Beiträge von guenter

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    Das was du von deiner Seite sicherlich gut gemeint hast, wäre bei mir auch anders angekommen.


    ja ich hätte es als arrogant, überheblich und Verarschung empfunden.


    Lieber eine hohe Niederlage, als eine knappe, bei der man vorgeführt wird.


    als Trainer hätte ich deine Massnahmen nachvollziehen können, als Spieler wäre ich absolut sauer gewesen, so vorgeführt zu werden.


    Man kann da durchaus wohl weniger auffällig vorgehen.


    Man kann sich nie sicher sein, ob Gutgemeintes auf der anderen Seite auch so ankommt.


    gg

    Karl
    ich hätte mich etwas klarer ausdrücken müssen.


    Meine Aussage bezieht sich auf gleiche Spielzeit in einem Spiel.


    Ich hab schon öfters mitgeteilt, dass ich für mich gleiche Spielzeit im Laufe der Saison als die bessere Lösung sah, mit dem Hintergrund
    dass ich einen stark leistungsunterschiedlichen Kader hatte, halt eine typische Dorfmannschaft.


    Kompromisse müssen nicht immer faul sein. Kompromisse sehe ich nicht nur bei den Spielzeiten sondern noch stärker in anderen Bereichen.


    Und wenn ich feststelle, dass meine Idealvorstellungen mit der Mannshaft und Umfeld nicht umsetzbar sind, dann geh ich Kompromisse ein,
    an erster Stelle mal mit mir zuerst. Ich finde das sinnvoller, als mir das passende zu suchen, was es im Umfeld eh nicht gibt, oder die Mannschaft einem Trainer überlassen, der noch schlechter ist als ich.


    @Uwe
    du schreibst, dass es Dinge gibt, da darf es kein Hintertürchen geben.
    Stimme dir zu, es gibt aber Dinge, da muss man nicht durch eine Hintertür gehen, sondern kann einen anderen Weg suchen und finden, der der besser zur Mannschaft und Umfeld passt,letztendlich jedoh zum gleichen Ziel führt.


    deine Argumentation mit der FPL passt hier nicht.
    auch wenn man das ein oder andere aus einer anderen Sichtweise betrachten kann, kann ich dann, wenn ich bei der FPL mitmache
    keine Kompromisse eingehen, dann muss ich sie als Gesamtes annehmen, das sind nämlich Regeln, die für alle gleich gelten.



    diskutieren wir eigendlich aus gleichen Gegebenheiten heraus?


    Beispiel:


    Mannschaftsstruktur, haben wir da eigendlich gleiche Vorstellungen über starke und schwächere Spieler.?
    E-Jugend, nach 10 Minuten 4:0, die 3 Leistungsträger gegen die 3 schwächsten ausgetauscht, Spielstand in der Halbzeitpause 4:4,
    so extrem waren bei mir die Unterschiede. Hier suchte ich Wege und fand sie, dass alle zu ihrem Recht kamen.


    desweiteren ist es ein Unterschied, ob ich eine Mannschaft ab G neu aufbaue
    oder eine E übernehme, die bis dato nach all dem Kinderfussball widersprechenden Regeln geführt wurde, und du der erste Trainer im Verein bist, der andere Vorstellungen hat, da kannst du nicht mit Schwarz oder Weiss kommen, sonst fällst du auf die Schnauze,
    wie mir geschehen.


    zwischen Schwarz und Weiss gibt es nicht nur grau, da kann es durchaus auch leuchtende Farben geben.


    Mit einem Entweder - Oder kommt man auch nicht immer weiter.




    gg

    Die Klärung, ob das rechtlich möglich ist oder nicht, bringt dir letztendlich gar nichts.


    die Ursache für das Ganze müssen tiefer liegen. das bisher von dir Geschilderte reicht für solches Vorgehen nicht aus.


    der wirkliche Grund kann ganz banale Ursachen haben, dir whrscheinlich nicht bekannt, zumindest nicht bewusst.
    Nur wenn es dir gelingt, diesen wirklichen Grund zu eroieren, besteht unter Umständen eine Möglichkeit (wenn auch geringe)
    eine für euch positive Änderung zu erreichen.


    ansonsten hast du nur die Möglichkeit


    abzuwarten, ob sich auf der anderen Seite was ändert(neuer Trainer, Vereins- bzw. Mannschaftswechsel deiner Gegenpartei)
    andere Sportart suchen
    Vereins- oder Mannschaftswechsel.


