so, ich will jetzt mal meine taktischen Überlegung zur D9 etwas genauer darlegen, hab die 2 Jahre lang durchgezogen.
zum besseren Verständis muss ich jedoch vorab meine persönliche Ansicht zur Taktik bei einer dorfmannschaft (d. unterschiedliches Niveua bzw. Können
der einzelnen Spieler, also starkes Leistungsgefälle)
ich halte nichts von starren taktischen Vorgaben
deshalb rede ich lieber von einer Grundformation, die viele Varianten und persönlichen Spielraum für den einzelnen Spieler lässt.
diese Grundformation wurde grundsätzlich bei Spielunterbrechungen vorgenommen (leicht begreif und erlernbar)
diese Grundformation richtete sich bei mir immer nach den vorhandenen Spielermaterial aus.
deshalb sind für mich die taktischen Vorstellungen für mich nur Richtschnur, die nicht 1:1 auf jede Mannschaft übertragbar sind.
Ganz wichtig für mich ist die Berücksichtigung, dass durch Auswechselungen kein Bruch erfolgt.
zu meiner Mannschaft
den Kern von G bis D Jugend trainiert, für eine Dorfmannschaft insgesamt eine relativ gute Technik, jeder konnte einen vernünftigen Pass spielen, und eine relativ gutes Zweikampfverhalten. Geprägt wurde die Mannschaft durch 3 Spieler, die sich hervorhoben durch eine gute Technik und Spielintelligenz,
der Rest war Durchschnitt. wohlgemerkt: von einer nicht schlechten Dorfmannschaft, aber auch keiner überragenden.
sehr gut beherrste die Mannschaft von der E-Jugend her das Verschieben, sowohl nach vorne, wie auch seitlich
zur Grundformation
Um meine 3 besten Spieler habe ich die Grundformation aufgebaut. jeder dieser 3 konnte die Position des anderen ohne Wertverlust übernehmen.
Wichtig, da sie ja auch ausgewechselt werden. jedoch standen fast immer 2 von den 3 auf dem Platz
meine Grundformation war nun 3:2:3
einer dieser 3 (Nummer 5) spielte den Innenverteidiger, die beiden anderen (Nummer 6 und 10) die beiden Mittelfeldpositionen
die 5 hatte nun 4 Aufgaben: doppeln beim Verteidiger bei Angriffen über aussen, bei eigenem Ballbesitz in der Abwehr sich zurückfallen lassen und als Anspielperson dann das Spiel aufzubauen, immer wieder selbst sich ins Mittelfelspiel einzuschalten, die Position des offensiven Aussenverteidigers einzunehmen
die 6 und 10 hatten im Prinzip gleiche Aufgabenstellung, jedoch im ständigen Wechsel, beim Abwehrverhalten nahm einer die Position der Nr. 5, der ja nach aussen doppelt, ein,l der andere übernahm praktisch die 6er Positon
wichtig noch, dass beide nicht auf gleicher Höhe sondern leicht seitlich und nach vorne versetzt agierten.
in der Offensive rückten 10 oder 6 hinter die Spitzen, mit Drang in den Strafraum, einer schirmte ab
Die Spieleröffnung erfolgte überwiegend, über die 5 zu 6 oder 10 und von dort über die Aussen, oder zum offensiv werdenden Aussenverteidiger.
alternativ ging es auch oft gerade durch die Mitte.
5,6 und 10 hatten das Potential diese Entscheidungen zu treffen.
vermisst wird wahrscheinlich der Spielaufbau über die Aussenverteidiger, hierzu war das potentielle Vermögen doch stark eingeschränkt.
diese hatten jedoch die Aufgabe bei Ballbesitz ebenfalls im Wechsel ständig mitzumarschieren und sich Aussen anzubieten.
bei eigenem Ballbesiitz den einfachen Pass zum Mittelfeldspieler oder Aussenstürmer zu spielen.
bei Ballverlust in der Offensive ging er nicht in seine eigendliche Verteidigerposition zurück (die hatte ja der 5er besetzt) sondern rückte kurzfristig den kürzern Weg ins Mittelfeld
ähnlich verhielt sich der Mittelstürmer, wenn einer der Mittelfeldspieler im Strafraum war.
hier muss ich ergänzen, dass gerade der 10 offensiv enorme Torqualität hatte, und deshalb des etwas offenisveren Part hatte.
mit der Zeit kamen dann Varianten dazu, die abhängig von der Stärke des Gegeners waren:
hängender Mittelstürmer, hängende Aussen
die Grundformationspositionen waren praktisch immer besetzt, wenn auch von unterschiedlichen Spielern
je nach Spielstärke des Gegners konnte ich offensiver oder defensiver agieren.
ein Problem gab es jedoch:
hatte der Gegner eine guten schnellen Stürmer, der vorne nur stehen blieb und auf lange Bälle wartete.
da meine 3 Abwehrspiele nicht die schnellsten waren, musste dann der 5er etwas zurückgezogen agieren.
Igitt, einige können jetzt sagen, spielt mit Libero, aber das ist Auslegungssache, wie das gespielt wird.
wechselte ich einen der Mittelfeldspieler aus, spielte der andere entweder grundsätzlich nur den offensiven oder defensiven Part.
wie gesagt, das war auf meine Mannschaft zugeschnitten
aber generell hat das 3-2-3 für mich Vorteile
höchst flexibel, ständig Dreieckformationen, und personell in allen Spielfeldbereichen ausreichend vertreten.
ich hoffe, dass es einigermassen verständlich rübergekommen ist
gg