Mir ist das eine zu einsichtige Betrachtung aus der Sicht des Spielers. Es ist doch auch nicht so, dass durch die derzeitige Regelung
massenweise Talenten der Weg verbaut wird. Überwiegend ist es doch so, dass bei echten Talenten die abgebenden Vereine denen doch keinen
Stein in den Weg legen.
beteiligt sind auch die Vereine, und deren Interesse kann man doch nicht einfach zur Seite schieben.
es ist doch nicht damit getan, wie @TW fordert, dass 95% der Vereine ihre Jugendkonzept ändern müssen.
Wechseln die Spieler jetzt aus den 95% zu den 5 %? die meisten Wechsel finden doch innerhalb dieser 95% statt.
Ständig wird gefordert, dass Vereine mehr Wert auf die eigene Nachwuchsarbeit legen sollen.
Mal überlegt, dass ein Wegfall der Ausbiildungsentschädigung genau dem entgegenwirken kann. warum soll man sich um F,D,E,C-Ausbildung
kümmern. es ist doch wesentlich einfacher sich ab C bei den um liegenden Vereinen umzuschauen, dort dort die besseren Fussballer
abzugrasen. Machen doch auch so schon einige Vereine. dem würde noch mehr Vorschub geleistet.
aktuelles Beispiel:
Verein S, Verein etwas über Dorfverein, klares Jugendkonzept, gute Jugendarbeit, Jugendmannschaften auf Verbandsniveau.
B-Jugendlicher, echtes Talent, im Verein aufgewachsen, 40 Tore in der B-Verbandslga wird von seinem Trainer gefördert.
Dieser vermittelt ihm Probetrainings bei 2 NZL. Er erhält das Angebot für die Aufnahme ins Fussballinternat.
was macht der Junge? er wechselt jetzt zum Nachbarverein T., warum wohl? Unzufrieden? bessere Ausbildung und Förderung?
garantiert ncht.
Verein T, etwas grösserer Verein, Jugendmannschaften spielen 1 Klasse höher (Regionalliga) , Jugendkonzept in den letzten Jahren 3mal
geändert, wechselnde Jugendrainer. weniger Ausbildungs- und mehr leistungsorientiert als Verein S. grast alle enigermassen gute
Fussballer der Umgebung ab, bei Verein S jedes Jahr.
bisher hat Verein S keine Aufwandsentschädigung verlangt, hat aber nun die Schnauze voll, da er seit längerem eine Gespräch mit dem Jugend-
koordinator von Verein T sucht, um ein grundsätzliche Gespräch zu führen, diese aber mit ihrer hier bekannten Arroganz ablehnen.
Mt Hilfe der Aufwandsentschädigung wollen sie das erreichen.
Böse Gedanken können jetzt einem hochkommen, wenn man überlegt, warum der Junge jetzt zu diesem Veren wechselt, nicht
dort bleibt, wo gute Jugendarbeit geleistet wird, oder dorthin geht, wo er ein wirkliches Sprungbrett hätte.
Das Geld der Ausbildungsentschädigungssumme, das bei dem betreffenden Verein vorhanden ist, tut einem 16jährigen bestimmt auch gut.
hier im Forum wurde auch schon mal von Trainingsanzügen und Mofa geschrieben als Wechselgrund.
anderes Beispiel:
Dorfverein hat Jubiläum, lädt Verein T zum Hauptspiel ein. Ohne Begründung erfolgt nur ene formlose Absage.
Gleichzeitig ist er aber an einem Jugendspeler dieses Vereines interessiert. Nun wird natürlich eine Aufwandsentschädigung verlangt.
Folge: man einigt sich zur Teilnahme am Jubiläumsportfest. höhere Einnahmen ermöglichen komplette Ausstattung mit neuen Bällen für alle
Jugendmannschaften.
noch eines:
Verein lässt Jugendspieler ohne Aufwandsentschädigung gehen, als dieser nun mit 22 Jahren zum alten Verein zurück will, verlangt dieser
die m Amateurfussball übliche Ablösesumme, die übrigens wesentlich höher ist, als die oft 300-500 € im Jugendfussball
Stefan regt ein freier Wechsel bs E-Jugend an. haben wir jedoch, sogar weitergehend bis Ende erstes D-Jugendjahrgang.
von den Vereinen, die ich kenne, zu denen gehört auch der Verein meines Sohnes, die im vergangenen Jahr 2 Spieler ohne
AE ziehen liessen, verlangen doch gar keine Aufwandsentschädigung.
Sie haben aber ein Mittel an hand, um reagieren zu können.
vom Wegfall der Aufwandentschädigung proftieren doch hauptsächlich die Vereine, die keine intensiver Jugendarbeit betreiben, sondern sich
bei anderen Vereinen einfach bedienen.
es wäre sogar die Überlegung anzudenken, ob bei entsprechend hoher Aufwandsentschädigung gerade bei mittleren Vereinen die Jugendarbeit
noch stärker in den Vordergrund rücken könnte..
diese Thematik kann man nicht nur aus einer (der des Kindes) Sichtweise betrachten
die derzeitige Form finde ich auch nicht ideal, hab aber auch noch keinen besseren Vorschlag gelesen.
bei einem Wegfall reiben sich natürlich die Berater die Hände, sie können noch mehr wilder, noch mehr Unheil anrichten, auch bei Jugendlichen,
die im Prinzip gar nicht das entsprechende Format haben.
Will man was abschaffen, sollte für vernünftigen Ersatz sorgen, die auch eine gewissse Planungssicherheit für kleine Vereine und deren Trainer
beinhaltet.
mit Forderung nach veränderter Jugendarbeit alleine ist es nicht getan, dies wird so schnell flächenmässig nicht kommen, kleine Vereine
haben auch gar nicht die Möglichkeit dazu.
gg