Beiträge von Toto2

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    Hallo Stella,


    wenn ich dich richtig verstehe suchst du Argumente, um andere Beteiligte davon zu überzeugen, die (wahrscheinlich, offensichtlich, vielleicht?) davon bisher nicht überzeugt sind!?!? Ist das so richtig? Gibt es also Leute, die aus irgendwelchen Gründen die traditionellen Tunierregeln wollen? Also mit Plazierung ect.? Du musst also erst Überzeugungsarbeit leisten und dich quasi rechtfertigen?


    Wenn das so ist wäre das eigentlich jetzt Andres Einsatz, der dich mit Argumenten überhäufen könnte. Andre, wo bist du?


    Ich fange mal an: kein Leistungsdruck für die Kinder, da keine Platzierungen. Jeder Spieler kommt zum Einsatz, da kein Leistungsdruck u. eventuelles Gewinndenken von Trainern und/oder Eltern. Gleiche Spielanzahl für alle Mannschaften, da keiner vorab auf Grund von Niederlagen ausscheidet. Keine eventuell enttäuschten Kinder, da alle spielen und keiner mittels Platzierung als Verlierer zu erkennen ist........Forsetzung der Argumente unbedingt erwünscht :!:

    Wie Paul schon schrieb würde ich kindgerecht auch mit passend gleichsetzen. Das Wort passend beinhaltet für mich, bei genauerer Betrachtung, sogar noch mehr als kindgerecht, da es individueller ist.


    Wenn ich also z. B. eine E-Jugend übernehme halte ich mich erstmal an die grundsätzlichen und offensichtlich als passend erforschten/erprobten Prinzipien. Es ist im Grunde zunächst eine Richtlinie, die der DFB vorgegeben hat. Den muss man also zunächst mal glauben und vertrauen. Da aber eben auch Kinder nicht alle in eine Schublade zu stecken sind ist es dann Aufgabe des Trainers auch auf das Individuum einzugehen. Sowohl auf fachlicher, als auch möglichst psychologischer Ebene. Denn auch die wird vom DFB thematisch aufgegriffen. Man lese sich nur die Beschreibung/Anforderungen an den Kindertrainer durch.

    Tja, schweres Thema. Wir können nicht in die Köpfe schauen. Gefährlich ist doch auch, wenn jemand diese Gesinnung inne, aber keine Parteizugehörigkeit hat. Was dann? Es ist nicht immer offensichtlich. Erkennen wir den rechtzeitig? Was, wenn das Parteimitglied im Verein einen guten Job macht u. nichts von seiner Gesinnung preisgibt? Wäre doch auch möglich. Wie gesagt: schwieriges Thema.


    Ich denke aber in diesem Fall hat man richtig gehandelt. Das solche Leute nicht gerade gut mit Ausländern oder deutschen Bürgern mit Migrationshintergrund auskommen sollte klar sein. Was, wenn dieser Mann jetzt solche Vereinsmitglieder trainieren soll?

    Meine Antwort: Antwort 2. Keinen Trainer zu haben ist schlimmer:


    Mein Kommetar/Erklärung dazu: auch Trainer müssen lernen. Ich z. B. habe mich vorher informiert, bevor ich das Traineramt angetreten bin. Im Internet ( DFB, Soccerdrills u. Trainertalk ) und mittels Literatur. Warum? Weil ich die Sache, bei all dem Spaß den ich habe, ernst nehme. Ich habe bisher keine Schulung erhalten und besitze keinen Schein. Gehen wir vom schlimmsten Fall aus haben wir zunächst die Trainervariante 1 der Fragestellung. Es gibt aber einen Jugendleiter und darüber auch noch einen Vereinsvorstand. Da wäre mein Ansatz. Wenn Vorstand u. Jugendleitung die Philosophie des Kinderfußballs verinnerlicht haben machen die aus der Variante 1 einen Trainer, der ebenfalls diese Philosophie lebt.


    Ergo: habe ich gar keinen Trainer, dann kann ich aus ihm auch keinen guten Trainer machen. Jugendleitung und Vorstand in der Verantwortung.


    Da sieht man mal wieder, dass einige von verschiedenen Voraussetzungen ausgehen.


