naja, in 2014 ist die geschichte mit "ich sage euch was euer pflichten und rechte sind", von mir aus auch am anfang, problematisch.
Naja siebener. wir zwei brauchen ja wohl jetzt keine Diskussion darüber anfangen, in welcher Form man gewisse Dinge an die Eltern rüberbringt. Als Spielervater würde gar ich aus der Hose springen, wenn mir ein Trainer käme und sagte dass ich jetzt das und das tun
muss.
Es bleibt immer und überall in der Entscheidungsgewalt der Eltern, ob sie Trikots waschen , ob sie einen Kuchen backen, ihre Kinder pünktlich bringen.
Ich habe das nicht mit einem "Müssen" vorgegeben.
der eine ist mental, der andere in der RAE auf allerneuestem Stand, mein Hobby war die Gesprächsführung.
und mit Gesprächsführung bringt man Eltern halt dazu, dass sie überzeugt sind, von dem was sie tun, teilweise als ihren eigenen Wunsch ansehen, zumindest gewisse Vorgehensweise als ihren Vorteil ansehen.
Leider ist es überall anders, auf dem Dorf anders wie im Stadtteil, in ländlichen Gebieten anders als in Regionen mit hohem Migrationsanteil, überall ist die Elternschaft eine andere.
Deshalb gibt es auch kein einheitliches Vorgehen in der Elternarbeit.
Ich habe ein Heft voll mit Notizen über Elternarbeit, wollte das mal zusammenfassen und auf eine vernünftige Linie bringen.
gelingt mir nicht, weil es halt überall andere Vorraussetzungen gibt.
eines ist für mich jedoch unverrückbar:
In den meisten Vereinen geht es im Kinderfussball ohne die Elternschaft nicht. Das heisst, dass ich dann die Elternschaft mitnehmen muss, wenn nicht irgendwass Frust aufkommen soll, und ich als Trainer vernünftige Vorraussetzungen habe.
Wie ich nun diese Elternschaft mitnehmen, für welchen Themen ich sie mitnehme, wieweit ich sie integrieren kann und selbst will,
muss jeder für sich entscheiden.
Wenn ich nun aber eine Mannschaft übernehme, dann mach ich mir als Trainer Gedanken. Und bevor ich grosse Trainingspläne aufstelle, überlege ob ich nach Wein oder Coerver trainiere, schau ich mir die Kinder an, ihr Umfeld (Familie) überlege was ich dort machen und fordern kann und überlege mir dann wie ich dort vorgehe. Baue die Mannschaft mit ihrem Umfeld entsprechend meinen Vorstellungen auf. Schaffe mir zuallerst mal die Vorraussetzungen um meine trainerischen Vorstellung im sportlichen Bereich umzusetzen.
Leider habe ich allzuhäufig beobachtet und das immer noch, dass Trainer einsteigen, keine klaren Vorstellungen mit der Elternschaft haben, diese also nicht mitnehmen und dann die Probleme auftauchen, von diesen gar überollt werden und dann auf die bösen Eltern verweisen, die ihre Trainerarbeit doch so erschweren.
Eltern sind keine Last, erschweren einem nicht die Arbeit, sondern sind eine grosse Hilfe und erleichtern vieles.
Wer diese Haltung mal übernimmt, dementsprechend einwirkt und vorgeht hat eine wesentlich angenehmere Tätigkeit und bedeutend weniger Frust.
Diese Erkenntnis ist mir nicht über Nacht gekommen, hab da als Neuling auch meine Fehler gemacht, hab da auch schmerzliches Lehrgeld bezahlt. Aber daraus gelernt, auch wenn es seine Zeit gedauert hat.
Um von dem etwas weiterzugeben schreibe ich hier.