Beiträge von Toto2

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung


    Hallo Günter,


    warst du nicht derjenige, der hier mal folgenden Spruch von einem Bekannten, Mentor oder ähnlichen geschrieben hast ?


    Zitat: "Fußball macht dann Spaß, wenn man eine "Liga" unter seiner Leistungsfähigkeit spielt!" ( so, oder so ähnlich lautete die Aussage ).


    Das würde dann doch einiges erklären.....

    Meine Herren....das sind hier so viele Meinungen, Ansichten, Vorschläge und Schlagabtäusche.....da kann ich gar nicht drauf eingehen ;) .


    Ein Beispiel hätte ich aber dann doch: Sprinttraining. Da verlange ich immer vollen Einsatz. Ich meine jetzt ohne Ball. Um die Antrittsschnelligkeit u. Endgeschwindigkeit zu steigern. Habe mal gelesen, dass es sonst nichts bringt. Es findet keine Verbesserung statt, wenn man nur halbe Kraft gibt. Und das sollte man im ausgeruhten Zustand trainieren.


    Wenn ich allerdings Staffeln mit Ball mache, dann achte ich natürlich auf korrekte Ausführung, Beidfüßigkeit und enge Ballführung. Also "Dribbelstaffeln" durch Hütchen, wo zwei "Teams" gegeneinander antreten, um die Motivation auch hoch zu halten. Verlieren will in meinem Team nämlich da keiner. Auch nicht beim Sprinten ohne Ball.


    Letztlich kann ich da aber nicht die unmöglichen 110 % verlangen. Sie können nur so schnell laufen wie sie können. Durch mehrfaches Training steigere ich aber die Leistung, so dass sie dann irgendwann vielleicht 10 % schneller laufen als vor dem Training. Überfordern, z. B. durch übertriebene 20 Durchgänge pro Training (um auf die 110% zu kommen), kann ich sie da nicht, weil man es eben im ausgeruhten Zustand trainieren soll. Was bringt es da, wenn sie nach vielleicht 6 Durchgängen ( eine Sache der Beobachtung u. der richtigen Einschätzung des Trainers ) nicht mehr mit voller Kraft sprinten können, weil die platt sind? Dann findet keine Steigerung statt und ich quäle sie unnötig.


    Zustimmung. Mich würde auch mal interessieren, ob die Stützpunkt-/Auswahltrainer auch einer gewissen Kontrolle unterliegen. Das heißt ob sie in unregelmäßigen Abständen "überprüft" werden. Ich meine dies jetzt nicht im Rahmen einer Lizenzverlängerung. Ich stelle mir diesen "Job" sehr schwierig vor. Man muss ständig eine Auslese treffen und dies dann auch dementsprechend vermitteln. Und das bei teils übersteigerter Erwartungshaltung der Eltern. Wird im Rahmen einer A-Lizens auch die "psychologische Seite" abgedeckt / vermittelt ?? Und wie ist die Wertigkeit bei diesem Punkt ? DFB-Philosophie ist ja schön und gut. Auf dem Papier. Wie sieht's in der Praxis aus ? Würde mich wirklich interessieren.


    Vorab: ich habe bisher weder ein Training einer Stützpunktmannschaft beobachtet, noch kenne ich einen Trainer der dort tätig ist oder habe mit einem gesprochen. Ich weiß von der Arbeit oder den Entscheidungsträgern dort also rein gar nichts.


    Aber mein Verstand sagt mir: Menschen sind unterschiedlich und legen auch die sogenannte Philosophie unterschiedlich aus. Im Großen u. Ganzen werden sämtlich Stützpunkttrainer sich wohl an die Richtlinien halten. Aber Unterschiede gibt es sicher von Stützpunkt zu Stützpunkt; und auch bei denen, die die Arbeit der jeweiligen Trainer "überwachen" oder kontrollieren.


    Interessant wäre es aber auf jeden Fall mal, wenn ein solcher Trainer hier von seiner Arbeit berichten würde. Ist hier eventuell ein Stützpunkttrainier unterwegs, der bereit ist sich zu "outen" ???


