Beiträge von guenter

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    Wenn etwas beschrieben wird, stellt man es zum besseren Verstehen sehr deutlich dar, oft auch übertrieben deutlich.
    Da jeder sich aber trotzdem aus dem Geschriebenen ein etwas anderes Bild macht, entsprechend den Erfahrungen aus seinem Umfeld,
    stellt sich mir die Frage, ob es auf dem Platz wirklich so extrem unterschiedlich ist, wie es hier beschrieben wird.


    Wir wissen doch auch, dass fast gleiche Übungselemente, nur leicht verändert, mit einer anderen Zielvorgabe eine ganz andere
    Wertung bekommt.


    Fussballbaron beschreibt hier eine Übungsform im Quadranten. wohl grundsätzlich eine einfache Übung.
    wieviele Rückfragen, wieviele Versuche das genauer zu beschreiben, trotzdem gibt es unterschiedliche Bewertungen in der
    Zielsetzung.
    GC fordert ein Video, offensichtlich ist es immer noch nicht klar, wie die Übung abläuft und zu welchem Ergebnis sie führen kann.


    Sind nun die Unterschiede wirklich so extrem, wie hier diskutiert wird? zumindest Zweifel sind angebracht.


    eine vernünftige Diskussgrundlage wäre doch erst gegeben, wenn man die eine oder andere Trainingseinheit vor Ort verfolgen würde.


    mir erläuterte mal ein Kindertrainer seine Trainingsphylosphie und Vorgehensweise. (fast wörtlich DFB-Vorgabe)
    war begeistert und schaute mir das dann vor Ort an, wollte ja noch was lernen.#
    angefangen vom Aufbau bis zu seinen Erklärungen habe ich aber was ganz anderes erlebt.


    Gehe ich von mir jetzt aus, und mache bei den extremen unterschiedlichen Diskussionsbeiträgen, Abstriche, die in der Praxis mit
    Sicherheit gegeben sind, dann stelle ich fest, dass beide Seiten Ansichten vertreten, die bei mir eingeflossen waren.


    Nicht genau die Mitte, aber mehr zur Mitte bewegend ist meine eigene Überzeugung.
    Keine Ahnung, ob ich damit richtig liege, bin aber damit in meinem Bereich gut gefahren und habe damit mögliche extreme
    Fehlentwicklungen (die wir ja gar nicht im Ergebnis kennen) stärker vermieden.


    Ein Glück, dass es unterschiedliche Trainervorstellungen gab und gibt, denn nur dadurch gab und gibt es Weiterentwicklungen.


    gg

    Steini, das siehst du falsch.


    was ich hier kritisch sehe, ist lediglich was ich beim hiesigen Leistungsverein sehe, dass in G,F und jüngerer E-Jugend die eigene
    Jugendarbeit sehr stark vernachlässigt wird, und die Jugendarbeit erst ab älteren E-Jugenjahrgang beginnt, und das mit Jungs
    aus anderen Vereinen.


    Ansonsten finde ich es normal, dass bessere Spieler höherklassig wechseln. hab die Schritte ja auch mit meinen Söhnen vollzogen,
    mit dem Zweiten jedoch Stufen tiefer als er könnte, wegen der persönlichen Abwägung von Wertungen.


    Mir geht es lediglich um das Aufzeigen wie unterschiedlich Vereine/Trainer arbeiten können, bzw. hrzeunhrn dinf zu strizrn

    Fussballkreis hat ca 80 E-Jugendmanschaften, also etwa 1000 junge Fussballer
    15-20 landen am Stützpunkt, von dem es so im Schnitt 2 Spieler in den Kreis der Verbandsauswahl kommen.


    also 2 Spieler von 1000, die sich in Richtung Leistungsfussball bewegen, mit total offenem Ausgang.


    wer diese Zahlen kennt, sollte sich überlegen, welchen Sinn es macht, einen F-Jugendspieler mit aller Gewalt in einem Leistungszentrum
    zu lassen, wo es sich offensichtlich nicht wohl fühlt, da es aus Leistungsgründen (wohlgemerkt in der F !)
    eine Position (und TW ist auch halt eine besondere Position)spielen soll, wo es sich nicht wohlfühlt.


    Unzufriedenes Kind, nur weil ansonsten den Karriereweg verbaut, weil er das Leistungszentrum verlässt?.


