Beiträge von guenter

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    So weit können Meinungen bezüglich Talent auseinanderdriften.


    für mich zwangsläufig, da die Vorstellungen von einem Spieler, und auch der Spielart der Mannschaft sehr unterschiedlich
    interpretiert werden. nicht jeder Trainer steht auf den gleichen Spielertyp, warum würde sonst aus einem Stammspieler nach einem
    Trainerwechsel plötzlich Reservist und ein Reservist plötzlich Stammspieler?


    dein Beispiel geht auch in meine Denke: Wechsel sind dann sinnvoll und versprechen auch eine dauerhaftere Lösung
    wenn sie gezielt vom neuen Verein ausgehen.


    Auf allen Fussballebenen ist es in grosser Unterschied, ob jemand von sich aus zu einem Verein kommt, oder ob der Trainer/Verein
    einen Spieler anspricht und zum Wechsel animiert. .


    bei 2 gleichstarken Spielern wird immer der im Vorteile sein, entsprechend gefördert werden, der geholt wurde anstelle
    von dem der gekommen ist.


    Sowohl als Spieler, wie auch als Trainer bin ich nie zu einem Verein gegangen, ich habe es immer so gesteuert, dass ich angesprochen wurde. Eigendlich blöde, aber der Stellenwert ist beim Einstieg ein anderer.

    AKjfv


    gehen wir mal von dem Begriff Knipser weg, war ja jetzt nicht von mir, sondern sollte wohl den beschreiben, der Tore macht.
    urdeutsch also den Toreschiesser.


    deshalb meine Frage, wie du z.B. Müller oder Lewandoski dann bezeichnest.


    Ihre Tore schiessen sie nicht durch ihr enormes Laufpensum.


    Beide stehen im Straraum oft am richtigen Platz, beide machen Dinge im Strafraum, die andere nicht machen, beide
    schiessen Tore, die andere nicht machen. Und zwar im Strafraum, umgeben von vielen Gegnern.
    das hat recht wenig mit Laufpensum zu tun.


    Ihr Laufpensum macht sie zu einem gesamtheitlich guten und wertvollen Mannschaftsspieler.


    Andere Spieler, mit ebenfalls sehr hohem Laufpensum, ebenfalls wertvoll für die Mannschaft, schiessen nun jedoch keine Tore., nicht in der Art


    Laufpensum und Toreschiessen haben als nicht zwangsläufig was miteinander zu tun.


    Es sind nun halt besondere Spielertypen, egal wie man sie bezeichnen will, und sie sind überall gefragt, auch im Ausland.


    Anachronismus als Knipser ist der Mittelstürmertyp vergangener Zeit wie ihn in idealster Form ein Gerd Müller gespielt hat.
    das ist halt Folge der heutigen Spielsysteme.


    Alle Positionen früherer Jahre sind doch im Vergleich zu der Art wie sie heute interpretiert werden Anachronismus.

    Irgendwas passt hier nicht zusammen.


    Mutter ganz dicht in einem Zentrum des Vereins dran (1. Mannschaft), Vater hat eine Funktion im Verein.


    Üblicherweise ist das eine Konstellation, die in vielen Vereinen dazu führt, dass ein schwächerer Spieler
    in eine höhere Mannschaft hochgehieft wird. (vetternwirtschaft)


    Vom Geschriebenen ausgehend scheint nun der Sohn ja wohl nicht zu den Schwächeren zu gehören.
    Ausgehend von Aussagen aus diversen Richtungen und auch die Zahlen belegen dies.


    Für mich etwas lebensfremd, wenn bei dieser Konstellation eine Junge in die 4. Mannschaft abgeschoben wird, wenn es nicht
    bestimmte Gründe gibt, die auch nicht unbedingt was mit dem fussballerischen zu tun haben müssen.


    Grüppchenbildung wird hier angesprochen, ist auch oft ein Thema bei Mannschaftszusammenstellungen.
    Aber welche Grüppche? bei den Spieleren, bei den Eltern?
    Wieso ist man kein Teil einer dieser Grüppchen?


    leistungsmässige Aussage guter Bekannter gegenüber dem eigenen Kind, sollte man immer etwas vorsichtig sehen,


    andererseits wird diese Thematik ja aber von JL und anderen Trainern in Sitzungen angesprochen.
    dass da der jetztige D Trainer nicht reagiert ist schon etwas verwunderlich. Warum ist das so.