    Stimmt, da hast du Recht. Irgendwie habe ich das wohl zu sehr auf meinen Beitrag bezogen. Du hast auch Recht, dass kurze und prägnante Sätze eher was bringen als ein 10-minütiger Vortrag. Keine Frage. Und das verdeutlicht auch ein wenig, dass Fußball eigentlich einfach ist.


    Da das Thema eigentlich so einfach ist wollte ich mal etwas Farbe ins Spiel bringen und die Frage stellen: wie kommt es überhaupt zu so einer Situation? Ich trainiere also lieber zuerst das Vermeiden dieser Situation, und dann erst das mögliche Verhalten in der Situation.


    Ja, die Diskussion in Schriftform ist wirklich oft missverständlich. Wenn wir beim Bier am Tisch sitzen würden hätten man die ein oder andere Ansicht bzw. Meinung schnell in einem Nebensatz abgehandelt. Das wäre viel einfacher. Aber so haben wir eben nur den virtuellen Tisch. Damit müssen wir klar kommen. Kommen wir aber auch, oder?


    Och, Günther. Wieso kompliziert machen? Sehe ich nicht so. Ich sehe es schon als meine Aufgabe an den Kindern MÖGLICHKEITEN an die Hand zu geben, mit denen sie Situationen besser lösen können. Was sie daraus machen bleibt ihnen überlassen. Deshalb "arbeite" ich auch oft mit Fragestellungen. Das bringt sie zum Nachdenken und fördert die eigene Kreativität. Das ist letztlich mein Ziel. In der Entwicklungshilfe nennt man das auch so schön: Hilfe zur Selbsthilfe. Es gibt eh´ keinen Masterplan. Es gibt immer mehrere Möglichkeiten eine Situation zu lösen. Und da sollen sie auf gar keinen Fall bestimmten Anweisungen folgen, sondern selber machen. Das ist nicht kompliziert. Und wenn dann Fehler gemacht werden...dann werden sie eben gemacht. Du wirst es nie, aber auch nie erleben, dass ich auch nur einen meiner Spieler wegen eines Fehler verurteile.


    Gespielt habe ich pers. selbst auch. Allerdings in diesem Alter, in denen sich meine Spieler befinden, habe ich nicht so gut gespielt wie die meisten meiner Spieler heute. So sind zumindest meine Erinnerungen. Deshalb wäre es auch sehr vermessen, wenn ich irgendeinen meiner Spieler anmotze. Aber das war hier auch nicht das Thema.


    Letztlich wollte ich mit meinem ersten Beitrag das Feld einfach mal von hinten aufrollen.

    Hallo,


    ich bringe mal eine weitere Variable ins Spiel: wenn der Spieler in diese Situation kommt frage ich mich, ob seine Mitspieler nicht vielleicht was falsch gemacht haben ?!?! Wenn seine Kollegen sich nämlich weit genug zurück ziehen kommt er gar nicht erst in diese Bedrängnis. Denn dann hat er Anspielstationen. Im Optimalfall mehrere ( Stichpunkt Dreiecksbildung ).


    Wenn er allerdings hinten ( ich gehe mal davon aus, dass diese Situation angesprochen ist, da ich im Mittelfeld oder vorne den Ball nicht ins Aus spielen muß ) auf weiter Flur mit dem Ball u. Gegenspieler alleine ist, dann hat er ein Problem. Vorausgesetzt, dass er denn Keeper nicht anspielen kann.


    Das wäre eigentlich eher mein Ansatzpunkt.

    na das liest sich doch schon mal gut mit den Übungen bezgl. Laufwege smile was machst da alles schönes?:-)


    Zunächst Andre: da gebe ich dir absolut Recht. Ich kann nicht beurteilen, ob das heutzutage in der Ausbildung der Jugend tatsächlich noch vernachlässigt wird, dafür fehlt mir der Überblick, aber bei vielen Seniorenspielern von heute kann man schon sehen, dass sie recht planlos und nahezu ungestüm auf den Gegenspieler rennen. Wir trainieren das 1 vs. 1 seeehhrrr oft.


