Gewinndenkend. ein altes leidiges Thema
da muss ich mich wohl doch outen.
in der Denkweise einiger hier bin ich ein solch gewinndenkender leistungsorienterter Trainer gewesen.
ja, ich wollte immer jedes Spiel mit den Kindern gewinnen
ja, ich hab mich gefreut wenn sie gewonnen haben, und hab mich geärgert wenn wir verloren haben, und hab dies auch gezeigt.
ja ich hab auch 2 mal im Jahr Massnahmen ergriffen, die nicht dem Kinderfussball entsprechen, um zu gewinnen. dann wenn es gegen den Nachbarsverein ging, mit deren
Jungs sie gemeinsam in eine Kkasse gingen.
ja, ich hab den Kindern vermittelt, dass das Ziel jedes Fussballspiels ist zu gewinnen. schliesslich ist Gewinnen was positives und Verlieren was Negatives, gerade auch bei Kindern.
Genauso wichtig war mir jedoch, der. Umgang mit . Niederlagen. falsch: wichtiger.
für mich sieht aber ein Gewinndenkender anders aus:
für ihn sind Niederlagen eine persönliche Beleidigung, er hat gewonnen, die Jungs ,haben verloren, dem Sieg wird alles untergeordnet, mit der
vermeintlich stärksten Mannschaft durchgespielt. an der Linie mehr Einsatz bringt, als seine Jungs, Straftraining androht.
ja, auch ich kenne solche Trainer, hab sie jedes Jahr mal gesehen, aber sie sind sehr selten, auch in den Jahren immer weniger geworden.
ich hab mich im letzten halben Jahr bewusst mit diesem Thema und auch mit dem Thema Leistungsgedanken mit vielen Trainern unterhalten, nach so vielen Jahren kennt man halt viele, fast alle äusserten sich in der Richtung des zuerst beschriebenen.
Ausnahmslos alle, sahen die Vermittlung von Fussballwerten im Kinder und Jugendfussball genau so wichtig, wie die Ausbildung im praktischen.
die gleichen Trainer sahen es auch für wichtig an, dass ihre Jungs Leistung bringen wollen, erwarten aber nicht, dass sie Leistung bringen müssen
im untersten Kindesbereich ist das unbedeutend, da hier eh alle wollen, je älter die Jahrgangsstufe, desto mehr greift dieses Thema.
es gab ja jetzt Zeugnisse. da kam mir eine Vermutung. kurze Umfrage bei einigen Trainern (D-BJugend-Bereich, aber auch bei 2 Lehrern.
dabei wurde das bestätigt, was ich in meinem persönlichen Umfeld schon länger festgestllt habe.
ganz unabhängig vom Schultyp (also keine Frage der Intelligenz) sind die leistungswilligen Spieler auch leistungswillige Schüler. kann auch umgekehrt sein..
das Problem durch sprachliche Barrieren ist bei uns relativ unbedeutend, spielt mit Sicherheit in Ballungsgebieten eine wichtigere Rolle
den Leistungsgedanken im Fussball zu fördern, hat offensichtlich auch Auswirkungen auf andere Bereiche,
Nochmals, ich spreche vom Wollen und nicht vom Können und Müssen
ich wohne in einer ländlichen Gegend, in der die Trainer mehr über die Kinder erfahren, als dort, wo man sie nur im Training erlebt.
mein Motto: Wollen nicht Müssen
ich kann schon zurückblicken: die Jungs, bei denen ab C-Jugend dieser Wille da war, spielen heute aktiv, die anderen haben das Handtuch geworfen. Ausnahmen lasse ich
mal aussen vor.
gg
wer Kontakte zu einem Stützpunkttrainer hat, der frage mal, welche Schulen die Gesichteten besuchen, ihr werdet staunen.