Beiträge von guenter

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    Stimmt Steini.


    deshalb hau ich direkt noch einen drauf.


    Vatertrainer gerade im unteren Jugendbereich, machen das ja nicht für ihre Kinder sondern im Interesse anderer und sollten damit unbedingt
    auch finanziell entschädigt werden.


    gibt ja genug andere, die ehramtlich für unsere Gesellschaft unentgeldlich oder gar mit eigenem finanziellen Aufwand tätig sind.


    einige Personen, die mir letzte Zeit begegnet sind:


    selbständiger Unternehmer, Vereinsvorsitzender hinter dem Bierstand, um die Vereinskasse aufzufüllen, obwohl er bereits eigenes
    Geld in den Verein steckt,
    den Platzkassierer, der 3 Stunden an der Kasse steht, dabei nur 1 Hälfte des Spielfeldes sieht
    Jugendfeuerwehrobmann, der Samstags und Sonntag mit den Jungs auf ein Feuerwehrfest fährt
    VDK-Vorsitzenden, der sich um Belange Hilfbedürftiger kümmert
    Leiter des hiesiegen Jugendorchesters


    absolut keine vollständige Aufzählung


    alle betreiben einen hohen Zeitaufwand, haben teilweise erhebliche Kosten, keiner bekommt einen Pfennig Entschädigung
    einige nicht im Interesse von Familienmitglieder, sondern lediglich für die Allgemeinheit.


    wo wäre ohne diese Personen unsere Gesellschaft.
    sie werden leider immer weniger, weil das Isch immer mehr in den Vordergrund rückt und jeder nur seinen Vorteil sieht.


    Natürlich ist da die Ausgangslage eines F-Jugend-Vatertrainer eine ganz andere, der macht das ja nicht wegen dem eigenen Kind,
    um dem ein vernünftiges Umfeld um Hobby zu ermöglichen (oder doch?).
    er bietet schliesslich eine hohe Kompetenz und enorme Dienstleistung für die Allgemeinheit an, die schliesslich auch finanziell
    ihren Niederschlag haben soll.


    dem, der das nicht will, bieten sich doch Alternativen an.
    mit dem Kind ins Schwimmbald. kostet aber doch wohl auch Geld und Zeitaufwand.
    oder Kartbahn, wohl etwas teuerer, aber was solls.
    billiger ist möglicherweise Radfahren, aber zeitintensiver und anstrengender.


    Problem ist nur, dass das Kind lieber zum Fussballplatz gehen will.
    da ist dann aber oft keiner, das was macht.


    zum Riesenglück gibt es dann jedoch Männer und Frauen, die ihrem Kind zu Liebe aktiv werden, und von deren ehramtlichem Wirken, dann
    auch andere profitieren.


    ganz bewusst provozierend gewesen jetzt.


    Mir geht es gewaltig auf den Keks, dass in unserer Gesellschaft immer mehr der Gedanke sich breit macht, dass für eine Leistung eine Gegenleistung erfolgen muss.


    Wer als Trainer Geld verdienen will, kein Problem, der soll sich dorthin orientieren, wo welches gezahlt wird. Find ich absolut in Ordnung.
    Pech nur, dass wie in allen anderen Lebensbereichen, dann Qualifiktation und Leistungserfolge gefragt sind.


    gg

    Andre


    bei den von dir geschilderten Rahmenbedingungen geb ich dir durchaus recht.
    ich habe 1 Jahr als Jugendtrainer einem Verein, mit dem ich eigendlich nichts am Hut hatte ausgeholfen. Man hat da keinen Mitgliedsbeitrag
    eingefordert, ich hätte das auch wohl nicht akzeptiert.


    trotzdem lann ich dir nicht ganz zustimmen, weil gerade die von dir geschilderten Rahmenbedingungen (bessere Bezeichnung fällt
    mir im Moment nicht ein) überall anders sind.


    deshalb schildere ich dir mal meine Situation.


    mein Verein ist nicht der BVB, 04 oder Bayern, sondern der FC Kleckershausen. 50 Jahre Mitglied. im Verein und bei der AH, obwohl nicht
    mehr aktiv. jedes Jahr mit Frau Diskussion wenn Beiträge abgebucht werden. Kündigung für mich undenkbar.
    50 km entfernt, ab und zu Spiele besucht, bis vor kurzem immer wieder mal ehrenamtliche Tätigkeiten ausgeübt-
    früher auch mal Jugendtrainer dort gewesen. nie auf den Gedanken gekommen finanzielle Vorderrungen zu stellen.
    halt mein Verein (!)