    Bei mir ist das auch so. Es stehen immer alle, bis auf die Trainer, hinter der Bande. Am Rasenplatz liegen dann locker 8 - 10 Meter dazwischen. Beim Ascheplatz nur 2 - 3 Meter. Letzlich kann das sicher eine Hürde darstellen - muss es aber nicht. Trotzdem können auch Zuschauer reinrufen.


    Zitat Andre: Oder meintest du wieder, dass er mal ein bischen eingreifen sollte, mit fachlich kompetenten Tipps für die F`ler, damit die ein ordentliches angemessenes Spiel spielen, für das Ergebnis, dass sie so dringend für ihre Entwicklung benötigen, damit sie die Lust nicht verlieren und richtige Fußballer werden...natürlich....kindgerecht, klaro.
    Was wäre das auch für ein Trainer, wenn da keine echten Tipps kommen, sondern nur Lob oder auch mal nichts. Ich verstehe das nicht ganz, aber kann ja noch kommen. Zitatende



    Moment: Tipps geben muss doch nicht immer auf das Ergebnis des Spiels abzielen. Also ich schreibe jetzt aus der Sicht eines D-Jugendtrainers. Bei einer F würde ich, so glaube ich zumindest, mich wahrscheinlich noch mehr zurückhalten. Wenn ich Tipps an meine Spieler gebe dann mit dem Ziel, dass sie ihr Spiel verbessern bzw. Alternativen in Betracht ziehen. Sich also irgendwie verbessern. Wenn sie dann trotzdem 3 : 0 oder wie auch immer verlieren ist mir das Wurst, wenn der Gegener einfach besser war. So ist das. Man trifft auf bessere u. "schlechtere" Mannschaften. Natürlich machen sie Fehler. Ich auch. Wenn dann noch einer hinter mir als Trainer steht, der mich auf meine Fehler aufmerksam macht: warum nicht? Sie sollen aus ihren Fehlern doch lernen. Da finde ich es nicht verkehrt mal auf die Fehler hinzuweisen. Die Sache ist dann nur: wie weise ich darauf hin. Ich habe da meine eigene verbale Art entwickelt. Ich nenne das dann nicht Fehler, sondern umschreibe es eher positiv. Als Beispiel: nicht sagen, das hast du falsch gemacht, sondern das kannst du noch besser machen.


    nach Ansicht einiger hier, gab es aber einen fatalen Fehler gegenüber dem Kinderfussball.
    beide Trainer, der Schiritrainer etwas leiser, der Aussenstehende , das war ich, etwas lauter, gaben während des Spiels des öfteren ihre Anweisungen.
    seltsamerweise hat das keinen gestört.


    das ist in meinen Augen gelbter Kinderfussball und Fair Play.


    Günter


    Also was das Thema des Reinrufens am Spielfeldrand angeht bin ich mir nicht sicher, ob einige User hier vielleicht nicht aneinander vorbei reden.


    Was du, Günter, als etwas lauter bezeichnest ist für andere vielleicht gar nicht erwähnenswert. Ich erlebe es in unserer Liga wirklich oft, dass Trainer wirklich schon fast auf max. Pegel schreien und der ein oder andere Vater am Spielfeldrand noch dazu. Und dann noch völlig sinnfreie Anweisungen wie: spiel (wohin?); mach (was?); weiter (natürlich - das Spiel ist noch nicht vorbei). Ich erlebe aber auch das genaue Gegenteil. Trainer die man nur hört, wenn sie den Schiri um eine Auswechslung bitten.