    @NF: booaaahh....eine Übung auf dem Schriftweg zu erklären ist immer recht aufwendig. Du findest auf Soccerdrills und der DFB-Seite viele Übungen dazu. Aber ich werde mal versuchen eine einfach aufzubauende Übung zu erklären.


    Viereck mit Hütchen markieren. Abstand zwischen den Hütchen ca. 5 bis 6 Meter (ist natürlich variabel; je nach Leistungstand des Teams). Ich benenne die Hütchen mal A, B, C, und D. An Hütchen B+C ist je ein Spieler postiert. An Hütchen A mind. 2 Spieler-ich nenne sie mal A1+A2 ( nicht zu viele, da sonst zu lange Wartezeiten entstehen; ggf. mehrere Vierecke aufbauen ).


    Paßfolge: A1 auf B, der direkt auf A1 prallen läßt; A1 dann auf C, der direkt auf B prallen läßt und sich sofort in Richtung Hütchen D bewegt; B paßt dann in den Lauf von C ( C sollte ums Hütchen D laufen und B sollte den Ball in den Lauf vor Hütchen D spielen ); C spielt dann den Ball in die Ausgangsposition auf A2 und stellt sich wieder in der Startgruppe an.


    Nach der Abfolge rückt jeder Spieler eine Position auf. A1 wird zu B, B wird zu C, A2 wird zu A1 und C wird zu A2.


    Jeder beteiligte Spieler paßt während der Abfolge also zwei mal. Optimal sind Direktpässe. Man kann und sollte vielleicht sogar erstmal das ganze mit Ballannahme beginnen und wenn die Paßfolge in den Köpfen ist mit Direktpaß steigern. Die Übung verlangt auch eine Menge Konzentration, da die Paßfolge schnell ist, jeder Spieler schnell seine Position wechselt und somit wieder umdenken muß. Und man sollte am Anfang sehr geduldig sein, da es eben auch eine Kopfsache ist, die sich einspielen muß. Haben sie es aber erstmal drauf, dann kann man ihnen den Spaß auch ansehen.


    Es wird also das Passen (ggf. Ballannahme), die Konzentration und Reaktion geschult. Sie lernen schnell zu reagieren, zu agieren und sich in den nächsten Raum zu bewegen.


    P.S. die Übung mehrmals lesen u. auf einem Blatt Papier visualisieren. Sonst ist es wirklich schwer zu verstehen - glaube ich zumindest. ;)

    Hallo,


    ich trainiere eine D-Jugend und trainiere diesen Bereich eigentlich sehr häufig. Zum Beispiel schon alleine die Gruppentaktik bezogen auf Paß- und Laufwege. Stellt sich mir da nur die Frage was man hier unter "spielerisch" versteht. Alleine dieses Thema ist schon sehr komplex, wie SirAlex schon treffend bemerkt hat. Sehr allgemein kann man nur schwer darauf antworten. Oder besser gesagt ich kann da nur schwer drauf antworten. Vielleicht schafft das hier jemand?


    Gruppentaktik bezogen auf Paß- u. Laufwege trainiere ich z. B. so gut wie immer mit Hütchen, die letztlich Gegenspieler oder auch den freien Raum darstellen sollen, den der Spieler nutzen soll. Dann geben ich Paß- u. Laufreihenfolgen vor, die ich natürlich auch variiere. Ich denke schon, dass man damit gewisse Automatismen erzielen oder festigen kann. Zumindest habe ich das dann, oh welche Freude, tatsächlich auch in der Praxis, also in einem Spiel gegen Gegner, die sich auch bewegen ( im Gegensatz zu den Hütchen ;) ), beobachten können.


    hochkonzentriertes Spann-Schusstraining zum Trainingsabschluss


    vergangenen Jahres meine 13 jährigen gefragt, was sie im Moment auf dem Bolzplatz am liebsten spielen.


    Antwort: Archschiessen.


