menge von Lob und Kritik, etc. pp. Ich erlebe ständig, dass die "Leistungsträger" gepudert werden und nahezu unantastbar sind, während die "Ergänzungsspieler" froh sein dürfen, wenn sie mal zwanzig Minuten am Stück auf dem Platz stehen dürfen. Der Grund ist eindeutig: es geht darum, möglichst viele Spiele zu gewinnen.

    das war so, das ist so, und ich bin überzeugt, dass das auch in Zukunft so sein wird.
    der Leistungsträger wird immer anders behandelt, wie der Ergänzungsspieler.


    aktuelles Beispiel: Leistungsträger und Ergänzungsspieler in der letzen Vorbereitungswoch in Urlaub.
    Leistungsträger spielt, Ergänzungsspieler nicht. Auf den einen kann man verzichten, weil ersetzbar, auf den anderen nicht.


    Man mag das kritisieren wie man will, aber sobald es um was geht (Punkte) ist es halt die deutlich überwiegende Realität.


    Leider, und das finde ich schlimm, ist das auch im unteren Jugendfussball so.

    wie diese möglichst guten Bedingungen aussehen -- guenter wird gleich wieder meinen, diese müssten, je nach Umgebung, unterschiedlich sein

    Nein, das meint Günter sicherlich nicht.


    Günter meint, dass die derzeitigen Verhältnisse und somit auch die Bedingungen überall anders sind.


    Andererseits sehe ich aber auch keinen Weg, wie bei diesen untershiedlichen derzeitigen Vorraussetzungen einheitlich gute
    Bedingungen erreicht werden können.



    zum Leistungsverein:


    für mich beginnt der Jugenleistungsverein bei den offiziellen NLZ , also überwiegend 1. und 2. Buli.


    nun ist es aber so, dass sich schon viele Vereine selbst in die leistungsorienterte Jugendarbeit bewegen und auch so bezeichen
    wenn sie mit ihrer C Jugend in der Bezirksliga spielen. Allzuoft verhalten sie sich auch so.


    Ausbildung steht in der Jugendordnung, gehandelt wird nach Leistungsprinzip.


    deshalb versuche ich auch immer von sogenannten Leistungsvereinen zu sprechen.


    die Frage stellt sich mir jedoch, ob nicht doch von einem Leistungsverein in der Jugend gesprochen werden kann, sobald
    die Mannschaft in einer Klasse spielt, in der es um Aufstieg und Abstieg geht. Bei diesen allermeisten Vereinen ist es nämlich so, dass die Mannschaft bereits dort nach dem Leistungsprinzip geführt wird, und nach rein Leistungsprinzip Spieler aus anderen Vereinen abgeworben werden.


    Wenn Spieler nur spielen können, wenn sie die geforderte Leistung bringen - kann man dann nicht auch schon von einem
    leistungsorientierten Verein gesprochen werden.


    für mich bleibt somit ein deutlicher Unterschied: auf der einen Seite die echten Jugend -Leistungsvereine, auf der anderen
    die leistungsorientierten Jugendabteilungen, und das kann auch durchaus bei einem Dorfverein der Fall sein.

    Genau, ein dreifach Hoch auf die Parapraphenreiter und Wichtigtuer dieser Republik.


    und das geht mir zur Zeit gewaltig auf den Keks.


    Auf der einen Seite hat man erkannt, dass im speziell im Kifu-Bereich Änderungen notwendig sind. angefangen von der regelreduzierten FPL bis zum Versuch die Trainereinstellungen in die richtigeren Bahnen zu leiten.


    auf der anderen Seite dann eine totale Regulierung, mit allen ,nicht erforderlichen, Verordnungen, Vorschriften, Massnahmen usw..,
    auf die dann auch noch die angesprochenen Paragraphenreiter aufspringen und darauf herumreiten.


    ich wünschte mir mehr Vertrauen auf den normalen Menschenverstand. Und ich habe keine Freundschaftspiele und keine Turniereinladungen ausgesprochen, bei denen ich davon ausging dass dieser normale Menschenverstand im Bereich KIFU
    hinter irgendwelchen Paragraphen zurückstand, auch wenn ich da hin und wieder ein kalkulierbares Risiko einging. das habe ich in Kauf genommen . Und ich habe bewusst manche Regel umgangen, wenn ich es vor mir und den anderen Beteiligten verantworten konnte..