    Aber wo fängt das verwerfliche bzw. falsch Reinrufen an? Ich pers. bin jemand, der das ganze Spiel meiner Mannschaft schon auch irgendwie mitlebt. Ganz ruhig kann ich nicht sein. Allerdings habe ich mich, seitdem ich hier im Forum unterwegs bin ;) , schon selbst hinterfragt. Sinnfreies Reinrufen (siehe oben) spare ich mir komplett. Loben oder Aufmuntern tue ich sehr oft. Da sind sich hier eh´ alle einig, das dies schon sinnvoll ist. Aber wenn ich sehe, dass jemand z. B. bei Ballbesitzt des Gegners seinen Gegenspieler hinter sich aus den Augen verloren hat weise ich darauf hin. Und wenn ich sehe, dass Spieler sich bei gegnerischen Ballbesitzt nicht zurückziehen und nicht an der Balleroberung teilnehmen auch. Oder wenn Spieler bei Ballbesitz nicht aufrücken u. am Spiel teilnehmen ebenfalls. Somit greife ich schon in das Spiel der Jungs ein. In meinen Augen sind das schon Verbesserungen, die ich anstrebe. Bisher konnte ich auch noch nicht erkennen, was daran negativ sein soll. Als Schreien würde ich das nicht bezeichnen. Das heißt aber nicht, dass ich damit richtig liege. Wenn jemand Argumente dagegen hat bin ich bereit mir diese anzuhören.

    Hallo zusammen,


    was die Minispielfelder des DFB angeht kann ich sagen, dass das bei uns sehr gut angenommen wurde. Es liegt auch direkt bei uns am Vereinsgelände u. wird auch vom Verein gepflegt. Das ist natürlich auch ein Vorteil. Es spielen auch, aber bei weitem nicht nur die Kinder aus dem Verein darauf.


    Vandalismus kommt eigentlich auch nicht vor, obwohl sich öfters auch gegen Abend mal ein paar Halbstarke dort aufhalten, weil dort auch ein Unterstand mit Bänken aufgebaut ist. Allerdings stehen die, wie auch andere Nutzer, recht häufig unter Beobachtung, da der Platz am Vereinsgelände liegt und eben die ganze Woche lang Trainingsbetrieb herrscht. Aber im Winter ist da ab spätestens ca. 21 Uhr auch keiner mehr. Allerdings ist es im Winter kalt. Dann halten sich die Halbstarken eben auch nicht lange auf ;) .


    Grundsätzlich eigentlich keine schlechte Sache.

    Und wenn ich mir dann die Stundenpläne der Jungs angucke, weiß ich manchmal nicht, ob wir, die Gesellschaft, nicht zu viel
    von den 'heutigen' Kindern erwartet.

    Aber ich weiß es: ja. Aber das führt am Thema vorbei. Da könnte ich in Schreibwahn verfallen und seitenlange Beiträge verfassen.

    Hallo TYA,


    sehr altes Thema im neuen Gewand, hier im Forum. Ich stimme da mit Andre überein. Konzentriere dich mehr auf Dribbling und Zweikampf ( und damit meine ich nicht Grätschen oder ähnliches ;) ). Dazu findest du hier im Forum wirklich zig Beiträge. Schaue dich einfach mal um und nutze die Suchfunktion.


    Gerade Bambinis, F u. E-Jugend soll sich mit Dribbling u. Zweikampf auseinander setzen. Da werden die Grundlagen für den genialen Techniker gelegt, den wir doch alle so gerne im TV bestaunen. Das Passen u. Zusammenspiel (prinzipiell Taktik) kann immer noch später kommen. Wenn du bei deinen Jungs zu sehr den Fokus auf das Passen legst werden sie das im Spiel auch wohl automatisch irgendwann umsetzen. Damit können die aber eigentlich noch nicht viel anfangen. Rein vom Alter und Kopf her. Die Voraussetzungen für das "intelligente" Spiel, wie der Erwachsene sich das vorstellt, sind noch nicht gegeben. Dann zeigt sich das, was du gerade erlebst. Sie passen schön hin u. her kommen dem Tor aber nicht näher. Der Eigensinn, im Rahmen, ist da absolut noch nicht verwerflich.

    Wirklich schade. Da steckt man nicht drin. Ich kann mir wirklich nicht erklären, wie man so wie dieser alte Mann werden kann, den Andre beschreibt. Aber solche alten Männer gab es auch früher, als ich selbst irgendwo mit den Kumpels gekickt habe. Diese Leute kennt wohl jeder. Die wird es immer geben. Die Menschen sind verschieden.


    Eines ist sicher: so werde ich nie. Da halte ich es eher wie Andre u. stelle mich ins Tor. Läuferisch kann ich dann wohl nicht mehr mithalten ;) .

