Beiträge von guenter

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    Günter geht es hier doch um einen Erfahrungsbericht als Hilfestellung für die vielen Vatertrainer, die Probleme haben. Da kann sich jeder was rauspicken, muss aber nicht.


    das trifft den Punkt, das war mein Anliegen.


    einiges muss ich noch klären:


    ich bin wohl nicht der typische Vatertrainer. als Spätvater hatte ich schon ein Vorleben.


    mit 19 eine D trainiert, mit 23 einer der jüngsten B-Lizensinhaber im Landesverband, mehre Jahre Jugentrainer
    (mit allen Fehlern, die man dabei machen kann)und Aktiventrainer.
    Neueinsteiger im Kinderfussball bei meinen Söhnen.


    Probleme gab es damals wie heute, nur vielfach anders.


    ich behaupte:


    wir haben nicht den Vatertrainer als eigendliches Problem - wir haben ein Problem des Trainerneueinsteigers.
    mangels Alternative gerade bei Dorfvereinen.


    leider müssen dann oft Väter einspringen, die sich bis dato mit dem Fussball, speziell die Trainertätigkeit, gar nicht so intensiv befasst haben. das ergibt dann die Problematik.


    Das widerspricht nicht dem, dass auch aus diesem Kreis gute, sogar sehr gute Kindertrainer kommen, leider jedoch nicht die Masse.


    aus meinen zuvor gemachten Erfahrung, (d.h. jetzt nicht Können) wusste ich wie man gewisse Dinge als Vatertrainer händeln
    konnte.


    Die des öfteren erwähnte nicht gleiche Behandlung meiner Söhne, auch Benutzen wurde hier genannt, widerspreche ich.
    Ich würde es als Vorreiter betrachten.


    Was, Wann und Wie ich es machte, war sehr überlegt. und das ist der Knackpunkt.


    Zum richtigen Zeitpunkt ausgewechselt, zum richtigen Zeitpunkt ganz zugeschaut, ergab dann nie einen Kritikpunkt, wenn er
    in knappen Spielen ganz durchspielte.


    Meine Söhne hatten schon Vorteile durch ihren Vatertrainer. Gerade durch meine Vorgehensweise bekamen dies die anderen gar nicht mit.

    Für meine Söhne war vieles auch gar nicht neu, sondern das als ganz normal angesehen.
    schon im Kinderwagen auf dem Sportplatz, haben sie erlebt, dass der Vater, ein- oder ausgewechselt wurde, auf der Bank sass oder gar nicht und die unterschiedlichsten Positionen spielte.


    gg

    Teil 2


    mir geht es nicht darum, eine Diskussion über das Für und Gegen des Vatertrainers zu eröffnen, gabs ja auch schon mal intensiv.


    Ich will aufzeigen welche Vorteile ich Trainer aus der Position des Vatertrainers heraus nutzte.


    damit es nicht zu lange wird, reisse ich teilweise nur die einzelnen Themen an


    Lob:


    Eltern sind sehr empfänglich über Lob und sehr empfindsam bei Kritik ihres Kindes und verfolgen da sehr kritisch, wie der Trainer
    mit seinem sohn im Vergleich zu ihrem Kind verfährt.


    Deshalb habe ich ganz stark darauf geachtet, dass ich mein eigenes Kind genauso und vor allem auch für die gleichen Situationen
    gelobt und kritisiert habe wie die anderen Kinder. Somit ohne Worte vermittelt: alle Kinder sind gleich



    Kapitän:


    Spieler läuft mit angewinkeltem Arm über den Platz, wird auch noch häufiger vom Trainer angerufen.
    schnell wird erkannt dass Trainersohn. Eltern registrieren das äusserst kritisch, auch wenn sie dazu nichts sagen.


    deshalb reium gewechselt, eigenes Kind kam erst beim 6,7 Spiel an die Reihe.


    Hintergrund widerum: alle sind gleich, keiner wird bevorzugt



    Ein und Auswechselung:


    der 1. Spieler, der im ersten Spiel ausgewechselt wurde, war der Trainersohn


    klares Zeichen: Auswechselung trifft jeden

    als gegen einen schwachen Gegner der Trainersohn nach 15 Minuten und bereits 4 erzielten Toren ausgewechselt wurde,
    kam von Eltern die erwartete Frage, warum ich das mache, ich würde doch die Mannschaft schwächen und weniger Tore erzielen.


    kurze und knappe Erklärung über die Unwichtigkeit der Siegeshöhe, und welcher Spieler wieviele Tore schiesst.