    Soll der Fussball einfach bleiben (für mich eine Notwendigkeit), dann sollen auch die begleitenden Faktoren so einfach gestaltet sein, wie möglich, ganz besonders im Kifu.

    Er (der Sohn) wechselt zu / macht ein Probetraining bei...
    So verstehe ist das...
    Wir wechseln zu...
    Da wunder ich mich dann, dass Mittvierziger fußballerisch nochmals angreifen :D


    Follkao, verstehe was du ansprichst.


    auf mich bezogen ist der Unterschied zwischen ier und wir jedoch logisch.


    er macht ein Probetraining, überlegt ob er wechseln will, aber wir wechseln, wir entscheiden (gemeinsam), weil wir als Eltern ein ganz entscheidender Faktor dabei sind: die Bereitschaft und noch mehr die Möglichkeit einen regelmässigen Fahrdienst
    zu gewährleisten.. Ist dem nämlich nicht so, weil man als Eltern ja nicht nur jeden Tag 3-4 Stunden Taxi spielen kann, sind nun man viele Entscheidungen eine Wir-Entscheidung.


    Für mich auch normal, wenn ein Vater, oder Mutter, ihr Kind schon 10 Jahre regelmässig zum Fussball begleiten in ein wir verfallen, weil sie sich mit dem Sport ihres Sohnes identifizieren.


    Da die meisten von uns ja wohl auch Schnellschreiber sind,wird wohl nicht jedes Wort in seiner möglichen Deutung überprüft.
    vielleicht mehr interpretieren, was das Gesamtinhaltliche ausdrücken will.


    Seh es nicht so eng, auch wenn bei dem ein oder anderen Schreiber durchaus das dahinterstecken kann, was ich aus deinem Beitrag herauslese.

    Wir können unsere Erfahrungen auch gerne mit jüngeren Kollegen diskutieren. Aber ich bezweifle, dass wir auch Jeden überzeugen werden!


    @TW


    das was ich in heutiger Zeit so von mir gebe, kommt ja nicht daher, weil ich der grosse Zampano war, der alles wusste.


    Vor grossen Teilen der viel diskutierten Problemthemen stand ich als junger Trainer ja auch. Leider damals überwiegend alleine.
    Kaum nennenswerte Lektüre, erst recht keine Informationmöglichkeiten wie heute übers Internet.


    Eigenes Erlebtes als Jugendspieler und Aktiver, über den Tellerand schauen was es dort gibt, manches dann übernommen, manche abgelehnt, über vieles Gedanken gemacht.


    Ich wäre als junger Trainer froh gewesen, mir hätte man den Spiegel vorgehalten, oder Vorschläge von Besserem gemacht.


    Als Ex-Trainer mit Erfahrungen in bestimmten Bereichen (wobei Erfahrung nichts mit Können oder besser Machen zu tun hat)
    bin ich immer noch im Forum, im von diesen Erfahrungen zu berichten.


    Wissend, dass das von mir Positive nicht überall anwendbar ist, auch nicht zu jedem Trainertyp und jeder Mannschaft passt,
    arbeite ich gerne mit Beispielen, um jungen Trainern den Gedanken- und Möglichkeiten-Horizont zu erweitern.


    Dabei habe ich absolut nicht den Anspruch alle von der Nachahmung zu überzeugen. Auch wenn ich in bestimmten Punkten
    eine klare Meinung (z.b. Aufwandsentschädigung habe) habe und dies dann auch deutlich rüberbringe, habe ich nicht den Anspruch, dass andere auch so denken müssen. Ich will nicht andere von meiner Sicht überzeugen.