    ;) .....sehr schön. Kann mir gut vorstellen, dass sie da Spaß hatten. Mit den Kids sprechen. Da bleibt man immer am Puls der Zeit.....


    und......


    Zitat Günther: im grossen und ganzen stimme ich deinen Ausfürhungen zu.
    Auch mein Motto war immer, der Ball soll ins Tor, egal wie.


    aber obiger Satz führt bei mir zu Irritationen. liest sich für mich so, als ob immer gehämmert werden soll.
    solltest du das meinen, so muss ich dir widersprechen.


    Hab einen Stürmer gehabt, der aufgrund seiner Schnelligkeit fast in jedem Spiel mindestens 2 mal allein vor
    dem Torwart auftauchte und den Ball hämmerte, und das fast immer dahin wo der Tormann stand.


    so wars auch im Training.


    ihm dann vorgemacht und auch mit ihm einige geübt, dass wenn man allein vor derm TW auftaucht mehr Tore
    schiesst, wenn er überlegt mit der Seite in eine Ecke schiesst.


    sein Trefferquote hat sich anschliessen verdoppelt. (E-Jugend-Spieler)


    Günter - Zitat Ende


    .....stimmt so meiner Ansicht nach. Das nennt man doch Präzision vor Kraft. Wenn dann später noch Kraft dazu kommt und der Ball immer noch so präzise geschossen wird ist das optimal.

    Sehr guter Beitrag, Ranwie. Den unterschreibe ich so. Welch Überraschung, dass bei den Buli-Vereinen Auslese betrieben wird. Die Chancen kann sich doch jeder selbst ausrechnen. Wie viele Kinder spielen in Deutschland Fußball (Sportart Nr. 1)? Wie viele Spieler aus Deutschland schaffen den Sprung zum Profi bzw. werden überhaupt benötigt?


    Gut beobachtet. Man sollte solche Berichte immer von beiden Seiten betrachten.

    Sorry, du hättest jetzt sicher lieber eine adäquate Lösung von mir. Aber ich denke wirklich, dass das ein entsprechender Arzt besser beurteilen kann. Ich befürchte, dass man als Laie mit "irgendwelchen" Übungen unter Umständen mehr falsch als richtig macht, da man eben nicht entsprechend ausgebildet ist.


    Also lieber eine Arzt zu Rate ziehen. Das ist meine Ansicht. Wenn dieser dann tatsächlich gewisse Übungen vorschlägt kann man die auch im Verein umsetzen. Dann spricht nichts dagegen.


    Dem Mädchen würde ich in jedem Fall nur Mut machen. Dass sie Probleme mit ihren Beinen hat weiß sie schließlich selbst. Sie ist ja nicht dumm. Daher kann man auch offen mit ihr, vielleicht möglichst unter 4 Augen, darüber sprechen. Wie reagieren denn die Mannschaftskameraden darauf? Gibt es da Probleme. Ich meine nur....Kinder können auch grausam sein.

    Die Annahme kommt praktisch in jeder Übung vor, die mit dem Ball zu tun hat. Vorausgesetzt es wird mit den Füßen gespielt. Also gibt es quasi Unmengen an Übungen. Allerings sollte man darauf achten, dass beide Beine eingesetzt werden. Mal Annahme mit dem schwachen und mal die Annahme mit dem starken Fuß.


    Außerdem ist natürlich wichtig, dass der Ball bei der Annahme nicht vom Fuß springt. Optimal ist es, wenn er förmlich am Fuß "klebt". Dazu muss der annehmende Fuß nicht gegen den Ball gehen, sondern eher im richtigen Augenblick etwas nachlassen. Weiß jetzt nicht wie ich das besser erklären kann. Aber ist eigentlich logisch: wenn ich dem Ball mit dem Fuß entgegen gehe und eine gewisse Kraft auf den Ball trifft springt er wahrscheinlich wieder nach vorne. Also weg von Fuß und Spieler. Das ist eben nicht Sinn der Sache. Ich will den Ball schließlich unter Kontrolle haben. Wenn er wegspringt ist eventuell wieder der Gegenspieler im Ballbesitz.