    Nachdenklich finde ich auch eine anderere Tatsache:


    letztes Jahr als älterer Jahrgang in der E 3. jetzt im jüngeren Jahrgang soll das D1 Potential gegeben sein?
    Gabs da einen Leistungssprung in der Entwicklung? oder waren die Verhältnisse auch schon in der E so wie jetzt in der D?


    Normalerweise führt diese ganze Konstellation (Vater, Mutter engagiert im Verein, und Unterstützung durch andere Funktionsträger)
    genau zu umgekehrten Vorgehensweise, nämlich der,dass ein bestimmter Spieler aufgrund dessen hochgehievt werden soll,
    obwohl er eigendlich nicht dahin gehört.


    Für mich passt hier einiges nicht, da muss es noch andere Hintergründe oder Sichtweisen geben.


    Ganz neutral gesehen stellt sich sehr oft bei Mannschaftszusammenstellungen die Frage, wer da Vetternwirtschaft betreiben
    will.


    Hat der Junge das Potential, und wird offensichtlich egal jetzt aus welchem Grund geschnitten, ist in diesem Alter
    durchaus ein Wechsel anzuraten. Da steht aber noch die Aussage im Raum, dass der Junge gerne zum Training geht, was
    für mich ein Zeichen ist, dass er sich wohl fühlt.

    Zusätzlich zu den körperlichen Eigenschaften, die trainierbar sind, kann man sicher auch im mentalen Bereich etwas machen (Vorstellungstraining o.ä.). Und dann gibt es auch noch Wissen um Möglichkeiten aus unterschiedlichen Positionen, das man als Trainer durchaus vermitteln kann. Etwa aus spitzem Winkel entweder auf das kleine Netz in der langen Ecke zu schießen oder hoch auf die kurze Ecke, bzw. je nach Torhüterverhalten auch durch die Beine. Das klingt banal, aber es gibt genug Spieler, die einfach irgendwas machen und irgendwie draufhauen. Die Kenntnis erfolgversprechender und weniger erfolgversprechender Vorgehensweisen ermöglicht es erst, eine gute Entscheidung zu treffen. Die wird letztlich natürlich spontan fallen, aber auch gelernte Dinge fließen darin mit ein.


    natürlich kann man damit bei jedem Spieler etwas verbessern.


    aber hier wurde konkret der Knipser mit Killerinstinkt angesprochen. der Knipser handelt rein instinktiv, fängt er an zu denken, schiesst era auch keine Tore mehr.


    Beleg dafür ist doch, dass wenn er eine Torflaute hat, sich besonders anstrengt, überlegt was er anders oder besser machen
    muss (ist zwangsläufig), schiesst aber keine Tore. dann plötzlich platzt der Knoten und es läuft wieder wie von selbst.



    Könnte man diesen durch gezieltes Training erreichen, würde ein Özil mit seinen sonstigen hervorragenden Fähigkeiten sicherlich mehr Tore schiessen.


    Ich habe absolut keine Ahnung, warum von 2 etwa gleichstarken Fussballern, der eine die Tore macht und der andere nicht.
    Oft erlebt man gar, dass ein Knipser eigendlich ein technisch schlechterer Fussballer ist, als sein Nebenmann.


    Manndecker hats erkannt, hier können wir durch die Problemlösung den Fussballnobelpreis bekommen.

    Habt ihr jetzt alle Schubladen einmal durch? ?(


    Nein!


    Aber wer die einzelnen Schubladen kennt, hat einen grossen Vorteil. Durch die Zuordnung, wer in welche Schublade passt, hat zumindest mir wesentlich erleichtert, mit den Betreffenden umzugehen und auf diese einzuwirken.


    Differenzierter Umgang, egal ob mit Spieler, Trainer oder Eltern führt nämlich zum Erfolg.


    Und dieser Umgang wird erleichtert, wenn ich weiss in welche Schublade die Betreffenden am besten passen. :cursing:

    Habe jetzt Kontakte zu der Laufgruppe unseres Vereins bzw. laufbegeisterten Leuten geknüpft und sie gefragt ob jemand mal beim Training vorbeischauen könnte und mit den Jungs mal ein paar Übungen machen könnte. Natürlich alles altersgerecht und mit Spaß. Ich denke es wird auch mal eine Abwechslung sein, wenn jemand anders mal beim Training dabei ist. Andere Person, andere Ansprache, etc.