    Über die rechtliche Seite was zu unternehmen führt zu noch mehr Streitigkeiten, bei der ihr immer zu den Verlierern zählt,
    auch wenn ihr rechlich gesehen Recht bekämet.


    gg

    anscheinend betritts du hier Neuland für dich.


    wenn du keine Helfer an Hand hast, die sich in mehrtägigen Reisen für Kinder dieser Altersgruppe auskennen, sowas schon mitorganisiert
    haben, kann ich dir nur einen Rat geben: Lass das Ganze.


    3 Tage Zeltlager mit Eltern und gleichzeitig 3 Tage Turnier, das mit einer F-Jugend.


    wenn das nicht bis ins kleinste Vororganisiert ist, und dazu braucht du mehrere erfahrene Mitorganisatoren wird das ganze im Chaos enden.


    gg

    FRÜHER war ich mit ganz wenigen hier Einzelkämpfer.


    das von mir gerne kritisierte herauspicken von Halbsätzen erlaube ich mir auch, da ich keinen grundsätzlichen Widerspruch zu deinem Beitrag habe,
    ab auf etwas eingehen möchte, das direkt mit obig zitierten zu tun hat.


    im Gegensatz zu dir hab ich dich nicht als Einzelkämpfer gesehen. höchstens als Einzelkämpfer mit dir selbst. Wie viel von uns hier, die wir ja als
    Ahnungslose eingestiegen sind mussest du deinen eigenen Weg finden. Glück für dich, dass du frühzeitig auf das Forum hier gestossen bist.


    Für dich gab es aber nur Schwarz oder Weiss. Zumindest in deinen Beiträgen kam das sehr extrem zum Ausdruck.


    Dementsprechend mussten wohl dann entsprechende Antwortsbeiträge ausfallen. extreme Darstellungen provozieren nun mal extreme Gegendarstellungen.


    Inzwischen wurde auch dir bewusst, dass es zwischen Schwarz und Weiss noch anderes gibt, geben muss.


    Nichtdestrotrotz stimme ich dir zu, dass deine für mich extreme Sichtweise und die sich daraus ergebene Diskussion
    viele zum Nachdenken gebracht und bei vielen Änderungen ihres Vorgehens bewirkt haben.


    aber ich kann @maitre beruhigen, es gibt noch genug Zündstoff (positiv gemeint), der das Forum garantiert nicht langweilig werden
    lässt. Ausserdem befinden wir uns ja in der Weihnachtszeit, und da ist Frieden angesagt.


    gg

    ich schliesse mih Dianzen an.


    unbedingt das Gespräch mit den Eltern suchen, vielleicht haben die eine Erklärung, oder du bekommst nicht bekannte Hintergründe
    mit.


    je nach Entwicklungsstandes des Kindes kann es aber auch noch einen Grund geben.


    Vorpupertäre Zeit, eigene Gedanken und Vorstellungen entwckeln sich, die eigene Antriebsfeder irgendetwas zu machen oder nicht wird stärker,
    die Vorstellungen und Erwartungen der Eltern treten schon etwas in den Hintergrund. Da dies auch Unbewusst geschieht, kann es es durchaus im Handeln ausdrücken.


    Nachlassendes Laufen kann darauf hindeuten, dass eine bisher bestandene von aussen kommende Motivation sich noch nicht
    in die Eigenmotivation übertragen hat.


    einfach ausgedrückt: will ich eigendlich oder will ich eigendlich nicht? Ist Fussball mein Ding oder ist er es nicht?


    diesen Prozess hab ich ab in der Regel so ab der D-Jugend festgestellt.


    Für mich auch eindeutig mit ein Grund für das Aufhören beim Fussball in dieser Altersstufe.