    Außerdem kann man den Ball auf verschiedene Art u. Weise annehmen: mit dem Innerist, den Außenrist und natürlich auch mit Brust oder Oberschenkel. Muss ja nicht immer der Fuß sein - bei hohen Bällen. Sinnvoll ist es auch bei einer Übung nach der Annahme einen Richtungswechsel und die Mitnahme des Balles zu trainieren.


    Die einfachste Variation ist wohl folgende: zwei Spieler stehen sich gegenüber und passen sich den Ball zu. Ganz simpel. Da kann man dann auch locker Variationen einbringen: die Intensität des Passes erhöhen, den Abstand der Spieler zueinander vergrößern oder verkleinern, den Gegner mit einem hohen Ball anspielen/anwerfen, nach Annahme des Passes den Ball kurz mit dem Innenrist nach rechts oder links mitnehmen und zurück passen, mit Außenrist nach links oder rechts mitnehmen u. wieder passen......also Unmengen an Variationen.

    Hallo zusammen,


    zunächst einmal Zitat Willi:


    Skandal!
    Es gibt Leute, die von der Mehrheitsmeinung abweichen!
    Sofort teeren und federn - und dann nach Ungarn abschieben. Zitat Ende


    Warum ausgerechnet nach Ungarn? Ich war mal da und fand es jetzt nicht sooo abschreckend.


    Von Coerver weiß ich nicht mehr als ich hier bisher gelesen habe. Somit kann ich an der Diskussion nicht wirklich teilnehmen. Ich gebe aber zu, dass es mich schon interessiert. Allerdings schaue ich immer nach links und rechts und will soviel mitnehmen, wie es geht.


    Zum Thema DFB. Vergessen wir nicht, dass der DFB diese ganzen Aktionen auch zu einem gewissen Grad an Eigennutz unternimmt. Er profitiert letztlich auch davon, wenn die Ausbildung sich verbessert. Man kann die Ergebnisse schon etwas an dem Abschneiden der doch recht jungen Nationalelf ablesen. Daran hatte meiner Ansicht nach, mal nebenbei, ein gewisser Herr Sammer nicht gerade wenig Anteil. Aber das ist eine andere Geschichte.


    Wir wissen alle, dass im professionellen Fußball ungemein viel Geld unterwegs ist. Ein gutes Beispiel ist auch, wieder einmal nur meiner Ansicht nach, die Vergabe der kommenden Weltmeisterschaften. Da kann man geteilter Meinung sein. Aber das ist die Fifa - nicht der DFB.


    Aber beim DFB sieht es nicht anders aus. Da geht es um viel Geld und Prestige. Der größte Verband der Welt. Und wenn wir einige Jahr zurück gehen sah es alles andere als rosig aus. Man schaue sich einfach mal das Durchschnittsalter unser jetzigen, und das der Elf von z. B. 1998 an. Da hat der DFB reagiert und seine Ausbildung "revolutioniert". Aber das Konzept hat er nicht von Grund auf selbst erfunden. Da hat der DFB auch ein wenig über sie Landesgrenze geschaut. Glaube ich zumindest. Nicht, dass es nicht genug schlaue Köpfe im eigenen Land gibt, aber ich schätze schon, dass genügend Anreize aus dem Ausland geholte wurden. Ich will das nicht kritisieren; ganz im Gegenteil. Gott sei Dank hat man sich Gedanken gemacht und sich nicht weiterhin auf den vergangenen Erfolgen ausgeruht.


    Kurz und knapp: der DFB hat definitiv ein Eigeninteresse. Und das hat Coerver auch.

    Hallo,


    kenne die Geschichte auch. Kann durchaus eine spaßige Sache sein. Wir haben das z. B. auf unserer letzten Weihnachtsfeier mit Beamer und Leinwand auch genutzt. So´n Spiel, bei dem man möglichst viele Kopfbälle machen mußte. War für die Kids schon ganz witzig. Sie hatten auf jeden Fall Spaß.