    erste Vermittlung über Zielrichtung im Kinderfussball


    gleiche Vorgehensweise mit einem anderen Kind hatte mir zuvor mal einen Riesenärger und Unverständnis
    mit den Eltern des betroffenen Kindes eingebracht


    gleich zu Beginn des regelmässigen Spielens (war bei mir erst F-Jugend, im G-Alter habe ich überwiegend nur trainiert und
    hier und da mal ein Turnier gespielt) traf ich auf einen schwächeren Gegner.
    Eigenen Sohn und den des Co-Trainers (beide waren Leistungsträger) bei der Aufstellung nicht berücksichtigt.
    Beide zogen sich jedoch mit der Mannschaft um und setzten sich die ganze Spiel auf die Bank, was die anderen nichtberücksichtigten
    Jungs später nachmachten (mit beiden natürlich vorher abgesprochen)


    Unverständlnis bei der Elternschaft, die beiden Besten spielen nicht, wie sollen wir da gewinnen.
    Klar kamen wiederum die erwarteten Fragen und folgend meine kurze aber deutliche Erklärung, die umghend bei
    Eltern und Spieler ankam:


    Bedeutung von Ergebnissen im Kinderfussball, alle sind gleich, auch die Besseren müssen mal zuschauen



    Rotation


    der erste der rotierte, war mein Sohn.


    2 Tore geschossen, zurück in die Abwehr. nächstes Spiel von Beginn an in der Abwehr. der nächste Rotierer war der Sohn des Co.


    unsere Toremacher spielt Abwehr, folglich wieder mal Rückfragen von Eltern und auch Spieler und meine anschliessende Erklräung
    meiner Massnahmen. Halt immer wieder das gleiche Ritual.


    Weder bei Spieler noch bei bei den Eltern gab es daraufhin Diskussionsbedarf bei der Rotation, schliesslich macht der Trainer
    das ja auch mit seinem eigenen Kind und den Besten der Mannschaft, dann muss es auch für uns gut sein


    wieder mal dem Ziel Kinderfussball nähergekommen



    Training


    logischerweise sind Trainerkinder allgemein zuverlässige Trainingsbesucher.
    trotzdem kam es auch bei mir vor, dass sie Trainingsuasfälle hatten.
    Waren sie nun in der Woche vorm Spiel nicht im Training (Grund egal) spielten sie am Samstag nicht von Anfang an.


    klares Signal an Spieler und Eltern, ohne grosse Worte und Vorträge über Trainingsbesuch


    persönliche Zielvermittlung: Training ist im Kinderfussball genauso von Bedeutung, wenn nicht noch stärker, wie ein Spiel



    so oder ähnlich bin ich bei allen Neuerungen mit meinem Söhnen als Vorreiter vorgegangen. natürlich hatte ich sie jeweils
    entsprechend vorbereitet.


    Aber wie sollen Eltern gegenüber ihren Kindern anders argumentieren, gegenüber dem Trainer Forderungen stellen, wenn er mit
    seinem eigenen Kind entsprechend umgeht?


    Natürlich hatte ich das Glück, dass beide Söhne für einen kleinen Dorfverein relativ gute Spieler waren.


    Hätten sie zu den Schwächeren gehört, hätte ich mir eine andere Vorgehensweise einfallen lassen müssen.


    Vermutlich wäre ich dann aber auch kein Vatertrainer geworden, möglicherweise mit meinen Söhnen auch gemeinsam ein
    anderes sportliches Hobby gesucht. (das ist jetzt aber ein anderes Fass)


    gg

    aktuell diskutieren wir ja wieder mal, wie schon so oft in der Vergangenheit die Problematik des Vatertrainers im Kinderfussball.


    Ich selbst habe 2 Söhne jeweils 7 Jahre von der G an durch die diversen Mannschaften geführt.


    Für mich und die beiden Mannschaften war es ein Glücksfall, dass ich Vatertrainer war.


    viele der hier oft diskutierten Probleme, die entstanden sind, wie z.B. bei Mannschaftsaufstellungen, Auswechselungen, Nichtspielen,
    Kapitänsfragen, Rotation hatte ich nicht bzw. waren von so geringer Natur, dass sie schnell abgestellt waren.


    vielleicht kann sich ja jemand aus meiner folgenden Vorgehensweise etwas für sich passende herausziehen.


    folgende Prämisse waren Grundlage:


    beide Söhne waren Leistungsträger und offensiv spielendscheidende Spieler, was mein Vorgehen erleichterte.


    aufgrund meiner langjährigen eigenen Spielerpraxis kenne ich die Tücken eines Mannschaftsinnenlebens und kann mich sehr gut
    in Spieler, egal welchen Alters, hineinversetzen.