    Ich weiss nicht, was schlimmer ist, der handelnde Trainer oder Ratschläge, die in die Richtung gehen
    sich der "Karriere" wegen unterzuordnen.


    auch die Rotation hat bei mir eine andere Betrachtugsweise, sie soll sein, vor allem da wo es Sinn macht, sie muss
    aber nicht sein , vor allem da nicht, wo es keinen Sinn macht und dem Kindeswohl widerspricht.


    Rotation um der Rotation gerecht zu werden, kann es ja wohl auch nicht sein.


    gg

    n Ball an einen Gegenspieler verliert -- typischerweise ist spätestens beim vierten Schluss


    DriBBeln, ....0 enge Ballführung, viele Fußbewegungen und Kontakte am Ball während des Laufens...meistens zügiger Vortrieb des Balls in Rtg. gegnerischem Tor...


    SoloDribbler sind für mich diejenigen Spieler die den Blick nie vom Ball löse können, keine Ahnung haben was ihre momentane Position und Rolle im Ganzen ist, ihre Mitspieler nicht sehen, geschweige denn ihre Läufe antizipieren können,


    meine Definition bisher; Drippler ist eigensinniger egoistischer Spieler, der eigendlich einen Ball für sich alleine brauch, der auch dann nicht abspielt, obwohl er das kann. es sind die, die nach kurzer Zeit von ihren Mitspielern nicht mehr bewusst angespielt werden,
    mit denen früher auf dem Boluplatz keiner in der Mannschaft sein wollte.


    Wie ich vermutet habe, gibt es hier doch sehr unterschiedliche Deutungen.


    Gerade die von Andre aufgeführte, ergeben bei mir in einigen seiner Beiträge eine andere Deutung, da er nicht den Fummler, wie ich,
    sondern mehr den ballführenden Spieler meinte. Ich hatte ein ganz anderes Bild vor Augen, wie er.


    Auch bei der momentan hier laufenden Diskussion ergeben sich für mich, wenn ich die jeweilige Begriffsbestimmung der Einzelnen
    in Betracht ziehen, doch eine differenziertere Beurteilung der einzelen Beiträge.


    gg

    @Fussballbaron


    es gibt vieles. es kommt aber immer noch darauf an was man daraus macht.


    ich habe im Kindergarten keine Fussballer gesucht.
    zusammen mit der Kindergartenleiterin habe ich einige Wochen während der Kindergartenzeit einmal die Woche eine
    ballorientierte Bewegungsstunde mit allen Kindern ab 4 Jahren durchgezogen.
    dies als Kooperation Verein-Kindergarten angemeldet. Der Landessportbund (nicht der DFB) unterstützt das mit Sachpreisen sowohl für
    den Kindergarten wie den Verein.
    nach einiger Zeit bin ich aus der Kindergartenzeit raus, und haben diese ballorientiere Bewegungsstunde über den Verein angeboten.
    etwa 2/3 der Kinder kamen dann weiterhin, mit denen ich nach 1,5 Jahren dann in den Fussballbetrieb eingestiegen bin.
    bis auf das ein oder andere Kind blieben fast all dabei, fast alle spielten noch, als ich sie in die C-Jugend abgab.


    ich bin diesen Weg gegangen, weil der Trainer im Jahrgang vor mir, nicht genügend Kinder ins Training bekam.
    anlocken, begeistern,dabeibehalten, das war der Weg. nicht mal kommen lassen und dann auswählen was sportliche Vorraussetzungen hat, und die dicken Paules heimschicken, wir brauchen die nämlich, und es ist auch Aufgabe eines Dorfvereins, sich dieser anzunehmen,
    auch wenn man gleich weiss, der wird nicht einmal ein Spieler für die Kreisklasse.


    einen ähnlichen Kooperationsvertrag hatte ein Trainerkollege mit der Schule, der ebenfalls finanziell vom Sportbund unterstütz wurde.


    Inzwischen werden in einigen Bereichen des DFB speziell Trainer ausgebildet, die in den Schulen vor Ort Fussball-AGs leiten,
    und zwar nicht in den sogenannten Fussballschulen, sondern in den ganz normalen Schulen, die ein Ganztagsangebot haben.
    diese Trainer erhalten auch eine finanzielle Entschädigung.
    Dies ist jedoch nicht auf den Fussball begrenzt, sondern auch von anderen Verbänden genutzt.