    Auf der anderen Seite schrieb CoTrainer: da unsere kinder immer dicker werden und bald aussehen wie amis oder engländer (mal spitz formuliert) ist jede art von bewegung nur zu begrüssen.


    Da hat er nicht Unrecht. Das Angebot immer fauler zu werden wird immer größer. Keine Frage. Der Mensch macht es sich immer angenehmer um dann festzustellen, dass er sich in der Muckibude anmelden muss, weil er keine Kondition mehr hat, dicker wird und am Ende vielleicht sogar krank. Oft kann der einzelne auch nichts dazu, weil ihm vor lauter Arbeit und Überstunden vor dem PC keine Zeit mehr für Sport oder einen einfachen Spaziergang mehr bleibt. Und das fängt bei den Kinder schon an. Das ist schlichtweg eine Entwicklung unserer Gesellschaft.


    Allerdings sind meiner Ansicht nach solche Dinge wie diese Wii, Kinetic oder ähnliche Dinge wieder nichts anderes als das Rumdoktern an den Symptomen. Wie so oft. Die Ursache wird mal wieder nicht beseitigt.


    Wie bereits geschrieben. Ist kurzzeitig sicher eine spaßige Angelegenheit und die sollte man den Kinder auch gestatten. Mehr sollte es aber auch nicht sein.

    Hallo,


    ich drücke dir ebenfalls die Daumen. Wird aber wohl nicht nötig sein, wenn du mit dem hier vermittelten Eifer an die Sache gehst und dich selbst mal hin und wieder hinterfragst.


    Bei allen anderen Fragen kannst du dich auch immer getrost an die Mannschaft hier wenden. Hier sind die unterschiedlichsten Trainer unterwegs, die die Dinge eben auch unterschiedliche betrachten und bewerten. Da kannst du schon hilfreiche Tipps bekommen. Kann ich dir nur raten. Ich persönlich konnte hier schon einiges mitnehmen.


    Bleibt mir noch dir ungemein viel Spaß und Gelingen bei deiner zukünftigen "Aufgabe" zu wünschen.

    Hallo zusammen,


    ich denke man kann dieses Thema im Kinderfußball schnell auf einen Nenner bringen: es muss für die Kinder einen Sinn ergeben. Und deshalb gehört der Ball immer dazu. Warum sind die Kids beim Training? Weil sie Spaß am Fußball haben und der wird mit dem Ball gespielt - nicht ohne ;) . Ohne macht der keinen Sinn, der Fußball. Läßt man den Ball zu häufig aussen vor, dann verlieren sie diesen Spaß. Macht dann für die Kinder eben keinen Sinn mehr.


    Wenn du den Kids sagst wir laufen erstmal 2 Runden zum aufwärmen wird dich der größte Teil, im normalen Breitensport, eher unwillig anschauen. Das mögen die nicht. Ausnahmen, die gibt es auch in meinem Team, bestätigen die Regel. Ich habe tatsächlich 2 Spieler die gerne Waldlauf oder ähnliches machen würden. Haben die mir schon mal gesagt. Ich glaube allerdings das liegt eher daran, dass sie läuferisch besser als die anderen sind. Da können sie sich gut beweisen.


    Obwohl; ich muss zugeben: auch in der Seniorenmannschaft mögen die das nicht. Aber sie erkennen eher den Sinn, der dahinter steckt. Der existiert auch in diesem Alter definitiv.


    Ich habe es bisher immer geschafft die Kinder in Bewegung zu halten. Übungen, wo sie gar nicht merken, dass sie viel gelaufen sind, weil sie immer das Ziel - zum größten Teil den Ball - im Auge haben. Natürlich nie bis zur Erschöpfung. Aber sie kamen schon mal gehörig aus der Puste. Wie die anderen hier schon geschrieben haben schlägt man da auch 2 oder noch mehr Fliegen mit einer Klappe. Du trainierst nicht "nur" die Ausdauer/Kondition sondern auch Dribbling, Passen oder Ballan- und Mitnahme. Je nachdem, wie du das Laufen verpackst. Eigentlich echt kein Problem. Außerdem sind solche Übungen praxisnäher. Mal ehrlich: in welchem Spiel läuft man mehr oder weniger locker 60 Minuten um das Spielfeld oder hin und her? Ich behaupte mal nie. Da sind doch eher kurze ( oder auch mal etwas längere ) Sprints und ein schneller Antritt gefragt.