    Ich kann Kinder sehr gut überzeugen (nicht überreden) und mitziehen.


    mindesten Einer der Elternschaft war bei Spielen fast immer komplett vertreten.


    Ich weiss, dass Kinder dieser Altersstufe immer ihren Eltern gefallen wollen, und die Meinung und das Gerede im Elternhaus über
    ihren Fussball auch auf den Platz beim Training und Spiel übertragen. Das was Kinder sagen und ihr Verhalten ist sehr oft
    ganz stark vom Elternhaus geprägt. Deren Meinung i und Ansichten ist aber oft konträr zu der des Trainers.
    Bei Schwierigkeiten mit Kindern, sollte man sich klar sein, dass sie sich hier sehr oft in einem Konflikt befinden (Elternhaus kontra
    Trainer). Klarmachen muss man sich auch, dass viele Eltern, den Fussball nur vom Fernsehen her kennen, nur durch ihr Kind
    auf dem Platz erscheinen, aber glauben die grosse Ahnung zu haben und dementsprechend mitreden wollen.


    tolle Szene beim Hallenturnier erlebt: F-Jugend, Spieler bleibt auf einem Platz längere Zeit einfach stehen, auf meine
    Frage, ob er keine Lust mehr habe und ausgewechselt werden will, kam die vielaussagende Antwort:
    "Ich weiss doch nicht was ich machen soll, du sagst mir mir ich soll das machen, meine Mama hat mir aber was ganz anderes gesagt,
    was soll ich denn jetzt machen."


    Kinder stehen immer zwischen Eltern und Trainer.


    Mir war immer schon klar, Kinder kann ich schnell überzeugen und mitziehen, dagegen steht jedoch oft das Elternhaus.
    Also muss ich um die Kinder aus dieser Konfliktsituation herauszunehmen, die Eltern davon überzeugen, dass meine Massnahmen
    und Vorgehensweise der richtige Weg ist. Gelingt es mir die Eltern mitzuziehen, geht das mit den Kinder Problemlos.


    Wie vorgehen?
    Elternabende, grosse Elterngespräche mit Erklärungen? geht bei vielen da rein und da raus.


    Ich ging einen anderen Weg: ich habe es mit meinen Kindern vorgemacht und vorgelebt, ohne allzuviele Worte wurde das begriffen.


    Wie im Einzelnen beschreibe ich in Teil 2

    Ich bezweifle, dass deine Überschrift passend zu deinen Problemen ist.


    Nachdem du nun mitgeteilt hast, dass er lediglich 1 mal Kapitän war, und nun nach 9 Monaten dadurch Probleme entstanden sind,
    kann ich mir das absolut nicht vorstellen.


    Da muss es tiefergehende Gründe geben, die aufgrund deiner Schilderung von uns kaum zu erkennen sind.


    die Kaptitänsfrage ist nur Stellvertreter für das, was deine Mannschaft wirklich belastend empfinden.


    Ich kenne dieses Symptom. Oft haben die Kids einfach das Gefühl, dass dein Sohn eine Sonderstellung in
    der Mannschaft hat, wobei es keine Rolle spielt, ob diese Annahme berechtigt ist oder nicht.


    Ursprung kann z.B. sein, dass auch nur 1 einziges Kind neidisch ist, auf den Vater, der immer dabei ist, sein eigener jedoch
    höchst selten auf dem Platz auftaucht.


    Was auch total unterschätzt wird in dieser Altersstufe ist, dass die Kinder oft nur Sprachrohr ihrer Eltern in deren Meinung sind.


    Kurzum: dein Problem ist nicht die einmalige Kapitänsentscheidung, sondern die Ursache kann vielfältiger Natur sein.
    Musst halt etwas genauer hinschauen, jedoch nicht so einfach zu lösen.


    gg

    wie bekomme ich meinen Sohn jetzt
    unbeschadet aus der Sache



    du hast ein nicht selten auftredendes Problem. Wurde ja schon angesprochen, den Sohn des Trainers, der eh schon
    eine Sonderstellung in der Mannschaft hat, zum Kapitän zu bestimmen, ist ein gravierender Fehler, der Probleme
    in der Mannschaft geradezu herausfordert.


    genau so ein Unding ist es, ebenfalls schon angesprochen, in der E bereits einen festen Kaptiän zu installieren.


    Du hast deinen Fehler erkannt und versuchst ihn zu revidieren. Lobenswert.


    Du bist nun aber auf dem geraden Weg, den nächsten Fehler zu machen.