    Sollte das der Grund sein, kannst du einfach nur abwarten und ausser immer wieder positive Gespräche führen (zu der du ja in der Lage bist) , wenig zu tun.
    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass hier eine gute Beziehung zwischen Trainer und Spieler etwas bewirken kann.


    gg

    Andre


    dir ist ja wohl noch in Erinnerung, wie wir über diese Vorgehensweise massivst gestritten haben.


    deine jetztige Vorgehensweise kommt meiner sehr nahe-


    bei einem 14er Kader musste ich jedoch zusätzlich immer wieder welche zu Hause lassen, und das konnte ich ja steuern, wen gegen
    welchen Gegner ich zu Hause lasse.


    Eins freut mich: dass du erkannt hast, dass gelegentlich ergebnisorientiertes Handeln nichts oder zumindes sehr wenig mit dem gewinngeilen Trainer zu tun hat, den du vor Augen hattest.


    Eins müssen wir klarstellen: wir reden hier über eine D-Jugend. in G und F gelten andere Überlegungen.


    gg

    Wir versuchen sowas in abgespeckter Form im Verein für die Neulinge im G-F Bereich zu "installieren". Es hat sich bereits jemand bereit erklärt, diese Funktion zu übernehmen. Ich denke vom Standing und seiner Persönlichkeit her ist er der Richtige. Das ist nicht zu unterschätzen. Schnell steht man als Klugscheißer da


    vielleicht krieg ich das Ergebnis ja irgendwann noch mit.,
    Ich war nämlich gescheitert, mit diesem Gedankengang.


    neu im Verein, direkt F-Jugendtrainer (wg. Sohn) gravierende Mängel in der Jugendarbeit erkannt, da aus besser geführem Verein gekommen, zum stellvertretenden JL, Verantwortungsbereich G bis C wählen lassen (war mein Vorschlag)


    dann mit Ideen gekommen, einheitliches Vorgehen, Trainerausbildung durch interne und externe Trainer usw. usw.


    diejenigen, um die es ging, leider nicht erreicht.


    meine Fehler aus heutiger Sicht, die euch vielleicht etwas weiterhelfen:


    zuviel zuschnell gewollt
    zuwenig Mitstreiter vorab gesucht, da neu im Verein noch keinen Hintergrund und Hausmacht
    Gegenströme zu spät erkannt, zuwenig auf die schwierigen Fälle (althergebrachtes, immer schon so gemacht) eingegangen.
    Klugscheisser gewesen, kommt daher und will alles besser wissen, wer ist denn das?
    die inneren, verdeckten Strukturen im Verein zu spät erkannt.
    entscheidend war jedoch, dass ich meine Gegnerschaft unterschätzt hatte, in Gestalt einer Mutter, deren Sohn ich als Ersatztrainer in der E
    bei einem Spielstand von 3:0 als Torjäger ausgewechselt habe.
    Sie kandidierte zum JL, wurde wegen Alternative gewählt, kurz darauf war ihr Mann sogar Vorsitzender.
    gutgemeinten Vorstellungen konnte ich abhaken.


    Nur bedingt durch eine Spielgemeinschaft, einer starken Elternschaft, der von mir trainierten Manschaft, die ich mit auf meine Reise nehmen konnte, konnte ich weiter Trainer sein.



    Mein Rat, dass euer Versuch Erfolg zeigt ist der, dass der Vorstand und auch andere wichtige (gehörte) Personen im Verein
    immer wieder verbal äussert, wie wichtig und richtig diese Person für den Verein und die Jugendarbeit ist, so dass alle
    mitbekommen, dass viele hinter ihm stehen.


    Lasst ihn nicht allein.


    gg

    da eigendliche Thema hier ist ja "Früher"


    Ich gehöre nicht zu denen, die meine Früher wäre alles besser bewesen.
    Es war einfach anders, andere Beingungungen, andere gesellschaftliche Zeiten, könnte unbegrenzt fortgesetzt werden.


    Trotzdem fällt mir immer wieder mal das ein oder andere ein, das früher besser war, gar ein möglicher Hinweis, was auch zukünftig,
    heute als fortschritlich bezeichnet würde, sinnvoll wäre.


    vor genau 50 Jahren kam in unseren Verein einmal in der Woche ein ausgebildeter Trainer (damals Seltenheitwert) im Auftrag des Verbandes
    in unseren Verein. je 1 Stunde mit D, C und B-Jugend an einem Tag trainiert. eine Hallensaison, und eine halbe Platzsaison.
    für die jeweiligen Mannschafsttrainer (damals auch Betreuer genannt) galt Anwesenheitspflicht.


    vieles was heute gefordert wir, Disziplin, Pünktlichkeit usw und vor allem ein Training nur mit Ball, systematisch aufgebaut,
    hab ich damals als 13jähriger kennengelernt, und hat mich auch geprägt.