    dann neuer Wohnort, neuer Verein, Mitglied geworden (Verein un AH). man will ja Kontakte bekommen. Kinder, plötzlich wie so oft und ungewollt (?)Jugendtrainer.


    kannst du dann dann auf die Idee kommen und fordern, dass dein Beitrag zum Verein entfällt, weil du ehrenamtlicher Trainer machst ?


    muss gestehen, hab leicht zu reden, da Familienbeitrag in diesem Verein nur unwesentlich differenzierte vom Beitrag für 2 Kinder.
    das jedoch nur nebenbei.


    dieses Thema kann man nicht nur aus einer Sichtweise betrachten. zu unterschiedlich ist die Motivation und die Einstellung der
    Betreffenden. da kann es keine einheitliche Richtung geben.


    Wie in vielen anderem seh ich es so, dass jeder aus seinen ganz eigenen Umfeld und Vorgaben geprägt ist und auch dann die
    entsprechenden Erwartungen hat.


    Ich käme nie auf die Idee, bei meinem Heimatverein die Aussetzung des Mitgliedsbeitrage bei einer ehrematlichen Jugendtätigkeit
    überhaupt in Betracht zu ziehen,
    während diese Foderung in deinem Falle aus meiner Sichtweise absolut berechigt ist.


    so unterschiedlich kann das sein.


    übrigens:


    seit längerem wird mir verstärkt bewusst, dass viele meiner Beiträge stark beeinflusst sind durch die spezifischen Umstände
    die vor Ort anzutreffen sind, durch persönliche Erfahrungen, anderes Umfeld, andere Vorraussetzungen, persönliche Einstellungen.
    Ich vermute, dass viele Beiträge hier genauso geprägt sind.


    gg


    gg

    Ausbildung bedeutet möglichst vieles erlernen. Geschieht das noch in einem festgelegten System? Ist es nicht sinnvoller in diesen Ausbildungsjahren auch unterschiedliche Systeme mit weniger exakten Vorgaben und Erwartungen spielen zu lassen?



    Ich denke zunächst nein. Vielmehr bin ich der Meinung, dass häufig wechselnde Spielsysteme die Kinder verwirren und überfordern können.


    Zitat von »guenter«
    die taktische Marschrichtung wird für mich im Kinder- und unteren Jugendfussball eindeutig zu hoch gehangen, zumindest sehen viele Beiträge hier so aus.



    Vielleicht nennst du dann diese Beiträge und die konkreten Passagen dann mal direkt, damit wir wissen, woran du dich störst. Über diffuse Eindrücke lässt sich leider nur schwerlich diskutieren -- und das meine ich im eigentlichen Wortsinne, nicht im Sinne von streiten.



    Hallo Tobi


    mein 4. Versuch
    bisher jedesmal aus Intenert rausgeflogen und Beitrag gelöscht.
    aber ich bin dir eine antwort schuldig, drum versuchs ichs nochmals-


    zuerst zum Zeiten:


    ich beziehe mich hier auf die allgemeine Diskussion, welche taktische Mannschaftsaufstellung, die richtige oder gar bessere ist.
    gibt es die überhaupt? für meine Einstellung ist es unwichtig, welche Taktik ich spiele; 4 3 1. 332. 341 usw.
    in dieser Altersstufe hat es eindeutig Vorrang dass die Jungs erkennen was das Ziel ihrer Aufgabe ist, was sie dafür tun müssen,
    und an gewisse Vorgaben sich haltend sollen.


    zu 2


    klar werden die Jungs bei ständig wechselnder Systemvorgabe schnell überfordert, davon schreibe ich auch nicht.


    versuch mal in Kurzform meine Handlungsweise darzustellen


    ich spreche von Grundformation 3:3:2, auf die sich bei ruhendem Ball zurückgeordnet wird.
    aus dieser Grundformation wird dann je nach Gegnerstärke allein durch Verschieben einer Position ein 4;2;2, 3;2;3 usw.


    allein durch Auswechselungen (starkes Leistungsgefälle) ergibt sich ja schon ein verändertes Spielsystem trotz gleicher Grundformation.


    Beispiel:


    ich begann mit 4:2:1
    beider Aussenabwehrspieler waren eigendlich Aussenstürmer. Auftrag absolut offensiv zu spielen.
    im Prinzip spielten wir ein 2_2-4
    beim nächsten Wechsel kam für einen zentralen Stürmer ein Abwehrspieler, dadurch 3:2:3


    ein Spielsystem habe ich nicht durch grosse taktische Erklärungen geändert,
    sondern allein durch eine neue Aufgabenstellung einzelner Spieler, vor allem bei Auswechselungen.


    jeder hat ja seine eigen Phylosophie (hoffentlich)


    meine war die, dass ich nicht Taktik nach meinen Vorstellungen ausgerichtet habe, sondern immer nach den Spielern, die auf dem Platz
    waren, da das Leistungsgefälle sehr gross war, gab es da dann enorme Unterschiede .


