3) die, die zwar wollen, aber nicht können
hierzu passt eine Gegenbheit, die ich vor ca 3 Jahren hatte, eigendlich nicht nur indirekt zu dieser Diskussion passt, und einer meiner schwierigsten Fälle war, ab zu einem der schönsten Erlebnisse als Jugendtrainer geführt hat.
in der F-jugend meldete ein Vater seinen Jungen an (die Mannschaft war schon seit dem 4. Lebensjahr zusammen)
vergess nie seine Worte: Darf mein Junge bei euch mitmachen, er will unbedingt, erkann zwar absolut keinen fussball spielen, aber der Arzt hat ihm unbedingt
Süprt empfohlen, ausserdem ist er etwas Aussenseiter in der Klasse, vielleicht kriegt er so etwas Kontakt.
so war es, direkt gemerkt, er ist etwas Ausserseiter obwohl selbst ständig auf Kontaktsuche, Sportlich eine Null, da extreme Koordinationsprobleme.
er war aber in jedem Training, absolut zuverlässig. nach einiger Zeit 1. Spiel. ne halbe Katastrophe.
ich hab sofort erkannt, ich muss ihn schützen, sonst geht sein ganzes Selbstvertrauen flöten (Reaktionen der gegnerischen Mannschaft)
mit ihm und Vater gesprochen, dass ich ihn nur in bestimmten spielen einsetzen werde, dem Vater das genauer erklärt, er fand das gut.
aufgrund seiner Zuverlässigkeit wuchs die Aktzeptanz bei seinen Mannschafts (Klassenkollegen) immer besser, er war auch auf dem Bolzplatz gerne gesehen.
er wurde einer von ihnen.
Fussballerisch konnte ich ihn soweit bringen, dass er den Ball verarbeiten und auch öfters zupassen konnte.
2. Jahr E-Jugend: schwacher Gegner, da er 2 mal vorher pausiert hat, spielte er von Anfang an und sollte auch durchspielen.
er spielte Mittelstürmer mit meiner Ansage, dass er sein 1. Tor schiessen würde, dabei schaute ich die übrigen Spieler an, die mich sofort verstanden und nickten.
sie bestimmten ihn (ohne meine Intervention) zum Spielführer, im Spiel wurde es dann noch besser. Nachdem jeder Stürmer sein Tor geschossen hatte,
hatte die ganze Mannschaft nur noch ein Ziel, der muss ein Tor machen, da wurde auf der Torlinie ein Rückpass auf ihn gespielt, die klarsten Torchancen wurden
nicht reingemacht, nur um ihn anzuspielen. Und es klappte, es wurde sogar ein Traumtor in den Winkel.
Riesenbegeisterung, als ob er sie zur Meisterschaft geschossen hätte. statt 20:0 wurde es ein 7:0.
ich habe ein absolut glückliches Kind und sehr zufriedene Eltern gesehen.
im 1. D Jugendjahr kündigte mir der Vater in der winterpause an, dass sein sohn erkannt hätte, dass Sport doch nicht so seine Sache wäre,und aufhören
wollte, dies selbstverständlich aber erst zum Abschluss der Runde wäre..
Er bedankte sich überschwänglich bei mir, wir hätten ihnen sehr geholfen, die Probleme, die sein Sohn bei seinen Altersgenossen hatte in den Griff zu bekommen.
Er bräuchte jetzt den Fussball nicht mehr.
Ich seh ihn aber heute noch auf dem Bölzplatz mit ihnen spielen.
und soll ich euch was sagen: es macht mich etwas stolz.
Günter