    Ich habe lediglich die Hoffnung, und die ist aber sehr hoch, dass sich der ein und andere über das von mir und meinen überwiegend
    erlebten Erfahrungen durch den Kopf gehen lässt und sich seine Gedanken macht, also lediglich Denkanstösse geben.


    Was dann davon übernommen oder zumindest versucht wird, bleibt jedem selbst überlassen.


    Ich nehme nämlich für mich den Anspruch zu wissen, wie Fussball geht, gerade weil ich aber die Erkenntnis habe, dass es den
    einheitlichen Fussball gar nicht gibt.

    Und um die viel verwendeten Begriffe von Breitensport oder Leistungssport mal zu verwenden: Egal wie eine Mannschaft oder eine ganze Abteilung bzw. Verein ausgerichtet ist so sollten doch abseits der fußballerischen Ausbildung auch noch die ein oder andere Eigenschaft in Sachen Erziehung und Sozialverhalten probiert werden positiv zu beeinflusen. Denn hier haben wir als Trainer, wenn wir unseren Job gescheit machen, wesentlich bessere Möglichkeiten auf Kinder und Jugendliche einzuwirken als Eltern oder Lehrer.

    vollkommen deiner Meinung.


    nur hab ich das bei allen meinen Mannschaften ohne Strafkatalog erreicht.


    Ich habe mich auch bewusst für die Karenzzeit zum Treffpunkt entschieden weil wie gesagt immer mal was dazwischen kommen kann. Im Groß und Ganzen sollte aber der Tagesabauf ja schon halbwegs drauf abgestimmt sein. Wenn ich einen Arzttermin um 17 Uhr hab und um 17:30 Uhr Treffpunkt ist dann weis der Spieler das des knapp werden kann. Und dann ist es nicht mehr als normal als das der Spieler dann im Training vorher oder Nachmittags kurz bescheid sagt "du ich hab morgen noch en Arzt-/Frisörtermin" oder was auch immer und "es könnte etwas später werden." In meiner Mannschaft hab ich aktuell das "Problem" der Fahrschule. Da kommt dann morgen auch einer etwas später zum Treffpunkt zum Spiel weil er noch Fahrstunde hat.

    sehe ich auch so.


    auch das habe ich ohne Strafenkatalog erreicht.


    die berühmten Ausnahmen, lasse ich da mal vor, aber damit konnte ich leben.


    Ich habe aber von den Ausnahmen gesprochen, von dem Unvorhergesehenen, und dafür brauche ich keinen Strafenkatalog.


    Akzeptiert wurde von mir der Geldstrafenkatalog als aktiver Spieler, der im Berufsleben stand und Sieprämien bekommen hat.



    Gradwanderung hast du angesprochen, damit kann aber nicht jeder umgehen. Schon erlebt, dass ein Spieler aufgrund einer
    grassen Fehlentscheidung Gelb bekam, der Trainer aber auf Strafe bestand, weil er angeblich nach dem Grundsatz Gleichheit für alle verfahren hat.

    @sabbi


    deinen Massnahmekatalog finde ich voll in Ordnung, bin nämlich in ähnlicher Richtung vorgegangen. und es funktioniert.


    Solange Spieler jedoch nicht ihr eigenes Geld verdienen, bin ich gegen jegliche Geldstrafen, weil sie ungerecht sind.


    Summe X ist für einen Auszubildenden, der seinen Lohn voll behalten darf (gibt es ja wohl nicht selten) ein Klax, und bezahlt sie mit
    einem Lächeln, während ein Schüler mit begrenztem Taschengeld, da schon möglicherweise dran zu knabbern hat.


    mit deinem Massnahmen trifft es jedoch jeden gleich. und für mich macht es dann Sinn.


    was Pünktlichkeit betrifft, bin ich wohl so gelagert wie du, sowohl bei mir, wie auch bei den Spielern war ich da eigendlich sehr pingelig. Um Pünktlichkeit zu demonstrieren, hab ich sogar schon mal ein Training mit Anzug und Schlips begonnen, weil als Aussendienstler was dazwischen kam, ich ich sehr knapp ankam.


