ich bin einen Weg gegangen, bei dem ich mir nicht ganz sicher war ob es klappt, aber es hat geklappt und wie.
nicht jeder wird sich damit identifizieren können, abr das ist ja in allen Bereichen so.
Ich habe gute Erfahrungen aus längerer Vergangenheit und den Erkenntnissen von heute kombiniert.
im Stand oder nach gewisser Zeit auch aus leichter Bewegung habe ich in der F und 1. Jahr E das reine Stoppen in allen Variationen geübt.
Stoppen heisst: der Ball liegt nach der Stoppübung, egal ob mit Kopf, Brust, Oberschenkel oder Fuss ruhig vor dem Spieler.
dabei auf korrekte Ausführung Wert gelegt.
ab älterm E-Jugendjahrgang ging ich langsam und ab D-Jugend voll dazu über, aus dem Stoppen in die Ballverarbeitung aus der Bewegung und für die
Bewegung überzugehen.
d.H. der Ball wurde nicht mehr zum Ruhen gebracht sondern in der Ballannahme direkt für die nächste Aktion vorbereitet.
Beispiel: ein Pass wird mit dem linken Fuss in der Annahme direkt so vor den rechten fuss gespielt, dass sofort der Pass oder Schuss erfolgen konnte.
von anfang an immer dabei auf beidfüssigkeit geachtet.
dazu bedarf es natürlich auch eines gewissen Ballgefühls, das habe ich dadurch erreicht, dass in jedem Training mindestens 10 Minuten Jonglieren in jedem
Training angesagt war.
Kein Zeitverlust, da die Jungs fast immer 10 Minuten vorher auf dem Trainingsplatz waren, nicht rumgebolt haben, sondern sich den Ball nahmen und bis Trainingsbeginn
ohne Druck jongliert haben.
nach diesen 6 Jahren waren auch die absolut untalentierten (fussballerisch gesehen) in der Lage, den Ball einigermassen vernünftig zu verarbeiten.
Nebeneffekt (d.h. für mich jedoch ganz wichtig) Diese wurden viel häufiger angespielt, als ich das bei den schlechteren der anderen Mannschaften gesehen habe.
dass ich bei diesen Übungen gleichzeitig das Passpielen mit einbezogen habe ist ja wohl selbstverständlich.
es war auch von vorneherin in der Planung, dass ich die Jungs bis Ende D trainiere.
ich bin aber auch davon überzeugt, dass diese Vorgehensweise in einer C-Jugend, die zuvor vielleciht kein Grundlagentraining hatte, dies in einem Jahr
durchgezogen werden kann.
die dazugehörenden Übungen waren natürlich auf das jeweilige alter abgestimmt.
Dorfverein, bei der alle 2/3 der Jungs Fussball spielten, also vom kleinen Talent bis zu dem, dem du eigendlich sagen müsstest, er solls mal mit Schach probieren,
die aber alle mitgezogen wurden. aber das kennen ja viele hier.
Günter