    Achtung:
    ich trainierte die Jungs 6 Jahre, wusste genau was sie umsetzen können, und sie wussten auch genau was ich wollte.
    ich weiss auch nicht, ob es der richtige Weg ist oder war. Nur ich kam mit meiner Truppe so am besten klar.
    Vorgaben und Leitlinien sind wichtig, aber als Trainer sollte man auch seinen eigenen Weg suchen und finden.


    der Fussball lebt auch von der Vielfalt seiner Trainer. Wer mag schon beurteilen, was der richtige oder falsche Weg ist?
    viele Wege führen bekanntlich nach Rom.


    gg

    spontan kam mir der Gedanke, ob man eigendlich über noch ein banaleres Thema diskutieren kann.


    auf Wunsch der Kids, hab ich das auch schon im Training gemacht. Es war das In-Spiel der Jungs auf dem Bolzplaz.
    warum also nicht auch mal im Training?


    bei genauerem Eingehen auf die Beiträge ergeben sich aber 2 höchsprisante Aspekte.


    1. Beschwerdemail eines Elternteils
    2. Namensumbenennung


    zu 1


    gerade aufgrund dieses Mails, hätte Arschschiessen im nächsten Training bei mir auf dem Programm gestanden.
    den betreffenden Jungen hätte ich davon ausgeschlossen und was anderes machen lassen (z.B. jonglieren)


    es kann nicht sein, dass sich Trainingsinhalte oder Vorgehensweise nach einzelnen Wünschen richten.
    Nicht der Einzelne sondern die Mehrheit geben die Vorgebensweise an.
    wo kommen wir da hin? der nächste beschwert sich, weil wir mal ne Runde laufen, ein betreffendes Kind Letzer wurde, 1:1 Turnierformspielen irgendeiner ja letzter wird, usw.


    zu 2


    der Name ist für mich ein höchst persönliches Gut.
    Spitznamen können einen irgendwie stolz oder zu etwas besonderem machen, aber auch absolut höchst kränken.
    Meistens wissen wir Erwachsene nicht, wie Kinder das empfinden.
    der geschilderte Fall überschreitet für mich aber die Grenze. das ist schon Mobbing
    gerade wir Trainer sollten bewusst darauf achten, dass gewisse Ausdrücke oder Bezeichnungen im direkten Umfeld
    zu unterbleiben haben. Hier bin ich als Trainer sofort eingeschritten und zwar massiv.
    der Trainer ist hier absolutes Vorbild, darum hat er die Spieler mit korrektem Vornamen anzusprechen.
    Problem entstand bei Spielern mit gleichem Vornamen. hier hab ich zur Unterscheidung im Gespräch die Kinder entscheiden lassen,
    wie ich sie ansprechen soll.
    mein Vorschlag war immer: Vorname und Anfangsbuchstabe des Nachnamens: Leo S und Leo A.
    die andeen Kids hatten das schnell übernommen.


    auf Spitznamen ausserhalb des Fussballes haben Trainer keinen Einfluss und sollten sich draussenhalten, diese aber nicht übernehmen,
    es sei denn es handle sich um gängige (vom Jungen aktzeptierte )Abkürzungen (Jo, statt Johannes)


    Namen, die jedoch einen anderen Sinn ergeben (Henriette statt Henri) müssen von uns Trainern, und hier auch Einfluss im privaten Bereich)
    absolut unterbunden werden. Für mich ist das ein sozialer Auftrag.


    übrigens:


    seit ich Arschschiessen auf dem Bolzplatz verfolgt habe, finde ich das geil.
    die Jungs heute sind offensichtlich fantasievoller als zu meiner Zeit, als es fast immer nur das berühmte Elfmeterausscheidungsschiessen gab.


    gg


    gg

    .. und wer hats erfunden?


    Schade, dass Ralf nicht einmal erwähnt wird, er hatte in der Schweiz einen Vortrag gehalten. Wir sind uns wohl einig, er hätte es verdient gehabt!


    Ehre wem Ehre gebührt.


    Ralf hat mit Sicherheit entscheidend gewirkt. aber nicht "erfunden".
    die Diskussion Punktrunde in der E-Jugend abzuschaffen hab ich bereits vor über 15 Jahren bei einem Urlaub im Schwarzwald
    (wohl Badischer Fussballverband) in der Zeitung verfolgt.


    einen Teilerfolg (für mich ein wesentlicher Schritt) ist aber wohl eindeutig Ralf zuzordnen.