    "Wie kommt dein Sohn unbeschadet aus dieser Situation"


    Geht es nur um deinen Sohn? doch wohl nicht? du hast inzwischen ein selbstgemachtes Mannschaftsproblem.
    das muss gelöst werden, und nicht nur was deinen Sohn betrifft, sonst kommst du und auch dein Sohn gar nicht mehr
    aus der Nummer raus.


    Was aber tun?


    Ich würde wie folgt vorgehen:


    Versammlung mit Eltern und Spieler gemeinsam. die Situation ganz offen ansprechen. Eingestehen, dass der Trainer es zwar gut meinte,
    er aber aus neuen Erkenntnissen erkannt hat, dass er falsch gehandelt habe. Als Trainerneuling würde ich sogar erwähnen, dass ich mir
    bei erfahreneren Kindertrainer Rat geholt habe. Danach würde ich meine zukünftige veränderte Vorgehnsweise darlegen,
    auch mit den Gründen, warum dies geschieht. dann eine Diskussion zulassen.


    diese Suppe (schwierige Eltern haben in ihren Ursprung auch oft in deiner Vorgehensweise) hast du dir eingebrockt,
    das Auslöffeln bietet dir aber neue Chancen.


    Fehler sind dazu da gemacht zu werden, finde ich nicht schlimm, hat garantiert hier jeder schon gemacht.
    wichtig ist, sie zu erkennen und sie als Chance für Besseres zu nutzen. dazu viel Glück-


    gg
    gg

    Bericht gestern in der Tageszeitung (Kurzfassung):


    "Südosteuropäer" bedroht Autofahrer mit einem Beil. Dank des mutigen Einschreiten eines "polnischen LKW-Fahrers"
    konnte schlimmeres verhindert werden.


    warum gibt es eigendlich diese unterschiedliche Herkunftsbeschreibung?


    Dinge offen und deutlich ansprechen bringt wesentlich mehr Veränderungen, bietet auch mehr Ansatzpunkte für
    Veränderungen als als dieses ganze Drumherumreden, lachhafte geschönte Statistiken, Ursachenforschungen in die
    falsche Richtung.


    für mich wäre das wichtig, für mehr Verständnis, mehr Veränderungen, besseres Zusammenleben.


    und zwar für alle Beteiligten.


    offene Diskussion, Anerkennung von Tatsachen bringt mehr als aus der jeweiligen Position (oft festgefahrenen) heraus,
    Schuldzuweisungen in die andere Richtung zu machen.

    Bin gestern 1 Stunde wandern gegangen, ohne Ziel, nur im Wald rumgeirrt.


    jetzt fahre ich auf die Gemeindeverwaltung, also festes Ziel, kann da jetzt aber zwischen 3 Fahrtrouten auswählen, die mich garantiert
    zum Ziel bringen.


    will ich etwas bestimmes erreichen, ist immer das Ziel und nicht der Weg der entscheidende Faktor.
    "viele Wege führen nach Rom", könnte, ist jetzt aber nicht von mir


    gg

    Sportverbot bei schwachen Schulleistungen oder sonstigem Fehlverhalten ist sicherlich die unsinnigste Massnahme
    die ich kenne, mal abgesehen als einmalige kurzfristige Massnahme.


    Andererseits kennt ein Trainer höchst selten die tatsächlichen Hintergründe im Elternhaus.


    Gespräch mit den Eltern ja, ab ob diese erreicht werden bezweifle ich.
    damit endet es aber dann für den Trainer, denn Elternrecht ist in Deutschland ein sehr hohes gut (manchmal leider)


    natürlich sollte einem solchen Jungen immer die Tür offen sein. gerade im Training.
    wo sollte es da ein Problem geben.


    Im Gegensatz dazu sehe ich jedoch das Spiel.
    Bei mir galt immer, wer am Spiel mitmachen will, muss regelmässig im Training sein, ansonsten schaut er zu.
    regelmässig heisst nicht immer, aber doch grundsätzlich.


    setzt ein Junge längere Zeit mit dem Training aus, wobei mir die Gründe egal sind, muss er zuerst im Training zeigen, dass er zukünftig verlässlich anwesend ist.


    das war bei mir eine der grundsätzlichen Aussagen vor Saisonbeginn, womit ich gut gefahren bin.


    Was soll denn eigendlich ein Kind denken, vielleicht auch sagen, wenn es aussetzen muss, obwohl regelmässig
    im Training, wenn für ihn jemand spielt, der längere Zeit (hier 6 Monate) weder im Training noch beim Spiel erschienen war.
    Es interessiert dabei keine Gründe.