    Soweit meine Erninnerung zurückreicht fanden damals auch nach jedem Training ein Gespräch zwischen Verbands- und Heimtrainer statt.
    Ich vermute, dass es dabei um Traininginhalte ging, denn nach dem Jahr führte der Heimtrainer das Training in ähnlicher Form weiter.


    Jahre später wurde dieser Verbandstrainer im aktiven Bereich mein Trainer.
    Da hatte ich in einem Gespräch erfahren, dass er pro Jahr in 5 Vereinen aktiv war, seine Tätigkeit einerseits aus finanziellen Gründen eingestellt wurde, anderseits zum gleichen Zeitraum die intensivere Ausbildung (Lizensierung) von Trainern begann.


    Man stelle sich folgendes vor:


    da kommen speziell ausgebildete Leute 3 Monate in den Verein, machen mit G,F und E Training, stimmen die Heimtrainer
    auf die Ziele des Kinderfussballes ein und unterstützen in der Anfangs so wichtigen Elternarbeit.


    Utopisch? garantiert erfolgreicher, als alles was derzeit läuft.


    gg

    @TW


    Punkte 1-6 gehörten an sich in jedes Lehrbuch.


    trotzdem gibt es Kinder, die man schwierig in den Griff bekommt.


    für mich gehörte das einfach dazu, und zu den Aufgaben eines Kindertrainers.


    jeder hat jetzt jedoch unterschiedliche Vorstellungen unter dem Begriff Disziplin.


    Gerade Jungtrainer, vor allem die, die keine eigenen Kinder oder jüngeren Bruder haben, werden damit knallhart konfrontriert.


    Deshalb bin ich so stark dafür, dass diese Thematik, wie vieles andere auch, mehr Gewichtung in der Trainerausbildung bekommen müsste.


    Leider erreicht diese Diskussion hier, auch wenn sie teilweise unterschiedlich verläuft, viel zu wenige.


    Wäre ich JL würde ich diese 6 Punkte abkopieren und meinem neuen Kindertrainer in die Hand drücken.


    gg

    @TW


    nur wegen der Klarstellung


    mein geschildertes Beispiel war nicht im Saarland, sonden in Rheinland Pfalz


    etwas verwirrend bei meine Beiträgen, da ich mich als Grenzgänger in beiden Verbänden bewegt habe und in beide Verbände
    etwas Einblick habe.


    absolute Zustimmung bei deinem Einwand, dass es kein Schwarz oder Weiss gibt.


    Ich selbst gehe da gar eine Schritt weiter: es gibt kein Falsch oder Richtig im Fussball. das wäre mir zu einfach.


    gg

    aber kein Elternteil kann mir vorwerfen, sein Kind ungerecht zu behandeln, indem es weniger spielen darf als andere. - regelmässige Trainingsteilnahme vorrausgesetzt.


    das ist doch wohl das absolut Entscheidende. dass es dazu unterschiedliche Vorgehensweisen geben kann, wurde doch wohl deutlich.


    übrigens fühle ich mich nicht angegriffen, wir diskutieren hier ja überwiegend sachlich, oft gegensätzlich manchmal auch missverständlich,
    hin und wieder auch etwas überzogen.


    Finde ich aber in Ordnung, da es uns letztendlich doch weiterbringt.


    Ich selbst versuche inzwischen auch etwas zu differenzen, ob ich mich mit einem Alterfahrenen oder Neuling, sowohl als Trainer, wie Forumsmitglied, hier "duelliere" .


    gg

    Karl Heinz Wilhelm, Vorsitzender Jugendausschuss des Bayrishen Fussballverbandes:


    geht in einem Interview darauf ein, dass auf die Belange der Jugendlichen (Schule) Rücksicht genommen werden muss, und deshalb
    weiter Sichtungsmassnahmen unter der Woche nicht in Frage kommen.


    desweiteren, ich zitiere wörtlich:


    "Die Kinder müssen ihren Vereinen für den Trainings- und Spielbetrieb grundsätzlich zur Verfügung stehen."


    gg

    @Kar


    ich weiss nicht, wo dein Vorgehen wesentlich von meiner abweicht.


    du nimmst ja auch nicht immer alle Spieler zu jedem Spiel mit.


    ich wähle möglicherweise gezielter aus, wen ich in den entsprechenden Spielen einsetzte. warum, hab ich sachlich und nachvollziehbar begründet.
    Setzt du etwa deine besten Spieler gegen schwache Mannschaften ein, damit möglichst viele Tore geschossen werden?
    Ich glaube nicht.