    Absolut empfehlenswert. gleiches mit einem Leichtathletiktrainer durchgezogen. äusserst positiv

    Der "Altinternationale". Nicht unbedingt bildungsfern, aber früher ein sehr guter Oberliga- oder Verbandsligakicker, Pokalsieger und Aufsteiger geworden, der aber immer noch alles an den Maßstäben von damals misst: Die Jungs müssen fit sein, da wird zu wenig gelaufen, die machen keine Taktik, die "Männer" werden nicht gedeckt usw.

    Häufiger, aber genauso schlimm habe ich eine andere Kategorie kennengelernt.


    den ewigen Zweitmannschaftspieler, der nun meint, sein Sohn müsst all das Können, was er nie gelernt hat, der Trainer müsste
    diesem all das beibringen, wozu er selbst nicht in der Lage war es zu erlernen,
    von sich selbst aber tolle Fussballstorys erzählt.


    Diesen wünschte ich nur mein Erlebtes:


    Sohnemann mit zum AH-Spiel genommen.danach ganz empört: "Papa, du spielts ja ganz ganz anders, wie du es von uns immer verlangst"


    Glücklicherweise hatte mich ein Kollege gerettet: " Früher hat er aber anders gespielt wie heute"


    sonst hätte ich dem Jungen zukünftig sonstwas erzählen können.


    Hab ihn dann nicht mehr mitgenommen.

    Meine Frage war, ist das bei euch tatsächlich besser, oder muss man damit einfach leben.


    Vielleicht nicht immer so grass, aber in irgendeiner Form musst du überall damit rechnen.


    Ich kann deinen Frust absolut nachvollziehen.


    Entscheidungskriterien können manchmal für die Betreffenden hart sein, auch persönlich als falsch empfunden werden.
    Wird dann jedoch korrekt danach vorgegangen muss man es akzeptieren.


    Auch für mich ist es dann jedoch nicht akzeptabel wenn diese Kriterien nicht bei allen angewendet werden.


    Ist leider so, dass die einen Gleicher sind als die anderen Gleichen..

    Der totale Unfug ist es bereits in der F jugend in einer Runde zu spielen.
    Bei uns werden Turniere gespielt.
    In 12 Minuten sind die Ergebnisse immer ertragbar.
    Dauert zwar etwas lange!


    Da man aber zwischen den Turnierwochenenden Zeit hat kann man mit gleichstarken Gegnern Freundschaftsspiele vereinbaren.


    Ja, es gibt sie, die ganz einfachen Lösungswege, nicht nur in diesem konkreten Beispiel. Warum werden sie vielerorts nicht
    gegangen? Versteh es nicht.


    Alte Zöpfe sind wohl schwierig abzuschneiden.

    Manndecker


    Mein Sohn ist ein solcher Knipser.


    jedoch keiner, der erst im Strafraum explodiert, oder überwiegend im Strafraum seine Heimat sieht.


    ein Knipser ist für mich auch weniger der, der bei einem 10:0 seine 7 tore schiesst,
    sondern in engen spielen, die entscheidenden tore schiesst, auch dann, wenn keiner damit rechnet.
    Der Knipser macht Tore ohne dass eigendlich eine richtige Torchance gegeben war.


    insgesamt technisch gut ausgebildet, fast beidfüssig, obwohl nicht besonders gross, durch das richtige Timing ein starker Kopfballspieler. eine gute Grundschnelligkeit und auch Wendigkeit.


    dies kann man sicherlich antrainieren.


    das macht für mich jedoch noch keinen Knipser aus.


    auffallend, dass er in bestimmten Situationen halt oft rein gefühlsmässig die richtigen Entscheidungen trifft.


    ob sowas trainierbar ist, glaub ich weniger. man hats oder man hats nicht.



    auffallend, gegenüber anderen, bei Misserfolgen wird der Kopf nicht in den Sand gesteckt, verzweifelt oder mutlos,
    er hakt ab und probiert es von neuem. Kahns Motto: immer weiter, immer weiter.


    trainierbar? Nein . Charakterfrage (nie aufgeben) , aber durch Gespräche sicherlich beeinflussbar.


    Selbstvertrauen, aufgebaut durch halt die persönlichen Torerfolge, die Sicherheit auch Fehler machen zu können.


    hier kann der Trainer unterstützend tätig sein.


