Also ich weiß nicht, was daran Mauertaktik sein soll. Wenn man mit viel Laufarbeit im Mittelfeld presst um den Ball schnellsten zurück zu erobern
Das ist eine Definitionssache wo Mittelfeldpressing anfängt und wo es aufhört.
Gladbach als Beispiel genommen - hat ohne jeden Zweifel gestern verdient gewonnen - ob das aber attraktiver Fußball ist?!
Für mich ist das "mauern" den ein Mittelfeldpressing konnte ich maximal 15-20 Minuten erkennen. Alles andere war aus meiner Sicht Abwehrpressing, da Reus/Hanke oder zumindest einer von Ihnen zumeist in der eigenen Hälfte waren und somit die beiden 4er Ketten deutlich tiefer standen, so, dass Gladbach mit der 4er Kette kurz vor dem eigenen 16er verteidigt haben.
Gegen so einfältige Bayern wie gestern ein probates Mittel zum Erfolg.
Zwei entscheidene Punkte sind mir gestern aufgefallen:
- zum einen, dass Jupp Heynckes keinen "Plan" hat, wie seine Mannschaft nach einem Rückstand reagieren soll, bzw. das die Mannschaft nicht in der Lage ist, die Vorgaben nach Rückstand umzusetzen (leider vermisse ich auch Wechsel mit einer gewissen Aussagekraft - warum kommt Olic nicht, der eine überragende Vorbereitung gespielt hat, warum wechselt er Robben nicht aus, an dem das Spiel 90 Minuten lang vorbei geht)
- dann fällt auf, das die Bayern die Selbsterkentniss vermissen lassen, das Spiel schnell zu machen und nach Balleroberung eine unsortierte Defensive auszunutzen
Sofern die Bayern es nicht schaffen, gegen Mannschaften die kompakt in der Defensive stehen und schnell umschalten bestehen zu können, verdienen sie es nicht Meister zu werden oder das Feld als Sieger zu verlassen.
Aber weg von Bayern und Gladbach ...
Solange man mit dem "mauern" Erfolg hat und die vermeindlich starken Teams keinen Weg finden dagegen zu bestehen, wird sich dieser für den Zuschauer zweifelsohne unschöne Trend fortsetzen ... und irgendwann fallen bei uns so viele Tore wie in Italien ... dann verteidigen jedes Wochenende 36 Profiklubs 90 Minuten lang ein 0:0
Grüße
Zodiak