    Wir müssen teilweise diesen Weg gehen, sonst haben wir keine Kinder mehr für den Verein.
    7 Dörfer,1 Schulklasse mit Jungen und Mädels, daraus musst du deine Mannschaft zusammenbekommen.


    mal ein Vergleich; aus 25 Jungen und Mädchen konnte ich 13 Kinder für den Fussball begeistern. muss jeden nehmen, der kommt.
    trotzdem kamen 2 Kinder zum Stützpunkt.
    du kannst aus 30 Kindern 1 Kind aussuchen.
    bei diesem Auswahlkriterium hätte ich ab E nur noch Stützpunktspieler in der Mannschaft gehabt.


    Wir können beides nicht miteinander vergleichen und somit müssen auch die Vorgehensweisen in vielen Dingen sehr unterschiedlich sein.


    Das ein oder andere kann man jedoch gegenseitig abschauen. Deshalb finde ich die unterschiedlichen Beiträge hier so wichtig.
    man kann dann schon mal über den Tellerrand schauen.


    gg

    @Fussballbaron


    wir sprechen doch hier teilweise von verschiedenen Welten.


    du lädst Kinder ein, nimmst einen von 30.
    ich ging in den Kindergarten und musste überzeugen, um über die Hälfte des betreffenden Jahrganges (Jungen und Mädchen)
    für den Fussb all zu begeistern. Unabhängig ob er Bewegungslegastheniker ist oder nicht.


    Ich, und anderen geht es wohl genauso, müssen uns mit Kinder bechäftigen, die gar nicht auf die Idee kämen, überhaupt vorstellig zu werden


    Das ist doch wohl Selektion in Reinform. Oder nehmt ihr auch Kinder, die keine 20 m am Stück laufen können?


    Durch vernünftige Arbeit, und viele andere hier machen die mindestens genauso gut, gelang es mir bis einschl. E-Jugend
    eine der stärksten Mannschaften in der Umgebung aufzubauen, mit dem Bewegungslegastheniker, mit den dicken Paules.


    Und dann gings los, die 2 besten wechselten, die leistungsbezogenere Vereine in der Umgebung grasten ab.
    Deren D-Jugend hatte plötzlich ein ganz anderes Gesicht, als im Jahr zuvor.
    Keine Chancen mehr.


    Und so geht es vielen von uns, ich kenne zumindest viele in unserer Region, denen es so geht.


    Diese Selektion betreibt ihr jedoch schon in G und F.


    Ist es da nicht einfacher, Trainer zu sein, Konzepte zu verfolgen? es ist doch eine total andere Basis.


    und wer da nun die schwierigere Trainingsarbeit leistet, möchte ich mal ganz offen lassen.


    diese total unterschiedliche Basis sollte man in den Diskussionen nicht aussen vor lassen.


    so wie ich mich nicht so einfach in die Position eines Leistungsvereinstrainer reinversetzen kann,
    können diese wohl ebenfalls nur schwierig nachvollziehen können, mit welchen, ihnen unbekannten Problemen, sich ein kleiner
    Vereinstrainer rumschlagen muss. das sind unterschiedliche Welten, und deshalb sind die unterschiedlichen Trainer doch gar nicht zu beurteilen.


    Übrigens ich weiss wovon ich rede, habe meinen Sohn in der Verbands und Regionalligajugend begleitet, und mich gleichzeitig mit
    dem 2. Sohn das Leid des Dorftrainers erlebt.
    Ich hätte gernemal mit dem Trainer getauscht. Seine Arbeit hätte ich mindestens genausogut gemacht, ober er aber meine, bezweifle ich.


    gg

    Ich hab mal eine Verständigungsfrage.


    Was versteht ihr eigendlich unter "drippeln?"


    Ist der drippelnde Spieler, derjenige, der 3 mal den gleichen Gegenspieler, jedoch ohne Raumgewinn, ausspielt,
    ist das der, der wenn er den Ball hat, so schnell nicht mehr hergibt, sondern ständig in den Zweikampf geht, bis er den Ball verloren hat


    das ist bei uns die landläufige Meinung, wenn von einem Drippler gesprochen wird.


    oder ist ein Drippler, der, dern den Ball über eine längere Strecke "führt"


    oder wie beschreibt ihr sonst einen Drippler?


    wäre mal für Antworten dankbar.


    gg

    Zitat von »ReMigius«
    Ich kann noch nicht sagen, ob das Ganze eine gute Idee ist oder nicht. Einerseits haben einige schwächere viel mehr Selbstvertrauen, weil sie endlich Tore erzielen etc. Andere sind demotiviert, da sie "merken", dass sie in die schwächeren Teams eingeteilt werden.