    Auffallend auch das Erkennen im Spiel, wann Egoismus erforderlich , selbst was unternehmen, was man sonst nicht so tun würde.
    da wird dann schon mal im entscheidenden Moment nicht der besser stehende Mitspieler, der schon 3 dinger versiebt hat,
    gesucht, sondern auf eigene Faust was unternommen.


    hat man, oder hat man nicht.


    ein Knipser steht oft da, wo sich sich fragt, was macht er da oder wie kommt der jetzt dahin, und seltsamerweise
    landet der Ball bei ihm.


    warum? keine Ahnung? aber sicherlich nicht trainierbar.



    aus meiner Sicht kann man keinen zum Knipser machen, entweder ist er einer, oder er ist keiner.


    Götze, Müller, würde ich als Knipser bezeichnen, einen Özil, technisch sicherlich einer der Besten, wird niemand jemals zu einem Knipser machen können, egal welche Position er begleitet.


    Keine Ahnung warum ein Knipser offensichtlich Fähigkeiten hat, die bei anderen halt nicht vorhanden sind.
    Antrainieren kann man die aus meiner Sicht nicht, jedoch als Trainer durchaus fördern.



    Gerd Müller war ein Knipser alter Prägung (Strafraum)


    Lewandowski ist für mich der typisch moderne Knipser, mitspielend auf dem ganzen Feld, der dann aber vor dem Tor Dinge macht, die einen immer nur Staunen lassen.


    Kann dir wenig Mut zusprechen: Wenn du keinen Knipser in deiner Mannschaft hast, wirst du keinen aus deiner Mannschaft dazu
    machen können.
    Nicht umsonst gehören diese Knipser zu den meist gesuchten Fussballern.

    Marco


    was grundsätzliches, trifft aber nicht nur bei dir zu.:


    Du stellst hier eine Vorgehensweise (gut und nachvollziehbar) dar und erwartest dazu Meinungsäusserungen anderer.


    ein guter Einstieg in ein nicht unwichtiges Thema.


    Nun kommen Meinungen gegensätzlich zu deiner Vorgehensweise. Eigendlich normal, und sollten auch hilfreich sein, sich selbst im eigenen Vorgehen zu hinterfragen.


    Mein Eindruck nun, dass du nicht die kritische Betrachtung dieser speziellen Vorgehensweise siehts,
    sondern dich als Trainer insgesamt angegriffen fühlst.


    Warum eigendlich? Ist doch gar nicht der Fall. Du musst dich doch nicht rechtfertigen.


    Warum gehst du da direkt in eine allgemeine Verteidigungshaltung? Das hast du nicht notwedig.



    Meine jetztige Vermutung beruht auf nachfolgend Zitierten.


    Es ist nicht so, dass ich die Jungs dazu zwinge oder total über ambitioniert bin und ich mit der Mannschaft mein Ego aufbauen muss oder sonstiges.
    Oft kommen die zu mir und wollen 3x pro Woche trainieren, intensivere Laufübungen etc. - sie sind es die total ambitioniert sind und die Trainingsbeteiligung
    ist hoch. Von 15 Mann kommen meist 12-13.


    Sie haben mich neulich nach Taktik gebeten, also liefere ich. Zwei Spieler die relativ neu sind (seit dieser Saison im Verein, max 2-3 Jahre Erfahrung überhaupt)
    haben mich auch darum gebeten ihnen zu erklären wie sie sich auf ihren Positionen bewegen und verhalten sollen

    finde gut, was du da machst, hat aber doch jetzt wohl sehr wenig mit der eigendlichen Thematik, die du angesprochen hast, zu tun.


    Interessant wäre jetzt aber für diejenigen, die anderer Meinung sind, mit Argumenten oder Beispielen zu kommen, warum du deine Vorgehensweise für gut findest und wie sich das unter Umständen positiv auf deine Truppe auswirkt.


    Es wird doch nicht über einen Trainer diskutiert, sondern über ein ganz bestimmtes Vorgehen.



    AKjfv


    Perifär gehört es ja auch zur Thematik.


    wenn zu deinen 30-40 Minuten Spielvorbereitung die Besprechung und Passkontrolle dazugehört, gehe ich mit dir konform,
    handelt es sich dabei jedoch um das, was man allgmein als Aufwärmphase (Zustimmung, dass bei Kinder ein eigendliches
    Aufwärmen nicht notwenig ist) bezeichnet, also auf dem Platz was machen, ist das für meine ureigene persönliche sichtweise
    zuviel.