    Ich geh sogar einen Schritt weiter wie du. ich ermögliche es den dicken Paules auch ganze Spiele durchzuspielen. in diesen Spielen
    wurden sie dann von ihren Mitspielern auch als Spielführer bestimmt (sowas kann man leicht steuern), wegen Stellenwert in der Mannschaft


    Hab ausserdem schon geschrieben, dass bei mir grundsätzlich jeder mindestens eine Halbzeit spielt.


    Desweiteren hab ich deutlich geschrieben, dass im Laufe einer Saison alle Spieler, dann zu etwa annähernd gleicher Spielzeit kommen.


    Es gibt nicht nur einen Weg , wie man Spieler bei der Stange hält. dass manch schwacher Spieler ein guter Funktionär mal irgendwann wird,
    kommt ja nicht selten vor, da sind wir uns ja wohl einig, dass auch aus diesem Gesichtspunkt heraus keiner so aufs Abstellgleis gestellt wird..
    (zumindest beim Dorfverein nicht)
    gg

    Fürs Talent ist es fast immer wichtig, in der D-Jugend noch im Heimatverein zu bleiben, weil hier die sportlichen und sozialen Aspekte der altersgerechten Förderung im Dorfverein am besten übereinstimmen. Ausnahmen hiervon kann es in Ballungszentren der Großstädte geben, wo es auch im Punktspielbetrieb genügend Mannschaften mit überwiegenden Stützpunktspielern auf "Augenhöhe" gibt. Aber auch dort darf es keine weitere Selektion (z.B. die besten Auswahlspieler müssen zu Verein X wechseln) geben, sonst würde die Förderung ad adsurdum geführt, weil Spieler der Mannschaft X gar nicht 100 % ihrer Leistungsfähigkeit einsetzen müssen, um all ihre Spiele siegreich zu gestalten.



    dies widerspricht eindeutig der von mir persönlich gemachten Erfahrung.


    jüngerer D-Jugendjahrgang, 3 Stützpunktspieler zum Verbandstraining eingeladen, dort nach dem 2. Training hat man ihnen empfohlen zu einem leistungsorientierten Verein zu wechseln. ein Spieler lehnte das ab, worauf er nicht mehr eingeladen wurde, obwohl er nach Meinung des hiesigen Stützpunkttrainers. der talentierteste der Dreien war.


    übrigens wechselten von diesem Jahrgang 12 (!) Spieler zum leistungsstärksten (so viele haben wir hier ja nicht) Verein und da noch im D-Jugendalter, wo keine Aufwandsentschädigung fällig wird. bis auf 3-4 Spieler bestand der Stützpunkt dann aus einer Vereinsmannschaft.


    gg

    Thomas


    2 Varianten, die etwas aber auch nur etwas)Abhilfe bewirken können


    beim Hallenspiel zählen nur Tore, wenn alle Mitspielerinnen über der Mittellinie sind. kassierte Tore zählen doppelt, wenn nicht alle Mitspielerinnen in der eigenen
    Häfte sind.



    Spielformation 1 : 3


    einzige Anweisung dabei, dass die 3 Offensiven bei Ballverlust sofort in die eigene Hälfte zurückkommen müssen (kannst du auch auf 2 beschränken.
    Umkehraufgabe des mit nach vorne gehen. Aufgabenstellung fällt gerade vielen reagierenden Fussballer/innen leichter, als umgekehrt.


    gg

    Natürlich ist die richtige, spassmachende Trainingsgestaltung ein Weg, aber nicht ausreichend.


    Wie du schreibst, war die Mannschaft, als sie ihr übernommen habt, noch anders im Verhalten, hat sich erst im Laufe der Monate negativ entwickelt.