    Genau, das waren auch meine Beobachtungen. Wobei ich den Eindruck hatte, dass die Vorteile überwiegen. Und man aber halt diese Einteilung nicht ausschließlich anwenden sollte.



    @Remigius@Tobn


    ist doch normal.
    wo es Vorteile gibt, gibt es auch fast immer Nachteile..Und wie Tobn bin ich der Ansicht, dass ich einfach abwägen muss, was überwiegt, was mehr bringt.


    wir sind aber doch ständig in der Abwägung über Vor- und Nachteile.


    gg

    Man kann sich seine Kinder nicht "backen", sondern sie nehmen wie sie sind! Je eher man akzeptiert, dass sie eigene Wesen mit ganz individuellen Charakteren sind, je leichter gelingt es!


    gefällt mir und bleibe mal beim Backen.


    Kuchen in den Ofen, nach 5 Minuten rausnehmen, und dann wundert man sich, sich dass man immer noch den weichen Teig hat.
    der brauch seine Zeit, bis er essensfertig ist.


    Hab jedoch den Eindruck, dass das aber gerade im Kindefussball von vielen erwartet wird.


    als Trainer habe ich 5,6 Jahre, je nach Beginn auch 8 Jahre Zeit einem Kind Grundlagen zu vermitteln, dass es als Jugendlicher oder später als Erwachsener
    seinem Hobby entsprechend seinen grundsätzlich vorgegebenen Möglichkeiten weiter nachgehen kann. dabei muss ich auch nicht spezielle Eigenarten eines
    Kindes ändern, sondern kann sie nutzen.


    viele verzweifeln jedoch schon, wenn das nicht schon nach 2 Jahren erreicht ist.


    Geduld heisst das Zauberwort im Umgang mit Kindern ,leider bei vielen Trainern und noch schlimmer bei manchen Eltern anscheinend wenig bekannt..


    Hab ich die Geduld, den Kuchenteig seine Zeit im Ofen zu lassen, mundet er anschliessend umso besser.


    gg

    Nichtschwimmer


    deine Mannschaftskonstellation kommt immer bekannter vor.


    deshalb das ein und andere was ich gemacht hatte.


    die Spieler, so wie du auch auch, gezielt in Spielen eingesetzt, wodurch Überforderung, Meckereien der Mitspieler, Schuldzuweisungen unterblieben.
    gleichzeitig auch die wichtigen Erfolgserlebnisse für alle gegeben war.


    die Spieler der Kategorie 4 ganz gezielt auf bestimmte Positionen eingesetzt, bei ihnen grundsätzlich auf Rotation verzichtet, klare jedoch relativ einfache Aufgabenstellung.
    dadurch keine Überforderung und die Mitspieler konnten sich darauf sehr gut einstellen und den betreffenden immer Hilfestellung geben.
    auch hier ist die Möglichkeit des Erfolgserlebnisses gerade für die ganz Schwachen ein gutes Stück grösser.


    mit ihnen ganz gezielt Ballverarbeitung und Ball zupassen geübt, und zwar in den einfachen Formen. dies ist nämlich Vorraussetzung, dass sie im Spiel von ihren Mitspielern
    angespielt werden. war bei mir Bestandteil eines jedes Trainings, da halfen natürlich die vorhandenen Co., Bedarf auch keinem grossen Aufwand den Co ihre
    Aufgabe zu geben und erklären.


    bei Gruppenelementen die Schwierigkeitsgrade bei den entsprechenden Gruppeneinteilungen differneziert.


    bei 2er oder 3er Übungen, Spieler der Kategorie 1 mit Kategorie 4 gemischt. Dadurch wird die jeweilige Übung für die Besseren einen erhöhten Schwierigkeitsgrad bekommen.
    Beispiel: die Verarbeitung eines schlecht gespielten Balles erfordert stärkere Konzentration und Können, als ein sauberes Zuspiel.
    diesen Vorgang natürlich den Betreffenden erklärt.


    und ganz wichtig: die eigene Erwartungshaltung reduziert, klar gemacht, dass sowohl mir als Trainer Grenzen bei der Verbesserung gesetzt sind, aber auch Grenzen bei den jeweiligen Spielern gegeben sind. Da ich das akzeptiert habe, konnte ich auch kleinere Fortschritte besser registrieren, und mich daran erfreuen.


