Ich werde jeden Tag schlauer mit meinem gerade 12 Jahre alten Buben,
Du bist nicht alleine.
Gewisse Einstellungen und Meinungen haben sich auch bei mir im Laufe der Zeit verändert. So hat z.B. mein 2. Sohn, 7 Jahre jünger als sein Bruder, durch dessen Erfahrungen und meiner veränderten Sichtweise profitiert.
ich bin ja schon etwas länger im Forum dabei. Und verfolge da mit Interesse, wie sich da im Laufe der Zeit, mit
älter werden ihres Kindes, mit den gesammelten Erfahrungen, sich auch Meinungen und Einstellungen von anderen Schreibern
verändern.
Es ist halt so, dass man erst rückblicken feststellen kann, was richtig oder falsch war.
Man muss aber schon differenzieren. Solange die Regeln zum Wohle der Kinder sind, ist mir alles Recht
Stimmt, ohne ein gewisses Regelwerk geht es nicht, wollen wir einen geordneten Spielbetrieb.
Nur was heute alles so gefordert und auch teilweise eingeführt, wird weil es angeblich dem Wohle und Kindesinteresse dient,
geht mir zu weit.
Bei mir klingeln inzwischen schon die Glöckchen, wenn jemand was einfordert und dies mit Kindesinteresse argumentiert.
Woher nehmen wir Erwachsene das Recht, das Kindesinteresse als Argument zu benutzen.
Die Interessen des einzelnen Kindes sind doch teilweise extrem unterschiedlich und stehen sich oft konträr gegenüber.
Da stehen mir als Trainer 15 Kinder gegenüber, alle unterschiedlich, alle unterschiedliche Vorraussetzungen und Erwartungen.
Wie kann ich dann als Trainer meine Vorgehen mit dem zum Wohle aller argumentieren.
Wir brauchen ein Regelwerk für einen geordneten Spiel- und Trainingsbetrieb.
Wir brauchen aber keine Vorschriften, die einem angeblichen Kindeswohl- und Interesse dienen sollen.
die Interessen eines jeden Kindes kann ich nur erfahren, wenn ich mit ihm in Kontakt bin und mich mit ihm unterhalte.
Sohn Uzu, Sohn tobn, Sohn st 84, Sohn Günter (könnte fortführen) haben die alle die gleichen Interssesen beim Fussball?
wohl kaum. Hat der Dicke Paule die gleichen Interesse wie der talentierte Junge, führt gleichartiges Vorgehen beiden zum Wohle?
Benutzen wir Erwachsene da nicht unsere Kinder, um eigene Vorstellungen durchzusetzten?
Deshalb: einige grundsätzliche Regeln sind erforderlich, aber einiges sollte dem Verantwortlichen vor Ort, der seine Kinder besser kennt überlassen bleiben. Und deshalb steh ich dazu, dass ich einige Regeln gebrochen habe (was ja auch relativ einfach ist) , weil es im Interesse und Wohle des mir bekannten Spielers diente, jedoch nur dann, wenn es nicht zum Schaden und Nachteil anderer
war.