    Als Trainer steht für mich das Wohl der gesamten Mannschaft im Fordergrund, erst dann die Bedürfnisse des einzelnen Kindes/Spieler.


    Mag jeder anders sehen, ist aber meine Trainerauffassung gewesen, mit der ich über 25 Jahre als Trainer gut leben konnte.


    gg

    da wir hier mit dieser ganzen problematik nix am hut haben und die ganze migrationsgeschichte fast spurlos an uns vorüber geht (unsere region ist so arm, da wollen nichtmal mehr migranten hin *fg*), interessiert mich das sehr, was da so in den köpfen vorgeht. ich lese ja diese dinge hier immer nur, oder sehe sie irgendwo im regionalfernsehen.


    wir sind ja hier bei uns jetzt nicht unbedingt in einer armen Gegend, aber ansonsten ist es bei uns wie bei DSV.


    ich staune hier auch immer über die vielen geschilderten Auswüchse im Jugendfussball.
    Sind das nur Einzelfälle, die aufgebauscht werden?


    Auch bei uns gibt es Einzelfälle, die nicht sein müssten. aber ansonsten.


    Auch wir haben keine Migrationsprobleme, einzelne Kinder, ja, aber die lassen sich recht gut integrieren.


    Geht es aber gegen Stadtvereinene, sieht es schon etwas anders aus, da beschweren sich unsere Jungs über die Ausdrucksweise
    des Gegeners untereinander, und gegenüber dem Gegner, da werden auch schon mal die Umkleidekabinen in einem verheerenden
    Zustand hinterlassen.


    Bei Fussball.de kann man dann ja so schön im Nachhinein die Aufstellung lesen. Und da stehen nun mal Namen, die
    keinen deutschen Ursprung haben.


    Ich habs mal über einen längeren Zeitraum verfolgt. bei ca 90 % der Spiele mit Zwischenfällen, die mir bekannt wurden,
    waren Mannschaften beteiligt, die mehrere Spieler mit Migrationshintergrund hatten.


    Eine nicht unwesentliche Rolle dürfte da aber auch spielen, dass diese Mannschaften aus sozial schwierigen Stadteilen oder
    Wohngebieten kamen. Da gibt es sicherlich einen Zusammenhang.


    Warum das jetzt alles so ist, wo das seinen Ursprung her hat, interessiert mich jetzt mal nicht.


    Aber man darf doch das Kind mal beim Namen nennen.


    Da wird ein Spiel beschrieben, bei dem u.a. gespuckt wird, dazu wird erwähnt, dass die Mannschaft Migrantenhintergrund
    hat. Und schon gibst einen riesengrossen Aufschrei. Warum eigendlich?


    Türken haben einen anderen Kulturursprung. Sie sind stolz auf ihre Kultur und auch ihre Herkunft.
    Ist in Ordnung und ich finde das auch gut.


    Spricht man aber eventuelle Nachteile ihres Verhaltens, das wohl in ihrer Kultur begründet sein mag, (verletzte Ehre, die gerecht
    werden muss, und sei es auch nur das harmlose Foul) dann geht das Gezetere los und man wird recht schnell
    in eine bestimmte Ecke gerückt.


    Zur Integration gehören immer 2.


    der, der integriert und der, der integriert werden soll,


    die Frage darf jedoch erlaubt sein, ob man wirklich integriert werden will und was man dafür auch tut.

    bei uns gibt es 2 Richtungen:


    Jugendspielgemeinschaften, ohne die es keinen Spielbetrieb mehr geben würde, oft 3,4 und mehr kleinere Dorfvereine.


    Spielgemeinschaften, bei denen klar der Leistungsförderungsgedanke im Vordergrund steht. etwa grössere Dörfer und etwas
    grössere Vereine.


    ein starker Hintergrund ist hier die Verhinderung des Weggangs der Talente, die ansonsten oft zu den grösseren Vereinen hier
    Wechseln würden. Die mir hier bekannten haben auch meist ausgebildete Trainer und genügend finanzielle Mittel.


    Zur Zeit ist aus meine Sicht eine erfreuliche Tendenz feststellbar.


    Die Jugendspielgemeinschaften auf beiden Ebenen werden zunehmend selbständig geführt.


    d.h. eigener Vorstand, eigene Kasse. jedoch unterschiedliche Vorgehensweisen.


    - jeder beteiligte Verein zahlt vor Saisonbeginn eine feste Summe X in die Jugendkasse, die dann dort selbst verwaltet wird und
    alle Kosten zu bestreiten sind.