    Unbedingt aber nicht aufgeben, bei der Suche nach Trainingshelfer, auch hier vielleicht dein Anforderungsprofil mal zurückschrauben.


    gg

    würden ein weiteres Streitthema darstellen. (Ich rede hier nicht von ein paar Kniebäugen sondern Bauchmusskeltraining...)


    hierwäre ich etwas vorsichtig. Bauchmuskeltraining, richtig dosiert durchgezogen ist auch für junge Fussballer nicht nur sinnvoll, sondern absolut
    empfehlenswert. eine der wenigen Möglichkeiten die Sprintfähigkeit zu verbessern. (Aussage eines Leichtahtletiktrainers, der bei mir mal
    eine Trainingsstunde leitete)


    ansonsten bist du in einer verzwickten Situation. Irgendwann gerät man auch mit vernünftigen Gesprächen und Hinweisen ans Ende der Fahnenstange. Oft bleiben dann nur 2 Möglichkeiten: Absitzen und hoffen, dass bald ein neuer Trainer kommt, oder falls die
    Möglichkeiten gegeben sind, einen anderen Verein suchen. Bei letzterem hab ich jedoch doch auch schon mitbekommen dass man dann
    vorm Regen in die Traufe kommen kann. Eine Entscheidung die euch letztlich keiner abnehmen kann und nicht einfac ist.
    Wünsch euch ein glückliches Händchen.


    gg

    Aber ohne eine gemeinsame Linie und ein gewisses einheitliches Vorgehen wird es keine Lösung geben und hier sind die Verbände gefragt.


    welche gemeinsame Linie?
    im Fussball? da findet immer verstärkter eine Auseinanderdriftung statt. auf der einen Seite Vereine, strukturell gut aufgebaut,
    absolut leistungsorientiert und genügend Nachwuchs. auf der anderen Seite, vor allem in ländlichen Gebieten, die schauen müssen irgendwie einen Spielbetrieb aufrecht erhalten zu können und dadurch jedes Kind, das gerade aus laufen kann zum Fussball überreden..


    und es gibt ja nicht nur Fussball, mit seinen Problemen.


    da gibst ja auch noch andere Vereine, teilweise in Konkurrenz mit dem Fussball. und das nicht nur im Nachwuchs, sondern vor allem
    in den Führungspositionen der Vereine. die Anzahl derer, wird auch immer weniger.
    Ich wohne in einem Dorf mit 1700 Einwohner. alle Vereine hier haben Probleme. ein 75jähriger muss den 2. Vorsitz im Gesangverein machen, da sonst keiner bereit, der Musikverein schaffte die Konstruktion eines Dreiergestirns, da kein Vorsitzender zu finden war.
    die Feuerwehr such verzweifelt einen Jugendfeuerwehrwart, der Fussballverein hat eine Jugendleiterein, die nichts macht, aber sich wählen liess, weil der Verein lt. Statut einen haben muss.die F-Jugend hat einen Trainer, der noch nie Fussball gespielt hat, bisher noch
    keinen Lehrgang mitgemacht hat, jetzt Jugendleiter im Spielgemeinschaftspartner wurde, weil sonst keiner da ist, er nicht nein sagen kann, und es lt. eigener Aussage nur macht wegen seinem Sohn, verzweifelt, aber ergebnislos auf der Suche ist, einen vernünftigen Trainer für seinen Sohn zu finden.

    und in vielen Vereinen rundherum sieht es ähnlich aus.


    ändert an dieser Situation höher Mitgliedsbeiträge? Strukturen von Verbandseite aus? Ich glaube kaum.


    Hast du nun einen jungen Spieler, der etwas besser ist, in einem strukturellen Verein und etwas höherklassig spielen will, musst du 30 km und mehr fahren.


    Qualitätsverbesserung im Verein: hört sich gut an. Für wen? Kinder, die nicht vorhanden sind? mit Personen, die nicht vorhanden sind?
    meinst du, in einem Dorfverein interessiert noch jemanden gross, ob ein optimales Training nach modernsten Erkenntnissen durchgeführt wird.?
    da ist man froh, genügend Kinder für eine Mannschaft und einen Trainer zu bekommen.