    Vorgestern 5 Minuten (!) Beitrag im Saarländischen Rundfunk:


    im gesamten Landesverband Saarland werden die Zuschauer vom Spielfeldrand entfernt.
    Vorerst wird auf dei Vernunft der Vereine gesetzt, aber der Verband scheut sich nicht davor, dies auch mit entsprechenden
    Sanktionen durchzusetzten.


    offensichtlich wird jedoch weiterhin mit Schiri gespielt, da ein zu Wort kommender Verbandsfunktionär sich durch diese
    Regelung eine Verbesserung bei den Jungschiris versprach.


    in diesem Bericht kamen auch Eltern zu Wort, die diese Regelung überwiegend begrüssten.


    Mit Sicherheit sind nicht alle Ziele der FPL umgesetzt,


    für mich ist hier das Weniger aber ein Mehr.


    besser ein Teil landesweit, als hier und da eine Staffel mit allen Vorstellungen.


    gut finde ich hier auch die Vorgehensweise des Verbandes, diese Neuerung im Radio zur besten Sendezeit unters Volk zu bringen.


    bin jetzt mal auf die Umsetzung gespannt.


    gg

    ich kann nur staunen.


    Taktikfuchs betreut eine G-Jugend. Kinder im Alter von 4-6 Jahren. Kinder aus unterschiedlichen Elternhäuser, mit all all ihren Eigenarten.
    Taktikfuchs hat das ja sehr deutlich beschrieben.


    manche Beiträge kommen mir aber dann so vor, als ob er einen älteren Jugendjahrgang oder gar Aktive trainiert.


    klare Regeln aufstellen, Spielsperren bei deren Nichteinhaltung, Mitteilungen per Mail (obwohl Eltern kein Deutsch können),
    Halbjahresterminplanung usw.


    und das bei 4-6jährigen, die erstmals in eine grössere Gemeinschaft kommen, teilweise keine Regeln und Konsequenzen kennengelernt
    haben, vielleicht gar kein grosses Interesse haben, nur kommen weil der Freund dahingeht, Eltern oder Opa das will, ihre
    Eltern kein Interesse haben, nur froh sind, dass ihr Kind andersweitig betreut wird.

    ich selbst bin ein grosser Freund von Disziplin und den damit erforderlichen Konsequenzen im Fussball.


    aber doch nicht so!!


    hier wird oft davon geredet, dass wir Kinder nicht überfordern sollten. Richtig.
    das gilt aber auch für Eltern, die neu dazukommen.
    da ist für mich die Holzhammermethode der falsche Weg.


    Es geht auch anders.


    dazu muss man jedoch Zeit und Geduld aufwenden.


    Gerade das G-Jugendalter bietet viele Möglichkeiten, die Grundlagen für zukünftig richtiges Verhalten zu legen.
    aber doch nicht die entweder oder Methode in diesem Alter. Lasst doch den Kindern und ihren Eltern mal die Zeit um in den Mannschaftssport reinzuwachsen.


    manche Beiträge hier sind Erwachsenen-Fussball auf Kleinstkinder übertragen in pur.


    Vorstellungen und Ansprüche der Trainer müssen auch an die jeweilige Altersgruppe und deren Umfeld zurückgeschraubt und angepasst
    werden.


    Ich weiss wovon ich rede. Garantiert nicht in allem soviel Ahnung vom Fussball wie viele andere hier, aber ich habe 2 G-Jugende
    aufgebaut, weitergeführt und seh die Erfolge (gerade was Disziplin und Einstellung betrifft) dieser Jahrgänge jetzt im Aktiven-
    im anderen Falle im B-Jugendbereich.


    Es hat mich etwas mehr Zeitaufwand, vor allem aber viel Geduld gekostet, eigene Ansprüche zurückgeschraubt,aber es hat sich gelohnt.


    mein Motto war: Konsequenz, aber ohne Androhung, ohne Druck , vor allem aber die Entscheidung und die Verantwortung welchen Weg das Kind geht auf die Eltern übertragen.


    GG

    es gibt schon gewaltige Unterschiede.


