Ich finde es bemerkenswert und deshalb kommt von mir auch ein ausdrückliche Lob an @italy, dass er nach seinem Hinschmeissen
sich hier im Forum nicht einfach ausklingt, sondern den Werdegang und die Gründe aus seiner Sicht darlegt.
Unterscheidet sich da sicherlich doch von einigen Anderen, die mit grossem Engagement eingestiegen sind, auch hier im Forum, und dann einfach verschwinden.
Nimmt man seine Sichtweise der Dinge an, kann man auch sein Vorgehen und Beweggründe durchaus nachvollziehen.
Als neutraler Beobachter, und einiger Kenntnisse im KIFU und Jugendfussball kann ich diese Sicht jedoch nicht teilen.
Für mich auch der typische Verlauf mancher Trainerlaufbahn, die so oder ähnlich sicherlich kein einzelfall ist.
Da wird ein Traineramt übernommen, Gründe lass ich mal aussen vor, völlig unwissend, was da auf einen zukommen kann, hat und sammelt vorher auch wenig Informationen. Man fühlt, und das ist das schlimme, sich dann auch als Trainer, und will Dinge umsetzten, die man selbst vielleicht kennnengelernt oder auch angelesen hat, die sicherlich auch anderswo gut und empfehlenswert sind.
Dabei wird dann aber nicht beachtet und auch nicht berücksichtigt, auf welcher Ebene des Fussballes man gelandet ist., dass man dort erstmals nicht als Trainer im eigendlichen Sinne des Namens mit seinen zu hohen Vorstellungen und Ambitionen eigendlich
fehl am Platze ist.
Nicht unnatürlich dass man da scheitert und hinwirft. Vor allem dann, wenn der Hauptgrund fürs Einsteigen "Ich mach mal Trainer"
war. Aber so wie viele sich den Trainer machen vorstellen, dann auch vorgehen, ist es nun aber leider nicht auf diversen Ebenen
des Fussballes . Nicht allzuwenige schweben, wenn sie ins Traineramt, einsteigen in Regionen, die einfach nicht passen und wo sie nicht hingehören. Ein eigenes Trainerbild vor Augen, das mit der Wirklichkeit wenig zu tun hat.
Ich finde es dann aber auch absolut sinnvoll, die Reissleine zu ziehen und aufzuhören. Nich t nur im eigenen Intersse
sondern auch im Interesse der Kinder. Denn so, wie es z.B. bei dieser Mannschaft beschrieben wurd, braucht diese Mannschaft nämlich keinen Trainer sondern vorrangig einen Kümmerer, der nicht so in höheren Trainerregionen schwebt, sondern die tatsächlichen Bedürfnisse einer Mannschaft erkennt und dementsprechend vorgeht.
Gründe aus dem privaten Bereich lassen sich da dann auch immer trefflich finden, für sich selbst sollte man aber schon zu der Erkenntnis kommen, dass man ganz einfach falsche Vorstellungen und Ambitionen hatte und mit diesen gescheitert ist.
Leider, und auch das ist typisch, und da geht auch mein Vorwurf hin, dass Verantwortliche, sei es nun ein JL oder sonstiger Vorstand, die die Materie ja wohl schon etwas besser kennen, oder kennen sollten, Einstiegswillige in dieses nicht leichte Amt,
einfach von Beginn an alleine und im Regen stehen lassen.
So wird ein Potential an Engagierten allzu oft und allzuschnell einfach verheizt.
Vielleicht wär manche Vorstellung beim Einstieg in die Kinder- Jugendarbeit schon zu Beginn eine etwas andere, wenn dort nicht von dem irreführenden Trainer gesprochen würde, sondern wie es schon mal üblich war vom Jugendbetreuer.
Für mich ist der Trainer ein doch zu sehr irreführender Begriff für viele in der Jugendarbeit der untersten Ebene im Fussball.
Eigendlich auch gar nicht so verwunderlich, wenn selbst in der Jugendarbeit erfahrene Leute bei Mannschaften wie sie z.B.
italy beschrieben hat, grosspurig von Ausbildung junger Fussballer reden, und dies als oberste Prämisse ansehen.
Was ich absolut nicht akzeptieren kann, ist plötzlich und mitten in der Sasion einfach die Brocken hinzuwerfen.
Das was ich von Kindern erwarte und ihnen auch vermittele, dass sie eine Sasion, zumindest immer die Halbsasion bis zur Winterpausse durchalten und sich dann ordentlich verabschieben, erwarte ich erst recht von einem Erwachsenen.
Dem Verein rechtzeitig seine Entschediung mitteilen, damit dort auch von deren Seite reagiert wrden kann, und dann zum passenden Zeitpunkt, und das wäre nun mal in diesem Fall in der Winterpause gewesen.
Jetzt aber, mitten in der Sasion und plötzlich ohne Vorankündigung die Mannschaft einfach im Stich lassen ist für mich eine
charakterliche Schwäche, mit der man eigendlich auch in der Jugendarbeitet nichts zu suchen hat.
Fussball in diesem Bereich ist Hobby und Freizeit. Jedem steht das Recht zu aufzuhören und sich anderem zuzuwenden,
vor allem dann, wenn festgestellt wird, dass es eigendlich nicht den eigenen Vorstellungen und Erwartung entspricht.
Es kommt aber immer noch auf das wie an. Und das ist hier nicht in Ordnung.
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