    Mag durchaus sein,dass du das Gefühl hast, dass es bei deiner Mannschaft passt.


    Aber bist du dir sicher, dass Spieler da bei deinem Vortrag nicht abschalten?


    für mich persönlich ist das schon etwas erschreckend, eindeutig zuviel angesprochen und eindeutig zu lang.



    die Dinge die du da ansprichst sind wichtig, ohne Zweifel, aber das gehört ins Training, und auch dort nicht alles auf einmal.


    20 Minuten warmmachen bei einer B-Jugend?


    bei einer E-Jugend ist das zwar für mich die Grenze nach Oben, aber bei einer B-Jugend eindeutig zu kurz.


    Jetzt kann es aber durchaus sein, dass deine Vorgehensweise auf deine Truppe passt (auch wenn das ungewöhnlich wäre).
    Du solltest aber unbedingt ständig eroieren, ob es immer noch passt, durch offenen Rückfragen bei Spielern, durch stille
    Beobachter (Co-Trainer, oder auch mal einen Fussballvater) Rückmeldungen einholen.


    Versetz mich mal in meine eigene Spielerzeit. Ich hätte garantiert nach kurzer Zeit abgeschaltet, hätte mein Trainer vor dem
    Spiel einen derartigen Vortrag gehalten. Einmal wärs sicherlich noch interessant gewesen, aber dann für mich nur noch langweilig.
    eine ganze Schulstunde lang konzentriert zuhören, und anschliessend 80 Minuten konzentriert Fussballspielen, wie soll das gehen?

    Chris


    Um mich nicht falsch zu verstehen, meine Kritkpunkte richten sich nicht direkt an euch, sonden beziehen sich auf meine Erfahrungen vor Ort, vieles ist identisch, zumindest von der Planung und den Vorstellungen. Vergleich ich nun aber einiges, wie du es beschreibst, und da ich dich hier schon länger kenne, gehe ich davon aus, dass es in der Realität so ist, gibt es in der tatsächlichen Umsetzung
    bei den Vereinen hier vor Ort doch negativer zu. Möglicherweise fehlt hier auch die echt gute Konkurrenz durch grössere Vereine und NLZ.


    in der U17 noch 55 % Spieler aus der ursprünglichen Mannschaft, das jetzt in einer garantiert besser geführten Jugendabteilung
    entpsricht ja wohl dann auch den unter 50 % von mir bei nicht so gutgeführten Abteilungen.


    Sagt das eigendlich irgendeiner der Verantwortlichen den Eltern zu Beginn der D, dass in der B-Jugend nur noch die Häfte
    dabei sein werden? Wohl kaum.


    Einig sind wir uns jawohl darin, in welchem Bereich die Unzufriedenen zu finden sind.


    Ich seh auch keineswegs Probleme, die der Verein gezielt an sich zieht. Das sind doch in der Regel die, die die Vorraussetzungen mitbringen sich längerfristig durchzusetzen und dies auch tun werden.


    Wesentlicher kritischer sehe ich jedoch den Umgang mit denen, die von sich aus kommen, übertrieben gesagt, weil sie
    glauben sie seien schon ein Talent, weil sie den Ball geradeausstossen können.
    Hier wünschte ich mir mehr Verantwortung durch klare Worte an die betreffenden Eltern.



    Halb im Scherz (aber nur halb) habe ich mal bei einem Verein geäussert, dass wenn er seine besten Trainer in die
    jeweiligen 2. Mannschaften steckt, er sich um die Jugendarbeit keine Sorgen mehr machen muss.


    Hab einen Verein erlebt, der über einige Jahre in C, B, und A-Jugend überdurchschnittliche Trainer in den jeweils 2. Mannschaften
    hatte. Wenig von Problemen auf der Aufteilung gehört, kein Aufruhr, wenn einer in die 2. Mannschaft musste, und von Abgängen
    wegen Unzufriedenheit wenig mitbekommen. Ist inwischen aber auch schon wieder anders.


    hängt halt alles mit den handelnden Personen zusammen.


    Leider ist dies die Ausnahme. Dieses Auffangbecken wird doch total vernachlässigt.


    Andererseits, wo sollen da gute Trainer her, wenn, wie du es gut beschreibst, schon schwierig ist, vernünftige Trainer für die Einser Mannschaften, die deinen Vorstellungen entsprechen, zu finden.