    Als allererstes müsst ihr deshalb euer eigenes Verhalten überprüfen, irgendwas läuft da schief.


    Jungs in dem Alter übernehmen sehr schnell das Verhalten ihrer Trainer.


    Hab schon Trainer erlebt, die Spass im Training haben, verwechselten mit Flappsigkeit und Clowneriern des Trainers.


    Einige haben auch sogenannte Disziplinarmassnahmen derart übertrieben, dass sie ihre Wirkung bei den Kids verloren.


    da jeder ja eine andere Vorstellung von Disziplin hat, ist das aus der Ferne jedoch nicht zu beurtelen und zu bewerten.


    einige konkrete Vorschläge, die ich selbst immer wieder mal anwendet habe.


    bei Ansprachen von mir, erst dann geredet, wenn alle ruhig waren und zuhörten, sofort unterbrochen, wenn einer redete oder sonstwas machte, also nicht
    zuhörte, Geduldig abgewartet, bis wieder alle ruhig waren. dabei selbst nicht gedroht mit Massnahmen, oder zum Zuhören aufgefordert, sondern einfach nur
    still abgewartet.
    dabei mit bekannten Störenfrieden intensiv in den Augenkontakt gesuchtn,
    wichtig, weil absoluter Störungsfaktor: bei Ansprachen Halbkreisbildung und kein Ball am Fuss, oder in den Händen, mindestens 1 m vom Spieler entfernt abgelegt.



    anfangs kann da schon 15 Minuten draufgehen, was in 30 Sekunden gesagt wäre.
    ich wäre auch bereit gewesen eine ganze Trainingseinheit dafür zu opfern.



    Beim Stören gibt es immer Einen, der den Anfang macht und dann Andere mitzieht.
    Diesen Anfänger, mit einem Ball, in eine Ecke des Platzes geschickt, mit etwa den Worten:
    "du störst die anderen beim Training, also darfst du so trainieren, wie du es gerne hättest, aber das bitte alleine, wenn du dir ein anderes Verhalten überlegt hast, darfst du wieder mit den anderen mitmachen. "


    da können dann durchaus mal 3,4 alleine in verschiedenen Platzecken sich selbst beschäftigen.



    vorm Trainingsabschlussspiel bewusst eine langweiligere, konzentrationsbedürftigere Übung einfliessen lassen.


    Ansprache:" Ich hab 10 Minuten für die Übung eingeplant, wenns eher klappt, spielen wir eher, wenns nicht klappt dauert halts länger, geht dann von euerer
    Spielzeit ab.


    anfangs kam es da gar nicht zu einem Abschlussspiel.
    da begann dann der Selbstregulierungsprozess innerhalb der Mannschaft.


    2 Trainer, da liegt es auch nahe, Störenfriede schnell herauspicken und mit dem 2. Trainer Einzeltraining, oder auch zu zweit und zu dritt.
    verstärken kann man das noch, wenn man gerade dann eine Trainingsteil macht, der den Jungs am meisten Spass macht.


    Es ist jedoch Geduld erforderlich, nicht jeder Massnahme zeigt sofortige, vor allem nicht dauerhafte Wirkung.


    Stellt ihr fest, dass die Jungs wieder im positiven Sinne auf euch reagieren, könnt ihr einen Übungsteil einbauen, in dem Blödsinn oder sonstwas erlaubt ist.
    Dieses Vorgehen bedarf aber wohl schon etwas Trainererfahrung, denn es kann auch schnell in die Hose gehen.


    Gerade in der Anfangszeit ist natürlich eine hohe Flexibilität der Trainingsgestalung erforderlich.



    streiche das Wort Dizsiplin, Disziplinarmassnahmen, Strafen (!) und ähnliche aus deinem Wortschatz im Umgang mit Kinderen.


    Ersetze sie durch Verhalten, Mitmachen, Aufmerksamkeit, Konsequenzen.


    Fang mal an, dir selbst über die Unterschiede und Wirkung dieser Wörter Gedanken zu machen, auch wenn das Ergebnisziel letztendlich identisch ist.


    gg

    Steini


    möglicherweise reden wir hier wirklich aneinander vorbei.


    du bist für mich garantiert nicht den Trainern zuzordneten, die irgendwie dem gewinnorientem Denken zuzuordnen sind


    Für mich geht es bei dieser Diskussion um die Wertigkeit eines bestimmten Hallensystems.