    8 Jahre bei G und F Jugend weder von mir selbst, noch vom gegnerischen Trainer irgendwelche Pässe kontrolliert.
    warum eigendlich auch? worum geht es in dieser Altersgruppe?


    gg

    bei vielen Übungen ganzheitlich trainiere...automatisch so zu sagen....denn bei den meisten Übungen benötige ich zum trainieren des Defensivverhaltens...halt auch offensive Akteure...das Eine bedingt immer das Andere.



    seh ich genauso, habs auch schon mal geschrieben.


    welchen Schwerpunkt ich dabei als Trainer sehe, spielt da dann zwar für den Trainer, aber wohl weniger für die Jungs eine Rolle.


    allgemein zur Taktikdiskussion.


    ein herrliches Diskussionsthema für Trainer. bei der auch jeder Trainer seine ihm ureigene Fussballphylosphie unterbringen kann.


    geh ich jedoch von dem hier Geschrieben aus, gehen mir die einzelnen Überlegungen und Gedanken zuweit.


    ich vertrete hier eine andere Phylosophie-


    Gerade D-Jugend-Jahre sind die Ausbildungsjahre.
    das Erlernen gewisse taktischte Vorgaben (sowohl für den Einzelnen, aber auch schon für Mannschaftsteile und in gewissem Rahmen
    auch schon für die gesamte Mannschaft) zu begreifen und versuchen dies umzusetzen stehen dabei für mich absolut im
    Vordergrund.


    diese Vorgaben sollten jedoch einfacherer Art sein und sich am Leistungsvermögen des einzelnen ausrichten.


    In diesem Alter spielt es für mich da absolut keine Rolle. welches Spielsystem letzendlich gespielt wird, oder welches System
    für meine Mannschaft das beste ist (für mich ist das dann Leistungsdenken)


    Ausbildung bedeutet möglichst vieles erlernen.
    Geschieht das noch in einem festgelegten System?
    Ist es nicht sinnvoller in diesen Ausbildungsjahren auch unterschiedliche Systeme mit weniger exakten Vorgaben und Erwartungen
    spielen zu lassen?


    geh ich von dem hier Geschriebenen aus, entsteht bei mir jedoch der Eindruck, dass bereits bis ins letzte Detail ausgeklügelte
    Systeme eingefordert werden, wie man sie sich bei leistungsbezogenen Mannschaften vorstellt.


    auch ich hab mich stets mit taktischen augeklügelten Überlegungen befasst, diese dann jedoch in der Praxis erheblich zurückgefahren.


    nach mir kamen andere Trainer, mit anderen taktischen Überlegungen, einer anderen Phylosphie.
    die von mir nicht einseitig taktisch geschulten Jungs, hatten wenig Probleme sich da umzustellen.
    bis zu Beginn der C-Jugend standen die Grundschulungen der Taktik im Vordergrund, nicht die Details, die kommen später.


    die taktische Marschrichtung wird für mich im Kinder- und unteren Jugendfussball eindeutig zu hoch gehangen,
    zumindest sehen viele Beiträge hier so aus.


    irgendwie ist das für mich ein Widerspruch zu sonstigen Forderungen die für diese Altersgruppe berechtigterweise
    hier immer wieder gestellt werden.


    aber jeder hat ja seine eigeine Fussballphylosophie. das ist auch gut so.


    gg

    die von Don zitierte Regelung des Hessichen Fussballverbandes spricht von höheren und unteren Mannschaften.


    meines Wissens nach bezieht sich das aber auf Mannschaften, die in aufstiegsberechtigten Ligen spielen.
    nicht Mannschaft 1,2,3 ist hier gemeint, sonderen die Klassenzugehörigkeit.
    Beispiel:
    B1 spielt Verbandsliga, B 2 Bezirksliga oder Gruppenliga. hier greift dann diese Regelung.


    spielen beide Mannschaften in einer gleichhohen Klasse (geht bei uns auch nur in der untersten Klasse) ist die 2. Mannschaft eh nicht
    aufstiegsberechtigt.


    bei der F-Jugend oder E-Jugend (dort wo es keine Klassifizierung gibt) bei F1,2,3 usw von höheren und unteren Mannschaften zu sprechen
    trifft meines Erachtens nicht zu. ist aber wohl halt möglicherweise auch wiederum unterschiedlich von Verband zu Verband.


    mein wiederholter Rat:


    beim jeweiligen Verband anrufen und konkrete Antwort erhalten.

    in deinem Altern she ich eigendlich kein grösseres Problem.


    wie sagte mal ein Fussballkollege: im Fussball zählt nicht ob einer gross oder klein, alt oder jung ist, es gibt nur gute und schlechte Fussballer, das gilt auch für Trainer.


    eine andere Überlegung für dich mal.