    - die Beiträge der Jugendlichen fliessen in die Jugendkasse. da dies ja bei weiten nicht ausreicht, wird er von den Vereinen
    noch aufgestockt.


    - Vereine übernehmen alle laufenden Kosten. zusätzlich aquiriertes Geld (Sponsoren, Sportfeste oder sonstirgendwie)
    steht der Jugendabteilung frei zu eigenen Verfügung.


    gebundene Sponsorengelder verbleiben immer in der Jugendabteilung.


    gg

    von Zodiak:


    Ich wurde vor 2 Jahren bei einem Spiel von einem gegnerischen Spieler (Herren) vor den Augen und Ohren meiner beiden ältesten Töchter (damals 7 und 5) als H*r*nsohn bezeichnet. Da sind bei mir die Sicherungen auch beinahe raus geflogen - ich habe mich aber zum Glück beherrscht, mich selbst eingewechselt und 20 Minuten gegen ihn gespielt und ihm mit halbwegs fairen Mitteln gezeigt was ich von seiner großen Klappe halte.


    Zodiak


    doch nicht nur Gutmenschen hier.


    Auch ich habe mich in meiner aktiven Zeit entsprechend gewährt: Sohle beim Presschlag über den Ball gehalten, und einiges andere auch.


    ich habe eine Riesebewunderung für all die, die in jeder Situation ruhig bleiben, gelassen reagieren.
    auf dem Sportplatz aber höchst selten welche angetroffen. Beim Schreib en geht das aber auch bei mir.


    gg

    Förderschule für soziale und emotionale Entwicklung geht.


    Betreuerin


    Bei jedem Ballverlust (von ihm oder von seinen Mitspielern) ist er wütend.


    flippte der Junge aus. Er haute mit der Faust gegen die Hallenwand.


    eine Aktion nicht klappt, dreht er durch.


    bei Gesellschaftsspielen überhaupt nicht verlieren kann.


    und zeigte jedem nacheinander den Stinkefinger.



    das war die Einstiegsbeschreibung von Jugendbetreuer
    Trainer, Mitspieler und Eltern hatten massive Probleme



    alleine im gestrigen Training 3 Einzelgespräche). Leider gibt es keine Besserung.



    Letzte Woche beim Turnier habe ich ein Einzelgespräch mit dem Jungen (Problemkind) alleine geführt


    und plötzlich ist alles anders



    Vor wenigen Tagen hatten wir dann eine Trainingseinheit, bei dem sich der Junge wieder nichts zu schulden hat kommen lassen.



    für mich passt das nicht zusammen. was, kann ich nicht beurteilen. aber für mich ist das lebensfremd.


    würde mich für Jugendbetreuer freuen, dass die Ursprüngliche Schilderung evtl. doch gar nich so schlimm war, vielleicht nur so
    schlimm empfunden wurde (man spricht oft von subjektiver Wahrnehmung oder subjektiver Wahrheit) und die positive
    Entwicklung anhält.

    Natürlich ändern sich die Zeiten. manches mag besser, vielers aber auch schlechter gewesen sein.
    dabei ist es menschlich, dass das Schlechte eher verdrängt wird.


    der Dicke Paule kam früher seltener zum Training, wurde auch im Gegensatz zu heute schneller ausgeschlossen, es gab ja genug andere.


    "Es kommen Kinder, die nicht richtig rückwärtslaufen können" - auch von mir ein gern verwendeter Satz als Hinweis darauf, dass heute
    wesentlich mehr unsportliche Kinder erscheinen, als in früheren Jahren.


    Die FPL versucht da regulierend einzugreifen.


    und hier stell ich nun immer stärker eine Diskrepanz fest, zwischen Spiel und Training. ob das nur punktuell oder allgemein ist, vermag ich jedoch nicht zu beurteilen.


    Training ist wesentlich häufiger als das Spiel. Und mein Eindruck ist der, dass viele Trainer ihr Zurücknehmen im Spiel
    durch ihre Trainingsgestaltung, insbesonders den Anspruch den sie dort stellen, mehr als ausgleichen.


    Trainer wollen dort Ziele erreichen, gestalten dementsprechend ihr Training, die aus meiner Sicht dem Anspruchsdenken der Kinder nicht gerecht werden, da oft viel zu hoch angesetzt.