    Un da hab ich Probleme irgendwelche bedeutendere Vor- oder auch Nachteile eines bestimmten Systems zu erkennen.


    Gerade in der Halle wechseln Spielsituationen sehr schnell und schnell ergeben sich immer wieder neue Konstellationen, verstärkt noch dadurch, welche Spieler gerade auf dem Feld sind.


    deshalb kann ich dann eine Diskussion, die bis ins tiefste Detail einer bestimmten Taktik geht, schwierig nachvollziehen.


    gg


    Und da ist es für mich relativ unbedeutend, gerade bei E und D mit welcher Taktik ich beginne.

    Es wird immer von Kompromissen gesprochen und als Ergebniss haben wir wieder unterschiedliche Spielzeiten. Seid ihr der Meinung, dass die "schwächeren" Spieler so an die Leistung der anderen herangeführt werden und ihr Selbstvertrauen damit gestärkt wird. Ich kann mich mit diesen "Kompromissen" nicht anfreunden, weil sie für mich als Alibi für eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung der Kinder dienen. Wer es wirklich ehrlich meint mit der Aussage, dass die Ausbildung der Kinder vor dem "Spielergebniss" steht, sollte auf solche "Kompromisse" verzichten.



    ich muss dir wiedersprechen. zumindest aus meiner Vorgehensweise. ih brauchte auh kein Alibi, weil bei mir neben der Mannshaft auch das entsprechende Kind im Fordergrund stand.


    gerade im Interesse der Kinder, habe ich mit Kompromissen gearbeitet.


    ich hatte 2 richtig dicke Paules in der Mannschaft, die ich gegen starke Gegner nicht aufgestellt habe. sie wären total überfordert gewesen, absolut keine Möglichkeit gegeben ihre Selbstvertrauen aufzubauen, das Gegenteil wäre der Fall gewesen.


    Dagegen gab es genügend andere Spiele, wo sie eine Halbzeit oder gar ganz zum Einsatz kamen. da bei weitem nicht so überfordert waren.


    Dadurch auch vermieden, dass sie in engen Spielen, die verloren wurden, zum Sündenbock ihrer Mitspieler oder Elternschaft gemacht wurden.


    Gerade weil sie immer im Training waren, diesen Kompromiss mitgetragen haben, hatten sie eine Aktzeptanz innerhalb der Mannschaft, der ihnen auch zustand.
    die besseren Spieler hatten dann auch keine Probleme diesen gegen schwächere Mannschaten den Vortritt zu lassen.


    und am Ende der Saion hatten sie genauso viele Spielzeit wie die Besten.


    gleiche Spielzeiten für alle im Spiel können auch ein Alibi für Trainer sein, die keine Entscheidungen treffen können, und auch nicht in der Lage sind ihre Entscheidungen vernünftig, für Kinder und Eltern rüberzubringen.


    Es gibt im Fussball kein schwarz oder weiss. Deshalb steh ich absolut auf der Seite von Thomas. langfristig erreichtst du mit Kompromissen bedeutend mehr.
    Wichtig und entscheidende für die eigene Trainertätigkeit ist, sich klar zu werden, bis zu welchem Punkt man Kompromisse eingehen kann, und wo die Grenze ist.


    15 Jahre ununterbrochene Tätigkeit im Kinderfussball in einem Verein sind für mich ein Beleg für diese These.


    bin gerne bereit mich belehren zu lassen, wenn sich hier einer meldet der genausolange ohne Kompromisse erfolgreich tätig war.



    und ich glaub schon, dass diese Zeit irgendwie erfolgreicher war, wie ohne Kompromisse nach kurzer Zeit aufzugeben oder ein neuer Betätigungsfeld (sprich anderen Verein) zu suchen.


    in den 15 Jahren hat ein einziger Spieler wegen meiner Trainervorgehensweise den Verein gewechstelt, und das , weil lt. Mutter der Junge von mir nicht richtig gefördert wurde (spielt inzwischen übrigens gar nicht mehr). das ist für mich Erfolg.
    gg