    Ich finde deine Beiträge hier sehr wertvoll, da sie ein realistisches Bild im mittleren Jugendbereich geben, nicht schöngeredet
    aber auch nicht bejammenrd.


    Vor allem für die vielen Leser, die sich in diesen Bereichen weniger auskennen, sich mit anstehenden Entscheidungen mit ihrem Kind sehr schwer tun, erweitern sie doch erheblich ihren Horizont dazu.


    Ich mag etwas zu kritisch rüberkommen, aber ich bin nun mal ein Freund des gezielteren Wechselns, weil ich darin Vorteile für alle Beteiligten sehe, Vereine, Eltern und vor allem die jungen Spieler. das heisst aber dann auch: mehr Verantwortung bei den
    Verantwortlichen. Und die kommt mir vielerorts zu kurz.

    Denn das ist ja durchaus ein Klischee, dass das so wäre, aber ich kenne das aus eigener Erfahrung nicht so. Wir haben Spieler, die unbedingt vorne spielen wollen, aber auch welche, die sich hinten wohler fühlen.


    Kenn und sehe ich ebenso.


    habe auch die Erfahrung gemacht, dass die guten Spieler einer Mannschaft auf jeder Position, ganz unabhängig davon, wo sie am liebsten spielen würden, immer versuchen ihre beste Leistung zu bringen.


    Ich habe noch keinen Leistungträger meiner Mannschaften erlebt, die sich beschwerten, wenn sie auf bestimmten Positionen
    spielen sollten. Bei schwächeren Spielern dagegen doch häufiger.

    In der Tat ist es so, dam man früher mit Schnelligkeit lediglich eine lineare Antritts- und Maximalgeschwindigkeit meinte. In der modernen Beschreibung von Schnelligkeit ist der Zeitraum der Antizipation (also dem Erkennen der Situation) und der Reaktion (also der Positionsanpassung) erweitert worden. Dazu zählt auch der Bewegungsablauf einer Drehung vor dem Antritt und dem Spurt.


    Fast richtig. was ist Schnelligkeit? der Begriff "Schnell" sagt für mich im Fussball wenig aus.


    Früher hat man jedoch nicht nur von Schnelligkeit gesprochen, sondern bei dem von dir Beschriebenen
    die Attribute: Flink, Wendig, Vorrausschauend, verwendet.


    Was über 30 m ging, war ich ein langsamer Spieler (12,8 über 100 m)
    galt aber seltsamerweise als einer der schnellsten in der Mannschaft, Als nicht allzugrosser Spieler waren halt Flink, Wendigkeit
    und Vorrausschauend relativ gut ausgeprägt, und galt somit als schnell, was aber eigendlich falsch war..

    coke,@TW


    macht ihr euch es nicht zu einfach mit der Definition Alt oder Jung in der Beurteilung des Trainers?


    ich halte es lieber mit einem alten Kollegen, der da meinte: es gibt keine jungen und alte Fussballer, es gibt nut gute und schlechte Fussballer.


    So sehe ich es auch bei den Trainern.


    Ich gehörte sicherlich zu der ganz alten Trainergilde. Auch wenn ich gewisse alte Sachen, die ich für gut fand, weiterbeibehielt,
    war ich in vielen dingen wesentlich modernerem aufgeschlossen und habe es auch angewandt, als jüngere Trainer, die um mich herum waren.


    Ich war aber auch gezwungen, nach der doch etwas längeren Pause als aktiver Fussballer und auch Trainer, beim
    Wiedereinstieg neue modernere Kenntnisse anzueigenen. Entscheiden ist doc, wi man dem Fussball verbunden ist, welche Gedankengänge einen bewegen.


    Trotzdem halte ich mich im Forum ja doch deutlich zurück, wenn es um gewisse Trainingsdidaktik geht, da es dazu hier
    kompetenere, auf neuerem Stand gibt.


    Die Fähigkeit wo eigene Stärken und Schwächen liegen, sind bei Älteren auch erfahrungsgemäss ausgeprägte wie bei Jüngeren.,
    was sich dann zwangsläufig auch im Training niederschlägt.


    Als alter Trainer habe ich im G und F-Alter Übungsteile gehabt, die zu einem späteren Zeitpunkt bei der Ausbildung zum
    Sportlehrer auf dem Programm anstanden.