    Nur muss man aber auch die Kirche im Dorf lassen. einmal ist es ein Unterschied ob Spieler aus dem eigenen Dorf kommen, auch zu Fuss locker den Platz erreichen, oder ein Spieler darauf angewiesen ist, zum Spiel- oder Trainingsort gefahren werden muss.


    Dann muss ich sehr wohl unterschieden, ob es sich einer zur Gewohnheit macht regelmässig ganz knapp oder zu spät zu kommen,
    und einem Spieler, der grundsätzlich immer pünktlich ist, eine SMS schreibt, wenn die Verspätung doch etwas länger ist.


    eine gewisse Flexibilität muss ich da als Trainer schon haben.


    Nun aber mal aus Sicht des Fahrers, der sich fast jeden Samstag ärgert.


    Allzuoft wird es vor der Abfahrt bei uns etwas eng und stressig (geht nicht anders, man hat ja auch noch andere Verpflichtungen).
    Versuche trotzdem aber immer so 5-10 Minuten vor der Treffzeit da zu sein, was auch meistens gelingt.
    Dann erlebe ich, dass die Jungs nach der Treffzeit nur rumstehen und erst 15 Minuten später in der Kabine verschwinden..


    Wir sind also 20 bis 25 Minuten, gelegendlich noch länger auf dem Platz bevor der Trainer seine Jungs zusammenruft.


    Muss das sein? Wie ist das dann in Relation zu stellen, mit einer Geldstrafe bei gelegendlichem zuspätkommen?


    wenn wir schon von Breitensport reden, und was da alles zu berücksichtigen ist, dann muss ich auch als Trainer meine
    Anforderungen darauf einstellen, vor allem solange keine Siegprämien oder sonstige finanziellen Vergütungen geleistet werden.


    Und das hat nichts damit zu , dass es gewiisse Regeln geben muss, an die sich all grundsätzlich zu halten haben.


    Und die Betonung liegt bei mir auf grundsätzlich, d.h., dass ich auch als Trainer zwischen Grundsätzlichem und gelegendlichen Ausnahmefällen unterscheiden muss.


    als Trainer sollte man schon wissen, auf welcher Ebene man sich bewegt.

    Micha


    die Frage ist doch wohl nicht, ob ich taktische Massnahmen anspreche und auch trainiere, auch in den untersten Klassen,
    sondern in welchem Masse.


    und da gibt es vielerorts unterschiedliche Vorstellungen von Trainern, aber auch von Spielern, was notwendig, machbar und auch
    von den Voraussetzungen möglich ist.


    Und wenn eine gewisse grundtechnische Vorraussetzung nicht gegeben ist, brauch ich gewisse Dinge gar nicht erst anzuregen.


    Ein guter Trainer sollte erkennen, wieweit er mit taktischen Vorstellungen dem Vermögen seiner Spieler entspricht.


    Das scheint mir jedoch allzuoft nicht der Fall zu sein.

    Geldstrafen haben im Kinder- und Jugendfußball nichts zu suchen,


    und auch gefährlich.


    folgende Situation vorige Woche.


    Sohnemann mit 17 Führerschein mit begleitendem Fahren. Als Neuling fährt er auch, da Elternteil danebensitzt relativ vernünftig.


    Nun gings zum Spiel, relativ knapp dran, unterwegs Baustelle mit Ampel, Traktor, der eine Zeit nicht überholt wurde,
    plötzlich ungewohntes agressives, schnellere Fahren, Stress durch Eingreifen des begleitenden Mitfahrers.


    bei Ankunft stellte sich heraus, dass der Trainer einen Strafenkatalog eingeführt hat, bei der pro Minute zuspätkommen
    1 Euro fällig wird.