    Vor allen Dingen liegt die Publikation auch auf dem Nachtisch. Da gehört sie wirklich nicht hin. Stelle sie doch in ein Bücherregal oder lege sie auf die Nachtkomode.....aber auf dem Nachtisch? So geht man mit Literatur nicht um :P .

    Günter,


    ganz klar - da hast du Recht. Aber in meiner Position als D-Jugendtrainer im Dorfverein brauche ich mir, so hoffe ich wenigsten, da keine Sorgen zu machen. Allerdings: Kritiker gibt es wohl immer. Wichtig ist nur erkennen zu können ob die Kritik berechtigt oder unberechtigt ist. Und das fällt einem persönlich ja auch nicht immer leicht. Da versuche ich immer lernfähig zu bleiben und mich nicht gleich angegriffen zu fühlen. Oft gelingt das erst nach 1 bis 2 Tagen nachdenken.

    Klar - gibt es auch. Aber das ist irgendwie doch typisch: die millionen Bundes(liga)trainer in Deutschland. Sind nicht einmal beim Training dabei und bewerten Aufstellung und Auswechslungen des Trainers. Rein theoretisch könnten die das ganze mit der Fernbedienung von der Couch aus besser managen, als der langjährig erfahrene und ausgebildete Trainer auf dem Platz. Und das auch noch für weniger Gehalt ;) . Was ergäbe sich da für ein Sparpotential für die finanziell arg gebeutelten Vereine.....

    Ach so, habe ich im Schreibwahn ganz vergessen: ich bin absolut ein erfolgsorientierter Kindertrainer.


    Es kommt eben nur darauf an wie man Erfolg definiert. Das muss nicht unbedingt der Sieg eines Spieles sein. Den Sieg sehe ich in den Fortschritten der Kinder, die sie machen. Mal ehrlich: man trifft immer auf schwächere oder stärkere Teams. Was soll man da machen? Sich in den A*sch beißen, weil man das Spiel gegen eine bessere Mannschaft verloren hat? Oder sich beidseitig auf die Schultern klopfen, weil man eine schwächere Mannschaft vom Feld geschossen hat?


    Aber wenn ich sehen kann, dass mein Einsatz u. meine Motivation bei den Kinder was bringt und sie sich verbessern, dann ist mir doch die Niederlage völlig egal. Denn ich kann nur mein Team beeinflussen und nicht den Gegner. Wenn sie besser sind, dann sind sie besser. Kann natürlich auch daran liegen, dass das andere Team besser trainiert wird. Kann aber auch daran liegen, dass die gegnerischen Spieler einfach talentierter sind.


    Als Beispiel: wir haben bei den Kreishallenmeisterschaften als B-Ligist gegen einen Bezirksligisten nur 1 : 0 verloren, weil meine Mannschaft in diesem Spiel über sich hinausgewachsen ist. Wir hätten sogar unentschieden spielen können ( die unendliche Geschichte mit dem Ball und dem Tor, wo er rein muss ). Über sich hinausgewachsen? Nicht wirklich. Sie könnte das wohl immer so spielen, wenn sie auch immer so wollten. Die zwei Pfostentreffer des Gegners unterschlage ich hier jetzt einfach mal ;) .


    Ihr hättet aber danach mal die Gespräche der mitgereisten Väter des Bezirksligisten mitbekommen sollen. Schuld war nur der Trainer. Der hat falsch aufgestellt u. eingewechselt.


    Dann fällt irgendwann das erste Tor und es steht 9 Minuten vor Ende 11:1 für die anderen.....aber.....die Eltern und der Trainer freuen sich auf Grund ihrer Einstellung so dermaßen über dieses eine Tor, dass der Tower vom nächsten Flughafen sie auf dem Radar als unbekannte Flugobjekte zu sehen kriegt. Dann ...wären die Uhren richtig gestellt und ehrlich und etwas übertrieben gesagt, würde ich ...wäre ich König Fußball...jeden dieser Trainer die gegen bestimmte Regeln im Kifu ständig verstoßen mit einer Schüppe in der Hand ins Watt schicken, um sich bei Flut eine Insel aufzuschüppen. Dabei würde ich dann mit den Kindern zuschauen und ihm in allerletzter Minute einen Schwimmreifen überreichen. Den dürfte der JL der das zuließ bringen, bei 7 Grad Wassertemperatur. Ich weiss, wenig sachlich, aber so sehe ich das etwas resignierend und mit einer Menge Galgenhumor. Gruß Andre


    Extrem schön formuliert. Ich schmunzle jetzt noch. Besonders das mit dem Tower, Flughafen und Radar :) .


