kurz
nach Zweikampf blieb Sohnemann verletzt liegen. Obwohl ich relativ weit weg auf der Terasse des Clubhauses mich befand, gesehen, dass durch die Art des Aufpralls auf dem Boden durchaus um eine etwas schwere Verletzung (Schulter) handeln konnte.
bis der Schiri das Spiel unterbrach, den Betreuer herbeirief verging schon etwas Zeit. Da mein Sohn nicht zu den Wehleidigen
zählt, immer noch am Boden lag, wollte ich nachschauen was da los sein könnte und ging zu ihm.
absolutes Minimum, eher mehr waren 1 Minute nach dem Zweikampf vergangen.
Obwohl alle auf dem Sportplatz Anwesende, ausser dem Schiri ,den Zweikampf als ein Foul gesehen haben
gab es keine Unruhe und erst recht keine Hektik auf dem Platz
Als ich bei meinem Sohn ankam machte mich der Schiri (ein schon länger pfeiffender nicht mehr junger Mann)
direkt an: "Sie haben hier nichts verloren, sie verlassen sofort den Platz"
Ich: das ist mein Sohn, der ist verletzt, und um den kümmere ich mich" , dass das möglicherweise etwas aggressiv rüberkam,
kann ich nicht abstreiten, halt situationsbedingt.
"Dafür ist der Betreuer da, sie verlassen den Platz"
Ich ignorierte das und wollte mich zu meinem Sohn beugen:
Da riss mich der Schiri weg, stiess mir gegen die Brust und: "Sie verlassen den Platz"
Schocksekunde, in der ich mich zum Glück entschied im den Rücken zuzukehren und vom Platz zu gehen.
Warum ich keine andere Reaktion zeigte, war wohl das Gefühl das man in langen Fussballjahren aufbaut, dass dieser Mann
kurz davor stand, das Spiel abzubrechen. Instinktiv hatte ich registriert, dass seine Hand zur Brusttasche ging, wohl um mir
eine Karte zu zeigen (?), davon abkam und mit seiner Pfeiffe zum Mund ging. aber da war ich mich schon am umdrehen
und weggehen.
wie hätte wohl sein Bericht ausgesehen, wie wäre eine Verhandlung ausgegangen?
mir brauch jetzt keiner klar zu machen, dass egal welche Situation gegeben ist, der Zuschauer den Platz nicht betreten soll,
das weiss ich selbst.
In solch einer Situation jucken mich persönlich jedoch nicht irgendwelche Paragraphen, da gehen wichtigere Sachen vor.
Zum Glück haben wir eine sehr besonnene Elternschaft, denn bei der Gesamtleistung dieses Schiris, wäre es anderswo
sicherlich zu Tumulten gekommen. Wer nicht pfeiffen kann, muss halt durch Paragraphenreiterei seine Daseinsberechtigung nachweisen (mein ganz persönliches Resumee)
Übrigens, was mit der Schulter ist wissen wir noch nicht genau, warten heute noch ab, und müssen möglicherweise zum Röntgen.
Mag jetzt sein, dass bei dem ganzen Vorgang von mir auch noch andere Worte gefallen sein, was in der Aufregung
wohl nachvollziehbar wäre, bin aber weder den Schiri irgendwie angegangen, noch habe ich ihn in irgendeiner Form auch nur annähernd beleidigt.
Bin letztlich froh, dass ich nicht der Typ bin, der so schnell körperlich reagiert , eigendlich noch nie. In dem Fall stand ich jedoch einen ganz kurzen Moment davor.