    Die 2 Spieler, die dann etwas talentierter sind, und fussballbekloppte (positiv) Eltern haben, wechseln dann in einen der Vereine, die strukturelle und personelle
    bessere Bedingungen haben, nehmen dazu dann aber weiter Fahrten und teilweise die Verschlechterung von Kontakten in Kauf.


    der Begriff Breitensport wird zur Zeit ziemlich fehlinterpretiert. Viele bewegen sich darin, haben aber Vorstellungen wie in einem Leistungsverein.
    auch hier im Forum. wer wirklich im Breitensport (für mich heisst das, für alle möglich) tätig ist, sollte seine Vorstellungen und auch die Ansprüche an
    Andere erheblich zurückschrauben, und den Anderen(damit meine ich Vereine, wie sie im Moment z.B. Fussballbaron beschreibt) die berechtigten Ansprüche an die Qualität an Trainer und Funktionäre überlassen.


    Auch die Trainer sollten wissen, wo sie tätig sind, und demensprechend ihr persönliches Anforderungsprofil an ihr Umfeld anpassen.


    Einige hier haben ja Vorraussetzungen, die viels ermöglichen könnten, andere wiederum haben Vorstellungen (wollte schon fast von Träumereinen schreiben)
    die ihr Umfeld gar nicht hergeben kann.


    Wer das erkennt, richtig einschätzt und sich darauf einstellt, wird auch im Fussball, wie er jetzt ist, seine Heimat finden, und auch in seinem Bereich mögliche
    Verbesserungen (und sind es nur ganz kleine) erreichen können.


    gg

    was du hier beschreibst, ist das typische Problem, das jeder Dorftrainer hat.


    ich kenn es z.B. nicht anders.


    Karl hat dir schon die richtigen Wege gezeigt.


    und die Problematik ist relativ einfach zu lösen, dazu brauch man jedoch Hilfe.


    Ich habe das Problem mit Co-Trainern bestens in den Griff bekommen. besser als der Begriff Co Trainer ist bei mir
    jedoch der zutreffender Begriff des Trainingshelfer gewesen.


    und wenn du schreibst, dass du keinen Co-Trainer findest, und bei der Struktur und Anzahl der Spieler brauchst du einen,
    machst du diesbezüglich was falsch.
    Geh mal weg davon, einen festen Co-Trainer zu finden, das ist garantiert nicht überall einfach. Die, die dazu bereit sind, oder die Zeit haben, würden selbst den Trainer machen.


    Such dir gezielt Personen aus, die dir gelegendlich helfen, oder auch nur einmal (zuerst). die findest du viel schneller, und du wirst erstaunt sein, dass die dann nicht nur einmal helfen, sondern nach einer bestimmten Zeit immer öfters dabei sind.
    für eine D kannst du auch ruhig mal einen B oder A-Jugendspieler ansprechen.
    der grosse Fehler, der hier aber immer wieder gemacht wird, ist der, dass Personen angesprochen werden, denen vermittelt wird,
    dass sie regelmässig und immer dasein sollen. diese Verpflichtung gehen aber immer weniger ein.
    Gelegendlich aushelfen, dazu sind jedoch viele bereit.
    Ich hatte auf diese Art immer 3-4 Personen, auf die ich zurückgreifen konnte, ich stand nie alleine auf dem Platz.


    Dadurch konnte ich dann in Gruppen arbeiten, gleiche Übungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, gezieltes Einzeltraining
    und ähnliches durchführen.


    konkret verfolgtes Beispiel:


    zu Saisonbeginn wurde der Aktiven-TW gefragt, ob er mal ein TW-Training durchziehen kann. O.K. einmal geht das.
    nach 3 Wochen nochmal gefragt, ein bischen gebauchpinselt usw.
    inzwischen ist er fast in jedem Training und Spiel dabei, und wird nicht nur als TW-Trainer eingesetzt.


    Keinen Helfer im Training finden, gibt es nicht. 15 Kinder, 15 Väter, 15 Mütter, einer ist immer bereit zu helfen.
    das einzige Hinderniss ist die Angst immer dasein zu müssen, was viele einfach nicht können oder nicht bereit sind,
    oder es sich nicht zutrauen (eher selten). Dies muss man ihnen nehmen.
    Es ist einfacher, als man das denkt.


    gg

    Mir kommt die Galle hoch.