    Zitat TRPietro: Oder kann es auch sein, dass zu viele Trainer einfach zu Sturr sind und das Gefühl haben, denn Fussball erfunden zu haben? Zitat Ende


    Ja - das ist so. Wir haben hier in Deutschland millionen von Bundes-, oder zumindest Bundesligatrainern. Die wissen grundsätzlich so gut wie alles besser. Es gibt Ausnahmen, aber die bestätigen die Regel. Das scheint bei euch in der Schweiz nicht der Fall zu sein. Ihr seit auch nicht der größte Verband der Welt, der unter Zeitdruck immer alles unternehmen muss, um das Prestige zu wahren. Wenn ich den schweizer Fußball so die letzten Jahre beobachtet habe stelle ich fest, dass da wohl große Fortschritte gemacht wurden. Man nimmt in der Bundesliga, und auch in anderen internationalen Ligen, immer mehr schweizer Fußballer wahr. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.


    Zitat TRPietro: Kann es sein, dass der DFB zu viel in der Spitze und so ziemlich gar nichts in der Breite unternimmt?



    Nein, das sehe ich so nicht unbedingt. Es wurde in den letzten Jahren schon viel in der Breite unternommen, aber eine Antwort findest du auch in Günters Beitrag. Ab einem Zeitpunkt interessiert sich der DFB nicht mehr so eindringlich für die Jugend, weil die Talente schon gesichtet wurden. Wie gesagt - mal Günters Beitrag lesen. Das Ziel ist doch ganz klar: da ist auch eine Menge Eigensinn. Erstmal alle in den Vereinen halten, bzw. noch welche dazu bekommen, damit man am Ende sichten kann und dann doch Eliteförderung betreibt. Und die Mitgliederzahl spielt auch eine Rolle, damit man der größte Verband bleibt. Nicht falsch verstehen; ich will nicht alles schlecht schreiben, was der DFB unternimmt. Da sind schon eine große Menge schöne Sachen dabei, die ich als Fußballfreund, der auch gerne einen erfolgreichen deutschen Fußball sieht, unterstütze. Aber man muss das auch immer aus deren Sicht betrachten. Und das steckt natürlich auch der Eigensinn dahinter.

    Vorab: ich trainiere eine D-Jugend.


    Das Abschlußspiel: danach fragen mich die Jungs im Training immer. Das macht ihnen am meisten Spaß - ganz klar. Das ist Fußball. Darum geht´s doch am Ende.


    Ich teile die Mannschaften immer ein. Ich lasse nicht wählen, damit ich annähernd gleich starke Teams habe und sich der Spieler, der als letzter gewählt wird, nicht so schei**e fühlt. Finde ich echt wichtig. Da halte ich es wie Andre.


    Meistens wird dann frei gespielt. Ich gebe keine Aufstellung vor. Ich teile auch keine Positionen zu. Jeder greift an u. jeder verteidigt. Da müssen sich die Teams selbst organisieren. Zudem haben wir auch maximal nur einen halben Platz zur Verfügung. Oft sogar nur ein Viertel des Platzes. Erstaunlich ist, dass man immer wieder beobachten kann, dass sich immer die gleichen Spieler für das Absichern und Verteidigen zuständig fühlen. Somit findet man auch immer die gleichen Typen, die vor dem gegenrischen Tor auf den Ball lauern und sich nur ungerne zurück ziehen. Das kennt wohl jeder. Ich spiele dann auch ohne Abseits.


    Ich gebe zu, dass ich schon meine Lieblinge für bestimmte Positionen habe. Aber ich versuche auf den Positionen zu rotieren. Ich will nicht unbedingt spezialisieren. Obwohl man bei den verschiedenen Spielern schon eine gewisse Neigung erkennen kann. Die Sache ist nämlich die, dass ich a) Alternativen haben möchte ( im Falle von Krankheiten oder keine Zeit ) und b) die Spieler sich eben jetzt noch nicht festlegen sollen. Wer kennt die Situation nicht, dass dein Spieler, der oft als rechter Verteidiger eingesetzt wird, fragt: "Darf ich nicht mal im Mittelfeld spielen?"