    Mit die besten Trainer, die ich kenne, hatten einen ähnlichen Werdegang wie du jetzt, relativ als junger Aktiver dauerverletzt, das eigene
    Spiel zurücksetzten bzw. ganz aufgeben und dann ins Trainergeschäft eingestiegen.


    du bist noch sehr jung, kannst in Ruhe und mit Zeit dir eine vernünftige Trainerkarriere entsprechend deinen Umständen aufbauen.
    lass dir da etwas Zeit. Ich würde in D oder C-Jugend anfangen, Grunderfahrungen sammeln, und dann langsam höher gehen.


    denk da etwas mehr an dich, nicht was der Verein zur Zeit gerade braucht.


    es besteht da ja auch die Gefahr schnell verbrannt zu sein. Und das wäre bei den gegebenen Vorraussetzung bedauerlich.


    Bin mit meinem Rat aber subjektiv aus eigener Erfahrung geprägt. Mit 25 Jahren 4 Jahre lang Aktiventrainer, dann 2 Jahre A-Jugend
    trainer mit besonderen Aufgaben und Zielstellung. danach keine Lust mehr (trotz Erfolge) auf die Trainertätigkeit, aus heutiger
    Sicht durch viel Intensität wohl frühzeitig ausgebrannt. Würde rückwärtsschauend anders vorgehen (langsam aufbauen)


    gg

    meine Überlegung und auch Erfahrung geht in eine andere Richtung


    Andre spricht von 20-25 Minuten Aufwärmphase, der zeitliche Aufwand ist angemessen, da es sich um eine D-Jugend handelt.


    Patrick spricht aus der Erfahrung einse jüngeren E-Jugendjahrganges.


    für mich ist da das Aufwärmprogramm, andere machen das sogar noch länger, eindeutig zuviel.
    das sind da ja schon halbe Trainingseinheiten.


    einer hat geschrieben, dass es beim Aufwärmen hauptäschlich um die Konzentration geht. da stimme ich voll zu.
    dazu bedarf es aber keiner derart langen Zeit.


    Aus körperlichen Gründen ist in dieser Altersstufe im Gegensatz zu Älteren relativ von sehr geringer Bedeutung.


    Hier ist es zuviel des Guten.


    Steini


    Frage an dich,


    du beschreibts das Spiel mit 3 Mannschaften, kommt aus der holländischen Fussballschule, zumindest kenn ich es daher.
    ab welcher Altersstufe machst du das.


    hab das im Training öfters gespielt, sowohl im kleineren Feld, als auch im grösseren Feld.
    in E-Jugend mal ausprobiert, aber eigendlich erst ab D-Jugend zum vernünftigen Ergebnis gekommen und dann regelmässiger eingebaut.
    hängt wohl auch vom Können der Mannschaft ab.


    kann diese Übung nur empfehlen, auch zum Aufwärmen vorm Spiel, nachdem die Mannschaft es im Training begriffen hat.
    aber auch wiederum nicht zu lang. 5-8 Minuten sind da völlig ausreichend.


    gg

    wie so vieles andere das hier auch immer wieder kontrovers diskutiert wird,


    versucht man Fehler bzw Unzulänglichkeiten aus der Vergangenheit durch extreme gegenteilige Veränderungen auszumerzen,
    dabei nimmt man dann auch in Kauf aufzugeben, was gut war.


    Man spricht nicht umsonst in allen Lebenslagen vom "goldenen Mittelweg".


    Plagiate können nie so gut sein wie das Original.


    man verfällt sehr schnell von einem Extrem ins andere. Ist das letzendlich gut?


    die Mentalität des deutschen Fussballes war nicht immer der schönen eleganten Natur, aber einiges behalten was eigendlich den Erfolg mitbewirkt hat wäre wohl doch sinnvoll.


    Trainingsmethoden und Taktik von gestern werden nur noch als schlecht und veraltetet angesehen, alles Neue ist nur noch gut.


    Kinderfussball der Vergangenheit wird in seiner Gesamtheit inzwischen als Versündigung angesehen.
    die angeblich neuesten Erkenntnisse als das Einzig wahre klorifiziert, ohne dass es längerfristige Analysen gibt.


    die zu niedrigen Mitgliedsbeiträge gleich in extrem hohe umzwandeln, anstatt moderat anzupassen.


    könnte das fortführen, mit Beispielen von der Nationalmannschaft bis zum kleinsten Dorfverein.


    erinnert mich alles ein klein wenig an die 68er Generation, als einige versuchten unsere Gesellschaft extrem umzuwandeln
    (als Beispiel die total antiautoritäre Erziehung hin zur total freien Entwicklungsgestaltung der Kinder)


    bewusst etwas extrem dargestellt, aber totale Umkehrung von Werten, Erfahrungen und Vorgehensweisen war noch nie zum Vorteil.