    Da mein Sohn wusste, welche Einstellung ich zu Geldstrafen habe, sein Taschengeld von ihm gut durchkalkuliert ist, und somit meine Reaktion gegenüber dem Trainer erahnen konnte, wenn er zu mir oder der Mutter um Zuschuss gebeten hätte,
    hatte er vorher nichts gesagt.


    Muss dazu sagen, dass wir immer auf Pünktlichkeit bedacht sind, trotzdem Situationen gelegendlich vorkommen, wo
    es aus wichtigen Gründen knapp werden kann.


    Was glaubt ihr, was der Trainer erlebt hätte, wäre es auf dieser Fahrt zu einem Unfall gekommen?

    Aber das wird ganz sicher abnehmen in Zukunft.


    das hoffe ich schon seit über 40 Jahren. zum Glück stirbt ja die Hoffnung zu allerletzt, also hoffe ich weiterhin mit dir.


    deine Einlassungen zum konkreten Fall deckt sich mit meiner Sichtweise.

    Die Ansichten und Einstellungen sind unterschiedlich, aber auch das Stil. Jedem seines. Zwang und Strafe sind der Grund, warum welche anscheins aufhören und nicht das Duschen.


    in einem Satz praktisch die ganze Diskussion zusammengefasst.


    Jedem es letzendlich selbst überlassen in welchem Stil und mit welcher Einstellung jeder Einzelne da herangeht.

    Hinführen ja, aber ohne Zwang und ohne Strafe.


    Warum Duschen sinnvoll und auch notwenig ist, brauchen wir doch wohl hier nicht zu diskutieren.

    Immer wieder treffe ich Väter von Fußballern, die über den Werdegang ihrer Söhne in der Ich-Form sprechen...
    Könnte die spätere (Un-)Zufriedenheit mit den getroffenen Entscheidungen auch damit zusammenhängen?


    Eindeutig.


    Ist aber zwangsläufig so. Ich war überzeugt, dass ich, zusammen natürlich mit der Mutter mit meinem 12jährigen Sohn nach gemeinsamer Diskussion eine Entscheidung in seinem Sinne getroffen wurde.


    Und bei uns im Haus wurden immer alle Entscheidungen, auch unabhängig vom Fussball, durchdiskutiert und gemeinsam (?)
    beschlossen.


    Aber gehen Jungs in diesem Alter nicht immer in die Richtung, in der sie glauben es den Eltern recht zu machen?


    eine gemeinsame Entscheidung in seinem Sinne getroffen wurde.


    Man ist ja lernfähig, habe das irgendwann erkannt.


    Ging dann irgendwann dazu über, nur noch die bekannten Vor- und Nachteile aufzuzeigen, und mich ansonsten rauszuhalten.


    Trotzdem bin ich überzeugt, dass ich durch die entsprechenden Vor- oder Nachteile unbewusst Einfluss nehme.


    Follkao


    ich hab übrigens nicht geschrieben, dass ich entschieden habe, sonden mit dem ich, also gemeinsam.

    ch stells mir schwierig vor, beim duschen mit Hose, an alle Stellen mit Wasser und Seife hinzukommen... =) =)


    doch, das geht, musst nur eine weite Shorts mit richtigem Gummizug tragen. wie bei allem: probiers einfach aus. :D


    ich seh aber nun ein riesengrosses Problem: wie krieg ich nun die nasse Shorts gewechselt? oder lässt man die
    einfach an? seh nur eine Möglichkeit, Umbau der Umkleidekabinen in Einzelkabinen. wo mach ich dann aber als Trainer
    meine Besprechung vorm Spiel?