    FPL-Gedanke und Anspruchsdenken der Trainer im Training sollten aber angepasst sein.


    gg

    ( Anmerkung,beim Stützpunkt war es wirklich krass,der Trainer konnte so leise sein,alle haben zugehört ) Mir ist klar,das wird nicht erreicht -das ist utopisch,aber dennoch denke ich sollte man nach dieser Utopie streben.


    wieso Utopie?
    das ist doch der richtige Weg.


    je lauter du wirst, desto lauter werden die Kinder. also geh den umgekehrten Weg.
    werde immer leiser in der Ansprache, rede notfalss gar nicht mehr, bis der letzte ruhig ist und wenn das mal 5 Minuten dauern sollte.


    lass mal deine Karten weg. was soll das im Training? im erforderlichen Falle kurze Ansage, dann Konsequenz ziehen.
    ruhig, ohne drumherum, ohne grosses Thema daraus machen.


    Bei Kindern, die nach längerer Zeit wieder zum Training gehen, mag es einem vorkommen, wie Kälber die nach dem langen Winter zum ersten mal auf die Weide dürfen. Sie rennen einfach drauf los! Und wenn dem denn so ist, dann gestalte dein Aufwärmtraining vom Inhalt und der Länge her so, dass sie ihren Bewegungsdrang erst einmal austoben dürfen.


    TW ist mir zuvorgekommen.


    Verhalten für mich fast normal.


    Ursache können sein, wie TW erwähnt, erstmals nach langer Zeit wieder im Freien toben.
    Umstellung Halle auf den Platz
    aber auch wenn während der Winterzeit keine entsprechende ausreichende Spiel- und Trainingspause eingelegt wurde.



    Wichtig finde ich den Hinweis von @TW Unterschiede zu machen zwischen deiner Erwartungshaltung als Spieler deiner Mannschaft
    zum Trainerjob hin. Weiss, das ist nicht immer ganz einfach, sollte dir aber mal bewusst werden.


    gg

    Der Anteil der Mädchen bei uns ist relativ hoch.


    das ist für mich jetzt neu, entweder nicht geschrieben oder von mir überlesen.
    macht eigendlich den ganzen Vorgang non komplizirter aus der Ferne zu beurteilen.


    okay - ich glaube, Erfahrungen mit kleinen Kindern braucht man nicht


    für Diskussionsbeiträge garantiert nicht, aber im Umgang mit Kindern ist das ein nicht auszugleichender Vorteil



    Zitat von »Jenny82«
    Könnte sie den Verein wechseln? Neuer Trainer, neue Mitspieler und vielleicht auch Eltern die sich raushalten ( is nicht böse gemeint, aber mein Eindruck bei vielen deiner Berichte)


    das wäre vielleicht einen Option, wenn es sich noch mehr verstärkt


    von meiner persönlichen Einstellung her empfinde ich diesen Vorschlag als Hammer.


    die älter Schwester spielt im Verein.
    Es ist anzunehmen, dass sie die anderen Jungs und Mädels aus dem Kindergarten kennt.
    die Kleine hat gerade erst angefangen mit dem Fussball spielen, wo es hingeht, ob sie in 1 Jahr
    noch das Hobby Fussball hat oder sich anderem zuwendet weiss man nicht.


    und jetzt wird einem 5jährigen empfohlen,sich aus einem gewohnten Umfeld abzumelden und sich in einem neuen Terrain zurechtzufinden,
    nur weil es jetzt mal Probleme gibt, die garantiert auch anders und vor allem besser zu lösen sind.


    um was geht es denn im G-Jugend-Alter? Um die grosse Fussballkarriere? So lange den richtigen Verein suchen, bis alles so passt,
    wie man es sich selbst vorstellt?


    Das Problem vieler Eltern und Trainer und den daraus folgenden Konflikten liegt darin, dass viele meinen, es ginge in diesem
    Alter schon ums Fussballspielen mit dem Ausbildungsgedanken zum Fussball hin.


    Das immer frühere Anfangen der Kinder beim Fussball hat auch seine Nachteile, und die sollte man nicht unterschätzen.


    Diese Altergruppe bedarf eine sportlichen Betätigung in einer Gemeinschaft mit gleichaltrigen Freunden und Bekannten.
    Da sollte durchaus auch der Ball im Mittelpunkt stehen, aber doch kein fussballspezifisches Training und Spiel mit
    Anforderungstellung und gar Erwartungen.


    Diese Meinung muss man nicht teilen, aber ich habe mit dieser Einstellung 2 Mannschaften von G an hochgezogen,
    keine gravierende Problem mit Eltern gehabt und, und das ist ganz wichtig, viele spielen davon heute noch Fussball, wegen Unzufrieden-
    heit ist da kein einziger abgesprungen.