    Weiterentwicklung dagegen muss sein. aber stetige Weiterentwicklung des Bisherigen mit den Erkenntnissen von heute
    bringt letztendlich mehr, als totale Umkrempelung.


    Deshalb bin ich eindeutig für den bereits erwähnten goldenen Mittelweg.


    zum Thema: der lange Pass gehört zum Fussball wie das Kurzpassspiel. das Eine zu verbessern, kann doch nicht bedeuten, das andere
    abzuschaffen, bzw Trainings- und Spielmethoden nur noch in eine Richtung zu gestalten.


    gg

    Viererkette ist nicht gleich Viererkette.


    um sie gut zu spielen braucht es seine Zeit.


    konkretes Beispiel:


    ein wirklich guter erfahrener Trainer hat eine junge Landesligamannschaft vor 2 Jahren übernommen und auf Viererkette
    umgestellt (hatte auch die richtigen Typen dazu)


    seine Planung: im 1. Jahre intensives Schulen und Konzentration auf das Abwehrverhalten.
    im 2. Jahr Konzentration auf das offensive Ausnutzen der Vierkette .


    also 2 Jahre Aufbauarbeit.


    Ergebnis: Mannschaft spielt jetzt Verbandsliga und hat ihre 2 ersten Spiele deutlich gewonnen.


    Viererkette kann im Prinzip jeder spielen lassen. die Frage ist jedoch wie erfolgreich.
    Viererkette mach Sinn, wenn sie erfolgreich ist, und dazu muss man sich einfach Zeit lassen, mit ein wenig oder etwas mehr üben, ist es da nicht getan. und Rückschläge muss man davor allem im ersten Jahr auch immer in Kauf nehmen.


    gg

    im Prinzip sind die letzen Kommentare deutlich und helfen dir sicherlich weiter.


    eigendlich hast du einen Glücksstart, wenn du es jetzt richtig anpasst.


    Mach dir mal weniger Gedanken über das Du und das Sie, auch bei der Elternschaft.
    ich habe meine lebenlang auf dem Sportplatz die Leute mi Du angeredet, auch die, die ich im Privatleben gesiezt habe.
    Du und Sie hat absolut nichts mit Respekt zu tun.
    Da dich der ein oder andere Elternteil jetzt ja wohl schon dutzt, würde ich das generell allen Eltern anbieten.


    Das Mail des Vaters ist ein Glückfall für dich. Ich würde mich ausdrücklich bei ihm für die Infomration bedanken, und das als gutes Beispiel allen
    Eltern bekannt machen.


    Zum Spieler habe ich eine ganz klare Einstellung. Hier wird deine Entscheidung richtungsweisend sein.
    Hatte auch einen solchen Vorfall und bin wie folgt vorgegangen.


    Aufstellung bekanntgegeben, mit betreffendem Spieler im Mittelfeld. Forderte er wieder seinen Stürmerplatz ein, worauf ich ihn
    in der Anfangsaufstellung gestrichen habe, mit dem Hinweis, dass dort bereits X un Y spielen, und er erst in der 2. Halbzeit dort eingewechselt werden kann.


    zum dirigierenden Spieler:


    das ist eine Gradwanderung: dirigieren ja, rumkommandieren und nörgeln ein Unding.
    das musst du in die richtigen Bahnen leiten, Gespräche mit dem Spieler erforderlich.


    gg

    ich hatte in F und E-Jugend folgende Regelung


    egal ob Heim oder Auswärts ging es genau 30 Minuten vor spielbeginn in die Kabine, wer nicht rechtzeitig da war, spielte nicht von Anfang an.


    höchst selten kam jemand zu spät.


    10 Minuten umziehen mit gleichzeiter Mannschaftsbeginnvorstellung
    , 15 Minuten warmmachen ( der eigendliche Warmmachgrund entfällt bei Kinder dieses Alters)
    2 Minuten Spielvorbereitung


    ab D-jugend 15 Minuten zusätzliche Zeit.


