coke
Für mich ist es schwierig deine Situation richtig zu beurteilen (geht alsAussenstehender wohl eh nicht)
auf der einen Seite kommt von dir eine nachvollziebare und für mich realistische Beschreibung der Zustände.
Auch deine Analyse ist für mich voll nachvollziehbar.
dagegen stehen dann für mich andere Überlegungen:
stehen dein eigener Anspruch realistisch zu gegebenen allgemeinen Bedingungen.?
steht dein Anspruch in der richtigen Realität zu deinen eigenen Voraussetzungen?
zu beidem kann man Aussen eh nichts sagen, kannst nur du beurteilen. Obwohl du noch sehr jung bist, schätze ich dich aber so ein, dass du dir da mal selbst deine Gedanken machen kannst.
aber mal einen anderen Gedankengang für dich, beruhend aus eigenem Werdegang, aber auch doch häufiger Erlebten von
Fussballkollegen:
Aus unterschiedlichsten Gründen, und derer gibt es einige,( zu kurze Pause, zu frühes Anfangen mit dem Fussball,
zu starke Konzentration im Kifu- und Jugendalter nur auf Fussball usw.) bist du zur Zeit Fussballmüde.
Bei vielen Fussballern habe ich nun erlebt, auch schon bei mir selbst, dass man nun den Absprung aber nur schafft, wenn man im Streit auseinandergeht, oder den vorgegebenen Umständen die Schuld fürs Aufhören gibt.
trifft auch ganz verstärkt auf Trainer zu, die Aufhören.
Gerade deine Suche nach einer anderen sportlichen Betätigung unterstützt meine Vermutung.
Ohne die von dir beschriebenen Misstände in Frage zu stellen, möchte ich dich nur mal zu andere Überlegungen bringen.
Für mich brauchst du dringend eine Pause vom aktiven Fussballspielen.
Es zeigt nun von deiner guten Einstellung, nicht sofort, sondern zur Winterpause aufzuhören. Andererseits bringt es wenig, unlustig
bis dahin weiterzumachen. Es steigert dann noch deinen Frust.
Anraten werde ich dir nichts, dazu kenne ich dich zuwenig, kann nur eigenes berichten.
Mit 17 Jahren war ich in einer ähnlichen Situation wie du, habe aufgehört mit dem Fussball, bin zur Leichtathletik.
2 Jahre später bin ich wieder eingestiegen und war dannewig dabeigeblieben, als Spieler und auch als Trainer.
mit 23 Jahren total unzufrieden mit meiner Situation in der Mannschaft, mit dem Verein und auch dem Trainer.
habe eine neue Herausforderung gesucht und den Verein gewechselt, Frust in Motivation umgewandelt.
mit 24 Jahren wurde ich dann Spielertrainer, (geht aber nur, wenn du klassentiefer anfängst, als du selbst spielen kannst, musst
nämlich besser sein, als die Anderen), weil ich ich glaubte erkannt zu haben, was so alles falsch gemacht wird, und ich es besser machen wollte.
Gleiches trifft ja auch für viele Trainer zu, die neu im KIFU-Bereich einsteigen.
Und da erkannte ich nun, dass es Grenzen gibt, in dem Machbar ist, zu dem was Wünschenswert wäre und meinen
Vorstellungen entspräche.
Seitdem, und ist auch heute noch so, akzeptiere ich gewisse Dinge als Gegeben beim Fussball, auch wenn sie mir nicht gefallen.,
und versuchte damit umzugehen.
Besonders in meiner letzten fussballerischen Tätigkeit als KIFU-Trainer kam mir das sehr zu gute und auch zufreidenstellender.
coke, habe das jetzt mal so ausführlich beschrieben, um deine Überlegungen mal in eine andere Richtung zu bringen, und dir
Entscheidungen auf eine breitere Basis zu stellen.