    Das gegenseitige Anspruchsdenken aller Beteiligten untereinander ist in dieser Altersstufe, und gerade die F beziehe ich da mit ein,
    ganz einfach zu hoch. Für mich ein grosses Problem im Kinderfussball .


    gg

    wie soft liegt es mal wieder an dem unfähigen Trainer, der nicht richtig mit einem Kind umgeht.
    klar liegen hier auch krasse Fehler vor: 5jährigem eine Verantwortung übertragen, fester Kapitän in der G (vermutlich Trainersohn)


    Mal überlegt was man einem 4jährigen Mädchen antut, das man alleine in eine Jungenmannschaft schickt, indem Jungen von teilweis 7 Jahren sind. wenn dann noch ein richtiges Fussballtraing stattfindet, na prost.


    Hier werden Bereich angesprochen, die aus meiner Sichtweise noch nichts in einer G verloren haben.


    Hat das Kind Probleme, oder doch die Eltern? zu weit weg, um das beurteilen zu können.


    Hier machen alle Beteiligten Fehler. Folge: alle Beteiligten sind unzufrieden: Trainer, Kind und Eltern.
    und der Leidtragende ist wieder mal das Kind.


    wenn nicht alle Beteiligten ihren Anspruch mal zurückschrauben, sind weitere Konflikte unvermeidbar.


    gg

    Bei uns hat es bisher bestens funktioniert.


    Bin überzeugt, dass dem so ist.


    Bin auch überzeugt davon, dass dies vielerorts öfters geschieht als nicht, ist sogar mir hin und wieder gelungen.

    Bin mir aber absolut nicht sicher, ob du die differenzierte Problematik, die ich versucht habe zu beschreiben, verstanden hast.


    Zwischen dem was man allgemein unter einem schwierigen Kind versteht und einem Kind das problembehaftet,( z.B. ein Traumata zugrunde liegt) ist, können Welten liegen.,


    Und es gibt einfach bestimmte Kriterien, die eine entsprechende Zuordnung zulassen.


    Und in dem hier geschilderten Fall treffen einige dieser Kritierien einfach zu, immer davon ausgehend, dass es tatsächlich so
    ist wie beschrieben und nicht allzu stark subjektiv geprägt ist.


    Und in diesen Fällen ist jeder Trainer überfordert.


    Ansonsten würde ich mich nicht soweit raushängen.

    in dem zusammenhang interessiert mich einmal, ob durch die einführung der fpl in den vereinen wo das schon eine weile praktiziert wird, sich signifikant etwas geändert hat, also habt ihr dadurch zb eine weitere mannschaft bei den lütten aufmachen können/müssen und somit erheblich größeren zulauf für den nachwuchs???
    gibt es da schon konkrete zahlen, die hier dargelegt werden können?


    kann da nur eine begrenzte Aussage machen.


    ein generelles Nein zu allen Fragen.


    ein mehr an Mannschaften ist nicht feststellbar.
    Mannschaftstärke ist wie in der Vergangenheit auch immer vom jeweiligen Trainer abhängig. hat er das richtige Händchen sind etwas mehr da


    allgemein bekam ich als häufigste Rückmeldung:


    mit denen (damit waren bestimmte Vereine oder Trainer gemeint) wo es bisher klappte, ist auch die FPL absolut problemlos.
    da wo wir bisher Problem hatten, haben wir auch jezt unsere Probleme.


    aber wie gesagt das ist jetzt nicht repräsentativ und auch unter dem Gesichtpunkt zu sehen, dass wir hier seit über
    10 Jahre ohne Tabellen spielen, durch ländliche Region wenig Migrationsprobleme haben, und es insgesamt hier wohl bisher nicht
    so schlimm auf den Plätzen zugeht, wie es hier andere Beiträge anderswo vermuten lassen.


    gg

    wie alt ist das Mädchen? hab was gelsesn von 5 Jahren.


    erstaunlich, wie man dann schon Entwicklungsrichtungen feststellen will.


    in dem Alter stehen halt viele rum oder setzten sich auf die Wiese und pfücken Blumen oder reissen einfach nur Gras ab.


    Na und?


    in dem Alter sind halt qualifizierte und leistungsfördernde Trainer erforderlich.


    diese Ironie konnte ich mir jetzt nicht verbeissen.


    ernsthaft aber mal zum überlegen.


    ich hatte immer Mädchen in einer Jungenmannschaft.
    Dabei ist mir aufgefallen, dass wenn 2 oder 3 Mädchen zusammen dabei waren, sie es wesentlich leichter hatten und sich auch anders ver-
    hielten als wenn nur ein einziges Mädchen zusammen mit den Jungs spielte.


    kann Zufall sein, muss aber nicht.


    gg