Micha und Kicker sind nicht die ersten und auch nicht die letzten engagierten Trainer die an ihrem Umfeld, aber auch an ihren eigenen
Vorstellungen gescheitert sind.
Und der prozentuale Anteil draussen vor Ort ist mit Sicherheit noch grösser als hier im Forum.
Leider sind es meist gerade die Trainer, die was bewegen wollen und auch könnten.
In meinem Umfeld sind es auch überwiegend junge Trainer, die mangels Unterstützung das Handtuch werfen (müssen).
Lt. Aussagen sind andere nur deshalb noch dabei, weil sie es im Interesse ihres Kindes machen.
In kleineren Vereinen ist die Fluktuation von Trainern genauso bedenklich wie das Aufhören von Spielern.
Für mich stellt sich da die Überlegung, ob die Ansprüche der Trainer nicht zu hoch sind?
die Ansprüche an die Spieler, die Eltern, den JL, den Vorstand und auch den Verband, vor allem aber derAnspruch den der jeweilige Trainer
an sich selbst stellt.
Man will doch alles zu 100% richtig machen. Aber in welchen Lebenslagen geht das überhaupt.
Müssen diese 100% erreicht werden?
Würde mit einem Zurückschrauben der Erwartungen und Ziele, sagen wir mal auf 80%, letztendlich nicht mehr erreicht werden?
Wieviele der oben aufgeführten Trainer wären dann noch vielleicht aktiv?
Für mich hatte ich diese Antwort gegeben, vielleicht auch ein Grund warum ich 15 Jahre ununterbrochen im KIFU in einem schwierigen
Umfeld tätig sein durfte.
Aber letztendlich muss das jeder für sich entscheiden. schliesslich ist jedes Umfeld anders.
Ich finde es deshalb nicht ungefährlich (gerade für junge Trainer) wenn hier immer wieder die 100%igen Ziele des KIFU als das Einzig Wahre
proklamiert werden und bei deren vollen Nichteinhaltung man dann als kinderfeindlich diffamiert wird.
der Verlust vielen engagierter Trainer sollte schon mal zum Nachdenken anregen. Und nicht nur in einer Richtung.
Leider kennt keiner den Königsweg.
da ist es nicht getan nur auf das schlimme (leider nur sehr schwierig zu verändernde) Umfeld zu schimpfen und mit würde, würde und wenn, wenn, dann, dann
zu kommen.