    Und ein alter erfahrener Trainer hat aufgrund seines Alters einen riesengrossen Vorteil: der Umgang mit Eltern, Menschenführung
    und aufgrund eigener Kinder ein eine ganz andere Erfahrung im Umgang mit Kindern.


    Hier gegenüber stehen nun natürlich aber auch die Vorteile, die ein junger Trainer durchaus hat.


    Ich kenne gute junge wie alte Trainer, ich kenn aber sowohl die unbedarften Jungen, wie die unbelehrbaren, im Vorkriegsfussball
    lebenden Alten.


    Sowohl Junge wie Alte bieten was, haben ihre Vorteile wie Nachteile, Alter ist für mich jedoch kein Beurteilungskriterium.


    Und wer glaubt, duch den Erwerb irgndeiner Lizens, wäre er automatisch ein besserer Trainer, ist eh auf dem Holzweg.
    Er hat lediglich die Basis geschaffen, ein besserer zu werden.


    Wie soll denn ein Breitensport-C-Lizens für alle effektiv sein, wenn auf einem Lehrgang gleichzeitig der KIFU-Trainer, der B-/A- Jugendtrainer und der Aktiventrainer einheitlich ausgebildet werden?


    Es wird eine allererste Grundlage geschaffen, mehr doch nicht. Danach beginnt doch erst die eigendliche Lehrzeit.




    Meine Idealvorstellung des Trainers im Kinder- und Jugenfussball besteht aus einem Duo:
    einem jungen Hauptrainer, verantwortlich für Training und Spiel, und einem sogenannten alten Hasen als Co-Trainer, der diesem den Rücken freihält gegenüber Verein und Elternschaft, und Ansprechpartner mit eigenen Gedanken , der dem Jungen mal Mut zuspricht, aber auch mal etwas abbremst, wenn er über das Ziel hinausschiesst.


    Dieses Modell hatte ich übrigens als ganz junger Trainer.

    Chris


    ein guter Beitrag, der es in etwa auch so beschreibt, wie ich es hier kennengelenrt habe, und wie ich es finde kommt es der
    Realität, die so oft vorzufinden ziemlich nache.

    Mit unseren Trainern bin ich nicht immer glücklich. Mehr und mehr muss ich auch (im Vergleich zu früheren Jahren) nehmen, was ich kriegen kann.

    dies sehe ich auch dort, wo die Trainer sehr gut entlohnt werden (ab 400 €), da von Eltern bezahlt.
    trotzdem häufiger Trainerwechsel.


    Unsere neue D1 besteht aus 19 Spielern (wie gesagt, viele Spiele und Turniere). Die Trainer haben sehr intensiv an- und abgeworben,

    Typisches Verhalten bei den mittleren Vereinen, die ich kenne. Egal, ob nun gezielt abgeworben wird, oder die Jungs von selbst kommen, bedeutet das, dass das Leistungsnievau der umliegenden Dorfvereine massivst eingeschränkt wird, zugunsten
    einiger weniger.


    Auch ein gut geführter Verein, der ihr ja offensichtlich seit, ist also nicht in der Lage aus eigenem Nachwuchs eine entsprechend
    leistungsstarke D-Jugend zusammenzustellen. Überall so, und ich finde dafür keine Erklärung.


    Wir reißen oft die alte D2 auseinander, da wir in diesem Alter einen großen Zulauf von außerhalb erhalten.

    bestätigt zuvorgeschriebenes. Und sowas muss man Wissen, wenn man frühzeitig zu einem solchen Verein wechselt, denn das ist auch vielerorts die zu beobachteten Realität.



    Manchmal gelingt es uns, sehr viele Kinder in die neue D1 zu übernehmen. Oft aber auch nicht. Dieses Jahr sind es glaube ich 5-6 Stück. Der Rest ist neu.

    nur 5-6 Kinder setzten sich aus den bisherigen Mannschaften durch? Berücksichtigt man jetzt noch, dass bereits in
    der E Zulauf von Aussen kommt, ist das doch ein Armutszeugnis für die KIFU-Arbeit in einem solchen Verein.
    Oder spielt die Art und Förderung im KIFU-Alter doch nicht die Rolle, die viele sehen?