    Offensichtlich, wird die ganze Problematik des Duschens total unterschätzt. Da wundern wir uns über die vielen Abgänge von jungen Fussballern. ?(


    dabei gibts eine einfache Lösung: gemeinsamer Saunabesuch oder die nächste Abschlussfahrt auf ein FKK-Gelände, danach hat sich dann das ganze Duschproblem von selbst aufgelöst. :cursing:

    da die anderen Trainer in den unteren Klassen im Normalfall nicht besser sind.

    trifft sehr häufig zu, richtig erkannt.



    nun schreibst du aber:


    Darüber reicht mein Können nicht aus,
    und

    Zudem bin ich zeitlich zu sehr eingeschränkt.

    nun stellt sich dann aber für mich die Frage, unabhängig von dir, sondern generell gesehen:


    passen da Spieler und Trainer nicht doch leistungsmässig zusammen?


    Kann man als Spieler mehr von einem Trainer erwarten, als man als Spieler selbst zu bringen vermag?
    umgekehrt auch oft zu sehen: Kann man von einem Spieler mehr verlangen, als man selbst als Trainer leisten kann?


    Ich hätte z.B. gerne mit besseren Fussballern zusammengespielt, nur mein Können reichte dazu nicht.
    als Aktiventrainer habe ich erkannt, dass ich meine Vorstellungen nicht umsetzen konnte.
    Bei den Vereinen, mit entsprechendem Spielermaterial , entsprach ich nicht deren Vorstellungen vom Trainer.


    Wünsche und Realität sind zweierlei Dinge


    Findet nicht zusammen, was zusammen gehört?


    Bleibt das Argument der zu hohen Bezahlung für schwächere Trainer. Das trifft zu, und sehe ich auch so.


    Nur da greift halt Angebot und Nachfrage. für 500 Euro kriegst du keinen Klopp, und für 200 Euro in der Regel überhaupt keinen Trainer.

    Überleg doch mal, wie häufig du früher geduscht hast


    Ha, endlich mal was, wo ich nicht überlegen muss. in meiner Jugend fast gar nicht, weil es da kaum Plätze gab, wo man Duschen konnte.


    lutstige Begebenheit.


    bei kleinerem Stadtverein gespielt, zum Duschen musste man 1 DM in so nen Zeitkasten werden, damit das Wasser lief,
    Nun standen wir voll unter der Dusche voll eingeseift und shamponiert, und das Wasser stellte sich aber, aber keiner hatte mehr 1 Mark zum nachwerfen dabei.


    Vereinslokal, Umkleide im Nebenzimmer, um zu den Duschen zu kommen, musste man durch den Hauptgastraum.
    zur Duschzeit kam nun dort ein Reisebus mit einer Rentnergruppe an. wir nackt, nur mit umgebundenem Handtuch,
    im Gänsemarsch durch diese Reisgruppe. herrliche Gesichtsausdrücke gesehen. wir hatten einen Riesenspass dabei.



    die Storys sind heute noch gelegendlich Stammtischgespräch.




    solch ewig bestehende Geschichten gäbe es nicht, wenn nicht geduscht würde. brauch man eine bessere Argumentation.

    Zu unserem aktuellen C-Jugendkader gehört übrigens auch ein "Rückkehrer", der vor drei Jahren zum "großen" Nachbarverein ging, um dort höherklassig zu spielen und seit einem Jahr wieder zurück ist. Dieser Verein nimmt auch für sich in Anspruch "Leistungsfußball" zu betreiben. Niemand hat ihm diesen "Ausflug" übel genommen, im Gegenteil sind alle froh, dass er wieder da ist und den Kader verstärkt. Er kam in desolatem Zustand von eben diesem "Leistungsverein" zurück, hat fast ein Jahr gebraucht, um zu alter Stärke zurück zu finden. Jetzt sprüht er wieder vor Ehrgeiz, trainiert zusätzlich und freiwillig noch einmal die Woche bei der B-Jugend mit. Man kann förmlich sehen, dass ihm Fußball wieder Spaß macht. Ein anderer, der seinerzeit mit ihm ging, ist immer noch bei diesen Verein. Spielt dort als älterer Jahrgang in der zweiten Mannschaft und kommt kaum zu Einsatz. Er wird dort nie das angestrebte Ziel "oberste Jugendspielklasse" erreichen und Spaß kann das auch nicht machen. Für ihn und (oder seine Eltern) wäre eine Rückkehr zu uns aber eine persönliche Niederlage. Zuletzt war der Wechsel zu einem anderen Dorfverein im Gespräch, obwohl ich mehrfach gesagt habe, dass wir ihn gerne wieder aufnehmen würden. Verstehen kann ich sowas nicht.