    Willst du nun konkrete Übungen brauchst du nur auf Soccerdrills oder beim DFB im Netz nachschauen. Mit deinem gesunden Menschenverstand kannst du diese Übungen auch immer auf dein Team entsprechend abstimmen oder für deine Ansprüche umgestalten.


    In diesem Zusammenhang empfehle ich auch sich mal mit der korrekten Atmung zu beschäftigen ( Stichworte Brust- und Bauchatmung ). Bringt schon eine Menge und ist recht einfach zu erlernen. Habe jetzt keinen konkreten Link dazu. Einfach mal in der Suchmaschine eingeben.

    @Günther: vielen Dank für die Blumen, aber es ist eine Tatsache, dass ich erst seit 1,5 Jahren als Trainer tätig bin. Dein Eindruck scheint wohl eher daher zu kommen, dass ich recht spät dazu gekommen bin. Ich bin 35 Jahre alt. O.K. - für einige ist das noch jung, für andere schon alt. Aber auf Erfahrung als Trainer kann ich nicht zurückgreifen. Die sammle ich noch.


    Thomekz: ;) wie schon Roberto Blanco sang: ein bischen Spaß muss sein. Nimm es nicht persönlich. Wenn du eigentlich auf etwas anderes abzielen wolltest hättest du den Beitrag vielleicht besser "Wird der Begriff kämpfen in Bezug auf den Jugendfußball überbewertet" oder "Sollte der ältere Spieler bevorzugt bzw. in die 1. Mannschaft gesteckt werden, obwohl der jüngere talentierter ist" nennen sollen. Nicht falsch verstehen - das meine ich echt nicht abwertend.


    manne: da hast du irgendwie schon Recht. Den Eindruck kann man bei dieser Generation schon bekommen. Ich persönlich habe aber beobachtet, dass es durchaus noch den Kampfgeist gibt. In meinem Team gibt einen Spieler der sich und das Team aufgibt, sobald man zurückliegt. Es kam sogar oft schon vor, dass er dann ausgewechselt werden will. Der größte Teil ist aber ehrgeizig und gibt immer alles. Die Menschen sind verschieden. Ich glaube, das ist einfach auch eine Frage des Charakters. Natürlich finde ich es nicht gut, wenn dieser Spieler sich so verhält und gut für das Team ist das sicher auch nicht. Aber er ist ein schwieriger Charakter und ich versuche damit klar zu kommen. Auf jeden Fall gehe ich nicht gleich in die Luft. Das wäre, zumindest bei diesem Spieler, absolut verkehrt. Damit erreiche ich nichts. Ich gebe auch zu, dass ich schon versuche ihn zu verändern. Warum auch nicht? Die Einstellung ist für das Kollektiv, und das nicht nur im Fußball, einfach Scheisse. Er ist einfach egoistisch. Da muss man erkennen, wie man so einen Spieler erreichen kann.


    Und: wer vergleicht denn hier seine Jugendmannschaft mit Barca oder dem BvB? Nicht wirklich. Vielleicht diskutiert der ein oder andere hier auch aus einem anderen Blickwinkel.

    Nun gut....jetzt setzt ihr mich unter Druck. Da kann ich nur ausweichend sagen: bin ja noch am Anfang meines Trainerdaseins. Da sollte doch eine gewisse Unentschlossenheit zugestanden werden, oder? Welpenschutz :!:


    Oder der philosophische Ansatz: gibt es nur Schwarz und Weiß? Was ist dem Grauton jetzt näher? Willis Jein oder mein vielleicht? Hat die Philosophie im Fußball überhaupt ihren berechtigten Daseinsanspruch? Fragen über Fragen, aber wir haben ja noch heute und den Sonntag, um zu einem Ergebnis zu kommen.