ich glaube diese Diskussion hier sollte schon etwas differenzierter betrachtet werden.
die meisten in diesem forum hier haben ja wohl nicht andauernd die Spieler, die das Talent und die Ambitionen haben, zum Buli zu gehen.
in all den vielen Trainerjahren hatte ich einmal das Glück ein richtiges Talent in der F und E trainieren zu dürfen.
hier hatte ich die Eltern schon frühzeitig darauf hingewiesen, dass sie einen Wechsel in Betracht ziehen könnten
ab C-Jugend ging der Junge dann den sanften Weg. Zuerst in die Verbandsliga, B-jüngerer Jahrgang Rheinlandliga im gleichen Verein, dann
zu einem Bundesligisten und wurde dort mit der A-Jugend Deutscher Meister. zur Zt. spielt er als 20jähriger bei Mainz II.
der Junge war absolut charakterfest und absolvierte in der Mainzer-Zeit eine Ausbildung, die von Mainz unterstüzt wurde.
also mal ein absolut positiver Fall.
nun zur Differenzierung:
hier stellen sich zuerst einige Fragen:
wo kann der Junge ab C-Jugend in seinem Heimatverein spielen? unterste Klasse, Bezirksliga, Verbandsliga
spielt der Heimatverein mit C B und A unterste Klasse, dann kann das Training noch so toll sein, er wird sich nicht gross weiterentwickeln.
erfahrungsgemäss spielt dann die 1. Mannschaft auch im untersten Bereich. was will er letzendlich dort, nur ein bischen kicken und anschliessend saufen?
er wird sich nicht weiterentwickeln sondern immer mehr dem Niveau der anderen anpassen.
hab das chon oft erlebt: in der D Jugend im Vergleich sehr talentiert, in der A-Jugend noch Leistungsträger, mit 23 bei den Aktiven denselben Schiss gespielt wie die
anderen.
in kleineren Vereinen, ist vieles von dem jeweiligen Trainer abhängig, da es so gut wie keine Konzeption gibt.
ausserdem spielen in jeder Mannschaft doch relativ viele mit, für die Fussball nur ein Hobby von vielen ist dementsprechend ihr Verhalten ist.
der talentiere und ehrgeiziger Spieler passt sich an oder verliert die Lust am Spielen. auch das oft erlebt.
wer will wechseln? der Junge oder die Eltern. die wohl im Interesse des Jungen die entscheidende Frage.
Ich kenn einige Fälle, wo dies nur aus Ehrgaeiz von Vater und Mutter geschehen ist, die Beratungsresistent waren, und den Jungen auch
noch klassenmässig so wechselten, dass er nur unter ferner mitlief. aber er war halt beim Verein XY
in der C-Jugend muss man auch ständig spielen, sonst entwickelt man sich nicht dementsprechend weiter.
Ein alter Fussballer sagte mir mal: spielen soll man 1 Klasse tiefer als man vielleicht mithalten könnte, dann macht es Spass und man entwickelt sich.
irgenwann soll man aber schon mal ausprobieren wo die persönlichen Grenzen liegen.
ist das jammern von Abwerbung angebracht??
Nein!!
im eigenen Verein mit mehreren Mannschaften einer Altersklasse geschieht das ja schon, da wird doch gesichtet und Mannschaften auseinandergerissen.
die besseren finden es gut, die schlechteren meckern (Elternschaft)
der Bezirkligist nimmt Spieler aus der Kreisklasse, der Verbandsligist aus der Bezirksliga usw. usw. (ich sprech jetzt über Jugend)
und wer das Zeug dazu hat, soll entsprechend aufsteigen. (das versteh ich von der mal erwähnten sanften Tour)
einen Mannschaftswechsel bei einem Kind soll man ja nicht unterschätzen. deshalb gilt immer die Frage: was für ein Typ ist das Kind?
robust, sensibel, brauch Freunde, schnell anpassungsfähig usw, ichr wisst was ich meine.
hier überschätzen viele Eltern ihr Kind.
Wie hoch ist der Aufwand??
muss ich zum höhren Verein 100 km fahren, oder ist er absolut ortsnah, bzw. zum Beispiel in der gleichen Stadt?
Nicht Eltern oder Trainer sollten hier ihre Interess im Vordergrund sehen.
Deshalb bin ich für einen Wechsel im C-Jugendalter. In diesem Alter können die Jungs schon vieles realistischer einschätzen als zum Beispiel im
E-Jugendalter, wo alle noch vom Bundesligaspieler träumen.
Günter
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