    Und noch etwas aus ganz persönlicher Erfahung: Mein Sohn wurde vor zwei Jahren in die Kreisauswahl bzw. für den Stützpunkt gesichtet. Danach hatten wir Probetrainings bei zwei Erstligisten, wofür es eindeutig nicht gereicht hat. Für mich war damit das Thema "hat das Zeug für mehr" durch. Der selbst ernannte "Leistungsverein" in Kreis hätte ihn gerne gehabt. Wir haben uns damals ganz bewußt dagegen entschieden, weil es dort ähnliche Auswüchse gibt, wie die, von denen du berichtest. Also sind wir beim heimatlichen Dorfverein geblieben. Warum? Wegen Spaß am Fußball. Weiß man, dass der eigene Sprössling für die wirklich "höheren Aufgaben" nicht in Frage kommt, lässt es sich leichten Herzens genau darauf reduzieren. Am Ende spielt es doch keine Rolle, ob man nun eine Klasse höher oder niedriger spielt.


    Am Stützpunkt war er zuletzt dann auch der einzige, der nicht höherklassig gespielt hat, trotzdem konnte er sich dort immer durchsetzen. Vor einiger Zeit hat er nun dort aufgehört, weil es ihm schon seit längerem keinen Spaß mehr gemacht hat. Das habe ich positive begleitet, denn warum sollte er in seiner Freizeit etwas tun, das ihm keinen Spaß bereitet? Das heißt allerdings nicht, dass er seine fußballerischen Ansprüche aufgegeben hat. Die hat er nach wie vor. Im Verein spielt und trainiert er mit wachsender Begeisterung, schiebt sogar freiwillig Extraschichten. Im Sommer sind einige seiner Freunde von Nachbarvereinen zu uns gekommen, obwohl wir nur Kreisklasse spielen und sie im alten Verein hätten Leistungsklasse spielen können, aber eben mit einem Brüllaffen als Trainer. Wir versuchen etwas aufzubauen, mit (zum Teil) talentierten Spielern, mit hohem Anspruch an die Ausbildung und auch gewissen sportliche Ziele, aber mit ebensoviel Spaß und ohne Leistungsdruck. Ich bin der festen Überzeugung, dass nur so eine sportliche Entwicklung gewährleistet ist.


    Ranwie


    ich habe bewusst deinen ganzen Beitrag zitiert. Hebe ihn deshalb wieder hervor,weil ich ihn als eine wichtige Entscheidungshilfe
    für alle finde, die sich in der Situation des Wechselgedankens befinden.


    Gerade die Schilderung des Werdeganges deines Sohnes finde ich interesserant, weil sie fast identisch ist, mit der meines
    2. Sohnes. er flog sogar aus dem Verbandstraining, weil er nicht höherklassig wechseln wollte.


    Jetzt, A-Jugend, ist er aber mit voller Begeisterung, äusserst zufrieden und auch noch klaren realistischen fussballerischen
    Zielen noch dabei.


    die Zufriedenheit seines jugendlichen Fussballes überwiegt deutlich den immer wieder mal aukommenden Gedanken, ob
    mehr möglich gewesen wäre.


    steht auch im Gegensatz zum Werdegang meines Ältesten, mit dem ich einen anderen Weg gegangen bin, und der mir das
    dann vor nicht allzulanger Zeit vorgeworfen hat.