    Hin u. wieder erzwinge ich im Abschlußspiel auch Situationen durch bestimmte Regel. Beispiele: jeder Spieler des Teams muss den Ball berührt haben, bevor ein Tor erzielt werden kann (Zusammenspiel, Paßspiel wird mehr forciert); ein Tor gilt nur, wenn sich alle Spieler in der gegnerischen Hälfte befinden (das Aufrücken und auch Pressing wird gefördert,); befinden sich bei einem Gegentor nicht alle Spieler des Teams in der eigenen Hälfte zählt das Tor doppelt (das Verteidigen, Zurückziehen u. geschlossene Balleroberung wird gefördert, die "Camper" vor dem gegnerischen Tor nehmen mehr am Spiel teil u. beteiligen sich an der Verteidigung bzw. Balleroberung, der Raum für den Gegner wird enger gemacht); ich lasse mit Abseits spielen (der Sinn düfte klar sein); ein Tor zählt nur, wenn vorher ein kleines Hütchentor auf den Aussenbahnen durchspielt wurde (Flügelspiel wird "erzwungen"); ich nehme, wie Günter, am Spiel als freier Mann teil, der vom jeweiligen Team im Ballbesitzt angespielt, aber keine Tore erzielen darf (Überzahlspiel).

    Habe nochmal nachgedacht. Das Geld ist es wohl nicht. Herausforderung wohl eher. Wir kenne die wirkliche Situation beim DFB nicht, da wir bei pers. Gesprächen nicht dabei sind. Aber ganz ohne diese Informationen: wäre ich in der Situation - ich würde beim DFB bleiben. Die Arbeit würde mir pers. mehr Spaß machen. Und das ist eben für mich die Hauptsache. Und: irgendwie bin ich schon ein Freund von Sammer. Ich glaube er hat gute Arbeit geleistet.


    Hallo Andre. Da bin ich nicht deiner Meinung. Zweikampf als Grundlage für Manndeckung? Warum? Auch bei einer ballorientieren Deckung (Viererkette) braucht man den Zweikampf. Den braucht man immer. Egal welche System du spielst. Oder habe ich dich jetzt falsch verstanden?


    Zitat TW-Trainer: Richtig ist sicherlich auch, das die "Knäulbildung der Bambinis" nach Freigabe des Balles auf den ersten Blick nach einem ballorientierten und nicht einem gegnerorientierten Spiel aussieht. Mit Taktik hat dies aber noch nichts zu tun, weil Motive wie Ballgewinn durch Kompaktheit und/oder Pressingformen oder Laufwege bei der Ballbehauptung und dem Torabschluß bei unseren Kleinsten noch keine Rolle spielen.


    TW-Trainer: da bin ich ganz bei dir. Denn bei der Viererkette bzw.ball/raumorientieren Verteidigung gilt: wo ist der Ball u. wo ist mein Mitspieler. Wo der Mitspieler ist interessiert die Bambinis nahezu überhaupt nicht. Nur: wo ist der Ball u. wo ist das gegnerische Tor.


    Rene: da kannst du nur entweder oder entscheiden. Nach nur vier Trainingseinheiten kann selbstverständlich eine ganze Menge schief gehen. Ganz klar u. völlig normal. Das braucht einfach viel mehr Zeit. Ist eben nicht so einfach umzusetzen. Da bleibt es bei deiner Entscheidung: sich einigermaßen gut aus der Affäre ziehen (event. sogar gewinnen) mit Libero & Co. oder auf die Ausbildung setzen.

    Ich glaube ein Gerücht ist es nicht. Der HSV wird wohl wirklich interessiert sein. Meiner Ansicht nach wäre Sammer aber dumm, wenn er seinen Job aufgeben würde. Besser als beim DFB kann er es nicht haben.


    Aber es kann natürlich auch andere Gründe geben. Vielleicht sucht er einfach eine neue Herausforderung. Oder eben der immer wieder ultimative Grund: das liebe Geld.


    Ich würde es mir sehr gut überlegen.