Hallo Siebener,
wie die anderen User hier schon schrieben klingt das Verhalten deines Team eigentlich zunächst mal gut. Wenn es in die Hälfte des Gegners geht wird schnell gespielt und der Abschluss gesucht. Wie du schreibst ist es bisher wohl auch erfolgreich, was die Ergebnisse angeht. Eigentlich ist das schon erstrebenswert und der riskante Pass in der Offensive mit Selbstvertrauen gespielt ist letztlich oft das Mittel zum Erfolg, um auch eine gut organisierte Abwehr zu überraschen und zu überwinden. In der eigenen Defensive sollte der natürlich nicht erfolgen.
Aber ich kann deine Bedenken auch nachvollziehen. Was den Rhythmuswechsel angeht fällt mir da noch eine Übung ein, die eventuell hilfreich sein könnte. Man spielt zunächst mit zwei Teams auf einem Feld mit zwei Toren auf Ballhalten. Das gesamte Feld sollte dabei vom ballbesitzenden Team genutzt werden. Es dürfen aber zunächst keine Tore erzielt werden. Wie geschrieben: erst auf Ballbesitz spielen. Auf Kommando des Trainers soll das Team in Ballbesitz dann schnell und überfallartig versuchen ein Tor zu erzielen. Und dabei wird dann auf das Tor gespielt, welches vom ballbesitzenden Spieler am weitesten entfernt ist. Befindet sich dieser Spieler also während des Kommandos vom Trainer in Hälfte A des Spielfeldes, dann wird auf das Tor in Hälfte B gespielt. Erobert das andere Team dann den Ball ( kontrolliert; nur eine Ballberührung reicht nicht aus ) bevor es zum Torabschluss kommt, dann beginnt das Spiel von vorne. Die Mannschaft muss den Ball halten u. auf das Kommando vom Trainer warten.
Das erfordert schon nicht wenig taktisches Verhalten von den Spielern. Wahrscheinlich werden sie sich am Anfang noch schwer damit tun; aber: Übung macht den Meister ( leider nicht immer ). Du trainierst eine B. Für die dürfte die Übung aber passend sein.
Ich denke in dieser Übung kommt der Rhythmuswechsel schon recht gut zur Geltung. Man kann das Ganze z. B. noch dadurch variieren, indem man die Ballberührungen bzw. Passanzahl bis zum Abschluss gegrenzt, was aber wieder eher das schnelle Spiel fördert. Interessant ist es aber für den Trainer auf jeden Fall, da er, je nachdem wie das ballbesitzende Team gerade gestaffelt ist, gewisse Situationen mit seinem Kommando provozieren kann. Auf der andere Seite kann man aber auch das taktisch Verhalten der Defensive damit schulen. Es kommt dann eben auch darauf an, wie man ggf. korigierend einschreitet und welches Verhalten man gerade fördern will.
Vielleicht kann euch diese Übung helfen.