    Natürlich beeinflussen die beiden unterschiedlichen Werdegänge (vor allem die unterschiedliche Zufriedenheit über ihre Jugendzeit)
    mein jetztige Denkweise und Einstellung.


    die Vergangenheit hat eine wichtige Bedeutung: man kann aus ihr lernen.

    coke


    Für mich ist es schwierig deine Situation richtig zu beurteilen (geht alsAussenstehender wohl eh nicht)


    auf der einen Seite kommt von dir eine nachvollziebare und für mich realistische Beschreibung der Zustände.
    Auch deine Analyse ist für mich voll nachvollziehbar.


    dagegen stehen dann für mich andere Überlegungen:


    stehen dein eigener Anspruch realistisch zu gegebenen allgemeinen Bedingungen.?


    steht dein Anspruch in der richtigen Realität zu deinen eigenen Voraussetzungen?


    zu beidem kann man Aussen eh nichts sagen, kannst nur du beurteilen. Obwohl du noch sehr jung bist, schätze ich dich aber so ein, dass du dir da mal selbst deine Gedanken machen kannst.


    aber mal einen anderen Gedankengang für dich, beruhend aus eigenem Werdegang, aber auch doch häufiger Erlebten von
    Fussballkollegen:


    Aus unterschiedlichsten Gründen, und derer gibt es einige,( zu kurze Pause, zu frühes Anfangen mit dem Fussball,
    zu starke Konzentration im Kifu- und Jugendalter nur auf Fussball usw.) bist du zur Zeit Fussballmüde.
    Bei vielen Fussballern habe ich nun erlebt, auch schon bei mir selbst, dass man nun den Absprung aber nur schafft, wenn man im Streit auseinandergeht, oder den vorgegebenen Umständen die Schuld fürs Aufhören gibt.


    trifft auch ganz verstärkt auf Trainer zu, die Aufhören.


    Gerade deine Suche nach einer anderen sportlichen Betätigung unterstützt meine Vermutung.


    Ohne die von dir beschriebenen Misstände in Frage zu stellen, möchte ich dich nur mal zu andere Überlegungen bringen.


    Für mich brauchst du dringend eine Pause vom aktiven Fussballspielen.


    Es zeigt nun von deiner guten Einstellung, nicht sofort, sondern zur Winterpause aufzuhören. Andererseits bringt es wenig, unlustig
    bis dahin weiterzumachen. Es steigert dann noch deinen Frust.


    Anraten werde ich dir nichts, dazu kenne ich dich zuwenig, kann nur eigenes berichten.


    Mit 17 Jahren war ich in einer ähnlichen Situation wie du, habe aufgehört mit dem Fussball, bin zur Leichtathletik.
    2 Jahre später bin ich wieder eingestiegen und war dannewig dabeigeblieben, als Spieler und auch als Trainer.


    mit 23 Jahren total unzufrieden mit meiner Situation in der Mannschaft, mit dem Verein und auch dem Trainer.
    habe eine neue Herausforderung gesucht und den Verein gewechselt, Frust in Motivation umgewandelt.


    mit 24 Jahren wurde ich dann Spielertrainer, (geht aber nur, wenn du klassentiefer anfängst, als du selbst spielen kannst, musst
    nämlich besser sein, als die Anderen), weil ich ich glaubte erkannt zu haben, was so alles falsch gemacht wird, und ich es besser machen wollte.


    Gleiches trifft ja auch für viele Trainer zu, die neu im KIFU-Bereich einsteigen.


    Und da erkannte ich nun, dass es Grenzen gibt, in dem Machbar ist, zu dem was Wünschenswert wäre und meinen
    Vorstellungen entspräche.


    Seitdem, und ist auch heute noch so, akzeptiere ich gewisse Dinge als Gegeben beim Fussball, auch wenn sie mir nicht gefallen.,
    und versuchte damit umzugehen.


    Besonders in meiner letzten fussballerischen Tätigkeit als KIFU-Trainer kam mir das sehr zu gute und auch zufreidenstellender.


    coke, habe das jetzt mal so ausführlich beschrieben, um deine Überlegungen mal in eine andere Richtung zu bringen, und dir
    Entscheidungen auf eine breitere Basis zu stellen.