    "Und alle haben geschwiegen" auch nur annähernd mit dem heutigen Kinderfussball zu vergleichen ist eine totalte
    Verunglimpfung aller im Kinderfussball tätigen Personen.


    7 Trainer treten zurück. in einem (!) Verein . angeblich nicht in der Lage vernünftige Vorstellungen umzusetzen
    oder Veränderungen herbeizuführen.


    stattdessen wieder Schimpfe auf DFB-Strukturen, fehlende Vereinskonzepte, ahnungslose Funktionäre.


    es ist ja so einfach, auf Alles und vor allem Andere zu schieben.


    da sollte man sich doch besser an den Mentaltrainer Frank Wilde halten, der zu dieser Thematik seinem Buch
    den Tittel gegeben hat. "Beweg deinen Arsch"


    Wer das macht, hat in seinem ureigenen Tätigkeitsbereich (Mannschaft) automatisch Erfolg, egal wie das Umfeld (DFB, Verein, Jugendvorstand) geschaffen sind.


    gg

    in der U7 und U8 öffentliche Probetrainings organisiert werden bei denen dann so ca. 1 von 30 Bewerbern genommen wird - und auch bei diesen Probetrainings kommt man nur durch Empfehlung des Vereins oder Schule (wir haben in unserer Stadt Frühförderung von Sporttalenten). Danach folgen dann 2-3 Monate Probezeit, wo es vor allem darum geht die Lernfähigkeit (Fortschritt) und charakterliche Eignung auszuloten und sich ein Bild des familiären Umfeldes zu machen. Diese Probezeit "bestehen" dann so zwischen 50% und 80%.


    Ich muss schon sagen, dass ich erstaunt bin, wenn du von Anti-Selektion sprichst.
    was du beschreibst ist Selektion in absoluter Vollendung, 1:30, und davon dann 50 %,


    danach brauch ich keine Selektion mehr durchzuführen, es ist ja schon alles da.


    das bereis in U8 oder U9.


    Leistungsfussballkriterien pur im tiefesten Kindesalter.


    ist doch klar, dass dann ein anderes Training, andere Spielgestaltung durchgezogen werden kann, als allegemein altersüblich.


    im Prinzipg, das , was Leistungsvereine ab D, bzw, frühestens ab E bei uns durchziehen.


    natürlich entwickelt sich da eine gewisse Leistungsstärke, wohl auch früher, ob aber auch auf Dauer?


    Selektion 1:30, davon 50 %, ist jedoch nicht meine Welt, wohl auch nicht die Welt der Masse hier im Forum.
    Wir bewegen und doch auf der anderen Seite, die der restlichen 59 von 60 Spielern.


    Auch wenn gewisse Ansätze wohl übertragbar sind, können die Vorstellungen, die hier Fussballbaron von sich gibt, absolut nicht
    Richtungsweisend und als Leitlinie gelten, für das wo die absolute Mehrheit hier tätig ist.


    entsprechend deiner Selektion stelle ich hier aus 50 E-Jugendmannschaften aus unserem Kreis eine Mannschaft zusammen,
    ich glaub du bekämest bei einem Spielvergleich aus dem Staunen nicht mehr raus.


    Fussballbaron, das was bei euch läuft, hat mit dem Fussball als Breitensport, wie ich ihn versethe, absolut überhaupt nichts zu tun.


    das sollte bei der Diskussion schon beachtet werden.


    wenn ein Vergleich möglich sein soll, dann zum hiesigen Stützpunktraining der E-Jugend, wo ebenso eine Selektion von 1:50 erfolgt.
    dort wird auch auf einem anderen Niveau trainiert und gespielt als in den Vereinen.


    gg

    Guten Morgen Tom Tom


    so früh schon unterwegs? ungewöhnlich :D


    Baron hat sehr wohl aus meiner Sicht einiges Positive aufgezeigt. Warum direkt wieder ein Negatives herauspflücken.


    Ich verfolge seit längerem ein interessantes Verhalten von Eltern.