    Tenor in der D-Jugend ist, dass (fast) alle total glücklich sind hier zu sein, es toll finden, dass sie hier mit gleichstarken Mitspielern zusammenspielen können,

    vollste Zustimmung, habe ich auch so kennengelernt


    Diese totale Zustimmung änderte sich jedoch, bei den Jahrgängen, die ich von der D bis A-Jugend verfolgen konnte.


    von der C bis Ende B gibt es eine steigende Tendenz an Unzufriedenen.


    weil sie "mehr" wollen, als das, was sie im Dorfverein erreichen können

    auch hier vollste Zustimmung, ist so.


    Trotzdem bleiben unsere Mannschaften, die sich in der D-Jugend finden, im Kern (60-75 %) die nächsten sechs Jahre zusammen

    Dies kenn ich nun etwas anders. Der Prozentsatz, derer, die in der D zum Kader gehörten und noch in der A-Jugend
    dabei sind ist unter 50 %


    Eigendlich ein Zeichen, dass da bei euch doch etwas besser läuft.


    Gespräche mit Jungs, aber auch mit deren Eltern, die in diesen Vereinen, bis zu A-Jugend dabeiblieben, zeigen eine
    eindeutige Tendenz.


    Dabeigeblieben und auch Zufrieden sind die, die über die Jahre zu den wirklich starken, also leistungsmässig,
    zu den besseren 8-10 Spielern zählten. Also praktisch Stammspieler waren, die auch sicher waren, in den bedeutenderen
    Spielen zum einsatz zu kommen. Hin und wieder ist auch einer dabei, der sich mit der Statistenrolle zufriedengibt, und einfach froh
    ist, in diesem Verein zu sein.


    Ich will das Ganze garantiert nicht schlechtreden. Es ist eine Realität, die zu akzeptieren ist, wenn man in einen solchen Verein wechselt.
    Diese Realität sollte man jedoch kennen, dann ist auch ein Nachtreten und Beschweren über Umstände, die einem nicht passen
    überflüssig.


    Was ich kritisiere ist einmal bei den Vereinen, dass sie sich nicht auf die wirklich talentierten Spieler bei der Aufnahme
    begrenzen, sondern sich der Masse an durchschnittlich guten Spielern bedienen, einmal um einen grösseren starken Kader zu bekommen, andererseits in der Hoffnung, dass sich möglicherweise der ein und andere doch besser entwickelt.


    Ich kritisiere auch Eltern, die glauben mit ihrem durchschnittlich begabten Sohn, (auf dem Dorf halt zu den Besseren gehörend)
    sich auf Ebenen begeben zu müssen, wo sich die Jungs dauerhaft nicht durchsetzen werden, dann aber dafür andere (Vereine/Trainer) verantwortlich machen.


    Würde nur die bessere Hälfte aller wechselnden Spieler sich einem anderen Verein anschliessen, wäre es für alle
    Beteiligten (neuer Verein, alter Verein und für allem für viele Jungs) eindeutig besser.

    Marco


    wichtig ist, dass du die Ambitionen und zukünftigen Ziele der Jungs kennt.


    hat jemand etwas konkrete Ziel, wie z.B. in die 1. Mannschaft zu kommen, dann musst du ihm deine Analyse deutlich
    rüberbringen, aufzeigen, dass es nach deinen Vorstellunge durchaus machbar ist im Gegensatz zu der jetztigen Position.


    also Anregung zur eigenmotivation


    Hat er jedoch keine besonderen Ziele, sondern will praktisch derzeit einfach nur kicken, wird es schwer ihn eine andere Position schmackhaft zu machen.


    Kannst natürlich auch die harte Tour (entweder oder) gehen, würde ich jedoch in der B nicht empfehlen.

    Bei uns spielen in der Regel höchsten 20 % in einem Dorfverein.
    Im Nachbarkreis eher nur 10% .
    Aber in der Regel wechseln die betreffenden Kinder mit Eintritt in das D Jugendalter zu den Vereinen die Gruppenliga spielen.


    nicht dass wir aneinander vorbeireden.


    meine 80 bis 90 % betreffen Spieler, bevor sie zur Sichtung eingeladen werden. Sind sie gesichtete Spieler, wechseln sie fast immer.


    nach einem Jahr Stützpunkt, sind auf dem Dorf auch nur noch deine Prozentsätze zutreffend.


    Diese Vereine sind ab D-Jugend nicht besser und spielen höher als Dorfvereine, weil sie im Kifu-Alter besser trainiert haben, sondern weil sie in diesem Alter, die gut ausgebildeten Spieler aus den Dörfern zu sich gezogen haben.