    übrigens, bei Auswärtsspielen gab es bei mir keine Treffzeit, sondern nur Abfahrtszeit, zu der aber pünktlich abgefahren wurde,
    wann die Einzelnen kamen, war mir egal, wer bei der Abfahrzeit nicht da war, hatte Pech.
    Ausnahme: telefonischer Anruf, dass vespätet kommt.


    nach 4 Wochen die allerbesten Erfahrungen.


    gg

    Andre


    bei diesem Thema sollten wir etwas vorsichtiger sein.


    zu differenziert ist die Absicherung von Beamten, Angestellten im ÖD. dem normalen Arbeiter oder gar Selbständigen.


    kaum jemand ist privat so abgesichert wie es sein sollte. ich weisse wovon ich rede.


    du hast Recht, eine Unfallversicherung, die gerade den Sozialhilfestatz abdeckt, sollte man kündigen, die braucht man nicht.
    ein seriöser Versicherungsvertreter wird aber auch immer entsprechende Summen vorschlagen. (Kinder z.B. nicht unter 500.000,--€
    oder 1500,--€ mtl Rente.


    der Versicherungsschutz lt. DFB-Rahmenvertrag ist auch nicht als Versicherungsschutz, sonder als Ergänzung zu sehen, auf die manch einer durchaus angewiesen ist.


    ich empfehle hier jedem Einzelnen ein entsprechendes Gespräch mit einem Versicherungexperten seines Vertrauens.


    gg

    Hallo Zodiak


    ich muss dir mal ein Riesenkompliment machen.
    :!::!::!:


    Zusammenhalt und Begeisterung der Truppe scheint dir sehr wichtig zu sein. Ist es auch. Nicht nur Trainingsinhalte und Konzepte,
    sondern auch andere Massnahmen, die du ja geschildert hast, sind da ganz bedeutend (ich hatte das etwas übertriebenals den berühmten Saufabend bezeichnet)


    Jugend kann man leichter führen und begeistern. Totzdem wünschte ich dir 2 erfahrene Spieler, die dieser Truppe in schwierigen Situationen
    weiterhelfen könnten. Fussball ist aber leider kein Wunschkonzert.


    einen Zahn muss ich dir leider ziehen. du erwähnst öfters, dass du noch nicht mit deiner wunschelf spielen konntest.
    du wirst das auch höchst selten tun können. die 2 aktuellen Verletzunge zeigen das jetzt schon.
    Umso wichtiger wird sein, wenn die Saison losgeht, und die Mannschaft vorerst mal steht, die Spieler von 12 bis 16 oder 17
    unbedingt bei Laune hälst. das ist nicht ganz so einfach.


    ansonsten wünsche ich dir für die kommende Saison einfach nur etwas Glück. deine Vorbereitung dazu war gut.


    wie deine Arbeit letzendlich nac h Saisonende bewertet wird, hängt von 2 Faktoren ab-


    1. der Tabellenplatz und 2. wieviele deiner Spieler in der darauffolgenden Saison in der Mannschaft verbleiben.


    halt, es ist ja 2. Mannschaft, da spielt natürlich eine entscheidende Rolle wieviele deiner Jungs den Sprung in die 1. schaffen.


    ich bin überzeugt, so wie du deine Trainertätigkeit auffasst, braucht du nur noch ein kleinwenig Glück zum Erfolg.


    das wünscht dir für die neue Saison gg

    komm nochmals auf die Versicherungsfrage zurück.


    mein Wissensstand entspricht dem von Sir Alex.
    ich denk auch weniger an eigene Verletzungen, da hab ich es immer wo wie von Andre beschrieben gehandhabt.
    es bleibt aber die wesentlich wichtigere Frage der Haftung. da seh ich das grosse Risiko, das nicht über die Privathaftpflicht
    abgedeckt ist.


    ausserdem solltet ihr euch mal bei eurem Verein über folgenden Sachverhalt informieren:


    viele Vereine haben eine Kasko-Versicherung (Auto) für ihre Mitglieder abgeschlossen.
    abgedeckt sind da alle Fahrten zu offiziellen Vereinsterminen (Spiel, Training, Sitzungen) .
    nicht nur Trainer und Vorstandsmitglieder, sondern auch Eltern, die ihre Kinder zum Spiel fahren sind hier versichert.
    kenn 2 Fälle aus hiesigem Verein aus letzter Zeit, wo diese Versicherung eingesprungen ist.


    hier ist aber die Mitgliedschaft im entsprechenden Verein Vorraussetzung.


    erkundigt euch mal.


    gg

    die beitragsfreie Mitgliedschaft für Trainer kenn ich auch. finde ich übrigens die sinnvollste Lösung.


    aber Trainer ohne Mitgliedschaft?
    mir hat mal ein Verantwortlicher gesagt, dass das zu erheblichen Problemen in Versicherungs- und Haftungsfragen führen kann, da Ehrenamtliche ja keinen Vertrag haben.
    Hat mich aber nicht weiter interessiert, da ich immer Mitglied war.
    Andre, an deiner Stelle würde ich das aber mal überprüfen lassen, und eine beitragsfreie Mitgliedschaft anstreben.


    gg