    Sowohl Väter, wie auch Mütter, die sich städnig in ihrem Ursprungsverein einmischten, draussen mit am lautesten waren, verwandeln sich plötzlich in zürückhaltende und stille Begleiter, nachdem ihr Sohn klassenhöher gewechselt ist. Ich meine jetzt nicht den Sprung nach ganz oben,
    sondern von der Kreisklasse in Bezirksliga oder Verbandsliga, also unterste Leistungsebene.
    Genauso grass das Verhalten, wenn der Sohn zum Stützpunkt kommt.
    Vom Randalierer zum braven Lämmchen, mal extrem dargestellt, manchmal auch zum Schleimer.


    Ich habe eine starke Vermutung, warum das so ist, die Schilderungen von Baron, der sich ja auf einer bestimmten Ebene bewegt, können hier zur
    richtigen Deutung wesentlich beitragen, wodurch sich dann durchaus Schlüsse für Vorgehensweisen auft unterster Ebene ziehen liessen.


    gg

    Aber dem Eindruck: alles ist gut, immer und überall, sollte bitte keiner fröhnen,


    Kicker, das tut doch keiner, erst recht nicht in diesem Forum.
    Aber so negativ wie du es hier oft darstelltst, ist es aber auch nicht, zumindest nicht überall.
    Ich glaube, du übersiehst das Positive viel zu viel. Gäbe es das nämlich nicht, könnte ich mir kaum vorstellen, dass es immer noch so viele
    Jugendtrainer gäbe. Ich kenne zumindest Einen, bei dem das Positive weit überwogen hat, totzt einigem Frust und Ärger.
    Kann mir durchaus vorstellen, dass es auch noch den Ein-oder Anderen hier gibt, dem es ganuso geht.


    vielleicht meldet sich sogar noch einer.


    gg


    gg

    dumm nur, dass es so viele trainer gibt, die jene eltern gerne entmündigen:
    im training gehört dein arsch mir,


    ich weiss jetzt nicht, ob ich dich richtig verstehe, aber genau das mach ich als Vater, erwarte das auch von anderen.


    Ich gebe meinen Sohn im Training und im Spiel fussballerisch in die Hände des Trainers. Wie der Trainer dort vorgeht und welche Entscheidungen er trifft ist sein Ding, nicht meines als Elternteil.
    Dass ich das ein oder andere kritische sehe und auch anders machen würde, ist doch normal, mach jeder Zuschauer, als ehemaliger Trainer wohl noch mehr. Entscheiden für mich als Elternteil, ist dass sowohl mein Sohn wie auch wir Eltern grundsätzlich zum
    Trainer und seinen Vorstellungen ja sagen können. Eingreifen würde ich erst, wenn die Persönlichkeit meines Sohnes angegriffen würde.


    So gesehen, und ich bleibe mal bei deiner Ausdrucksweise, gebe ich den Arsch meines Sohnes während dem Training und Spiel an den Trainer ab-


    Hat natürlich auch etwas mit Vertrauen zu tun. Da bin ich aber schon vor jedem Trainerwechsel hochsensibilisiert,
    und wir würden entsprechend reagieren.


    Ist natürlich ein Vorteil, wenn man leistungsmässig nicht angewiesen ist, sondern wählen kann.


    gg

    @Heby


    mal eine Beschreibung zu einer anderen Überlegung.


    Unsere B, Tabellenführer der Kreismeisterschaftsrunde, also nicht ganz schlecht, spielt ein ähnliches System.
    fast alle entscheidende Tore, auch insgesamt so die Hälfte aller Tore werden durch den Mittelsütmer geschossen oder
    vorbereitet. Er wirkt also also Goalgetter und Ballverteiler.
    Wird er ausgewechselt passiert vorne nichts mehr. tote Hose.
    Trainer stellt dann meist auf 2 oder 3 Stürmer um.


    die Frage ist nun erlaubt: Liegt es am System oder an den betreffenden Spielern. in dem einen Fall funktioniert das System ziemlich gut
    in dem anderen Fall überhaupt nicht.


    C-Jugend, wenn du die Mannschaft nicht zusammenstellen kannst, sondern mit denen spielen musst die da sind, musst du dein
    System nach den Spielern richten, und nicht nach dem was vielleicht modern erscheint, oder dir am besten gefällt, wenn du wie bei dir jetzt speziell im Sturm eine Veränderung herbeiführen möchtest.
    Es sei denn, ihr habt ein durchgehendes System in eurer Jugendabteilung.


    Andersherum passt es doch anscheinend, solange deine Mittelfeldspieler die Tore schiessen. Warum dann was ändern. Man kann nicht alles haben.


    gg