Kinder
Gerade in diesem Forum sollten wir mal nicht nur die Sichtweise von Trainer und Eltern betrachten.
Habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht, in welcher Konfliktsitutaion die Kinder stecken.
Jedes Kind hat doch mehrere Trainer: den Vereinstrainer, den Vater und Mutter, meistens noch denn Opa, der ja auch mal Fussball gespielt hat und Ahnunghat, und
wenn er Pech hat auch noch einen älteren , spielenden, grossen Bruder.
von allen wird das Kind belämmert, von jedem bekommt es einen Rat, wie es spielen muss, wo es am besten spielt, warum er besser ist als Otto und deshal mehr spielen muss
und auch die Auswechselungen ungerecht sind.
Da wird ein Sohn vom Vater heiss gemacht (Aussage eines Vaters vorm Spiel,) der Opa verspricht 5 € für jedes Tor, der Bruder gibt Ratschläge,
die Mutter: lass dir ja nichts gefallen. Und kommt der Vereinstrainer, rotiert, lässt ihn in der Abwehr spielen, und wechselt ihn in der Halbzeit, obwohl er gut
war und es 5:0 stand aus.
Junge stinkig, mindestens 20 € Taschengeld weniger, durch den bekloppten Trainer.
Dieses Kind muss dann zu Hause die Fragen beantworten, warum es nicht im Sturm, wie immer , gespielt hat, warum es ausgewechselt wurde, wo es doch so gut war
usw. usw. Dann folgen die Kommentare über den Trainer.
Was glaubt ihr, wer mehr Einfluss auf das Kind hat?????
Und das sollen Trainer alles auffangen und in die richtigen Bahnen leiten??????????
Bei grösseren Vereinen ist dieses Problem wesentlich geringer, da sind die Eltern ja stolz, dass ihr Sohn da spielt, ob er zum einsatz kommt oder nicht, die
Hauptsache er gehört zu einem grosssen Verein in der 1. Mannschaft.
wenn ein Kind unzufrieden ist ( bei einer einigermassen gut geführten Mannschaft), dann ist das meist die Unzufriedenheit der Eltern.
Wechselgedanken kommen meist von den Eltern
Motzeri gegen den Trainer, kommen meist durch die Eltern
usw.
Ich weiss auch, dass es Fälle gibt, wo das berechtigt ist. aber in der grossen Masse ist das nicht so.
Und dann wundert sich der Trainer, dass die Jungs mal keinen Bock haben, nicht so spielen wie sie können, sich nicht an Anweisungen halten.
Ich versteh die Kinder, die dann mit dem Fussball aufhören wollen. Vor allem in dem Alter, wo sie anfangen selbständig zu denken.und zu entscheiden.(Beginn der Pupertät).
die hören nicht auf, weil das Training zu schlecht ist, der Trainer sie mal zu hart anpackt, oder sie ungerechtfertig auswechselt.
persönliche Erfahrung: schwache Spieler, die weniger zum Einsatz kamen, deren Eltern aber nie auf dem Platz waren, blieben immer dabei
Nur der Trainer, dem es gelingt, die Eltern auf seine Seite zu ziehen (überzeugen) kann im unteren Jugendbereich in Ruhe erfolgreich arbeiten.
Ich habe gerade viele junge talentierte Trainer erlebt, die mit diesem Problem nicht klarkamen und das Handtuch geworfen haben, meist später im aktiven Bereich tätig wurden.
Ich habe bisher keine Fortbildung erlebt, bei der auf dieses Thema ernsthaft mit Problemlösungen eingangen wurde.
ach ja, Trainer sind ja auch alles ausgebildete Kinderpsychologen.
meine These: Mannschaftsführung, mit allem was dazu gehört, hat heute einen höheren Stellenwert und Bedeutung wie das eigendliche Training.
Günter
Günter